Karagga

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Karagga.jpg
Karagga
Beschreibung
Spezies:

Hutt[1]

Geschlecht:

Hermaphrodit (männliche Persönlichkeit)[2]

Hautfarbe:

Violett[2]

Augenfarbe:

Blau[2]

Biografische Informationen
Todesdatum:

3.641 VSY, Karaggas Palast auf Nal Hutta[2]

Heimat:

Nal Hutta[2]

Beruf/Tätigkeit:

Verbrecherlord[1]

Position:

Großmogul[1]

Zugehörigkeit:

Huttenkartell[1]

Karagga, meist als Karagga der Hutte, mit seinen Beinamen Karagga der Unbeugsame und Karagga der Gütige oder seinen Titeln Großmogul des Huttenkartells, die höchste Macht auf Hutta, der Unangefochtene, der Allmächtige und Großmogul des Huttenkartells, unbestrittener Herrscher des Huttenreichs, Vorbild der Huttenrasse angeredet, vor seinem Aufstieg zum Großmogul auch als Karagga der Gesellige[4] bekannt, war ein huttischer Verbrecherlord, der das Huttenkartell während des Kalten Krieges anführte. Nach einem Zwischenfall mit dem Exchange-Verbrechersyndikat über 200 Jahre vor dem Großen Galaktischen Krieg stieg der Hutt mit der Hilfe des Ältestenrats in die Position des Großmoguls auf. Gegen Ende seiner zweihundertjährigen Herrschaft traf Karagga vermehrt umstrittene Entscheidungen, durch die er sich zahlreiche Feinde im Kartell machte. Im Jahr 3.641 VSY begründete er infolge zahlreicher Einfälle der Schreckenstruppen in das Territorium des Huttenkartells eine aggressive Expansionspolitik, um die verlorenen Systeme durch die Annexion bis dahin neutraler Welten auszugleichen. Durch die Verweigerung einer diplomatischen Lösung veranlasste er die Galaktische Republik und das Sith-Imperium dazu, Eingreiftrupps zu seinem Palast auf Nal Hutta zu entsenden, die Karagga nach Kämpfen mit seinen Palastwachen töteten. Sein Nachfolger Toborro führte Karaggas Politik der aggressiven Expansion fort.

Biografie[Bearbeiten]

Aufstieg zum Großmogul[Bearbeiten]

Karagga wurde über 800 Jahre vor dem Großen Galaktischen Krieg geboren.[5] In den Jahrhunderten vor dem Konflikt ging die Macht des huttischen Ältestenrats immer weiter auf die prominenten Kartellchefs, die Großmogule, über. In dieser Zeit begann der junge Karagga seinen Aufstieg innerhalb des Kartells. In der Position des Unterbosses erhielt der bei seinen Untertanen aufgrund seiner gerechten und großzügigen Herrschaft beliebte Hutt den Beinamen „Karagga der Gesellige“. Als ein Konflikt des Huttenkartells mit seinem größten Konkurrenten um die Vorherrschaft in der kriminellen Unterwelt, der Exchange, in einem galaxisweiten Krieg zu eskalieren drohte, nutzte Karagga seine Chance, um sich vor den Ältesten des Kartells zu profilieren, und bot an, die diplomatischen Verhandlungen mit Vertretern der Exchange zu führen. Er vereinbarte mit dem Verbrechersyndikat ein Treffen auf neutralem Territorium, um einen Friedensvertrag auszuhandeln. Allerdings versuchte die Exchange, Karagga zu verraten, und entsandte Attentäter, die den Hutten ermorden und seine Kartell-Sicherheitscodes stehlen sollten, um der Organisation ungehinderten Zugang zu den Anführern des Huttenkartells zu gewähren und einen Anschlag auf den Ältestenrat zu verüben. Allerdings wehrte Karagga den Anschlag auf sein Leben ab und tötete sämtliche Attentäter. In der Folge erhielt Karagga von den Kartellchefs den Titel „Karagga der Unbeugsame“ und wurde fortan von ihnen gefördert.[1] Etwa 200 Jahre vor dem Großen Galaktischen Krieg[6] wurde Karagga im Rahmen der im Abstand von mehreren Jahrhunderten abgehaltenen Großen Einberufung der Profiteure von den elitärsten Kartellmitgliedern als Nachfolger von Barabbula dem Schlagfertigen zum neuen Großmogul des Huttenkartells gewählt. Als neuer Anführer der kriminellen Vereinigung führte er zunächst die jahrtausendelange Tradition der Neutralität fort, durch die das Kartell einen erneuten finanziellen Ruin durch hohe Kriegskosten unterbinden wollte. Zu seinem Schutz trug Karagga seine violette Amtsrobe, die mit blasterfeuerabweisenden Durastahl-Platten durchsetzt war. Sein Unbeugsamer Helm enthielt neurale Sensor-Geräte, die dem neuesten Stand der Technik entsprachen.[1]

Anlässlich von Karaggas 800. Geburtstag gab das Huttenkartell die Herstellung einer Statue seines Großmoguls in Auftrag. Die von über 83 Kunsthandwerkern geschmiedete,[5] 30 Meter hohe Statue aus purem Gold[7] bildete seitdem den Mittelpunkt der Promenade von Nar Shaddaa. Die Statue wurde entsprechend der künstlerischen Traditionen der Hutts als idealisiertes Abbild von Karagga gefertigt, sodass Kritiker öffentlich die geringe Ähnlichkeit mit dem Abgebildeten bemängelten. Nach der Widmung der Statue hielt das Kartell ein jährliches Fest an der Promenade ab, um Karaggas Geburtstag zu feiern.[5] Nachdem der Rancor Knochendrescher, der letzte Abkömmling einer langen Zuchtlinie erfolgreicher Kampfrancors, seinen Besitzer, den bisherigen Champion in Karaggas privater Gladiatorenarena, bereits im Alter von sieben Monaten getötet hatte, machte ihn Karagga zu seinem Haustier und favorisierten Arenakämpfer. Der Hutt Jorsooda wettete später mit Karagga darauf, dass der seit seinem ersten Kampf ungeschlagene Rancor von Jorsoodas drei neu erworbenen Vorantiki besiegt werden würde. Obwohl Jorsooda seine Arenabestien vor dem Kampf aushungern und ihnen Aufputschmittel verabreichen ließ, benötigte Knochendrescher lediglich eine Minute, um die Herausforderer zu töten. Daraufhin ließ ihm Karagga Jorsooda zum Fraß vorwerfen.[8] Der Rancor erlangte galaxisweite Berühmtheit, da es ihm als erstem Lebewesen in der galaktischen Geschichte gelang, einen vollständigen mandalorianischen Clan zu verspeisen.[1] Im Vorfeld des Kalten Krieges verärgerte der devaronianische Schmuggler Gault Rennow Karagga, sodass der Großmogul ein Kopfgeld von zwei Millionen Credits auf ihn aussetzte.[9] Während des Kalten Krieges erregte der Zabrak-Attentäter Eidolon durch Morde an zahlreichen wichtigen Personen des Huttenkartells die Aufmerksamkeit des Großmoguls. Daraufhin setzte Karagga ein hohes Kopfgeld auf den Auftragsmörder aus, das in die Zielliste der Großen Jagd im Jahr 3.643 VSY einging. Es gelang dem späteren Gewinner der Großen Jagd, Eidolon auf Nar Shaddaa zu fassen und sich so das Kopfgeld zu verdienen. Im Anschluss ließ der Großmogul den Kopfgeldjäger von seinem Assistenten Solash kontaktieren, um ihn über Karaggas Kenntnisnahme seines Erfolges zu informieren.[10]

Kalter Krieg[Bearbeiten]

Karaggas Hofstaat

Im Zuge ihrer Minenoperationen auf dem Planeten Quesh während des Kalten Krieges entdeckte die Galaktische Republik den Stoff Venenit Queshaaga. Die Struktur der Chemikalie ähnelt der des Venenit Shadaaga, dem Hauptwirkstoff zahlreicher Stimulanzien und anderer Aufputschmittel. Nachdem die Republik erfolglos versucht hatte, den Stoff industriell zu raffinieren, um in Massenfertigung Stimulanzien für ihre Soldaten herzustellen, wandte sie sich im Jahr 3.652 VSY an das Huttenkartell und bat es um seine Hilfe bei der industriellen Veredelung des Stoffes. Allerdings weigerte sich Karagga, das strenge Neutralitätsgebot des Huttenkartells zu durchbrechen und sich in dem anhaltenden Kalten Krieg auf die Seite der Republik zu stellen. Dennoch widersetzten sich drei huttische Familien unter der Führung von Jeelta Urdosh, Portho Kaltemmic und Broga Masrii insgeheim Karaggas Entschluss und unterstützten die Republik. Als Karagga von den Operationen der Familien auf Quesh erfuhr, vereinbarte er mit den Abtrünnigen, über ihre Aktionen hinwegzusehen, wenn sie im Gegenzug hohe monatliche Provisionen an ihn überwiesen. Etwa zehn Jahre nach dem Beginn der insgeheimen Kooperation deckte das Sith-Imperium die geheimen Geschäftsbeziehungen der huttischen Familien auf Quesh mit der Republik auf. Um das Kartell vor etwaigen Übergriffen des Imperiums zu schützen, verbannte Karagga die Abtrünnigen. Im Laufe des Kalten Krieges wurden Karaggas Entscheidungen immer unkontrollierter, sodass die Zahl seiner internen Feinde im Huttenkartell stetig wuchs. Ein baldiger Umsturz in der Kartellführung stellte für Eingeweihte lediglich eine Frage der Zeit dar.[1]

Im Jahr 3.641 VSY befreite das Sith-Imperium die Schreckensmeister aus ihrer Stasis auf der republikanischen Gefängniswelt Belsavis. Die Schreckensmeister begannen nach dem Tod des Sith-Imperators Vitiate, ihren Machtbereich immer weiter auszudehnen.[11] Im Zuge ihrer frühen Expansionen fielen die Truppen der Schreckensmeister auch in das Gebiet des Huttenkartells ein und besetzten einen Teil des Huttraums. Dabei zwangen sie die Bewohner von Sriluur zu einer Massenflucht, verursachten interne Kämpfe der Kartell-Sicherheitskräfte und den Verlust vollständiger huttischer Flotten über Cyborrea. Insgesamt verlor das Kartell 15 Systeme an die Truppen der Schreckensmeister. Als Kompensation für die weitreichenden Gebietsverluste begann Karagga mit einer aggressiven Expansionspolitik, durch die er das Gebiet des Huttenkartells als erster Großmogul seit mehreren Jahrhunderten erweiterte. Per Dekret verfügte er innerhalb eines Monats die Besetzung von zehn an das Kartell angrenzenden neutralen Systemen, wodurch sich das Gebiet des Huttenkartells sowohl an die Grenzen der Republik als auch des Sith-Imperiums annäherte. Beide Parteien fühlten sich durch diese Expansion bedroht und waren in Sorge, dass Karagga als nächsten Schritt in ihr Territorium einfallen würde. Daher entsandte das Sith-Imperium den Botschafter Unar zu Karagga, der Verhandlungen mit dem Großmogul aufnehmen und eine Eskalation der Lage verhindern sollte. Nachdem die hauptsächlich aus imperialen Schiffstypen bestehende Flotte der Schreckensmeister einen Planeten erobert hatte, auf dem sich Karaggas Lieblingsurlaubsresidenz befand, und das Anwesen des Hutten bombardierten, schloss der Großmogul aus den an dem Angriff beteiligten Schiffen auf eine imperiale Attacke. Als Reaktion auf diese scheinbare Konfrontation ließ Karagga den imperialen Botschafter Unar aus seinem Palast werfen, enthaupten und seinen Kopf zur Sith-Imperialen Flotte schicken.[2]

Krieg an mehreren Fronten[Bearbeiten]

Karagga auf seinem Spinnendroiden

Daraufhin berief das Sith-Imperium seinen Botschafter Rove, um mit Karagga in Verhandlungen einzutreten. Der Hutt entsandte wiederum seinen Evocii-Sklaven Grub als Unterhändler zur imperialen Flotte und erteilte ihm die Anweisung, jeden imperialen Versuch der Kontaktaufnahme zu ihm zu unterbinden. Daher beschloss Rove, dem Hutten ein Geschenk als Zeichen guten Willens darzubieten, und betraute eine Gruppe sith-imperialer Kämpfer damit, einen Tribut an den Großmogul zu überstellen, um so eine Grundlage für weiteren diplomatischen Dialog zu schaffen. Zur gleichen Zeit entsandte Karagga eine Söldnerflotte in an republikanisches Gebiet angrenzende neutrale Territorien, um das Vyron-System zu annektieren. Als Reaktion darauf stellte Leontyne Saresh, die Oberste Kanzlerin der Republik, ein Kriegsschiff unter dem Kommando von Kapitän Hardin und einer Gruppe ihrer besten Kämpfer ab, um die Angreifer in dem Gebiet abzufangen und ihr Vorgehen zu untersuchen. Es gelang ihnen, die Fregatten des Kartells in die Flucht zu schlagen. Daraufhin entsandte Saresh ihre Kämpfer nach Nal Hutta, um in Verhandlungen mit Karagga einzutreten. Nach Kämpfen mit den Wachposten des Großmoguls erreichten die Eindringlinge Karaggas Thronsaal. Da er sich Verhandlungen weiterhin verweigerte und die Neuankömmlinge für Attentäter hielt, ließ sie Karagga durch eine Falltür in seine Rancor-Grube fallen und gegen einige seiner Manka-Katzen sowie gegen Knochendrescher kämpfen. Nach dem Tod seines Rancors schickte Karagga seine Kopfgeldjäger Sorno und Jarg gegen die Angreifer aus, die von den Eindringlingen in dem inzwischen geräumten Thronsaal besiegt wurden. Nach einem Kampf gegen den Kintanischen Zermalmer Vorarbeiter Knirsch und seinen Schweren G4-B3 Verarbeiterdroiden stellte sich ihnen Karagga persönlich entgegen. Im Kampf verließ er sich auf einen über zehn Meter großen Spinnendroiden, den er selbst steuerte. Allerdings wurde er von einem der Angriffstrupps besiegt und getötet. Beide Fraktionen bargen daraufhin seine persönlichen Datenschlüssel aus dem Palast, die ihnen Aufschluss über Karaggas Motive bei seinen Expansionsunternehmungen gaben. Die Galaktische Republik erfuhr dadurch erstmals vom Wiedererstarken der Schreckensmeister.[2] Nach Karaggas Tod entstand ein Machtvakuum in der Führung des Huttenkartells, das der Verbrecherlord Toborro ausnutzte, um zum neuen Großmogul aufzusteigen.[12] Die anhaltenden Gebietsverluste des Huttenkartells an die Schreckensmeister zwangen Toborro kurz nach seiner Machtübernahme zu einer Annexion des ressourcenreichen Planeten Makeb.[11]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Zu Beginn seiner Karriere im Huttenkartell war Karagga als charmanter und charismatischer Anführer bekannt, der sich gegenüber seinen Untergebenen fair und großzügig verhielt. Daher erhielt er den Beinamen „der Gesellige“. In seinem Bemühen um eine friedliche Koexistenz mit dem Exchange-Syndikat bot Karagga an, diplomatische Verhandlungen mit dem verfeindeten Kartell zu führen. Als er von den Exchange-Vertretern verraten wurde, musste er gegen die Attentäter des Syndikats um sein Leben und das Wohl des huttischen Ältestenrats kämpfen. Diese Erfahrung prägte Karaggas Charakter und trug dazu bei, dass er hartherzig und zynisch wurde. Durch seinen steten Machtzuwachs vergrößerte sich Karaggas Gier nach Vermögen und Einfluss, was seine Wahl zum Großmogul des Huttenkartells beschleunigte. Durch seinen tyrannischen Perfektionismus sowie seine unnachgiebige und strenge Führung des Kartells machte er sich zahlreiche Feinde in den eigenen Reihen. Sein nunmehr unkontrollierbares Verhalten führte besonders gegen Ende des Kalten Krieges zu tiefgreifenden Fehlentscheidungen, die die weitere Existenz des Huttenkartells bedrohten. Trotz seines anfänglichen Erfolges nahmen ihn die meisten Personen seines Umfelds seit dem Zwischenfall mit den Exchange-Attentätern lediglich als einen Schatten seiner selbst wahr. Karagga folgte dem strengen Neutralitätsgebot des Huttenkartells und machte es sich zu seiner Lebensmaxime, keine Allianzen einzugehen, um seinen Profit zu maximieren. Allerdings sah er darüber hinweg, dass einzelne huttische Familien die Galaktische Republik unterstützten, solange sie dadurch keinen Konflikt des Kartells mit dem Sith-Imperium verursachten.[1] Infolge weitreichender Gebietsverluste des Huttenkartells an die Schreckensmeister sah sich Karagga zu Angriffen auf neutrale Systeme gezwungen und erregte so den Unmut der Republik und des Sith-Imperiums. Der Hutt ließ sich von den an den Einfällen in sein Gebiet beteiligten Schiffsklassen zu der falschen Annahme verleiten, dass die Attacken vom Sith-Imperium autorisiert waren, und veranlasste daher die Hinrichtung des sith-imperialen Botschafters an seinem Hof. Diese Aktion bildete zusammen mit dem Abbruch jeglicher Verhandlungen den Anfang einer Reihe folgenschwerer diplomatischer Fehler. Indem er in der Folge Unterhändler beider Parteien in seine Rancorgrube werfen ließ, provozierte er sie dazu, ihn direkt anzugreifen. Im Kampf fühlte er sich ihnen aufgrund seines mehrere Meter hohen Spinnendroiden überlegen, wurde allerdings dennoch von den Eindringlingen besiegt.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Karagga ist der finale Bossgegner in der Mission „Karaggas Palast“, der ersten Operation des Online-Rollenspiels The Old Republic. Für den Sieg über Karagga erhalten die Spieler seit der digitalen Erweiterung Galactic Strongholds abhängig von dem gewählten Schwierigkeitsgrad „Story“ und „Veteran“ Trophäenbilder zur Ausstattung ihrer Festungen im Spiel. Außerdem gibt es zwei goldene Statuen von Karagga selbst und Karagga auf seinem Spinnendroiden, die die Spieler zufällig am Ende der Operation erhalten können. Da nicht bekannt ist, welches Operationsteam, das republikanische oder das sith-imperiale, den Hutt tatsächlich tötet, wird der Ausgang der Mission in dem Artikel insoweit offengelassen.