Nergon-14

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Nergon-14 ist ein Sprengstoff, der in Kombination mit Färbemitteln wie Rubidium, Strontium oder Kalzium dazu verwendet werden kann, eine farbige Explosion zu erschaffen. Die Rebellin Sabine Wren nahm das Material in eine Liste von Sprengstoffen in ihr Tagebuch auf, in der sie neben Nergon-14 auch Megonit, Baradium und Baradiumnitrat empfahl. Gelegentlich wurde das Element auch als Treibstoff für Sternenzerstörer des Galaktischen Imperiums verwendet. Die Schrottsammlerin Rey listete Nergon-14 in ihrem Handbuch zum Überleben in der Wüste Jakkus als potentiell gesundheitsgefährdendes Material auf dem Schiffsfriedhof von Jakku auf.

Quellen[Bearbeiten]

Nergon-14 kurz vor der Detonation

Nergon-14, oft auch einfach als Nergon bezeichnet, ist ein natürlich vorkommendes Element, das aufgrund seiner hohen Reaktionsstärke als Sprengladung für militärische Protonentorpedos Verwendung fand. Seine große Sprengkraft und seine Seltenheit machen Nergon-14 zu einem der wertvollsten Stoffe der Galaxis. Bekannte Lagerstätten existierten auf Tyne’s Horky und in den Asteroidenfeldern des Christoph-Systems. Das Galaktische Imperium ging mehrfach Geschäftsbeziehungen mit Piraten und anderen Gesetzlosen ein, um seine knappen Vorräte aufzustocken.

Beschreibung[Bearbeiten]

Nergon-14 ist ein instabiles, explosives Element, das in seinem inaktiven Grundzustand eine pulsierende blaue Farbe aufweist. Sobald eine Aktivierungsenergie zugeführt wird, wird das Mineral zunächst hellrot und anschließend weiß, bevor es in einer stark exothermen Reaktion detoniert.[1] Aufgrund seiner großen Sprengkraft galt es als eines der reaktionsstärksten und deshalb gefährlichsten Rohmaterialien der Galaxis.[2] Raffiniertes Nergon-14 wird meist als flüssiger Sprengstoff vertrieben. Bereits wenige Tropfen auf einem Wattepellet genügen, um einen gepanzerten Tresorraum aufzusprengen. Geringfügige Fehlkalkulationen können dabei verheerende Wirkung haben,[3] da schon niedrigste Dosierungen gewaltige Sprengwirkung entfalten.[4] Schon die Zuführung geringer Mengen kinetischer Energie wie das Zubodenfallen des Sprengstoffs aus geringer Höhe kann die Detonation auslösen,[5] ebenso wie offenes Feuer in der Nähe des Minerals.[2] Kontrollierte Zündungen erfolgen meist durch einen elektrischen Impuls.[4] Nergon-14 wurde meist als Sprengladung imperialer Protonentorpedos verwendet, die in der Lage waren, große Ziele wie Transporter und Großkampfschiffe zu beschädigen oder zu zerstören.[6]

Der Sprengstoff kommt in der Natur insbesondere in Asteroiden[7] und Gebirgsregionen vor.[1] Bekannte Lagerstätten befanden sich in den Asteroidenfeldern The Hammers, The Halo und The Barren im Christoph-System nahe Christophsis[7] und auf der abgelegenen Minenwelt Tyne’s Horky, wo es in geringen Mengen neben dem Hauptexportprodukt Keschel abgebaut wurde.[8] Natürliche Vorkommen des Elements treten in Form von Einschlüssen mehrerer Nergon-14-Kristalle in größeren Gesteinsbrocken auf. Ablagerungen von Nergon-14 sind selten, sodass das Element als einer der wertvollsten Rohstoffe des Universums gilt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der natürlich vorkommende Sprengstoff Nergon-14 wurde auf mehreren Welten der Galaxis abgebaut und galt aufgrund seiner großen Sprengkraft und seiner Seltenheit als eines der kostbarsten Elemente überhaupt.[2] Die zahlreichen Asteroiden im Christoph-System enthielten große Vorkommen wertvoller Elemente wie Chanlon, Hfredium, Quadrillium und Nergon-14. Im Jahr 600 VSY begannen auf Veranlassung einer Familie von adeligen Tepasi mit Unterstützung der Verpinen und Givin großangelegte Minenoperationen in den Asteroiden. Der Abbau des Nergon-14 und der übrigen Rohmaterialien erwies sich als profitabel, wodurch die Christophsianer ihre Ausgaben um ein Vielfaches refinanzieren und ihre früheren Partner mit der Hilfe teurer Vippit-Anwälte wieder aus ihren Verträgen herausklagen konnten. Der Abbau von Erzen auf den Asteroiden machte Christophsis zu einer der reichsten Welten des Äußeren Randes und ermöglichte ihnen den Bau der Kristallstadt Chaleydonia.[7]

Das Nergon-14 in Zellocks Mine detoniert.

Der Kopfgeldjäger und Verbrecherfürst Kleb Zellock ließ seinen Gehilfen Yorpo Mog in seinen Keschel-Minen nach wertvollen Elementen suchen. Kurz nachdem der Dirconite im Jahr 15 VSY den Kopfgeldauftrag angenommen hatte, den Prinzen Mon Julpa zu fassen, fand Mog in den Minen Nergon-14 und brachte Zellock eine Probe in Doodniks Café. Der Verbrecherfürst erkannte die wertvolle Substanz und ließ daraufhin die Abbauarbeiten mit schweren Erzbaggern und Laserbohrern aufnehmen. Als Mog Mon Julpa zusammen mit Jann Tosh und dessen Droiden C-3PO und R2-D2 gefangen genommen hatte, zwang Zellock sie dazu, in seiner Mine Nergon-14 abzubauen. Allerdings traten dabei einige Schwaden eines leicht entflammbaren Gases aus, die das Nergon-14 mit nur einem Zündfunken zu aktivieren drohte. Tosh, Julpa und die Droiden befreiten sich daraufhin aus der Gefangenschaft, um die Stromzufuhr zu den Minengeräten zu unterbrechen und so einen kritischen Funkenschlag zu verhindern. Danach gelang es ihnen, bis in die Kommandozentrale vorzudringen und zusammen mit Zellock und Mog zu entkommen.[2] Kurz darauf explodierte die gesamte Nergon-14-Lagerstätte, zerstörte Zellocks Mine und vernichtete so seine Reichtümer. Jann Tosh übergab den Kopfgeldjäger an die nächstgelegene Strafverfolgungseinrichtung.[9]

Um das Jahr 15 VSY eroberten der Pirat Bisad Koong und sein Leutnant Gaff den Planeten Roon und die Umboo-Lichtstation, die Reisende sicher durch den Mantel der Sith führen sollte. Er errichtete die Neue Umboo-Lichtstation, mit der er Irrlichter ausstrahlte, um Raumschiffe auf der Passage durch die kosmische Staubwolke zum Absturz auf den nahen Asteroiden zu bringen. Anschließend ließ er die Wracks von seinen Gehilfen plündern und auf seine Raumstation bringen, um sie später auf dem Schwarzmarkt oder an das Imperium zu verkaufen. Neben Schiffsteilen und wertvollen Kreaturen wie Mupples erbeutete Koong dabei auch große Mengen an Nergon-14, das er kistenweise auf der Station zwischenlagerte. Als Koong mit seiner Station die Caravel, das private Schiff des Händlers Mungo Baobab, mithilfe eines Traktorstrahls in seinen Hangar gezogen hatte, hielt er die Passagiere – neben Baobab die Droiden R2-D2 und C-3PO – für ein Inspektionsteam des Imperiums und zeigte ihnen das Diebesgut, darunter auch die geplünderten Nergon-14-Vorräte. Kurz danach traf die echte Inspektionsgruppe unter der Führung des Admirals Terrinald Screed ein, der Baobab und seine Droiden gefangen nahm. Allerdings konnten sie ihm wieder entkommen, sodass Screed sie von seinen Sturmtruppen verfolgen ließ. Einige Schüsse der imperialen Soldaten trafen die Warenlager, wodurch Kisten mit Nergon-14-Ladungen zu Boden fielen und detonierten. Daraufhin befahl Koong den Sturmtruppen, dafür Sorge zu tragen, dass keine Nergon-14-Sprengsätze den Sublichtantrieb der Station trafen. Allerdings detonierten während der Verfolgungsjagd immer weitere Sprengladungen und trafen dabei auch den Antriebskern der Station, woraufhin sie unkontrolliert in einen nahen Asteroiden stürzte und explodierte. Zuvor gelang es allen Anwesenden, von der Station zu entkommen.[5]

Der tynnanische Abrissexperte Dawson verwendete für seine Arbeit neben Plastiksprengstoff, Thermit-Gel, Detonit und Roh-Baradium auch oftmals Nergon-14, das er aufgrund der großen Sprengkraft in kleinen Phiolen dosierte.[4] Der Tynnaner beteiligte sich kurz vor der Schlacht von Yavin an einem Einbruch in die Tresorräume des ithorianischen Herdenschiffs Song of the Clouds nahe Nar Shaddaa. Dabei plante die Gruppe um Cecil Noone, Kels Turkhorn und Hass Sonax im Auftrag des Hutts Guttu, eine hapanische Waffe des Gehorsams von den Ithorianern zu stehlen, die kurz vor dem Verkauf an den rodianischen Kredithai Vop stand. Dawson präparierte vier Wattebällchen mit geringen Mengen von Nergon-14 und platzierte sie an neuralgischen Stellen des Tresorraums. Nachdem er ein Loch in die Wand gesprengt hatte, stellte sich heraus, dass ihnen ein Gehilfe des Verbrecherfürsten Ritinki zuvorgekommen war und die Waffe bereits an Bord von dessen Yacht Asaari Wind gebracht hatte. Daraufhin stahl die Gruppe die Luxury Yacht 3000 mitsamt der kostbaren Blasterpistole[3] und versuchte, die Waffe gewinnbringend auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.[4] Ein Jahr nach der Schlacht von Yavin versuchte Ep Gart, ein Kleinkrimineller aus Mos Zabu auf Tatooine, eine Ladung Nergon-14 an einen imperialen Offizier zu verkaufen.[10] Im Austausch für den dringend zum Bau neuer imperialer Protonentorpedos benötigten Sprengstoff sollte Gart eine Waffenlieferung bestehend aus diversen Blastern verschiedener Baureihen erhalten. Allerdings erfuhr der Nerfhirte Domo Jones von dem Plan und platzierte am Tag des Verkaufs seine Nerf-Herde nahe dem Übergabeort. Kurz bevor Gart und der Imperiale ihr Geschäft abschließen konnten, spielte sein Freund Blerx einige Töne auf seinem Fanfar und startete so eine Stampede der Nerfherde durch den Canyon. Da Gart so um seine Transaktion gebracht wurde, verfolgte er Jones und seine Freunde auf seinem Landgleiter in der Absicht, Rache zu nehmen. Allerdings übersah er während der Verfolgungsjagd die Große Grube von Carkoon und wurde von dem darin lebenden Sarlacc verzehrt.[11]

Als der imperiale Geheimdienstanalyst Kirtan Loor im Jahr 6 NSY mögliche Strategien der Neuen Republik durchdachte, um die imperiale Hauptstadtwelt Coruscant zu erobern, spielte er Möglichkeiten durch, die planetaren Schildgeneratoren außer Gefecht zu setzen. Dabei bedachte er die Möglichkeit, mit Nergon-14 beladene Landgleiter in die Generatorstationen fahren zu lassen, verwarf diese Idee jedoch, da die Neue Republik nicht über die dazu erforderlichen ein bis zwei Tonnen des Kampfstoffs verfügte.[12] Nachdem der Pilot Corran Horn während der Besetzung Coruscants durch die Neue Republik in imperiale Gefangenschaft geraten war, wurde eine Gedenktafel für den für tot geglaubten Offizier errichtet. Kurz danach war eine Gedenkveranstaltung für Horn angesetzt. Kirtan Loor ließ einige Agenten der Palpatine-Front mehrere Nergon-14-Sprengsätze rund um die Gedenkstätte anbringen, um einen Bombenanschlag auf die Trauerveranstaltung zu verüben. Allerdings nahm er von dem Vorhaben Abstand, da die Neue Republik zeitgleich ein Kriegstribunal gegen den Piloten Tycho Celchu eröffnete, der zu Unrecht des Verrats an Horn verdächtigt wurde. Er wollte nicht durch ein Attentat die Aufmerksamkeit von dem Prozess ablenken, der die Gesellschaft der Neuen Republik zu spalten versprach.[13]

Als der Jedi-Meister Luke Skywalker im Jahr 11 NSY von Kyp Durron und dem Macht-Geist des Sith-Lords Exar Kun in ein Koma versetzt worden war, plante Corran Horn, der inzwischen als Anwärter in Skywalkers Jedi-Praxeum lebte, Exar Kuns Tempel auf Yavin 4 mit zwölf Nergon-4-Sprengsätzen zu zerstören, um die Machtpräsenz des Sith auszumerzen. Er bat seinen alten Freund Tycho Celchu darum, ihm die benötigten Sprengsätze zu beschaffen. Nachdem er 30 Kilogramm Nergon-14 erhalten hatte, begab sich Horn zu dem Tempel, platzierte die Sprengsätze und machte sie scharf. Kurz bevor er die Ladungen zünden konnte, schmolz Kuns Macht-Geist das Nergon-14 und vereitelte so Horns Plan. Im Anschluss daran demonstrierte er dem Jedi-Anwärter seine Macht und schleuderte ihn durch den Tempelhof.[14] Zwei Jahre später wurde das Weltschiff des Wiedererstarkten Imperiums zusammen mit dem Großteil seiner Flotte mit einer Illerium-Sprengladung vernichtet. Daraufhin fasste der imperiale Kriegsherr Ennix Devian den Plan, ein mit Sprengstoffen beladenes Raumschiff nach Coruscant zu bringen, um den Planeten zu zerstören. Daher begann er, nach Vorräten von Zinethium, Illerium und Nergon-14 zu suchen. Letztlich versuchte er vergeblich, die Ecumenopolis mit einem Schiff voller Zinethium anzugreifen.[15]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Nergon-14 wurde erstmals in der Episode Der verschollene Prinz der Zeichentrickserie Freunde im All erwähnt und gezeigt. Die Dimensionen der Nergon-14-Detonationen variieren je nach Quelle: Während eine kleine Lagerstätte in dieser Episode zur Explosion eines ganzen Berges führt, detoniert der Sprengstoff in der Folge Das Geheimnis des Kometen Roon kistenweise und verursacht dabei nur mittlere Schäden. In der Romanreihe X-Wing werden zwei Tonnen des Sprengstoffs als zur Zerstörung mehrerer Schildgeneratorstationen notwendig beschrieben, während in dem Roman Der Kampf des Jedi 30 Kilogramm zur Zerstörung eines Zikkurats auf Yavin 4 veranschlagt werden. Im Kanon wurde Nergon-14 erstmals in dem Handbuch Rey’s Survival Guide erwähnt, hier jedoch lediglich als Raumschifftreibstoff. In Sabine – Mein Tagebuch wird Nergon-14 hingegen wieder als Sprengstoff beschrieben.