Void-7 Seismische Bombe

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Eine Seismische Bombe der Sklave I wird zur Abwurf vorbereitet.

Seismische Bomben waren Sprengkörper, die dazu genutzt werden konnten, Verfolgern zu entkommen. Nach ihrer Detonation breitete sich ihre bläuliche Druckwelle als schnell expandierende Scheibe aus und durchschlug alle Objekte auf ihrem Weg. Kurz vor dem Beginn der Klonkriege setzte der Kopfgeldjäger Jango Fett zwei dieser Sprengköpfe in einem Asteroidenfeld über dem Planeten Geonosis gegen den Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi ein. Es gelang dem Jedi jedoch, beiden Seismischen Bomben auszuweichen, indem er seinen Delta-7 Aethersprite-Klasse Sternenjäger unter die Druckwelle steuerte und sich so den Folgen der Detonation entzog.

Quellen[Bearbeiten]

Seismische Bombe.jpg
Void-7 Seismische Bombe
Allgemeines
Hersteller:

Krupx Munitions[1]

Waffenart:
Technische Informationen
Reichweite:
  • Maximal: 500 Meter[1]
  • Optimal: 300 Meter[1]
Treibladung:

Gemisch aus Baradium und Collapsium[1]

Nutzung
Rolle:

Mine zum Abschütteln von Verfolgern[1]

Die Void-7 Seismische Bombe, auch Schallbombe oder Void-7 Seismische Mine genannt, war eine Schallwaffe, die zur Zeit der Klonkriege von dem Unternehmen Krupx Munitions hergestellt wurde und als die komplexeste Seismische Bombe galt, die je gebaut wurde. Ihre dreistufige Explosion erzeugte ein miniaturisiertes schwarzes Loch und rief so eine stark expandierende Druckwelle mit einem charakteristischen Klang hervor, die jedes Objekt und sogar Deflektorschilde in einem weiten Umkreis durchschlagen konnte. Daher galt sie als eine der mächtigsten Waffen ihrer Zeit. Der mandalorianische Kopfgeldjäger Jango Fett stattete sein Raumschiff, die Sklave I, mit einem Magazin dieser Explosivkörper aus, um sich möglichen Verfolgern schnell entledigen zu können. Zwei dieser Bomben setzte er in einem Asteroidenfeld über dem Planeten Geonosis ein, um den Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi abzuschrecken. Die Void-7 Seismische Bombe wurde oftmals oftmals von Schmugglern und Verbrecherlords verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Void-7 Seismische Bombe war aufgrund ihrer geringen Größe selbst mit leistungsstarken Sensoren kaum zu entdecken.[2] Um ihre kugelförmige Sprengstoffkammer herum waren die Zündmechanismen aufgebaut. Das Gerät bestand zum größten Teil aus einem bläulich schimmernden Metall. Ein großes, rundes Gefäß bildete die zentrale Sprengstoffkammer, die mit einem Gemisch aus höchst instabilem verflüssigten Baradium und gasförmigem Collapsium, einem flüchtigen und reaktionsfreudigen Stoff, gefüllt war. Der Kern war mit seitlichen Einfüllstutzen versehen, um es dem Besitzer zu ermöglichen, die Sprengladung auszutauschen und so durch ein Abschwächen der Wirkung der Bombe Kollateralschäden durch die charakteristische Schockwelle zu vermeiden. Die Sprengstoffkammer wurde auf beiden Seiten von je einer elektromagnetisch aufladbaren Scheibe eingerahmt, die die Bombe scharfmachen sollte.[1] Sobald die Schallwaffe – indiziert durch ein gelbes Leuchten einiger äußerer Paneele der Bombe[3] – aktiviert wurde, luden sich die Scheiben auf und regten die instabilen Stoffe in der Sprengstoffkammer an. Bei der Kollision mit dem Ziel ließ der Energieüberschuss den Kern überladen und leitete so die Detonation ein.[1] Void-7 Seismische Bomben ließen sich auf drei verschiedene Sprengprogramme einstellen: Ein Zeitgeber ermöglichte es, die Dauer bis zur Explosion genau festzulegen, damit die Waffe mit der Fernsteuerungsfunktion gelenkt werden konnte. Durch die Annäherungszündung detonierte der Sprengkörper, wenn er sich einem anderen Gegenstand näherte.[2] Um die elektromagnetischen Scheiben herum lagen Annäherungssensoren, die eine Kollision der Bombe mit einem Objekt aufzeichnen und so die Aktivierung herbeiführen konnten. Auf der Außenseite saßen Magnetklammern, die bis zu ihrer Deaktivierung an dem Minenleger hafteten.[1]

Eine Void-7 Seismische Bombe erzeugte eine charakteristische Druckwelle.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Offensivwaffen wurde die Void-7 Seismische Bombe als taktische Waffe entwickelt. Sie war zum Einsatz als Mine gegen Verfolger geeignet, um ihm unerwartet schnell großen Schaden zuzufügen.[1] Aufgrund ihrer dreistufigen Detonation[2] galt sie als die komplexeste Waffe ihrer Art.[4] Nachdem die elektromagnetischen Scheiben dem Baradium-Collapsium-Gemisch die zur Detonation nötige Aktivierungsenergie zugeführt hatten, entstand zunächst ein heller Blitz aus dem Epizentrum der Explosion. Die Detonation verursachte eine starke Druckwelle, die energiereich genug war,[2] um in einer Art von Implosion[4] ein miniaturisiertes schwarzes Loch zu erzeugen.[2] Diese Singularität zog intensiv jegliche Materie in der näheren Umgebung der Detonation, darunter auch Zielobjekte, an,[4] annihilierte sie in einem gleißenden Leuchten vollständig und wandelte sie in reine Energie um. Nach kurzer Zeit fiel diese Singularität wieder in sich zusammen. Daraufhin bildete sich für eine Millisekunde eine strahlend blaue kugelförmige Wolke aus reiner Energie, aus deren Polen direkt nach ihrer Entstehung Säulen aus geladenen Partikeln hinausschossen. Die Partikel strebten in Form von kochend heißem Plasma mit Gewalt aus der Wolke und verursachten beim Kontakt mit dem Vakuum des Weltalls sofort Entladungen, die sich auf das Epizentrum der Detonation zubewegten. Die Überladung der Energiewolke löste einen plötzlichen Kollaps des Gebildes aus, der dazu führte, dass die Kugel abflachte und die ohnehin konzentrierte Energie im Inneren immer mehr komprimierte. Die Energie verdichtete sich so zu einer Scheibe, bevor das Feld vollends kollabierte und die Ladung ungehindert ausströmen konnte. Daraus resultierte eine sich immer weiter ausdehnende Scheibe aus Energie und Druck,[2] die als schnell expandierende Schockwelle[1] jedes Hindernis zerschlagen konnte.[2] Die Schockwelle durchschlug die meisten Deflektorschilde, führte zu Hüllenbrüchen bei Raumschiffen[4] oder Raumstationen und konnte ganze Asteroiden zerteilen. Die optimale Reichweite des durch die Seismische Bombe verursachten kinetischen Schadens betrug 300 Meter, die Maximalreichweite 500 Meter.[1] Der Schockwelle folgte ein einzigartiger Klang,[5] dem die Waffe ihren Beinamen „Schallbombe“ verdankte.[6] Die durch die Detonation umgesetzte Energie konnte bis zu 5×1019 Joule pro Detonation betragen.[3] Selbst wenn ein feindliches Schiff der Schockwelle entging, bestand deshalb die Gefahr, dass es von Trümmerteilen getroffen wurde.[2]

In Raumschiffen wurden die Void-7 Seismische Bombe von Minenlegervorrichtungen abgeworfen. Zur Verzögerung oder Verhinderung einer zu nahen Zündung konnte der Pilot eine spezielle Vorrichtung an Bord nutzen.[2] Nach dem Abwurf in den Weltraum geriet die Waffe schnell ins Trudeln und in eine unberechenbare Flugbahn.[1] Ein Schwachpunkt war die Verzögerung zwischen dem Abwurf und der Detonation, durch die schnelle Feindschiffe vor der Explosion fliehen konnten.[2] Da die Schockwelle nur nahezu zweidimensional wirkte, mussten Sternenjägerpiloten ihre Schiffe lediglich über oder unter den Vektor der Welle navigieren, um den Auswirkungen der Detonation zu entgehen.[7]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Seismische Bombe der Sklave I wird im Minenleger zur Abwurf vorbereitet.

Seismische Bomben entstanden aus mit Explosivstoffen gefüllten Kanistern, die von Handelsschiffen mitgeführt und bei Piratenangriffen massenhaft abgeworfen wurden. Mit der Zeit begannen einige Piratengruppen damit, solche Waffen selbst zu nutzen, um lokale Sicherheitskräfte abzuwehren oder zu verlangsamen. Ebenso gebrauchten Attentäter, Schmuggler, Gewürzdealer und andere Kriminelle, die sich ihre Anschaffung leisten konnten, Seismische Bomben zur Absicherung ihrer Aktivitäten gegenüber Behörden. Aufgrund der hohen Nachfrage nach stärkeren Waffen dieser Art förderten zahlreiche Unternehmen die Entwicklung effektiverer Explosivstoffe. Konzerne wie die Baktoid Rüstungswerke oder Taim & Bak stellten ganze Produktserien von Seismischen Bomben her.[1] In der Endphase der Galaktischen Republik entwickelte das Unternehmen Krupx Munitions die Void-7 Seismische Bombe, die aufgrund ihrer ausgefeilten Wirkweise[4] als Höhepunkt der Entwicklung solcher Waffen angesehen wurde.[1]

Da er es bevorzugte, seine Gegner mit unerwarteten Aktionen zu überraschen,[2] lief der mandalorianische Kopfgeldjäger Jango Fett einen Minenleger aus einem ausgemusterten Kriegsschiff in sein persönliches Schiff, die Sklave I, einbauen.[3] Dazu führte er ein kleines Kontingent[1] von 16 Void-7-Minen an Bord mit.[2] Im Jahr 23 VSY konkurrierte Fett mit auf Jagd nach dem Hutt Groodo mit dem Trandoshaner Cradossk. Als ihn der andere Kopfgeldjäger bis nach Esseles, Groodos Wohnsitz, verfolgte, ließ Fett die Sklave I einige Seismische Bomben ausstoßen und zwang Cradossk so zu einem Ausweichmanöver, das den Trandoshaner verlangsamte und einige Zeit hinter seinen Gegner zurückwarf.[8] Ein Jahr darauf wurde Fett von dem Jedi Obi-Wan Kenobi verfolgt, der bei einem Zusammentreffen auf dem Planeten Kamino einen Peilsender an dem Rumpf des Firespray-31-Klasse Patrouillenboots platziert hatte und ihm so nach Geonosis gefolgt war. Fett versuchte, den Jedi abzuschrecken, indem er eine Void-7 Seismische Bombe abwarf,[9] die auf Annäherungszündung eingestellt war und bei einem Kontakt mit einem der Asteroiden in dem Asteroidengürtel über Geonosis auslöste.[2] Fett hielt es für unwahrscheinlich, dass der Jedi dem trudelnden Sprengkopf ausweichen konnte. Selbst dann erwartete der Kopfgeldjäger nicht, dass Kenobi der Druckwelle entgehen konnte. Allerdings wich der Jedi-Ritter dem Wirkungsradius durch die Seismische Bombe aus, indem er in der zweiten Phase auf das Epizentrum der Explosion zuflog und es vor dem Einsetzen der dritten Phase hinter sich brachte.[2] Auf diese Weise konnte er seinen Sternenjäger unter die Druckwelle navigieren und entging den Auswirkungen der dritten Detonationsphase. Es gelang ihm auch, der Druckwelle einer zweiten von Fett abgeworfenen Bombe zu entgehen.[9] Während der Klonkriege hatte der YT-2400-Frachter Star Runner unter dem Kommando der Padawane der Jedi-Meisterin Mavra Zane einige Void-7 Seismische Bomben an Bord, die nach Angaben des Protokolldroiden TC-38 dazu gedacht waren, ganze Flotten mit einem Schlag auszuschalten.[10]

Im Jahr 0 VSY griff Jango Fetts Sohn Boba in der Sklave I auf seismische Bomben zurück, um mehrere Rihkxyrk-Angriffsjäger einer Piratengruppe über dem Planeten Ilum abzuschütteln.[11] Der Verbrecherlord Nirama hortete während der Klonkriege zahlreiche Waffen in einem ausgehöhlten Asteroiden im Cularin-System, darunter auch Void-7 Seismische Bomben und MG7-A-Protonentorpedos. Das Waffenlager wurde zwei Monate nach der Schlacht von Yavin von den Schmugglern Han Solo, Chewbacca und Perla wiederentdeckt und der Rebellen-Allianz zugänglich gemacht, um zu gewährleisten, dass die Widerstandsgruppe nach dem Verlust ihrer Basis auf Yavin 4 für den Kampf gegen das Galaktische Imperium ausreichend bestückt war.[12] Während der Schlacht von Geonosis im Jahr 3 NSY setzte der Kommandant Wedge Antilles in der Raumschlacht zwischen der Rebellen-Allianz und dem Galaktischen Imperium Void-7 Seismische Bomben ein, die er im Magazin seines zuvor auf Geonosis gefundenen Delta-7 Aethersprite-Klasse Sternenjägers aus den Klonkriegen entdeckt hatte.[13]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]