Smaragdblitz

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Luke Skywalker setzt Smaragdblitze gegen Killiks ein.

Der Smaragdblitz, von dem Jedi-Meister Plo Koon auch als Elektrisches Urteil[1] bezeichnet, ist eine Anwendungsform der Hellen Seite der Macht, durch die ein Jedi elektrische Stöße von unterschiedlicher Stärke aus seiner Hand und seinen Fingern abgeben kann. Diese Technik ist eng verwandt mit dem Macht-Blitz der Sith, entspringt aber einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und nicht der Gier nach Macht. Der Smaragdblitz wurde von einigen Jedi-Meistern unter kontrollierten Bedingungen erforscht, darunter von Yoda und Plo Koon, der die Fähigkeit instinktiv erlernte. Im Neuen Jedi-Orden beherrschten Luke Skywalker und sein Neffe Jacen Solo den Smaragdblitz.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Smaragdblitz ist eine Anwendungsform der Hellen Seite der Macht, die es ihrem Anwender erlaubt, elektrische Schläge verschiedener Stärke aus seiner Hand und seinen Fingern abzugeben.[2] Innerhalb einer Reichweite von mehr als 15 Metern kann der Macht-Benutzer so nicht-tödliche elektrische Energie auf seine Gegner werfen. Zwar ist es möglich, das Ziel der Attacke mitunter auch zu töten, jedoch ist die Kraft der so kanalisierten Blitze geringer dosiert als die des Macht-Blitzes.[3] Die Farbe der Blitze unterscheidet sich je nach Anwender. Der Jedi-Meister Plo Koon schleuderte gelbe Smaragdblitze,[4] Yoda grünliche.[5] Luke Skywalkers Smaragdblitze waren blau oder grün,[6] ebenso wie die seines Neffen Jacen Solo.[7] Die Fähigkeit ist eng verwandt mit dem Macht-Blitz der Sith, jedoch entspringt ihr Grundgedanke nicht originär der Dunklen Seite, sondern einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.[2] Die Sith empfanden den Smaragdblitz als einen schwächeren Abklatsch ihrer eigenen Machtbitze, die aus ihrer grausamen Natur entspringen. Sie waren der Ansicht, dass ein Jedi aufgrund seines Mitgefühls und seiner fehlenden Gier nach Macht nicht in der Lage sein könne, das volle Ausmaß dieser Kraft zu beherrschen.[8] Es kann vorkommen, dass Verzweiflung und Zorn zu Beweggründen für den instinktiven Einsatz der Fähigkeit werden.[7] Jedi sind durch jahrelanges Training dazu in der Lage, die originär der Dunklen Seite zugerechneten Macht-Blitze zu benutzen. Ein Gebrauch der Fähigkeit endet nur selten folgenlos für den Anwender, da nur wahre Meister der Macht dazu in der Lage sind, sie präzise einzusetzen.[9] Daher war der Gebrauch durch Ritter im alten Jedi-Orden untersagt.[2] Die bei der Anwendung des Smaragdblitzes freiwerdenden Energien können auch gebündelt in Form eines Kinetit als pure kinetische Energie eingesetzt werden.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Obwohl sich die Jedi für lange Zeit darüber bewusst waren, dass sich die Macht offensiv als Blitz kanalisieren ließ, verbanden sie diese Anwendungsform mit der Dunklen Seite, da sie meist von denjenigen unter ihnen verwendet wurde, die sich den Sith anschlossen. Daher war diese Technik lange Zeit als „Sith-Blitz“ verpönt. Aufgrund der diversen mutmaßlich negativen Einflüsse der Verwendung von Macht-Blitzen verboten mehrere Regeln des Jedi-Ordens ihre Verwendung. Allerdings weigerten sich einige Jedi-Friedenshüter, die Nutzung der Machtfähigkeit zu unterdrücken, da sie sie für einen naturgegebenen Teil ihrer Waffen gegen die Feinde des Ordens hielten.[3] Während der Neuen Sith-Kriege verleitete die rohe Kraft der Sith zahlreiche Jedi dazu, ihnen mit Zorn zu begegnen. Dabei verloren sie größtenteils ihre Selbstkontrolle und näherten sich der Dunklen Seite an, als sie Machttechniken wie den Macht-Griff, den Machtwahnsinn, das Todesfeld, Morichro oder Smaragdblitze als helle Ausprägung des Macht-Blitzes anwendeten. Nach dem Ende des Konflikts und dem Inkrafttreten der Ruusan-Reform begann die Jedi-Großmeisterin Fae Coven damit, Das Buch der Jedi zusammenzustellen, ein Handbuch für junge Padawane in Ausbildung. Dazu bat sie die Jedi-Seherin Sabla-Mandibu, eine Abhandlung über Wandlungsfähigkeiten zu verfassen. Dafür verfasste die Seherin einen kurzen Informationstext über für Jedi-Ritter verbotene Machtfähigkeiten, in dem sie auch die Entwicklung der Smaragdblitz-Technik diskutierte.[2] Trotzdem wurde der Smaragdblitz von einigen Jedi-Meistern unter kontrollierten Bedingungen erforscht.[2]

Der Jedi-Meister Plo Koon war als Kel’Dor dafür prädestiniert, moralische Dilemmata getreu der manichäischen Weltanschauung seiner Spezies streng in Kategorien wie „gut“ und „böse“ zu unterteilen. Die Kel’Dor befürworteten die Durchführung öffentlicher Hinrichtungen sowie von Strafamputationen, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass sich Koon dazu hinreißen ließ, Lynchjustiz zu üben, als hoch galt.[10] Während seiner Ausbildung erfuhr er wie viele andere Initiaten von verbotenen Techniken der Dunklen Seite wie dem Macht-Blitz, hegte aber nie ein besonderes Interesse, mit derartigen Anwendungsformen der Macht zu experimentieren, da er sich darüber im Klaren war, dass es sich dabei um Aspekte der Dunklen Seite handelte. Allerdings wusste Koon, dass er über ein angeborenes Talent für die Fähigkeit verfügte. Kurz nach dem Tod seines Meisters Tyvokka während des Stark-Hyperraum-Krieges im Jahr 44 VSY jagte Koon fünf Tage lang den Verbrecher Dreed Pommel, bis er ihn in einer Vorstands-Suite in der schwimmenden Stadt Ektra auf dem Planeten Metellos aufspürte. Obwohl sich Koon darum bemühte, unbemerkt zu bleiben, wurde Pommel auf den Jedi aufmerksam und nahm das fünfjährige Mädchen Claria Labreezle als Geisel, nachdem er ihre Eltern und ihre beiden Geschwister getötet hatte. Er plante sie zu benutzen, um seinen Verfolger von weiteren Aktionen abzuhalten und seine Flucht zu seinem privaten Landeplatz zu decken, und sie nach seinem geglückten Entkommen ebenfalls zu töten. Statt seine Optionen zu prüfen und Pommel mithilfe seines Lichtschwerts oder eines gezielten Macht-Schubs außer Gefecht zu setzten, handelte Koon mit dem Antrieb, Labreezle unverletzt zu retten, instinktiv, streckte seinen rechten Arm in Richtung des Entführers aus und kanalisierte die Macht in einem Bündel von Macht-Blitzen, als der Verbrecher sie auf sein Fluchtschiff zu ziehen versuchte. Er traf Pommels Kopf und zwang ihn so, seine Waffe fallenzulassen und das Mädchen freizugeben. Anschließend machte Koon ihn mithilfe eines weiteren Blitzbolzens bewusstlos, um ihn bis zum Eintreffen der lokalen Justizbehörden ruhigzustellen. Nach seiner Rückkehr von Metellos nahm Koon seinen Einsatz von Macht-Blitzen in seinen Bericht an den Jedi-Rat auf. Er behauptete darin, stets die Kontrolle über sich selbst behalten und sich nicht der Dunklen Seite angenähert zu haben. So sei er nie in die Versuchung geraten, Pommel einen Todesstoß zu versetzen. Stattdessen habe er mit dem Willen der Macht und nur zu dem Zweck, die Bedrohung für Labreezle zu beenden gehandelt. Obwohl der Jedi-Rat befürchtete, Koons instinktiver Einsatz der Technik sei durch Tyvokkas Ableben nur kurz zuvor befördert worden und es sei ein Fehler gewesen, ihn auf die Mission zu entsenden, bestand der Kel’Dor darauf, dabei ohne Wut gehandelt und keineswegs auf eine undisziplinierte Weise versucht zu haben, Stress abzubauen. In der Folge meditierte Koon lange Zeit über Vorzüge und Gefahren der Fähigkeit. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass er es für falsch hielt, diese Form der Macht-Benutzung zu ignorieren. Daraufhin begann Koon, die Fähigkeit gezielt zu trainieren, um sie zu einer nützlichen Waffe im Kampf weiterzuentwickeln. Kurz vor seiner eigenen Berufung in den Jedi-Rat fertigte Koon einen Bericht über seine Mission auf Metellos und seinen Einsatz der Macht-Technik, die er darin als „Elektrisches Urteil“ bezeichnete, für das Große Holocron an. Er führte darin aus, den Einsatz der Fähigkeit nicht zu bereuen und sie auch künftig ohne zu zögern einsetzen zu wollen.[3] Koon meisterte neben dem Smaragdblitz auch andere Techniken wie die Umweltbeeinflussung[10] bis zum Beginn der Blockade von Naboo.[4] Die Jedi-Meisterin Adi Gallia beherrschte die Fähigkeit, Macht-Blitze auf ihre Feinde zu werfen.[11] Auch der Jedi-Großmeister Yoda war während der Klonkriege dazu in der Lage, grüne Smaragdblitze zu nutzen.[5]

Darth Vader, der aufgrund seiner kybernetischen Implantate nicht dazu imstande war, Macht-Blitze zu werfen, griff im Kampf gegen Luke Skywalker auf die mit dem Smaragdblitz verwandte Kinetit-Technik zurück.[2] Der Jedi-Ritter Kyle Katarn setzte im Kampf Macht-Blitze ein.[12] Als der Jedi Jacen Solo im Rahmen eines Kommandounternehmens auf einem Weltschiff der Yuuzhan Vong über dem Planeten Myrkr in Gefangenschaft geriet, wurde er der gefallenen Jedi-Meisterin Vergere überantwortet, die ihn im Auftrag der Invasoren brechen sollte. Allerdings verfolgte die Fosh insgeheim das Ziel, Solo auf die Dunkle Seite zu führen. Nachdem sie ihn an Bord eines Transporters und des Saatschiffs bereits zweimal verraten hatte, lieferte sie ihn in den Katakomben des terrageformten Planeten Coruscant an der Stelle des früheren Jedi-Tempels dem Exekutor Nom Anor und einer Gruppe von Kriegern aus. Aus Verzweiflung und Zorn über den erneuten Verrat kanalisierte Solo daraufhin instinktiv Macht-Blitze durch seine Hände und schleuderte sie auf Vergere, die er auf diese Weise leicht verwundete. Durch diese Tat näherte er sich der Lehre des Potenziums an, aus der er später seine Vorstellung der Vereinigenden Macht entwickelte.[13] Einige Zeit nach seiner Flucht von Coruscant nahm Solo an der Schlacht bei dem Mond Ebaq 9 teil, im Zuge derer das Militär der Neuen Republik große Teile der Yuuzhan-Vong-Reserveflotten einkesseln und vernichten konnte. Kurz vor dem Ende der Schlacht landete eine große Einheit von Bodentruppen unter dem Kommando des Kriegsmeisters Tsavong Lah auf Ebaq 9, wohin sich Solos Zwillingsschwester Jaina mit ihrer Staffel zurückgezogen hatte. Um seine Schwester zu beschützen, begab sich Jacen Solo ebenfalls auf den Mond und stellte sich einer Einheit der Invasoren in den Weg. Nachdem er seine Munition und Granaten verschossen hatte, spürte er die Verzweiflung seiner Schwester und kanalisierte abermals die Macht in Form von Macht-Blitzen, um die angreifenden Krieger abzuwehren. Dabei achtete er darauf, keine tödlichen Blitze zu verwenden, um sich nicht der Dunklen Seite zu nähern, sondern die Angreifer nur zu betäuben.[7] In der kriegsentscheidenden Schlacht um Coruscant drangen Luke Skywalker, Jacen und Jaina Solo in die Zitadelle des Höchsten Oberlords Shimrra Jamaane ein, um den Anführer der Yuuzhan Vong zu stürzen. Im Kampf gegen Shimrra und seine Schlächter wurde Jacen Solo zu Boden geworfen, woraufhin Luke Skywalker einen Angreifer, der seinen Neffen zu töten drohte, mithilfe einer Entladung grüner Smaragdblitze kampfunfähig machte.[14] Skywalker setzte bläuliche Smaragdblitze während des Schwarmkrieges gegen Killiks ein.[6] Die Jedi-Chronistin Tionne Solusar nahm einen Auszug aus Plo Koons Ausführungen über das Elektrische Urteil in ihr Kompendium Jedi vs. Sith – The Essential Guide to the Force, das sie im Jahr 40 NSY publizierte.[3]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]