Malacia

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Oppo Rancisis

Malacia ist eine Machtfähigkeit der hellen Seite, die es ihrem Anwender erlaubt, bei organischen Gegnern Schwindel und Übelkeit hervorzurufen und sie dadurch kampfunfähig zu machen, ohne ihnen dauerhafte Schäden zuzufügen. Viele Jedi halten den Nutzen dieser Fähigkeit jedoch für fragwürdig und verlassen sich stattdessen auf einfachere Techniken wie den Geistestrick oder den Schub. Zu den wenigen Anwendern dieser schwer zu erlernenden Kampfkunst gehörte der thisspiasianische Jedi-Meister Oppo Rancisis.

Beschreibung[Bearbeiten]

Mit Malacia nutzte ein Jedi die Ausgeglichenheit seines Ziels gegen es selbst, indem er bei ihm extremen Schwindel und Übelkeit hervorrief.[3] Der Effekt ähnelte dem Gefühl eines Hammerschlags auf den Kopf.[4] Allerdings verursachte die Technik keinen wirklichen Schaden[5] und fügte ihrem Opfer keine dauerhaften Nachwirkungen zu.[3] Der Anwender, der für den Einsatz von Malacia auf grundlegende Wahrnehmungs- und Wandlungsfähigkeiten zurückgriff,[5] benötigte einen direkten Blick auf sein Ziel. Oppo Rancisis empfahl anderen Jedi jedoch wegzusehen, wenn das Opfer zu würgen begann.[3]

Unter den vielen Möglichkeiten, die die Macht ihren Benutzern bot, um einen Gegner zu überwältigen, schätzte Oppo Rancisis das Malacia für seine einzigartige Eigenschaft, dass es nicht die Kraft seines Anwenders verbrauchte, sondern lediglich die Energie der Zielperson umwandelte. Obwohl die Technik auf die Anwendung gegen organische Ziele beschränkt war,[3] konnte die Kampfkunst[4] richtig eingesetzt für Anhänger der hellen Seite der Macht[5] eine mächtige Verteidigung bilden.[3]

Oppo Rancisis demonstrierte seine Vorliebe für Malacia an zwei Beispielen: Um einen aufmerksamen Wachposten zu umgehen, genügte es einem Anwender der Machtfähigkeit, dessen Blutdruck zu manipulieren, um ihm übel werden zu lassen und dadurch kampfunfähig zu machen. In einem anderen Fall würde ein Jedi das Malacia einsetzen, um eine Gruppe von mordlustigen Kriegern, die gerade auf ihr nächstes Opfer zustürmte, an ihren eigenen Bewegungen erkranken lassen, indem er den Angreifern ihren Gleichgewichtssinn nahm. Unfähig weiterzulaufen würden sie zu Boden stürzen und sich in dem panischen Glauben, von der Oberfläche herunterzufallen, daran festzuhalten versuchen. Einige Jedi-Meister argumentierten mit dieser Möglichkeit der Anwendung, dass solche Gesetzlose von Malacia profitieren konnten, da es ihnen die eigene Sterblichkeit demonstrierte.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Informationen über das Malacia waren schon in dem Holocron der Jedi-Meisterin Asli Krimsan, die über zwei Jahrhunderte lang im Jedi-Tempel auf Coruscant unterrichtete und ihr Wissen mit diesem Artefakt für die Ausbildung künftiger Schülergenerationen zur Verfügung stellte, und in dem Großen Holocron, dem zentralen Informationskern der Tempelarchive, enthalten. Aus der rückblickenden Perspektive der Jedi-Chronistin Tionne Solusar, die im Jahr 40 NSY in Jedi vs. Sith – The Essential Guide to the Force, einem von ihr verfassten Kompendium über die Macht, auf das Malacia einging, wurde die Fähigkeit jedoch nur selten von den Jedi zur Zeit der Galaktischen Republik genutzt,[3] da sie mit einfacheren Grundlagenfähigkeiten[5] wie einem Gedankentrick oder einem Macht-Schub das gleiche Ergebnis erreichen konnten.[3] Sie hielten das Malacia für eine nur bedingt nützliche Anwendungsmöglichkeit der Macht.[4] Die Kritik an der Technik richtete sich auch dagegen, dass sie lediglich gegen lebende Gegner funktionierte. Die Jedi, die sich trotzdem dafür entschieden, das Malacia zu erlernen, sahen in der Machtfähigkeit jedoch eine starke Verteidigungsmöglichkeit.[3]

Der thisspiasianische Jedi-Meister Oppo Rancisis war ein Meister des Malacia,[3] der sich noch als Mitglied des Jedi-Rates dem Studium dieser Fähigkeit widmete.[4] Er war einer der letzten Jedi, die die Technik auch im Kampf anwendeten.[6] Seine Beherrschung des Malacia machte ihn zu einem der mächtigsten Jedi seiner Zeit und ermöglichte es ihm, viele Gegner nur vorübergehend kampfunfähig zu machen, die er ansonsten mit seinem Lichtschwert hätte angreifen und möglicherweise sogar töten müssen.[4] Er hielt die Technik trotz der starken Kritik anderer Jedi für eine einzigartige Fähigkeit und sah viele Situationen, in denen er sie anderen Möglichkeiten gegenüber bevorzugen würde.[3] Obwohl Rancisis das schwierig zu erlernende[4] Malacia einer geringen Zahl von Jedi beibrachte,[5] gelang es nur wenigen, die Technik bis auf die Ebene seiner Meisterschaft zu studieren[7] oder überhaupt die nötigen Fähigkeiten zu erlangen, um sie tatsächlich im Kampf einsetzen zu können.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „The Force can be used in many ways to subdue an opponent, but the principal quality of Malacia is that the Jedi achieves it not by expending energy but by transforming the energy of the target. Critics always note that Malacia is limited to organic opponents, but there are many situations where it is preferable to other means.”
  2. Eigenübersetzung: „Imagine a sentry guarding a post that you must bypass. The sentry may be standing still, but his mind is alert and his systems are functioning. Everything is in motion. Blood flows, muscles tense, food is digested, and atmospheric gases are inhaled and exhaled. All that motion is enough to make him dizzy and queasy, and by focusing on that flow of blood, you can make that happen. The sentry will be so overwhelmed that he will be disabled, yet will suffer no permanent side effects.”
  3. 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 Jedi vs. Sith – The Essential Guide to the Force
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 Das offizielle Star Wars Fact File (C: OPP2)
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Power of the Jedi Sourcebook
  6. The Complete Star Wars Encyclopedia
  7. Oppo Rancisis in der Datenbank von StarWars.com (Archiv-Link im Internet Archiv)