Delta-Klasse T-3c-Raumfähre

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Krennics Shuttle.jpg
Delta-Klasse T-3c-Raumfähre
Allgemeines
Hersteller:

Sienar-Flottensysteme[1]

Serie:

Alphabet-Serie[1]

Modell:

T-3C-Raumfähre[1]

Klasse:

Delta-Klasse[1]

Besondere Merkmale:
  • strenge, geometrische Rumpfform[2]
  • drei bewegliche Flügel[2]
Technische Informationen
Länge:

14,39 Meter[1]

Höhe:

25,10 Meter (mit aufgestellten Flügeln)[1]

Antrieb(e):

SFS-215-Ionenantrieb[1]

Hyperraumantrieb:

SFS/ig-45-Hyperantrieb[1]

Bewaffnung:
Kapazitäten
Besatzung:

2[1]

Passagiere:

15[1]

Nutzung
Rolle:

Personenbeförderung[1]

Zugehörigkeit:

Galaktisches Imperium[2]

Die Delta-Klasse T-3c-Raumfähre war eine Fähre aus der Alphabet-Serie der Sienar-Flottensysteme, die sich durch ihre strenge, geometrische Form und ihre drei einziehbaren Flügel auszeichnete. Die eigentlich nur als Testprojekt entworfene Delta-Klasse ging durch das Interesse von Orson Krennic an der klobigen Architektur doch in Produktion. Die im Vergleich zur beliebteren Lambda-Klasse nur wenig eingesetzte Fähre wurde insbesondere als Transportmittel für imperiale Würdenträger eingesetzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Mit seiner strengen, geometrischen Rumpfform und seinen drei beweglichen Flügeln bot die Delta-Klasse einen beeindruckenden Anblick.[2] Die von Servomotoren angetriebenen Schwenkflügel gewährleisteten die Stabilität des Schiffes im Atmosphärenflug. In den Flügeln waren die Deflektorschilde und Kommunikationssysteme untergebracht, da ihre flache Oberfläche ideal für die Energieübertragung von Hyperraumsignalen, Subraumradiowellen und Deflektorhüllen geeignet war. Um Signalstörungen zu vermeiden, wurden die Funktionen durch den Zentralcomputer bedient. Als Maßnahme gegen Überhitzung waren die Flügel mit Hitzedispersionssystemen ausgekleidet und am Hauptrumpf ein Kühlgitter installiert. HoloNetz- und Subraumtransmitterantennen, Prozessoreinheiten für Übertragungsquadruplexer, Sensorknoten an jeder Flügelspitze sowie eingebaute Energieverstärker garantierten einen ständigen Kommunikationskanal mit den imperialen Kommandoebenen. Die Flügel boten darüber hinaus Platz für komprimierte Treibstofftanks und Repulsorliftfeldgeneratoren. Mit der schrägen Flügelform, dem Hüllenmaterial und der Antriebskonfiguration war die Delta-Klasse für Tarneinsätze optimiert. Im Landeanflug wurden seit beiden seitlichen Flügel eingeklappt, um den Raumbedarf in Hangars oder auf Landeplattformen zu reduzieren. Mit zusammengeklappten Flügeln erreichte die 14,39 Meter lange Raumfähre eine Höhe von 25,10 Metern. In dieser Konfiguration wurden vier Landestützen an der Unterseite des Schiffes ausgefahren und eine unter dem Cockpit liegende hydraulische Zugangsrampe geöffnet.[1]

Im Hauptrumpf, unter dem mittleren Flügel, waren der Zentralcomputer, die Deflektorschildgeneratoren für Front und Heck und der Kommunikationssensor untergebracht. Links neben dem Truppenabteil waren die SFS-215-Ionenantriebsdüse, mit dem er in der Atmosphäre eine Geschwindigkeit von 603 Kilometern pro Stunde erreichen konnte, und der SFS/ig-45-Hyperantrieb untergebracht. Nach vorn konnte das Schiff Positionslichter ausrichten, nach hinten sendete es ein Formationslicht aus. Die unter der Flugdeckkontrolle liegende Laderampe schloss sich direkt an das Truppenabteil des Schiffes an, in dem bis zu 15 Passagiere befördert werden konnten. Das kompakte Innere des pyramidenförmigen Hauptraums bot nur wenig Platz, da der Großteil des Volumens für Treibstoff und die Energieversorgung benötigt wurde.[1] Daher war die Fähre vor allem auf den Transport von Personen und nicht von Fracht ausgelegt. Der Innenraum wurde durch Stabilisatoren und Gravitationseinheiten im Gleichgewicht gehalten und durch Lebenserhaltungseinheiten unterstützt.[3] Den Passagieren stand jedoch – im Gegensatz zu anderen imperialen Langstreckenschiffen – nur wenige Annehmlichkeiten, einfache Sitze und Sicherheitsgurte zur Verfügung. Von dem Truppenabteil führte eine Treppe nach oben zur Flugdeckkontrolle. Als Bewaffnung verfügte die Delta-Klasse über je zwei beidseitig am Hauptrumpf angebrachte KX9-Laserkanonen von Taim & Bak mit austauschbaren Spitzen sowie drei defensive KX3-Laserkanonen des gleichen Herstellers mit multispektralen Lasern, die jeweils an den Flügelspitzen montiert waren. Die Delta-Klasse war auf die Steuerung durch zwei Piloten ausgelegt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Rüstungsunternehmen Sienar-Flottensysteme, einer der wichtigsten Lieferanten für die imperiale Flotte, überzeugte die Entwickler seines Subunternehmens Cygnus Raumwerften noch in der Zeit der Republik, mit der Entwicklung der Alphabet-Serie von Privatfähren zu beginnen. Die von der Chefdesignern Lamilla Tion entworfenen Modelle zeichneten sich durch ihre elegante Dreiecksform und ihre beweglichen, zur Landung hochklappbaren Flügel aus. Die Delta-Klasse wurde in den Anfangsjahren der imperialen Herrschaft als Nebenprojekt ohne serielle Herstellung entworfen, an dem sich die Designer ausprobieren konnten. Allerdings zeigte Orson Krennic, der Direktor der Sonderabteilung für Rüstungsforschung in der Tarkin-Initiative, Interesse an der strengen, schmucklosen Architektur des Schiffes und brachte das Unternehmen dazu, die Delta-Klasse doch noch in Produktion zu gehen. Das für Tarneinsätze geeignete Modell wurde im Vergleich mit der beliebten Fähre der Lambda-Klasse aber nur selten eingesetzt.[1]

Krennic nutzte über zehn Jahre lang eine T-3c-Raumfähre der Delta-Klasse, ST 149, und bevorzugte sie auch gegenüber weitaus besser ausgestatteten Modellen.[1] Er ließ jedoch Wein an Bord deponieren, den er auf seinen Reisen konsumieren konnte.[3] Obwohl er die Geometrie des Schiffes bewunderte, betrachtete Krennic es auch nur als – wenn auch elegantes – Transportmittel wie jedes andere. Krennic Berater Dunstig Pterro hegte jedoch eine große Zuneigung zu dem Schiff und nannte es insgeheim die Pteradon. Krennics Fähre sendete über seine Transponder eine automatische Sicherheitsfreigabe, die es als Gefährt eines hochrangigen Mitglieds der Tarkin-Initiative auswies und die protokollgemäße Meldungen damit entbehrlich machte. Außerdem durfte ST 149 besondere, hochrangigen imperialen Amtsträgern Landeplätze nutzen, unter anderem eine eigene Landebucht an der Hauptbrücke des Todessterns und private Landeplattformen in den Einrichtungen der Tarkin-Initiative auf Eadu und Scarif.[1] Krennic nutzte ST 149, als er und sechs seiner Todestruppen im Jahr 13 VSY den abgelegenen Planeten Lah’mu aufsuchten, um den geflohenen Wissenschaftler Galen Erso und dessen Familie in sein Gewahrsam zu bringen.[4] Während Erso das landende Schiff beobachtete, studierte er den Aufbau des Schiffes und prägte sich seine Spezifikationen ein, um für einen kurzen Moment zu ignorieren, dass ihn das Imperium in seinem Exil aufgespürt hatte.[3] Nach dem Einsatz des Todessterns gegen die Heilige Stadt auf Jedha begab sich Krennic von dem Sternenzerstörer Executrix im Orbit des Mondes in die Einrichtung der Tarkin-Initiative auf Eadu, um den Verantwortlichen für einen Geheimnisverrat zu identifizieren.[4] Das Schiff wurde auf der Hauptlandeplattform der Anlage abgesetzt. Während seines Aufenthalts wurde die Station von einer Staffel von X-Flüglern der Rebellen-Allianz angegriffen. Krennic, der sich zu dem Zeitpunkt noch auf der Plattform aufhielt, wurde durch eine Explosion bewusstlos und daraufhin von Pterro und den Todestruppen zurück auf das Schiff gebracht. Der Ausstoß der Triebwerke warf die Rebellin Jyn Erso beinahe durch ein bei den Bombenaufschlägen der Sternenjäger entstandenes Loch in der Plattform. Von Eadu begab sich Krennic mit seiner Fähre nach Mustafar, um den Sith-Lord Darth Vader aufzusuchen, und dort nach Scarif, dem Standort eines imperialen Ingenieursarchivs, in dem Krennic die Ausmaße von Ersos Verrat ermitteln wollte. Kurz darauf wurde die gesamte imperiale Einrichtung auf Scarif durch den Todesstern vernichtet.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Eine Konzeptzeichnung für die Fähre der Delta-Klasse
  • Die T-3C-Raumfähre der Delta-Klasse wurde als neuer Raumschiffstyp für den ersten Anthology-Film Rogue One entwickelt. Parallel zu der Ausstellung eines Modells auf der Celebration Europe in London im Juli 2016 wurde ein mit dessen Ausschreibung inhaltsgleicher Beitrag in der Datenbank auf StarWars.com publiziert. Filmmaterial der Raumfähre wurde erstmals im zweiten offiziellen Trailer am 13. Oktober 2016 gezeigt.[1]
  • Das Aussehen der Raumfähre lehnt sich an die Gestaltung der Raumschiffe aus Episode III – Die Rache der Sith an. Ihre Ausstattung mit Tarntechnologie sollte dem Entwurf ein neues, aggressiveres Element verleihen, ohne die Star-Wars--typische „Skyhopper“-Konfiguration aufzugeben. Doug Chiang, der Kreativdirektor des Films, wollte mit dem Konzept eine neue Idee mit der typischen Gestaltung der Star-Wars-Filme verbinden.[2]
  • Der Name der Fähre wird in jeder Quelle, die den Namen erwähnt, unterschiedlich geführt: Der Eintrag des Schiffes in der Datenbank auf StarWars.com bezeichnet sie als „T-3c-Shuttle“, Rogue One – Das offizielle Filmmagazin als „T-3c Kommandofähre“, das Sachbuch Rogue One – Die illustrierte Enzyklopädie als „T-3C-Raumfähre“ und die Romanadaption des Films als „T-3c“. Dieser Artikel verwendet die geläufigere Kleinschreibung des „c“, die deutsche Übersetzung von Shuttle als „Fähre“ und dabei „Raumfähre“ aus Rogue One – Die illustrierte Enzyklopädie als die offizielle Bezeichnung, die weniger frei in der Übersetzung ist. Die Typenbezeichnung „T-3c“ und die Schiffsbezeichnung „Raumfähre“ werden dabei grammatikalisch korrekt mit einem Bindestrich verbunden.
  • Ein LEGO-Bausatz der T-3C-Raumfähre der Delta-Klasse wurde am 30. September 2016 im Rahmen des Force Friday als Set 75156 „Krennic’s Imperial Shuttle“ veröffentlicht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]