Schlacht von Sluis Van

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Schlacht Sluis Van 01.JPG
Schlacht von Sluis Van
Zeitliche Übersicht
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Beschreibung
Konflikt:
Datum:

9 NSY (44:5:17)

Ort:

Sluis Van

Ergebnis:
  • Rückzug der imperialen Flotte
  • Zerstörung vieler Schiffe der Neuen Republik
Kontrahenten

Galaktisches Imperium

Kommandeure
Truppenverbände
Verluste
  • Minenmaulwurf
  • 43 Kriegsschiffe
  • zahlreiche beschädigt
  • große Teile der Werften

Die Schlacht von Sluis Van war eine Auseinandersetzung zwischen Streitkräften der Neuen Republik und der unter Großadmiral Thrawn vereinten imperialen Fraktionen. Sie stellte einen Versuchs Thrawns dar, Kriegsschiffe der Republik zu übernehmen, um sie in die eigene Flotte eingliedern zu können.

Sinn der Operation[Bearbeiten]

Nach der Übernahme des Mount Tantiss durch Großadmiral Thrawn und dem Auffinden der dort gelagerten Spaarti-Cloning-Zylinder standen dem Imperium beliebig viele Truppen zur Verfügung, jedoch mangelte es an Schiffen für diese. Thrawn ersann einen äußerst komplexen Plan, der vorsah, eine möglichst große, aber wehrlose Flotte der Neuen Republik an einem Ort zu sammeln und zu übernehmen. Als Ort für diese Operation wählte er den Orbit um Sluis Van, welches wegen seiner Lage an der Rimma-Handelsroute und der großen Werften eine wichtige Stelle im Bereich des interstellaren Verkehrs einnahm.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Schlachten im Sluis-Sektor[Bearbeiten]

Um ein geeignetes Ziel, jene Flotte der Neuen Republik, zu schaffen, ließ Großadmiral Thrawn mehrere Planeten im Sluis-Sektor gleichzeitig angreifen. Er benutzte hierzu Sternenzerstörer, die für Blitzangriffe eigentlich eher ungeeignet waren, allen voran sein Flaggschiff Schimäre, die den Angriff auf Bpfassh leitete. Bei diesen Angriffen konnten die Mannschaften der Schiffe Thrawns ein weiteres Mal äußerst kurze Hyperraumsprünge üben, was bei dem bevorstehenden Angriff auf Sluis Van nützlich sein würde.

Eigentlich dienten diese Angriffe jedoch anderen Zwecken. Einerseits sollten Joruus C'baoths Fähigkeiten und seine Loyalität getestet werden, indem er die zeitgleich stattfindenden Angriffe koordinierte, andererseits wurden einige Einrichtungen, nicht zu sprechen von den orbitalen Verteidigungseinrichtungen, Bpfasshs und der anderen Planeten zerstört. Thrawn spekulierte darauf, dass die Neue Republik Transportschiffe in den Sluis-Sektor entsenden würde, die er später erbeuten könnte. Außerdem hatten die Angriffe den Nebeneffekt, dass die Neue Republik sich gezwungen sah, Kriegsschiffe von Sluis Van abzuziehen, um die angegriffenen Planeten zu schützen.

Raub der Minenmaulwürfe[Bearbeiten]

Um die Schiffe, die sich nun bald auf den Weg in den Sluis-Sektor machen sollten, übernehmen zu können, ersann Thrawn einen Trick, für dessen Durchführung er jedoch einige mit einem Plasmabrenner ausgestatteten Minenmaulwürfe benötigte. Wie der Geheimdienst herausfand, war eine große Menge dieser Bergbaumaschinen im Besitz Lando Calrissians, eines Sympathisanten der Neuen Republik und ehemaligen Generals der Rebellen-Allianz.

Ein gezielter Angriff mit der Vollstrecker auf das kaum wehrhafte Nomad City, eine bewegliche Bergbaustadt, die als Basis für die Minenmaulwürfe genutzt wurde, brachte dem Imperium 51 Modelle dieser Maschinen ein. Während dieses Angriffs ließ das Imperium die Kommunikation auf Nkllon stören, um die, meist über Funk ferngesteuerten, Minenmaulwürfe bewegungsunfähig zu machen.

Das Tarnfeld[Bearbeiten]

Der Tarnfeldtest

Neben den Spaarti-Zylindern fanden die Imperialen im Mount Tantiss Baupläne für ein Tarnfeld für Schiffe. Die Baukosten waren zwar verhältnismäßig hoch, doch Thrawn schätzte den Nutzen als sehr hoch ein, sodass er einen A-Klasse Frachter namens Nartissteu mit einem Tarnfeld ausrüsten ließ. Zuerst machte es Schwierigkeiten, jenes zu stabilisieren, doch nach einiger Zeit war der Frachter für einen Test bereit. Wie Thrawn es vorhergesehen hatte, verschwand der Frachter bei Aktivierung der Tarnung nicht, doch machte es ihn für Sensoren zu einem unsichtbaren Objekt.

Der Hangar des Frachters wurde mit den erbeuteten Minenmaulwürfen und rund 40 TIE-Jägern bestückt und zu einem Rendezvouspunkt befohlen, von wo der Angriff auf Sluis Van beginnen sollte.

Perfekte Planung[Bearbeiten]

Die Flotte am Rendezvouspunkt

Der Plan des Großadmirals war aufgegangen. Die Neue Republik hatte sogar, in Ermangelung an Frachtschiffen, verschiedene Kriegsschiffe zu Frachtern umrüsten lassen und ließ diese mit einer äußerst geringen Besatzung Material in den Sluis-Sektor fliegen, um die zerstörten Planeteneinrichtungen wieder aufbauen zu können. Wie vorhergesehen, war die Flotte bei Sluis Van zum Stehen gekommen, da die Sluis-Raumkontrolle ihr Einverständnis zum Weiterflug geben musste. Die Flotte war verwundbar.

Aufgrund seiner Studien der Sluissi und deren Kunst, war Thrawn in der Lage, einen genauen Zeitplan für die Operation zu erstellen. Diesen einhaltend schickte er die mit dem Tarnfeld ausgestatteten Nartissteu nach Sluis Van. Davon ausgehend, dass seine Berechnungen zur Dauer des Sprungs und der von den Frachterpiloten nötige Zeit, ein geeignetes Ziel zu finden, ließ er seine Flotte genau sechs Stunden und zwanzig Minuten später folgen.

Trotz der Einwände Pellaeons nutzte Thrawn nicht die Möglichkeit, die Schlacht mit C’baoths Hilfe zu koordinieren, da er glaubte, dass dies den Dunklen Jedi in seinem Glauben bestärken würde, für das Imperium unverzichtbar zu sein.

Schlachtverlauf[Bearbeiten]

Transporter ohne Eskorte[Bearbeiten]

Die Nartissteu trifft ein

Die Flotte der Neuen Republik, die in den Sluis-Sektor entsandt worden war, bestand aus 112 Kriegsschiffen, wovon 65 als Frachter benutzt wurden, die übrigen galten als Eskorte. An Bord der Larkhess, einer Fregatte, die von Kapitän Afyon kommandiert wurde, war die Renegaten-Staffel des Kommandanten Wedge Antilles untergebracht.

Jenem fiel durch Zufall die Nartissteu auf, da sie, im Gegensatz zu den anderen Schiffen der Republik ohne Begleitschutz flog. Afyon schaffte es mit einem Trick, sich in den Bordcomputer des Frachters zu schleichen. Diesem entnahm er, dass der Frachter angeblich von Piraten angegriffen worden war, und daher seine Ladung zurücklassen musste. Dies stimmte mit den, vom Tarnfeld getäuschten, Sensorberichten überein. Die Nartissteu schien keine Fracht an Bord zu haben. Trotz allem ließ der Führer der Renegaten-Staffel diese bereitmachen und flog mit ihr aus der Larkhess, um die Nartissteu genauer überprüfen zu können, die langsam auf zwei Mon-Calamari-Sternkreuzer zuhielt.

Kampfeintritt des Millennium Falken[Bearbeiten]

Nach der Schlacht von Myrkr entschied sich Han Solo, nicht direkt nach Coruscant zu fliegen, wie eigentlich geplant, sondern einen Umweg über Sluis Van zu nehmen, um den verwundeten Lando Calrissian versorgen zu lassen und dem Jedi Luke Skywalker nach der unfreiwilligen Reise durch die Wälder von Myrkr eine Pause zu bieten.

Aus diesem Grund befanden die drei sich mit den Droiden R2-D2 und C-3PO im Millennium Falken, im Schlepptau der X-Flügler des Jedi, im Orbit um den Planeten, als die Nartissteu explodierte und aus ihrem Hangar die dort stationierten TIE-Jäger und Minenmaulwürfe schwärmten. Letztere, bemannt mit Sturmtrupplern und insgesamt acht Raumtrupplern, steuerten auf verschiedene Kriegsschiffe der Republik zu, um sich durch die Hüllen zu fräsen und die Besatzungen außer Gefecht zu setzen. Danach sollten die eroberten Schiffe aus dem System fliehen, zu der Imperialen Flotte stoßen und von Klonen bemannt werden.

Zur gleichen Zeit beendete die Flotte Thrawns ihren kurzen Hyperraumsprung im Sluis-System und griff in das Kampfgeschehen ein, attackierte aber nur orbitale Verteidigungseinrichtungen und direkt die Sternenzerstörer angreifende Schiffe. Dabei wurden weitere TIE-Jäger abgesetzt, die jene, die bereits mit dem Frachter in das System gekommen waren, unterstützten. Durch einen Zufall griff die Schimäre zu Beginn des Kampfes den Millennium Falken an, was den Großadmiral ins Staunen brachte, vermutete er doch, dass dieser sich noch auf Myrkr oder schon auf dem Weg nach Coruscant befand. Was ihn jedoch noch mehr bestürzte, war die damit verbundene Anwesenheit Luke Skywalkers.

"Rettung" der Schiffe[Bearbeiten]

Ein Raumtruppler verteidigt die Minenmaulwürfe.

Die Crew des Millennium Falken erriet, was das Imperium vorhatte, als sie die Minenmaulwürfe an den Wänden der Schiffe der Neuen Republik erkannte, und versuchte zusammen mit der Renegaten-Staffel, mit der sie im Funkkontakt stand, die sich noch im Flug befindlichen Maschinen zu zerstören. Auf einen Gegenangriff vorbereitet, hatte das Imperium sie jedoch von TIE-Jägern schützen lassen und zusätzlich an Bord mancher einen Raumtruppler postiert, der das Fahrzeug verlassen und den Angreifer seinerseits attackieren konnte. Die hierzu verwendeten Miniaturprotonentorpedos stellten sich als verheerend heraus. Der Flotte der Neuen Republik gelang es nicht, mehr als ein paar Minenmaulwürfe zu zerstören.

Die Minenmaulwürfe im Einsatz

Während der Schlacht bemerkte Han Solo im Unterbewusstsein, dass das Imperium anders als in der Schlacht von Nkllon die Kommunikation nicht störten. Als er jedoch in einem anderen Zusammenhang das Wort „ferngesteuert“ sagte, fiel ihm ein, aus welchem Grund, die Imperialen dies auf Nkllon getan hatten. Er registrierte, dass sie damit nicht den Ruf nach Verstärkung unterdrücken wollten, sondern die Aktion die Verbindung zwischen den Minenmaulwürfen und Nomad City trennen sollte. Von Luke ins Cockpit gebracht, bestätigte Lando diesen Verdacht. Er kannte sämtliche Codes, auf die die Minenmaulwürfe programmiert waren, etwas zu tun, weshalb er von Han den Auftrag erhielt, die Bergwerksmaschinen in Betrieb zu setzen.

Die Plasmabrenner der Minenmaulwürfe brannten große Löcher in die geenterten Schiffe, wodurch die Atmosphäre aus ihnen entwich. Die Schiffe waren teilweise dem Griff des Imperiums entzogen, aber schwer beschädigt worden.

Rückzug des Imperiums[Bearbeiten]

Durch den Umstand, dass Luke Skywalker, Han Solo und vor allem Lando Calrissian in das Kampfgeschehen eingegriffen hatten und es zugunsten der Neuen Republik drehen konnten, blieb dem Imperium keine Möglichkeit außer der Flucht oder einem Großangriff. Da das Imperium in Folge des Letzteren noch weniger Schiffe zur Verfügung gehabt hätte, entschied sich Großadmiral Thrawn für den Rückzug.

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Nach der Schlacht blieben neben den angeschlagenen Republik-Schiffen auch die acht Raumtruppler zurück, die mit ihren Torpedowerfern gegen die Werften vorgingen und dabei auch nach der Schlacht einiges zerstören konnten. Während sechs von ihnen aufgespürt werden konnten, begingen die anderen beiden Selbstmord, wobei es einer schaffte, dabei eine Korvette zu zerstören.

Kapitän Afyon erkannte zu Han Solos Unmut, dass die Beschädigung der Schiffe der Republik aus der Sicht einiger Politiker wie etwa Borsk Fey'lya wohl nicht die beste Weise gewesen wäre, sie zu schützen. Er sah eine nahende politische Katastrophe voraus, sprach sich aber für die Richtigkeit der Aktion aus.

Großadmiral Thrawn indes hatte bereits weitere Aktionen geplant, wozu einerseits die Diffamierung und die Festnahme Admiral Ackbars durch die Neue Republik dank einiger Geldüberweisungen und andererseits ein Racheakt gegen den Schmuggler Talon Karrde gehörte. Weiterhin begann er Schiffe zu kaufen und mit Hilfe des Schiffsdiebs Niles Ferrier zu stehlen.

Quellen[Bearbeiten]

  • In der deutschen Ausgabe von Erben des Imperiums ist bei der Beschreibung der Flotte Thrawns, welche er für den Angriff auf Sluis Van aufgestellt hatte, eine Anzahl von 21 Carrack-Kreuzern angegeben. Dies steht jedoch im Widerspruch zum Thrawn Trilogy Sourcebook und auch der englischen Version, wo jeweils von 22 Kreuzern gesprochen wird. Im zugehörigen Comic wird erwähnt, dass Luke fünf Sternenzerstörer und 20 kleinere Schiffe sieht.
  • Es gibt einige Unterschiede in der Beschreibung der Schlacht zwischen dem Roman und dem Comic. Während es im Buch etwa Han ist, der in den stumpfkegeligen Objekten Minenmaulwürfe erkennt, ist es im Comic Wedge Antilles. Ein weiteres Beispiel bildet die Schlussszene, die im Buch auf der Larkhess spielt, im Comic aber in einem Dock.