T.I.E.-Sternenjäger

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T.I.E.-Sternenjäger
Allgemeines
Hersteller:
Serie:

TIE-Serie[3]

Klasse:

Sternenjäger[2]

Technische Informationen
Antrieb(e):

SIE-TIE-Zwillingsionenantrieb[2]

Bewaffnung:

Ionenkanone[4]

Kapazitäten
Besatzung:

1 Pilot[3]

Nutzung
In Dienst gestellt:

19 VSY[2]

Zugehörigkeit:

Der T.I.E.-Sternenjäger,[6] kurz für Twin Ion Engine, war ein Sternenjäger-Prototyp, der von Raith Sienar zur Zeit der Klonkriege entwickelt wurde. Für die nötige Forschung und Entwicklung war Sienar Advanced Systems zuständig, während Sienar Republik-Systemtechnik und dessen Nachfolger Sienar-Flottensysteme die Produktion des Raumschiffes übernahmen. Der T.I.E.-Sternenjäger war als künftiger Standardjäger für die Flotte der Galaktischen Republik konzipiert und sollte die diversen im Krieg eingesetzten Sternenjägerklassen der Großen Armee der Republik nach dem Sieg gegen die Separatisten ersetzen. Das Galaktische Imperium, das im Jahr 19 VSY aus der Republik hervorging, übernahm das Modell in seine Flotte. Das Raumschiff unterschied sich von anderen vergleichbaren Klassen durch seine SIE-TIE-Technologie, einen speziellen Zwillingsionenantrieb, der dem Schiff eine besondere Manövrierfähigkeit verlieh. Das Schiff wurde zweimal weiterentwickelt. Dabei entstanden der TIE-Jäger und der TIE/LN-Raumüberlegenheitsjäger, der lange Zeit das Rückgrat des imperialen Jägerkorps bildete. Außerdem wurden diverse Varianten des Sternenjägers produziert.

BeschreibungBearbeiten

Die erste Generation des T.I.E.-Sternenjägers war ein schnittiges, schwarzes Raumschiff mit einer Breite von 20 Metern.[7] Dieses anfängliche Äußere wurde bis zur Fertigstellung des ersten verkaufsbereiten Prototypen noch evaluiert und angepasst, bis der Jäger nur noch etwa halb so breit war.[3] Den wichtigsten Teil des Schiffes bildeten die effizienten Zwillingsionenantriebe, um die die anderen Teile herumgebaut wurden.[2] Der neuartige SIE-TIE-Zwillingsionenantrieb[3] nutzte Mikropartikel-Beschleuniger, um ionisierte Gase auf relativistische Geschwindigkeiten zu beschleunigen und den Jäger so nach dem Rückstoßprinzip voranzutreiben. Die Besonderheit des Schiffes bestand in den unabhängig gelenkten Ionenströmen, die von Deflektoren gekrümmt wurden. Dieses zweidüsige Konzept sollte für punktgenaue Manövrierfähigkeit sorgen.[1] Der neuartige Antrieb war anderen Ionenantrieben durch seine hohe Effizienz und präzise Bauweise voraus.[2] Die seitlichen Solarkollektoren auf den Flügeln unterstützten die Stromerzeugung des Jägers und machten den internen Energiekreislauf effizienter. Der Energiekollektor verursachte ersten Testberichten zufolge Kompatibilitätsprobleme mit Hyperantrieben, Lebenserhaltungssystemen und Schilden der zur Zeit der Einführung aktuellen Generationen.[1] Beim T.I.E.-Sternenjäger wurden daher alle Komponenten weggelassen, die nicht als absolut notwendig angesehen wurden. Diese Eigenschaft machte den Sternenjäger zu einem der leichtesten und wendigsten Schiffe seiner Klasse.[2] An den Seiten der Solarpanele befanden sich Hitzetauscher, die einer Überhitzung des Motors vorbeugen sollten.[7]

Da im T.I.E.-Sternenjäger keine beweglichen Bauteile verwendet wurden, die unter besonderer Hitze oder übermäßigem Druck standen, galt er als ein eher verschleißarmes Schiff und war für seine geringe Störanfälligkeit bekannt.[2] Zwischen den zwei Solarpanelen, die als S-Flügel fungierten, lag die kugelförmige Pilotenkanzel, die auch ein später bei den meisten TIE-Varianten verwendetes Stilmerkmal war. Dieses Design war inspiriert von den Sternenjägern der Eta-2 Actis- und der Alpha-3 Nimbus-Klasse aus den Klonkriegen.[2] Das kompakte Kabinendesign galt als elegant.[7] Als Waffen waren im T.I.E.-Sternenjäger unter anderem Ionenkanonen von Sienar verbaut, die zur Störung der Elektronik von Feindschiffen genutzt werden konnten. Diese Geschütze waren meist mit speziellen Energiezellen bestückt, die für bis zu 50 Schüsse ausreichten.[4] Der T.I.E.-Sternenjäger war klein und günstig in der Herstellung, passte aufgrund seiner kompakten Bauweise gut in die Hangars alter republikanischer Großkampfschiffe und war leicht in Massenproduktion zu bringen.[3] Nach den anfänglichen Plänen der Hersteller sollte der Raumjäger eine Überraschungswaffe gegen die Piratenbanden im Äußeren Rand sein.[7]

GeschichteBearbeiten

Raith Sienar, der Eigentümer von Sienar Republik-Systemtechnik, beschäftigte sich in den Jahrzehnten vor den Klonkriegen mit den Raumschiff– und Antriebsdesigns der Sith. Dabei versuchte er, Modernisierungs– und Verbesserungsmöglichkeiten für diese Entwürfe zu finden. Während seiner Forschungen stieß er auf einen Sternenjäger, der von einem doppelten Ionenantrieb vorangetrieben worden war und dadurch eine besonders große Wendigkeit und Geschwindigkeit erreicht hatte.[2] Im Jahr 32 VSY kam die Scimitar, ein modifizierter, dem Sith-Lord Darth Maul zur Verfügung gestellter Sternenkurier von Sienars Unternehmen zum Einsatz. In den folgenden drei Jahren entwickelte Raith Sienar das Konzept dieses Schiffs persönlich weiter und stellte einen ersten Entwurf fertig, aus dem er später den T.I.E.-Sternenjäger entwickelte. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Schiff schon die Grundzüge des späteren Designs, war jedoch weitaus größer. Zunächst war es Sienars Absicht, die Raumschiffe zum Schutz von Konvois der Handelsföderation im Äußeren Rand einzusetzen, einem seiner wohlhabendsten und meistabnehmenden Auftraggeber. Allerdings zeigte er die Prototypen auch seinem Freund Wilhuff Tarkin, einem republikanischen Flottenoffizier, der sich von den Schiffen beeindruckt zeigte. Sienar bot der Republik einen Sonderpreis für die Abnahme der Schiffe an. Tarkin lehnte diesen Vorschlag aber ab und bat Sienar darum, die Fahrzeuge weiterzuentwickeln. Während der Konzernchef die späteren T.I.E.-Jäger als zivile Modelle für den Kampf gegen Piraten sah, stellte sich Tarkin schon zu diesem Zeitpunkt eine groß angelegte militärische Nutzung des Jägers vor.[7]

Raith Sienar präsentiert den SIE-TIE.

Nach weiteren sieben Jahren der Weiterentwicklung stellte Raith Sienar 13:4:11 nach der Großen Eichung das Antriebssystem des Schiffes – den von Sienar Advanced Systems entwickelten SIE-TIE – in der Niederlassung seines Unternehmens in Lola Curich, einer Stadt auf dem Planeten Lianna, unter galaxisweiter medialer Aufmerksamkeit vor. Der Aufsichtsrat von Sienar Republik-Systemtechik hatte die Massenproduktion dieses Ionenantriebs zugelassen und in das Budget eingeplant. Sienar kündigte daher an, dass der Jäger bald darauf verkaufsbereit sein würde und für Regierungen der republikanischen Welten bereitgestellt werden sollte. Nachdem Sienar den SIE-TIE-Zwillingsionenantrieb vorgestellt und mittels eines Hologrammprojektors erläutert hatte, veröffentlichten die HoloNetz-Nachrichten einen Bericht. Infolge dieser Produktpräsentation stieg die Santhe/Sienar-(SST)-Aktie binnen kurzer Zeit um 27,58 Credits – eine Wertsteigerung von 14% an der galaktischen Börse. Das Büro der Besitzerin dieser Aktiengesellschaft, Valles Santhe, ließ daraufhin vermelden, dass die Unternehmenspräsidentin mit diesen wirtschaftlichen Ergebnissen zufrieden war. Analysten schätzten, dass das Reinvermögen von Sienar an dem Tag der Präsentation um 640 Millionen Credits angestiegen sei. Die neue Doppelionentriebwerkstechnik sowie die von Sienar persönlich entwickelten Solarkollektoren auf den Flügeln galten als revolutionäre Ideen. Allerdings kritisierten Experten, dass das Komplettsystem nicht für den Einbau in bestehende Schiffe geeignet war, da die aktuelle Hyperraumantriebstechnologie sowie lebenserhaltende Systeme und Schilde Kompatibilitätsprobleme verursachen konnten. Das Unternehmen behielt sich vor, keine Details über die zukünftige Verwendung dieser Technologie herauszugeben. Die unternehmensinternen Tests wurden von dem Qualitätssicherungsinspekteur Eta Lapha abgenommen. Das System war das erste Produkt der Sienar-Unternehmensgruppe, das alle Sicherheits- und Leistungsprüfungen im ersten Testlauf bestand.[1]

Während der Klonkriege kamen auf der Seite der Galaktischen Republik verschiedene Sternenjägermodelle zum Einsatz. Da Sienar vohersah, dass dieser Bereich der Flotte nach dem Ende des Krieges der Standardisierung bedürfen würde, entwickelte er während des galaxisweiten Konfliktes den T.I.E.-Jäger, den er nach dem Krieg an die Republik verkaufen wollte. Er stellte probeweise einige Modelle in den Dienst der Republik, um ihre Kampftauglichkeit zu testen.[3] Dabei orientierte er sich auch an den Designs der erfolgreichen Sternenjäger der Eta-2 Actis– und Alpha-3 Nimbus-Klasse, die in den Klonkriegen eingesetzt wurden. Dadurch entstand ein Patentstreit mit den Kuat-Triebwerkswerften, den Entwicklern dieser Schiffe.[2] Nachdem die Galaktische Republik mit der Beendigung der Klonkriege in das erste Galaktische Imperium umgewandelt worden war, suchte die neue militärische Führung nach einem neuen Standardjäger für die imperiale Raumflotte zur Durchsetzung der Neuen Ordnung.[3] Die erste offizielle Produktlinie des T.I.E.-Sternenjägers wurde von den Sienar-Flottensystemen kurz nach der Entstehung des Imperiums auf den Markt gebracht.[2] Zwar wurden für den Bau des künftigen Standardjägers mehrere berühmte Raumschiffdesigner in Betracht gezogen, doch entschied sich das Oberkommando letztlich für Sienars Schiff. Die Gründe für die Entscheidung des Oberkommandos waren vielschichtig: Einerseits war der Sternenjäger klein, wendig, schnell und günstig in der Massenproduktion,[3] andererseits handelte es sich bei dem SIE-TIE-Zwillingsionenantrieb um das am präzisesten gebaute Antriebssystem der galaktischen Geschichte.[2] Zudem passte das Schiff in die kleinen Hangars der noch immer genutzten Großkampfschiffe der Republik aus den Klonkriegen.[3] Auf imperialen Militärkonklaven wurde oftmals die Sinnhaftigkeit der Nutzung von T.I.E.-Sternenjägern kritisiert, da sie nach Ansicht der Militärexperten zu unscheinbar waren, um die Macht des Imperiums wirkungsvoll demonstrieren zu können. Raith Sienar wurde mit einem weitreichenden Exklusivvertrag zur navalen Ausstattung des Imperiums versehen und der T.I.E.-Sternenjäger eines der Symbole für den Erfolg der Neuen Ordnung.[2] Anfangs überzeugte das Schiff durch seine kontinuierlichen Leistungen. Mit dem Wachstum der imperialen Raumflotte äußerten einige Experten jedoch die Meinung, dass es an der Zeit sei, den T.I.E.-Jäger durch ein beeindruckenderes Raumschiff zu ersetzen. Dazu machte unter anderem die Incom Corporation einige Vorschläge, die jedoch allesamt zugunsten der TIE-Serie abgelehnt wurden. Aus diesen Entwürfen entstanden stattdessen einige spätere Sternenjägermodelle der Rebellen-Allianz. Das Oberkommando begründete seine Ablehnung in erster Linie monetär: Da die Produktion von Sternenzerstörern der Imperium-Klasse kostspielig war, fehlte der Flotte das Geld zur Entwicklung anderer Jägertypen. Im Laufe der Zeit wurde der T.I.E.-Sternenjäger in zweiter Generation durch den TIE-Jäger und zuletzt als dritte Überarbeitung durch den TIE/LN-Raumüberlegenheitsjäger ersetzt, der seit diesem Zeitpunkt die Hauptstütze des imperialen Jägerkorps bildete.[3]

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Successful Engine Tests Cause Sienar Stock Surge in den HoloNetz-Nachrichten (Artikel)
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 The Essential Guide to Warfare
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 3,9 Adventure Journal 10Alliance Intelligence Report: TIE Fighters
  4. 4,0 4,1 Palpatines Auge
  5. Eigenübersetzung: „Never before has such a radical approach to engine design passed all of our safety and performance requirements in its initial evaluation. It’s hard to believe that this is a first-generation product.”
  6. Eigenübersetzung von „T.I.E. starfighter“ (Adventure Journal 10Alliance Intelligence Report: TIE Fighters)
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Planet der Verräter

  • Die Distinktion der drei Generationen von TIE-Jägern findet sich bereits in frühen Rollenspiel-Werken wie dem Star Wars Sourcebook und The Roleplaying Game, wurde aber insbesondere in erzählenden Werken wie Romanen oder Comics nicht eingehalten, sodass dort stets nur von „TIE-Jägern“ die Rede ist. Die Informationen aus diesen Quellen wurden im Artikel TIE/LN-Raumüberlegenheitsjäger zusammengefasst, der als dritte TIE-Generation schon in der Anfangsphase des Galaktischen Imperiums das Rückgrat der imperialen Raumstreitkräfte bildet.
  • Jason Fry, der Autor des Essential Guide to Warfare, kommentierte seine Ausführungen über die T.I.E.-Sternenjäger in den Endnotizen zu seinem Essential Guide in seinem Blog. Darin beschreibt er seine eigene anfängliche Verwirrung im Umgang mit den Bezeichnungen „TIE“ und „T.I.E.“ und die Zuordnungsprobleme in diesem Bereich. Allerdings erklärte er auch, dass die Entwicklung der Geschichte um die TIE-Serie amüsant gewesen sei, insbesondere bei der Verflechtung von Raith Sienars Entwürfen mit antiken Sith-Designs.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eigenübersetzung: „Can I just say how irritating it is that T.I.E. fighters and TIE fighters are different things? Speaking of which, we capitalized TIE/LN, TIE/AD etc. to eliminate the confusion between ln (el-en) and In (eye-en).”