Vollstrecker

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BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt das Raumschiff Vollstrecker; für die Sicherheitstruppe siehe Sith-Vollstrecker.
Judikator 02.jpg
Vollstrecker
Allgemeines
Klasse:

Imperium-Klasse

Nutzung
Erste Sichtung:

3 NSY

Letzte Sichtung:

9 NSY

Schlachten:
Kommandanten:

Brandei

Flottenverbände:
Zugehörigkeit:

Galaktisches Imperium

Die Vollstrecker war ein Sternenzerstörer der Imperium-Klasse aus Großadmiral Thrawns persönlicher Armada unter dem Kommando von Kapitän Brandei.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Geschichte[Bearbeiten]

Die Vollstrecker wurde von den Kuat-Triebwerkswerften während des Baus mit den neuesten Systemen und Antennen für seine Zielcomputer ausgerüstet. Anschließend übernahm Kapitän Brandei 3 NSY das Kommando über das Schiff, nachdem er von der Exekutor dorthin versetzt wurde.[1] Kurz vor der Schlacht von Endor sichtete man sie im Orbit des Zhar-Systems, worin sich der Außenposten 327 befand. Von dort stahlen die Rebellen die Lambda-Fähre Tydirium.[2] Anschließend nahm das Schiff unter dem Kommando von Brandei an der Schlacht um den zweiten Todesstern teil.[3] Sie zog sich jedoch nach der Zerstörung der Exekutor und der Pride of Tarlandia auf Kapitän Pellaeons Befehl hin nach Annaj zurück.[4]

Nachdem sich Admiral Adye Prittick, Admiral Blitzer Harrsk und Kapitän Pellaeon nicht über ein weiteres Vorgehen einigen könnten, entschied sich Harrsk mit einigen Schiffen in den Tiefkern zurückzuziehen. Dies veranlasste die Stalker und die Thunderflare in den Elrood-Sektor zurückzukehren. Die Vollstrecker verblieb bei der Flotte, die nach Pritticks Meinung zu klein für einen erneuten Angriff auf Endor sei.[4] Fünf Jahre später war Großadmiral Thrawn in die bekannte Galaxis zurückgekehrt und übernahm nun die Kontrolle über das Imperiale Militär. Viele Imperiale misstrauten ihm, so dass er nur die Überreste der bei Endor geschlagenen Flotte befehligte, welche noch aus einem Dutzend Sternenzerstörer bestand. Die Vollstrecker gehörte hierbei zu der einen Hälfte, die zu Kapitän Pellaeon gehörte und loyal gegenüber Bastion war, bei dem es zu dieser Zeit um Orinda handelte.[4]

Angriff für Sluis Van[Bearbeiten]

Thrawn nutzte diese sechs Sternenzerstörer als seine Hauptstreitmacht für seine Offensiven, die jedoch nur unzureichend mit TIE-Jägern ausgestattet waren. Allerdings wurde Thrawns Streitmacht vom Dunklen Jedi-Meister Joruus C'baoth unterstützt, der mithilfe der Macht die Truppen koordinierte und so ihre Kampfkraft steigerte.[5] Thrawn gliederte das Schiff in sein persönliches Geschwader ein, und so nahm die Vollstrecker an der Schlacht von Bpfassh teil. Dort war sie nur an kleinen Kampfhandlungen beteiligt. Im Verlauf der Schlacht beschloss Thrawn, dass das Athega-System wegen der Bergbaukolonie auf Nkllon überfallen werden solle. Dort wollte der Großadmiral die von ihm geforderten Minenmaulwürfe auftreiben, welche er für seinen Feldzug gegen die Neue Republik brauchte. Hierfür wurde die Vollstrecker umgebaut, um der intensiven Sonnenstrahlung zu trotzen, welche in der Nähe Nkllons herrschte.[6]

Man begann innerhalb einiger Tage die Sichtluken abzudecken und die externen Sensor- und Kommunikationssysteme abzumontieren. Anschließend sollte der Jedi-Meister Joruus C'baoth das nun taub und blinde Schiff präzise bei der Operation mit Hilfe der Macht steuern. Die Vollstrecker fiel daraufhin bei Nkllon aus dem Hyperraum, gerade in dem Augenblick, als sich auch der Millennium Falke und Luke Skywalker in seinem X-Flügler im Anflug auf den Planeten befanden. Sofort aktivierte das Schiff seine Störsender und steuerte die Schattenseite des Planeten an, um seine TIE-Jäger und Landungsschiffe starten zu können.[6]

Der Falke und Lukes Jäger stellten sich allein dem Sternenzerstörer und den von C’baoth kontrollierten TIE-Piloten entgegen. Und obwohl sie einige Jäger abschossen, gelang es der Mannschaft der Vollstrecker, 51 Minenmaulwürfe zu erobern. Daraufhin steuerte das Schiff aus dem Planetenschatten hinaus und sprang wieder in den Hyperraum. Wieder im imperialen Raum angekommen, wurde das Schiff Reparaturarbeiten unterzogen, welche mit den zuvor gemachten Umbauten das Imperium ca. eine Million Arbeitsstunden kostete, und machte sich danach auf zum Treffpunkt für die bevorstehenden Angriff auf Sluis Van. Es war das letzte Schiff, das dort eintraf, und Thrawn bestätigte Kapitän Brandei nach dessen Eintreffen, dass seine alten Befehle weiterhin Gültigkeit hatten.[6]

Die Katana-Flotte[Bearbeiten]

Einige Zeit darauf begann Großadmiral Thrawn, nachdem sein Plan zur Akquirierung feindlicher Kriegsschiffe bei Sluis Van fehlschlug, den Spuren der Katana-Flotte zu folgen. Da er über einen nahezu unerschöpflichen Vorrat an Klonen besaß, brauchte er nun Kriegsschiffe, welche er mit ihnen bemannen konnte. Nachdem der Großadmiral durch Kapitän Hoffer über den Standort der Flotte erfuhr, entsandte er Truppen um die 200 Dreadnaught-Kreuzer zu bergen. Einige Tage später erfuhr auch die Neue Republik von der Position der Schiffe durch Talon Karrde. Daraufhin entsandte Mon Mothma die Quenfis unter dem Befehl von Rat Borsk Fey'lya, um die Existenz der Flotte zu bestätigen.[7]

Rätin Leia Organa Solo wiederum entsandte einen kleinen Frachter, welcher neben Han Solo und Luke Skywalker auch die Renegaten-Staffel zu Karrdes Koordinaten. Nachdem beide Schiffe eingetroffen waren und erste Streitigkeiten über die Kompetenzen bei dieser Mission ausbrachen, erschien die Vollstrecker aus dem Hyperraum. Skywalker und Solo befanden sich zu dieser Zeit auf der Katana und die Renegaten-Staffel in ihrer Nähe. Die Vollstrecker begann damit, Landungsboote abzusetzen, und nachdem nur die Renegaten-Staffel auf ihr Eintreffen reagierte, ließ Kapitän Brandei zwei TIE-Jäger Staffeln starten. Anschließend ließ er eine Nachricht an den Großadmiral entsenden, um ihn über die Kampfhandlungen zu informieren.[7]

Die Techniker an Bord der Katana schafften es, die Feuerleitsysteme des Schiffes zu reaktivieren. Mit den Turbolaserkanonen des alten Schiffes wollten sie die Renegaten-Staffel unterstützen und schafften es auch, einige der Landungsboote und TIE-Jäger abzuschießen, welche hiermit nicht gerechnet hatten. Daraufhin ließ die Vollstrecker ihre TIE-Abfangjäger gegen die nun vereinten Streitkräfte der Republik starten. Nachdem wieder einige Jäger im Raumkampf durch die X-Flügler abgeschossen wurden, starteten erneut TIE-Jäger. Kurz darauf waren alle vier Kampfstaffeln der Vollstrecker im Einsatz, während Brandei das Gefecht mit Argwohn betrachtete. Da jemand befürchtete, dass die Schlacht verloren gehen könnte, entschied er, dass sein Schiff aktiv in den Kampf eingreifen müsse.[7]

Kurz nachdem er diesen Befehl erteilt hatte, erschien Karrdes Schmugglerschiffe im Kampfgebiet, und Brandei ließ sein Schiff beidrehen, um die Frachtschiffe mit seinen Turbolaser beschießen zu können, und ließ seine Bomberstaffel starten. Doch erneut wendete sich das Blatt, als General Garm Bel Iblis mit seinen sechs Dreadnaughts erschien, und begann das Schiff einzukreisen und beschossen es mit ihren Ionenkanonen. Doch erkannte die Republik, dass sie die Schlacht um die Katana-Flotte schon längst verloren hatten, da von den ursprünglichen 200 Schiffen nur noch fünfzehn übrig waren und sich der Rest schon unter imperialer Kontrolle befand.[7]

Doch schon kurz nach dieser Feststellung sprang die Gebieter aus dem Hyperraum und Kapitän Brandei schöpfte neue Hoffnung. Bel Iblis zog daraufhin drei seiner Dreadnaughts von der Vollstrecker ab, um sie der Gebieter entgegen zu werfen. Von dem plötzlichen Auftauchen des zweiten Sternenzerstörers überrascht, geriet Mara Jade versehentlich in die Nähe der Vollstrecker. Hierbei wurde sie von einem der TIE-Jäger getroffen und entschied, aus ihrem Z95-Kopfjäger auszusteigen, wobei sie jedoch in den Einflussbereich des Ionenfeuers der Dreadnaughts geriet und ihre elektronischen Systeme komplett ausfielen. Sie trieb auf ihrem Schleudersitz bewegungslos im All, während sich der Jäger immer mehr dem Hangar der Vollstrecker näherte.[7]

Auf der Katana entschied man sich dafür, wieder aktiv in den Kampf einzugreifen. Man reaktivierte einen der anderen Dreadnaughts per Fernsteuerung und entsandte ihn auf Kollisionskurs mit der Gebieter. Der alte Dreadnaughte rammte und zerstörte den Sternenzerstörer. Hierbei wurde einer von Bel Iblis Dreadnaughts in Mitleidenschaft gezogen, doch die anderen beiden nahmen wieder Kurs auf die Vollstrecker. Brandei von dem Verlust der Gebieter geschockt und sich nun einer Übermacht gegenüber sehend, ließ die Reste seiner TIE-Jäger einsammeln und setzte zum Rückzug an.[7]

Ende des Thrawn-Feldzuges[Bearbeiten]

Einige Monate später befand sich die Vollstrecker am Rande des Ukio-Systems, um dort einen Ablenkungsangriff auszuführen, damit Großadmiral Thrawn unbehelligt Ukio selbst angreifen konnte. Hierfür wurde das Schiff zusammen mit fünf Dreadnaught-Kreuzern nach Flive entsandt, um dort einen Angriff vorzutäuschen, damit die Basis der Neuen Republik auf Ord Pardron einige Schiffe zum Schutz des Planeten entsandte.[8] Später gehörte die Vollstrecker zur Flotte, welche der Großadmiral bei Bilbringi in Stellung brachte. Dort kämpften etwa zwei Dutzend Sternenzerstörer und zusätzliche Unterstützungsschiffe gegen eine deutlich unterlegeneren Streitmacht der Republik. Trotz dieser Ausgangslage siegte nach der Ermordung des Großadmirals die Neue Republik, da Pellaeon letztendlich den Rückzugbefehl gab.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Während die Judicator in Erben des Imperiums noch mit Judikator übersetzt wurde, so wird sie in Die Dunkle Seite der Macht und Das letzte Kommando als Vollstrecker bezeichnet.