Schlacht von Rhen Var (Großer Galaktischer Krieg)

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Satele Shan Rhen Var.jpg
Schlacht von Rhen Var
Beschreibung
Konflikt:

Großer Galaktischer Krieg[1]

Datum:

ca. 3653 VSY[2]

Ort:

Rhen Var[1]

Ergebnis:

Anfänglicher Sieg des Imperiums und Einnahme von Rhen Var,[3] finaler Sieg der Republik[1]

Kontrahenten

Sith-Imperium[1]

Kommandeure

Jedi-Ritterin Satele Shan[1]

Darth Mekhis[1]

Truppenverbände
Verluste

Sehr schwer,[1] darunter zahlreiche Jedi[4]

Über 600,[1] vollständige Auslöschung der Schreckensmeute[4]

Die Schlacht von Rhen Var war eine militärische Auseinandersetzung zwischen der Galaktischen Republik und dem Sith-Imperium, die um das Jahr 3653 VSY gegen Ende des Großen Galaktischen Krieges ausgetragen wurde. Parallel zum imperialen Vorrücken auf die Kernwelten führten die Sith ihre Offensive im Äußeren Rand fort. Dabei geriet der Planet Rhen Var in den Fokus der Dunklen Rätin Darth Mekhis, die den Planeten als Testgebiet für ihre durch Sith-Alchemie erschaffenen neuen Kreationen nutzen wollte. Das Imperium war in seinen Bemühungen zunächst erfolgreich und nahm den Planeten ein. Daraufhin traf allerdings republikanische Verstärkung auf Rhen Var ein und startete angeführt von der Jedi-Ritterin Satele Shan einen Gegenangriff auf die sith-imperialen Truppen. Shan und ihren Soldaten gelang es dabei, eine Schneise in die feindlichen Linien zu schlagen. Dabei erlitt die Republik allerdings schwere Verluste. Shan und die Jedi Syo Bakarn, Jaric Kaedan und Bela Kiwiiks konnten ihre Truppen dennoch sammeln und den Vorstoß fortsetzen. Dabei erstürmte sie persönlich Mekhis’ Festung und verwundete die Sith in einem Lichtschwertkampf schwer. Obwohl die Republik den Sieg davontrug und kurzfristig den Vormarsch des Imperiums stoppen konnte, waren die erlittenen Verluste immens.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 3681 VSY kehrte das Sith-Imperium aus seinem Exil in den Unbekannten Regionen zurück und löste durch eine galaxisweite Offensive gegen die Galaktische Republik einen Krieg zuvor ungekannten Ausmaßes aus.[5] In den folgenden Jahrzehnten erlitt die Republik zahlreiche Niederlagen bei dem Versuch, das Vorrücken der Sith aufzuhalten, und schien kurz vor der vollständigen Vernichtung zu stehen.[6] Die beiden erfolgreich geführten Schlachten von Bothawui ermutigten die Jedi und die Republik jedoch. In der Folge gelang es ihnen, eine Reihe militärischer Erfolge zu erzielen und den Vormarsch der imperialen Truppen zu stoppen.[7]

Der Sith-Imperator und der Dunkle Rat drängten daraufhin auf ein rasches Ende des Krieges.[1] Das Imperium startete einen weiteren aggressiven Vorstoß auf die Kernwelten, griff hierbei Alderaan an und blockierte die für die Republik überlebenswichtige Hydianische Handelsstraße, während parallel dazu weitere Offensiven im Äußeren Rand gestartet wurden.[8] Insbesondere die Vorstöße in den Kernwelten trafen jedoch auf Widerstand und belasteten die imperiale Kriegsmaschinerie schwer. Um den dadurch ausgedünnten Truppen zu Hilfe zu kommen, zielte die Offensive im Äußeren Rand vor allem auf das Erlangen von dringend benötigten Ressourcen und Sklaven ab.[1] Als der Krieg sein drittes Jahrzehnt erreichte,[2] rückte der Planet Rhen Var in den Fokus der Dunklen Rätin Darth Mekhis. Die Sith-Forscherin und Alchemistin wollte die Welt einnehmen und die dortigen Ressourcen für die imperiale Kriegsmaschinerie und als Testgebiet für ihre neu entwickelten Waffen nutzen.[1]

Verlauf[Bearbeiten]

Die Invasion der imperialen Truppen,[3] bestehend aus Sith-Kriegern, Sith-Soldaten[1] – darunter die von der Republik als Kriegsverbrecher eingestufte Schreckensmeute[4] – und Typ-II-Kriegsdroiden,[1] löschte die republikanische Präsenz auf Rhen Var vollständig aus.[3] Mekhis richtete sich darauf ein Kommandozentrum in einer Festung in den verschneiten Bergen von Rhen Var ein und überließ das Kommando im Feld einem Untergebenen.[1]

Imperiale und republikanische Truppen kämpfen im Schnee Rhen Vars.

Die Republik reagierte auf die Besetzung von Rhen Var mit einem Gegenangriff.[3] Angeführt von den Jedi-Rittern Satele Shan, Jaric Kaedan, Syo Bakarn und Bela Kiwiiks griffen die republikanischen Truppen in den schneebedeckten Ebenen und Wäldern des Planeten an. Kiwiiks koordinierte die Schlacht taktisch, während Shan und Kaedan an den Frontlinien kämpften. Bakarn versorgte als Jedi-Heiler verwundete Soldaten.[1] Im Zuge des Kampfes griff die imperiale Schreckensmeute ein Jedi-Lager an und tötete alle dort befindlichen Personen. Da die Imperialen nicht schnell genug abzogen, war die Republik allerdings in der Lage, die gefürchtete Einheit durch einen Luftschlag vollständig zu vernichten.[4]

Das 45. Bataillon der Republik wurde während einer Aufklärungsmission in Rhen Vars Wäldern von den Imperialen mit Giftgas angegriffen. Dabei wurden zahlreiche Soldaten getötet, bevor Shan mit Verstärkung eintraf. Während Bakarn die Verwundeten behandelte, besprachen die anderen Jedi ihre aktuelle Lage und diskutierten darüber, ob ihre momentane Stellung zu halten sei. Shan plante jedoch einen Angriff, um zu Mekhis’ Festung vorzudringen. Kurz darauf wurden die republikanischen Truppen von den Imperialen angegriffen, konnten den Verstoß aber abwehren, eine Schneise in die feindlichen Reihen schlagen und zu Mekhis’ Bergfestung vorrücken.[1]

Mekhis erhielt eine Nachricht von ihrem Feldkommandanten, der ihr von über 600 Verlusten berichtete, aber auch die weitere Kontrolle des Imperiums über Rhen Var bestätigte. Die Sith aktivierte daraufhin ihre neu entwickelten Waffen – Nekroschwarm-Kolonien und Stanzkugeln – und gab ihren Untergebenen den Befehl, diese gegen die Republik einzusetzen. Trotz des scheinbaren Sieges der Sith drang Shan kurz darauf in das Kommandozentrum Mekhis’ ein und griff die Dunkle Rätin mit ihrem Lichtschwert an. Der Jedi gelang es hierbei, Mekhis schwer zu verwunden und damit den Sieg für die Republik zu sichern. Mekhis konnte aber entkommen.[1]

Folgen[Bearbeiten]

Die Schlacht von Rhen Var war eine der größten Schlachten des Krieges und ein wichtiger Sieg für die Republik. Wie zuvor die erfolgreiche Verteidigung Alderaans sorgte auch dieser Erfolg für einen deutlichen Aufschwung der Moral in den republikanischen Truppen, durch den die Jedi und das Militär weitere imperiale Vorstöße abwehren konnten. Allerdings erlitt die Republik in der Schlacht auch hohe Verluste. Die Gedenkdroiden benötigten drei Tage, um alle Namen der republikanischen Verluste zu rezitieren. Die Niederlage von Rhen Var verstärkte den Willen des Imperators auf ein rasches Ende des Krieges nur noch, sodass Pläne für eine letzte erfolgreiche Offensive entwickelt wurden. Die dadurch ermöglichte Plünderung von Coruscant[1] zwang die Republik zur Unterzeichnung des Vertrags von Coruscant, der das Sith-Imperium zum Gewinner des Großen Galaktischen Krieges machte.[8]

Die Verluste der Republik auf Rhen Var waren gewaltig.

Darth Mekhis diente noch mehrere Jahre im Dunklen Rat und war eine der Urheberinnen des Vertrags von Coruscant. Ihre Niederlage schürte jedoch ihren großen Hass auf die Jedi, insbesondere auf Shan, die sie besiegt hatte.[1] Der imperiale Oberst Rymar Quinn wurde im Zuge der Schlacht von Rhen Var getötet. Sein Sohn Malavai entschied sich inspiriert von der strengen und unnachgiebigen Art seines Vaters ebenfalls für eine Karriere im imperialen Militär.[3] Die vier maßgeblich an der Schlacht beteiligten Jedi – Shan, Kaedan, Bakarn und Kiwiiks[1] – wurden nach dem Ende des Krieges alle in den Hohen Rat der Jedi aufgenommen und für ihre Leistungen während des Krieges geschätzt.[9] Insbesondere Kaedan verfügte über gute Kontakte zum Militär der Republik,[10] während Shan als Großmeisterin des Jedi-Ordens sowohl von Militärs als auch Politikern der Republik häufig um Rat gefragt wurde.[11]

Khun Tazith, der Gründer der Schreckensmeute, wurde während des Neuen Galaktischen Krieges aus dem Ruhestand geholt und auf den Planeten Hoth entsandt. Dabei gelang es ihm, einen sith-imperialen Helfer zu überzeugen, die Illusion zu schaffen, die Schreckensmeute hätte die Schlacht von Rhen Var überstanden und werde gegen die Republik auf Hoth eingesetzt. Dadurch wollte er Elitestreitkräfte der Republik in die Clabburn-Tundra locken und dort in einer vorbereiteten Falle vernichten. Obwohl einige im republikanischen Kommando – darunter General Shodarra, der die Vernichtung der Schreckensmeute auf Rhen Var miterlebt hatte – an der Existenz der Einheit zweifelte, war Taziths Plan erfolgreich.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Die Schlacht von Rhen Var erschien erstmals in der 2011 veröffentlichten Comicgeschichte Verlorene Sonnen. Später wurde in dem Sachbuch The Old Republic Encyclopedia und in Kodex-Einträgen des Online-Rollenspiels The Old Republic weiter auf die Auseinandersetzung eingegangen.
  • Der genaue Zeitpunkt der Schlacht von Rhen Var ist unklar. Verlorene Sonnen gibt an, dass die Schlacht in den letzten Tagen des Großen Galaktischen Krieges stattfindet, der laut dem Roman Betrogen um das Jahr 3653 VSY endet. Die Informationen über die Folgen der Schlacht widersprechen allerdings der Aussage, dass das Ende des Krieges bald nach der Schlacht erfolgte.