Thanoth

Aus Jedipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thanoth.jpg
Thanoth
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Hautfarbe:

Braun[1]

Haarfarbe:

Ergraut[1]

Augenfarbe:

Braun[1]

Biografische Informationen
Beruf/Tätigkeit:
Position:

Darth Vaders Adjutant[1]

Zugehörigkeit:

Galaktisches Imperium[1]

Thanoth war ein imperialer Offizier, der als Inspektor für die Aufklärung von Straftaten gegen das Imperium verantwortlich war. Für die Ermittlungen zu dem Diebstahl eines von Verbrechern konfiszierten Vermögens von einem imperialen Kreuzer wurde er dem Sith-Lord Darth Vader als Adjutant zur Seite gestellt. Als die beiden kurz davor standen, die für den Überfall verantwortliche Archäologin Chelli Lona Aphra zu fassen, entschieden sie sich jedoch, die Verfolgung abzubrechen, um ihre Ressourcen stattdessen auf die Zerschlagung der Rebellenzelle der Plasmateufel konzentrieren zu können.

Biografie[Bearbeiten]

Zusammenarbeit mit Darth Vader[Bearbeiten]

Verdeckter Diebstahl[Bearbeiten]

Für sein Versagen, den Todesstern zu beschützen, wurde der Sith-Lord Darth Vader nach der Schlacht von Yavin der Aufsicht von Großgeneral Cassio Tagge unterstellt. Um sicherzustellen, dass er persönlich über sämtliche seiner Aktivitäten unterrichtet wurde, wies ihm Tagge Leutnant Oon-ai als Adjutanten zu. Während Vader versuchte, die Quelle für die vermehrten Überfälle von Piraten auf imperiale Konvois zu identifizieren, manipulierte er die bei einem Überfall auf den Stützpunkt der Gruppe entnommenen Datenaufzeichnungen, um Oon-ai als Spion in Tagges Vertrautenkreis zu diskreditieren und ihn unter diesem Vorwand hinzurichten.[2] Im Zuge von Tagges Kampagne, die Territorien des Äußeren Randes weiter für die Expansion des Imperiums zu erschließen, führte Vader den Angriff auf das Hauptquartier der mit den Hutts rivalisierenden Verbrecherorganisation Son-tuuls Stolz an. Die dabei konfiszierte Schmuggelware, ein beträchtliches Vermögen von Creditbarren, sollte anschließend auf einem imperialen Kreuzer fortgebracht werden. Allerdings führte die in Vaders Dienst stehende Archäologin Aphra zusammen mit ihren Droiden 0-0-0 und BT-1 sowie dem Kopfgeldjäger Schwarzer Krrsantan einen Überfall auf den Transport durch. Dabei sorgte die Gruppe für eine Kollision des imperialen Schiffes mit einem gesprengten Asteroiden im Orbit von Anthan Prime, um die durch den in dem vermeintlichen Asteroidenhagel verursachten Hüllenbruch ins All gezogenen Creditbarren später unbemerkt aufsammeln und auf den Mond Anthan 13 bringen zu können. Dort traf die Gruppe mit Vader, dem Organisator des Überfalls, zusammen.[1]

Thanoth beeindruckt Vader mit seiner Beobachtung.

Da Tagge das sichergestellte Vermögen bereits für die Finanzierung seiner Supersternenzerstörer eingeplant hatte, beauftragte er hanoth, den Hergang der Ereignisse genauer zu untersuchen.[1] Thanoth hatte sich im Zuge seiner Offizierslaufbahn die Position eines Inspektors erarbeitet, der für die Aufklärung von Verbrechen Sorge trug.[3] Thanoth erkannte, dass der augenscheinliche Asteroideneinschlag ein gezieltes Unternehmen gegen die mitgeführte Fracht dargestellt hatte. Im Verlauf der nächsten Einsatzbesprechung an Bord von Tagges Flaggschiff, der Annihilator, erteilte der Großgeneral Darth Vader den Auftrag, den Diebstahl des Vermögens von Son-tuuls Stolz aufzuklären. Dazu stellte er ihm Thanoth als neuen Adjutanten zur Seite. Der Ermittler schloss aus der leichten Ionisierung des Staubes, den er auf Vaders Rüstung bemerkte, dass sich der Sith-Lord innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden auf dem Mond Anthan 13 aufgehalten haben musste, und sprach ihn darauf an, dass sich sein Wissen für den aus seiner Sicht meistversprechenden Ermittlungsansatz, die Suche auf den Monden von Anthan, als nützlich erweisen konnte. Als sich Vader von seiner Herleitung beeindruckt zeigte, stellte Thanoth klar, dass er ein professioneller Ermittler war, und zeigte sich zuversichtlich, den einfachen Diebstahlsfall in wenigen Tagen gelöst zu haben.[1]

Während Thanoth die Schiffswerft im Orbit von Anthan Prime aufsuchte, um dort die Überreste des zerstörten Kreuzers zu untersuchen, begab sich Vader insgeheim erneut nach Anthan 13, um eine Rebellenzelle auszulöschen und seinen Aufenthalt auf dem Mond damit im Nachhinein erklären zu können. Im Zuge seiner Ermittlung stellte Thanoth fest, dass die Computersysteme des Schiffes trotz des Asteroideneinschlags kein Anzeichen für Interferenzen aufwiesen. Er vermutete deshalb, dass die Diebe die Logbücher zurückgesetzt hatten, um ihren Angriff zu verbergen. Außerdem schätzte der Inspektor den Metallgehalt der eingeschlagenen Asteroiden als zu gering ein, um das Ausmaß der Zertrümmerung an der Durchbruchsstelle verursachen zu können. Seiner Ansicht nach hatten die Kriminellen mithilfe von Sprengstoff einen Asteroidenschauer imitiert, um unbemerkt einen Ionenangriff auf den Kreuzer durchführen, das Schiff in der entstehenden Ablenkung betreten, den Tresor lokalisieren und daraufhin an der richtigen Stelle einen Hüllenbruch verursachen zu können, um die Fracht in den Weltraum zu ziehen und sie dort unbemerkt aufzusammeln. Als er Vader über seine Feststellungen in Kenntnis setzte, machte ihm der Sith-Lord deutlich, dass er seine Zeit nicht mit der Verfolgung von Theorien vergeuden wollte, die ihre Suche am Ende nicht weiterbringen würden. Thanoth stimmte dieser Einstellung zu, da er die Suche nach dem Schatz von Son-tuuls Stolz als unter ihrer beider Niveau betrachtete und die Ermittlungen schnell beenden wollte, um sich wieder wichtigeren Aufgaben widmen zu können.[1] Damit reagierte er genauso wie von Vader beabsichtigt, da er sofort die Verfolgung einer Spur aufnehmen wollte und sich nicht auf Details konzentrierte, die ihn zu Vaders Beteiligung führen könnten.[3] Stattdessen erkundigte er sich nach dem Grund für Vaders Aufenthalt auf Anthan 13. Der Sith-Lord erklärte ihm, dass er dort eine Rebellenzelle ausgelöscht und sich den Aufwand erspart hatte, die Vernichtung einer kleinen Gruppe von Rebellen offiziell zu berichten. Er bot dem Ermittler jedoch an, die Überreste der Rebellen selbst zu begutachten.[1]

Ermittlungen auf Anthan Prime[Bearbeiten]

Thanoth glaubte, die Verantwortlichen für den Diebstahl über den Drachen, den bekanntesten Waffenhändler der Region, ausfindig machen zu können, da sie den Sprengstoff für die Explosion des Asteroiden seiner Einschätzung nach nur von ihm erhalten haben konnten. Der Inspektor glaubte, durch einen seiner Zwischenhändler, Doowan, an den Drachen herankommen zu können, und begab sich zusammen mit Vader zu einer Droidenkampfgrube auf Anthan Prime. Er vermutete Doowan unter den Gästen der Einrichtung. Obwohl Thanoth gegenüber dem Sith-Lord deutlich machte, subtil vorgehen zu wollen, um ihre Zielperson nicht vorzeitig zu warnen, trafen sie bei ihrer Ankunft eine Garnison von Sturmtruppen an, die das Lokal auf den Befehl der machtsensitiven Zwillinge Morit und Aiolin Astarte – der von Tagge mit der Zerschlagung der Plasmateufel, der letzten noch Widerstand leistenden Rebellenzelle der Region, beauftragten Agenten – abgeriegelt hatte. Thanoth ärgerte sich, dass die Zwillinge seine Ermittlungen durch dieses unvorsichtige Vorgehen gefährdet hatten. Allerdings konnte er Doowan in der Menge aufspüren, die sich in dem Lokal versammelt hatte. Nach einem kurzen Verhör erfuhren sie von ihm, dass sich der Drache in seinem Anwesen auf Anthan Prime aufhielt. Daraufhin schlug Thanoth vor, die Zwillinge bei der Suche nach den Plasmateufeln zu unterstützen, indem er Doowan, der vermutlich mit dem Unterstützer der Rebellenzelle in Kontakt stand, in ihren Gewahrsam übergab. Allerdings streckte Morit Astarte den Waffenhändler als Machtdemonstration mit seinem Lichtschwert nieder. Aus Wut über die leichtfertige Entscheidung schrie Thanoth ihn und seine Schwester an. Die Zwillinge zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt. Während er noch über die Konsequenzen nachdachte, die das kurzsichtige Verhalten der beiden mit sich bringen würde, bemerkte er, dass sich Vader ihm gegenüber passiv verhielt und nicht, wie es seine Position erwarten lassen würde, die Führung der Ermittlungen übernommen hatte. Als er ihn offen darauf ansprach, erklärte ihm der Sith-Lord, dass er lediglich herausfinden wollte, ob Thanoth, dessen Vorgänger als Vaders Adjutant sich als Verräter erwiesen hatte, gefährlich war. Der Inspektor versicherte ihm jedoch, dass er nur für die Feinde des Imperiums eine Bedrohung darstellte.[1]

Thanoth versucht, den Tresor des Drachen zu öffnen.

Als Vader und Thanoth mit den Sturmtruppen in das Anwesen des Drachen eindrangen, tötete der Sith-Lord den ortolanischen Waffenhändler, damit er den Inspektor nicht zu Aphra führen konnte. Gegenüber dem kurz darauf hinzukommenden Ermittler behauptete er, er habe die Drohung des Drachen abgewendet, das Gebäude zu sprengen. Thanoths Vorwurf, die Täuschung nicht erkannt zu haben, wies Vader damit ab, dass er die Wirkungsweise der Macht nicht verstand. Der Inspektor versuchte daraufhin, den persönlichen Tresor des Waffenhändlers zu öffnen, da er sich darin entscheidende Informationen erhoffte. Da es zu lange dauern würde, den hochwertigen Safe sicher zu öffnen, bat er um Vaders Erlaubnis, sich an der Öffnung zu versuchen. Er fürchtete, dass sich der Inhalt nach drei Fehlversuchen selbst vernichten und die Ermittlungen damit ihren meistversprechenden Ansatz verlieren würden. Es gelang ihm jedoch, den Tresor im dritten Versuch zu öffnen, indem er aus der Menge des charakteristischen ortolanischen Schweißes auf dem Tastenbrett auf die Häufigkeit schloss, mit der die Felder in der Sequenz vorhanden waren, und die verbleibenden Möglichkeiten auf die vier Kombinationen reduzierte, an die sich ein Benutzer mit dem begrenzten Intellekt des Drachen seiner Meinung nach am ehesten erinnern konnte. Als er Vader darlegte, wie er den Safe geöffnet hatte, lobte ihn der Sith-Lord für seinen Einsatz. Thanoth hoffte, mit den Informationen, die er aus dem Inhalt des Tresors entnehmen konnte, das Zentrum der kriminellen Aktivitäten auf Anthan Prime lokalisieren zu können. Er glaubte allerdings, die folgenden Ermittlungen allein durchführen zu müssen, da Vader zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Vader sollte sich und seine Truppen jedoch vorbereiten, sofort zuzuschlagen, wenn er mit seinen Ermittlungen Erfolg haben würde.[1] Thanoth nutzte die Informationen, die er im Tresor des Drachen sicherstellte, um ein persönliches Treffen mit dem wichtigsten Informationshändler von Anthan Prime, dem Ante, zu arrangieren. Er hoffte, aus seinen Daten die Identität der Diebe erfahren zu können. Vader nutzte die Zeit, um sich erneut mit Aphra zu treffen. Im Unwissen über Thanoths Fortschritt instruierte er sie, den Ante erneut aufzusuchen, um den Aufenthaltsort seines Sohnes Luke Skywalker – dem Rebellenpiloten, der den Todesstern zerstört hatte – in Erfahrung zu bringen. Er versicherte ihr dabei, dass Thanoth nichts von seiner Beteiligung an dem Überfall auf den imperialen Kreuzer ahnte.[1]

Zerschlagung der Plasmateufel[Bearbeiten]

Als Thanoth und Darth Vader mit einer Einheit Sturmtruppen im Etablissement des Ante in der Stadt Helm eindrangen, erklärte ihnen der Informationshändler, dass er seine Aufzeichnungen zerstört hatte und ihnen nur mit seinem eigenen Wissen helfen konnte. Als Zeichen für seine Kooperationsbereitschaft nannte er ihnen den Standort der Basis der Plasmateufel, das Thanteen-Substrat auf Anthan 1. Allerdings zeigte sich Thanoth lediglich an den Verantwortlichen des Überfalls interessiert. Daraufhin zeigte der Ante auf Aphra, die aus einem Schusswechsel in der angrenzenden Bar zu entkommen versuchte. Vader nutzte jedoch die Macht, um einen Schuss auf den Informationshändler zu lenken und ihn zu töten, bevor er die Identität der Frau verraten konnte. Daraufhin befahl der Inspektor allen Sturmtruppen, der Diebin zu folgen. Um ihr genug Zeit zur Flucht zu verschaffen, ließ Vader mithilfe der Macht die Decke zwischen ihr und ihren Verfolgern einstürzen. Gegenüber dem kurz darauf hinzukommenden Thanoth erklärte er, sie habe eine Falle vorbereitet. Der Inspektor zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sie die sorgfältig vorbereitete Blockade im Orbit nicht passieren würde.[1]

Thanoth und Darth Vader beraten über den Wechsel ihrer Strategie.

Während Thanoth und Vader auf einem Kreuzer im Orbit darauf warteten, dass das fliehende Schiff von ihren imperialen Sternenjägern außer Gefecht gesetzt wurde, äußerte der Inspektor die Vermutung, dass die Diebin über einen Spion innerhalb des Imperiums verfügte. Allerdings unterbrach Vader seine Ausführungen, als er vorschlug, die Ressourcen auf die Vernichtung der Plasmateufel zu konzentrieren. Der Inspektor gestand daraufhin ein, dass er sich von der Jagd vereinnahmen lassen hatte. Da die kriminellen Elemente des gesamten Systems nach dem Tod des Ante in Aufruhr sein würden, fürchtete er, dass die Plasmateufel ihren Stützpunkt in Kürze aufgeben und die Suche nach ihnen so beträchtlich verzögern würden. Die erfolglose Jagd nach der Diebin würde dagegen keinen öffentlichen Gesichtsverlust mit sich bringen. Sie wussten, dass sich Tagge enttäuscht zeigen würden, wenn sie nach ihrer Planänderung mit dem Angriff auf die Plasmateufel scheitern würden. Allerdings waren sie beide von dem Erfolg ihres Vorhabens überzeugt. Nach der Ankunft der imperialen Flotte im Thanteen-Substrat brachte Thanoth taktische Bedenken vor, dass die Rebellen im dichten Nebel entkommen konnten, wenn sie zu früh auf ihren Angriff aufmerksam wurden. Vader wies ihn deshalb an, auf sein Signal die westlichen Tunnel zu bombardieren und den Weg zu versperren, während er den Stützpunkt über die östliche Seite betreten wollte. Auf diese Weise gelang es ihnen, die Plasmateufel zu vernichten.[1]

Kurz darauf erstatteten Vader und Thanoth Großgeneral Tagge in Anwesenheit der Agenten, die der Wissenschaftler Cylo im Auftrag des Imperators ausgebildet hatte, ihren Bericht über die Zerschlagung der Rebellenzelle. Dabei wehrte der Ermittler die Kritik der Astarte-Zwillinge ab, in ihren Auftrag eingegriffen zu haben. Er stellte es ihnen frei, sich später bei ihm zu bedanken, und merkte spöttisch an, dass sie den Rest ihres Tages mit dem Vernichten weiterer Anhaltspunkte verbringen konnten. Als Tagge seine Enttäuschung über die Flucht der Diebin zum Ausdruck brachte, gab Thanoth zu erkennen, dass er die Verantwortung für die Planänderung auf sich nehmen würde. Allerdings unterbrach ihn Vader, als er zu seiner Erklärung ansetzte, und zog die Schuld auf sich. Der Großgeneral attestierte ihnen jedoch, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatten. Nach der Einsatzbesprechung bedankte sich Thanoth bei Vader für ihre Zusammenarbeit. Dabei brachte er seine Freude zum Ausdruck, dass sich aus dem einfachen Diebstahl am Ende ein so großer Triumph entwickelt hatte.[1]

Ein größerer Plan

Als Aphra im Zuge der Schlacht von Vrogas Vas von der Rebellen-Allianz gefangen genommen wurde, setzte Vader mehrere Kopfgeldjäger darauf an, sie entweder zu befreien oder zu eliminieren. Er wollte dadurch verhindern, dass sie etwas über die Missionen verraten konnte, die sie in seinem Auftrag unternommen hatte.[4] Aufgrund der vielen offenen Enden und Zufälle, auf die er bei seinen Ermittlungen gestoßen war, nahm Thanoth die Untersuchung des Diebstahls wieder auf. Aus der Vermutung, dass hinter dem Diebstahl etwas Größeres stehen musste, entwickelte er den – rückblickend von ihm als offensichtlich bezeichneten – Schluss, dass die Diebin unter dem Schutz von Darth Vader stehen musste. Um herauszufinden, wie die Frau, die er als die Archäologin Doktor Aphra identifizieren konnte, die Gunst des Sith-Lords erlangt hatte, untersuchte er ihre zurückliegenden Aufenthalte auf Tatooine, Naboo und Vrogas Vas. Diese Ermittlungen führten Thanoth zu dem Rebellenpiloten Luke Skywalker. Aus dieser Verbindung zu der Skywalker-Blutlinie schloss er, dass es sich bei Darth Vader um den früheren Jedi-Ritter Anakin Skywalker handeln musste, der seinen Sohn als Schüler ausbilden und mit seiner Hilfe den Imperator stürzen wollte. Allerdings sah Thanoth in diesem Plan eine Möglichkeit, um den nach der Zerstörung des Todessterns schwach erscheinenden Imperator abzusetzen und mit Vader einen neuen Herrscher einzusetzen, der das ewige Fortbestehen des Imperiums gewährleisten konnte. Als er herausfand, dass sich die aus der Gefangenschaft der Rebellen geflohene Aphra auf den Cosmatanic Steppes befand,[5] nahm er deshalb Kontakt zu Darth Vader auf und forderte ihn zu einem Treffen[4] auf Anthan 13 auf. Obwohl er wusste, dass Vader auch ihn töten musste, um seinen Plan geheim zu halten, hielt er es für nutzlos, ihm die Information anonym zukommen zu lassen. Er wusste, dass der Sith-Lord zahlreiche Personen getötet hatte, um ihm gegenüber seine Beteiligung an dem Überfall zu verheimlichen, und auch ihn später ausfindig machen und töten würde, anstatt seine Zeit auf Maßnahmen zu verwenden, die er für die Rettung des Imperiums für notwendig hielt.[5]

Darth Vader droht Thanoth mit seinem Lichtschwert.

Thanoth erwartete Vader in der gleichen Höhle, in der der Sith-Lord die Rebellenzelle vernichtet hatte, um seinen Aufenthalt auf dem Mond erklären zu können. Als ihn der Sith-Lord dazu aufforderte, Aphras Aufenthaltsort zu verraten, und ihm mit seinem Lichtschwert drohte, machte der Inspektor deutlich, dass er sich nicht vor ihm fürchtete. Er wusste, dass ihn Vader nicht töten konnte, solange nur er über sein Wissen verfügte, und erklärte ihm deshalb, wie er seine Pläne nach und nach aufgedeckt hatte. Allerdings stellte er fest, dass er in seinem Vorhaben eine bessere Zukunft für das Imperium erkannte. Er sah in Aphras Tod den einzigen Weg, um zu verhindern, dass der Imperator davon erfuhr. In dem Wissen, dass ihn der Sith-Lord töten würde, sobald er die Informationen erlangt hatte, bedankte sich Thanoth für die gemeinsame Arbeit, indem er Vader mit seinem Vornamen Anakin ansprach, und verriet ihm dann Aphras Aufenthaltsort. Daraufhin streckte ihn Vader mit seinem Lichtschwert nieder. Anschließend beauftragte der Sith-Lord die Droiden 0-0-0 und BT-1, sich um die Entsorgung des Leichnams zu kümmern.[5]

Persönlichkeit und Fähigkeiten

Der dienstbeflissene[3] Thanoth setzte seine schnelle Auffassungsgabe und seinen kombinatorischen Verstand als professioneller Ermittler für das Galaktische Imperium ein. Darth Vader lobte ihn bei ihrer ersten Begegnung für die Scharfsinnigkeit, mit der er aus den Spuren auf seiner Rüstung auf seinen zurückliegenden Aufenthalt auf Anthan 13 schließen konnte. Daraufhin machte er dem Sith-Lord gegenüber deutlich, dass er kein Kriecher, Verräter oder Versager wie sein vorheriger Adjutant war, sondern die imperiale Sache mit all seinen Fähigkeiten als Ermittler unterstützte. Thanoth verfolgte einen vorsichtigen und subtilen Ermittlungsansatz. Er verglich die kriminellen Elemente mit unterirdisch lebenden Insekten, die ein unachtsames Anheben der Steinschicht über ihnen, ein schwacher Lichtschein oder eine leichte Erschütterung des Bodens sofort verschrecken würden. Thanoth ärgerte es, wenn die Interessen des Imperiums von Personen ohne die notwendige Kompetenz vertreten wurden. Als die Astarte-Zwillinge einen potenziellen Zeugen als Machtdemonstration töteten, anstatt über ihn an Informationen über die Plasmateufel zu gelangen, schrie er die beiden in Rage an. Gegenüber Darth Vader äußerte er kurz darauf die Ansicht, dass kein Kind in der von Kindern überlaufenen Galaxis die Aufgabe eines Erwachsenen übernehmen sollte.[1]

Thanoth ärgert sich, dass ihn die Jagd vereinnahmt hat.

Thanoth erkannte in dem vermeintlichen Unfall des imperialen Kreuzers sofort einen verdeckten Überfall. Allerdings hielt er den Verlust des Vermögens von Son-tuuls Stolz für einen einfachen Fall, der seinen Fähigkeiten nicht gerecht wurde, und hoffte, seine Untersuchung nach wenigen Tagen abschließen und sich wieder wichtigeren Aufgaben als der Aufklärung eines Diebstahls, dem geringsten der großen Verbrechen, widmen zu können. Als der Inspektor bemerkte, dass Vader ihm die Führung der Ermittlungen überließ, sprach er ihn offen auf die Beweggründe für sein zurückhaltendes Verhalten an. Auf Vaders Zweifel an seiner Integrität reagierte er mit der Versicherung, dass er nur für die Feinde des Imperiums eine Gefahr darstellte. Nach dem Tod des Drachen versuchte Thanoth, den Tresor des Waffenhändlers zu öffnen. Obwohl er eine schnelle Reaktion für geboten hielt, um die Spur der Verantwortlichen nicht zu verlieren, wusste er, dass ein Fehler die Ermittlungen sofort zu einem Ende bringen konnte. Als es ihm gelang, den Safe zu öffnen, indem er die möglichen Kombination aufgrund der Sekretablagerungen auf dem Feldern und des begrenzten Intellekts des Verwenders eingrenzte, lobte ihn Vader für sein Talent und seine Beharrlichkeit. Während der Verfolgung der von Anthan Prime fliehenden Aphra musste sich Thanoth jedoch eingestehen, dass er seiner größten Schwäche erlegen war und sich von seiner Jagd vereinnahmen lassen hatte, als er die deutlich prestigeträchtigere Zerschlagung der Plasmateufel nicht in seiner Strategie berücksichtigt hatte. Tagges drohendem Unmut über die Entscheidung, sich allein dem Angriff auf die Rebellenzelle zu widmen, begegnete er mit der Zuversicht, dass weder er noch Vader bei ihrer neuen Mission versagen würden. Obwohl Thanoth bereit war, die Verantwortung für die gescheiterten Ermittlungen gegen die Diebe auf sich zu nehmen, freute er sich, dass sich aus der Untersuchung eines einfachen Vergehens ein solcher Triumph entwickelt hatte.[1] Der Fehlschlag der eigentlichen Ermittlung erfüllte ihn jedoch mit Missmut. Deshalb nahm Thanoth die Ermittlungen in dem Fall wieder auf. Als er zu dem später als offenkundig bezeichneten Schluss gelangte, dass die Diebin unter Vaders Schutz gehandelt hatte, konnte er nach und nach seinen Plan zum Sturz des Imperators aufdecken. Thanoth sah in Vaders Plan einen besseren Weg, um mit der Absetzung des immer schwächer werdenden Imperators seiner Überzeugung eines ewigen Imperiums gerecht zu werden. Obwohl er wusste, dass er durch seine Einsicht ein weiterer zu beseitigender Zeuge werden würde, verzichtete er darauf, Vader eine anonyme Nachricht zukommen zu lassen, als er ihn davon in Kenntnis setzte, dass er Aphra aufgespürt hatte. Er glaubte, dass der Sith die Zeit, die er sonst mit der Suche nach ihm verbringen müssen würde, besser dazu nutzen konnte, um das Imperium zu retten. Allerdings machte er dem Sith-Lord bei ihrem Treffen deutlich, dass er sich nicht vor seinen Drohungen fürchtete, solange er allein Aphras Aufenthaltsort kannte. Thanoth wusste, dass er sich die Zeit nehmen konnte, ihm sein Vorgehen zu schildern. Dabei offenbarte er Vader, dass er in ihm den früheren Jedi-Ritter Anakin Skywalker erkannt hatte.[5]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Thanoth wurde als Antagonist für Darth Vader in Schatten und Geheimnisse, dem zweiten Handlungsbogen der nach dem Sith-Lord benannten Comicreihe, eingeführt. Kieron Gillen, der Autor der Serie, stützte sich für die Entwicklung des Charakters auf den Archetyp des genialen Detektivs. Er hielt es für passend, Vader, der in Schatten und Geheimnisse seine Beteiligung an einem Verbrechen zu verbergen versucht, einen herausragenden Ermittler gegenüberzustellen. Mit dieser Orientierung der Figur setzte er zudem einen Kontrast zu der Gegenspielerin des ersten Handlungsbogens, der von Indiana Jones inspirierten Archäologin Chelli Lona Aphra. Gillen zufolge sollte Schatten und Geheimnisse von der Spannung getrieben werden, ob Darth Vader einen so intelligenten Gegner wie Thanoth tötet, damit er seine Pläne nicht gefährden kann, oder ihn auf seine Seite zieht, um sich seine Fähigkeiten zunutze zu machen. Die im Verlauf des Handlungsbogens erzeugte Stimmung, dass sich Vader und Thanoth als Unterstützer der gleichen Sache sehen, deutete der Autor im Hinblick auf den Cliffhanger am Ende des vierten Handlungsbogens The Shu-Torun War – Thanoths Enthüllung, dass er von Vaders Zusammenarbeit mit der verschwundenen Aphra weiß – so, dass der Ermittler die Manipulationsversuche des Sith-Lords nun durchschaut hat.[1]
  • Für die 20. Ausgabe der Comicreihe Darth Vader, das erste Heft des fünften Handlungsbogens Zeit der Entscheidung, brachte Marvel ein von John Tyler Christopher gezeichnetes Variantcover mit der Actionfigur von Thanoth heraus. Es ist das erste Actionfigur-Cover, das keinen Charakter aus den Star-Wars-Filmen enthält.

Einzelnachweise[Bearbeiten]