Exekutor

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BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt Darth Vaders Flaggschiff; für weitere Bedeutungen siehe Exekutor (Begriffsklärung).
Execlass.jpg
Exekutor
Allgemeines
Klasse:

Exekutor-Klasse Sternenschlachtschiff

Nutzung
In Dienst gestellt:

0 NSY

Erste Sichtung:

2 VSY

Zerstört:

4 NSY

Schlachten:
Besitzer:

Darth Vader

Kommandanten:
Rolle:

Flaggschiff der Todesschwadron

Zugehörigkeit:

Galaktisches Imperium

Die Exekutor war das persönliche Flaggschiff von Darth Vader und der Todesschwadron. Sie war ein Sternenschlachtschiff der Exekutor-Klasse und das Typschiff dieser Klasse. Der Supersternzerstörer wurde in den Schiffswerften von Fondor gebaut, einem Planeten, der für seine teuren Spezialanfertigungen bekannt war. Selbst als die Exekutor nur zu einem Zehntel fertiggestellt war, übertraf sie zwei imperiale Sternenzerstörer in Länge und Breite. Nachdem die Konstruktion abgeschlossen war, wurde sie das Flaggschiff Vaders. Dieser bildete mit ihr die Todesschwadron, welche sich nach der Schlacht von Yavin mit dem Aufspüren und Vernichten des neuen Rebellenstützpunktes befasste. Sie nahm an der Schlacht von Hoth teil und verfolgte anschließend Han Solo und den Millennium Falken durch das Asteroidenfeld des Planeten. Danach diente sie Vader als Flaggschiff, als er Bespin ansteuerte, und wurde später nach Endor abkommandiert. Die Exekutor wurde in der anschließenden Schlacht von Endor zerstört, als Arvel Crynyds A-Flügler schwer beschädigt in die Brücke des Schiffes trudelte, worauf dieses manövrierunfähig mit dem zweiten Todesstern kollidierte.

Beschreibung[Bearbeiten]

Design[Bearbeiten]

Die Exekutor war das erste Sternenschlachtschiff der Exekutor-Klasse und wie jedes andere Schiff der Klasse 19 Kilometer lang. Durch ihre extreme Größe stellte die gesamte Klasse einen Ausdruck der Ingenieurskunst ähnlich den Todessternen dar. Etwa zwölf Mal so groß[1] und über 100 Mal so massiv[2] wie die herkömmlichen Sternenzerstörer der Imperium-Klasse, waren sie im Design der Sternenzerstörer-Reihe nachempfunden. Die Seiten des Schiffsrumpfs liefen von der Bugspitze in V-Form auseinander und bildeten achtern ein Delta, an welches sich das verlängerte Schiffsheck wie ein Schwanz anschloss.[1]

Eine äußerst kräftige Titaniumbeschichtung umhüllte die zahlreichen Innenräume des Schiffes. Im Gegensatz zu den normalen Sternenzerstörern war die Hülle nicht hellgrau, sondern sehr viel dunkler.[3] Auf etwa dreiviertel der Strecke von der Spitze bis zum Heck befand sich ein Kommandoturm. Die Brücke der Exekutor war 285 Meter lang[4] und damit von der Größe vergleichbar mit einer Nebulon-B-Fregatte.[5] Auf dieser Brücke befanden sich Schlüsselkomponenten wie die beiden Schildgenerator-Kuppeln oder die Sensoren. Zudem lagen dort die Besprechungsräume, die Quartiere des höheren Bordpersonals und, für den Fall einer Evakuierung, Rettungskapseln für diese.[4] Ohne die Zerstörung der Schildgeneratoren durch ballistische Waffen war der Schild praktisch unüberwindbar. Der Mittelteil der Sternenschlachtschiffs hatte das Aussehen einer Stadt mit zahlreichen Gebäuden.[6] Für den Antrieb sorgten insgesamt dreizehn, überaus starke blutrot leuchtende Antriebe[7], die das Schiff mit maximal 1.230 G beschleunigen konnten.[1] Das Antriebsglühen der Exekutor sorgte für immensen Schaden an jedem Schiff, das ihr zu nahe kam.[3]

Ausstattung[Bearbeiten]

Darth Vaders Regenerationskapsel an Bord der Exekutor.

Die Exekutor verfügte über Privatgemächer für imperiale Oberkommandeure wie Admiral Ozzel oder Kapitän Piett. Auch für Darth Vader, der den Supersternzerstörer als Flaggschiff nutzte, stand ein Privatraum zur Verfügung. Selbst ein für den Imperator reservierter Thronsaal wurde vorgesehen. Der Supersternenzerstörer hatte ein Einkaufszentrum, Bars, Restaurants und Vergnügungshallen eingebaut, um den Hunderttausenden von Besatzungsmitgliedern den Aufenthalt erträglicher zu gestalten.

Darth Vader ließ in sein neues Flaggschiff eine spezielle Regenerations- und Meditationskammer einrichten, innerhalb derer der Sith-Lord ohne seine Maske atmen konnte. Direkt hinter der Kammer befand sich ein Übertragungsbildschirm, sodass er von der Kammer aus mit anderen Deckoffizieren kommunizieren konnte. Ebenfalls in dieser Räumlichkeit befand sich ein Holoprojektor, der durch das Betreten einer Stufe aktiviert wurde.[8]

Bewaffnung[Bearbeiten]

Die immense Größe der Klasse erlaubte den Einbau großer Zahlen von Laserkanonen und Turbolaserbatterien. Die Exekutor hatte, obwohl ihr Schwesterschiff Lusankya die exakt gleiche Größe aufwies, deutlich mehr Waffen an Bord, da die Lusankya für ihre Dienste den Platz für anderweitige Komponenten benötigte.[2] Mit über 5000 Turbolaser- und Ionenkanonen ausgestattet, hatte sie eine ausreichend große Bewaffnung, dass praktisch jeder Planet ohne einen planetaren Schild innerhalb kurzer Zeit vernichtet werden konnte.[7] Das Schiff wurde entwickelt, um ganze Sternensysteme alleine zu kontrollieren und die dortige Bevölkerung einzuschüchtern.[1]

Der Hangar war groß genug um 144 Sternenjäger, 200 Fähren und mehrere hundert Bodenfahrzeuge tragen zu können.[2] Hauptsächlich befanden sich an Bord des Schiffes reguläre TIE-Jäger, TIE-Abfangjäger, TIE-Bomber und Darth Vaders TIE-X1-Turbosternenjäger. Als Fähren wurden zumeist Angriffstransporter der Gamma-Klasse sowie reguläre T-4a Fähren der Lambda-Klasse verwendet.[3] Die Exekutor trug eine gewaltige Anzahl von 38.000 Bodentruppen mit sich,[9] und theoretisch waren diese Kapazitäten noch nicht ausgereizt. Das Schiff konnte weit mehr Güter und Truppen tragen, als das Imperium zur Verfügung hätte, sodass es in dieser Beziehung überdimensioniert war.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Bauphase[Bearbeiten]

Die Exekutor wird gebaut.

Noch vor der Niederlage bei Yavin IV befahl Imperator Palpatine mit der Konstruktion der Exekutor zu beginnen.[10] Durch einen Vertrag des Galaktischen Imperiums mit den Kuat-Triebwerkswerften fiel diesen die Konstruktion der Exekutor-Klasse zu. Zu Beginn wurden zwei Sternenschlachtschiffe konstruiert – die Lusankya und die Exekutor. Die Exekutor sollte aufgrund der unabdingbaren Geheimhaltung nicht bei Kuat gebaut werden, sondern in den Fondor-Schiffswerften, die ein Tochterunternehmen der KTW darstellten. Rund um den Planeten Fondor wurde eine komplette Abriegelung geschaffen, sodass nur noch imperiale Aktivität im Orbit toleriert wurde. Zwar verloren die Schiffswerften Fondors ihren Zugang zu ihren Klienten, doch konnte man sich so mit den Werften von Kuat vergleichen. Sollte man überragende Arbeit abliefern, so könnte man den Kuat-Werften in Zukunft möglicherweise weitere Aufträge streitig machen. Da die Konstruktion der Lusankya kurze Zeit später auf Kuat begann, benannte das Imperium beide Schiffe Exekutor, um den Anschein zu erwecken, es würde nur ein Schiff geben.[11] Dies war der Grund, wieso Kuat und Fondor später gleichermaßen behaupteten, die Exekutor hergestellt zu haben.[12]

Als Produkt des Project Sarlacc bekam das Schiff seine Form bei Scarl, einer geheimen Schiffswerft in einem System der Gandeal-Fondor-Hyperroute, nur einige Parsec von Fondor entfernt. Dort fingen Baudroiden mit der Konstruktion an, doch anschließend wurde das Schiff immer näher Richtung Fondor gezogen, wo Schiffsarbeiter ihre Bemühungen verdoppelten, bis das Schiff fertig gestellt wurde.[13]

Jungfernflug[Bearbeiten]

Etwa sechs Monate nach der Schlacht von Yavin wurde das Flaggschiff fertig gestellt.[14] Zur selben Zeit war auch die Lusankya auf Kuat komplettiert,[2] die als persönliches Fluchtschiff Imperator Palpatines auf Coruscant verbaut werden sollte.[11]

Palpatine ließ Vader freie Hand dabei, die neue Bedrohung durch die Rebellen-Allianz niederzuschlagen. Er übertrug ihm die Todesschwadron, mit der die Galaxis nach der geheimen Rebellenbasis durchsucht und diese vernichtet werden sollte. In die Schwadron wurden die besten Kapitäne und Schlachtschiffe des Imperiums eingegliedert. Die Exekutor wurde zu Beginn von Admiral Amise Griff kommandiert und nach dessen Tod im Jahr 0 NSY[10] von Bentro übernommen.[15] Um das Jahr 1 NSY wurde der Supersternzerstörer schon von Admiral Kendal Ozzel befehligt. Obwohl viele Offiziere innerhalb der Todesschwadron Ozzel als gleichberechtigt zu Vader ansahen, war in Wirklichkeit die gesamte Flotte eindeutig Vader unterstellt. Ebenfalls kamen Vermutungen auf, dass Ozzel seine Position nur aufgrund seines Stammbaums erlangt hatte. Da der Admiral bei der Ausführung seiner von dem Sith-Lord erhaltenen Order, Rebellen zu vernichten, sehr oft auf eigene Faust handeln musste und die Ergebnisse nicht immer wünschenswert waren, begann seine Stellung bei Vader zu bröckeln. Die Todesschwadron wurde galaxisweit bekannt und zum Instrument des Imperiums, die Rebellen-Allianz niederzuschlagen. Zudem nutzte Vader die Flotte dazu, Luke Skywalker aufzufinden.[10]

Im Dienst[Bearbeiten]

Jagd nach Rebellen[Bearbeiten]

Nach der Zerstörung des Ersten Todessterns in der Schlacht von Yavin verhängte Darth Vader eine Blockade über den Waldmond und plante, das fertige Schiff dazu zu verwenden, die Basis zu verwüsten.[14] Die Imperiale Flotte war zu ausgedünnt, auf der Suche nach weiteren Rebellen, sodass ein Angriff ohne das neue Flaggschiff bislang zu riskant war und man keine erneute Niederlage riskieren wollte. Auf dem Weg von Fondor nach Yavin folgte ein erfolgreicher Angriff auf einen Außenposten der Rebellen auf Laakteen Depot und ein Gefecht bei Skorrupon. Dort wollte eine Rebellenstreitmacht das Großkampfschiff stellen, doch dabei wurden sämtliche Schlachtschiffe der Allianz vernichtet.[13]

Im Feswe-Korridor konnte die Exekutor von Vrad Dodanna und dem Millennium Falken attackiert und beschädigt werden. Dadurch wurde Vader aufgehalten und wies Amise Griff an, den Angriff auf Yavin auszuführen. Als bei der anschließenden Evakuierung von Yavin IV die Rebellenschiffe zu entkommen versuchten, wollte Griff die fliehenden Rebellen stoppen. Die drei Sternenzerstörer, die aus dem Hyperraum kamen, traten zu nahe an der ebenfalls vor Ort liegenden Exekutor aus und zerschellten an ihren Schilden. Die Exekutor verlor sämtliche Schilde, doch wurde ihr Rumpf nicht beschädigt. Dieses Fiasko konnten die Rebellen zu ihrer Flucht nutzen.[13]

Schlacht von Hoth[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schlacht von Hoth
Die Todesschwadron im Anflug auf Hoth.

Anfang des Jahres 3 NSY war die Exekutor im Mittleren Rand aktiv und bereits seit knapp 3 Jahren auf der Suche nach den Rebellen.[14] Nur kurze Zeit darauf fand ein Viper Probot, der in einer Kapsel von der Stalker ausgesandt wurde, die Echo-Basis der Rebellen auf dem Planeten Hoth.[5] Der Droide lieferte über eine HoloNetz-Mitteilung Audio- und Videomaterial von dem Schildgenerator auf Hoth.[10] Als die Mitteilung Piett erreichte, informierte er Admiral Ozzel darüber. Dieser hielt das Fragment für ein Schmugglerversteck, doch als Darth Vader die Aufnahme sah, war er sicher, dass die Allianz dort ihr Versteck hatte. Die Todesschwadron und die Exekutor brachen sofort in das Hoth-System auf. Doch Admiral Ozzel legte den Austrittspunkt aus dem Hyperraum zu nahe an das Hoth-System und somit geriet die Flotte in die Reichweite der Sensoren der Allianz. Die Rebellen waren gewarnt und begannen über ihrer Basis ein schweres Deflektorfeld aufzubauen, welches eine direkte Bombardierung aus dem Weltall unmöglich machte. Vader wusste, dass ihnen dies Zeit verschaffen würde, um ihre Flucht vorzubereiten.[8]

Admiral Ozzel kurz vor seinem Tod

Eine genauere Analyse der Situation bestätigte den ersten Eindruck: Die Rebellen hatten inzwischen ihre Basis zu einer Festung ausgebaut und sich tief in dem Höhlengebiet verschanzt. Daraufhin gab Vader General Veers den Befehl, einen Bodenangriff vorzubereiten. Die Rebellen mussten auf der Oberfläche geschlagen werden – während die Flotte eine Blockade um Hoth errichten würde, um die Rebellenschiffe an der Flucht zu hindern. Ozzel bezahlte seinen Fehler mit dem Leben, als Vader ihn mithilfe der Macht erwürgte. Anschließend beförderte der Sith-Lord Piett zu seinem Nachfolger als Admiral. Die Flotte sollte so ausgeschwärmen, dass nichts den Planeten verlassen könnte.[8]

Auf Seiten der Allianz begannen indessen die Evakuierungsvorbereitungen. Während die imperialen Bodenkräfte in Kämpfe verwickelt wurden, versuchten die Schiffe der Allianz durch die Blockade zu entkommen. Die Rebellen hatten mehrere Fluchtkorridore geplant, welche die Transporter benutzen konnten, ohne von einem Sternenzerstörer angegriffen zu werden. Die v-150 planetare Ionenkanone aus den Kuat-Triebwerkswerften, würde mehrere Schüsse abfeuern, nachdem man das Energiefeld für einen kurzen Moment geöffnet hatte, das Zeitfenster hierfür war jedoch denkbar gering. Die Bodentruppen sollten sich langsam zurückziehen und versuchen, die verbliebenen Transporter zu erreichen.[8]

Verfolgung der Flüchtigen[Bearbeiten]

Unter den Flüchtigen befanden sich auch Han Solo, Chewbacca und Leia Organa an Bord des Millennium Falken, und die Exekutor verfolgte das Schiff in den Hoth-Asteroidengürtel. Vader schickte die gesamte Todesschwadron auf die Suche nach dem Frachter, sodass ausgeschickte TIE-Bomber-Staffeln die großen Asteroiden bombardierten. Nachdem der Falke aus einem zeitweiligen Versteck im Asteroidengürtel startete, sah er sich mit dem Imperium-II-Klasse Sternenzerstörer Rächer auseinandergesetzt, und schaffte es nicht, in den Hyperraum zu entkommen. Han und Chewbacca dockten daher an einem toten Winkel des Schiffs an, während das Imperium von einem mobilen Tarnfeld ausging und die Suche einstellte, wodurch dem Schiff die Flucht gelang.[8] Gleichzeitig setzte Darth Vader an Bord der Exekutor die besten Kopfgeldjäger auf den Millennium Falken an.[10] Die Exekutor näherte sich derweil dem Rebellenschiff Bright Hope und zerstörte den Transporter, auch wenn die Besatzung durch die Hilfe der Kopfgeldjäger Zuckuss und 4-LOM gerettet wurde.[16]

Auf der Suche nach dem Millennium Falken

Kurz bevor die Exekutor im Anschluss daran Richtung Bespin aufbrechen konnte, nachdem Boba Fett den Falken dorthin verfolgt und die Information an Vader verkauft hattee,[8] klinkte sich IG-88 B in das Computersystem des Sternenschlachtschiffs ein. Nachdem er für IG-88 A sämtliche Datensätze kopiert hattee, fand er in einer Datenbank die Pläne des Zweiten Todessterns, welcher die Begierde des Droiden erweckte.[17]

Mit der Exekutor im Bespin-System eingetroffen, stellte Vader den Rebellen mit der Hilfe von Han Solos altem Freund Lando Calrissian, den er dazu erpresste, eine Falle. Nachdem der Plan aufgegangen und der ehemalige Schmuggler in Karbonit eingefroren worden war, wollte Vader die gleiche Prozedur an seinem zur Hilfe seiner Freunde geeilten Sohn Luke Skywalker durchführen, doch entwickelte sich ein Duell zwischen beiden, dem Luke schließlich verwundet entkommen konnte. Als Calrissian die anderen Rebellen befreite, konnten sie mit dem Millennium Falken auch Luke retten. Die Exekutor befand sich jedoch weiterhin im Orbit des Planeten, sodass es schwierig für die Crew wurde, dem Sternenkreuzer zu entkommen. Gerade als Vader die Fliehenden mit der Exekutor einfangen wollte, entkamen diese jedoch in den Hyperraum.[8]

Nach der gewonnenen Schlacht über Hoth sprach Darth Vader über den Holoprojektor an Bord der Exekutor mit seinem Meister Palpatine über die Rebellion. Kurze Zeit vorher war in den Schiffswerften von Fondor ein Protyp eines Sternenschlachtschiffs der Exekutor-Klasse vernichtet worden, der über ein Tarnfeld verfügte, und der Imperator schwor sich, die Rebellen in eine Falle zu locken.[18]

Operationen im Vorfeld von Endor[Bearbeiten]

Angriff auf Vergesso Prime[Bearbeiten]

Um die Mitte des Jahres 3 NSY herum hatte sich Prinz Xizor, der Anführer des Verbrechersyndikats Schwarze Sonne, den Unmut Darth Vaders zugezogen. Vader traute dem Großkriminellen nicht, dem es gelang, Eindruck bei Palpatine zu hinterlassen. Der Imperator spielte Vader und Xizor gegeneinander aus und schürte die Rivalität zwischen beiden. Der Falleen Xizor wollte Luke Skywalker töten, bevor Vader ihn zur Dunklen Seite verführen konnte, um den Dunklen Lord der Sith in Verruf bei seinem Meister zu bringen. Kurze Zeit darauf offenbarte Xizor Palpatine, dass die Rebellen eine große Basis in den Vergesso-Asteroiden errichtet hatten, wo das Tenloss-Syndikat durch Gewürz-Schmuggel so beträchtliche Erfolge erzielte, dass es für die Schwarze Sonne eine ernst zu nehmende Konkurrenz wurde. Vader wurde daraufhin persönlich zu dem Asteroidenfeld geschickt. Unter Führung des Kommandanten Okins wurden ausgewählte Schiffe der Todesschwadron in die Schlacht geführt. Obwohl weniger Schiffe voraussichtlich dasselbe Ergebnis erzielen könnten, befahl der Imperator, dass zu viel Feuerkraft besser sei als zu wenig, wohingegen Vader von einer rasch abzuschließenden Mission ausging. Eine Woche nach dem Treffen sprang die Exekutor[19] zusammen mit der Rächer und den Sternenzerstörern der Victory-II-Klasse Victory 1 und Victory 2 in das Lybeya-System.[3] Entgegen Vaders Vorstellung eines einfachen Sieges befanden sich um die Basis immerhin zwei Nebulon-B-Fregatten, die Cruuz und die Fox, die ein Dutzend T-65 X-Flügler aussetzten, um Zeit für eine Evakuierung zu erkämpfen.[19] Zudem befanden sich die drei CR90-Korvetten des 457-Verbands und der Großkreuzer Fairfax in dem System.[3]

Okins ließ die Exekutor sämtliche TIEs aussetzen, damit sich die Großkampfschiffe auf die Fregatten konzentrieren konnten. Vader startete ebenfalls an Bord seines TIE-X1-Turbosternjägers in die Schlacht. Zwar konnten die Rebellen in der Schlacht genügend Zeit herausholen, um eine halbwegs geordnete Flucht anzutreten, doch war die Flottenstärke des Imperiums deutlich zu stark, sodass der Kampf schnell beendet war.[19] Inmitten des Gefechts trat der Rebellenpilot Ace Azzameen mit der Otana direkt am Heck der Exekutor aus dem Hyperraum, um seine Schwester Aeron von der Basis zu retten. Durch das offene Schlachtfeld fliegend gelang es Ace schließlich, an der Basis anzudocken und sie zu retten. Die Exekutor zerstörte aus großer Distanz die Fairfax und die beiden Fregatten ohne größere Schwierigkeiten, während die übrigen Schiffe nur flankierten. Letztlich passierte Ace den Supersternzerstörer frontal, um den dahinter liegenden Hyperraumsprungpunkt zu erreichen.[3] Insgesamt fielen den imperialen Lasern hunderte Schiffe und über tausend Rebellen zum Opfer. In Wirklichkeit waren der Angriff auf Vergesso und die herausgegebenen Information nur ein Plan Xizors, Vader von Coruscant fernzuhalten, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Obwohl Vader dies vermutete, war er gezwungen, dem Falleen über eine HoloNetz-Mitteilung von Bord der Exekutor für seinen Tipp vor den Augen Palpatines zu danken.[19]

Verfolgung nach Kothlis und Vernichtung Xizors[Bearbeiten]

Als die Exekutor nach Coruscant zurückkehrte, arbeitete Palpatine weiter an seinem Plan, die Rebellen-Allianz zu vernichten. Dabei ließ er sich von Xizor überreden, der Allianz die Pläne des geheimen Zweiten Todessterns zu überlassen.[19] Nachdem diese über Bothawui bei einem Überfall auf das Transportschiff Suprosa von Luke Skywalker, Dash Rendar und Ace Azzameen erbeutet worden waren, führte ihre Flucht nach Kothlis, um die Pläne dort zu entschlüsseln.[3] Um die Rebellen zu überzeugen, dass das Imperium über den Verlust der Daten eregt war, beorderte Palpatine Vader dorthin. Da bekannt war, dass Luke Skywalker bei der Erbeutung der Pläne half, setzte Vader einige Barabel-Kopfgeldjäger auf seinen Sohn an, um diesen nach seiner Gefangennahme übernehmen zu können. Nach einigen Stunden Flugzeit[19] griffen die Exekutor und die Rächer die Golan-II-Kampfstation Sentinel und die Plattform der Rebellen, die Kothlis II, an.[3] Nachdem Vader bemerkt hatte, dass Luke Skywalker den Kopfgeldjägern entkommen war und sie versehentlich Koth Melan töteten, kehrte er zurück auf sein Flaggschiff und hoffte auf eine spätere Gelegenheit, ihn zu fassen.[19]

An Bord der Exekutor spürte Vader den Millennium Falken durch die Macht im Kothlis-Asteroidengürtel, da das Schiff Probleme mit dem Hyperantrieb hatte und sich dort versteckte. Der Sith-Lord kam dem Vorschlag nach, mit Sternenjägern auf die Jagd zu gehen, anstatt das gewaltige Schiff durch die Asteroiden zu steuern, doch noch bevor sie das gestrandete Schifferreichten, verschwand der Frachter in den Hyperraum.[19] Der imperiale Flottenverband bündelte sein Feuer auf die Sentinel und die Kothlis II, und praktisch sämtliche Sternenjägerstaffeln der Sternenzerstörer wurden in den Raumkampf geschickt. Nach kurzer Zeit waren die massiven Stationen sowie einige Raumfrachter der Allianz von den Turbolasern zerstört worden. Die Lambda-Klasse Fähre Fey’lya’s Pride trug indes die Pläne zur CR90-Korvette Razor, die von den von der Exekutor gestarteten ATR-6 Angriffstransportern der Gamma-Klasse Talon 1 und Talon 2 bedrängt wurde. Letztlich wurde der MC80-Sternkreuzer Liberty unter Feuer der Exekutor genommen, doch konnte die Razor rechtzeitig entkommen, sodass auch die Liberty keine Deckung mehr geben musste und schließlich ebenfalls entkam.[3]

Die Pläne gelangten, obwohl die Rächer die Razor verfolgte und mit einem Traktorstrahl einfangen konnte, über eine Fluchtkapsel in den Orbit. Dort konnten sie von der Mercury geborgen werden und erreichten schließlich die Indepedence. Nachdem sich die Rebellen bereits in Sicherheit wägten, sahen sie sich abermals der Exekutor und der Rächer ausgesetzt. Der Supersternzerstörer justierte seine Waffen auf den Dreadnaught-Kreuzer Mercury und zwang ihn somit zur Flucht, doch konnten die Rebellenstreitkräfte die Mission aus ihrer Sicht erfolgreich zu Ende bringen und entkommen.[3]

Nach der Rückkehr nach Coruscant wandte sich Darth Vader Xizor zu. Der Falleen versuchte Luke Skywalker zu töten, nachdem es diesem gelungen war, Leia Organa aus Xizors Palast zu befreien und den Bau zu zerstören. Bei der anschließenden Flucht des Millennium Falken von Coruscant fing die Exekutor eine Übertragung Xizors ab, in der dieser Skywalkers Tod befahl, und Vader stellte dem Unterlord die Möglichkeit der Kapitulation. Als dieser der zweiminütigen Frist nicht nachkam, befahl der Sith dem Kommandanten der Exekutor, Xizors Himmelsdom Falleenfaust unter Beschuss zu nehmen, der den Angrif nicht überlebte.[19] Im Jahr 7 NSY berichtete ein Pilot und Söldner der Black Curs namens Starter von seiner angeblichen Gefangenschaft auf der Exekutor zur Zeit vor der Schlacht von Endor, bei welcher Boba Fett ihn an Darth Vader und Palpatine auslieferte. Seinen Erzählungen zufolge konnte er mit der zu jener Zeit im Hangar des Schiffs untergebrachten Tydirium fliehen, sodass diese an die Rebellen überging, allerdings wurde der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte stark angezweifelt, auch wenn einige Details der Wahrheit entsprachen.[20]

Stationierung über Endor[Bearbeiten]

Vorbereitung der Falle[Bearbeiten]

Im Jahr 4 NSY befand sich die Exekutor im Orbit des Waldmonds Endor mit dem unvollständigen Zweiten Todessterns,[21] ebenso wie die neu gruppierte Todesschwadron.[5] Nachdem Vader und Palpatine im Endor-System eintrafen, bekam Vader den Befehl, auf dem Flaggschiff zu warten, bis die Falle des Imperators für die Rebellen aufging. Die Exekutor und zwei weitere Sternenzerstörer flogen dabei stetige Patrouille über das noch unfertige Projekt.[21]

Einige Zeit später traf eine Lambda-Fähre in dem System ein, deren imperiale Kennung sie als Tydirium und zwar alt, doch dem Anschein nach korrekt war. Auf besonderen Wunsch Vaders ließ Admiral Firmus Piett sie passieren ließ und den planetaren Schild, der die Raumstation schützte, kurze Zeit deaktivieren. Die Crew gab sich als eine Gruppe Techniker aus, die auf dem Planeten ihre Arbeit verrichten sollte, tatsächlich enthielt die Fähre aber eine Einsatzmannschaft der Rebellen-Allianz, die auf dem Waldmond landen und den dortigen SLD-26-Schildgenerator vernichten wollte. Vader konnte dabei Luke Skywalker durch die Macht erspüren. Um die Falle Palpatines komplett vorzubereiten, ehe die Rebellenflotte eintraf, steuerte die Exekutor[21] wie der Rest der Flotte die Rückseite des Mondes an.[6]

Schlacht von Endor[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schlacht von Endor

Nachdem das Galaktische Imperium die Information erreicht hatte, dass die bei Sullust gesammelte Rebellenflotte den Sprung Richtung Endor wagte, war die Falle bereits vorbereitet. Als die Flotte der Rebellen-Allianz unter Führung Admiral Ackbars an Bord des MC80 Sternkreuzers Heimat Eins das System erreichte, fand man einzig und alleine den unbewachten Zweiten Todesstern vor. Nur kurze Zeit nachdem Lando Calrissian bemerkte, dass das Imperium die Sensoren blockierte und den Schluss zog, dass sie anscheinend von ihrem Angriff wussten, trat die Exekutor, die restliche Todesschwadron und weitere Sternenzerstörer auf den Plan und schnitten den Fluchtweg der Rebellen ab.[21] Derweil sahen sich die Sternenjäger der Allianz den Jagdmaschinen des Todessterns und der Exekutor ausgesetzt, doch gelang ihnen der Abschuss einer großen Zahl ihrer Gegner.[3]

Obwohl die Schlacht von Endor begonnen hatte, hielten sich alle Sternenzerstörer und die Exekutor zurück. Der diensthabende Admiral Firmus Piett hatte vom Imperator den Befehl erhalten, die Rebellenschiffe an ihrem Rückzug zu hindern, da dieser den Abschuss des einsatzbereiten Superlasers vorbereitete. Die Rebellen sahen sich außerstande, gegen diese Feuerkraft anzukämpfen, doch entschlossen sie sich, die Sternenzerstörer in Nahkämpfe zu entwickeln. Die Führungskräfte der Rebellen gingen davon aus, dass die Bodentruppen, die auf dem Waldmond ebenfalls in eine Falle gelockt worden waren, den Schild zerstören und den Todesstern damit in der Folge angreifbar machen würden.[21] Mit der Verwicklung der Sternenzerstörer in Nahkämpfe wollte möglicherweise einige Schiffe zerstören, doch diente dies auch dazu, den Todesstern von weiteren Schüssen abzuhalten, möglicherweise einer der Sternenzerstörer getroffen würde.[22]

Die Crew an Bord des Millennium Falken konnte einige TIE-Abfangjäger unterhalb des Hangarbereichs des Supersternzerstörers vernichten und in den Hangarbereich eindringen, ohne dass die Laserkanonen der imperialen Schiffe sie daran hindern konnten. Lando Calrissian konnte so einige Techniker und einen Reparaturkran vernichten, ohne dass er ins Ziel genommen werden konnte. Der leitende Offizier Piett hielt den Angriff der Rebellen dennoch für nicht bedrohlich, vor allem nachdem auch ihm demonstriert wurde, dass die Kampfstation einsatzbereit war.[22]

Nachdem jedoch der Stoßtrupp am Boden den Schild trotz der dortigen imperialen Falle zerstörte, flog die Renegaten-Staffel Richtung Hauptreaktor des Todessterns. Letztlich konzentrierte die Rebellion auf Befehl Ackbars hin das Feuer auf die Exekutor, um möglicherweise die Moral des Imperiums zu schwächen, sofern es ihnen gelang, das Flaggschiff zu vernichten. Nachdem der Deflektorschild der Exekutor ausfiel, als einige Erschütterungsraketen beide Kuppeln des Schiffs vernichteten, wurde die Brücke weiterhin bombardiert.[3]

Die Exekutor stürzt über Endor in den Zweiten Todesstern.

Piett war darüber beunruhigt, dass die Schilde ausgefallen waren und forderte die Besatzung auf, die Frontschilde sofort hochzufahren, doch war es dafür zu spät. Der A-Flügel-Sternenjäger-Pilot Arvel Crynyd stürzte mit seinem Flieger direkt durch die Brücke hindurch ab, womit er selbstmörderisch sämtliche Navigationssysteme lahmlegte. Es begann sich eine Kettenreaktion durch das Schiff hindurch auszubreiten, sodass das Schiff schließlich auf den Todesstern zuflog.[6] Dabei vernichtete die Exekutor weitere zehn Sternenjäger, zwei Kreuzer und ein Munitionsschiff. Der Aufprall der Wracks erschütterte die Kampfstation und löste weitere Explosionen aus.[21]

Die Zerstörung des Supersternzerstörers markierte in der Tat einen Wendepunkt innerhalb der Schlacht.[22] Schließlich wurde der Todesstern zerstört und sowohl Darth Vader als auch Palpatine starben. Für die Rebellen war es eine entscheidender Sieg und für das Imperium der Anfang des Untergangs.[21] Nach der Schlacht erkannten jedoch die meisten Rebellen, dass das Schiff mehr durch Glück als durch Können zerstört worden war und man es nicht als Vergleich für die übrigen Schiffe dieser Klasse heranziehen konnte.[23]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Obwohl der Name Supersternzerstörer im Film gesprochen wird, ist die aktuelle Schiffsklasse ein Sternenschlachtschiff.[1]
  • In dem Buch A Guide to the Star Wars Universe wurde die Exekutor zunächst auf eine Länge von 8 km geschätzt. Erst später ergab sich die tatsächliche Länge von 19.000 Metern.[1]
  • Das Modell der Exekutor, das für den Film benutzt wurde, hatte eine Länge von 282 cm.[1]
  • Die Spielzeugfirma Kenner, die ein Spielzeug zur Exekutor herstellte, war nicht mit dem Namen einverstanden und wollte ihn nicht auf die Verpackung drucken lassen. Es wurde eine Kommission einberufen die eine Liste mit 153 potenziellen Namen für die Exekutor zusammenstellte (einige der Namen waren Starbase Malevolent, Black Coven, Haphaestus VII und Cosmocurse). Der endgültige Name des Spielzeugs, der nicht auf der Liste war, war schlicht Darth Vader’s Star Destroyer, was ins Deutsche übersetzt Darth Vaders Sternenzerstörer bedeutet.[1]
  • Der englische Name der Executor kommt wahrscheinlich vom lateinischen „exsecutor“, was soviel wie „Vollstrecker“ oder „Ausführender“ bedeutet. Die eingedeutschte Variante lautet „Exekutor“, ist in Deutschland jedoch veraltet. In Österreich wird es aber noch immer verwendet und steht dort für einen „Gerichtsvollzieher“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]