S-130-Gefahrenschutzgleiter

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S-130.jpg
S-130-Gefahrenschutzgleiter
Allgemeines
Hersteller:
Modell:
Klasse:

Luftgleiter[3]

Preis:
Besondere Merkmale:
  • gelbe Lackierung[4]
  • organische Form[5]
Technische Informationen
Länge:

27 Meter[1]

Höchstge-schwindigkeit:

280 km/h[3]

Antriebsart:

Repulsorlift-Antrieb[4]

Schild(e):

Radioaktivitätsfilter[3]

Bewaffnung:

2 Laserkanonen (optional)[1]

Kapazitäten
Besatzung:
Passagiere:
Beladung:
Nutzung
Einsätze:
Rolle:
  • Medizinisches Transportfahrzeug[1]
  • Polizeitransporter[7]
  • Spähfahrzeug[2]
Zugehörigkeit:

Königliches Naboo[2]

Der S-130-Gefahrenschutzgleiter war ein zivil genutzter repulsorliftangetriebener Transportgleiter, der darauf ausgelegt war, seinen Insassen maximalen Schutz vor äußeren Einflüssen wie Radioaktivität oder Krankheiten zu bieten. Er diente häufig als mobiles Kommandozentrum von Katastrophenschutztrupps und Unterstützungsfahrzeug für medizinische Einsatzgruppen. Während der Klonkriege wurde er von der SoroSuub-Gesellschaft gemeinsam mit Theed Hangars entwickelt und produziert. Er kam hauptsächlich auf dem Planeten Naboo zum Einsatz.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ein S-130-Gefahrenschutzgleiter

Der S-130-Gefahrenschutzgleiter war ein 27 Meter langer Luftgleiter,[1] der einen dreigeteilten Aufbau aufwies. An seinem länglichen Bug,[5] der an seiner Oberseite von der Pilotenkanzel abgeschlossen wurde,[1] waren zwei breite Flügel angebracht. Während die Front horizontal eine leicht konvexe Form aufwies und abgerundet war, verjüngte sich die gesamte mittlere Sektion des Gleiters nach hinten stromlinienförmig und lief spitz zu. Die beiderseits angebrachten Flügel waren trapezförmig.[5]

Der Rumpf des Fahrzeugs bestand aus drei Sektionen.[5] Den obersten Abschnitt des Mittelteils bildete der Aufbau für den Pilotenstand.[1] Er besaß eine ovale Grundform und bestand aus einem senkrecht auf dem Rumpf angebrachten Zylinder, auf dessen Spitze sich das Cockpit befand. Es wurde aus einem nach hinten gestreckten Kegel gebildet, auf dessen Vorderseite die blasenförmige Abdeckhaube des Cockpits saß.[5] Im Inneren des Pilotenstands befand sich ein Sessel für den Fahrer, von dem aus er die wichtigsten Funktionen des Gefahrenschutzgleiters steuern konnte. Die gläserne Cockpitblase bot dem Insassen ein weites frontales und seitliches Sichtfeld. Mithilfe einer gegenüber des Sitzes angebrachten Kontrolltafel war der Fahrer in der Lage, das Gefährt zu steuern.[1] Überdies war die Pilotenkanzel mit zwei Steuerknüppeln ausgestattet.[4] Das Cockpit trug an seiner Außenseite den Namen des jeweiligen Gleiters in roter Futhark-Schrift.[5] Der untere Abschnitt des Bugs war aufklappbar und bildete die Zugangs- und Ausstiegsluke des Schiffs. Die ausgefahrene Zustiegsrampe war zur Verbesserung der Stabilität beiderseits mit metallenen Auslegern versehen.[4] Hinter der Einstiegsluke waren auf beiden Seiten Aufbauten angebracht,[1] die mit verschiedenen Aufsätzen versehen werden konnten. Während manche Fahrzeuge dort über eine Sensorphalanx verfügten,[3] waren andere mit Laserkanonen ausgestattet.[1] Die Hinterseite der Hauptsektion flachte sich nach hinten in spitzem Winkel ab.[5] Dort befanden sich ausfahrbare Landestützen, die von hydraulischen Armen gestützt wurden.[4] Die Oberseite des mittleren Abschnitts konnte durch eine verglaste Luke betreten und verlassen werden.[5] Auf den Flügeln befand sich auf halber Länge beiderseits jeweils eine weitere Glaskuppel.[1] Das Schiff besaß eine metallisch-graue Lackierung, wobei weite Teile des Gefährts gelb bemalt waren.[4] Auf beiden Seiten des Cockpits sowie auf der Ober- und Unterseite der Flügel befanden sich die Logos des jeweiligen Besitzers.[5]

Der S-130-Gefahrenschutzgleiter besaß einen Repulsorlift-Antrieb, sodass er sich knapp über dem Boden schwebend fortbewegte. Daher war es ihm auch möglich, senkrecht zu starten und zu landen.[4] Das Fahrzeug besaß in seiner Funktion als medizinischer Transportgleiter eine breite Sensorphalanx. Mit den Standard-Messgeräten des Schiffs war es möglich, die Außenluft zu analysieren und dabei Krankheiten und Sporen aufzuspüren. Zudem besaß es Radioaktivitäts-Sensoren[3] sowie technische Einrichtungen zur Erforschung von Umweltgiften und Überprüfung von Wasserqualität. Es war dem Piloten möglich, den Gefahrenschutzgleiter hermetisch abzuriegeln.[1] Dadurch waren die Insassen vor sämtlichen äußeren Einflüssen wie radioaktiver Strahlung und Krankheiten geschützt. Zudem besaß das Gefährt eine interne Atmosphäre, die regelmäßig wiederaufbereitet wurde, sowie einen strahlungsabschirmenden Schild.[3] Es war möglich, den Gleiter mit zwei frontalen Laserkanonen auszustatten.[1] Die Maximalgeschwindigkeit des S-130-Gefahrenschutzgleiters betrug 280 km/h.[3]

Zur Steuerung des Luftgleiters wurden zwei Personen benötigt,[1] von denen eine als Pilot fungierte.[4] Zusätzlich hatten weitere vier Besatzungsmitglieder Platz an Bord. Es existierten überdies Einrichtungen zur Aufnahme von zwei zusätzlichen Patienten.[3] Für die Insassen des Fahrzeugs wurde oft spezielle gelbe Schutzkleidung bereitgestellt.[4] Es war möglich, einen Düsenschlitten in den Gleiter einzuladen. Zudem konnten zehn Tonnen Fracht transportiert und Vorräte und Treibstoff für eine Woche aufgenommen werden.[3]

Der S-130-Gefahrenschutzgleiter konnte aufgrund seiner Bauweise vielseitig eingesetzt werden. Häufig diente er als mobile Kommandozentrale während Expeditionen auf verseuchtem Terrain. Dabei analysierten die Besatzungsmitglieder des Schiffs die Daten, die die Sensoren des Gefährts ausgaben, und leiteten sie an Spürtrupps weiter, die außerhalb des Schutzes des Fahrzeugs operierten.[3] Zudem konnte es als medizinischer Transporter eingesetzt werden, da es über die entsprechenden Einrichtungen verfügte, Patienten in kritischem Zustand zu stabilisieren.[1] Andere Besitzer verwendeten es als Spähfahrzeug.[2]

Geschichte und Verwendung[Bearbeiten]

Ein Gefahrenschutzgleiter im Einsatz

Der S-130-Gefahrenschutzgleiter wurde während der Klonkriege von der SoroSuub-Gesellschaft[1] und Theed Hangars als Transportfahrzeug entwickelt und gebaut.[2] Die Produzenten entschieden sich dazu, das Schiff mit medizinischen Einrichtungen sowie speziellen Schutzmechanismen auszustatten, durch die es auch in lebensfeindlichen Umgebungen wie strahlen- und giftverseuchten Regionen ohne gesundheitliche Schäden für die Insassen genutzt werden konnte. Überdies konnte es aufgrund seiner zahlreichen Sensoren[3] auch als Polizeigleiter verwendet werden.[7] Das Gefährt wurde insbesondere durch das Königshaus des Planeten Naboo genutzt, allerdings fand es auch auf zahlreichen anderen Welten in der Galaxis Verwendung.[1] Während der Klonkriege erfuhren die Mitglieder der Regierung der Naboo durch die Aussage eines erbeuteten T-Serie Taktikdroiden von einem separatistischen Geheimlabor nahe den Perlotebäumen in den östlichen Sümpfen des Planeten. Um das Laboratorium aufzuspüren, nutzten der Gungan Jar-Jar Binks und die Senatorin und ehemalige Königin der Welt einen S-130-Gefahrenschutzgleiter, der sie vor dem vom Faust-Wissenschaftler Nuvo Vindi rekonstruierten Blauschattenvirus schützen sollte. Zunächst trafen sie nahe eines Flusses auf die Shaak-Hirtin Peppi Bow, deren Tiere an Vindis Virus erkrankt und verendet waren. Durch die Hinweise der Gungan konnten sie zu den Perlotebäumen gelangen. Sie parkten das Schiff vor dem Wald und versuchten, in das Labor einzudringen.[4] Einige Zeit darauf nutzten Amidala und der Jedi-Ritter Anakin Skywalker einen Gefahrenschutzgleiter, um zum Paonga-See zu gelangen. Dort sollten sie Jar-Jar Binks treffen, um eine politische Krise zwischen den Naboo und den Gungans zu schlichten.[6]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Der S-130-Gefahrenschutzgleiter erschien erstmals in der Folge Das Virus der ersten Staffel der Fernsehserie The Clone Wars. Das Rollenspielwerk Galaxy at War identifizierte das Fahrzeug als „S-130 Shelter Speeder“, die Übersetzung des Begriffs erfolgte in der deutschen Auflage des Sachbuchs The Clone Wars – Raumschiffe und Fahrzeuge.
  • Das Fahrzeug basiert auf einem Entwurf von Doug Chaing für ein Naboo-Polizeifahrzeug, der von Russell Chong adaptiert wurde. In einem Beitrag über die Folge auf der DVD der ersten Staffel erklärt der leitende Regisseur der Serie, Dave Filoni, dass dem Animationsteam kurz vor Fertigstellung der Folge auffiel, dass dem Luftgleiter eine Landevorrichtung und ein Zugang fehlte, sodass das Design des Schiffs vor seiner Verwendung in der Episode Das Virus zunächst überarbeitet werden musste.
  • Die Pilotenkanzel des in Das Virus sichtbaren Gleiters trägt denselben Futhark-Schriftzug wie Padmé Amidalas königliches Raumschiff aus Episode I – Die dunkle Bedrohung.