Lanzen-Klasse Fregatte

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Lanzen-Klasse Fregatte
Allgemeines
Klasse:

Fregatte

Nutzung
Zugehörigkeit:

Erste Ordnung

Die Lanzen-Klasse war eine Fregattenklasse, die knapp 30 Jahre nach der Schlacht von Endor trotz ihres Alters in der Flotte der Ersten Ordnung eingesetzt wurde.

Zu diesem Zeitpunkt unternahmen die Streitkräfte der Ersten Ordnung kleinere Überfälle und Angriffe, welche gegen die Vereinbarungen mit der Neuen Republik verstießen, von dieser jedoch hingenommen wurden. Als der republikanische Pilot Poe Dameron nach einem Übergriff der Ersten Ordnung die Spur der von ihnen gekaperten Yacht Yissira Zyde verfolgte, stieß er auf einen Sammelpunkt der imperialen Flotte in einem unbesiedelten System, an der sich neben drei Sternenzerstörern, einigen Maxima-A-Kreuzern und einem leichten Kreuzer der Dissident-Klasse auch zwei Fregatten der Lanzen-Klasse befanden.

Quellen[Bearbeiten]

Lancer-Fregatte.jpg
Lanzen-Klasse Fregatte
Allgemeines
Hersteller:
Modell:

Jägerabwehrplattform der Lanzen-Klasse[3]

Klasse:

Fregatte[3]

Preis:

unverkäuflich (Wert etwa 4.760.000 Credit)[1]

Technische Informationen
Länge:

250 Meter[1]

Breite:

57 Meter[4]

Höhe:

60 Meter[4]

Beschleunigung:

4 MGLT/s[4]

Höchstge-schwindigkeit (Vakuum):

40[5] MGLT

Antrieb(e):

4 Triebwerke[2]

Hyperraumantrieb:
Schild(e):

Deflektorschild[3] (576 SBD)[4]

Hülle:

304 RU[4]

Energiesystem:
Sensoren:
Zielsuchsystem(e):
  • 2 Sensorschüsseln[2]
  • 20 Zielcomputer[2]
Bewaffnung:

20 AG-2G Vierlingslaserkanonen[5]

Kapazitäten
Besatzung:
  • 375 Rumpfbesatzung[6]
  • 850 Standardbesatzung[7]
Passagiere:

40[7]

Hangar:

2 Shuttles[2]

Beladung:
Nutzung
Erste Sichtung:

0 NSY[8]

Rolle:

Anti-Sternenjäger-Plattform[3]

Zugehörigkeit:

Lanzen-Klasse Fregatten waren von den Kuat-Triebwerkswerften hergestellte Anti-Sternenjäger-Kampfplattformen, die hauptsächlich vom Galaktischen Imperium während des Galaktischen Bürgerkriegs eingesetzt wurden. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten und der eingeschränkten Verwendbarkeit wurden nur wenige Schiffe dieser Klasse gebaut, die oft dem Geleitschutz imperialer Großkampfschiffe dienten. Während der Invasion der Yuuzhan Vong wurden mehrere Fregatten zur Abwehr der gegnerischen Korallenskipper genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Aufbau[Bearbeiten]

Schematische Darstellung einer Lanzen-Fregatte

Die Fregatte der Lanzen-Klasse war ein 250 Meter langes Schiff[2] mit einer Breite von 57 und einer Höhe von 60 Metern.[4] Ihr Grundaufbau bestand aus drei Teilen. An der Vorderseite befanden sich die Aufbauten der Brücke, die sich nach vorne leicht zuspitzten. Der höchste Punkt des vorderen Abschnitts wurde von einer Luftschleuse abgeschlossen, um an größeren Schiffen andocken zu können. Das oberste Deck der vorderen Sektion wurde von der Sensoren- und Computer-Kontrolle eingenommen. Direkt dahinter standen zwei Deflektorschild-Generatoren, die beiderseits in den Rumpf integriert waren. Die Kommandobrücke, von der aus das Schiff gesteuert wurde, lag unterhalb der Sensor-Kontrolle. Der Aufbau darunter war abgestuft und endete im Hauptteil der Fregatte. Zur Verteidigung der Steuereinheiten war an der Hinterseite der Brückenaufbauten ein Vierlingslaserturm angebracht.[2] Der Hauptkörper des Schiffs war kastenförmig[3] und verjüngte sich nach unten. An der Oberseite befanden sich beiderseits Stabilisatoren, während die Seiten von Lasergeschützen überzogen waren. Eine kleine Hangarbucht, die von einem Vierlingslaserturm beschützt wurde, lag im vorderen unteren Abschnitt der Hauptsektion. Im hinteren Teil stand auf der Ober- und auf der Unterseite je eine Sensorschüssel als Unterstützung für die Zielcomputer der Fregatte. Im Anschluss an die Hauptsektion lagen die Triebwerksaufbauten an. Dort befand sich der Energiekern, der durch einen Überladungsschutz abgesichert war. Rund um die vier Triebwerke waren kreisförmig 12 Energiekondensatoren angeordnet.[2] Durch ihre Antriebe besaß das Schiff eine seine Größe hohe Sublichtgeschwindigkeit,[3] war aber zu langsam, um Sternenjäger zu verfolgen.[5] Die Rumpflackierung von Lanzen-Klasse Fregatten bestand aus imperialem Weiß, das auch für Sternenzerstörer verwendet wurde,[3] und verfügte über keinerlei Insignien und Farbmarkierungen.[2] Durch den Hyperraum bewegte sich das Schiff mithilfe eines Klasse-2-Hyperantriebs, der einen Backup der Klasse 15 besaß.[1]

Bewaffnung und Kapazitäten[Bearbeiten]

Die Standardbewaffnung einer Lanzen-Klasse Fregatte bestand aus 20 AG-2G Vierlingslaserkanonen der Corellianischen Ingenieursgesellschaft, die auf die Verfolgung schneller Ziele programmiert waren.[2] Die Zielcomputerprogrammierung ähnelte der des TIE-Bombers.[5] Das Suchsystem wurde von zwei Sensorschüsseln gestützt und besaß eine moderne Programmierung. Jede Batterie war auf einem Turm montiert, um den Schwenkbereich zu vergrößern, und besaß einen separaten Energiegenerator. Je fünf Kanonen waren auf der Steuerbord-, Backbord-, Vorder- und Rückseite verteilt und nahmen strategische Positionen ein.[2] Bei frühen Modellen stürzte das Feuerleitsystem häufig ab, was dazu führte, dass die Hälfte der Geschütztürme unbrauchbar wurde.[1] Zwar waren die Waffen der Lanzen-Klasse Fregatte für den Einsatz gegen Sternenjäger gut geeignet, das Fehlen schwerer Geschütze wie Turbolaser-Kanonen, Ionenwaffen und Protonentorpedowerfern machte sie allerdings zu einem leicht zu treffenden Ziel für größere Schiffe, denen die vergleichsweise schwachen Schilde nichts entgegenzusetzen hatten.[2] Die Deflektorschilde dieser Schiffsklasse wurden von der Energie von sechs Protonentorpedos überladen.[3] Der Hangar an der Unterseite des Rumpfes konnte zwei Shuttles aufnehmen, jedoch wurde häufig darauf verzichtet, um das Gewicht des Schiffs zu reduzieren und so die Wendigkeit zu erhöhen.[2] Überdies konnten 40 Personen als Passagiere an Bord genommen werden.[5] Die Rumpfbesatzung bestand aus 375 Crewmitgliedern. Maximal konnte das Schiff 850 Besatzungsmitglieder aufnehmen, unter denen sich auch 100 Kanoniere befanden.[7] Zur Besetzung eines jeden Geschützes waren fünf Personen vonnöten, von denen ein Absicherungskanonier stets das Energieniveau kontrollieren musste, um Systemabstürze zu verhindern.[2] Eine Lanzen-Klasse Fregatte konnte bis zu 300 metrische Tonnen Fracht aufnehmen und hatte üblicherweise Vorräte für eine Woche an Bord.[7]

Eine andere Konfiguration war die Zollfregatte der Lanzen-Klasse, die einen Umbau des herkömmlichen Modells darstellte. Die Hangarbucht dieser modifizierten Version war größer als bei herkömmlichen Modellen und imstande, zwei A-9 Vigilance Abfangjäger sowie einen YT-1300-Frachter aufzunehmen. Dies war allerdings mit einer Reduzierung der Bewaffnung auf sechs der ursprünglichen 20 Vierlingslaserkanonen und einer Verringerung der Kraft der Schilde verbunden. Um Schmugglerfrachter in den Hangar zu ziehen, besaß die Zollfregatte überdies zwei Traktorstrahlprojektoren, eine verbesserte Sensorphalanx erleichterte das Aufspüren feindlicher Schiffe.[12]

Verwendung[Bearbeiten]

Die Verwendung der Lanzen-Klasse Fregatte war aufgrund ihres Mangels an schweren Geschützen eingeschränkt.[2] Anfangs zu dem Zweck gebaut, große Schiffe des Imperiums vor Angriffen der Sternenjägergeschwader der Rebellen-Allianz zu schützen, erwiesen sich die Anschaffungskosten dieser Schiffsklasse als zu hoch für die Massenproduktion, sodass die Herstellung nach wenigen Exemplaren eingestellt wurde.[5] Mit 4,76 Millionen Credits kostete die Herstellung einer einzelnen Fregatte ähnlich viel wie die Anschaffung eines Kreuzers.[7] Aufgrund der wenigen zur Verfügung stehenden Feuerkraft, konnten die Schiffe ausschließlich gegen feindliche Sternenjäger eingesetzt werden, wohingegen sie größeren Schiffen schutzlos ausgeliefert[2] und selbst Corellianischen Korvetten unterlegen waren.[3] Eine Möglichkeit, die Fregatten dennoch vorteilhaft einzusetzen, bestand darin, sie längsseits von Sternenzerstörern zu positionieren, um sie vor Sternenjägerattacken zu schützen, während der Kreuzer das Feuer der feindlichen Schlachtschiffe auf sich zog. Da das Imperium nicht die Mittel besaß, jedem Konvoi einen Geleitschutz aus Lanzen mitzugeben, war aber auch diese Möglichkeit nicht realisierbar.[2] Eine andere Verwendungsmöglichkeit war, sie als Schutzschirm an den äußersten Enden einer Flotte zu positionieren. Dabei verwendeten die Lanzen häufig taktisches Feuer, durch das die gegnerischen Sternenjäger ihre Schilde verloren und anschließend von TIE-Jägern durch einen Treffer zerstört werden konnten.[7] Zwei Fregatten nutzten des Öfteren ihr Kreuzfeuer aus, um bestimmte Raumbereiche zu blockieren.[13]

Eine Taktik, um die Fregatten zu zerstören, bestand darin, einen einzelnen Jäger in die Nähe des Schiffs zu entsenden, der Zieldaten an weiter entfernte Bomber schickte und so ihre Reichweite vergrößerte. Mithilfe von Protonentorpedos konnten die Bomber sie anschließend vernichten. Trotz ihrer taktischen Mängel galt die Schiffsklasse unter Jägerpiloten als gefürchtet, sodass alleine der Anblick einer Lanzen-Fregatte zahlreiche von ihnen demoralisierte.[3] Während des Yuuzhan-Vong-Kriegs kamen einige Schiffe dieser Klasse zum Einsatz, da sie sich als Anti-Jäger-Plattformen gut für den Kampf gegen die Korallenskipper der Invasoren eigneten.[9]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Lanzen-Klasse Fregatte im Kampf mit einer Sterngaleone

Nach der Zerstörung des Ersten Todessterns im Jahr 0 VSY durch ein Sternenjäger-Geschwader der Rebellen wurden in der imperialen Flotte Stimmen laut, die spezifische Abwehrmaßnahmen gegen diese neue Bedrohung für Großkampfschiffe forderten. Das imperiale Oberkommando beugte sich der Forderung mehrerer Admiräle und gab bei den Kuat-Triebwerkswerften die Entwicklung einer Anti-Jäger-Kampfplattform in Auftrag. In Kooperation mit der corellianischen Ingenieursgesellschaft, die die Vierlingslaserkanonen lieferte, konstruierten die Kuat-Werften eine Fregatte und stellten eine geringe Anzahl an Schiffen her, die als Testmodelle dienten. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten und ihrer Verwundbarkeit wurden nur wenige weitere Fregatten in Dienst gestellt.[5] Viele der vorhandenen Schiffe dienten als Geleitschiffe für Konvois. So schützten die Peril und die Threat im Jahr 3 NSY eine Versorgungskolonne des Imperiums, die von Ace Azzameen angegriffen wurde, und flohen nach einem kurzen Gefecht in den Hyperraum. Kurz darauf eskortierten die Black Hawk und die Furious einen Versorgungskonvoi aus dem Eidoloni-System, der Durastahl für den Zweiten Todesstern lieferte.[4] Im Jahr 4 NSY wurde die Scavenger-Staffel der Rebellen nach Kuat beordert, um die Werften vor einem Angriff des Imperiums zu schützen. Im Verlauf erbeuteten sie vier Fregatten der Lanzen-Klasse.[14] Nach der Schlacht von Vladet erwartete ein Schiff dieses Typs das vom Planeten fliehende Renegaten-Geschwader in Begleitung eines Carrack-Klasse Kreuzers. Mithilfe der Protonentorpedos einer Y-Flügler-Staffel wurde das Schiff zerstört.[3] Zwei Jahre darauf beteiligte sich eine Fregatte der Lanzen-Klasse an der Schlacht von Levian Zwei auf Seiten von Kriegsherr Zsinj.[15] Im selben Jahr führte eine Fregatte der Lanzen-Klasse gemeinsam mit einem Kruezer der Strike-Klasse und einem Eskortträger mit einer Bestückung von 135 TIE-Jägern einen Angriff auf die republikanische CR90-Korvette FarStar durch, den der imperiale Agent The Wraith angeordnet hatte. Die Korvette konnte durch mehrere Mikrosprünge vor der imperialen Flotte in den Hyperraum fliehen.[16] Während des Thrawn-Feldzuges im Jahr 9 NSY stahl der Jedi-Meister Joruus C'baoth eine Fregatte und flog damit zu Thrawns Flaggschiff Schimäre.[17] Kurz darauf verfolgten zwei Schiffe dieser Klasse den Schmuggler Samuel Tomas Gillespee, der Datenmaterial von der besetzten Welt Ukio bei sich hatte.[13] Zwei erbeutete Lanzen befanden sich in der Flotte des Rybeters Moruth Doole und verfolgten im Jahr 11 NSY Han Solo und Lando Calrissian in der Nähe von Kessel.[18] Im Jahr darauf waren zwei Fregatten an der Schlacht von Dathomir beteiligt.[19] Während der Caamas-Dokument-Krise im Jahr 19 NSY bedrohte ein Kampfverband der Frezhlix mit fünf Lanzen das Sif'kric-System.[20]

Im zweiten Kriegsjahr des Yuuzhan-Vong-Kriegs machte eine Gruppe mit einer Zollfregatte und A9-Vigiliance-Abfangjägern im Auftrag der zu den Invasoren übergelaufenen Senatorin Viqi Shesh Jagd auf den Millennium Falken. Der Frachter konnte den Angreifern entgehen und dem gegnerischen Schiff schweren Schaden zufügen.[12] Zwei Jahre darauf wirkte die während der Rebellion erbeutete Lanzen-Fregatte Whip Hand bei der Rückeroberung von Obroa-skai mit. Während des Angriffs erwies sich das Schiff als gut geeignet, um die Korallenskipper des Feindes zu bekämpfen. Nach der Schlacht vollführte sie einen Mikrosprung, um die schwer beschädigte Far Thunder vor der Vernichtung zu bewahren.[9] Im selben Jahr nahm die mit einem Gravitationsprojektor ausgestattete Pride of Selonia siegreich an der Schlacht von Galantos teil und wirkte kurz darauf an der erfolgreichen Verteidigung Bakuras vor den Ssi-ruuk mit.[21] Zahlreiche Schiffe der Lanzen-Klasse kämpften in der Schlacht von Dac.[10] Während der Qoribu-Krise diente eine alte Fregatte als Flaggschiff des Unu-Nestes.[22] Dasselbe Schiff kam kurz darauf in der ersten großen Schlacht des Schwarmkriegs zum Einsatz und wurde von UnuThul mithilfe der Macht vor feindlichem Beschuss bewahrt.[23]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Lanzen sind schwere Speere, die im Mittelalter häufig von Reitern benutzt wurden.
  • Die erste Erwähnung einer Lanzen-Klasse Fregatte fand in Timothy Zahns Roman Die Dunkle Seite der Macht statt.
  • Während Starships of the Galaxy angibt, ein Geschütz der Lanzen-Klasse Fregatte benötige fünf Kanoniere, sind es laut dem Dark Force Rising Sourcebook nur bis zu drei.
  • Im Roman Jedi Twilight ist von einer Lanzen-Klasse Fregatte die Rede, obwohl der Roman kurz nach dem Ende der Klonkriege spielt und die Schiffsklasse erst zwei Jahrzehnte darauf eingeführt wurde.
  • In Angriff auf Coruscant wird die Lanzen-Klasse als „Fliegende Festung“ bezeichnet. Dies ist eine Anspielung auf die Boeing B-17, die während des Zweiten Weltkriegs denselben Spitznamen erhielt.
  • Im gleichen Buch wird erwähnt, dass die Lanzen-Klasse Fregatte mit ihren 20 Vierlingslaserkanonen ebenso viele Geschütze besaß wie 80 TIE-Jäger. Diese Schiffe besitzen aber insgesamt über 160 Laser-Kanonen, während die Fregatte nur über 80 verfügt.