Mirax Terrik Horn

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Mirax Terrik Horn
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Volk:

Corellianerin[1]

Geschlecht:

weiblich[1]

Hautfarbe:

Hell[2]

Haarfarbe:

Schwarz,[2] Braun[3]

Augenfarbe:

Blau[2][4]

Körpergröße:

1,61 Meter[5]

Körpermasse:

50 Kilogramm (temporär)[6]

Biografische Informationen
Geburtsdatum:

ca. 19 VSY[7]

Heimat:

Corellia[1]

Familie:
Beruf/Tätigkeit:
Organisation:
Position:

Kapitän[1]

Dienstgrad:

General[13]

Einheit(en):

Renegatenstaffel[14]

Fahrzeug(e):
Zugehörigkeit:

Mirax Terrik Horn, auch unter dem Spitznamen Myra bekannt, wurde im Jahr 19 VSY auf Corellia geboren und war die Tochter des bekannten Schmugglers Booster Terrik, die zunächst ebenfalls die Laufbahn ihres Vaters einschlug und sich von politischen Angelegenheiten distanzierte. Über ihren Kindheitsfreund Wedge Antilles, der als Pilot für die Renegatenstaffel flog, geriet sie jedoch in wohlwollenden Kontakt zur Rebellenallianz sowie der späteren Neuen Republik und schloss sich daher dem Kampf gegen das Galaktische Imperium an. Auf diese Weise traf sie auch ihren späteren Ehemann Corran Horn, dessen Familie eigentlich in einer Fehde mit der Ihren lag. Ursprünglich war sie nicht offiziell Teil der Neuen Republik und half ihren Kameraden stattdessen sporadisch, wenn ihre Hilfe benötigt wurde; durch ihre Hochzeit mit Corran, mit dem sie die beiden Kinder Valin und Jysella zeugte, verstärkte sich jedoch die Bindung, die sie und ihr Vater zur Republik hatten, weshalb die beiden regelmäßig in deren Aktionen miteinbezogen wurden. Aufgrund der Tatsache, dass Corran sich später zu einem Jedi ausbilden ließ, war Mirax dazu gezwungen, während der folgenden Kriege und Konflikte mehrmals die Seiten zu wechseln, als die Galaktische Föderation Freier Allianzen den Neuen Jedi-Orden verstieß. Im Jahr 44 NSY gerieten Mirax und Corran in eine persönlichere Krise, als die Machtwächterin Abeloth ein Bündnis mit dem Vergessenen Stamm der Sith einging, um den Jedi-Orden zu vernichten, und eine Psychose auf die Jedi-Schüler projizierte, welche die Erkrankten glauben ließ, alle Menschen außer ihnen seien durch Doppelgänger ersetzt worden. Valin und Jysella waren dabei die ersten Opfer dieser Psychose, letztendlich konnte Abeloth jedoch vernichtet und die Schüler damit gerettet werden. Im Zuge dieses Kriegs wurde Mirax zudem provisorisch in den Rang eines Generals erhoben und koordinierte die Rückeroberung Coruscants.

Biographie[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Mirax Terrik wurde geboren, als die Galaktische Republik in das Imperium unter dem Imperator Palpatine überging, und wuchs auf dem in den Kernwelten gelegenen Planeten Corellia auf.[19] Ihr Vater war der renommierte Schmuggler Booster Terrik, den eine enge Freundschaft mit Familie Antilles verband, weshalb Mirax in ihrer Kindheit viel Zeit mit Wedge Antilles verbrachte; die beiden gaben einander die Spitznamen Myra und Veggies.[2] Mirax’ Mutter Jysella Terrik verstarb, als ihre Tochter noch ein Kind war, weshalb Booster sie allein großzog.[20] Daher ließ er sie bei riskanten Aufträgen oft bei der Familie Antilles, nahm sie mit zunehmendem Alter aber auch gelegentlich mit, wenn er von der Ungefährlichkeit einer Reise überzeugt war, um sie das Schmugglerhandwerk zu lehren.[21] Zu den Aktivitäten, die Mirax und Wedge als Kinder gerne unternahmen, gehörte unter anderem das Herumtüfteln an den Raumschiffen der Familien. Der Kontakt der beiden brach jedoch für mehrere Jahre ab, als Wedges Eltern Jagged und Zena von dem Piraten Loka Hask ermordet wurden und ihr Sohn sich daraufhin von Corellia zurückzog.[2] Auch Mirax ereilte ein schweres Schicksal, als ihr Vater zwei Jahre vor der Schlacht von Yavin von Hal Horn, einem Agenten des Corellianischen Sicherheitsdiensts, festgenommen und aufgrund seiner Schmuggleraktivitäten auf den Gefängnisasteroiden Kessel gebracht wurde.[20] Infolgedessen entwickelte Mirax einen tiefen Hass auf die Familie Horn.[1] Nach der Inhaftierung ihres Vaters übernahm Mirax, obwohl sie noch nicht volljährig war, Boosters Geschäfte sowie dessen Raumschiff, die Pulsarrochen, und wurde selbst zu einer Schmugglerin. Dabei war sie bemüht, Marktlücken zu erschließen und auf diese Weise die Profitabilität der Operationen ihres Vaters zu erhalten, bis er seine Strafe abgesessen hätte.[2] Anstatt illegale Ladungen zu befördern, die nach Abzug aller Unkosten kaum Gewinn einbrachten, spezialisierte sie sich auf Exotika, für die wohlhabende Interessenten viel Geld auszugeben bereit waren. Zu Beginn ihrer Karriere waren es vor allem der Ruf ihres Vaters sowie Sympathie wegen seiner aktuellen Lage, die ihr Legitimität und Zugang zur imperialen Schattenwirtschaft verschafften, schon bald erarbeitete sich Mirax jedoch einen eigenen Ruf.[21] Ihr Hauptkonkurrent dabei war anfangs Jorj Car’das, der sich ebenfalls einen großen Teil der Geschäfte ihres Vaters einverleibte. Fünf Jahre nach seiner Verhaftung – einige Monate nach der Schlacht von Hoth – wurde Booster aus dem Gefängnis entlassen.[20] Er nahm allerdings zunächst keinen Kontakt zu seiner Tochter auf, um nach Kessel für sich allein zu sein und Abstand zu nehmen.[21]

Die Renegatenstaffel[Bearbeiten]

Das Phantom-Schiff[Bearbeiten]

Mirax lernt einen Teil der Renegatenstaffel kennen.

Obwohl Booster mittlerweile aus dem Gefängnis entlassen worden war, wollte er für eine Zeit durch die Galaxis streifen, weshalb er seiner Tochter weiterhin die Leitung der Operationen und die Pulsarrochen überließ. Deshalb begab sich Mirax 4 NSY, kurz nach der Entlassung ihres Vaters, nach Mrlsst. Eigentlich handelte sie zu diesem Zeitpunkt mit Kulturgütern wie Musik und Kunst, weil auf diesem Markt kaum Konkurrenz herrschte; die Heimatwelt der für ihre Erfindungen berühmten Mrlssi flog sie aber hauptsächlich an, um von ihrem Wissen über technologische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu profitieren. Zu diesem Zeitpunkt standen die Mrlssi nämlich kurz davor, eine weitere neue Entwicklung vorzustellen, weshalb sich Interessenten aller Milieus – Schmuggler und Piraten einerseits, Politiker und Militärs andererseits – aufgemacht hatten, an der Auktion teilzunehmen. Auf dem Campus der Handels- und Wissenschaftsakademie von Mrlsst, in direkter Nähe des Raumhafens, traf sie dabei überraschenderweise auf Wedge Antilles, den sie bereits länger nicht mehr gesehen hatte. Die beiden brachten einander auf den neusten Stand, dann sprach Mirax den Rebellenpiloten auf seine Heldentaten über Endor an, wo Wedge maßgeblich an der Vernichtung des Zweiten Todessterns beteiligt gewesen war. Wedge offenbarte ihr, dass er mittlerweile Führer der Renegatenstaffel war, und stellte ihr einen Teil seiner Kameraden vor, darunter Tycho Celchu, Derek Klivian, Dllr Nep und Plourr Ilo. Die Gruppe verabredete sich für den Abend in der Diskothek Der Klanghügel. Nach einigen Gesprächen über die spielende Musikgruppe Geisterjedi, die nach dem legendären Jedi-Ritter Taj Junak benannt war und aus den Studenten des berühmten Physikers Rorax Falken bestand, traf auch Tycho Celchu ein. Er war zuvor von der Ante-Endor-Gesellschaft angegriffen worden, welche die Zerstörung des Todessterns bestritt, und behauptete, von einem Jedi gerettet worden zu sein; die Bedienung, Koyi Komad, klärte die ungläubigen Renegaten darüber auf, dass der „Geisterjedi“ den Universitätscampus in der Tat regelmäßig aufsuche. Junak hatte sich seinerzeit freiwillig dem Galaktischen Imperium gestellt und sein Leben gegeben, um dieses von der Zerstörung der Universität abzuhalten. Am nächsten Tag bot Komad eine Führung an, auf der Mirax eine weitere Pilotin der Renegatenstaffel, Elscol Loro, und deren Wookieebegleiter Groznik kennenlernte. Die Führung wurde unterbrochen, als Wedges Gastgeber Gade Yedan den Kapitän zu einer Ratssitzung um den Universitätspräsidenten Gyr Keela rief, woraufhin die Gruppe beschloss, das Universitätsklinikum aufzusuchen und dort nach Wes Janson, einem verletzten Piloten der Renegatenstaffel, zu sehen. Während des Gesprächs mit Janson stürmte plötzlich Komad in das Krankenzimmer und wollte ihre Freunde warnen, als bereits ein bewaffneter Sturmtruppler angriff, von Groznik jedoch ausgeschaltet werden konnte. Es kam zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den Renegaten und den imperialen Streitkräften.[2]

Mirax und die Renegaten fliehen aus dem Universitätsklinikum.

Trotz des Feuergefechts gelang es Mirax und den Renegaten, das Klinikum zu verlassen. Unterwegs erklärte Komad den anderen, dass Wedge gefangen genommen worden war und Präsident Gyr Keela das Galaktische Imperium um Mithilfe bei der Festnahme der Rebellen gebeten hatte, weil die Datenkarten des Phantomprojekts gestohlen worden waren; dabei handelte es sich um eine Entwicklung des Wissenschaftlers Rorax Falken, der versucht hatte, Tarnfeldgeneratoren auch in kleineren Kampfschiffen zu installieren. Auf den Überwachungskameras, die den Diebstahl der Datenkarten filmten, war nun der Renegatenpilot Celchu zu sehen, welcher seine Beteiligung an dem Verbrechen allerdings abstritt. Die Gruppe konnte vor den imperialen Soldaten fliehen und mithilfe von Jansons schwebender Trage den Wipfel eines Grünstängelbaums erreichen. Auf diese Weise kamen sie in ein abgelegenes, in den Dschungelwipfeln verstecktes Dorf, in welchem die aufgrund ihrer unwissenschaftlichen Interessen wie Musik oder Dichtkunst aus der Gesellschaft ausgestoßenen Mrlssi lebten. Dort trafen Mirax und die Rebellen auf Nasta, einen Freund von Komad, der sich in die Rechensysteme der Universität einklinken und die Überwachungsaufnahmen abspielen konnte. So stellte die Gruppe fest, dass es sich bei dem angeblichen Celchu um eine ältere, nachträglich eingefügte Aufnahme handeln musste, da die Person auf dem Bild nicht die Prellungen aus dem Kampf mit der Ante-Endor-Gesellschaft aufwies. Als Nasta seinen Gästen auch eine Direktübertragung des imperialen Besprechungszimmers vorspielte, entdeckten sie darin den Mörder von Wedges Eltern und jetzigen imperialen Kapitän, Loka Hask; dieser hatte offensichtlich den Diebstahl der Datenkarten in Auftrag gegeben und resümierte gerade den Einsatz seiner Leute. Die Überwachungsaufnahmen, die er dabei abspielte, zeigten die Kampfdroiden der Geisterjedi-Musikgruppe des Physikers Rorax Falken. Daraufhin teilte sich die Gruppe auf: Während Celchu, Estillo, Klivian und Janson Wedge befreien wollten, machten sich sich Mirax und Dllr mit der Pulsarrochen zu jenem Asteroiden auf, von dem aus die Musiker ihren Auftritt übertragen hatten, in der Hoffnung, dort die entwendeten Datenkarten zu finden. Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit dessen Studenten trafen die beiden dort auf Rorax Falken. Von ihm erfuhren Mirax und der Sullustaner, dass das Phantomschiffprojekt überhaupt nicht existierte; einzig und allein Kapitän Wedge Antilles habe davon gewusst und sich nach Mrlsst begeben, um das Galaktische Imperium in eine Falle zu locken. Dieser Plan sei jedoch unter der Präsidentschaft Falkens geschmiedet worden, und als dieser aufgrund eines gesundheitlichen Zusammenbruchs ersetzt wurde, wusste sein Nachfolger Gyr Keela nichts davon und hielt die Erfindung für real. Während Kapitän Hask auf der Planetenoberfläche eine gewaltsame Invasion von Mrlsst vorbereitete, begab er sich selbst in das Asteroidenfeld und flog das Labor des Physikers an. Mirax, Dllr und die Studenten erfuhren davon, woraufhin die Schmugglerin den Wissenschaftler niederschlug und mitsamt der Datenkarte und ihren Begleitern zurück zur Pulsarrochen stürmte. Dort wurden sie zwar von Gade Yedan aufgehalten, konnten diesen jedoch überwältigen und die Raumstation verlassen. Aufgrund der Tatsache, dass Mirax ihr Schiff für die Landung auf Mrlsst hatte entwaffnen müssen, konnte sie sich nicht gegen die imperialen Raumüberlegenheitsjäger zur Wehr setzen, doch die Renegatenstaffel rettete sie. Während sie mit der Pulsarrochen auf den imperialen Dreadnought, der im Orbit um Mrlsst lag, zusteuerte, entdeckten die Studenten auf der von ihr entwendeten Datenkarte eine neuentwickelte, von Falken erfundene Waffe, den sogenannten Gravitationspolarisationsleitstrahl, mit dem die Neue Republik das feindliche Großkampfschiff sowie das Forschungslabor vernichten konnte. Zurück auf der Planetenoberfläche feierte Mirax mit ihren Freunden und den Mrlssi den Sieg über das Galaktische Imperium und betrauerte zugleich den Verlust des Wookiees Groznik, der während der Auseinandersetzungen gefallen war.[2]

Köder bei Ciutric[Bearbeiten]

Mirax ist auf der Einsatzbesprechung zugegen.

Einige Zeit später befand sich die Neue Republik nach wie vor im Kampf mit den Überbleibseln des Galaktischen Imperiums. Der einstige Großwesir Imperator Palpatines, Sate Pestage, hatte nach dessen Tod seine einflussreiche Position innerhalb des Imperiums verloren sowie Schwierigkeiten mit dem Herrschenden Imperialen Rat und erwog daher vorgeblich, zur Neuen Republik überzulaufen. Dabei handelte es sich jedoch um eine Lüge, um Zugang zur Republik zu erhalten. Pestage saß auf seiner Heimatwelt Ciutric IV fest, die von Prinz-Admiral Delak Krennel mit seinem Imperium II-Klasse Sternenzerstörer Reckoning attackiert wurde. Krennels Begleitschiff, der Interdictor-Kreuzer Binder, unterband zudem Hyperraumsprünge aus dem Ciutric-System mithilfe seiner Gravitationsprojektoren, um den Verräter aufzuhalten. Nachdem die Neue Republik die Renegatenstaffel entsandt hatte, um die Belagerung zu durchbrechen und Pestage in Sicherheit zu bringen, bat Wedge Mirax darum, mit der Pulsarrochen anzureisen und diese als Köder einzusetzen. Als die Pulsarrochen bei Ciutric IV aus dem Hyperraum fiel, landete sie mitten im Gefecht mit den imperialen Sternenjägern. In diesem Moment traf zur Unterstützung der Renegatenstaffel jedoch überraschend das Aggressorgeschwader ein, eine Einheit Y-Flügler unter der Führung General Horton Salms, und zwang die TIE-Jäger zum Rückzug zur Reckoning. Auf diese Weise gelangte auch Mirax sicher zur Planetenoberfläche. Dort traf sie nicht nur die Rebellenpiloten von Mrlsst wieder, sondern lernte neben General Salm unter anderem die Renegaten Soontir Fel, Winter Celchu, Kapp Dendo, Feylis Ardele, Judder Page, Avan Beruss, Xarcce Huwala und Nrin Vakil kennen. Während der Einsatzbesprechung erfuhr Mirax, dass Wedge ursprünglich geplant hatte, den Köder und damit die Pulsarrochen selbst zu fliegen, um seine Freundin keiner Gefahr auszusetzen. Mirax weigerte sich jedoch, ihr Schiff einem anderen Piloten zu übergeben und bestand darauf, den Einsatz selbst durchzuführen. Des Weiteren verkündete sie, dass sie eine Ersatzteilladung für die R2-Astromechdroiden der X-Flügler mitgebracht hatte. Der Plan sah vor, den Kriegsherrn Krennel abzulenken und ihn glauben zu lassen, dass Sate Pestage an Bord der Pulsarrochen in Sicherheit gebracht werde; stattdessen sollte er mit einer Raumfähre fortgeschafft werden, deren Piloten das Kampfgebiet weiträumig umfliegen wollten. Nach der entsprechenden Vorbereitung begannen die Renegatenstaffel, das Aggressorgeschwader und die Pulsarrochen den Einsatz mit einem Angriff auf die Reckoning, um sie zum Rückzug zu bewegen. Während die Kampfpiloten dem Sternenzerstörer mit ihren Protonentorpedos zusetzten, durchflogen Mirax und ihre Begleiterin aus der Renegatenstaffel das Kampfgebiet. Dabei wurden sie jedoch von einem Traktorstrahl erfasst und drohten, an Bord des imperialen Kampfschiffs gezogen zu werden. Wedge gelang es allerdings, den Traktorstrahlprojektor zu zerstören und die Pulsarrochen auf diese Weise zu befreien. Es gelang der Renegatenstaffel tatsächlich, sowohl die Reckoning als auch die Binder mit gezielten Bombardements und Angriffsanflügen zum Rückzug zu zwingen. Das Fehlen des Abfangkreuzers ermöglichte es der Pulsarrochen, in den Hyperraum zu springen und das Sternsystem erfolgreich zu verlassen. Dennoch war der Plan fehlgeschlagen: Pestage hatte die Pläne der Allianz an Admiral Krennel weitergegeben und es ihm so ermöglicht, die Reckoning unbemerkt zu verlassen und den Trupp der Rebellen, der die Planetenoberfläche heimlich mit Bantha-Klasse-Angriffstransportern verlassen wollte, abzufangen; die Soldaten um Kapp Dendo vermochten zwar erfolgreich zu fliehen, mussten den angeblichen Überläufer Pestage allerdings zurücklassen, der sich Krennel anschließen wollte, von diesem jedoch getötet wurde. Nach dem Einsatz war Mirax mit ihren Kameraden auf der Trauerfeier für die Renegatin Ibtisam anwesend, die auf Ciutric IV gestorben war.[15]

Agentin der Neuen Republik[Bearbeiten]

Treffen auf Corran Horn[Bearbeiten]

Mirax’ Pulsarrochen

Im darauffolgenden Jahr, 6 NSY, sah Mirax sich dazu gezwungen, geschäftlich auf das Schmuggeln von Lebensmitteln und Ersatzteilen umzusteigen. In der Vergangenheit hatte sie gut daran verdient, mit dem Heilmittel Bacta zu handeln, nach der radikalen Preiserhöhung durch das Bacta-Kartell auf Thyferra während des Bacta-Kriegs hielt sie dies jedoch nicht mehr für lohnenswert. Im Zuge einer ihrer Aufträge wurde sie bei Chorax vom imperialen Abfangkreuzer Viper attackiert. Zufälligerweise wurde in diesem System jedoch auch die Renegatenstaffel aus dem Hyperraum gerissen, welche die Pulsarrochen entdeckte und die Viper in die Flucht schlug. Auf Bitten ihres alten Freunds Wedge holte sie mithilfe ihres Traktorstrahls einen der Renegaten an Bord, dessen Schiff bewegungsunfähig geschossen worden war. In der Rebellenbasis auf Talasea fand Mirax heraus, dass es sich bei dem geretteten Piloten um Corran Horn handelte, den Sohn des CSD-Agenten Hal Horn, der einst ihren Vater festgenommen hatte. Dementsprechend geriet sie zunächst in Streit mit dem Renegaten, ließ sich dann jedoch von Wedge beschwichtigen und davon überzeugen, Corran nicht mit seinem Vater gleichzusetzen. An diesem Abend traf sie sich mit Corran in dessen Kajüte, um ein ausgiebiges Gespräch mit ihm zu führen. Als Friedensangebot hatte sie eine Sammlung corellianischer Gegenstände wie Zeitungen und Magazine zusammengesucht sowie Ryshcate gebacken und Whyrens Reserve mitgebracht, um den Piloten ein wenig an die Heimat zu erinnern. Am Tag darauf stellte Mirax fest, dass die Kühlmittelpumpe der Pulsarrochen beschädigt war und Kühlmittel in das Belüftungssystem geleitet hatte; die Atembeschwerden, die sich dadurch ergaben, waren zwar ungefährlich, verhinderten jedoch eine Übernachtung an Bord ihrer Jacht, weshalb sie sich in die zweite Koje in Corrans Kajüte legte. Die beiden unterhielten sich unter anderem über ein seltenes Medaillon, dass der Renegat von seinem Vater hatte. Mirax testete Corrans Persönlichkeit, als sie unverfänglich andeutete, mit ihm schlafen zu wollen, indem sie danach fragte, ob ihm warm genug sei; als er dies, obgleich offensichtlich ungern, bejahte, war sie beruhigt und wies stattdessen darauf hin, dass er ihr dann seine Ersatzdecke geben könne. Am nächsten Morgen verabschiedeten sich die beiden im Hangar mit einem Wangenkuss, als die Renegatenstaffel zu einer Geheimmission aufbrach. Nach Abflug ihrer Kameraden geriet Mirax erstmals mit der Pilotin und auch „Bactaprinzessin“ genannten Erisi Dlarit aneinander, die in Corran verliebt war und Mirax daher drohte, über ihre Kontakte zur Xucphra Corporation ihre Karriere als Bactahändlerin zu zerstören.[1]

Ein Teil der Renegatenstaffel, darunter Wedge (l.), Tycho (r.) und Corran in seiner grünen Montur

Zurück an Bord der Pulsarrochen bat Mirax ihren Kopiloten, den Sullustaner Liat Tsayv, darum, ihr eine Liste von Wedges Protokolldroiden M-3PO zu übermitteln, der sie über Waren informieren sollte, welche die Neue Republik benötigte. Dabei entdeckte Mirax, dass der Protokolldroide ein eigenes Handelsunternehmen führte und unter anderem alderaanische Lebensmittel zum Spottpreis anbot, obwohl diese seit der Zerstörung des Planeten durch den Ersten Todesstern nicht mehr hergestellt wurden und daher normalerweise unbezahlbar waren. Sie erkannte, dass dies ein Sicherheitsleck darstellte, das die gesamte Mission ihrer Freunde gefährden könnte und informierte Wedges Stellvertreter Tycho Celchu, der in der Basis auf Noquivzor verblieben war. Sie erklärte, dass M-3PO alderaanische Waren, die er noch gar nicht besaß, zum Verkauf anbot. Sie schloss daraus, dass er davon ausging, in absehbarer Zeit in den Besitz ebenjener gelangen zu können. Sollte das Galaktische Imperium oder einer ihrer Verbündeten das Angebot des Droiden entdeckt haben, könnten dadurch Rückschlüsse auf den Ort des geheimen Angriffs der Renegatenstaffel gezogen werden, da derart seltene Waren aus Alderaan nahezu ausschließlich in imperialen Lagern gehortet wurden. Sie hatte vorsorglich alle angebotenen Artikel aufgekauft, damit das Angebot nicht mehr aufgerufen werden konnte, bestand jedoch darauf, die Einheit vorsichtshalber zu warnen. Da lediglich Hauptmann Antilles und dem Droiden bekannt war, wo der Auftrag ausgeführt wurde, M-3PO diesen jedoch nicht preisgeben wollte, deaktivierte Tycho den Droiden und griff über seinen Speicher auf die entsprechenden Daten zu. Auf diese Weise erfuhren die beiden, dass die Renegatenstaffel auf dem Weg nach Borleias war. Nachdem die erste Invasion der Welt fehlgeschlagen war, wagte die Republik nun einen zweiten Handstreich, um einerseits Coruscant näherzukommen und andererseits in Besitz der wertvollen alderaanischen Güter zu gelangen. Also begaben sich Mirax und Tycho an Bord der Pulsarrochen nach Borleias und erreichten den Planeten eine Stunde vor Wedge, da die Baudo-Klasse Sternenjacht deutlich schneller war als X-Flügler. Diese Zeit verbrachten die beiden damit, von der dunklen Seite des Mondes aus den Flugverkehr zu beobachten, konnten währenddessen jedoch nichts Ungewöhnliches feststellen. Mirax und Tycho waren auch während des Angriffsflugs der Renegatenstaffel anwesend, griffen aber nicht ein und blieben unbemerkt. Diese Schlacht sollte letztendlich erfolgreich zugunsten der Neuen Republik ausgehen, allerdings befand sich Corran in einer misslichen Lage: Sein Treibstoff war zuneige gegangen, weshalb er sich auf dem nahegelegenen Mond versteckte und auf Kameraden mit Nachschub wartete. Da Corran kurze Zeit später jedoch von einigen TIE-Jägern attackiert wurde, gab Mirax ihre sichere Position auf und kam ihm zur Hilfe: Während sie Corrans Jäger mithilfe des Traktorstrahls der Pulsarrochen an Bord hievte, schoss Tycho vom Geschütz aus die feindlichen Streitkräfte ab. Anschließend begaben sich die drei auf den Rückweg nach Noquivzor und erreichten die Basis erneut eine Stunde vor der Renegatenstaffel. Dort wurden sowohl der Sieg als auch die Rückkehr Corrans ausgiebig gefeiert, wofür Mirax einen zweiten Ryshcate backte.[1]

Eroberung von Coruscant[Bearbeiten]

Die CorSic-Agentin und Corrans ehemalige Partnerin Iella Wessiri

Wenig später wurde die republikanische Basis auf Borleias von einem Schmugglerschiff mit der Kennung Rache Derra IV attackiert, das einige TIE-Jäger aussandte und daraufhin das System verließ. Die Jäger konnten allesamt vernichtet werden, doch Mirax sollte mehr über das Raumschiff in Erfahrung bringen, wobei sie unter anderem herausfand, dass die Rache Derra IV von dem Planeten Mrisst aus operierte. Im Rahmen des Scharmützels von Mrisst stellte die Neue Republik fest, dass das Schiff zum Kriegsherrn Zsinj gehörte, der das Chaos, den die Auseinandersetzung zwischen den Überbleibseln des Galaktischen Imperiums und der Republik darstellte, auszunutzen gedachte. Da in nächster Zeit der bisher wichtigste Einsatz der Renegatenstaffel seit der Schlacht von Endor anstand, konnten sich die Rebellen keine weiteren Ablenkungen leisten und verlegten ihren Stützpunkt daher nach Noquivzor. Die Republik plante, Coruscant einzunehmen und mit der Eroberung des Hauptplaneten der Galaxis der imperialen Führerin Ysanne Isard, die das Imperium seit dem Tod Imperator Palpatines regierte, ihre Machtgrundlage zu nehmen. Das republikanische Oberkommando hatte Wedge damit beauftragt, eine Infiltration Coruscants zu planen und durchzuführen, um einerseits ein Stimmungsbild der Bevölkerung zu erhalten, hauptsächlich jedoch um herauszufinden, ob man die planetaren Schutzschilde herunterfahren konnte. Ein erster Teil des Plans bestand darin, kriminelle Gefangene von Kessel freizukaufen, darunter vor allem Mitglieder des Verbrechersyndikats Schwarze Sonne. Diese ehemaligen Gefangenen sollte auf Coruscant gegen das Galaktische Imperium eingesetzt werden, um Unruhe zu stiften, wobei sie von der Republik als kleineres von zwei Übeln wahrgenommen wurden. An Bord der Pulsarrochen beförderte Mirax die Renegaten Gavin Darklighter, Nawara Ven, Rhysati Ynr, Lujayne Forge, Ooryl Qrygg, Riv Shiel und Aril Nunb nach Coruscant, wobei sie vorgab, sie als Sklaven an ein Bordell im sogenannten Unsichtbaren Sektor auszuliefern. Auch weitere Mitglieder der Staffel waren an dem Einsatz beteiligt, aufgrund der hohen Geheimhaltung wusste allerdings keiner von den In­s­t­ruk­ti­onen des jeweils anderen. Mirax sollte den Planeten ursprünglich sofort wieder verlassen, wurde jedoch am Abflug gehindert, als der Sicherheitsdienst auf sie aufmerksam wurde. Sie ahnte, dass das Imperium den Fluglotsen, den die Republik bestochen hatte, gefasst haben musste, weshalb sie sich zunächst in den Untergrund zurückzog und anschließend Wedge, die ehemalige CorSic-Agentin Iella Wessiri sowie den Piloten Pash Cracken im Imperialen Palast abfing. Nachdem die vier scheinbar ziellos durch die Geschäfte der Innenstadt gestreift waren, um auf etwaige Verfolger harmlos zu wirken, erreichten sie eine abgelegene Wohnung, wo Iella den Neuankömmling zur Rede stellte. Mirax klärte sie über die Geschehnisse auf und äußerte ihre Besorgnis, dass durch ihr Auffliegen auch die Renegatenpiloten, die sie nach Coruscant gebracht hatte, in Gefahr sein könnten. Als Mirax sich Iella und Pash vorstellte, zeigte sich erstere verwundert darüber, dass die Tochter Booster Terriks eine so gute Beziehung zu ihrem ehemaligen Partner Corran pflegte. Aufgrund der Probleme, welche die ungeplante Anwesenheit Mirax’ mit sich brachte, sah Wedge sich dazu gezwungen, einige Details der Infiltrationsplanungen zu verraten. Iella rief zudem die Agentin Winter hinzu, die als Beraterin von Prinzessin Leia Organa Solo tätig war und bestätigte, dass Mirax vertraut werden könne. Während der Gespräche krachte unerwarteterweise ein Luftgleiter durch das Fenster in die Wohnung, alle Beteiligten zogen sich jedoch nur leichte Verletzungen zu und konnten das Gebäude verlassen.[11]

Die republikanische Flotte erobert Coruscant.

Da die Renegatenstaffel vorrangig nach Coruscant entsandt worden war, um die planetaren Schutzschilde herunterzufahren und so einen Angriff der republikanischen Kampfflotte zu ermöglichen, trafen sich ihre Mitglieder sowie deren Verbündete – dazu gehörten neben den Verbrecherführern, die von Kessel befreit wurden, auch ausgewähltes Personal der Republik und verbündete Rebellen von Coruscant – zu einer Lagebesprechung. Dort traf Mirax unter anderem auf Iella, Gavin und Corran, mit denen sie über Corrans vergangene Beziehungen sprach. Auf der Besprechung wurde beschlossen, dass das Rechenzentrum übernommen werden sollte, um so die Kontrolle über die Schutzschilde in die Hände zu bekommen. Die Renegaten gelangten zwar in die Nähe des Zentrums, wurden dann jedoch von einer Einheit Sturmtruppen überrascht und mussten fliehen. Dabei wurden Mirax und Corran von dem Rest der Gruppe getrennt. Es gelang ihnen, einen Düsenschlittenpiloten, der die beiden aufzuspießen versuchte, auszuschalten, wonach sie von Inyri Forge gefunden wurden, welche die beiden mitnahm. Sie war die Schwester der Renegatin Lujayne sowie Geliebte von Zekka Thyne, eines Schwerverbrechers und Mitglieds der Schwarzen Sonne. Mirax und Corran stiegen zu ihr in den Gleiter und ließen sich zu einem Treffpunkt mit dem vermeintlichen Verbündeten Thyne bringen. Dort richtete dieser jedoch seine Waffe auf die beiden Agenten und forderte seine Lebensgefährtin dazu auf, sie zu entwaffnen. Er gab zu, dass er derjenige gewesen war, der den Plan zur Übernahme des Rechenzentrums an das Galaktische Imperium verraten hatte, und wollte die beiden nun erschießen. Daraufhin tötete Inyri ihren eigenen Geliebten, um Mirax und Corran zu retten, wobei erstere ihre neue Kameradin tröstete. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Plan fehlgeschlagen war, traf sich die Staffel ein weiteres Mal zu einer Lagebesprechung. Gavin und Winter entwickelten dabei die Idee, das Kontrollzentrum für die Orbitalspiegel im Orbit um Coruscant zu übernehmen, über die das Wetter innerhalb der Atmosphäre kontrolliert wurde, um die Kontrolle über einen der Spiegel zu erlangen. Gavin war überzeugt davon, dass ein von ihnen auf die Polkappe ausgerichteter Spiegel die Sonnenstrahlung so reflektiert würde, dass die Wasservorräte des Planeten kondensieren und auf diese Weise ein Gewitter entfachen würden. Dieses wiederum störe dann die Energieversorgung und führe so die planetaren Schutzschilde herunter. Wedge schlug vor, einen Baudroiden so zu manipulieren, dass er den Anschein erwecken würde das Gebäude einzureißen, um etwaige Sicherheitsleute des Kontrollzentrums zu verjagen. Da Mirax bereits früher mit solchen Droiden gearbeitet hatte und ihr deren Funktionsweise bekannt war, führte sie mit Wedge und Iella die Infiltrierung der Baudroiden-Kontrollstelle durch. Getarnt als Inspektoren, welche die Ordnungsmäßigkeit der Arbeitsabläufe überprüfen wollten, gelangten sie in das Gebäude und überwältigten die dortigen Bediensteten, um die Kontrolle über die Maschine zu übernehmen. Anschließend wollten sie sich wie geplant zum Orbitalspiegel-Kontrollzentrum begeben, wurden jedoch daran gehindert, die Straße zu betreten, als ein imperialer Soldat sie aus der Ferne mit einer Stellungswaffe beschoss. Nachdem dieser von Corran ausgeschaltet worden war, gelang es ihnen, die Baudroiden-Kontrollstelle zu verlassen und mithilfe von Gasmasken das mit dem Giftgas Fex-M3d geflutete, aber tatsächlich verlassene Orbitalspiegel-Kontrollzentrum zu erreichen. Auf diese Weise erzeugte die Gruppe ein Gewitter, das zumindest den unteren Schutzschild zum Einsturz brachte. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass ein der Republik bisher unbekannter und speziell vor einem Gewitter geschützter Reservestromgenerator den oberen Hauptschutzschild nach wie vor mit Energie versorgte und stabilisierte.[11]

Letztendlich gelang es Corran zwar, auch diesen Generator zu zerstören und auf so den Weg für einen Sturmangriff der Allianz zu ebnen, jedoch wurde dabei sein Kopfjäger abgeschossen. Der Renegat stürzte ab und wurde von seiner Staffel für tot erklärt, was neben Iella, Wedge und seinen anderen Kameraden insbesondere Mirax in tiefe Trauer stürzte. Zudem vermutete Wedge bewusstes Kalkül Ysanne Isards, da ihm die Übernahme Coruscants – trotz ihres Verlustes – zu einfach schien.[11]

Kooperation mit den Vratix[Bearbeiten]

Mirax war an der Schlacht von Yag’Dhul beteiligt.

Nach dem Sieg auf Coruscant hatte die Neue Republik durch die Regentschaft über den galaktischen Hauptplaneten ihre neue Vormachtstellung verdeutlicht, weshalb ausgiebiege Siegesfeierlichkeiten ausgerichtet wurden, neben denen aber auch eine Trauerfeier für Corran Horn stattfand, der dabei als Held unter Helden bezeichnet wurde. Auch Mirax war auf dieser Trauerfeier zugegen und gestand Wedge hinterher, dass sie den Sohn ihres Vaters Erzfeinds geliebt habe, obwohl sie dies eigentlich nicht wahrhaben wollte. Als Verräter in der Sonderstaffel und verantwortlich für Corrans Tod galt Tycho Celchu, mit dem Mirax kurz zuvor noch gut zusammengearbeitet hatte; dieser bestritt die Anschuldigungen jedoch und nahm sich den Renegaten Nawara Ven als Anwalt. Mirax bliebt derweil Teil der Renegatenstaffel und unterstützte Wedge bei seiner kommenden Mission: Der Kriegsherr Zsinj hatte vor, von der unklaren Lage zu profitieren, und eine Ladung Bacta gestohlen. Aus diesem Grund flogen die Renegatenstaffel und weitere republikanische Einheiten einen Angriff auf die Raumstation im Yag’Dhul-System, um die gestohlene Lieferung wiederzubeschaffen und die Station einzunehmen. Das Bacta war vor allem aus einem Grund von äußerster Bedeutung: Die Übernahme Coruscants durch die Neue Republik war tatsächlich Kalkül Ysanne Isards gewesen, welche in der Wasserversorgung des Planeten zuvor das sogenannte Krytos-Virus freigesetzt hatte; dieses infizierte ausschließlich nichtmenschliche Spezies und führte schlimmstenfalls zu einem schmerzhaften Tod. Isard erhoffte sich dadurch zum einen den finanziellen Ruin der Republik, den die hohen Beschaffungskosten von Bacta mit sich brächte, und zum anderen eine gewaltsame Rebellion der Nichtmenschen, welche die Menschen aufgrund ihrer Immunität für die Tode verantwortlich machten. Mirax nutzte ihre Pulsarrochen unter anderem dafür, vier TIE-Piloten, die den Überraschungsangriff überlebt hatten, auf Befehl von Wedge zu evakuieren und nicht ihrem Tode durch den eigenen Befehlshaber Zsinj zu überlassen.[14]

Nur kurz darauf kontaktierte sie der Vratix Qlaern Hirf und bat sie um ein Treffen mit Wedge. Sie erfuhr, dass die Ashern-Rebellen – so nannten sich die Vratix, welche auf Thyferra zwar die Mehrheit darstellten, jedoch von der menschlichen Minderheit, welche die beiden Bactakartelle führte, regiert wurden, und dagegen aufbegehrten – der Republik große Mengen an Bacta kostenlos überlassen und bei der Erforschung des Krytos-Virus behilflich sein wollten, wenn Wedge sie im Gegenzug vor dem Provisorischen Rat vertreten und sich für eine Aufnahme Thyferras in die Republik einsetzen würde. Dies war deshalb so brisant, weil die offizielle Anerkennung der Ashern-Rebellen die Beziehungen der Republik zu den menschengeführten Unternehmen Zaltin Bacta Corporation und Xucphra Corporation belasten würde. Des Weiteren erfuhren Mirax und Wedge von Hirf, dass das Bacta nur dann eine angemessene Wirkung gegen das starke Virus entwickeln könnte, wenn es mit dem besonders reinen Heilmittel Ryll Kor von Ryloth gemischt würde. Mirax erklärte sich dazu bereit, ihre Pulsarrochen als Transporter zur Verfügung zu stellen, sollten die Verhandlungen zwischen der Renegatenstaffel und der rylothischen Delegation erfolgreich sein. Auf Ryloth kam es zwar zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Twi’lek-Clans, die um ihre Zuständigkeit für die Verhandlungen mit der Neuen Republik stritten, nachdem diese beigelegt werden konnte wurden die Verhandlungen jedoch zufriedenstellend abgeschlossen und die Pulsarrochen mit der Ryll-Sorte beladen.[14]

Mirax an Bord ihres Schiffs

Daraufhin setzte sich die thyferranische Regierung mit der Republik in Verbindung und bot eine größere Bactaübergabe an, bestand jedoch darauf, dass dieser Handel geheim bliebe, um sich das Imperium weiterhin als profitablen Partner zu erhalten. Der Provisorische Rat der Neuen Republik beschloss daraufhin, dass Mirax als Unterhändlerin fungieren sollte, um keinen Verdacht zu erregen. Da die Republik verhindern wollte, dass ihre Gegner von der Heilmöglichkeit des Ryll Kors erfuhren und die Thyferraner ihr Monopol gefährdet sahen, wenn bekannt würde, dass die Allianz eigene Heilmittel herstellen konnte, schmiedeten ausgewählte Führungspersonen einen Geheimplan. Mirax erschien wie vereinbart am Treffpunkt und übernahm die Lieferung, wonach sie sich offiziell mit der Renegatenstaffel am Friedhof von Alderaan treffen sollte, um den restlichen Weg nach Coruscant eskortiert zu werden. Allerdings verließ sie ihren Anweisungen entsprechend unbemerkt den Konvoi und vollzog den letzten Sprung in das Alderaan-System nicht. Auf diese Weise sollte der Eindruck vermittelt werden, sie sei ihrer Vergangenheit als unabhängige Schmugglerin erlegen und habe einen Teil der Lieferung gestohlen; tatsächlich jedoch begab sie sich nach Borleias, um die dortigen Anlagen zur Veredlung von Bacta zu verwenden und Rycla herzustellen. Dieser Befehl sollte ihr letztlich das Leben retten, denn der Bactaerwerb war an Hochadmiral Zsinj verraten worden. Dieser stellte dem Konvoi bei Alderaan eine Falle und vernichtete ausnahmslos alle Einheiten. Es gelang der Renegatenstaffel zwar, den Feind zu besiegen, als sie am vereinbarten Treffpunkt eingetroffen war, da aber Mirax’ Geheimauftrag nicht einmal Wedge bekannt war, wurde die Kapitänin für tot erklärt. Sie selbst hielt sich derweil auf Borleias auf und kehrte einige Tage später nach Coruscant zurück, um dort das Heilmittel an alle nichtmenschlichen Infizierten auszugeben.[14]

Entgegen aller Erwartungen stellte sich letztlich heraus, dass nicht nur Mirax, sondern auch Corran überlebt hatten; dieser war von Isard an Bord des Supersternenzerstörers Lusankya gefangengehalten worden mit dem letztendlich fehlgeschlagenen Ziel, ihm zu einem imperialen Spion zu machen. Für ihren Einsatz gegen Zsinj und für die Rettung der coruscantinischen Zivilbevölkerung wurde Mirax als Heldin der Republik geehrt und von Staatschefin Mon Mothma vor versammelten Würdenträgern hervorgehoben. Von ihren Kameraden bei der Sonderstaffel erfuhr Mirax im Anschluss an die Feierlichkeiten, dass Tycho endgültig entlastet worden war und sich Erisi Dlarit als Verräterin herausgestellt hatte – als Angehörige der einflussreichen Familien auf Thyferra war sie entsandt worden, aus der Rebellion sowie späteren Republik heraus für die Profisteigerung der Kartelle zu sorgen, wofür Dlarit wiederum die imperiale Führerin Ysanne Isard als geeignetsten Partner angesehen hatte. Den Konvoi, der von Mirax als Unterhändlerin vertreten worden war, verriet sie zudem an den Kriegsherrn, weil sie darin die Möglichkeit gesehen hatte, ihrer Rivalin das Leben zu nehmen. Ein weiteres Gesprächsthema war die Entdeckung des Jedi-Meisters Luke Skywalker, dass Corrans Großvater Nejaa Halcyon ein Jedi des Alten Ordens gewesen war und sein Enkel demnach den Umgang mit der Macht erlernen könnte; entgegen des Zuspruchs von Mirax und Wedge entschied sich Corran jedoch vorerst gegen eine Ausbildung in Skywalkers Praxeum. Für weniger erfreuliche Nachrichten hielt Mirax die Tatsache, dass Ysanne Isard vom Bactakartell zur Regentin Thyferras gewählt wurde, und da sich der Provisorische Rat aus Angst vor Rebellionen unter anderen Mitgliedern der Republik weigerte, sich in die inneren Angelegenheiten der Welt einzumischen, quittierte die gesamte Renegatenstaffel den Dienst, um den Kampf gegen die imperiale Regentin fortzusetzen. Auch Mirax schloss sich erneut ihren Kameraden an, was sie zu einer Freibeuterin machte.[14]

Befreiung von Thyferra[Bearbeiten]

Der Supersternenzerstörer Lusankya stand unter dem Kommando von Ysanne Isard.

Nachdem die Renegaten desertiert waren und der Neuen Republik den Rücken kehrten, bezogen sie die Raumstation im Yag’Dhul-System als Hauptquartier. Auf der ersten Lagebesprechung waren alle Angehörigen der Renegatenstaffel und ihre Verbündeten anwesend, wobei Wedge und Winter sie über die Kriegskasse in Kenntnis setzten und Aufgaben verteilten. Der anfangs zur Verfügung stehende Haushalt für die Aktionen war zwar nicht gering, Corran war allerdings der einzige, der seinen Sternenjäger nicht an die Republik überschrieben hatte, weshalb der Beschaffung von Kampfschiffen und Waffen oberste Priorität eingeräumt wurde. Mirax sollte sich mit Corran und Gavin Darklighter nach Tatooine begeben: Dort waren die Darklighters eine wohlhabende und angesehene Familie, und die Republik hatte erfahren, dass Gavins Onkel Huff ein imperiales Waffenlager geplündert hatte. Sein Neffe sollte ihn davon überzeugen, diese Ressourcen mit der Renegatenstaffel zu teilen. Während Corran das Klima des Wüstenplaneten und vor allem die kriminelle Bevölkerung verabscheute, fühlte sich Mirax wie zuhause; in Chalmuns Cantina traf sie den Wirt Wuher wieder, mit dem sie eine lange Bekanntschaft verband, und sie führte ihren Begleitern vor, dass allein der Name ihres Vaters ausreichte, um die versammelten Kleinkriminellen davon abzuschrecken, ihre Mission zu stören. Als die drei Gavins Onkel erreichten, stellte sich heraus, dass dieser bereits mit einem anderen Käufer über die Waffen verhandelte, und zwar mit Mirax’ Vater Booster, von dem sie sich sehr freute, ihn nach all der langen Zeit wiederzusehen. Corran war in diesem Augenblick allerdings nicht bekannt, dass es sich bei dem Konkurrenten um Mirax’ Vater handelte, weshalb er versuchte, die Pattsituation für sich zu entscheiden, indem er den interessierten Käufer zu dessen Belustigung darauf hinwies, dass er es mit der Tochter von Booster Terrik zu tun habe, woraufhin die Terriks Corran aufklärten. Die Stimmung kippe allerdings, als Booster erfuhr, dass der Begleiter seiner Tochter der Sohn Hal Horns war. Mirax brachte die beiden Männer dazu, den Streit auf später verschieben und mit Boosters Unterstützung erwarben sie Darklighters Güter für die Renegatenstaffel. Am Folgetag begaben sie sich in Begleitung von Booster, der seinen alten Freund Wedge wiedersehen wollte, auf den Rückweg nach Yag’Dhul, wo sie die anderen über den Erfolg ihrer Reise informierten. Auf der Raumstation erfuhr Mirax zudem, dass sich ihre alten Freunde Elscol Loro und Sixtus Quin Wedges Organisation angeschlossen hatten und auf Thyferra den Widerstand der Ashern professionalisieren sollten. Mirax, Corran und Iella sollten die beiden unter Pseudonymen an Bord des Tankers Wolkenreiter von Mimban dorthin begleiten, während Booster aus der Raumstation einen Handelsposten machte, um die tatsächlichen Aktivitäten der Staffel zu verschleiern sowie nebenbei Geld für die Aktionen einzunehmen. Es gelang Mirax und ihren Kameraden zwar, unbemerkt nach Thyferra zu gelangen und ein Visum zu erhalten, im Raumhafen machte Corran jedoch unabsichtlich einen Sturmtruppler auf sich aufmerksam, woraufhin es zu einem Feuergefecht kam. Corran wurde dabei verletzt, die Gruppe konnte allerdings von dem totgeglaubten Renegaten Bror Jace gerettet werden. Während Corran in einem Bactatank seine Verletzungen auskurierte, erfuhren Mirax, Iella, Elscol und Sixtus von Bror, dass er seinen Tod durch imperiale Abfangtruppen vorgetäuscht hatte, um heimlich nach Thyferra zu gelangen und dort den Widerstand zu organisieren. Drei Tage später kehrte er daher mit Mirax und Corran nach Yag’Dhul zurück, um Wedge auf den neusten Stand zu bringen, was die Entwicklungen in seiner Heimat anbelangte. Dort erfuhren die Zurückgekehrten, dass Ysanne Isard eine Kolonie auf Halanit vernichtet und dabei 10.000 Zivilisten ermordet hatte, weil diese Bactalieferungen von der Renegatenstaffel angenommen hatten. Wedge führte daraufhin einen Vergeltungsschlag an und zerstörte die thyferranischen Fabrikanlagen Q5A7 auf Qretu 5, im Anschluss daran flogen Mirax, Booster und einige verbündete Schmuggler die Kolonie an und stahlen soviel Bacta wie möglich. Des Weiteren versorgten sie die verwundeten Zivilisten.[8]

Die Schlacht um Thyferra

Auf Bitten Wedges begaben sich Mirax und ihr Vater später zu Talon Karrde. Dieser war nicht nur ein Freund der Familie, sondern auch galaxisweit bekannt für seine Ehrlichkeit seinen Geschäftspartnern gegenüber. Da er auch dafür berühmt war, an so gut wie jede Ware zu gelangen, bestellten sie dreihundert Torpedosensorpakete, dreihundert Protonentorpedowerfer, eintausend Drucksprengsätze und zweitausend Protonentorpedos bei ihm, was sie mit Bacta bezahlten. In Begleitung der Chir’daki von Ryloth und einer Staffel Gand-Bombern begaben sich die Renegaten mit der Pulsarrochen in den Friedhof von Alderaan, um am dortigen Treffpunkt mit Talons Partner Quelev Tapper die Warenübergabe abzuhalten. Es stellte sich heraus, dass der Treffpunkt an Isard verraten worden war, als der Sternenzerstörer Korruptor in Begleitung des Abfangkreuzers Aggregator in das System sprang und das Feuer eröffnete. Während Mirax die Pulsarrochen durch das Schlachtfeld flog, feuerte Booster vom Geschütz aus auf einige Jäger, bis plötzlich die Eisenherz eintraf und die Auseinandersetzung zugunsten der Renegatenstaffel entschied. Auf der Nachbesprechung beschlossen Mirax und ihr Vater, sicherheitshalber die eigene Organisation zu überprüfen, kamen dann jedoch zu dem Schluss, dass die undichte Stelle auf Karrdes Seite liegen musste. Tatsächlich hatte dieser mittlerweile erfahren, dass es seine Assistentin Melina Carniss war, die Isard regelmäßig Bericht erstattete, und wollte sie hinrichten; Booster überzeugte ihn jedoch davon, sie noch drei Monate am Leben zu lassen, weil er sie gegen das Bactakartell einsetzen wollte. Um sie in eine Falle zu locken, gab Booster bei Karrde eine Bestellung über einen Schwerkraftgenerator und maßgeschneiderte Y-Flügler-Geschütze für TIE-Jäger auf. Weiterhin lud Wedge Carniss nach Yag’Dhul ein, wohin sie von Mirax und Corran eskortiert wurde. Boosters Plan bestand darin, ihr die Koordinaten eines weiter entfernten Systems zu übermitteln, sie aber mithilfe des Schwerkraftgenerators aus dem Hyperraum zu ziehen; er hoffte, dass sie diese Daten an Isard weitergab, damit sie ihre Einheiten aussandte, die wiederum mit den in der Station installierten dreihundert Protonentorpedowerfern dazu gebracht werden sollten, ihre Schiffe zu übergeben. Tatsächlich waren die Werfer leer, weil die Torpedos selbst in die Sternenjäger und Frachter eingebaut werden mussten, Booster hoffte jedoch, dass der Feind diese List nicht durchschaute. Corran nutzte die Zeit bis zum möglichen Eintreffen ihrer Feinde, um Mirax im Flarestare einen Heiratsantrag zu machen. Obwohl ihr die Meinung ihres Vaters dazu Sorgen bereitete, nahm Mirax den Antrag an.[8]

Boosters Plan war letztendlich von Erfolg gekrönt: Isard entsandte die Lusankya und die Virulenz an die übergebenen Koordinaten und die Schiffe wurden bei Yag’Dhul aus dem Hyperraum gezogen, während sie selbst mit der Renegatenstaffel auf dem Weg nach Thyferra war. Im Zuge der Schlacht gelang der Lusankya zwar überraschend die Flucht, Booster konnte jedoch die Virulenz zur Aufgabe bewegen und das Schiff übernehmen. Die Schlacht um Thyferra gestaltete sich durch das überraschende Eintreffen der Lusankya zwar zunächst schwieriger als erhofft, doch als Mirax’ Vater mit der übernommenen Virulenz und einer Staffel A-Flügel-Abfangjäger unter Pash Cracken eintraf, wendete sich das Blatt zugunsten der Republik. Im Zuge der Auseinandersetzung gelang es den Renegaten, die Verräterin Erisi Dlarit abzuschießen, vermeintlich Ysanne Isard zu töten und die Kontrolle über Thyferra zu erlangen. Anschließend kam es in Anwesenheit von Mirax, Corran und Talon zu Streitigkeiten zwischen Booster und General Airen Cracken, weil der Schmuggler Anspruch auf den schwerbewaffneten Sternenzerstörer erhob, die Cracken aus Angst vor dem Zerstörungspotential jedoch nicht unterstützen konnte. Erst Talon gelang es, die Situation zu entschärfen, indem er zur Zufriedenheit aller vorschlug, die Virulenz – Booster benannte sie später in Fliegender Händler um − bis auf das Nötigste zu entwaffnen und das abgebaute Material an die Republik zu übergeben. Um ihren Vater nicht mit der Verlobung zu erzürnen, schlug Mirax Corran im Anschluss daran vor, sich heimlich von Wedge, der als kurzweiliger Kapitän der Lusankya das Recht dazu hatte, trauen zu lassen, um ihn gleich mit der Hochzeit zu überraschen. Darüber hinaus planten sie, auf Coruscant eine zweite, offiziellere Vermählung mit Gästen abzuhalten. Da Talon mit Booster darum gewettet hatte, dass seine Tochter genau dies täte, verlor Corrans Schwiegervater eine Million Credits. Mirax und alle anderen, die sich Wedges Kampf gegen Ysanne Isard angeschlossen hatten, waren auf der Siegesfeier zugegen.[8] Nach der Hochzeit auf Coruscant verbrachten Mirax und Corran ihre Flitterwochen an den Urlaubsstränden von Alakatha, einem Mond von K’vath 5, der für Prunk und Reichtum bekannt war. Von sich aus hätte Mirax niemals eine Reise angetreten, die sie direkt unter die Oberschicht der Neuen Republik katapultierte. Sie und Corran willigten jedoch ein, als Wedge ihnen den Ort ans Herz legte. Aufgrund ihrer Beteiligung an der Befreiung Coruscants mussten sie dort nichts bezahlen.[19]

Rückkehr von Ysanne Isard[Bearbeiten]

Ysanne Isard

Zwei Jahre nach der entscheidenden Schlacht bei Thyferra, 9 NSY, geriet die Neue Republik in einen Krieg mit Großadmiral Thrawn, einem Chiss aus den Unbekannten Regionen. Großadmiral Thrawn galt als brillanter Taktiker und führte die Republik in seinem Feldzug daher an den Rand ihrer Vernichtung. Während des Kriegs war Mirax zwar nicht aktiv in Kampfhandlungen involviert, nutzte jedoch die Pulsarrochen dazu, Flüchtlinge und andere Opfer der gewaltsamen Auseinandersetzungen zu evakuieren sowie Nahrung an mittellose Kriegswelten zu liefern. Es war der Neuen Republik nicht möglich, Großadmiral Thrawn zurückzuschlagen. Dieser wurde allerdings überraschend von seinem Leibwächter ermordet, woraufhin dessen Nachfolger, Vizeadmiral Gilad Pellaeon, den Rückzug der imperialen Streitkräfte anordnete. Zu diesem Anlass organisierte Mirax eine Feier für alle Piloten der Renegatenstaffel und deren Angehörige, auf der sie auch ihren Ehemann Corran nach längerer Zeit wiedersah. Allerdings tauchte auf der Feier ein ehemaliger Gefangener von Bord der Lusankya auf, den Corran außer seiner Zeit an Bord des Schiffes wiedererkannte: Urlor Sette, der bei Erwähnung seines Namens durch Corran jedoch tot umfiel. Auf diese Weise erfuhr die Renegatenstaffel, dass sie von jemandem aus Ysanne Isards Kreisen beobachtet wurden. Mirax äußerte die Befürchtung, dass diese Provokation direkt in eine Falle führen würde, Corran bestand jedoch darauf, der Sache nachzugehen, da er den Gefangenen versprochen hatte, sie zu befreien. Iella fand später heraus, dass der tödliche Apparat, der in Settes Körper implantiert und durch Corrans Stimmuster ausgelöst, auf Commenor produziert worden war. Dort wiederum stieß die Renegatenstaffel auf einen kleinen Teil der ehemaligen Gefangenen, von denen zwar viele bereits tot waren, einige jedoch noch Aussagen abgeben konnten. Dabei berichteten sie, dass die totgeglaubte Ysanne Isard noch am Leben war. Obwohl er eigentlich dazu verpflichtet war, diese Informationen geheimzuhalten, gab Corran sie an seine Ehefrau weiter. Mirax traf sich daraufhin mit Iella, welcher die Aufgabe anvertraut worden war, die Aussagen auszuwerten. In ihrem Gespräch rätselten die beiden darüber, wie es Isard gelungen sein könnte, die Republik zu täuschen. Dabei äußerte Mirax die Vermutung, sie könnte die Fähre, mit der sie während der Schlacht von Thyferra angeblich hatte fliehen wollen, ferngesteuert haben und anschließend mit den thyferranischen Flüchtlingen geflohen sein.[21]

Da Mirax und Iella beide davon ausgingen, dass die Spuren zu Isard bewusst gelegt worden waren, begaben sie sich vier Wochen später verdeckt nach Commenor, um private Nachforschungen anzustellen. Während ihrer Reiseplanungen erfuhren sie außerdem, dass Corran bei einem Angriff der Republik auf Liinade III von der sogenannten Pulsarstation erfahren hatte. Dabei handelte es sich um ein Projekt, im Rahmen dessen eine Superwaffe in Anlehnung an den Todesstern gebaut werden sollte. Diese Entdeckung diente der Neuen Republik als Rechtfertigung für die Kriegserklärung an die Ciutric-Hegemonie, die von Isards vermeintlichem Verbündeten Prinz-Admiral Delak Krennel regiert wurde und im Zuge eines intensiven Feldzugs zu Fall gebracht werden sollte. An den Vorbereitungen dieser Auseinandersetzungen beteiligten sich auch Mirax und Iella, indem sie weitere Nachforschungen auf Commenor anstellten und herausfanden, dass das sogenannte Xenoveterinärinstitut Xenovet, in dem die Leichen der Lusankya-Gefangenen gefunden worden waren, von dem Treuhänder Mem Wooter verwaltet wurde, weshalb sie in dessen Kanzlei einbrachen. Die beiden gaben sich als Mechanikerinnen aus, um unbemerkt in sein Büro zu gelangen und dort einige Datenkarten zu kopieren, auf denen die Konten von Xenovet verzeichnet waren. Allerdings betraten plötzlich vier Wachsoldaten das Zimmer und nahmen die beiden fest. In einer Gasse vor dem Gebäude landete eine Raumfähre mit zwei weiteren Einheiten, die Mirax und Iella offensichtlich von Commenor wegbringen sollten, doch in diesem Moment attackierte ein vermeintlicher Bettler die Entführer und steckte Iella einen Miniblaster zu, während Mirax ihren Vordermann zu Fall brachte. Ihre Flucht wurde unterbunden, als sie in eine Sackgasse liefen, doch wurden sie von einem Mann in Begleitung zweier Verpinen-Kämpfer gerettet. Er stellte sich als Baz Korral vor und gab an, von Booster geschickt worden zu sein, um auf dessen Tochter und deren Begleiterin achtzugeben. Zur Verwirrung aller gehörte der Bettler, der Iella die Waffe gegeben hatte, allerdings nicht zu ihm. Nichtsdestotrotz nutzten alle fünf die Möglichkeit, Commenor wohlbehalten zu verlassen und zur Fliegender Händler zurückzukehren.[21]

Mirax arbeitet an einem ihrer Raumschiffe.

An Bord der Fliegender Händler stellte Booster Mirax und Iella ein Büro zur Verfügung, in dem letztere den Staub auf den Datenkarten, die sie aus dem Anwaltsbüro entwendet hatten, mit dem Bodenprofil, das die Mineralienspuren auf den Gebeinen der Leichen von Commenor hinterlassen hatte, verglich. Sie kam zu dem Ergebnis, dass beide Proben identisch waren und nach Distna führten, ein ebenfalls im Ciutric-Sektor gelegener Mond. Mirax fürchtete, dass die Renegatenstaffel dort in eine Falle geraten könnte, weshalb sie ihren Vater darum bat, umgehend in das Corvis-Minor-System zu springen. Als die Fliegender Händler Distna erreichte, stellte die Besatzung allerdings fest, dass sie zu spät gekommen waren und die Schlacht bereits vorbei war: Im All trieben imperiale und republikanische Leichen sowie Wrackteile. Als sie vor dem Heck des Sternenzerstörers eine grün lackierte S-Fläche von Corrans Jäger entdeckten, befürchtete Mirax, dass ihr Mann getötet worden war. Booster gab daraufhin den Befehl, umgehend alles zu bergen. Lediglich zwei Piloten der Renegatenstaffel schienen den Hinterhalt überlebt zu haben und konnten erfolgreich geborgen werden, Wes Janson und die Bothanerin Asyr Sei’lar. Die darauffolgenden Tage gab sich Mirax ihrer Trauer um den abermals totgeglaubten Gatten hin. Später erreichte Talon Karrde die Fliegender Händler und übergab ihr Corrans Astromechdroiden Pfeifer. Der Droide war von Corran über Karrde zu Booster gebracht worden, um ihnen eine Botschaft mitzuteilen, in der Corran offenbarte, dass der größte Teil der Renegatenstaffel den Hinterhalt bei Distna überlebt hatte, weil die totgeglaubte Ysanne Isard Unterstützungskräfte entsandt hatte, die Prinz-Admiral Krennels Soldaten aufrieben. Die Fliegender Händler setzte daraufhin umgehend Kurs auf Coruscant. Auf dem Flug dorthin sprachen Mirax und Iella mit der geretteten Sei’lar, welche die beiden aus persönlichen Gründen erfolgreich darum bat, ihr Überleben nicht bekanntzumachen und sie stattdessen unbemerkt verschwinden zu lassen. Auf Coruscant erfuhr Mirax, dass auch Wedge der Republik eine Nachricht hatte zukommen lassen, die neben einer Stellungnahme des Generals einen Angriffsplan enthielt, der die republikanischen Streitkräfte zu einem endgültigen Sieg bei Ciutric IV führen sollte. Nachdem General Cracken dem Provisorischen Rat Wedges Nachricht vorgespielt und dort eine Abstimmung ergeben hatte, dass Admiral Gial Ackbar Wedges Plan folgen und eine Kampfflotte aufstellen sollte, traf er sich mit dem Admiral, Mirax, Booster und Iella zu einer Geheimsitzung. Tatsächlich hatte Wedge nämlich zwei Nachrichten verschickt: Jene, die General Cracken dem Provisorischen Rat vorgespielt hatte, und eine zweite, in der er Ysanne Isard als Drahtzieherin benannte; diese hatte seine Piloten vor dem Tode bewahrt, weil sie deren Hilfe nicht nur im Kampf gegen ihren Widersacher Prinz-Admiral Krennel, sondern auch gegen einen Klon ihrer selbst, den sie vor der Schlacht um Thyferra hatte anfertigen lassen, benötigte. Offenbar wollte Wedge vermeiden, dass der Rat von diesem Umstand erfuhr, um absolut sicherzugehen, dass sie von seiner Kontaktaufnahme nicht erfuhr. General Cracken erteilte den dreien die Aufgabe, Isards Gedanken nachzuvollziehen und Ideen zu entwickeln, etwaige Pläne zu vereiteln. Sie erhielten dafür die Ultrafreigabe und fünf Millionen Credits, um alle nötigen Entscheidungen treffen zu können. Obgleich sich Mirax und Iella an den Überlegungen beteiligten, war es hauptsächlich Booster, der sich, zur Beunruhigung seiner Tochter, am besten in die imperiale Führerin hineinversetzen und mehrere realistische Szenarien aufstellen konnte, nach denen sie möglicherweise vorging. Am wahrscheinlichsten erschien ihnen Boosters Vermutung, sie könnte die Ablenkung bei Ciutric ausnutzen, um die Lusankya zu stehlen. Aus diesem Grund begaben sie sich nach Bilbringi und übernahmen die Kontrolle über den Supersternenzerstörer. Boosters Szenario sollte sich als treffend erweisen, Ysanne Isard versuchte tatsächlich, das Kriegsschiff zu stehlen. Während Mirax, ihr Vater und Sei’lar die Brücke sicherten und verhinderten, dass die kleine Gruppe um die imperiale Führerin sie übernahm, wartete Iella in ihrer Kajüte auf sie und erschoss sie. Den Streitkräften der Allianz gelang es derweil, Wedges Plan auszuführen und sowohl Ciutric IV einzunehmen als auch den Kriegsherrn Krennel zu töten. Auf den anschließenden Siegesfeiern wurde Mirax auch wieder mit Corran vereint.[21]

Wechselnde Loyalitäten[Bearbeiten]

In Gefangenschaft Leonia Taviras[Bearbeiten]

Die imperiale Kriegsherrin Leonia Tavira vor einer Sturmtruppeneinheit

Ein Jahr nach diesen Ereignissen kehrte der totgeglaubte Imperator Palpatine zurück; es war ihm gelungen, seinen Geist in einen Klonkörper zu überführen und darin jahrelang zu regenerieren. Sein Ziel war es, die galaktische Hauptwelt Coruscant zu erobern und den Jedi-Meister Luke Skywalker zur Dunklen Seite der Macht zu bekehren.[23] Als der Dunkle Lord der Sith während der Eroberung von Coruscant einen imperialen Sternenzerstörer abstürzen ließ und damit zahllose Zivilisten ermordete sowie Gebäude einstürzen ließ, mussten auch Mirax und Corran ihre Wohnung beklagen; die beiden waren zum Zeitpunkt des Absturzes jedoch nicht zuhause und blieben daher verschont. Nach dem gewonnenen Krieg gegen den Imperator arbeiteten Mirax und Corran am Wiederaufbau ihres Zuhauses und sprachen unter anderem darüber, Kinder zu kriegen. Der Wunsch ging von Mirax aus, wurde von Corran zunächst jedoch eher ablehnend aufgenommen. Bis dahin organisierte Iella über den Geheimdienst der Neuen Republik eine Unterkunft für ihre Freunde, die sehr nah am Hauptquartier der Renegatenstaffel lag. Während ihr Gatte zunächst weiterhin als Pilot für die Staffel tätig war und sich dann nachträglich doch bei Luke Skywalker in Ausbildung begab, widmete sie sich nach wie vor ihren Schmuggel- und Handelsgeschäften, wobei sie Einnahmen erwirtschaftete, die Corrans Sold bei Weitem überstiegen und daher eine gute finanzielle Absicherung für eine Familiengründung boten. Während ihrer Geschäfte geriet sie mit der ehemaligen Moff, Admiralin und jetzigen Piratin Leonia Tavira aneinander. Diese hatte einen ihrer Kunden überfallen und wertvolle Antiquitäten gestohlen, woraufhin Mirax damit beauftragt wurde, Nachforschungen anzustellen. Da sie wusste, dass ihre Kameraden von der Neuen Republik zurzeit ebenfalls mit den Überfällen ihrer Piratenflotte zu kämpfen hatten und aufgrund der nahezu perfekten Planung der Piratenführerin, die den Sternenzerstörer Invidious als Flaggschiff einsetzte, kaum Erfolge vorweisen konnten, setzte sie sich mit General Cracken in Verbindung und bat ihn darum, als Ermittlerin eingesetzt zu werden, um den Aufenthaltsort der Feindin herauszufinden. Als Argument führte sie an, dass sie ihre Tätigkeiten für besagten Kunden als Tarnung nutzen und dadurch nicht als republikanische Spionin enttarnt werden könne.[19]

Es gelang ihr zwar, die Fährte aufzunehmen und auf Nal Hutta an Informationen über die Organisation der Piratenführerin zu gelangen, sie hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass Tavira über machtsensitive Helfer verfügte. Die sogenannten Jensaarai bemerkten ihre Verfolgerin und durchschauten Mirax als Agentin der Neuen Republik, weshalb sie nicht verhindern konnte, dass ihr auf der Sumpfwelt eine Falle gestellt wurde. Mirax wurde gefangengenommen und nach Susevfi verschleppt, anschließend galt sie als vermisst. Dort wurde sie in Gefängniszelle 02021020 des Gouverneurspalasts in Yumfla gesperrt und mittels der Macht sowie einer willensbrechenden Apparatur in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Die Saarai-kaar, Anführerin der Jensaarai, weckte sie lediglich zur Nahrungsaufnahme auf. Während dieser kurzen Momente des Bewusstseins lernte Mirax die Organisation ihrer Entführer kennen und erfuhr, dass sie lediglich am Leben gelassen wurde, um ihren Ehemann Corran nach Susevfi zu locken. Vor vielen Jahrzehnten, noch zu Zeiten der Alten Republik, war es zu einer Konfrontation zwischen den machtsensitiven Anhängern der abtrünnigen Jensaarai und dem Jedi-Orden gekommen, an der auch Corrans Großvater Nejaa Halcyon beteiligt gewesen war. Im Zuge dieser Auseinandersetzung kamen nicht nur mehrere Anhänger der Jensaarai ums Leben, deren Anführer erschlug auch Corrans Großvater. Seitdem pflegten die Dunklen Jedi einen Hass auf die gesamte Familie Halcyon und taten sich daher mit Tavira zusammen, um mit ihrer Hilfe gegen den wiederaufstrebenden Orden der Jedi vorzugehen sowie an Corran heranzukommen. Als Mirax nach längerer Zeit wieder aufwachte, sah sie sich ihrem Mann, Meister Skywalker, dem Caamasi Elegos A’Kla und dem Renegatenkameraden Ooryl Qrygg gegenüber, die allesamt in den Palast eingedrungen waren, um sie zu retten. Bei der Flucht kam es zu Schusswechseln mit den imperialen Sturmtruppen, die Admiralin Tavira treu geblieben waren, welche die fünf jedoch überstanden. Daraufhin ließ Tavira ein lebensgroßes Hologramm im Gang entstehen und stellte Corran, der sich als verdeckter Ermittler in ihre Organisation eingeschlichen hatte, zur Rede. Als sie in den großen Thronsaal des einstigen Regenten gelangten, sahen sie sich dort fünf Kriegern der Jensaarai sowie der Saarai-kaar gegenüber, die allesamt ihre Lichtschwerter zückten und die beiden Jedi angriffen. Während des Duells gegen die feindliche Kriegerin ließ sich Corran einmal kurz ablenken, was seine Gegenüber nutzte und ihn beinahe umbrachte, ehe Mirax dazwischenging und einen Betäubungsschuss aus ihrem Blasterkarabiner abgab. Anschließend mussten sie feststellen, dass die Admiralin mit ihrem Kampfschiff zur Bombardierung der Stadt ansetzte; zwar war Verstärkung in Form der Fliegender Händler und der Backstab eingetroffen, die beiden Schiffe waren Tavira aufgrund ihrer mangelhaften Bewaffnung jedoch unterlegen. Corran gelang es, Tavira mittels einer Machtillusion davon zu überzeugen, es handele sich bei dem Angriff um eine Falle der Republik, die tatsächlich mit der Lusankya, dem Sonnenhammer und einer Jediarmee eingreifen wolle. Daraufhin ergriff sie die Flucht. Nach der überstandenen Schlacht flogen Mirax und Corran zum Jedi-Praxeum auf Yavin 4.[19]

Frieden mit dem Imperium[Bearbeiten]

Mirax und Corran mit ihrem Sohn Valin

Gemeinsam beschlossen die beiden, eine Familie zu gründen.[25] 13 NSY wurde ihr Sohn Valin, zwei Jahre später ihre Tochter Jysella geboren; Valin wurde nach Corrans Vater benannt, Jysella nach Mirax’ Mutter.[26] Die Kinder wurden von beiden Elternteilen gleichermaßen aufgezogen, verbrachten aber auch viel Zeit mit ihrem Großvater an Bord der Fliegender Händler. Mirax’ Ehemann Corran hatte seinen Kindern die Begabung in der Macht vererbt, Valin entwickelte jedoch auch ein besonderes musikalisches Talent. Im Jahr 19 NSY hielten sich Mirax und ihre Familie ebenfalls bei Booster an Bord der Fliegender Händler auf, als Talon Karrde eintraf und eine Diskussion über die aktuellen Geschehnisse entbrannte. Die Republik befand sich erneut in einer Krise: Zum einen war herausgekommen, dass die ebenfalls republikanischen Bothaner das Galaktische Imperium vor Jahren maßgeblich dabei unterstützt hatten, den Planeten Caamas mittels einer Orbitalbombardierung für lange Zeit unbewohnbar zu machen und nahezu die gesamte Spezies auszulöschen, woraufhin es zu Vergeltungsaufrufen kam. Außerdem ging das Gerücht um, Großadmiral Thrawn hätte das Attentat seines Noghri überlebt und plane mit einer Klonarmee einen neuerlichen Feldzug. Corran war damit beauftragt worden, den Lagerungsort des Caamas-Dokuments herauszufinden, während Mirax auf Jysella und Valin Acht gab. Sie war beunruhigt, als Talon berichtete, Luke habe an Bord eines Freibeuterschiffs tatsächlich Klone gespürt, und noch mehr, als ein unidentifizierbares Raumschiff aus dem Hyperraum und mit voller Geschwindigkeit auf den Sternenzerstörer zuhielt. Da es sich auf Kollisionskurs mit der Kommandobrücke befand, setzte Mirax mit ihrem Sohn zur Flucht an; letztlich sollte der Eindringling jedoch nur eine Nachricht hinter- und das System danach wieder verlassen. Die ebenfalls anwesende Mara Jade erkannte, dass der Überbringer Cheunh sprach und Großadmiral Thrawn erwähnte, konnte die Botschaft jedoch nicht selbst übersetzen.[25] Nach eigenen Nachforschungen in dieser Sache begaben sich Mirax und ihr Vater nach Coruscant, um dort mit dem corellianischen General Garm Bel Iblis zu sprechen. Dieser bat Booster darum, ihm die Fliegender Händler auszuleihen; er wollte damit einen Überfall auf die imperiale Allgegenwärtigkeitsbasis auf Yaga Minor durchführen, um das Caamas-Dokument zu stehlen. Zunächst stand ihr Vater dieser Bitte strikt ablehnend gegenüber – vor allem, weil Yaga Minor nach Bastion der am zweitstärksten befestigte Stützpunkt der Galaxis und imperiale Hochburg war –, es gelang Mirax jedoch, ihm die Vorteile seiner Beteiligung klarzumachen: So führte sie unter anderem an, dass seine eigenen Geschäfte unter einem galaxisweiten Krieg stark leiden würden; des Weiteren böte er in diesem Chaos sowohl für schmugglerfeindliche Organisationen als auch für andere Piratenbanden eine geeignete Zielscheibe. Letztendlich willigte er unter der Bedingung ein, dass die Fliegender Händler vollständig wiederbewaffnet werden müsse und er diese neue Ausrüstung auch nach ihrem Einsatz für die Republik behalten dürfe. Da höchste Geheimhaltungsstufe bestand, durfte Mirax die Fliegender Händler während der gesamten Mission nicht verlassen.[27]

Also drangen sie in das Yaga-Minor-System ein und gaben ihr Schiff als imperiale Tyrannic aus. Der Feind durchschaute diesen Betrugsversuch jedoch und aktivierte daraufhin fünfzig Traktorstrahlen, die das Schiff an Ort und Stelle hielten. Mirax und Booster missfiel dieses Szenario, da das Imperium damit drohte, das Feuer auf die bewegungsunfähige Fliegender Händler zu eröffnen. In diesem Augenblick sprangen jedoch die Renegatenstaffel und die Wilder Karrde aus dem Hyperraum, wobei erstere zweitere zum imperialen Flaggschiff Erbarmungslos eskortierte. Talon hatte Gilad Pellaeon an Bord, Großadmiral und Oberkommandierenden der Imperialen Flotte, der darüber aufklärte, dass es sich bei dem angeblichen Thrawn um den Schauspieler Flim und bei dem feindlichen Kommandanten um den Verräter Vilim Disra handelte, und beide Seiten zum sofortigen Niederlegen der Waffen aufforderte. Mirax und ihr Vater erfuhren, dass Großadmiral Pellaeon der Neuen Republik bereits vor Wochen Friedensverhandlungen vorgeschlagen hatte, sein Botschafter jedoch von den Verrätern abgefangen worden war. Letztendlich sollten die Verhandlungen aber erfolgreich verlaufen und im Pellaeon-Gavrisom-Vertrag festgeschrieben werden. Damit wurde aus dem Restimperium unter Imperator Pellaeon offiziell das Neue Imperium, das als gleichberechtigte Entität einen Teil der Galaxis regierte und diplomatische Beziehungen zur Neuen Republik pflegte. Weiterhin händigte Großadmiral Pellaeon dem republikanischen Staatschef eine Kopie des Caamas-Dokuments aus, in dem die schuldigen Bothaner verzeichnet waren. Zum Dank für seine Unterstützung erhielt Booster rote Farbe von General Bel Ibslis, mit der er seinen Sternenzerstörer lackierte.[28]

Mirax (u.r.) und ihre Freundinnen besuchen ein Erholungsbad.

Noch im selben Jahr fand die Hochzeit von Luke Skywalker und Mara Jade statt, das galaxisweit Aufsehen erregte, weil es als weiteres Zeichen für den Frieden zwischen der Neuen Republik und dem Neuen Imperium wahrgenommen wurde. Während Luke Skywalker schon immer für die Allianz zur Wiederherstellung der Republik gekämpft hatte und später ein Jedi geworden war, hatte die ebenfalls machtsensitive Kriegerin Mara Jade lange Zeit als Hand des Imperators gedient und Jagd auf ihren späteren Ehemann gemacht. Wie den meisten anderen, die Luke und Mara persönlich kannten, war auch Mirax schon lange klar gewesen, dass die beiden füreinander bestimmt waren. Als die Hochzeit offiziell bekanntgegeben wurde, hielt sich Mirax gerade zuhause bei ihrer Familie auf und nutzte die Gelegenheit, mit Corran darüber zu sprechen, wie ihr eigenes Leben als Ehepaar bisher verlaufen sei. Obwohl die offizielle Hochzeit eigentlich erst in ein paar Tagen stattfinden sollte, begab sich Mirax kurz darauf mit einigen Freundinnen zum Jedi-Tempel: Dort wurde das Paar auf eigenen Wunsch hin unter Ausschluss der Öffentlichkeit und in kleinerem Kreise von Kam Solusar nach alter Jedi-Tradition vermählt, weshalb nur Angehörige des Ordens und deren Familien eingeladen waren. Da Mara allerdings auch danach noch nervös war, boten sich ihre Freundinnen Mirax, Leia, Winter, Iella und die Jedi Tionne Solusar an, mit ihr ein Erholungsbad zu besuchen und dort von ihren eigenen Hochzeiten zu erzählen. Außerdem nahmen die sechs an einem Schleuderballspiel teil, das sie gewannen. Kurz darauf sollte in den Reflektionsgärten der offizielle Teil der Hochzeit stattfinden, der zudem große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Mirax suchte den Ort des Geschehens gemeinsam mit ihrem Mann, den beiden Kindern und Booster auf. Unbemerkt von den Teilnehmern, die sich bereits im Gebäude aufhielten, kam es draußen zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, als eine kriminelle Swoop-Bande das Feuer eröffnete und Unruhe stiftete; sie konnte jedoch dadurch beendet werden, dass Mirax’ Vater sich zeigte, denn dessen Ruf reichte nach wie vor aus, um derartige Störenfriede zu vertreiben. Mirax selbst hingegen musste mit ansehen, wie sich ein abtrünniger imperialer Moff, der den abgeschlossenen Friedensvertrag nicht akzeptieren wollte, offenbarte, um die Hochzeit seiner Ikone, Mara Jade, zu verhindern. Luke konnte die Situation jedoch entschärfen und die Zeremonie wurde später fortgesetzt.[29]

Invasion der Yuuzhan Vong[Bearbeiten]

Palpatines Auge[Bearbeiten]
Drei Yuuzhan-Vong-Krieger

Sechs Jahre nach den erfolgreichen Friedensverhandlungen mit dem Galaktischen Imperium starteten die Yuuzhan Vong eine Invasion der Galaxis. Bei den Yuuzhan Vong handelt es sich um eine außergalaktische Spezies, deren Charakteristika vor allem ihre aggressive Technophobie und die absolute Nichtexistenz in der Macht sind.[30] Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei ihnen um Krieger handelt, die Schmerzen begrüßten, anstatt sie zu fürchten, und die deshalb in sehr hoher Zahl und mit einer außerordentlich hohen Aggressivität einfielen, eroberten sie in kürzester Zeit unzählige Welten, wobei sie ihren Feldzug im Tingelarm im Nordosten der Galaxis begannen.[31] Bereits zu Beginn des Krieges wurde Mirax’ Ehemann von Luke Skywalker ausgesandt, eine Wissenschaftlergruppe um Dr. Anki Pace von Bimmiel zu evakuieren. Corran geriet dabei in eine Auseinandersetzung mit den Yuuzhan Vong und wurde beinahe getötet, wonach Mirax und Luke seine Genesung in einem Bactatank abwarteten. Luke bat Mirax darum, in Erfahrung zu bringen, ob Dr. Paces Anschuldigungen, dass einige Jedi des Ordens alte Artefakte aus archäologischen Sammlungen stahlen, der Wahrheit entsprach.[30] Dieser Auftrag wurde jedoch bald nachrangig, als die Jedi-Ritterin Daeshara’cor den Orden verriet und sich auf die Suche nach einem zweiten Exemplar von Palpatines Auge machte, einer Superwaffe, mit der sie die Yuuzhan Vong vernichten wollte. Da Luke den Einsatz einer Superwaffe als inakzeptabel empfand und sich mit seiner Frau Mara, seinem Neffen Anakin Solo und dem Raumhafenkundigen Chalco aufmachen wollte, um sie aufzuhalten, bot Mirax an, die Pulsarrochen zu stellen und als Pilotin zu fungieren. Zuerst setzte sie Kurs auf Vortex, wo sie und ihre Begleiter die Wissenschaftlerin Qwi Xux aufsuchen wollten. Xux hatte maßgeblich zu der Konstruktion des Todessterns sowie des Sonnenhammers beigetragen und sich nach deren Einsätzen zurückgezogen, um künftig Gutes zu tun. Mirax, Luke und Mara gingen davon aus, dass sie Daeshara’cors erste Anlaufstelle sein würde, weil kaum jemand mehr über das Schlund-Forschungszentrum wusste als sie.[32]

Mirax landete mit ihrer Pulsarrochen auf Vortex und fuhr anschließend mit einem Gleiter zur Kathedrale der Winde, um dort die Wissenschaftlerin zu treffen. Von ihr erfuhren sie, dass die Twi’lek sie tatsächlich aufgesucht hatte. Xux wusste zwar über die technischen Details um Palpatines Auge Bescheid, jedoch nicht, ob es noch existierte. Des Weiteren weigerte sie sich strikt, die Neue Republik mit Waffen zu unterstützen, weil sie für den Rest ihres Lebens einen pazifistischen Weg gehen wollte. Daraufhin begaben sich Mirax, Luke und Mara zurück zur Pulsarrochen und flogen nach Garos IV, dessen Universität eine der renommiertesten Hochschulen der Galaxis war und daher große Archive imperialer Aufzeichnungen pflegte. Um die Welt zu erreichen, musste Mirax eine komplizierte Flugroute um den Nyarikanischen Nebel herum konfigurieren, was zusätzliche Zeit in Anspruch nahm. Während Luke auf einer Audienz bei der Universitätsdirektorin war, scharwenzelten Mirax und Mara durch das Gebäude, als sie einen verzweifelten Aufschrei vernahmen. Daeshara’cor hatte Luke über Anakins Kommunikationsgerät kontaktiert und darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie den Jungen gefangengenommen habe und nur gegen Informationen über den Aufenthaltsort von Palpatines Auge eintauschen würde. Tatsächlich gab es in den Archiven der Universität keine solchen Aufzeichnungen, doch Mirax schlug vor, eine Datenkarte mit technischen Informationen über andere Apparaturen zu füllen und einige Schlüsselbegriffe zu ersetzen, um Daeshara’cor zumindest kurzzeitig zu täuschen. Es gelang ihnen, Anakin und Chalco zu befreien sowie Daeshara’cor gefangenzunehmen. Weil Luke inzwischen erfahren hatte, dass die Yuuzhan Vong als nächstes die friedliche Welt Ithor angreifen würden, bat er Mirax darum, diesen Planeten anzusteuern. Die Yuuzhan Vong hatten herausgefunden, dass ihre Vonduun-Krabben-Rüstungen allergisch auf die Pollen der auf Ithor wachsenden Bafforrbäume reagierten und ihren Träger dann umbrachten, weshalb sie den gesamten Planeten vernichten wollten. Mirax beteiligte sich an der Evakuierung der Ithorianer und sammelte außerdem Exemplare diverser endemischer Pflanzen an Bord der Pulsarrochen, um sie zu erhalten. Zu Mirax’ Freude war die Schlacht von Ithor das ausschlaggebende Ereignis, das zu einem Bündnispakt zwischen der Neuen Republik und dem Neuen Imperium unter Gilad Pellaeon führte. Während sie selbst mit der Pulsarrochen nach Borleias flog, um dort eine ithorianische Kolonie zu errichten, kämpfte ihr Mann in der Schlacht gegen die Yuuzhan Vong. Corran hatte zwar ein Duell gegen den feindlichen Kommandanten Shedao Shai gewonnen, doch brachen die Invasoren ihr Versprechen und setzten die gesamte Oberfläche Ithors mit einer biologischen Waffe in Brand, woraufhin die Welt unbewohnbar wurde. Obwohl durch Corrans Bemühungen mehrere Millionen Leben gerettet werden konnten, machten die republikanischen Politiker die Jedi für die Kontamination des Planeten verantwortlich. Um dem Orden keinen zusätzlichen Schaden zuzufügen, beschloss Corran, aus ihm auszutreten und mit Mirax um Asyl auf Corellia zu ersuchen.[32]

Verteidigung der Jedi-Schüler[Bearbeiten]
Auf der Fliegender Händler wurden die Jedi-Schüler versteckt.

Nachdem Mirax und Corran einige Zeit auf Corellia verbracht hatten, kehrten sie zu Booster auf die Fliegender Händler zurück. Ein Jahr nach Beginn des Krieges attackierten die Yuuzhan Vong und ihre Verbündeten der Friedensbrigade das Jedi-Praxeum auf Yavin IV und eroberten die Welt, woraufhin die Jedi-Schüler mit Talon Karrdes Hilfe evakuiert und an Bord der Fliegender Händler gebracht wurden. Gemeinsam mit Kam und Tionne Solusar sowie seiner Tochter und Corran unternahm Booster daraufhin für mehrere Monate zufällige Hyperraumsprünge durch die gesamte Galaxis, um zu verhindern, dass der Feind vom Aufenthaltsort der Schüler erfuhr. Mirax war ebenfalls anwesend, als Luke mit seiner hochschwangeren und schwerkranken Frau eintraf. Mara war von Nom Anor, einem Exekutor der Yuuzhan Vong, mit den potentiell tödlichen Coomb-Sporen infiziert worden, weshalb Mirax ihr umgehend einen Platz zur Erholung anbot. Anschließend wohnte sie einer Besprechung mit ihrem Vater, Luke, Tionne, Kam und der Heilerin Cilghal bei. Mithilfe der Macht gelang es Mirax’ Freundin, zu sterben und kurz darauf wiederaufzuerstehen, um anschließend ihren Sohn, Ben Skywalker, zur Welt zu bringen. Maras Neffe Anakin hatte kurz zuvor ihren Tod in der Macht gespürt und war panisch zur Krankenstation gerannt, konnte jedoch von Mirax beruhigt werden.[32] Im Laufe des Krieges errichtete der Jedi-Orden daher eine geheime Basis auf Eclipse, einem Planeten im schwer zu durchfliegenden Tiefkern der Galaxis. Ursprünglich sollten dort hauptsächlich die Jedi-Schüler untergebracht werden, um vor den Yuuzhan Vong sicher zu sein, die Basis entwickelte sich jedoch zum Hauptquartier des Ordens, in dem die diversen Kampfgeschwader der Jedi-Piloten stationiert waren. Im Jahr 27 NSY begab sich Mirax mit ihrem Mann nach Corellia, um dort Vorräte für die Basis zu beschaffen, die beiden wurden jedoch von einem Voxyn – machtsensitive Geschöpfe der Yuuzhan Vong – attackiert. Ihnen gelang die Flucht und sie erreichten Eclipse, wo mittlerweile auch Leia und General Han Solo eingetroffen waren. Aufgrund der Tatsache, dass Eclipse infolge eines Ultimatums der Yuuzhan Vong zu einem Kriegsschauplatz zu werden drohte, wies Luke Mirax’ Vater an, die Schüler stattdessen nach Reecee zu bringen. Dort geriet er jedoch in einen Hinterhalt und konnte, nachdem er die Überlebenden der Verteidigungsflotte von Reecee gerettet hatte, nur knapp nach Eclipse fliehen, womit er die Yuuzhan Vong dorthin lockte. Als Mirax und Corran von der versteckten Basis aus beobachteten, wie die Fliegender Händler – und damit auch Valin und Jysella – im Orbit von den feindlichen Streitkräften – insgesamt vierundzwanzig Großkampfschiffe sowie diverse Korallenskipper – beschossen wurde, wollten sie eingreifen. Solo erinnerte sie jedoch daran, dass sie nicht die einzigen besorgten Eltern waren, und wies darauf hin, dass Booster mit Sicherheit nicht grundlos wehrlos blieb. Tatsächlich setzte ihr Vater während des Beschusses alle Rettungskapseln der Fliegender Händler ab, damit diese wie Trümmerteile wirkten und nicht entdeckt wurden, und erhitzte mit den Triebwerken seines Sternenzerstörers einen Asteroiden, durch dessen Explosion die Schiffe der Yuuzhan Vong in einen vernichtenden Gesteinshagel gerieten. Mirax und Leia verließen an Bord eines Transporters den Hangar, um die Rettungskapseln einzusammeln, die entbrennende Raumschlacht konnten die Jedi-Geschwader durch die Unterstützung der Verteidigungsflotte von Reecee für sich entscheiden.[33]

Kriegsende[Bearbeiten]
Luke spricht auf dem Konklave.

Gegen Ende des Krieges wurden Mirax und ihr Vater Teil der Schmugglerallianz ihres Freundes Talon Karrde, in der sich Unterstützer der Galaktischen Föderation Freier Allianzen – die unter Staatschef Cal Omas aus der Neuen Republik hervorgegangen war – sammelten, die sich nicht den regulären Streitkräften der GFFA anschließen wollten. An Bord der Fliegender Händler nahm Mirax unter anderem an der Mission auf Caluula teil, bei der von den Yuuzhan Vong während der Schlacht um Caluula gefangen genommenes Führungspersonal der Galaktischen Allianz – darunter auch die Solos – gerettet werden sollte. Während ein Stoßtrupp um Karrde, Lando Calrissian und Shada D’ukal die Verbündeten befreien sollte, sicherten Booster, Mirax und der Schmuggler Crev Bombaasa den Orbit mit der Fliegender Händler. Auf der Planetenoberfläche entdeckten die Soldaten jedoch, dass Dif Scaur, Leiter des Geheimdiensts der Galaktischen Allianz, das Alpha-Rot-Virus eingesetzt hatte. Dieses Virus war ursprünglich entwickelt worden, um die Yuuzhan Vong zu töten, infizierte letztlich jedoch auch andere Spezies und wurde somit zu einem gefährlichen Unsicherheitsfaktor. Es gelang Booster, nahezu jedes infizierte Schiff abzuschießen und so die Ausbreitung des Virus einzudämmen, ein einziges konnte jedoch entkommen und Kurs auf Coruscant setzen, das vor zwei Jahren von den außergalaktischen Invasoren eingenommen worden war.[16]

Auch bei der Rückeroberung des galaktischen Hauptplaneten stand Mirax im Kampf an der Seite ihres Vaters. Mirax und die anderen Angehörigen der Schmugglerallianz erfuhren, dass Luke den lebendigen Planeten Zonama Sekot um Unterstützung gebeten hatte, um die Yuuzhan Vong von Coruscant zu vertreiben. Weil ihr Vater befürchtete, die Yuuzhan Vong könnten das infizierte Schiff von Caluula über Zonama Sekot, die mittlerweile in das Coruscant-System gesprungen war, abstürzen lassen und so Sekot ermorden, beschloss er, diese Welt mit der Schmugglerallianz zu verteidigen. Tatsächlich gelang es dem planetaren Bewusstsein, sich selbst zu retten und das infizierte Schiff vom Kurs abzubringen. Nachdem der Jedi-Orden und die Galaktische Allianz auf Coruscant den Höchsten Oberlord Shimrra Jamaane getötet hatten, unterzeichnete Kriegsmeister Nas Choka die Kapitulation seiner Spezies und ebnete so den Weg für Frieden. Nach der gewonnen Schlacht rief Luke ein Konklave auf Zonama Sekot aus, auf dem alle wichtigen Persönlichkeiten aus dem Krieg anwesend waren. Auch Mirax und ihr Vater erschienen dort, wo sie Corran nach längerer Zeit wiedersahen. Mirax vernahm Lukes Rede zur Neuordnung der Galaxis, in der unter anderem eine engere Zusammenarbeit im Hohen Rat und der Wiederaufbau der Hauptstadt beschlossen wurden, entschied jedoch, für einige Zeit Abstand von der Regierungsarbeit zu nehmen und sich mit ihrem Gatten in die corellianische Heimat zurückzuziehen. In der Folgezeit konnten die Jedi-Schüler, darunter auch Mirax’ Kinder, ihre Ausbildung ungestört fortsetzen.[16] Anstatt sich nur kurzzeitig nach Corellia zurückzuziehen, entschied sich Mirax im Gegensatz zu Corran letztlich dazu, ihre Verpflichtungen fürs Erste nicht wiederaufzunehmen. Stattdessen wollte sie einem ruhigen Leben in der Heimat nachgehen, weshalb sie auch die regelmäßigen Bitten ihres Vater, an Bord der Fliegender Händler seine Geschäfte zu übernehmen, abwies.[18] Auch aus dem Schwarmkrieg, in den Corran als Jedi involviert wurde, hielt sie sich heraus.[34]

Zweiter Galaktischer Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Corellianische Unabhängigkeitserklärung[Bearbeiten]

Im Jahr 40 NSY standen die Galaktische Föderation Freier Allianzen und der Neue Jedi-Orden erneut einer Krise gegenüber: Corellia – und mit ihr zunächst die sogenannten Fünf Welten des Corellianischen Sektors – erklärte ohne vorherige Verhandlungen ihre Unabhängigkeit von der Allianz. Es kam zu gegenseitigen Kriegserklärungen, unter anderem weil die GFFA diese einseitige Unabhängigkeitserklärung als Schwächung ihrer Position verstand und die corellianische Regierung unter Premierministerin Aidel Saxan und Staatschef Thrackan Sal-Solo insgeheim eine Kriegsflotte aufgebaut sowie die Reaktivierungsmaßnahmen an der Mittelpunkt-Station wiederaufgenommen hatte. Da sich Mirax auf Corellia aufhielt, als diese Auseinandersetzungen begannen, wurde sie unter Hausarrest gestellt. Der Corellianische Sicherheitsdienst begründete diese Entscheidung einerseits damit, dass die Regierung ihr aufgrund ihrer Beziehungen zu den Jedi misstraute, andererseits erhoffte sie sich jedoch auch, dass sie über ihre Schmugglerkontakte illegale Waren in das System schaffen könnte. Es waren ihr zwar kaum Kontakt zur Außenwelt gestattet, womit sie auch von Corran und den Kindern abgeschnitten war, jedoch kam die corellianische Regierung im Gegenzug für ihre Versorgung und alle Kosten auf.[17]

Mirax an Bord ihres Schiffs

Als sich der Krieg über mehrere Monate hinweg intensivierte, wurde die Situation komplizierter: Den Führern der Galaktischen Allianz, Jacen Solo und Admiral Cha Niathal, standen nun nicht mehr nur die Fünf Welten gegenüber; weitere Welten waren im Begriff, in Solidarität mit Corellia die Konföderation zu gründen, an der unter anderem Bothawui und Commenor Interesse äußerten. Mirax und ihre Freunde standen als Corellianer zwischen diesen beiden Seiten, denn Wedge Antilles war mittlerweile zum Admiral und Führer der Corellianischen Verteidigungsflotte befördert worden. Als es ihm nicht gelang, akzeptable Friedensbedingungen mit der Galaktischen Allianz auszuhandeln, weil er Jacen Solo für einen Massenmörder hielt, trat er jedoch von seinem Posten zurück. Daraufhin wurde er Ziel eines Attentatsversuchs, dem er allerdings entging. Weil sie vom Planeten fliehen und ins Exil gehen wollten, nahmen er und seine Familie Kontakt zu Mirax und Corran auf. Während Wedge und Corran noch ihre X-Flügler besaßen, stellte Mirax mit der Pulsarrochen ein Gefährt für Iella und deren Tochter Myri. Da Corellia jedoch von der GFFA belagert wurde, benötigten die fünf die Hilfe von Han, Leia und Lando, die über einen Passierkode verfügten und mit der Liebeskommandant ihren Freunden halfen. An dem Tag, an dem Mirax und ihre Begleiter den Planeten verlassen wollten, wurden sie vom Corellianischen Sicherheitsdienst entdeckt, der ihren Hangar attackierte. Es gelang ihr, mit der Pulsarrochen aufzusteigen, allerdings blockierte die CIG-Korvette Silaban ihre Flucht. Wedge und Corran konnten deren Triebwerke ausschalten, woraufhin die Pulsarrochen und die Liebeskommandant die Blockade passieren durften. Anschließend begab sich der Konvoi zur Fliegender Händler, wo Mirax nach längerer Zeit ihren Vater wiedersah. Sie entschieden, die Fliegender Händler als Kasino in der Corellianischen Exklusionszone zu stationieren, um über die Soldaten, die dort zu ihrer Kundschaft zählen würden, Informationen zu sammeln. Leia war sich sicher, dass ihr Bruder ihnen helfen konnte, eine Genehmigung für die Fliegender Händler zu erhalten. Mirax selbst verbrachte die meiste Zeit allerdings mit ihrem Vater, um sich nun doch in dessen Studien zu stürzen und eines Tages seine Organisation zu übernehmen.[18]

Nach einiger Zeit an Bord der Fliegender Händler bekamen Mirax und ihre Freunde Besuch von Luke und Mara, die einige Fragen an GFFA-Staatschef Solo hatten. Die verschiedenen Interessen konnten jedoch zu keinem Ende geführt werden, als unerwartet von allen fünf Planeten des Sternsystems Raumjäger aufstiegen und außerdem die Flotten der Bothaner und Commenorianer hineinsprangen. Es kam zu einer Schlacht, die zum Ziel hatte, die Blockade des Planeten zu brechen. Während Mirax an Bord der Fliegender Händler blieb, bestiegen ihr Ehemann und Wedge ihre X-Flügler, um das Schiff gegen etwaige Feinde zu verteidigen. Die GFFA unter dem Kommando Jacen Solos, der persönlich anwesend war, erlitt eine Niederlage und musste sich zurückziehen sowie die Blockade aufgeben. Booster sprang mit der Fliegender Händler daraufhin unbeschadet in das Coruscant-System. Der Ausgang dieser Auseinandersetzung führte letztendlich zur offiziellen Gründung der Konföderation, der sich neben Corellia, Bothawui und Commenor nunmehr auch Fondor, Adumar und Bespin anschlossen. Über Coruscant sah sich die Gruppe mit einem großen Problem konfrontiert: Die Dunkle Jedi Alema Rar war mit dem Ziel, Leia zu ermorden, an Bord der Fliegender Händler eingedrungen. Mirax sah außerdem Jaina Solo wieder, die bei ihrem letzten Treffen noch ein Kind gewesen war, und lernte deren Partner Jagged Fel kennen, der die Jagd auf Alema Rar aus persönlichen Gründen zu seiner Lebensaufgabe gemacht hatte. Mirax selbst blieb bei ihrem Vater, um ihn vor der Machtnutzerin zu schützen, während ihre Feinde die Jagd eröffneten. Als Folge auf diese Ereignisse gründete Luke die Jedi-Koalition, die er als Großmeister des Ordens führen würde, der sich jedoch auch Personen und Organisationen außerhalb des Ordens anschließen konnten, wenn sie im Bürgerkrieg weder auf Seiten der Konföderation noch der GFFA standen. Zu denen gehörte auch Mirax.[18]

Mittelpunktstation und Kriegsende[Bearbeiten]

Einige Monate später kam es zur Schlacht um die Mittelpunktstation. Die Führerin der Corellianischen Verteidigungsstreitkräfte, Admiral Genna Delpin, hatte ihren Widersachern bewiesen, dass die Superwaffe mittlerweile einsatzbereit war, weshalb sowohl die GFFA unter Jacen Solo – der sich inzwischen zum Sith-Lord Darth Caedus ernannt hatte – als auch die Jedi-Koalition großes Interesse daran hegten, sie unschädlich zu machen. Mirax half an Bord der Fliegender Händler dabei, eine Geheimmission zu organisieren, für die zwei kleine Stoßtrupps unter der Führung von Luke Skywalker und Kyp Durron gebildet wurden: Ersterer wollte sich an Bord der Anakin Solo schleichen, um die gefangengehaltene hapanische Prinzessin Allana Djo Solo zu befreien, letzterer die Mittelpunktstation infiltrieren, um sie zu zerstören. An der Seite von Wedges Tochter Myri half Mirax bei der Zusammenstellung von Informationen und leitete das Operationszentrum der Fliegender Händler. Beide Gruppen waren erfolgreich, wodurch die Mittelpunktstation als wichtige Variable aus der Rechnung genommen werden konnte und sich das Hapes-Konsortium der Jedi-Koalition anschloss.[35] 41 NSY gelang es Jaina Solo, ihren Bruder im Kampf zu besiegen, woraufhin sich auch die Konföderation zu Friedensverhandlungen bereiterklärte. Während Admiral Natasi Daala zur Staatschefin der GFFA gewählt wurde, ernannte Luke Jagged Fel zum Imperator des Imperiums. Mirax, Corran und ihre beiden Kinder sowie Booster überstanden die Auseinandersetzungen wohlbehalten.[36] Mirax zog sich aber nicht wieder nach Corellia zurück, sondern nahm ihr Geschäftsleben wieder auf. Sie wurde Direktorin diverser interplanetarer Finanzinstitute wurde war zudem erneut als Schmugglerin aktiv. Ihren Hauptwohnsitz behielt sie allerdings nach wie vor auf Corellia, wo sie aufgrund von Corrans andauernder Abwesenheit den Anker der Familie darstellte.[12]

Umbrüche im Jedi-Orden[Bearbeiten]

Erkrankung von Valin und Jysella[Bearbeiten]

Zwei Jahre nach Ende des Zweiten Galaktischen Bürgerkriegs fand auf Coruscant der Einheitsgipfel stand, zu dem Vertreter der Galaktischen Föderation Freier Allianzen, des Jedi-Ordens, des Neuen Imperiums, der Konföderation und des Hapes-Konsortiums eingeladen waren. Ziel des Einheitsgipfels sollte die Vertiefung der friedlichen Beziehungen unter den ehemaligen Kriegsgegnern sein, und sowohl Mirax als auch Corran waren als Sprecher eingeladen. Der Gipfel kam Mirax sehr gelegen, weil sie auf diese Weise die Möglichkeit hatte, etwas mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, die sie aufgrund ihrer geschäftlichen Aktivitäten nur noch selten sah. Für das Treffen mietete sie eine Wohnung in Kallads Traumurlaubsherberge, wo sie sich eines Morgens mir ihrem Sohn Valin unterhielt, als dieser plötzlich in sein Zimmer ging und mit eingeschaltetem Lichtwert wieder herausstürmte. Er warf Mirax vor, nicht seine echte Mutter und lediglich eine Doppelgängerin zu sein. Seinem Vater warf er dasselbe vor und attackierte ihn. Während Mirax um Hilfe rief, kam es zu einem Duell zwischen Valin und Corran, das sich schnell nach draußen verlagerte. Mirax gelang es allerdings, ihren Sohn mit einer Militärpistole zu betäuben. Sie und ihr Gatte hievten den bewusstlosen Mann in Mirax’ Gleiter und flogen umgehend ins medizinische Zentrum des Jedi-Tempels. Dort übergaben die beiden ihren Sohn der Heilerin Cilghal, die einige Tests und Messungen durchführte. Anschließend informierte sie neben der Familie auch Großmeister Skywalker, dessen Sohn Ben und Prinzessin Leia Organa Solo darüber, dass bei dem Patienten Gehirnströme gemessen wurden, die eigentlich nur klinisch Tote haben dürften. Der einzige Mensch, der solche Messungen mit der Macht beeinflussen konnte, war Jacen Solo alias Darth Caedus gewesen, doch Mirax, Corran und Jysella waren überzeugt, dass Valin niemals als Jacens Schüler gedient hatte. Als die Gruppe das Krankenzimmer verließ, äußerte Mirax ihre Befürchtungen, Valin könnte gewaltsam fliehen; Cilghal überzeugte sie jedoch davon, dass die Sicherheitsmaßnahmen absolut ausreichten, um einen Ausbruch zu verhindern. Nichtsdestoweniger gelang es dem Patienten in der Nacht – erneut mithilfe einer obskuren Machtfähigkeit, die selbst dem Großmeister ein Rätsel war – zu entkommen. Da ihm Meisterin Cilghal zuvor einen Peilsender eingepflanzt hatte, konnten die Jedi ihn verfolgen und seinen Amoklauf beenden. Dabei gerieten sie jedoch in Konflikt mit den Polizeikräften der Galaktischen Allianz: Zunächst war es dem Orden gestattet, Valin in seine Obhut zu nehmen, nach kurzer Zeit forderte jedoch GFFA-Hauptmann Oric Harfard mit einem Haftbefehl die Herausgabe des Jedi. Mirax wohnte später der Gerichtsverhandlung bei: Valins Anwalt Nawara Ven gelang es zwar, die vorsitzende Richterin Mavari Zudan von der Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten zu überzeugen, zum Entsetzen aller Anwesenden ordnete sie jedoch sein Einfrieren in einen Karbonitblock an sowie die Aufbewahrung in der Armand-Isard-Hochsicherheitsstrafanstalt. Diese Entscheidung führte zu lautstarken Protesten, und Corrans Freund Nawara rügte sie als rechtswidrige Einschränkung der Rechte seines Mandanten, konnte das Urteil letztlich jedoch nicht verhindern. Mirax und Corran wurden nach der Urteilsverkündung von Pressevertretern bestürmt, beantworteten jedoch keine Fragen und verließen das Gebäude so schnell wie möglich.[12]

Staatschefin Natasi Daala

Einige Zeit danach wurde Luke von Coruscant verbannt und von Kenth Hamner als Großmeister abgelöst, womit Staatschefin Daala den Einfluss der Jedi einschränken wollte. bald darauf wurde Mirax von Winter kontaktiert, einer alten Freundin der Familie. Auf Bitten Winters trat sie dem sogenannten Schattenbund bei, einem von Jaina Solo ins Leben gerufenen Geheimkreis, an dem sich unter anderem noch der imperiale Imperator Jagged Fel, die Heilerinnen Tekli und Cilghal sowie die verstoßene Jedi-Ritterin Tahiri Veila beteiligten. Jaina war der Meinung, Großmeister Hamner biedere sich zu sehr an die Allianzführung an, weshalb sie mit dem Schattenbund Aktionen gegen Natasi Daala koordinieren wollte. Diese Hintergründe sollte Mirax jedoch erst später erfahren, zunächst wies Winter sie lediglich an, einen Gleiter zu stehlen und damit zur Armand-Isard-Hochsicherheitsstrafanstalt zu fliegen. Seff Hellin – ein Jedi, der ebenfalls an der sogenannten Machtpsychose, die Erkrankte glauben ließ, alle Nichterkrankten seien durch Doppelgänger ersetzt worden, litt – kletterte von außen die Strafanstalt hinauf um Valin zu befreien. Weil Jaina noch Zeit benötigte, um einzugreifen, sollte Mirax mit ihrem Fahrzeug illegal in die Flugverbotszone eindringen und Hellin ablenken. Es gelang ihr zwar, den Sicherheitsgleitern des Gefängnispersonals, die nun von überall her in die Luft aufstiegen und sie abzufangen versuchten, auszuweichen, dann wurde sie jedoch von der Kopfgeldjägerin Zilaash Kuh gerammt, die im Dienste Staatschefin Daalas persönlich stand. Nachdem Mirax die Kontrolle über ihren Gleiter wiedererlangt hatte, landete sie auf dem Dach der Strafanstalt, auf dem mittlerweile Jaina mit einem ohnmächtigen Hellin wartete. Als die beiden das Fahrzeug bestiegen hatten, kämpfte sich Mirax durch die Blockade der Allianzgleiter und begab sich zum medizinischen Zentrum des Jedi-Tempels. Weil sie sich nicht nur mit fünf Kampfschiffen des GFFA-Sicherheitsdiensts eine Verfolgungsjagd lieferte, sondern auch mit den Einheiten der Kopfgeldjäger, musste sie gefährliche Ausweichmanöver fliegen, die Jaina und Hellin beinahe aus dem Fahrzeug warfen. Durch das Eingreifen von Jagged Fel, Winter und Tahiri gelang es ihnen schlussendlich, ihre Verfolger auszuschalten und abzuhängen, sodass sie ihren Zielort unerkannt erreichen konnten. Im Hangar des Jedi-Tempels wartete bereits Tekli auf sie und Mirax erfuhr Mirax nun erst die Hintergründe ihres Einsatzes und des Schattenbundes. Abgesehen davon, dass durch die Befreiung Valins eine erhebliche Gefahr für die Bevölkerung entstanden wäre, hatte Cilghal nun die Möglichkeit, die Machtpsychose an Hellin selbst zu untersuchen – wobei sie jedoch aufpassen mussten, ihre Aktivitäten von den Jedi-Meistern außerhalb des Bundes zu verbergen. Der Jedi-Orden hatte zwar mittlerweile herausgefunden, dass sie im Zusammenhang mit der Macht stehen musste, konnte ihre Entstehung aber nach wie vor nicht nachvollziehen. Jaina bot den Helfern an, zu bleiben und einen Schluck Kaf zu trinken, Mirax wollte jedoch baldmöglichst nachhause zurückkehren. Sie wusste nicht, wann Corran zurückkommen würde, und wollte ihn nicht dadurch in Schwierigkeiten bringen, dass er vom Schattenbund erfuhr; in diesem Fall wäre er als Ratsmitglied dazu gezwungen, sie an Großmeister Hamner zu verraten.[12]

Kurze Zeit danach litt auch ihre Tochter Jysella an der rätselhaften Krankheit. Nachdem sie aus dem Jedi-Tempel geflohen war und in der Öffentlichkeit randaliert hatte, gelang es dem Sicherheitsdienst der Galaktischen Allianz, sie festzunehmen und ebenfalls in Karbonit einzufrieren; sie und ihr Bruder wurden wegen des vorangegangenen Entführungsversuchs außerdem aus der Armand-Isard-Hochsicherheitsstrafanstalt verlegt. Diese Situation war für Mirax und Corran beinahe unerträglich. Jainas Verlobter, Imperator Fel, schmiedete daraufhin einen Plan, wie sie Staatschefin Daala schaden konnten. Es gelang Mirax’ Freundin, von Arabelle Lorteli, der von Staatschefin Daala persönlich bestellten Vorsitzenden des Jedi-Gerichtshofs, eine Besuchserlaubnis für die beiden Jugendlichen zu erhalten. Kaum einen Kilometer vom Galaktischen Justizzentrum entfernt befand sich der offiziell sogenannte Lagerdienst der Galaktischen Allianz, bei dem es sich tatsächlich um ein öffentlichkeitswirksames Pseudogeheimgefängnis handelte. Die Jedi schöpften Verdacht und beschafften sich daher eine Besuchserlaubnis, die sofortigen Zutritt gestattete, um unangekündigt kommen zu können. Wie Jaina erwartet hatte, löste die Anwesenheit mehrerer Jedi-Meister sowie der Horns vor der Gefängnisfestung einen Ansturm von Pressevertretern aus, welche die Ordensmitglieder in das Zentrum begleiteten. Darin stürmte ein Angriffstrupp der Sicherheitskräfte auf die vermeintlichen Eindringlinge zu und eröffnete, als die Reporter unbeirrt ihre Kameras auf sie richteten, erschrocken das Feuer. Lediglich das Eingreifen der Jedi verhinderte, dass die Berichterstatter dabei umkamen. Für Mirax und Corran war die Anwesenheit der Presse, welche die trauernden Eltern ununterbrochen filmte, schwer zu ertragen, Mirax wusste jedoch, dass die Direktaufnahmen unabdingbar für den Erfolg des Plans waren. Als Jaina dem GAS-Kommandanten, Hauptmann Atar, die Besuchserlaubnis vorlegte, versuchte dieser zuerst, die Jedi und Mirax abzuwimmeln sowie einen anderen Termin auszuhandeln. Jaina ließ sich jedoch nicht beirren, und die Wissenschaftlerin Cilghal bestand auf sofortigen Zutritt, um die Karbonitblöcke überprüfen zu können. Mirax und die Jedi betraten hinter dem Hauptmann den Turbolift, wobei sie illegalgerweise auch den Pressevertretern Zutritt verschafften. Zu Mirax’ Verwunderung fuhren sie allerdings nicht in einen Zellenblock oder in eine Lagerhalle, sondern in das Büro des Gefängniskommandanten. Dort mussten alle Anwesenden zu ihrer Bestürzung feststellen, dass Oberst Wruq Retk Valin und Jysella als Wanddekoration in seinem Büro hatte aufhängen lassen. Als Oberst Retk das Büro mit seiner Leibgarde betrat, versuchte er, die Jedi in Anwesenheit der Kameraleute zu provozieren. Mirax konnte sich tatsächlich nicht mehr zurückhalten und schlug dem über zwei Meter großen Yaka gegen das Kinn, woraufhin dieser bewusstlos zu Borden stürzte. Hauptmann Xanda verlangte daraufhin vom Sicherheitsdienst, Mirax wegen Körperverletzung festzunehmen, wurde allerdings vom Reporter Javis Tyrr unterbrochen, der die Maßnahme in Frage stellte. In diesem Moment betrat Staatschefin Daala selbst das Büro und verkündete, dass selbstverständlich keine juristischen Schritte gegen Mirax eingeleitet würden, beschwerte sich aber über das angeblich gewaltsame Eindringen der Jedi. Als sie erfuhr, dass sie nicht nur eine Besuchserlaubnis bei sich hatten, sondern dass diese auch noch von ihrer persönlichen Vertrauten Arabelle Lorteli unterzeichnet worden war, hatte sie nichts mehr gegen ihre Widersacher in der Hand und kündigte gezwungenermaßen Konsequenzen für Oberst Retk und seine Unterstützer an. Mirax und Corran zogen sich anschließend zurück. Sie waren zwar nach wie vor traumatisiert von der Tatsache, dass ihre Kinder als Wanddekoration benutzt wurden, mussten aber zugeben, dass Imperator Fels Plan, Staatschefin Daala in aller Öffentlichkeit bloßzustellen, ein voller Erfolg gewesen war.[6]

Krieg gegen die Galaktische Allianz[Bearbeiten]

In den folgenden Monaten eskalierte der Konflikt zwischen Staatschefin Daala und dem Neuen Jedi-Orden. Durch Zutun von Luke, der noch immer von Coruscant verbannt war, war es zugleich gelungen, einige der erkrankten Jedi zu heilen: Der Orden hatte inzwischen herausgefunden, dass die Machtwesenheit Abeloth die geheimnisvolle Machtpsychose auf die jungen Schüler projizierte. Sie hatte sich mit mit dem sogenannten Vergessenen Stamm der Sith verbündet, um gewaltsam die Kontrolle über die Galaxis zu übernehmen, war jedoch von Luke und dessen Sohn stark geschwächt worden. Der Konflikt erreichte seinen Höhepunkt, als Daala ihre mandalorianischen Verbündeten anheuerte, um den Jedi-Tempel mit einer Armee zu belagern. Während dieser Belagerung befanden sich neben einigen weiteren Jedi und Ordensfreunden auch Corran und Mirax im Tempel. Einem von Han Solo entworfenen Plan folgend bot Großmeister Hamner Daala die Herausgabe der angeblich noch psychotischen Jedi an und setzte Solo als Vermittler ein. Damit wollte er ihren Xenopsychiater Thalleus Tharn dazu bringen, Turi Altamik und Sothais Saar in aller Öffentlichkeit und vor den filmenden Holobildwerfern zu untersuchen, um Staatschefin Daala auf diese Weise bloßzustellen und ihr keine andere Wahl zu lassen als die Belagerung abzubrechen. Obwohl Hamner während der Durchführung des Plans zu Mirax’ Verärgerung an Solo Gesinnung zweifelte, war er erfolgreich, da Tharn öffentlich bestätigte, dass die beiden Jedi genesen waren, woraufhin Daala die Belagerung beendete. Solo versuchte die Situation auszunutzen und auch die Herausgabe von Valin und Jysella zu erpressen, darauf ließ sich die Staatschefin jedoch nicht ein und begründete diese Entscheidung damit, dass sie zu wenig über die Heilungsmöglichkeiten wisse. Aus diesem Grund forderten Mirax und Corran eine weitere Besuchserlaubnis ein, die sie im Beisein Cilghals wahrnahmen. Während ihres Aufenthalts im GAS-Inhaftierungszentrum 81 brachten sie dabei unbemerkt Peilsender an den Karbonitblöcken an, weil der Jedi-Rat beschlossen hatte, Han und Leia mit der Rettung der beiden Horns zu beauftragen. So konnten die Karbonitblöcke gestohlen und in das medizinische Zentrum des Tempels gebracht werden.[37] Dort versammelten sich neben den beiden Medizinerinnen sowie Mirax und Corran auch zahlreiche Freunde oder Bekannte von Valin und Jysella, um dabei zu sein, wenn die Karbonitblöcke aufgetaut wurden. Währenddessen gaben die Vitalanzeigen auf den angeschlossenen Monitoren kurzzeitig an, Valin sei während der Prozedur verstorben, die Jedi konnten jedoch in der Macht spüren, dass es sich dabei um einen Fehler handelte, und Mirax Kinder wurden beide erfolgreich aus dem Karbonit befreit. Dieser Tag nahm Mirax und ihrem Mann einen Teil der Anspannung, die sich die vergangenen Wochen über aufgebaut hatte. Die Nebenwirkungen der Zeit in den Karbonitblöcken sorgten zwar dafür, dass ihre Kinder für eine kurze Zeit erblindet waren, doch freuten sich die Eltern, sie endlich wieder in die Arme nehmen zu können. Tatsächlich sprach auch alles dafür, dass sie ebenfalls von der Machtpsychose geheilt waren, weshalb sich Mirax und Corran für einen Tag auf die Fliegender Händler zu Booster zurückzogen. Die Ereignisse überschlugen sich jedoch, als es zu einem Duell zwischen Saba Sebatyne und Großmeister Hamner kam, im Rahmen dessen letzterer getötet wurde. Weil sich die zukünftige Großmeisterin nicht sonderlich gut mit menschlicher Politik auskannte, aber einen Putsch gegen Staatschefin Daala führen und später einen Sitz im Triumvirat einnehmen musste, unterstützte Corran sie und verbrachte daher weniger Zeit mit Mirax. Des Weiteren stellte sich heraus, dass Valin und Jysella im Gegensatz zu allen anderen Schülern nicht von der Psychose geheilt waren und versuchten, den Jedi-Orden zu unterwandern. Es gelang einer aufgeteilten Jedi-Streitmacht allerdings, Abeloth – von der sich derweil herausgestellt hatte, dass die Machtwächterin omnipräsent und an verschiedenen Orten verschiedene Formen annehmen konnte – an mehreren Orten gleichzeitig zu töten, wodurch sie derart geschwächt wurde, dass auch bei Mirax’ Kindern die Psychose beendet wurde.[38]

Koordinatorin der Sith-Jagd[Bearbeiten]
Coruscant steht in Flammen.

Ein Jahr nach Kriegsbeginn war Mirax erstmals persönlich in die Auseinandersetzungen mit Abeloth und dem Vergessenen Stamm der Sith involviert. Diesen war es gelungen, nach der Vertreibung des Jedi-Ordens den galaktischen Hauptplaneten zu infiltrieren und übernehmen. Da Staatschefin Daala mittlerweile gestürzt und von Wynn Dorvan, einem Freund der Jedi, abgelöst worden war, beschloss Luke, den Planeten im Rahmen einer großangelegten Operation zurückzuerobern. Sein eigentlicher Plan bestand darin, kleine Jedi-Gruppen einzuschleusen und das Führungspersonal des Stamms auszuschalten, der Konflikt geriet jedoch schnell außer Kontrolle und verlangte bald die Involvierung des Militärs der Galaktischen Föderation Freier Allianzen. Mirax wurde während der Schlacht von Admiral Nek Bwua’tu in den Rang eines Generals erhoben, um die Jagd auf Sith-Schläfer koordinieren zu können, während der Admiral selbst gegen Abeloth vorgehen wollte. Sie plante unter anderem die Wiedereinnahme des Jedi-Tempels, den der Vergessene Stamm besetzt hatte, indem sie einen Stoßtrupp durch die Geheimgänge in das Gebäude schleusen wollte. Allerdings geriet die erste Angriffswelle in einen Hinterhalt, bei dem mindestens zehn Ritter getötet wurden. Valin und Jysella gelang es zwar, sie zu kontaktieren und darüber in Kenntnis zu setzen, dass sie und ihr Vater überlebt hatten, allerdings erfuhr Mirax auf diese Weise auch, dass ausschließlich der Einsatztrupp um Luke Skywalker noch gefechtsbereit war. Dies beunruhigte den mit seiner Frau eingetroffenen Han Solo. Er forderte Mirax und Saba Sebatyne dazu auf, die Hilfe der Marineinfanterie anzufordern, um das Kräfteverhältnis im Jedi-Tempel für die Jedi zu verbessern. Mirax versicherte, dass insbesondere die Kontrollübernahme über den Rechenkern des Tempels unabdingbar sei, erinnerte den aufbrausenden Corellianer jedoch daran, dass ein Baradium-Bomben-Abwurf erhebliche Risiken barg und nicht zu kontrollieren war. Im zweiten Anlauf gelang es ihr, eine freiwillige Brigade Leerenspringer durch den Ventilationseinlass in den Tempel vordringen zu lassen und einige Ebenen zu erobern. Nichtsdestoweniger konnten die Soldaten weder das Rechenzentrum besetzen noch verhindern, dass mindestens dreihundert Sith entkamen, um die Stadt mit Terroranschlägen zu überziehen. Daraufhin beriefen der Jedi-Rat sowie die militärische Führung der GFFA, darunter die Admirale Nek Bwua’tu, Eramuth Bwua’tu und Gavin Darklighter, eine Planungssitzung ein, um sich über den Verlauf informieren zu lassen und das weitere Vorgehen besprechen zu können. Mirax setzte sie davon in Kenntnis, dass der Feind mittlerweile über dreitausend Anschläge verübt sowie siebenhundert Wolkenkratzer zum Einsturz gebracht hatte und bisher mehr als drei Millionen Zivilisten ums Leben gekommen waren; auf der anderen Seite war es dem Orden gelungen, zweiundzwanzig Sith auszuschalten, wobei er dabei wiederum fünfzehn Ritter verlor. Des Weiteren informierte sie die Führung über die Sichtung eines geheimnisvollen Beobachters, bei dem es sich tatsächlich um den Einen Sith Darth Krayt handelte. Sie beschloss, ihn nicht gefangennehmen zu lassen, weil sie keinen weiteren Konflikt beginnen wollte. Nachdem Mirax die Meister und Admirale informiert hatte, zog sie sich aus der Planungsbesprechung zurück, um die Evakuierung des Galaktischen Justizzentrums, das Abeloth in diesem Moment attackierte, zu befehlen. Letztendlich gelang es dem Jedi-Orden, Abeloth an noch mehr Orten gleichzeitig zu töten und den Vergessenen Stamm der Sith zur Kapitulation zu zwingen, was den Krieg beendete. Mirax und ihre Familie überstanden die Auseinandersetzungen zwar wohlbehalten, mussten sich aber fürs Erste von Coruscant zurückziehen: Staatschef Dorvan war zwar nach wie vor ein Freund des Großmeisters, konnte das entstandene Misstrauen gegenüber den Jedi in der Zivilbevölkerung allerdings nicht vollends zerstreuen. Deshalb wurde der Neue Tempel auf Coruscant geräumt und das Hauptquartier stattdessen nach Shedu Maad verlegt.[13] Dort hielten sich dementsprechend auch Corran und die Kinder sehr häufig auf.[39]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeit[Bearbeiten]

Ursprünglich dezidiert neutral, pflegte Mirax später gute Beziehungen zur Renegatenstaffel.

Mirax war bereits sehr früh in ihrem Leben dazu gezwungen worden, ein hohes Maß an Verantwortung zu übernehmen. Aufgrund der Tatsache, dass ihr Vater vom Corellianischen Sicherheitsdienst verhaftet und auf Kessel inhaftiert worden war, führte sie bereits als Minderjährige dessen Schmugglerimperium.[2] Schon im Alter von zwanzig Jahren, also kurz nach der Schlacht von Yavin, hatte sie viele Geschäfte ihres Vaters in die Legalität reorganisieren und ein weites Netz an Untergrundkontakten knüpfen können. Mirax verspürte dabei keine Loyalität für eine der größeren Regierungsorganisationen. Ebenso wie ihr Vater versuchte sie stattdessen, im herrschenden Bürgerkriegskonflikt neutral zu bleiben und Geschäfte mit beiden Seiten zu machen.[5] Sowenig Loyalität sie interplanetarischen Bündnissen auch entgegenzubringen vermochte, umso wichtiger waren ihr Familie und Freunde. Da sie bereits im Kindesalter mit Wedge Antilles eng verbunden gewesen war und dieser mittlerweile zu einem Helden der Rebellion geworden war, konnte sie ihr Neutralitätsideal allerdings nicht immer aufrechterhalten und half ihm stattdessen bei seinen Missionen.[2] Dabei entwickelte sie mit der Zeit eine gute Bindung zur republikanischen Renegatenstaffel.[15] Mirax war sich darüber im Klaren, dass viele ihrer Feinde ihre Familie als ihre Schwäche betrachteten, denn um diese zu schützen, war sie alles zu tun bereit.[10] Auf diese Weise geriet sie regelmäßig in Konflikt mit dem Gesetz, beispielsweise bei der Befreiung ihrer beiden Kinder aus Staatschefin Daalas Gefängnis. Die gesamte Situation nahm sie und Corran generell sehr mit, weshalb sie über mehrere Monate hinweg ein absolut ungepflegtes Erscheinungsbild bot und ungesund lebte, unter anderem von eingefallenen Wangen sowie eingesunkenen Augen gezeichnet.[37] Zudem galt sie immer als der Anker der Familie, weil Corran und die Kinder sehr oft unterwegs waren.[12] Normalerweise war Mirax dafür bekannt, taktisch und beherrscht zu agieren, sodass sowohl Freunde als auch militärische Verbündete ihr durchdachtes Vorgehen zu schätzen lernten.[21] Nicht allein deshalb wurde sie während des Kriegs gegen den Vergessenen Stamm der Sith zum General ernannt, um die Jagd auf deren Schläfer zu koordinieren.[13] Doch besonders dann, wenn Valin und Jysella in Gefahr waren, gelang es ihr nicht, einen kühlen Kopf zu bewahren.[33] Nachdem sie erfahren hatte, dass ihre in Karbonit eingefrorenen Kinder im Galaktischen Justizzentrum als Dekorationsgegenstände an der Bürowand hingen, konnte sie sich nicht zurückhalten und schlug den zuständigen Offizier bewusstlos.[37] Diese Affekthandlung kam durchaus ihrem Ruf zugute, unberechenbar zu handeln und auf diese Weise eine gefährlichere Gegnerin zu sein.[10] Dennoch bestand bei ihren seltenen Wutausbrüchen die Gefahr, dass dadurch Unschuldige gefährdet wurden, was ihr bei Eclipse einmal eine Rüge von General Solo einbrachte. Es gelang ihr damals nicht, auf das taktische Geschick ihres Vaters an Bord der Fliegender Händler zu vertrauen.[33]

Booster Terrik hatte zeitlebens großen Einfluss auf die Persönlichkeit seiner Tochter.

Mirax war selbstbewusst und vertraute auf ihre eigenen Fähigkeiten. Dieses Selbstbewusstsein setzte sich vor allem aus zwei Komponenten zusammen: Die eine war der Ruf ihres Vaters, den sie bereits als kleines Mädchen zutiefst verehrte.[21] Allein die Erwähnung seines Namens sorgte dafür, dass die meisten Kriminellen in Angst und Schrecken versetzt wurden. Des Weiteren war es ihr möglich gewesen, über ihn eine Menge Kontakte zu knüpfen.[8] Die zweite Komponente bestand aus ihren eigenen Leistungen, die sie nach der Inhaftierung des Vaters vollbrachte. Auch Talon Karrde – ein guter Freund der Familie sowie neben Booster einer der renommiertesten Schmuggler der Galaxis – hielt große Stücke auf sie.[19] Mirax fand es immer einfach, geschäftlich auch mit schwierigen Kunden umzugehen, geriet im Laufe ihres Lebens jedoch genauso an Persönlichkeiten, mit denen sie jegliche Zusammenarbeit verweigerte. Dazu gehörte Erisi Dlarit, über deren Einflussnahme auf ihr Privatleben sie entsetzt war und die sie vor allem aufgrund ihres Interesses an Corran missachtete. Die Begegnung mit Dlarit brachte Mirax dazu, sich zu schwören, niemals einen Teil ihrer Selbst zu verkaufen.[1] Ihre Schmuggleraktivitäten gab Mirax im Laufe ihrer Karriere niemals auf, obwohl sie sich offiziell der Galaktischen Republik beziehungsweise der GFFA anschloss; tatsächlich war das Gegenteil der Fall. Nach der Yuuzhan-Vong-Invasion zog sie sich zwar für eine Weile nach Corellia zurück, um sich dort zu erholen und Abstand von ihren Geschäften zu nehmen.[18] Nach dem Zweiten Galaktischen Bürgerkrieg allerdings intensivierte sie ihre Bestrebungen sogar noch: Neben der Wiederaufnahme persönlicher Schmugglerei schwang sie sich zur Direktorin diverser interplanetarer Finanzinstitute auf. Sie musste sich allerdings eingestehen, dass sie in ihren Sechzigern ruhiger und fauler geworden war.[12] Ihrem besten Freund Wedge gegenüber bestand sie darauf, dass in ihren Adern immer Schmugglerblut fließen werde.[2]

Mirax war dafür bekannt, auch unabhängig von ihren Geschäften äußerst pingelig und genau zu sein. Wenn sie unterwegs war und wusste, dass Corran sie zuhause erwartete, gab sie ihre voraussichtliche Ankunftszeit gerne auf die Sekunde genau an.[19] Des Weiteren legte sie großen Wert auf ihr Äußeres und war modebewusst, weshalb sie beispielsweise auf Feiern der Renegatenstaffel nicht nur für sich, sondern auch für Corran die Kleidung auswählte.[21] Außerdem war sie unglücklich darüber, dass ihr Gesicht öfter als hübsch denn als schön beschrieben wurde.[12] Sie war nahezu besessen von allem, was sie sich in den Kopf gesetzt hatte, und innerhalb einer Kampfhandlung humorloser und steifer als ihr Ehemann.[18] Zudem waren Mirax und Corran Patrioten, die großen Wert auf die Verbundenheit zu ihrer corellianischen Heimat legten.[17] Aus diesem Grund bestand sie darauf, dort grundsätzlich auch dann einen Wohnsitz zu unterhalten, wenn die Familie für längere Zeit abwesend war.[18] Des Weiteren entschieden sich Mirax und Corran für Corellia, als sich der Jedi-Meister während der Yuuzhan-Vong-Invasion aus dem Jedi-Orden zurückziehen und Asyl beantragen musste.[32]

Fähigkeiten[Bearbeiten]

Mirax fliegt in der Schlacht von Ciutric IV die Pulsarrochen.

Mirax Terrik Horn war ein sowohl gebildeter als auch kampferprobter Schiffskapitän und verfügte daher über ansehnliche Fertigkeiten als Pilotin. Mit ihrem Raumschiff, der Pulsarrochen, unterstützte sie regelmäßig ihren alten Freund Wedge Antilles und dessen Renegatenstaffel. Zunächst half sie der Rebellenallianz beziehungsweise späteren Neuen Republik nur sporadisch und arbeitete hauptsächlich als Schmugglerin.[15] Dabei arbeitete sie hart daran, einen guten Ruf zu erlangen.[19] Dies machte sie zu einer Freibeuterin gegen das Galaktische Imperium.[10] Mirax’ Fähigkeiten beschränkten sich nicht auf den direkten Kampf, sie unterstützte ihre Verbündeten auch auf verdeckten Operationen. Sie half unter anderem bei der Einreise nach Coruscant und bewies dort ihre Improvisationsgabe, als sie wegen eines Verräters in den eigenen Reihen nicht mehr wie geplant abreisen konnte. Aus diesem Grund nahm sie an den Planungssitzungen der Agenten teil und tat ihre Meinung kund.[11] Kurzzeitig beschloss Mirax, die Geschäfte ihres Vaters zu übernehmen und eines Tages offiziell das reisende Spielkasino an Bord der Fliegender Händler zu übernehmen. Booster schätzte die Führungsqualitäten seiner Tochter und freute sich vor allem über ihr Interesse an seinen Geschäften.[18] Durch ihre Bindung an Corran verwarf sie diese Idee jedoch bald wieder und intensivierte stattdessen ihren Einsatz im Militär der GFFA. Dabei wurden ihre Fähigkeiten von Admiral Bwua’tu erkannt, der sie während der gewaltsamen Auseinandersetzungen mit dem Vergessenen Stamm der Sith im Zuge der Rückeroberung von Coruscant kurzerhand in den Rang eines Generals erhob. Aus dieser Position heraus koordinierte Mirax unter anderem die Einnahme des Jedi-Temepels sowie die Jagd nach Sith-Schläfern, des Weiteren setzte sie die militärische Führung von Allianz und Orden regelmäßig über den aktuellen Stand der Schlacht in Kenntnis.[13] Zuletzt verfügte Mirax nicht nur über Führungsqualitäten und Raum-, sondern auch Nahkampffähigkeiten. Sie konnte sowohl mit Blastergewehren als auch mit einer Vibroklinge umgehen.[10] Mirax wurde jedoch nicht nur ihrer kämpferischen Fertigkeiten wegen geschätzt, sondern auch aufgrund ihrer Intelligenz. Diese bewies sie zwar einerseits als Kriegs- und Operationsstrategin, andererseits jedoch auch im zivilen Bereich. So eignete sie sich im Laufe ihres Lebens unter anderem ein breites Wissen um die Galaxis an: Durch ihre Aktivitäten als Schmugglerin lernte Mirax viele Orte des Universums kennen und bereiste verschiedene Welten. Ihr gutes Gedächtnis half ihr dabei, sich diese Orte einzuprägen, weshalb sie der Renegatenstaffel auf Myrkr erfahrungsgemäß den Klanghügel ans Herz legen konnte.[2] Auch die langjährige Tätigkeit als Informationshändlerin kam ihrem Allgemeinwissen sehr zugute.[9] Des Weiteren war sie eine talentierte Mechanikerin, die grundlegende Reparaturen an der Pulsarrochen selbst vorzunehmen vermochte.[10] Sie hatte bereits als Kind damit begonnen, vieles über Raumschiffe und Mechanik von Wedge zu lernen.[2] Mirax besaß zudem die Gabe, andere Personen je nach Notwendigkeit täuschen und überzeugen zu können.[10] Die Schmugglerin war dafür bekannt, in fünfundneunzig Prozent aller Fälle tatsächlich exotische Waren aufzuspüren, wenn sie sich dieses Ziel setzte, und sogar die entsprechenden Käufer zu finden.[19] Aus diesem Bereich der illegalen Geschäfte zog sie sich nach der Hochzeit mit Corran Horn allerdings immer weiter zurück. Die Schmuggelei gab sie zwar niemals vollständig auf, nach dem Zweiten Galaktischen Bürgerkrieg entwickelte sie sich jedoch zu einer Geschäftsfrau und wurde Direktorin verschiedener interplanetarer Wirtschaftsinstitute. Dafür bewies sie auch im Zivilbereich herausragende Führungsqualitäten. Während ihr die Arbeit als Schmugglerin vor allem nützliche Kontakte verschaffte, vermochte sie als Geschäftsfrau ein ansehnliches Vermögen anzusparen, das ihr besonders im Zuge der Auseinandersetzungen mit Staatschefin Daala zugutekam.[12]

Aussehen und Ausrüstung[Bearbeiten]

Iella, Mara, Mirax und Leia auf der Hochzeit

Mirax war eine schwarz-,[2] gelegentlich braunhaarige[3] Corellianerin mit blauen Augen,[2] deren Gesicht zu ihrem großen Bedauern öfter als hübsch denn als schön bezeichnet wurde.[12] Sie war etwa 1,61 Meter groß[5] und damit nur sieben Zentimeter kleiner als ihr Ehemann.[20] Außerdem wog sie in schlechten Zeiten etwa fünfzig Kilogramm.[6] Mirax, die großen Wert auf ihr Äußeres legte, machte sowohl ihre Frisur als auch die Kleidung situationsabhängig. Tatsächlich war sie sehr modebewusst.[21] Zu feierlichen Anlässen wie die Hochzeit ihrer Freundin trug Mirax elegantere Kleider, unter anderem ein rotes Kurzarmtuch mit rechtsseitigem Knoten oder eine dunkle Robe mit helltürkisem Überwurf.[29] Zu besonderen Anlässen wie Ibtisams Trauerfeier erschien sie hingegen in schwarzen Stiefeln und einem blauschwarzen Anzug mit einem einzigen Metallverschluss auf Bauchhöhe.[15] Im privaten Gebrauch, beispielsweise daheim bei ihrer Familie, verwendete sie gewöhnliche Freizeitkleidung.[29] Als Einsatzkleidung nutze Mirax ausschließlich praktische Hosen, die sie mindestens in schwarz,[40] weiß[15] und khaki besaß, und diverse Jacken. Die Hose hielt sie mithilfe eines breiten Metallgürtels in Position, an dem diverse Tragetaschen sowie ein Pistolenhalfter angebracht werden konnten.[41] Zwei ihrer Jacken waren dunkelschwarz und unverschließbar. Diejenige mit Hüftlänge, deren Hingucker die Zeichnungen und Aurebeshaufschrift auf dem Rücken waren und die von Aufschlägen verziert wurde, trug sie an Bord der Pulsarrochen mehrfach in Kampfhandlungen.[15] Die zweite Jacke war taillenlang und verfügte über ein Oberarmemblem.[40] Während diese beiden Jacken taschenlos waren, hatte Mirax’ dritte Oberbekleidung diverse davon, außerdem war sie mittels Reißverschluss verschließbar. Alle drei Jacken besaßen einen Fellkragen.[41] Unter den Jacken trug Mirax helle Hemden,[15] gelegentlich mit einem Medaillon um dem Hals.[41] Dazu benutzte sie regelmäßig Pilotenhandschuhe, von denen sie sowohl befingerte[15] als auch fingerlose besaß.[40] Zuletzt verwendete sie absatzunbetonte Langschaftlederstiefel mit jeweils beidseitigen Anziehschlaufen am Schaftoberende in brauner Farbe.[41] Am häufigsten trug Mirax einen Topfschnitt als allzwecktaugliche und praxisorientierte Kurzhaarfrisur, so zum Beispiel auf der Hochzeit von Mara und Luke.[29] Sie ließ ihr Haar aber auch gelegentlich länger wachsen. Auf der Trauerzeremonie für Ibtisam trug sie beispielsweise eine kinnlange, pagenschnittartige Frisur mit starkem Mittelscheitel und über die Schultern geschwungenen Haarspitzen; die Stirnfransen hatte sie streng hinter die Ohren gekämmt.[15] Nur selten trug sie ihr offenes Haar so lang, dass es über die Schultern reichte, unter anderem an Bord der Pulsarrochen.[41]

Mirax’ wertvollster und wichtigster Besitz war ihre Pulsarrochen, eine Sternenjacht der Baudo-Klasse, die sie von ihrem Vater bekommen hatte, als er nach Kessel geschickt wurde. Mirax besaß die Jacht bereits als Jugendliche[2] und verwendete sie auch fünfzig Jahre später noch.[13] Aufgrund dessen widerstrebte es ihr, das Schiff von jemand anderem als ihr selbst fliegen zu lassen.[15] Zu den Dingen, die Mirax neben ihrer Jacht und der Pilotenausrüstung fast immer mit sich führte, gehörten eine Blasterpistole, eine Vibroklinge, ein Kommunikationsgerät, ein Kodezylinder, Bordwerkzeug, ein Utensiliengürtel, ein Datenblock und ein Medikamentenkoffer.[10] Immer wieder mietete sie kurzzeitig Wohnungen auf Coruscant, weil ihre Familie den Stadtplaneten beruflich am häufigsten aufsuchen musste.[13] Ihr offizieller Wohnsitz, der sich auch in ihrem Besitz befand, war jedoch stets in der corellianischen Heimat, wohin sich Mirax regelmäßig zurückzog.[18]

Beziehungen[Bearbeiten]

Im Laufe ihrer Karriere kam es dazu, dass Mirax viele Kontaktpersonen kennenlernte und Bekanntschaften knüpfte. Normalerweise wickelte sie die Geschäfte gewöhnlich ab und ließ sich für ihre Dienste bezahlen. Gelegentlich hielt sie es jedoch auch so, dass ihre Kunden ihr stattdessen einen Gefallen schuldeten. Das war vor allem während ihrer Auseinandersetzung gegen Staatschefin Natasi Daala nützlich, als sie Teil des Schattenbunds wurde und für diesen ihre Beziehungen spielen lassen musste.[12] Über Talon Karrde wurde sie Teil der Schmugglerallianz.[16] Über ihren Gatten Corran und besten Freund Wedge geriet sie außerdem an die Neue Republik. Zwar weigerten sie und ihr Vater sich lange, sich offiziell in den Dienst der Republik zu stellen, tatsächlich jedoch arbeiteten sie aus diversen Gründen hauptsächlich für sie. Für Mirax war dabei besonders nützlich, dass ihr Vater die schwerbewaffnete Fliegender Händler besaß und als bewegliches Spielkasino verwendete. Im Gegenzug dafür, dass sie General Cracken regelmäßig über deren aktuellen Aufenthaltsort informierte und außerdem über neuste Gerüchte in Kenntnis setzte, ignorierte dieser Übereinstimmungsmängel von Ladung und Frachtpapieren und tolerierte ihre Schmuggelei. Immerhin wusste er, dass sie nichts wirklich gefährliches schmuggelte.[21] Mit ihrer Tätigkeit verschaffte sie sich nicht nur bei der Neuen Republik einen guten Ruf, sondern unter anderem auch in ihrer corellianischen Heimat. Während des Zweiten Galaktischen Bürgerkriegs stellte das Diktat sie zwar unter Hausarrest, weil es ihre Beziehung zum Jedi-Meister Corran Horn missbilligte, hoffte jedoch auch darauf, ihren Patriotismus ausnutzen und gegen die Galatische Föderation Freier Allianzen einsetzen zu können.[17]

Booster Terrik[Bearbeiten]

Mirax mit ihrem Vater

Mirax und ihr Vater Booster pflegten die meiste Zeit über eine sehr gute Beziehung zueinander. Aufgrund der Tatsache, dass Mirax’ Mutter Jysella bereits früh verstorben war, wuchs sie allein bei ihrem Vater auf[20] und verehrte ihren Vater daher bereits als Kind.[21] Da Booster bereits als Jugendlicher damit begonnen hatte, dem Schmugglerhandwerk nachzugehen, kam Mirax nicht umhin, ebendieses von ihm zu lernen. Ihre gute Beziehung nahm ein jähes Ende, als Booster vom Corellianischen Sicherheitsdienst verhaftet und auf Kessel inhaftiert wurde. Daraufhin lebte Mirax fünf Jahre lang ohne ihren Vater. Nachdem Booster entlassen worden war, nahm er zunächst keinen Kontakt zu seiner Tochter auf, um allein durch die Galaxis zu ziehen und Abstand zu nehmen, was Mirax sehr kränkte.[21] Nach etwa zwei bis drei Jahren fanden die beiden sich jedoch wieder und arbeiteten gemeinsam an den Geschäften.[8] Mirax zuliebe brach Booster mit seinem Ideal der Neutralität: Er schloss sich inoffiziell der Neuen Republik an und arbeitete mit General Bel Iblis zusammen, weil er nicht wollte, dass seine Tochter und die beiden Enkelkinder in einem Krieg aufwuchsen. Außerdem akzeptierte er mit Corran den Sohn seines Erzfeindes, Hal Horns, als Schwiegersohn.[28] Mirax reagierte allerdings verärgert, wenn ihr Vater nicht akzeptieren wollte, dass sie während seiner Inhaftierung auf Kessel zu einer erwachsenen Frau herangewachsen war. Er wusste zwar um die Fähigkeiten, die seine Tochter besaß, und war stolz darauf, zum Zeitpunkt der Auseinandersetzungen mit Ysanne Isard immer öfter als Vater von Mirax Terrik identifiziert zu werden, vertraute aber dennoch nicht darauf, dass sie jeder Gefahr einwandfrei gewachsen war. Daher kam es zu einem Streit zwischen den beiden, nachdem Mirax erfahren hatte, dass Booster seinen Kollegen Baz Korral entsandt hatte, ihr unbemerkt zu folgen und sie zu beschützen.[21] Diese Sorge brachte ihn während des Yuuzhan-Vong-Kriegs einmal in das Dilemma, zwischen seiner Tochter und den beiden Enkelkindern zu entscheiden: 27 NSY gerieten Mirax und Corran auf Corellia in einen Hinterhalt und galten nach einem Voxynangriff als vermisst. An Bord der Fliegender Händler befanden sich zu diesem Zeitpunkt jedoch die verfolgten Schüler des Neuen Ordens, und Booster entschied, die Leben von Valin und Jysella nicht einmal für Mirax zu riskieren.[33] Gegenüber des Rufs seiner Tochter, anhand dessen er gelegentlich identifiziert wurde, stand sein eigener.[8] Mit zunehmendem Alter ihres Vater verkehrten sich die Sorgen umeinander. Während des Zweiten Galaktischen Bürgerkriegs war er bereits über siebzig Jahre alt und auf seinen Schwebestuhl angewiesen. Als Mirax davon erfuhr, dass sich die Dunkle Jedi Alema Rar auf die Fliegender Händler geschlichen hatte, beschloss sie daher, die Quartiere ihres Vaters persönlich zu überwachen.[18]

Corran Horn[Bearbeiten]

Mirax’ Ehemann Corran

Corran Horn war Mirax’ Ehemann und später auch der Vater ihrer beiden Kinder. Die Liebe, welche sie füreinander empfanden, entstand allerdings überraschend, denn ursprünglich verband die beiden ausschließlich ein tiefer Hass aufeinander, da Corrans Vater Mirax’ Vater verhaftet und auf Kessel inhaftiert hatte. Im Rahmen ihres ersten Aufeinandertreffens rettete Corran Mirax vor einem imperialen Angriffsschiff, sie wiederum schleppte ihn nach der Auseinandersetzung in seinem beschädigten X-Flügler ab. Als sie erfuhren, mit wem sie jeweils zusammengearbeitet hatten, wünschten sich beide, Corran wäre im Weltraum geblieben. Am Abend nach diesem Treffen nahm Mirax das Angebot von Corrans gutem Freund Ooryl Qrygg an, in dessen Koje zu übernachten. Ursprünglich hatte sie im Sinn gehabt, den Renegaten zu verführen, um anschließend ihren Hass wiederanzufachen und ihn fallenzulassen. Sie stellte im Laufe ihrer Gespräche mit ihm jedoch fest, dass er deutlich vielschichtiger und liebenswerter war als angenommen. Die beiden beschlossen zwar, einander besser kennenzulernen, traten dem jeweils anderen allerdings weiterhin misstrauisch gegenüber. Während Mirax bezweifelte, dass ein ehemaliger Beamter des Corellianischen Sicherheitsdiensts sich mit einer Schmugglerin anfreunden könnte, befürchtete Corran, dass Mirax ihn eines Tages verlassen würde.[1] Letztendlich kamen sich die beiden trotz ihrer Zweifel näher[14] und stellten fest, ähnliche Persönlichkeiten zu haben.[18] Nach Corrans vermeintlichem Fall über Coruscant gestand Mirax ihrem alten Freund Wedge unter Tränen, dass sie in ihn verliebt gewesen sei.[14] Nachdem er zurückgekehrt war, beschlossen die beiden, sich von Wedge noch an Bord der Lusankya vermählen zu lassen. Zunächst entstanden dadurch Probleme mit Booster, dieser gewöhnte sich jedoch bald an Corran.[8] Als Mirax einige Zeit nach ihren Abenteuern mit der Renegatenstaffel von der einstmals imperialen Piratenführerin Leonia Tavira entführt und in einem Versteck festgehalten wurde, brach Corran seine Ausbildung zum Jedi vorübergehend ab und riskierte sein Leben, indem er sich als angeblicher Pirat verdeckt den Invids anschloss, um ihren Aufenthaltsort herauszufinden.[19] Besonders nachdem Mirax und Corran zwei Kinder gezeugt hatten, sorgten die langen Abwesenheiten für Unzufriedenheiten in der Ehe. Corran – und später auch die Kinder – war als Jedi andauernd unterwegs, und Mirax verwaltete verschiedene Geschäfte. Aus diesem Grund bekamen sich die beiden kaum zu Gesicht.[12] Erst als Corran während des Yuuzhan-Vong-Kriegs Asyl auf Corellia beantragen musste, fanden die beiden mehr Zeit füreinander.[32] Familie und Freunde waren sowohl für Mirax als auch für ihren Ehemann von besonderer Bedeutung, weshalb die vier einander häufig vermissten.[18] Auch in anderen Bereichen ähnelten sich die Partner, so war beispielsweise die gesamte Familie patriotisch eingestellt und stolz auf ihr corellianisches Erbe.[17] Mirax störte lediglich Corrans Scherzerei zu unangebrachten Zeitpunkten wie Kampfhandlungen, sie selbst war diesbezüglich deutlich ernster und seriöser.[18] Außerdem verhinderte ihre Beziehung nicht die Fortsetzung des Schmugglerhandwerks.[12]

Wedge Antilles[Bearbeiten]

Mirax mit Wedge

Wedge Antilles war Mirax’ ältester und bester Freund, er stammte genau wie sie von Corellia. Die Familien Terrik und Antilles waren schon lange miteinander befreundet, weshalb Mirax und Wedge bereits als Kinder viel Zeit miteinander verbrachten. Mit ihm werkelte sie unter anderem an den Raumschiffen der Eltern und erlernte auf diese Weise ihre ersten Mechanikkenntnisse. Nachdem sich Wedge aufgrund des Mordes an seinen Eltern von Corellia zurückgezogen hatte, war der Kontakt für einige Zeit abgebrochen, später setzte er sich allerdings wieder mit Mirax in Verbindung. 4 NSY trafen sich ihre Wege zufällig auf Myrkr, wo der Staffelführer seine Freundin der Renegatenstaffel vorstellte.[2] Wedge betonte immer wieder, dass Mirax wie eine Schwester für ihn sei, und erfreute sich daher an ihrer Beziehung zu Corran, der ebenfalls ein guter Freund von ihm war. Tatsächlich war es Wedge gewesen, der die beiden dazu aufrief, sich zu vertragen und einander besser kennenzulernen.[1] Als Kapitän traute er sie außerdem an Bord der Lusankya.[8] Mirax und Wedge vertrauten einander beinahe ohne Einschränkungen. Sie verließ sich grundsätzlich auf sein Urteil und legte großen Wert auf seinen Rat, er wiederum bürgte für sie, als sie ihre Unterstützung bei der Infiltration von Coruscant anbot, ohne offiziell Teil der Neuen Republik zu sein.[1] In diesem Sinne brachte Wedge Mirax nicht nur mit Corran zusammen, sondern auch mit der Neuen Republik, die guten Beziehungen zur Renegatenstaffel entstanden hauptsächlich seinetwegen.[15] Wedge bedauerte aber, dass Mirax aufgrund ihrer Geschäfte sehr eingespannt war und er sich nur selten mit ihr treffen konnte.[42] Während des Zweiten Galaktischen Bürgerkriegs standen sie kurzzeitig auf verschiedenen Seiten, als sie vom corellianischen Diktat unter Hausarrest gestellt wurde, während er Oberbefehlshaber der Verteidigungsstreitkräfte war. Später quittierte Wedge jedoch seinen Dienst und floh gemeinsam mit Mirax vom Planeten.[18] Auch privat hatten sie vieles gemeinsam, so waren beide einstmals Schmuggler und heirateten später Agenten des Corellianischen Sicherheitsdiensts.[29] Zudem war Wedge corellianischer Patriot, entschied sich jedoch wie Mirax und Corran zum Kampf gegen das Diktat.[18]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 X-WingAngriff auf Coruscant
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 X-Wing Rogue SquadronProjekt Phantom-Schiff
  3. 3,0 3,1 The Essential Reader’s Companion
  4. Auf Bildern in Sachbüchern und auf Abbildungen in Sammelkartenspielen hat Mirax braune Augen, in den Comics blaue. In diesem Artikel wird bei Widersprüchen das Aussehen betreffend auf die Comics Bezug genommen.
  5. 5,0 5,1 5,2 Das offizielle Star Wars Fact File (C: TER 1-4)
  6. 6,0 6,1 6,2 Das Verhängnis der Jedi-RitterAbgrund
  7. In Der Kampf des Jedi heißt es, Mirax sei in etwa so alt wie Leia Organa, die im Jahr 19 VSY geboren wurde.
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 8,5 8,6 8,7 8,8 8,9 X-WingBacta-Piraten
  9. 9,0 9,1 Star Wars Customizable Card GameReflections II: Expanding the Galaxy (Karte: Mirax Terrik)
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 10,6 10,7 Scum and Villainy (Seite 110f.)
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 X-WingDie Mission der Rebellen
  12. 12,00 12,01 12,02 12,03 12,04 12,05 12,06 12,07 12,08 12,09 12,10 12,11 12,12 12,13 Das Verhängnis der Jedi-RitterDer Ausgestoßene
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 13,5 13,6 13,7 13,8 13,9 Das Verhängnis der Jedi-RitterApokalypse
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 14,6 X-WingDie teuflische Falle
  15. 15,00 15,01 15,02 15,03 15,04 15,05 15,06 15,07 15,08 15,09 15,10 15,11 X-Wing Rogue SquadronMandatory Retirement
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 16,4 Das Erbe der Jedi-RitterVereint durch die Macht
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 Wächter der MachtIntrigen
  18. 18,00 18,01 18,02 18,03 18,04 18,05 18,06 18,07 18,08 18,09 18,10 18,11 18,12 18,13 18,14 Wächter der MachtExil
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 19,6 19,7 19,8 Der Kampf des Jedi
  20. 20,0 20,1 20,2 20,3 20,4 The New Essential Guide to Characters (Seite 78ff., 182f.)
  21. 21,00 21,01 21,02 21,03 21,04 21,05 21,06 21,07 21,08 21,09 21,10 21,11 21,12 21,13 X-WingIsards Rache
  22. Eigenübersetzung: „Okay, Mirax flies decoy while we nail the Reckoning. A full load of torps should take a shield down, so the next one will hit hard. // We get away safe and I’ll let you set me up with one of our pilots. But I’ll wait till you have some cute ones, deal?“
  23. Das Dunkle Imperium I
  24. Eigenübersetzung: „If Thrawn is really still alive, and if all this turmoil persuades people they want or need his protection, then the Empire could regain its territory without firing a single shot.”
  25. 25,0 25,1 Die Hand von ThrawnSchatten der Vergangenheit
  26. Das Erbe der Jedi-RitterDie Verheißung
  27. Die Hand von ThrawnBlick in die Zukunft
  28. 28,0 28,1 Die Hand von ThrawnDer Zorn des Admirals
  29. 29,0 29,1 29,2 29,3 29,4 Union
  30. 30,0 30,1 Das Erbe der Jedi-RitterDie schwarze Flut
  31. Das Erbe der Jedi-RitterDie Abtrünnigen
  32. 32,0 32,1 32,2 32,3 32,4 Das Erbe der Jedi-RitterDas Verderben
  33. 33,0 33,1 33,2 33,3 Das Erbe der Jedi-RitterDas Ultimatum
  34. Dunkles NestDie Königsdrohne
  35. Wächter der MachtZorn
  36. Wächter der MachtSieg
  37. 37,0 37,1 37,2 Das Verhängnis der Jedi-RitterIm Vortex
  38. Das Verhängnis der Jedi-RitterVerurteilung
  39. Feuerprobe
  40. 40,0 40,1 40,2 Galaxies Trading Card GameThe Shadow Syndicate (Karte: Mirax Terrik)
  41. 41,0 41,1 41,2 41,3 41,4 Am Rande des ImperiumsSonnen der Verheißung (Seite 114)
  42. X-WingDas letzte Gefecht

  • Mirax wurde vom US-amerikanischen Autoren Michael A. Stackpole entworfen und verzeichnet ihren ersten Auftritt in Angriff auf Coruscant, dem im Oktober 1996 veröffentlichten ersten Band der Romanreihe X-Wing. Sie wird zunächst als Rivalin von Corran Horn eingeführt, entwickelt sich dann jedoch zu seiner Ehegattin. Mirax ist Hauptcharakterin in insgesamt fünf Bänden der Reihe und wird dann im weiteren Verlauf der Legenden in ihrer Bedeutung für den Geschichtsverlauf hervorgehoben.
  • Während einige Romane Mirax braune Augen zuschreiben und sie mit dieser Farbe auch in Sachbüchern abgebildet wird, hat sie in der Comicreihe X-Wing Rogue Squadron blaue Augen.
  • In besonderer Weise für die Charakterbildung von Mirax zeichnet sich der Autor Michael A. Stackpole verantwortlich, der neben X-Wing auch X-Wing Rogue Squadron, Der Kampf des Jedi, Die schwarze Flut, Das Verderben und Union verfasste. In allen Büchern und Comics taucht Mirax als eine Protagonistin auf. Stackpole gab ihr in der Comicreihe X-Wing Rogue Squadron den Spitznamen „Myri“ und griff diesen später wieder auf, als er für Union beschloss, dass Wedge seine Tochter nach ihr benennen sollte.
  • Mirax wird in einigen Ergänzungsmaterialien zum Star Wars Rollenspiel beschrieben, darunter im Nachschlagewerk Scum and Villainy von Wizards of the Coast (2008) und im Regelwerk Sonnen der Verheißung von Fantasy Flight Games (2014). Zusätzlich zu biographischen Informationen finden sich darinnen Charakterbeschreibungen und verschiedene Erläuterungen zu den Talenten, Stärken und Kenntnissen der behandelten Persönlichkeiten mit Würfelwerten, um es Rollenspielern zu ermöglichen, sie als fiktive Charaktere in ihre Spiele einzubauen. Insofern kann auch Mirax als Handlungselement auf die Charaktere, die von den Spielern dargestellt werden, treffen und mit ihnen interagieren; es ist darüber hinaus auch möglich, dass ein Spieler selbst in die Rolle von Mirax schlüpft und als sie das Rollenspiel durchlebt. Dafür bedarf es jedoch ergänzender Abenteuerbücher, in die Mirax dann eingebaut werden kann.