Longbeam

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Longbeam.jpg
Longbeam
Technische Informationen
Hyperraumantrieb:

vorhanden[1]

Ausstattung:
Bewaffnung:
Kapazitäten
Besatzung:

min. 3[1]

Passagiere:

24[1]

Nutzung
Zugehörigkeit:

Galaktische Republik[1]

Der Longbeam war ein Raumschiffstyp, der während der Blütezeit der Galaktischen Republik von deren Friedensflotte und ihren Mitgliedswelten eingesetzt wurde. Der Longbeam galt als ein vielseitig einsetzbares Schiff, das in Kriegszeiten als Kampfschiff und in Friedenszeiten als Transport- und Rettungsschiff verwendet wurde.

Beschreibung

Der Longbeam galt als das „Arbeitstier“ der Galaktischen Republik. Grund hierfür waren die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten des Schiffes, das ohne größere Modifikationen als Personen- und Warentransporter[4] oder als militärisches Kampfschiff, als Truppentransporter, für Erkundungs- und Rettungseinsätze und Abschleppmaßnahmen verwendet werden konnte. Äußerlich erinnerte das Schiff entfernt an einen Hammerfish von Glee Anselm: Die Front des Schiffes bestand aus einem stumpfen, bulligen,[1] horizontal verlaufenden Bugbereich, in dem sich mittig das Sichtfenster der Brücke befand. Der breite Bug saß auf einem schmalen Hals, der in den langgezogenen Frachtbereich des Longbeams mündete. Am Heck des Schiffes befanden sich, seitlich vom Korpus abstehend, die zwei Triebwerke,[2] die für die Beschleunigung des Schiffes sorgten. Longbeams verfügten über einen eingebauten Hyperantrieb und waren daher in der Lage, abseits größerer Trägerschiffe auch eigenständige Missionen auszuführen.[1]

Zum Fliegen eines Longbeams wurde eine Besatzung von mindestens drei Personen benötigt, es fanden problemlos weitere Crewmitglieder oder bis zu 24 Passagiere an Bord eines Longbeams Platz. Obwohl ursprünglich nicht als reines Kriegsschiff entwickelt, verfügten die Longbeams über eine gute Bewaffnung.[1] An den beiden Enden des Bugs befanden sich je zwei Laserkanonen.[2] Weiterhin verfügte das Schiff über Raketenwerfer, die mit sechs Raketen bestückt waren. Zur Steuerung und Berechnung von Angriffen und Defensivmanövern besaß der Longbeam dezentralisierte Prozessoren, welche mehrere Angriffsmuster gleichzeitig berechnen konnten. Das ermöglichte es im Notfall, ein Netz aus Laserfeuer, Raketen und defensiven Gegenmaßnahmen zeitgleich in einer einzigen Salve anzuwenden. Zu den Verteidigungsmechanismen der Schiffe gehörte ein Raketenabwehrsystem, das elektrostatisch aufgeladene Folien ausstieß, die als Täuschkörper fungierten und die Zielsuchsysteme eines solchen Geschosses ablenkten. Der Pilot eines Longbeams konnte die Kontrolle über die Waffensysteme des Schiffes auch an ein anderes Schiff übertragen. Für Bergungs- und Transportaufgaben verfügten die Longbeams außerdem über vier Magclamps, die an langen Kabeln aus dem Frachtraum heraus abgefeuert wurden und andere Raumschiffe, Frachtcontainer, Rettungskapseln und Trümmerteile ins Schlepptau nehmen konnten. Ursprünglich mit Duralloy-Kabeln versehen, stattete die Republik die Schiffe später mit aus Egarian silk bestehenden Kabeln aus, die wesentlich elastischer und strapazierfähiger waren. Für Rettungseinsätze waren unterhalb des Cockpits Düsen angebracht, über die ein Brandlöschmittel abgegeben werden konnte, um andere Schiffe oder Gebäude zu löschen. Außerdem waren Longbeams mit einem Pill droid ausgestattet, der Personen aus einem Wrack bergen konnte, und verfügten über einen Spind mit Notfallausrüstung für die Besatzung.[1] Um unerwartet länger andauernde Missionen durchführen oder anderen Schiffen zur Hilfe kommen zu können waren republikanische Longbeams bei ihren Einsätzen standardmäßig mit Treibstoff und Proviant für die zwei- bis dreifache Einsatzdauer ausgestattet.[5]

Geschichte

Im Jahr 232 VSY befand sich die Galaktische Republik auf dem Höhepunkt ihres Daseins, mit einer florierenden Wirtschaft, Kulturszene und einer langen Epoche des Friedens. Eine zentrale republikanische Flotte war zugunsten eines Militärabkommens zur gegenseitigen Unterstützung mit den Mitgliedswelten aufgelöst worden. Dennoch wurden neue Raumschiffsmodelle entwickelt, und der Longbeam entstand als ein Allrounder, der auch abseits von Kampfeinsätzen nutzbar war. In den republikanischen Schiffswerften auf Hosnian Prime gefertigt erhielten die Großkampfschiffe der republikanischen Bündniswelten Kontingente des Longbeams zugeteilt – Kreuzer der Emissary-Klasse konnten mindestens 28 der Schiffe an Bord nehmen, und auch die kleineren Pacifier-Patrouillenkreuzer verfügten zumeist über einige Longbeams. Im Kampf kamen die Longbeams in Kombination mit den Z-28-Sternenjägern der Incom-Gesellschaft zum Einsatz, oder, sofern sich die Jedi an Missionen beteiligten, mit deren Vectors.[1]

Kurz vor der Fertigstellung der prestigeträchtigen Starlight-Station im Äußeren Rand, die die Expansionspläne der Galaktischen Republik unterstützen sollte, kam es zu einem schwerwiegenden Hyperraumunglück im Rand. Dabei störte ein Schiff einer Piratengruppe, die sich die Nihil nannten, die Flugroute des Transportschiffs Legacy Run, das bei einem Ausweichmanöver zerbrach. Die Trümmer und Frachtabteile der Legacy Run verteilten sich über die Hyperraumrouten und begannen an verschiedenen Stellen in den Normalraum zurückzukehren, wo sie als Hochgeschwindigkeitsgeschosse durch die Wucht ihres Aufpralls ganze Planetenbevölkerungen auszulöschen drohten. Der erste Vorfall dieser Art ereignete sich im Hetzal-System, welches angesichts der unerwarteten Bedrohung einen Notruf absetzte, dem der in der Nähe befindliche republikanische Kreuzer Third Horizon nachkam. An Bord der Third Horizon befanden sich neben einigen Jedi unter Führung von Meisterin Avar Kriss auch 28[1] nahezu fabrikneue Longbeams. Die Third Horizon hatte allerdings nicht genug Personal für alle Longbeams an Bord, weshalb sämtliche Besatzungsmitglieder und Passagiere mit Flugerfahrung gebeten wurden, sich für den Einsatz zu melden.[4] Gemeinsam mit den Vector-Sternenjägern der Jedi starteten die Longbeams daraufhin, um die Trümmerteile abzuwehren und bei den Evakuierungsbemühungen zu helfen. Die Aurora IX unter Kapitän Bright scheiterte bei dem Versuch, eine Solarstation vor einem Trümmerteil zu retten, das sich schlichtweg zu schnell fortbewegte, um mit den Waffensystem des Longbeams zerstört zu werden. Sie dockten jedoch an dem Wrack der Station an und retteten alle acht Besatzungsmitglieder.[1]

Die Aurora III setzt ihre Magclamps ein.

Ein weiterer Longbeam, die Aurora III, wurde von Joss und Pikka Adren geflogen und bildete einen Verband mit den Jedi Mikkel Sutmani, Te’Ami, Nib Assek und Burryaga Agaburry. Sie verfolgten eines der größeren Trümmerteile und mussten feststellen, dass es sich dabei um ein Passagierabteil der Legacy Run handelte, dessen Insassen noch lebten. Da sich die Jedi weigerten, Unschuldige zu töten, probierten die Adrens ein riskantes Manöver, bei dem der Longbeam seine Magclamps auf das Abteil abfeuerte, während die Jedi dieses mit der Macht abzubremsen versuchten. Tatsächlich fanden mehrere der Magclamps ihr Ziel und die enorm belastbaren Kabel hielten dem Zug stand, während die Jedi mit Hilfe der Macht verhinderten, dass das Abteil durch das Manöver zerbrach. Die Einsatzgruppe meldete ihren Erfolg und andere Longbeams gelang es ebenfalls, auf diese Weise erfolgreich zu sein. Nachdem mit einem hochexplosiven Tibannaabteil auch die letzte große Gefahr für Hetzal Prime und seine Monde durch die Jedi aufgehalten worden war, begann die Republik mit Hilfsarbeiten im Hetzal-System, während gleichzeitig die Untersuchungen auf Hochtouren anliefen, um das Unglück aufzuklären – insbesondere, da es in den folgenden Tagen und Wochen zu immer weiteren Emergences kam, die zum Teil hohe Opferzahlen forderten.[1]

Avar Kriss und Jedi-Ritter Elzar Mann verwendeten daraufhin einen Longbeam, um nach Naboo zu reisen, wo sie sich mit den Hyperraumentdeckern Marlowe und Vellis San Tekka trafen, von denen sie sich einen Erklärungsansatz zu dem Unglück erhofften. Zwar konnten die San Tekkas ihnen keine Lösung präsentieren, doch unterstützten sie die Bemühungen der Republik, ein Rechenzentrum aus Navigationsdroiden zu bauen, mit dem sie die Flugbahnen und Austritte weiterer Trümmerteile im Voraus bestimmen konnten. Mit der Fertigstellung dieses System begaben sich republikanische Einsatzgruppen zu den Eintrittsorten, um nach dem Flugschreiber der Legacy Run zu suchen, von dem man sich eine Aufklärung des Unglücks erhoffte. Eine dieser Gruppen bestand aus vier Longbeams und zwei Vector-Sternenjägern, die Joss und Pikka Arden und die Jedi Sutmani und Te’Ami erneut zusammenarbeiten ließen. Nachdem sie einen Longbeam beim 39. Emergence zurückgelassen hatten, um Passagiere des dortigen Trümmerteils zu bergen, fanden sie beim 40. Emergence tatsächlich das Brückenteil der Legacy Run, welches den Flugschreiber enthielt. Als sie mit der Bergung begannen, wurden sie unerwartet von einer getarnten Korvette der Nihil angegriffen, die Raketen auf das Trümmerteil abfeuerte, um es zu zerstören. Es gelang den republikanischen Schiffen, die Raketen abzufangen, allerdings kostete es sie einen der Longbeams und Te’Ami. Plötzlich konnten sie das getarnte Schiff jedoch auf ihren Sensoren ausmachen, woraufhin die Aurora III und Sutmanis Vector zum Angriff übergingen, während Kapitän Meggal mit dem letzten Longbeam das Trümmerteil barg. Die Korvette flüchtete daraufhin und die Republik konnte anhand der Aufzeichnungen des Flugschreibers feststellen, dass die Nihil den Unfall der Legacy Run verursacht hatten, woraufhin Kanzlerin Lina Soh die Streitkräfte des republikanischen Bündnisses sammeln ließ, um die Piraten auszulöschen.[1]

Unter der Führung der Third Horizon unter Admiral Pevel Kronara flog ein Flottenverband zum Kur-Nebel, wo sie eine Flotte der Nihil antrafen. Die Third Horizon und die anderen Großkampfschiffe setzten ihre Longbeams und Z-28-Sternenjäger ab, die sich bald darauf in Gefechten mit den kleineren Schiffen der Piraten verwickelt fanden. Nachdem die Kreuzer der Republik durch ihr gezieltes Laserfeuer zunächst erfolgreich die Zahl der Gegnerschiffe ausgedünnt hatte, begannen die Piraten mit allen schmutzigen Tricks zu kämpfen, woraufhin immer mehr republikanische Longbeams und Jäger beschädigt und zerstört wurden. Als eine Gruppe Longbeams eine leichte Korvette der Piraten scheinbar zur Aufgabe gebracht hatten und das Schiff seine Rettungskapseln startete, nutzten die Longbeams umgehend ihre Magclamps, um die Kapseln einzusammeln und an Bord eines republikanischen Kreuzers zu bringen. Dort explodierten die Rettungskapseln jedoch und richteten weitreichende Schäden an, da die Piraten ihre Aufgabe nur vorgetäuscht und die Kapseln mit Sprengstoff gefüllt hatten. Kurz darauf begannen stürzten die Piratenschiffe durch willkürliche Mikro-Hyperraumsprünge das Kampfgeschehen endgültig ins Chaos, da es den republikanischen Piloten kaum mehr möglich war, die Gegner zu treffen, während diese durch selbstmörderische Kollisionen weitere Schiffe der Republik zerstörten. Durch die zahlenmäßige Überlegenheit war die Republik schlussendlich siegreich, doch waren zahllose Longbeams und Z-28 zerstört worden und die Verluste auf Seiten der Republik hoch.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 Das Licht der Jedi
  2. 2,0 2,1 2,2 The Great Jedi Rescue
  3. Eigenübersetzung: „Weapons hot, everything else is good to go, too — magclamps, fuel looks good, the whole deal.”
  4. 4,0 4,1 Starlight
  5. In die Dunkelheit (Kapitel 4)
  6. Eigenübersetzung: „Whoa, you guys seeing this? Target acquired — battle corvette… ugly-looking thing. Not the New Elite, another ship. Master Sutmani, how about your Vector and my Longbeam go after it while Captain Meggal grabs the flight recorder?”

Konzeptzeichnungen für einen Bomber aus Die letzten Jedi
  • Der republikanische Longbeam wurde für das Literaturprogramm Die Hohe Republik entwickelt und mit dem Roman Das Licht der Jedi von Charles Soule eingeführt, während die zeitgleich erschienene Kinderbuchadaption The Great Jedi Rescue erste Illustrationen des Schiffes beisteuerte.
  • Für Die Hohe Republik wurden in der Vorbereitung tausende alter Konzeptzeichnungen aus den Filmproduktionen auf verwendbare Modelle durchsucht. Anhand eines nicht verwendeten Konzeptes von James Clyne für den Widerstandsbomber in Episode VIII – Die letzten Jedi entstand der Longbeam, für den die Autoren das Konzept ohne nennenswerte Veränderungen adaptierten.[1]
  • Während in Das Licht der Jedi die Longbeams und Vectors bei Hetzal gemeinsam von dem republikanischen Kreuzer Third Horizon starten, gibt die Kinderbuchadaption an, dass drei Vectors aus dem Hangar eines Longbeams starten. Dies passt jedoch weder zur Beschreibung der Ereignisse im Roman, noch zur dortigen Beschreibung der Transportkapazitäten eines Longbeams, allerdings wurde in der vereinfachten Kinderbuchadaption das Vorkommen der Third Horizon ohnehin vollständig ausgelassen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]