Bordell

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Tam, eine Angestellte in dem Freudenhaus Embers Feuer auf Telerath

Bordelle, Stundenhotels, Häuser des Lasters und des Genusses oder Freudenhäuser waren kommerzielle Betriebe auf zahlreichen Planeten und Raumstationen, in denen Prostituierte und Verführungstänzer gegen Bezahlung körperliche Dienstleistungen bis hin zu Geschlechtsakten anboten. Meist wurden die Einrichtungen von Sklavenhaltern betrieben, die die dort angestellten Prostituierten ausbeuteten. Diese entgingen aber mitunter ihrerseits noch prekäreren Lagen. Das Galaktische Imperium betrieb ebenso wie zahllose kriminelle Syndikate Bordelle auf diversen Planeten wie Coruscant und Corellia oder Monden wie Nar Shaddaa, auf denen es ganze Stadtviertel zu diesem Zweck gab. Diese Gebiete galten als die schmutzigsten und verwahrlosesten Bezirke der jeweiligen Städte. Teilweise tarnten sich Bordelle auch als Hotels, obwohl sie ihren Gästen ihre Dienstleistungen offen anboten. Der corellianische Schmuggler Han Solo rettete seine spätere Geliebte Bria Tharen auf Ylesia davor, an ein imperiales Soldatenbordell verkauft zu werden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Derek „Hobbie“ Klivian vertröstet auf Corellia eine Prostituierte.

In Bordellen und ähnlichen Einrichtungen konnten Kunden gegen Bezahlung stundenweise Partner für körperliche Handlungen mieten.[2] Sie boten ihren Kunden eine Befriedigung jedes noch so verdorbenen Triebes zu den jeweils angemessenen Preisen.[3] Dabei galt es bei der Partnerwahl stets Acht zu geben, um diesbezügliche Krankheits- und Verletzungsrisiken infolge der gemeinsamen körperlichen Betätigung zu minimieren.[2] Prostituierte jeder Spezies und jedes Geschlechts boten sich den Freiern im Schichtsystem für sexuelle Handlungen feil.[4] Angeboten wurden dort neben sexuellen Handlungen oftmals auch Massagen und Verführungstänze.[5] Prostitution war eines der Hauptgeschäftsfelder von kriminellen Syndikaten und Sklavenhändlern[6] wie den Hutts. Obwohl die meist als Sklaven zwangsverpflichteten Prostituierten ein größtenteils unwürdiges Leben führten, erwies sich die Arbeit in Freudenhäusern für sie dennoch als besser als beispielsweise die Arbeit in den Gewürzminen von Kessel, die für die Prostitution ungeeigneten Kandidaten drohte. Das Galaktische Imperium unterhielt eigene Bordelle für seine Sturmtruppen, regulären Soldaten[5] und das Personal der Imperialen Flotte, das auf eigene Sternenflottenbordelle zurückgreifen konnte.[4] In diesen speziellen Einrichtungen wurden ausschließlich humanoide Prostituierte beschäftigt, um den Maßgaben der Neuen Ordnung gerecht zu werden.[5] Die Verteidigungsflotte der Neuen Republik stand Jahre später ebenfalls in dem Ruf, Soldatenbordelle zu unterhalten.[7] Neben den auf Zwangsarbeit ausgelegten Unternehmen arbeiteten zahlreiche Wesen auch freiwillig als Kurtisanen in Hotels wie Miss Mylla’s Saloon in Bartyn’s Landing auf Lamaredd, wo die Prostituierten ihrer Arbeit freiwillig nachgingen und ein geregeltes Einkommen bezogen.[8]

Bordelle existierten auf nahezu jedem größeren Planet und Mond,[3] aber auch auf Raumstationen wie der Grünwald-Station[9] und dem Stenness-Hyperraum-Terminal[10] oder sogar auf einzelnen Raumschiffen.[7] Meist befanden sich die Einrichtungen in verwahrlosten Gegenden, umgeben von heruntergekommenen Mietshäusern.[3] Aufgrund der meist gelb-[11] oder rotstichigen Ausleuchtung der Bordelle wurden diese Stadtgebiete meist als „Rotlichtviertel“ bezeichnet.[4] Der Rotlichtsektor auf dem Mond Nar Shaddaa bot Besuchern neben dem Verkauf illegaler Substanzen und Implantate auch diverse andere zwielichtige Geschäfte, darunter insbesondere Sklavenhandel und Gewürzvertrieb, die jeglichen Begehren gerecht zu werden versprachen und dabei wahlweise von dem Wohlstand, der Verzweiflung oder der moralischen Flexibilität ihrer Kunden profitierten.[12] Auch der Corellianische Sektor bot seinen Besuchern eine Vielzahl von Bars, Bordellen und Spielhöllen. Riesige, blinkende Holoschilder warben auf den Straßen aufdringlich für die Freudenhäuser der näheren Umgebung. Diese unverhohlene und direkte Form der Werbung war für den Mond charakteristisch und konnte bei Außenweltlern einen Kulturschock verursachen.[13] Im Rotlichtsektor[14] der geschäftigen corellianischen Hauptstadt Coronet gab es neben diversen anderen Annehmlichkeiten der galaktischen Zivilisation auch Bars und Bordelle, die denen auf Nar Shaddaa in nichts nachstanden.[15] Vergleichbar hochklassige Etablissements gab es auch in den Raumhäfen von Atzerri,[3] auf Solay[16] und in Noua auf Telerath, wo Ember Chankeli während der Großen Jedi-Säuberung das Freudenhaus Embers Feuer betrieb.[17] In dem Vergnügungsviertel Joy Unlimited in Talos auf Atzerri boten nicht nur die Töchter der Empathenprinzessin körpernahe Dienstleistungen feil und warben dabei damit, genau zu wissen, was ihre Freier benötigten, sondern auch in dem Nachtclub Jabbas Thronsaal, einer akkuraten Nachbildung großer Teile von Jabbas Palast auf Tatooine, waren Zimmer und Prostituierte buchbar.[18] Im Viertel der fremden Lebewesen in der Landezone des Bonadan-Raumflughafens Südost II, ein Stadtgebiet, das ausschließlich von nichtmenschlichen Raumfahrern bewohnt wurde, gab es neben Kasinos und Kleinkunsttheatern auch diverse Freudenhäuser. Zwar gab es auf vielen anderen Welten ähnliche Stadtviertel, jedoch erlangte keines dieser Gebiete den schlechten Ruf des Bereichs auf Bonadan.[19]

Demgegenüber galt die Auswahl in den Freudenhäusern in der Stadt Tun Aduban auf Aduba-3 als geradezu beklagenswert, wenn auch erschwinglich.[3] Das Palace-Hotel auf Naos III stand dagegen in dem Ruf, hochwertige lethanischen Twi’lek als Masseusen und Tänzerinnen zu beschäftigen.[20] Bunte, flackernde, billige Werbetafeln in den unteren Ebenen der galaktischen Hauptstadtwelt Coruscant bewarben wie auf Ebene 132 die dortigen Freudenhäuser.[5] Weitere coruscantische Bordelle befanden sich in den Randgebieten des Unsichtbaren Sektors, eine ausschließlich von Nichtmenschen bevölkerten Stadtgebiet.[21] Mehrere gewinnträchtige Bordelle, die sich insbesondere an die zahlungskräftigen lokalen Piraten richteten, wurden in dem Schattenhafen Oubliette auf der ehemaligen republikanischen Gefängniskolonie Ord Vaxal betrieben.[22] Die Blackstar-Piraten betrieben in einem Hinterzimmer der Cantina Mynock-Loch in Vlarnya auf Courkrus ein privates Bordell mit angeschlossenem Spielcasino.[23] Der Zugang zu diesem Bereich war durch eine mit einem vierstelligen Code gesicherte Tür eingeschränkt.[11] Auf der Raumhafenallee in Plawal auf dem Planeten Belsavis bot das Bordell Madame Lotas Haus der Schönen Blumen in der Endphase des Galaktischen Bürgerkriegs Konkubinen und Tänzerinnen feil. Die Dschungel-der-Lust-Bar in derselben Stadt bot Prostituierte aller Spezies und Geschlechter in einem Tag- und Nachtschichtsystem. Zu Tanzeinlagen gamorreanischer und twi’lekischer Tänzer liefen psychedelische Musikhologramme des bekannten Künstlers Framjem Spathen. Dazu wurden gepanschte alkoholische Getränke zu überteuerten Preisen gereicht.[4] Im Zentrum der Stadt Farpoint auf Fhost, die um das Wrack eines riesigen, lange zuvor abgestürzten Großkampfschiffs herum errichtet worden war, befanden sich nahe der ehemaligen Brücke eine Ladenzeile bestehend aus Cantinas, Freudenhäusern und anderen ähnlichen Angeboten.[24] Abgesehen von dem Betrieb von Stundenhotels wurden auf zahlreichen Welten wie Keyorin auch öffentlichere Formen der Prostitution betrieben.[6] Prostituierte wie die Whiphidin Betsi verdienten sich ihren Lebensunterhalt, indem sie direkt auf der Straße um Freier warben.[25] Der Zuzug diverser Piraten in die Geschäftsviertel des Planeten Arcan IV wirkte sich negativ auf das dortige Rotlichtmilieu aus, da die Verbrecher ihre eigenen Frauen mitbrachten und so die lokalen Kurtisanen verdrängten.[26] Auch reguläre Hotels wie das Mos Eisley Inn boten gegen einen geringen Aufpreis Vermittlungsdienstleistungen für Kurtisanen und Escort-Damen sowie eine Vielzahl von Kontakten in die kriminelle Unterwelt an.[27] Bevor der Hutt Jabba Desilijic Tiure die Kontrolle über Tatooine übernahm, verwaltete der kajidic der Nasirii neben einem Fünftel aller lokalen kriminellen Aktivitäten auch sämtliche von den Hutts dort errichteten Freudenhäuser.[28] In der zeltronischen Kultur wurden Prostituierte als Cafarel bezeichnet und erfüllten ihren Kunden widerspruchslos jedes Verlangen, wodurch sie das besondere Interesse verschiedener Verbrecherlords und der Hutts auf sich zogen.[29] Obwohl diese Form der Prostitution von beiden Geschlechtern betrieben wurde, gab es 20-mal so viele weibliche Cefarels wie männliche.[30]

Geschichte[Bearbeiten]

Das älteste Gewerbe der Galaxis[Bearbeiten]

Miss Mylla vor ihrem Saloon

Bordelle gab es bereits vor der Gründung der Galaktischen Republik in einigen Sektionen der Grünwald-Station über der Tiefkernwelt Nox, die mehrfacht umgebaut, verwüstet und wiederaufgebaut worden war. Im Jahr 25.793 VSY passierte die Je’daii Lanoree Brock eine Ladenzeile der Raumstation, in deren Freudenhäusern, Rauschkneipen und Kampfstätten zwielichtige Geschäfte getätigt wurden.[9] 3.999 VSY wurden diverse Bordelle auf den Ebenen 54 bis 1000 im Stenness-Hyperraum-Terminal, einer Transitstation im Ambria-System, betrieben. Automatisierte Ansagerstimmen wiesen Neuankömmlinge auf der Raumstation nicht nur auf die verschiedenen Andockmöglichkeiten für Raumschiffe auf drei Etagen sowie die vier Stockwerke mit Verpflegungsstationen hin, sondern auch auf die Lage der Freudenhäuser auf insgesamt 947 Ebenen.[10] Einige Jahre vor der Blockade von Naboo landete die Falleen Mylla, gerüchteweise eine Hostesse der Herrscherfamilie von Falleen, auf der Flucht vor einer eifersüchtigen Ehefrau zusammen mit zwölf der attraktivsten Falleen-Kurtisanen in der Stadt Bartyn’s Landing auf Lamaredd. Sie erwarb eines der lokalen Hotels, renovierte das schäbige Gebäude und eröffnete Miss Mylla’s Saloon, der bald zu dem beliebtesten Treffpunkt auf der lokalen Einkaufsmeile wurde. Neben Unterkünften, Getränken, Glücksspiel und Musik bot Mylla auch private Zimmer auf dem obersten Stockwerk an. Ursprünglich erbrachten dort die Falleen-Kurtisanen körperliche Dienstleistungen, die unter den Angestellten euphemistisch als „die Arbeit“ bezeichnet wurden. Im Laufe mehrerer Jahre stellte die Geschäftsfrau zahlreiche weitere Frauen verschiedener Spezies ein, die sich ihre Pflichten als Bedienungen in der Bar und Kurtisanen täglich wechselnd selbständig untereinander einteilten. Während manche die Arbeit in der Gastronomie bevorzugten, stellte sich ein großer Teil ihrer Angestellten lieber als Dirnen zur Verfügung. Im Gegenzug zeigte sich Mylla gegenüber ihren Mädchen überaus fürsorglich und sorgte dafür, dass sie bei bester Gesundheit blieben. Ihr chagrianischer Türsteher Burloo war angewiesen, jedwede Übergriffigkeiten der Gäste gegenüber den Angestellten gewaltsam zu unterbinden. Wenn ihre Arbeiterinnen kündigen wollten, arrangierte sie ihnen kostspielige Ausbildungsplätze auf anderen Planeten, um ihnen eine aussichtsreiche berufliche Zukunft zu ermöglichen. In einem Fall vermittelte sie nach einer Kündigung sogar die Heirat ihrer früheren Angestellten mit einem Falleenprinzen.[8]

Als die Jedi Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker im Jahr 19 VSY auf der abgelegenen Welt Naos III nach der lethanischen Twi’lek Fa’ale Leh suchten, empfahl ihnen der Wirt einer der lokalen Kneipen, sich auf der Suche nach derartigen Frauen und deren körperlichen Dienstleistungen an das Palace-Hotel zu wenden.[20] Während der Großen Jedi-Säuberung nach den Klonkriegen betrieb Ember Chankeli das Bordell Embers Feuer in Noua auf Telerath. Obwohl sie in ihrem Haus keine Gewalt duldete, hatte sie häufig mit angriffslustigen Kunden zu tun. Der in der Umgebung grassierende Sklavenhandel führte zu Umsatzrückgängen. Der flüchtige Jedi Dass Jennir buchte eines der Zimmer in dem Freudenhaus, um sich vor seinen imperialen Verfolgern zu verstecken. Dabei beobachtete er, wie ein Gast gegenüber der Bedienung Sylva übergriffig wurde, woraufhin ihn die Barkeeperin Tam durch eine Falltür in das unter dem Gebäude gelegene Gewässer stürzen ließ. Daraufhin ermahnte Chankeli ihre Sklavinnen, mit zahlenden Kunden vorsichtiger umzugehen. Anschließend führte sie Jennir auf sein Zimmer und bot ihm eine reiche Belohnung dafür an, den rivalisierenden Sklavenhändlerring zu zerschlagen. Jennir zettelte daraufhin einen Bandenkrieg zwischen rivalisierenden lokalen Gruppierungen an, infolge dessen er beide kriminellen Vereinigungen zu zerschlagen hoffte. Später befreite er Chankeli aus der Gefangenschaft des Gewürzschmugglers Ken-Kiba und begab sich gemeinsam mit ihr nach Vondarc.[17]

Galaktischer Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Auf der spirituell geprägten Randwelt Ylesia versklavten die Hutts alle Pilger, die den Planeten besuchten. Die unter der Kontrolle der Hutts stehenden Priester hielten tägliche Zeremonien, sogenannte Erhöhungen, ab, in denen sie den Pilgern ein besseres Leben versprachen. Die Pilger entwickelten eine Sucht nach dem Ritual und verrichteten freiwillig harte körperliche Arbeiten in den Gewürzfarmen und -fabriken der Hutts. Üblicherweise hielten die Priester die Gefangenen für etwa ein Jahr auf dem Planeten, bevor sie die Sklaven weiterverschifften. Während die kräftigsten Arbeiter in die Gewürzminen von Kessel geschickt wurden, verkauften sie die gutaussehenden Sklaven an verschiedene Freudenhäuser, Soldatenbordelle und private Investoren, wo sie als Tänzerinnen oder Masseure eingesetzt wurden. Obwohl es sich dabei um ein unwürdiges Dasein handelte, galt dieses Schicksal als Glücksfall unter den Sklaven von Ylesia, da sie auf diese Weise zumindest deutlich länger überlebten als in den Minen. Der Schmuggler Han Solo, der sich ein Jahr vor der Schlacht von Yavin unter dem Decknamen Vykk Draygo auf Ylesia als Frachterpilot verdingte, entwickelte ein romantisches Interesse an der Sklavin Bria Tharen. In einer Unterhaltung mit dem Sullustaner Jalus Nebl erfuhr er, dass Glitzerstimverarbeiter wie Tharen aufgrund eines speziellen Pilzes einem erhöhten Risiko durch Blutvergiftungen ausgesetzt waren. Nebl riet ihm dazu, Tharens Verkauf an ein imperiales Soldatenbordell zu arrangieren, um zumindest das Risiko ihres vorzeitigen Ablebens an ihrem Arbeitsplatz zu eliminieren. Solo, der über diesen Vorschlag entsetzt war, sorgte daraufhin dafür, dass Tharen als Kuratorin in die Kunstsammlung des Hohepriesters Teroenza versetzt wurde, bevor er die Fanatikerin kurz danach zu einer Flucht von Ylesia überzeugen konnte. Dabei verhalf er auch der Togorianerin Mrrov und ihrem Ehemann Muuurgh zur Flucht. Mrrov kam als Nichtmensch nicht für einen Einsatz in imperiale Freudenhäusern in Betracht, sodass ihr die Zwangsarbeit in den Gewürzminen drohte. Im Nachhinein dankte Tharen Solo dafür, sie vor einem Schicksal in einem Bordell des Sturmtruppen-Korps bewahrt zu haben.[5] Als Solo kurz darauf auf Nar Shaddaa nach dem schwer auffindbaren Schmuggler Mako Spine suchte, riet ihm die greise Twi’lek Ooodonnaa dazu, in den Bars und Bordellen des Corellianischen Sektors nach Spine zu fragen, um die Aufmerksamkeit seiner Zielperson auf sich zu ziehen.[13]

Während das Galaktische Imperium die alderaanische Prinzessin Leia Organa kurz vor der Schlacht von Yavin im Gefangenenblock AA-23 auf dem Todesstern festhielt, wurde sie physisch und psychisch gefoltert, um sie zu einer Aussage über den Verbleib der Todessternpläne zu nötigen. Die Verhörspezialisten des Imperiums versuchten ihr Glauben zu machen, dass jede ihr nahestehende Person sie verraten habe und man plane, sie zu lobotomisieren und anschließend einem Sternenflottenbordell zuzuführen.[4] Kurz nach der Schlacht von Endor befragte der Jedi Luke Skywalker einen ehemaligen Rebellen in dessen Bordell auf Solay über den lokalen König Blackart, als sich dieser gerade verwöhnen ließ. Skywalker würgte den Freier mithilfe der Macht, ließ aber von ihm ab, als sich zeigte, dass er lediglich Gerüchte kannte.[16] Im Vorfeld der Befreiung Coruscants im Jahr 7 NSY tarnte Mirax Terrik den Frachter Pulsarrochen mit der Transponderkennung der Merisee Hope, eines Sklaventransporters, der mehrere Bordelle am Rand des Unsichtbaren Sektors belieferte. Auf diese Weise erweckten die Agenten der Neuen Republik kein Aufsehen während ihres Anflugs auf die Hauptstadtwelt, auf der sie die bevorstehende Invasion der Neuen Republik vorbereiteten.[21] 11 NSY drang der Jedi Corran Horn im Zuge seiner Operationen gegen die Blackstar-Piraten in das Hinterzimmerbordell der Bande in der Cantina Mynock-Loch auf Courkrus ein. Als ihn einer der dort arbeitenden 3PO Protokolldroiden dazu aufforderte, in Übereinstimmung mit der Klausel 35/6 des Mitgliedsvertrags seine Waffen abzugeben, zerstörte er den Droiden mit seinem Lichtschwert und forderte alle Besucher auf, das Bordell zu verlassen, um seine Suche nach dem Hutt Shala zu erleichtern.[11] Im folgenden Jahr traf sich Han Solo mit dem Schmuggler Bran Kemple in der Dschungel-der-Lust-Bar auf Belsavis, um Informationen über seine Zielperson Nubblyk zu erlangen. In Anwesenheit eines halbend Dutzends Freier tanzten eine Gamorreanerin und ein junger Twi’lek-Akrobat zu einem Framjem-Spathen-Musikhologramm, während die Prostituierten der Tagesschicht versuchten, Freier anzuwerben.[4] 16 NSY besuchte Luke Skywalker gemeinsam mit der Fallanassi Akanah die Freihändlerwelt Atzerri. Während er in Talos das Vergnügungsviertel Joy Unlimited besuchte, wurde er auf die verschiedenen körpernahen Angebote wie etwa die in Jabbas Thronsaal aufmerksam. Er besuchte den Nachtclub, um einige zuvor erworbene Dossiers zu lesen, und verzichtete dabei abgesehen von zwei Cocktails auf die Leistungen der Einrichtung.[18] Als der Xenoarchäologe Doktor Joto Eckels kurz danach an Bord von Lando Calrissians Schiff Glücksdame ging, um sich mit dem Geheimdienstoffizier Ejagga Pakkpekatt zu treffen, vermutete Eckels anfänglich aufgrund der Eleganz der Inneneinrichtung der Luxury Yacht 3000, es handele sich um ein mobiles Bordell der republikanischen Flotte.[7]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „Welcome to the Stenness Spaceport. Docking facilities are located on levels 23, 24, and 25. Food troughs are located on levels 50, through 53. Brothels are located on levels 54 through 1000.”
  2. 2,0 2,1 Die Suppe ist fertig – Die Geschichte des Pfeifenrauchers
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Star Wars Gamer (Ausgabe 4: „The Starhoppers of Aduba-3“)
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 Palpatines Auge
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Han-Solo-TrilogieDer Pilot
  6. 6,0 6,1 Star Wars Insider (Ausgabe 89: „Underworld – A Galaxy of Scum and Villainy“)
  7. 7,0 7,1 7,2 Die Schwarze FlotteEntscheidung bei Koornacht
  8. 8,0 8,1 Star Wars Gamer (Ausgabe 7: „Bartyn’s Landing“)
  9. 9,0 9,1 Der Aufstieg der Jedi-Ritter – Ins Nichts
  10. 10,0 10,1 Tales of the Jedi
  11. 11,0 11,1 11,2 Der Kampf des Jedi
  12. The Old Republic (Kodex: Rotlichtsektor)
  13. 13,0 13,1 Han-Solo-TrilogieDer Gejagte
  14. The Old Republic (Corellia: Gebiet: Rotlichtsektor)
  15. Am Rande des Imperiums Grundregeln
  16. 16,0 16,1 Star WarsWir sehen uns im Thronsaal
  17. 17,0 17,1 Dark TimesBlutige Ernte
  18. 18,0 18,1 Die Schwarze FlotteAufmarsch der Yevethaner
  19. A Guide to the Star Wars Universe
  20. 20,0 20,1 Labyrinth des Bösen
  21. 21,0 21,1 X-WingDie Mission der Rebellen
  22. Polyhedron (Ausgabe 165, Seite 105: „Ord Vaxal: Prison Planet of the Empire“)
  23. The Complete Star Wars Encyclopedia (Band II, Seite 348, Eintrag: Mynock Hole)
  24. Gegenwind
  25. X-Flügler – Renegaten-StaffelSchlachtfeld Tatooine
  26. Star WarsEin Duo für Solo
  27. Galaxy Guide 7: Mos Eisley
  28. The Complete Star Wars Encyclopedia (Band II, Seite 362, Eintrag: Nasirii)
  29. The Essential Guide to Alien Species
  30. Zeltros: Pleasure Planet auf der Webseite von Wizards of the Coast (Archiv-Link im Internet Archiv) (Artikel) (Kapitel 3: Just a Cafarel)

Bordelle werden in der Star-Wars-Literatur meist nur umschrieben oder jugendfrei dargestellt. Im Englischen finden die Begriffe „Bordello“, „Brothel“, „House of Pleasure“ und „Pleasure Den“ für solche Orte Verwendung, während die am weitesten verbreiteten deutschen Übersetzungen „Bordell“ oder „Freudenhaus“ lauten. In der Kurzgeschichte Die Suppe ist fertig – Die Geschichte des Pfeifenrauchers wurde der Begriff „brothel“ frei mit „Stundenhotel“ übersetzt. In dem Rollenspiel-Regelwerk Am Rande des Imperiums Grundregeln wurde die Erwähnung von Bordellen in der Stadt Coronet auf Corellia in der deutschen Fassung gänzlich ausgelassen.