Ballonsau

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Puffer pig.jpg
Ballonsau
Allgemeines
Klasse:

Säugetier[1]

Designierung:

nicht vernunftbegabt[1]

Beschreibung
Hautfarbe:

Braun, Gelb[2]

Augenfarbe:

Blau[2]

Durchschnittliche Größe:

0,90 Meter (Länge)[3]

Besondere Merkmale:
  • Fähigkeit, sich in Angstzuständen aufzublasen[2]
  • ausgeprägter Geruchssinn[2]

Die Ballonsau ist ein kleines, äußerlich harmlos wirkendes Säugetier, das mit seinem ausgeprägten Geruchssinn kostbare Mineralien aufspüren kann. Wegen dieser Eigenschaft leben die meisten der im Bergbau beliebten Exemplare in Gefangenschaft. Aufgrund des Verbots privaten Bergbaus wurden Ballonsauen unter der Herrschaft des Galaktischen Imperiums für ihren besonderen Spürsinn auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Außerdem werden Ballonsauen für ihr wohlschmeckendes Fleisch und den aus ihnen hergestellten Speck geschätzt. In Stresssituationen kann sich das Tier bis auf das Dreifache seiner eigentlichen Größe aufblasen Der Schmuggler Lando Calrissian erwarb im Jahr 5 VSY ein solches Tier von Azmorigan, um auf seinem Grundstück auf dem Planeten Lothal nach seltenen Rohstoffen zu suchen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Drei Ballonsauen

Die Ballonsau ist ein Säugetier,[1] das im Durchschnitt eine Körperlänge von 90 Zentimetern erreicht.[3] Trotz ihres beschaulichen Wesens[4] und ihres kleinen, plumpen Körpers[5] kann sie sich mit ihren vier Beinen schnell fortbewegen und auch Hindernisse wie Leitern ohne Schwierigkeiten überwinden. Ihre Haut nimmt Braun- und Gelbtöne an.[2] Die beiden großen, weit auseinanderliegenden Augen des Tieres[5] befinden sich auf kurzen Augenstielen.[2] Aus seinem auffallenden Rüssel[5] kann es eine blaue Zunge herausstrecken.[6] Über ihren Augen hat die Ballonsau zwei größere schwarze Hörner.[2] Auf ihrem Rücken setzen sich zwei Reihen mit kleineren Hörnern fort.[5] Außerdem hat sie zwei kurze Hornreihen auf ihrem Schwanz.[2] Es gibt auch Exemplare ohne Hörner.[7] An jedem seiner Füße besitzt das Tier drei schwarze Krallen.[2] Sein komisches Äußeres und seine seltsamen Züge,[5] die das Tier auf Fremde harmlos wirken lassen,[8] verbergen seine außergewöhnliche Fähigkeit: Mit seinem Geruchsorgan[5] ist ein abgerichtetes Exemplar in der Lage,[8] wertvolle Mineralien aufzuspüren.[5] Daher werden die meisten Ballonsauen als Nutztiere gehalten und in Minenanlagen eingesetzt. So machte sie unter anderem die Minengilde die Fähigkeiten der Tiere zunutze, um Bodenschätze aufzuspüren.[3] Ballonsauen sind daher eine häufige Schmuggelware.[4] Auf Farmen lebende Exemplare[3] werden als Schlachttiere vorbereitet. Ihr Fleisch findet in verschiedenen Gerichten Verwendung.[9] Aus dem Fleisch von Ballonsauen kann Speck hergestellt werden, der einen salzigen Geschmack und eine blaue Färbung besitzt.[10] Der Ballonsauspeck ist ein beliebtes Nahrungsmittel des auf der Wasserwelt Castilon heimischen Snarlfishs. Das Wissen darum wird von Anglern genutzt, um ihn zu fangen.[11] Die Ballonsau dient auch als Vorlage für Stofftiere.[12]

In Angstzuständen bläst sich die Ballonsau[5] durch das Einsaugen enormer Luftmengen[8] auf mehr als das Dreifache ihrer eigentlichen Größe auf,[5] damit sie nicht so leicht gefressen werden kann.[8] Diese Fähigkeit brachte dem Tier seinen Namen ein.[13] Der Artiodac-Koch Strono Tuggs schätzte, dass eine Ballonsau in diesem Zustand gleichviel Platz einnahm wie 100 Tip-Yips.[9] Der Abwehrmechanismus wird ausgelöst, wenn sich das Tier erschreckt oder ein sensibler Körperteil, zum Beispiel der Kopf, berührt wird.[2] Während sich der Körper der Ballonsau aufbläst, kommen ihre Augenstiele weiter heraus. Gleichzeitig erweitern sich die blauen Pupillen stark. Ihr Kopf, ihre Füße, ihre Schuppen und ihr Schwanz behalten ihre normale Größe jedoch bei. In diesem aufgeblasenen Zustand kann sich das Tier kaum von der Stelle bewegen,[6] ist aufgrund seines geringen Gewichts aber in der Lage zu schweben[2] und mit genügend Schwung Personen umzustoßen.[13] Wenn sich die Sau nach einiger Zeit wieder beruhigt hat, kehrt sie wieder in ihre normale Größe zurück. Für gewöhnlich gibt die Ballonsau ein Grunzen von sich, das andere auch als Schnarchen auffassen können. Wenn sie Angst bekommt, beginnt die Sau zu kreischen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Galaktische Imperium verbot den privaten Bergbau auf Lothal und setzte eine Blockade über dem Planeten ein, um zu verhindern, dass nicht genehmigte Bergbauausrüstung auf die Oberfläche geschmuggelt wurde.[2] Daher entstand auf dem Schwarzmarkt ein Handel mit den seltenen Ballonsauen,[5] die die gleiche Leistung wie ein Dutzend der üblichen Bohrscanner erbringen konnten[2] und daher als besonders wertvoll galten.[13] Der Schmuggler Lando Calrissian erwarb 5 VSY von Cikatro Vizago auf Lothal ein Grundstück, auf dem er wertvolle Mineralien zu finden hoffte. Sein Versuch, Bohrausrüstung durch die Blockade über Lothal zu schmuggeln, wurde allerdings von den Imperialen aufgehalten. Stattdessen kam Calrissian auf die Idee, anstelle der üblichen Bergbauausrüstung eine Ballonsau einzusetzen, um nach Rohstoffen auf seinem Grundstück zu suchen. Die imperialen Scanner würden lediglich nach Maschinen und Ausrüstung suchen, den organischen Rohstoffsucher aber nicht erkennen. Er benötigte jedoch ein Schiff, das seine Kennung und sein Signal vor der Blockade verschlüsseln und ihn und seine Fracht sicher nach Lothal bringen konnte. Daraufhin bestellte Calrissian bei Azmorigan,[2] einem Händler von seltenen, oft illegalen Gütern und Dienstleistungen, eine Ballonsau. Obwohl die Tiere schwer zu finden waren,[14] besaß dieser ein weibliches Exemplar, das er Calrissian verkaufen wollte. Danach begab sich Calrissian in die Bar Old Jho’s Pit Stop, deren Kundschaft dem Imperium kritisch gegenüberstand, um ein Schiff mit Besatzung anzuwerben, die ihn bei seinem Vorhaben unterstützen würde. In der Bar gelang es Calrissian, den Lasat Zeb Orrelios, ein Mitglied der Mannschaft der Geist, im Sabacc zu besiegen. Der Schmuggler bot Orrelios jedoch an, ihm den als Einsatz gebotenen Astromechdroiden Chopper zurückzugeben und die Crew seines Schiffes großzügig zu bezahlen, wenn sie ihm dabei helfen würde, Ware durch die imperiale Blockade über Lothal zu schmuggeln. Er bestand jedoch darauf, nicht verraten zu müssen, welche Fracht er transportieren wollte. Anschließend begab sich Calrissian mit der Geist zu dem vereinbarten Treffpunkt, der Händler Eins, und nahm von Azmorigan die Kiste mit der Ballonsau entgegen. Im Gegenzug bot er dem Händler Hera Syndulla, die Pilotin der Geist, als Sklavin an. Er hatte die Twi’lek zuvor jedoch auf die Rettungskapseln von Azmorigans Kreuzer hingewiesen, die es der Twi’lek erlaubten, aus Azmorigans Gewalt zu fliehen und auf ihr Schiff zurückzukehren.[2]

Ezra Bridger und Zeb Orrelios stehen vor der aufgeblähten Ballonsau.

Als Calrissian die Kiste mit der Ballonsau zurück auf die Geist brachte, erklärte er dem Jungen Ezra Bridger, dass darin hochentwickelte Bergbauausrüstung enthalten war. Ezra glaubte, ein Schnarchen aus der Kiste zu hören. Der Schmuggler untersagte es ihm jedoch, die Kiste zu öffnen oder ihren Inhalt aufzuregen. Nach ihrer Rückkehr auf die Geist forderte Syndulla allerdings zu erfahren, was Calrissian von Azmorigan erhalten hatte. Ehe er ihr die Ballonsau zeigen konnte, ließen Ezra und Orrelios das Tier aus Neugier nach dem Inhalt der wackelnden Kiste frei. Die Ballonsau reagierte jedoch ängstlich auf den Lasat, flüchtete durch die Gänge des Schiffes und blähte sich hinter dem Cockpit auf. Als das Schiff die Blockade erreichte, löste Ezra ein weiteres Anschwellen der Sau aus, indem er sie bei dem Versuch, über sie hinüberzuklettern, mit dem Fuß am Kopf berührte. Dadurch wurde Orrelios in das Cockpit geschleudert und deaktivierte die Tarnkennung. Kanan Jarrus gelang es jedoch, der imperialen Blockade zu entkommen. Auf Calrissians Grundstück traf die Gruppe auf Azmorigan, der von Calrissian die Ballonsau und seine vermeintliche Sklavin zurückforderte und die Geist und ihre Mannschaft als Kompensation für seine Aufwendungen verlangte. Als er das Feuer auf Calrissian eröffnete, ging der Schmuggler mit dem Tier in Deckung. Ein neben ihnen einschlagender Schuss scheuchte die Sau jedoch auf. Auf Syndullas Zurufen hin erschreckte Orrelios das umherlaufende Tier und brachte es dazu sich aufzublasen. Die schwebende Ballonsau stieß zwei von Azmorigans Wachen um. Dadurch konnten Calrissian und die Mannschaft der Geist den Händler und seine Anhänger überwältigen. Obwohl der Schmuggler die Crew des Schiffes nicht wie verabredet bezahlen wollte, hoffte er, ein großes Vermögen zu erlangen, sobald die Ballonsau ihre Aufgabe erledigt hatte. Daraufhin verließ ihn die Crew mit ihrem Astromechdroiden wieder.[2] Da ihm Calrissian einen beträchtlichen Geldbetrag schuldete, stahl Ango Croom, das Oberhaupt das Varluk-Organisation, dessen Ballonsau. Er hoffte, dass ihm der Geruchssinn des Tieres helfen würde, neue Erzquellen auf seinen Territorien zu finden, die seit einiger Zeit keinen Gewinn mehr abwarfen. Obwohl Calrissian das Hauptquartier der Organisation infiltrieren und seine Sau aus seinem Käfig befreien konnte, hielten ihn Croom und seine Anhänger auf. Er forderte Calrissian auf, ihm das geschuldete Geld zu zahlen, wenn er das Tier zurückhaben wollte. Dem Schmuggler gelang es jedoch, die Sau so zu erschrecken, dass sie sich aufblies. In der Ablenkung konnte sich Calrissian befreien und seinen Verfolgern auf die Stellar Sun, das Schiff der Pilotin Rikarda, entkommen. Auf der Flucht ließ er die Daten eines reichhaltigen Rohstoffvorkommens zurück, um Croom zu besänftigen.[15]

Torra Doza, die Tochter des Leiters der Auftankstation Colossus, besaß zur Zeit der Neuen Republik ein Ballonsau-Stofftier.[12] Auf dem Markt der auf dem Wasserplaneten Castilon im Äußeren Rand gelandeten Station konnte außerdem Ballonsauspeck erworben werden. Obwohl die Speckstreifen als Delikatesse angesehen wurden, fanden sie auch als Köder beim Angeln Verwendung.[10] Die ausgehungerten Waisenkinder Eila und Kel stahlen im Jahr 34 NSY einem Ugnaught-Händler auf dem Markt der Colossus eine Schüssel Ballonsauspeck, den sie sogleich verzehrten. Später fingen die Geschwister mehrere der flugfähigen Snarlfishs mithilfe von Speckködern aus der Luft.[16] Als sich Flix und Orka, die Betreiber des Materiallagers, wenige Zeit später im Zuge der Besatzung der Station durch die Erste Ordnung mit ihrem Gorg für mehrere Tage in einer Transportkiste versteckten, um sich unbemerkt von der Colossus verschiffen zu lassen, nahm sich Orka eine Ration Ballonsauspeck mit in ihr Versteck.[17] Aufgrund der Größe aufgeplusterter Ballonsauen und des begrenzten Platzes in seinem mobilen Essenfrachter entschied der Artiodac Strono Tuggs, das Fleisch der Ballonsau trotz seines guten Geschmacks nur in wenigen seiner Gerichte einzusetzen. In seinem Repertoire fanden sich zwei Mahlzeiten mit Ballonsauenfleisch. Er nutzte Ballonsauspeck statt gewöhnlicher Panade, um damit Hudalla-Ringe zu ummanteln. Als Hauptgang bot er gelegentlich – wenn sich für ihn ein lukrativer Schwarzmarkthandel ergab – gefüllte Ballonsau an.[9]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Konzeptzeichnungen von Amy Beth Christenson
  • Die Ballonsau wurde für Ein unfairer Deal kreiiert, die neunte Folge der Animationsserie Rebels. Ihr Aussehen beruht auf Konzeptzeichnungen von Amy Beth Christenson.[1]
  • Die Fähigkeit der Ballonsau, ihren Körper in Angstzuständen aufzublasen, ist an den Abwehrmechanismus der Kugelfische angelehnt, die ihren Körper bei Gefahr oder Stress aufpumpen können, um Angreifer abzuschrecken. Ihr englischer Name, „puffer pig“, leitet sich von dem englischen Wort für Kugelfisch, „pufferfish“, ab. In der deutschen Fassung ging diese Anspielung mit der Übersetzung „Ballonsau“ verloren. Mit seinem außergewöhnlichen Geruchssinn erinnert das Tier an Trüffelschweine, die den Duft der kostbaren Pilze unter der Erde riechen können. Die Zunge der Ballonsau ist der eines Ameisenbärs nachempfunden.[2]
  • In einem Hinter-den-Kulissen-Beitrag des Literaturprojekts Die Hohe Republik auf Disney+ ist eine Konzeptzeichnung zu Tala zu sehen, die ein Ballonsau-Stofftier im Arm hält.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Konzeptgalerie: Ein unfairer Deal auf StarWars.com (Bild 5, 7, 8 und 10)
  2. Konzeptgalerie: Ein unfairer Deal auf StarWars.com (Bild 7)
  3. Disney Insider (Folge 7: Puppenspieler, Autoren der Macht, das Kingdom im Blick)