Dodd Rancit

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Dodd Rancit
Beschreibung
Spezies:

Mensch

Geschlecht:

männlich

Haarfarbe:

Schwarz

Biografische Informationen
Todesdatum:

14 Jahre vor der Schlacht von Yavin

Beruf/Tätigkeit:

Geheimdienst- und Flottenoffizier

Organisation:

Flottengeheimdienst

Dienstgrad:

Vizeadmiral

Zugehörigkeit:

Dodd Rancit war ein Offizier des Republikanischen Geheimdienstes während der Klonkriege. Unter dem Galaktischen Imperium war der Vizeadmiral zunächst der Befehlshaber der strategisch bedeutsamen Sentinel-Basis, bis ihn Imperator Palpatine zum Leiter des neu gegründeten Flottengeheimdienstes bestimmte. Aus Protest gegen das Vorgehen des Imperiums während der Abscheulichkeiten von Antar und aus Enttäuschung über die ihm vorenthaltenen Aufstiegschancen verbündete sich Rancit mit Berch Teller und seiner Dissidentenzelle. Während er der Gruppierung dabei half, Wilhuff Tarkins Schiff, die Aasdorn, zu kapern und damit imperiale Welten anzugreifen, etablierte sich Rancit im Verlauf der Kampagne durch seine strategischen Vorhersagen innerhalb der imperialen Führungsriege. Als ihm die Gewalt über eine Flotte übertragen wurde, mit der er seine Verbündeten hintergehen, ihr Schiff zerstören und auf diese Weise alle Beweise für seinen Verrat vernichten wollte, konnte Tarkin seine Zusammenarbeit mit den Dissidenten aufdecken. Daraufhin wurde Rancit von Darth Vader gezwungen, sich in eine Rettungskapsel seines Sternenzerstörers zu begeben und den Feuerbefehl auf sich zu erteilen.

Biografie[Bearbeiten]

Rückschlag in der Karriere[Bearbeiten]

Rancit wurde im Äußeren Rand geboren und erlangte einen Abschluss an der renommierten Flottenakademie auf Prefsbelt IV. Etwa 30 Jahre vor der Schlacht von Yavin lernte er Wilhuff Tarkin kennen, den er bald mit seinem Vornamen anredete. Während der Klonkriege war er als Sachbearbeiter und Verbindungsbeamter des Republikanischen Geheimdienstes aktiv. Seine Aufgabe bestand darin, Agenten auf Welten unter der Kontrolle der Konföderation unabhängiger Systeme zu entsenden, um prorepublikanische Widerstandsbewegungen zu formieren. Als Wilhuff Tarkin den Auftrag erhielt, die Schattenpost der Separatisten zu zerschlagen, war Rancit der Sachbearbeiter, der Tarkin Agenten für die Gegenspionage zur Verfügung stellte. Rancit war auch für mehrere Agenten verantwortlich, die im Verlauf des Krieges auf dem von den Separatisten kontrollierten Mond Antar IV eingesetzt wurden. Dabei arbeitete er eng mit Hauptmann Berch Teller und Knotts, einem Subunternehmer für den Transport von Waffen und anderem Material zu den Widerstandsgruppen, zusammen. Da viele der heimischen Gotal geflohen waren, nachdem Dooku den Mond zeitweise zu seinem Hauptquartier erklärt hatte, war Antar IV mit Koorivar, Gossams und anderen Spezies besiedelt worden, deren Heimatwelten sich den Separatisten angeschlossen hatten. Nach dem Ende der Klonkriege erhielt Tarkin den Auftrag, ein Exempel an der Bevölkerung zu statuieren, und führte zahlreiche Hinrichtungen durch, ohne die Widerstandskämpfer und Agenten des Geheimdienstes, die Rancit aufgrund einer Streitigkeit zwischen dem Imperialen Sicherheitsbüro und dem militärischen Geheimdienstes noch nicht in Sicherheit hatte bringen können, auszusondern. In den anti-imperialen Kreisen wurde dieses Ereignis als die Abscheulichkeiten von Antar bezeichnet. Rancit, der nach dem Ende der Klonkriege den Rang eines Vizeadmirals bekleidete, war inzwischen der Befehl über die Sentinel-Basis übertragen worden, die in der Nähe des noch in der Konstruktionsphase befindlichen Todessterns lag. Mit dieser Position ging gleichzeitig die Aufgabe einher, das Netzwerk von Stützpunkten zur Verteidigung der Kampfstation zu überwachen. Als Rancit gegen die Maßnahmen des Imperiums auf Antar IV protestierte, bestimmte der Imperator persönlich ihn und Vizeadmiral Terrinald Screed zu den Leitern des neu gegründeten Flottengeheimdienstes, während Tarkin die Position als Befehlshaber der Sentinel-Basis übernahm. Der Flottengeheimdienst stellte einen neuen Geheimdienst dar, der Übertragungen aus dem gesamten imperialen Raum sammeln und analysieren sollte. Seine Rivalen betrachteten diese Versetzung als Degradierung. Rancit fühlte sich ebenfalls hintergangen und hielt die Maßnahme für eine Strafe wegen seines Protests gegen die Abscheulichkeiten von Antar. In seiner neuen Position entwickelte er eine Rivalität mit Harus Ison, dem stellvertretenden Direktor des Imperialen Sicherheitsbüros. Als der aufstrebende Offizier Gallius Rax in den Rang eines Kommandanten befördert und dem Flottengeheimdienst zugewiesen wurde, wurden seine Berichte direkt an Oberst Wullf Yularen aus dem Imperialen Sicherheitsbüro weitergeleitet. Die in der Befehlskette dazwischen stehenden Rancit und Screed wurden damit übergangen.

Zusammenarbeit mit den Dissidenten[Bearbeiten]

Angriff auf die Sentinel-Basis[Bearbeiten]

Über inoffizielle Kanäle wurde Rancit von den Versuchen einer Dissidentenzelle informiert, an verbotene Waffen, Kommunikationsblocker und konfisziertes Material der Separatisten zu gelangen. Als er erfuhr, dass die Käufer ehemalige Agenten des Republikanischen Geheimdienstes waren, ermöglichte er ihnen Zugang zu imperialen Depots und Waffenlagern. Dazu leitete er Beträge aus dem Budget des Flottengeheimdienstes um. Rancit half der von Berch Teller angeführten Zelle, Gleichgesinnte zu finden, die vom Imperialen Sicherheitsbüro wegen Aufwiegelung oder Sabotage gesucht wurden. Seine hohe Position innerhalb des Imperiums bedeutete für die Dissidenten zudem Zugang zu Informationen, die die Gruppe benötigte, um sich für die Abscheulichkeiten von Antar am Imperium zu rächen. Seine Vereinbarung, mit den Dissidenten zusammenzuarbeiten, betrachtete Rancit jedoch lediglich als Möglichkeit, höher in den imperialen Rängen aufzusteigen, vielleicht sogar in den Rang eines Moffs. Der Plan der Dissidenten sah vor, durch gefälschte HoloNetz-Übertragungen die Aufmerksamkeit von Rancits Rivalen Tarkin zu erlangen und seine persönliche Korvette, die mit Tarntechnologie ausgerüstete und an Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeit den meisten Schiffen überlegene Aasdorn, zu kapern, um mit ihr imperiale Einrichtungen anzugreifen. Während Rancit die Dissidenten mit taktischen Informationen versorgte, sollte er die Möglichkeit erhalten, sich durch sein taktisches Handeln in der Auseinandersetzung mit der neuen Bedrohung hervorzutun und durch die richtigen strategischen Vorhersagen Anerkennung in der Führungsriege des Imperiums zu erlangen. Allerdings war es von Beginn an Rancits Absicht, die Dissidenten zu töten und damit die Zeugen seines Verrats auszuschalten, sobald er seine Fähigkeiten vor dem Imperator demonstriert hatte. Teller vertraute dem Imperialen jedoch ebenfalls nicht. Da es zu Rancits Plan gehörte, die Flottenverbände des Imperiums zu zerstreuen, hoffte der frühere Geheimdienstoffizier auf eine Chance, einen wichtigen Konvoi zum Todesstern anzugreifen, der durch den Aufruhr in der imperialen Flotte dann nur noch relativ schwach geschützt wäre.

Etwa vier Jahre nach dem Ende der Klonkriege veranlasste Rancit das Imperiale Sicherheitsbüro, einen Agenten zu entsenden, um ein Versteck von Kommunikationsgeräten auf dem Planeten Murkhana aufzuspüren. Die dort gefundene Ausrüstung sollte einen größeren Plan andeuten, das imperiale HoloNetz auszuschalten. Nachdem die Dissidenten drei Wochen später mithilfe einer gefälschten Übertragung die von Tarkin befehligte Sentinel-Basis angegriffen hatten, berief der Imperator ein Treffen in der Audienzkammer des Imperialen Palastes auf Coruscant ein. Nach der Eröffnung der Zusammenkunft berichtete Ison von dem Fund auf Murkhana, der für das Imperiale Sicherheitsbüro auf einen bevorstehenden Angriff auf das imperiale HoloNetz hindeutete, vergleichbar mit der Schattenpost der Separatisten während der Klonkriege. Obwohl er sich bereiterklärte, die Angelegenheit zu diskutieren, hoffte Ison, dass die anwesenden Mitglieder des Herrschenden Rates den Fall dem Sicherheitsbüro übertragen würden, damit er keine wichtigen Informationen mit dem militärischen Geheimdienst teilen musste. Als die Ratsmitglieder ihre Zweifel über die tatsächlich davon ausgehende Bedrohung äußerten, erklärte Rancit, dass der Flottengeheimdienst, obwohl er mit dem Imperialen Sicherheitsbüro in der Einschätzung einer möglichen HoloNetz-Sabotage übereinstimmte, die Bedeutung der Beweise und die eigentliche Natur der Bedrohung als deutlich gravierender einschätzte. Er erinnerte daran, dass die Kommission zur Erhaltung der Neuen Ordnung, die dem Imperialen Sicherheitsbüro übergeordnet war, als Ergebnis des schnellen Eingreifens der republikanischen Flotte gegen die Schattenpost während der Klonkriege gegründet worden war. Als Ison gegen diesen Einwand protestierte, erklärte Rancit, nur seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, den Flottengeheimdienst in diesem Fall nicht auszuschließen. Er gab zu bedenken, dass das Versteck Teil eines größeren Plans sein konnte, der später die Intervention des Militärs und damit auch die Einbeziehung des Flottengeheimdienstes erfordern würde. Ison kritisierte den Leiter des Flottengeheimdienstes dafür, dass er zuvor keine Bedrohung in dem Fund der Kommunikationsausrüstung gesehen hatte und nur aus machtpolitischen Gründen vorgab, von der Verwicklung in eine größere Verschwörung gegen das Imperium überzeugt zu sein. Rancit erinnerte ihn daraufhin, dass er selbst die Angelegenheit zum Gegenstand einer Diskussion gemacht hatte.

Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung begründete Rancit seine Ablehnung, die Angelegenheit der alleinigen Aufsicht des Imperialen Sicherheitsbüros zu überlassen, mit den vorangegangenen Ereignissen an der Sentinel-Basis. Daraufhin berichtete Tarkin von dem Angriff auf seine Station, bei dem sein Gegner eine HoloNetz-Relaisstation sabotiert und falsche Aufzeichnungen eingespielt hatte. Der Moff hatte die Täuschung jedoch erkannt und das Schiff der Angreifer mit dem Einsatz seines Venator-Klasse Sternenzerstörers Elektrum zur Flucht in den Hyperraum gezwungen. Er teilte die Einschätzung, dass die Gefahr, sollte eine Verbindung zwischen dem Versteck auf Murkhana und dem Angriff auf die Sentinel-Basis bestehen, über gewöhnliche anti-imperiale Propaganda hinausging. Obwohl Ison und Palpatines Berater Ars Dangor an Tarkins Andeutung zweifelten, dass die Separatisten an dem Plan beteiligt sein könnten, erinnerte Rancit die Anwesenden daran, dass nicht alle Schiffe der Separatisten-Flotte von Droiden bemannt worden waren und das Imperium noch ein Jahr zuvor gegen die Separatistischen Verweigerer vorgegangen war. Als sich Sate Pestage erkundigte, wie Tarkin die Täuschung während des Angriffs auf die Sentinel-Basis erkannt hatte, bat ihn Rancit um das Wort. Er äußerte die Vermutung, dass der Moff Korruptionselemente in der falschen HoloNetz-Übertragung bemerkt hatte, die er aus seiner Erfahrung mit der Zerschlagung der Schattenpost kannte. Nachdem Tarkin diese Darstellung bestätigt hatte, beendete Großwesir Mas Amedda, das Oberhaupt des Herrschenden Rates, die Versammlung und erklärte, dass der Imperator über die Angelegenheit nachdenken werde. Palpatine entsandte seinen Schüler Darth Vader und Moff Tarkin nach Murkhana, um die dort gefundene Kommunikationsausrüstung zu untersuchen.

Suche nach der Aasdorn[Bearbeiten]

Wilhuff Tarkin und Darth Vader nehmen auf Murkhana die Ermittlungen auf.

Die Aasdorn wurde mit der an Bord gebrachten Kommunikationsausrüstung auf Murkhana von Berch Teller und seinen Dissidenten gekapert. Vader und Tarkin nahmen daraufhin die Verfolgung mit der Parsecpanther, dem Schiff des Waffenhändlers Faazah, auf. Währenddessen versammelten sich mehrere Mitglieder des Imperialen Sicherheitsbüros und des militärischen Geheimdienstes in einem ISB-Kontrollraum, um die Situation zu analysieren. Der Imperator schloss sich dem Treffen über ein Hologramm an. Als Ison davon berichtete, dass Vader und Tarkin auf dem Weg in das Fial-System waren, beantwortete Rancit Palpatines Frage nach der dort vorhandenen Militärpräsenz, indem er ihn auf die Flotte im nahegelegenen Belderone-System hinwies. Ison bezweifelte zwar, dass die imperiale Flotte einen geeigneten Treffpunkt mit der Parsecpanther vereinbaren konnte, Rancit informierte den Imperator jedoch darüber, dass der militärsche Geheimdienste mögliche Sprünge und Austrittspunkte in den angrenzenden Systemen kalkulierte, um die Schiffe nach Belieben verschieben zu können. Danach erkundigte sich Palpatine nach einem möglichen Zusammenhang zwischen den Kommunikationsgeräten und dem Raub der Aasdorn. Obwohl Ison keine Hinweise darauf erhalten hatte, glaubte Rancit, dass eine Verbindung bestehen müsse, und vermutete, dass es sich um die gleichen Verantwortlichen handelte wie bei dem Angriff auf die Sentinel-Basis. Daraufhin befahl ihm der Imperator, die Berechnungen fortzuführen und die Admiralität davon in Kenntnis zu setzen, dass sie die Flotte im Belderone-System auf einen Sprung vorbereiten sollte, sobald ihr Vader und Tarkin das Zielsystem der Aasdorn übermittelt hatten.

Nachdem die Aasdorn die Galidraan-Station angegriffen hatte, baten Rancit und Screed um ein Treffen, um über das Vorgehen gegen die gekaperte Korvette zu beraten. Da der Imperator eine Zusammenkunft im Imperialen Palast ablehnte, versammelten sich die eingeladenen Offiziere im Hauptquartier des Flottengeheimdienstes. Rancit hob die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Tarkins Schiff hervor und erinnerte die Anwesenden, dass der Moff die Gruppe, die die Korvette gekapert hatte, als ernstzunehmende Bedrohung betrachtete. Ison lehnte es ab, deshalb Schiffe von wichtigen Punkten wie Belderone abzuziehen, um weniger bedeutende Einrichtungen zu schützen. Rancit wies ihn jedoch auf die Folgen hin, die ein Eindringen der Gruppierung in den Mittleren Rand haben würde, und erklärte sich Ison gegenüber bereit, die gesamte Flotte in den wichtigsten Sternsystemen zu verschieben, sollte dies zum Aufhalten der Aasdorn erforderlich sein. Obwohl Ison und Konteradmiral Motti die Gefahr eines einzelnen Schiffes für zu gering einschätzten, um ein solches Risiko einzugehen, wies sie Rancit darauf hin, dass die Gruppe die gestohlene Kommunikationsausrüstung für Propaganda gegen das Imperium einsetzen konnte. Allerdings wurde die Diskussion von der Nachricht unterbrochen, dass das gekaperte Schiff den Standort des Tagge-Konzerns auf Lucazec angegriffen hatte. Aufnahmen der Auseinandersetzung wurden von der Aasdorn über das imperiale HoloNetz verbreitet. Daraufhin erteilte der Imperator der Admiralität die Erlaubnis, Schiffe zu ungeschützten Welten an der Perlemianischen Handelsstraße und an der Hydianischen Handelsstraße zu entsenden – eine Anerkennung für Rancit und Screed, die eine solche Strategie zuvor vorgeschlagen hatten. Währenddessen nahm Rancit Kontakt mit Teller auf und informierte ihn, dass eine Flotte nach Gromas entsandt worden war. Tarkin hatte wie von den Dissidenten erwartet versucht, das nächste Ziel der Korvette nach dem Treibstoffverbrauch zu kalkulieren, und Gromas und Phindar als mögliche Ziele identifiziert. Allerdings hatte er lediglich Gromas als potenzielles Ziel an den Geheimdienst weitergegeben. Der Moff begab sich mit dem Versorgungsträger Goliath nach Phindar und griff die Aasdorn an, die dort in der Erwartung auftankte, die imperiale Flotte würde sie bei Gromas vermuten. Tarkin konnte nicht verhindern, dass die Dissidenten erneut flüchteten. Während des Betankungsvorgangs wurde jedoch ein Peilsender an dem gekaperten Schiff angebracht.

Kurz darauf nahmen Rancit und Ison an einem Treffen mit dem Imperator und mehreren Mitgliedern des Herrschenden Rates im Imperialen Palast teil. Die beiden Geheimdienstoffiziere äußerten ihre Bedenken, dass Tarkin den Verantwortlichen auf Coruscant die Informationen zu Phindar vorenthalten hatte. Als Rancit Vermutungen anstellte, was die Dissidenten, die sich inzwischen in die Expansionsregion begeben hatten, als nächstes tun würden, wurde er von Palpatine unterbrochen, der die Erfolglosigkeit seiner Taktik kritisierte. Rancit verteidigte sein Vorgehen jedoch mit dem Ziel, die imperialen Interessen in der Region zu sichern, und erläuterte die Maßnahmen, die er veranlasst hatte, um die Aasdorn aufzuhalten, bevor sie den Inneren Rand erreichte. Als Ison davon berichtete, dass das Sicherheitsbüro nach der Übertragung der HoloNetz-Aufnahmen einen Anstieg an anti-imperialer Propaganda und die beginnende Mobilmachung einiger Splittergruppen registriert hatte, forderte Palpatine Rancit auf zu erklären, wie er fortan gegen die Dissidenten vorgehen würde. Der Vizeadmiral unterbreitete ihm Tarkins Vorschlag, die Aasdorn an ihrem nächsten Zielort zu erwarten und durch den Einsatz der neuen Abfangkreuzer zu verhindern, dass die Korvette erneut entkommen konnte. Als Ziele kamen für ihn Lantillies, Cartao und Eisstation Beta auf Anteevy in Betracht. Angriffe auf die ebenfalls in Reichweite gelegenen Planeten Taanab oder Garos schätzte Rancit dagegen als unwahrscheinlich ein. Isons Einwände, die Flotte für diese Taktik zu zerstreuen, versuchte Rancit erneut mit dem Ziel abzuwehren, die imperialen Interessen zu schützen.

Scheitern des Doppelspiels[Bearbeiten]

Allerdings entdeckten die Dissidenten den Peilsender und lockten Tarkin durch ein Täuschungsmanöver in das Obroa-skai-System. Daraufhin übertrug der Imperator Rancit den Befehl über eine Flotte, die die Aasdorn kapern oder zerstören sollte. Der Auftrag galt in den hohen imperialen Kreisen als Form der Beförderung. Rancit ließ es so aussehen, als habe er durch ein Ausschlussverfahren Nouane, ein Klientelstaatssystem im Inneren Rand, als nächstes Ziel der Dissidenten identifiziert. Entgegen seiner Absprache mit Teller, dass dieser dort keine imperialen Schiffe vorfinden würde, wollte Rancit seine Verbündeten über Nouane ausschalten, um seine Beteiligung an der Kampagne der Dissidenten zu verschleiern. Er entsandte eine Flottille nach Nouane, die der Korvette durch Laserbeschuss schwere Schäden zufügte, bevor sie in den Hyperraum sprang. Da auch Teller seinem Verbündeten nicht vollständig vertraut hatte, war er mit der Aasdorn an einem anderen Austrittspunkt in das System eingetreten und hatte dadurch verhindert, dass das Schiff sofort von den Imperialen vernichtet wurde. Nach Rancits Verrat entschied sich die Besatzung der Aasdorn, die Korvette aufzugeben, anstatt dem Plan zu folgen und sich nach Carida, dem Standort einer angesehenen imperialen Akademie, zu begeben. In seiner Unwissenheit erklärte Rancit, er sei von Carida als nächstem Ziel überzeugt. Er wollte die Flotte dort persönlich von der Eroberer, einem Sternenzerstörer der Secutor-Klasse, aus anführen. Währenddessen war es Tarkin jedoch gelungen, die Verantwortlichen hinter der laufenden Kampagne zu identifizieren und den Imperator davon zu überzeugen. Daraufhin begab sich Darth Vader auf Rancits Schiff, als die Aasdorn über Carida eintraf. Der Sith-Lord hob Rancits Feuerbefehl auf und ließ die Korvette stattdessen nach Lebensformen scannen, um zu bestätigen, dass die Besatzung das Schiff verlassen und auf Autopilot nach Carida hatte steuern lassen. Vader eröffnete ihm, dass er, der Verräter am Imperium, selbst von seinen Verbündeten hintergangen worden war. Danach befahl er Leutnant Crest, Rancit in eine Rettungskapsel zu eskortieren. Sobald die abgestoßene Kapsel eine bestimmte Entfernung erreicht hatte, sollte der Admiral den Befehl erteilen, das Feuer zu eröffnen. Rancit kam der Aufforderung nach, und die Umstände seines Todes wurden sogar in den höheren imperialen Ebenen geheim gehalten, um zu vermeiden, dass er als Märtyrer verehrt wurde. Für diejenigen, die davon wussten, stellte sein Ableben jedoch den Beweis dafür dar, dass keine Position innerhalb des Imperiums Privilegien oder Ausnahmen bedeutete. Nach Rancits Tod wurde der Flottengeheimdienst wieder in den militärischen Geheimdienst integriert. Rancits Position als stellvertretender Direktor wurde von Yularen eingenommen. Viele von Rancits Rivalen profitierten von seinem Verrat und wurden in höhere Positionen befördert. Nachdem Tarkin den Angriff der Dissidenten auf einen Konvoi zum Todesstern aufgehalten und die Mitglieder der Zelle ausgeschaltet hatte, ernannte ihn der Imperator zum ersten imperialen Großmoff. Offiziell wurde später behauptet, Rancit sei durch Rebellen getötet worden. Allerdings hörte Admiralin Rae Sloane Gerüchte, dass ihn Vader als Verräter hingerichtet hatte.

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Rancits große Statur, sein volles, schwarzes Haar, seine symmetrischen Gesichtszüge und seine stets tadellos sitzende Uniform ließen ihn auf Wilhuff Tarkin wie ein Idol aus dem HoloNetz wirken. Der künstlerisch interessierte Offizier war als Liebhaber der Oper oft auf Coruscant anzutreffen. Dennoch war die verdeckte Natur seiner Aufgaben, die der Absolvent der geachteten Prefsbelt-Akademie als Geheimdienstoffizier während der Klonkriege wahrnahm, nur wenigen bekannt. Nach Kriegsende konnte er seine Agenten auf Antar IV nicht vor den Abscheulichkeiten von Antar beschützen und verlor für den Protest gegen die dort vorgenommenen imperialen Maßnahmen das Kommando über die strategisch wichtige Sentinel-Basis, während der für den Genozid verantwortliche Wilhuff Tarkin zum Moff erhoben wurde und seine alte Position übernahm. Rancit fühlte sich dadurch übergangen und herabgewürdigt, besaß aber dennoch den Ehrgeiz, die Anerkennung des Imperators zu erreichen. Er wurde auf eine Gruppe ehemaliger Agenten aufmerksam, die sich am Imperium rächen wollte, und unterstützte die Dissidenten heimlich, indem er ihnen zunächst Zugang zu Material und Informationen verschaffte. Mit der Zerstörung der Aasdorn würde Rancit in der Gunst des Imperators steigen und gleichzeitig die Zeugen seines Verrats ausschalten. Allerdings bedachte er dabei nicht die Möglichkeit, dass auch die Dissidenten eigene Ziele verfolgten.

Nach dem Angriff der Dissidenten auf die Sentinel-Basis und dem Fund der Kommunikationsausrüstung auf Murkhana bemühte sich Rancit, den Flottengeheimdienst an den Ermittlungen zu beteiligen. Von Anfang an betonte er vor dem Imperator die Gefahr einer größeren Bedrohung und seine Bereitschaft, die imperialen Interessen gegen diese neue Gefahr zu beschützen. Im gleichen Zug demonstrierte er mit seinen korrekten Vorhersagen seine Überlegenheit gegenüber Harus Ison, der die Bedeutung der Situation zu Anfang unterschätzte. Dieser war als Mitglied des Imperialen Sicherheitsbüros ein natürlicher Rivale von Rancits Flottengeheimdienst. Rancit widmete sich fortan der Aufgabe, die Aasdorn aufzuhalten. Er schlug dazu vor, die Flotte zu zerstreuen, um imperiale Einrichtungen zu schützen. Dass sich der Imperator entschied, Rancits und Screeds Strategie zu folgen, wurde allgemein als Form der Beförderung für die Leiter des Flottengeheimdienstes betrachtet. Obwohl Palpatine zwischenzeitlich auch Zweifel an Rancit äußerte, weil seine Taktik zunächst keinen Erfolg zeigte, erwarb er sich durch seinen Vorschlag, die Dissidenten am vermuteten nächsten Ziel mit Abfangkreuzern an der Flucht zu hindern, das Vertrauen des Imperators und erhielt die Erlaubnis, an Tarkins Stelle den Befehl über die Flotte zu übernehmen, die die Aasdorn aufhalten sollte. Dadurch sah er die Möglichkeit gekommen, die Dissidenten an dem nächsten vereinbarten Ziel auszuschalten. Obwohl sein Vorgehen durch die richtige Prognose des Ziels aus der Sicht der führenden Imperialen besonders brillant wirkte, war er durch die Flucht der Dissidenten gezwungen, über Carida einen erneuten Versuch zu unternehmen. Er erkannte jedoch nicht, dass sich die Gruppe nach dem missglückten Versuch über Nouane gegen ihn wandte und sich nicht auf das vereinbarte Ziel konzentrierte. Allerdings wurde Rancits Verrat dort von Darth Vader aufgedeckt. Anstatt seine Neugier zu befriedigen, welches Ziel die Dissidenten stattdessen angreifen würden, befahl der Sith-Lord, Rancit in eine Rettungskapseln zu führen und ihn zu zwingen, mit seinem Befehl seinen eigenen Tod herbeizuführen. Vader fragte ihn zwar, ob er damit einverstanden war, Rancit weigerte sich jedoch, den Sith-Lord anzuflehen, um ihm einen milderen Tod zu gewähren.

Quellen[Bearbeiten]