Sonnengarde

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Sonnengardist.jpg
Sonnengarde
Allgemeines
Kommandant:

Thull Wulain[1]

Mitglieder:
Ausstattung
Bewaffnung:
Historische Informationen
Gründung:
Auflösung:

19 VSY[3]

Die Sonnengarde war eine elitäre Kampfgruppe der Thyrsianer, die aus einer Rebellion der Bewohner von Thyrsus gegen das Echani-Kommando hervorging. Nachdem ihr Konflikt mit den Echani beigelegt war, kämpfte die Sonnengarde gegen die Mandalorianer. Dabei formierte sie sich als eine exklusive Söldnergruppe. Ihre Mitglieder standen in dem Ruf, selbst einen Jedi besiegen zu können. Etwa hundert Jahre vor den Klonkriegen gelang es dem Orden der Sith-Lords, die religiös geprägte Sonnengarde davon zu überzeugen, der Dunklen Seite zu dienen. Die Sith Darth Plagueis und Darth Sidious griffen häufig auf die Dienste der Sonnengarde zurück. Während der Klonkriege wurde nahezu die gesamte Einheit von der Dunklen Jedi Asajj Ventress ausgelöscht. Die verbliebenen Sonnengardisten schlossen sich später den Spezialeinheiten des Galaktischen Imperiums an. Einige Thyrsianer gründeten die Garde während des Yuuzhan-Vong-Krieges als Schutz vor den Invasoren neu.

Beschreibung[Bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten]

Die Sonnengarde war eine der meistgefürchteten militärischen Einheiten der galaktischen Geschichte.[3] Sie setzte sich hauptsächlich aus spirituellen Kämpfern zusammen, die dazu bereit waren, ihre gemeinsame Religion[1] – die Motivation aller Gardisten zum Eintritt in die Kampfgruppe[3] – mit Gewalt zu verteidigen.[1] Allerdings formierte sich die Sonnengarde bald in eine Söldnergruppe um. Hundert Jahre vor dem Aufstieg des Imperiums begannen sie, die Lehren der Jedi zu verehren, und waren der Überzeugung, dass die Galaxis von einem Auserwählten, den sie als den „Sohn der Sonnen“ bezeichneten, gerettet werden würde. Es gelang den Sith, die Garde so zu manipulieren, dass ihre Mitglieder diesen Retter für einen dunklen Macht-Benutzer hielten, um sich die Loyalität der Thyrsianer zu sichern. Zusätzlich zu den Aufgaben, die sie seitdem für die Sith verrichten musste, nahm die Sonnengarde auch weiterhin lukrative Söldneraufträge wahr.[3] Die Gardisten verehrten große galaktische Philosophen, darunter auch Plaristes, und zitierten oftmals deren Weisheiten.[4]

Die nomadisch lebenden Sonnengardisten setzten sich ausschließlich aus thyrsianischen Männern zusammen. Novizen der Garde erhielten den Rang eines Sternenlegionärs und durften auf Probe bis zu ein Jahr in die Einheit eintreten. Aus Verstößen gegen die besondere Etikette folgte eine sofortige Entlassung aus dem Dienst. Alle Absolventen des Aufnahmejahres wurden in den Rang eines Sternentribuns versetzt und befehligten 20 bis 40 Legionäre, die zusammen eine Legion der Sonnengarde bildeten. Mitglieder der höheren Ränge, die das Offizierskorps bildeten, traten nur selten in Erscheinung. Der unterste Offiziersrang war der Zwillingssonnen-Legat, der dazu berechtigt war, zwei bis vier Legionen zu führen. Der nächsthöhere Rang war der des Zwillingssonnen-Prätors. Darüber folgen der Thychani-Kommandant, der Thychani-Diktator und zuletzt der Oberste Sonnengardist – eine Position vergleichbar mit der eines Generals. Der Rang des Obersten Sonnengardisten wurde nur an je einen Gardisten vergeben und verlieh seinem Träger die Befehlsgewalt über jedes Mitglied der Garde.[3] Die Garde war in Legionen[1] und Regimenter gegliedert.[5] Die Legionen waren als Söldnergruppen aktiv, die Kommandounternehmen meist in Vierergruppen durchführten.[3] Dennoch oblag die Kommandogewalt nicht dem jeweiligen Kunden, sondern dem Obersten Sonnengardisten.[1] Der Aufstieg in den Offiziersrang und von dort aus in die höheren Positionen war das Resultat von Heldentum im Kampf, sodass die Sternentribunen miteinander um den Ruhm auf dem Schlachtfeld konkurrierten, da nur die erfolgreichsten Kämpfer unter ihnen befördert wurden.[1] Die Feigheit vor dem Feind konnte dagegen zu sofortigem Entzug des jeweiligen Ranges führen, selbst unter Elitesoldaten. Neben dem Verbot der Feigheit im Kampf untersagte die Etikette der Sonnengarde Undiszipliniertheit und Trunkenheit.[3]

Sonnengardisten standen in dem Ruf, einen Einzelkampf gegen Mandalorianer und sogar gegen Jedi gewinnen zu können.[3] Sie entwickelten diverse Nahkampfformen, mit Hilfe derer sie Jet-Packs mit ihren Energiepiken überladen und so insbesondere den oft mit diesen Geräten ausgerüsteten Mandalorianern schaden konnten. Ihre Feindschaft mit diesem Volk galt als sprichwörtlich und äußerte sich in zahlreichen bewaffneten Konflikten bis hin zur Teilnahme beider Gruppierungen an Stellvertreterkriegen gegeneinander. Der Sieg über einen Mandalorianer brachte einem Kämpfer Prestige unter den Gardisten ein.[3] Die Gardisten nutzten eine abgewandelte Form der Kampfkunst Echani,[6] die auf einem traditionellem Kampfsport basierte und aus Schlägen und Tritten bestand. Die waffenlose Form ihrer Kampfweise war nicht zur tödlichen Anwendung geeignet.[7] Im Kampf kam den Sonnengardisten ihre auf der Körpersprache basierende Kommunikation zugute, mithilfe derer sie aus den Bewegungen des Gegners dessen nächste Aktionen ablesen konnten. Obwohl ihr Stil dem der Echani ähnelte, unterschied sich ihre Kampfesweise besonders in der Vorliebe der Gardisten für schwere und gut ausgestattete Rüstungen und der Bevorzugung von Klingenwaffen gegenüber dem waffenlosen Kampf ihrer Vorbilder. Die Sonnengarde war dafür bekannt, ihre Ziele bei Kopfgeldaufträgen lebendig, aber auch stark verstümmelt auszuliefern. Das Missionsprofil der Einheit beinhaltete Sabotageakte, Entführungen, Rettungsmissionen und das Verüben von Massakern. Die Garde erwies sich auch im Straßenkampf als effektiv und schloss ihre Aufträge oftmals ab, indem sie ihre Gegner durch Hinterhalte und ihr Geschick im Häuserkampf immer weiter zurückdrängte. Die Garde wurde meist dann beauftragt, wenn bereits andere Söldnergruppen an einem Auftrag gescheitert waren.[3]

Ausrüstung[Bearbeiten]

Die traditionelle Rüstung der Sonnengarde[8] war üblicherweise schwarz, allerdings trugen einige Gardisten auch goldene,[3] Darth Plagueis’ Leibwächter silberne Panzerungen.[9] Ihr Anblick rief aufgrund des Rufes der Garde bei vielen Gegnern Furcht hervor. In die Rüstung waren zahlreiche technische Hilfsmittel eingebaut, die auf die besonderen Strategien der Sonnengarde zum Einfangen und Töten ihrer Gegner zurückgingen. Ihre Helme, deren Form prägend für das Rüstungsdesign späterer Eliteeinheiten war, verfügten über ein internes Head-Up Display, das mit seinen Infrarotscannern eine Nachtsichtfunktion besaß und dem Träger auch Sicht im ultravioletten Spektrum ermöglichte. Ein eingebautes Makrofernglas unterstützte den Sonnengardisten bei der Beobachtung von Feinden und beim Zielen mit einem Scharfschützengewehr.[3] Auf der Stirn seines Helms war das Zeichen der Sonnengarde aufgemalt,[10] das die roten Sonnen von Thyrsus symbolisierte. Die Rüstung war resistent gegen verschiedene Waffen, aber so leicht gebaut, dass sie den Träger nicht in seiner Bewegungsfreiheit einschränkte.[3] Beheizbare Gitterstrukturen auf der Außenseite der Panzerung[1] – insbesondere an der Außenseite der Unterarmschützer und Knöchelpanzerung – konnten innerhalb von Sekunden auf hohe Temperaturen erhitzt werden und einem Gegner bei Berührung schwere Verbrennungen beifügen.[3] Auf der Knieplatte und an ihren Sohlen waren ausfahrbare Stacheln[1] und Vibroklingen angebracht. Ebenso konnten sie aus ihren Panzerhandschuhen Vibromesser ausfahren. Oftmals verbesserten Sonnengardisten ihre Rüstungen mit Pfeilwerfern, die sie an den Unterseiten der Unterarme anbrachten. Zusätzlich bauten manche Gardisten Miniatur-Flammenwerfer und diverse Formen spezialisierter Nahkampfausrüstung in ihre Panzerungen ein. Im Gegensatz zu ihren Erzfeinden, den Mandalorianern, hielten die Sonnengardisten den Einsatz von Jet-Packs für gefährlich und töricht.[3] Außerdem nahmen sie oftmals ein Kama, einen traditionellen Waffenrock, in ihre Ausrüstung auf.[11] Im Nahkampf setzten sie meist die traditionelle Waffe der Sonnengarde, eine Energiepike, ein. Die Pike erlaubte es ihnen, gegnerische Schläge zu blockieren und im Gegenzug mit den beiderseits angebrachten Klingen anzugreifen. Von der etwa einen Meter langen und beidhändig geführten Waffe existierten diverse Varianten. Die rituelle Form der Pike,[3] die Solarpike,[1] galt unter den Gardisten als nahezu heilige Waffe und entstammt der Tradition der Echani. Diese Form der Pike konnte am Handgriff aktiviert werden und begann daraufhin, sich an beiden Enden bis zu roter Glut zu erhitzen. Die Energiepike hingegen verfügte über Betäubungsmodule in beiden Klingen. Die gebräuchlichste Variante war eine Pike mit zwei beidseitig geschärften Vibroklingen, in denen Cortosislegierungen verbaut waren, die sogar Lichtschwertklingen widerstehen konnten. Zudem waren Sonnengardisten oftmals mit schweren Blastern ausgestattet.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Die Sonnengarde entstammte einer Sondereinheit der menschenähnlichen Echani, die von den Arkanianern genetisch manipuliert worden waren und von den als Sechs Schwestern bekannten Planeten stammen. Im Zuge des Begali-Aufstands[3] im Jahr 1.154 VSY[1] schlossen sich die Bewohner der Welt Thyrsus[3] der Rebellion des Planeten Begali[1] gegen die Herrschaft des Echani-Kommandos, des matriarchalischen regierenden Rates der Sechs Schwestern, an, die in der Abspaltung von Thyrsus und Begali aus dem Echani-Planetenverbund resultierte.[3] Begali unterwarf sich jedoch im Gegensatz zu Thyrsus binnen eines Jahrhunderts wieder der Herrschaft des Echani-Kommandos von Eshan.[1] Aus Teilen des Militärs von Thyrsus entstand daraufhin die Sonnengarde, die das Emblem des Thyrsus-Militärs, die stilisierten roten Sonnen des Systems, weiterführte. Die Sonnengarde stand im Kontrast zu den übrigen Kommandoeinheiten der Echani, da sie den bewaffneten Kampf in schweren Rüstungen den auf Schnelligkeit und Täuschung beruhenden waffenlosen Kampftechniken der Echani vorzogen. Die Sonnengarde bildete zunächst eine Spezialeinheit des thyrsianischen Militärs, spaltete sich später aber von den regulären Streitkräften ab und verließ Thyrsus.[3] In den Jahrhunderten nach Thyrsus’ Abspaltung von den Sechs Schwestern kam es zu teils schweren Auseinandersetzungen zwischen den Legionen der Sonnengarde und den Armeen der Echani, bis beide Seiten im Jahr 899 VSY im Pakt von Almera übereinkamen und das Echani-Kommando die Unabhängigkeit von Thyrsus anerkannte.[1]

In der Folgezeit führten die Sonnengardisten ein nomadisches Leben auf den umliegenden Welten[3] und begannen vereinzelt, als Kopfgeldjäger und Söldner zu arbeiten.[1] Als die Thyrsianer die starke Expansion der Mandalorianer bemerkten, kam es häufig zu Gefechten kleiner Einheiten von Sonnengardisten und den Mando Ori’ramikade, den mandalorianischen Superkommandos. Diese Gefechte wurden meist als Einzelkämpfe zwischen den jeweiligen Soldaten auf Leben und Tod ausgetragen.[3] Allerdings führten die beiden Gruppierungen auch mehrere kleine Kriege gegeneinander.[1] Die Feldzüge gegen die Mandalorianer dauerten Jahrhunderte und mündeten teilweise darin, dass beide Völker in interstellaren Konflikten auf den jeweils verfeindeten Seiten als Söldner aktiv wurden, um eine Rechtfertigung für ihren Kampf zu haben.[3] Die bekannteste dieser Auseinandersetzung war die Schlacht von Sintheti im Jahr 402 VSY, im Zuge derer die beiden Gruppierungen von den Kontrahenten um die Thronnachfolge des Planeten angeworben wurden, und drei Jahre auf den Klippen und in den Katakomben von Sintheti gegeneinander kämpften.[1] Im Laufe ihrer Konflikte konnte keine der beiden Seiten die Oberhand gewinnen. Allerdings wurde den Anführern der Sonnengarde nach einiger Zeit klar, dass weitere Kriege nur zu größerer Armut unter den Kämpfern führen würden. Da sie einen Ruf als eine der gefährlichsten Kampfgruppen der Galaxis erlangt hatten, brachen sie ihre Kreuzzüge gegen die Mandalorianer ab und begannen, sich als hochbezahlte Eliteeinheit in den Dienst reicher Kunden zu stellen.[3] In Anlehnung an das Kama der Sonnengarde fügten viele Mandalorianer ihrer Rüstung seit dieser Zeit eine abgewandelte Form dieses Rocks hinzu.[11] Über die Konflikte der Sonnengarde mit den Mandalorianern, insbesondere mit der Splittergruppe Todeswache, verfassten Historiker und Dichter zahlreiche Texte.[12] Oft kämpften Sonnengardisten in Gladiatorenarenen, um ihren Sold aufzubessern.[3]

Im Dienst der Sith[Bearbeiten]

Etwa ein Jahrhundert vor den Klonkriegen manifestierte sich unter den Angehörigen der Sonnengarde ein machtbasierter Glaube, demzufolge ein Auserwählter, der „Sohn der Sonnen“, die Galaxis retten werde. Der zu diesem Zeitpunkt noch im Verborgenen operierende Orden der Sith-Lords machte sich diesen Glauben zunutze[3] und begann, die einzelnen Legionen nacheinander zu infiltrieren und davon zu überzeugen,[1] dass die Sith diesen Retter stellen würden. Indem sie die Lehren der Jedi für ihre Zwecke nutzten und umdeuteten, gelang es ihnen, die Sonnengarde gefügig zu machen.[3] Der Sith-Lord Darth Plagueis beauftragte zahlreiche Sonnengardisten, sein befestigtes Anwesen auf dem Mond Sojourn zu bewachen. Damit lösten sie die iotranischen Söldner ab. Zudem beschützten einige Gardisten Mitglieder von Plagueis’ Unternehmen Damask Holdings, das er unter seiner Identität als der Wirtschaftsmagnat Hego Damask leitete. In seiner Eigenschaft als wichtiger Finanzier handelte er mit Wat Tambor, dem Vorsitzenden der Techno-Union, aus, dass seine persönliche Garde den Fabrikplaneten Hypori als Übungsgelände nutzen durfte und dazu Kampfdroiden erhielt. Im Jahr 67 VSY begleiteten einige Sonnengardisten den Finanzier Larsh Hill zu einem Treffen mit Plagueis in das Hochhafen-Raumzentrum. Kurz darauf bewachten die Gardisten eines von Plagueis’ jährlich auf Sojourn abgehaltenen Treffen einflussreicher Personen. Dabei führte die Sonnengarde Plagueis vier Gossam-Funktionäre von Subtext Bergbau vor. Da die Funktionäre den Sith-Lord erzürnt hatten, befahl er dem Kommandanten seiner Sonnengardisten, seine Gäste auf einer entlegenen Welt im Tingel-Arm auszusetzen und für ihren Verbleib dort zu sorgen. Einige Zeit später bemerkten die Wachen die Ankunft von Darth Tenebrous’ zweitem Schüler Darth Venamis auf Sojourn und meldeten Plagueis den Vorfall. Dadurch war es ihm möglich, sich auf den Angriff des rivalisierenden Sith-Schülers vorzubereiten und ihn zu vergiften. Anschließend beauftragte Plagueis die Sonnengarde, sein Raumschiff zu lokalisieren und es gemeinsam mit dem betäubten Sith-Lord auf die Insel Aborah auf Muunilinst zu bringen.[9]

Zwei Jahre später ordnete Plagueis an, dass die Sonnengarde die Gossam im Tingel-Arm lokalisieren und nach ihrer Exekution vor dem Eingang des Hauptquartiers von Subtext Bergbau platzieren sollte, um sich an dem Unternehmen zu rächen, das seine Beteiligung an der Erschließung der Plasma-Vorkommen auf Naboo an die Gran verraten hatte. Kurz danach tötete Plagueis’ Schützling Palpatine seine Eltern auf dem Flug von Chandrila nach Chommell Minor. Als er Plagueis um Hilfe bat, wies der Sith-Lord seinen Droiden 11-4D und die Sonnengarde an, das Schiff des jungen Naboo auf der Hydianischen Handelsstraße zu lokalisieren und alle Spuren zu beseitigen, die auf das Verbrechen des angehenden Politikers hindeuteten. Palpatine wurde in der Folge als Darth Sidious zu Plagueis’ Schüler.[9] In den folgenden Jahren unterstützte Sidious den aufstrebenden Sonnengarde-Offizier Thull Wulain bei seinem Aufstieg in den Rang des Obersten Sonnengardisten, der ihn zum Anführer der Gemeinschaft machte. Wulain schwor Sidious Treue und stellte fortan ein noch größeres Kontingent an Gardisten für ihn und seinen Meister bereit.[1] Im Jahr 52 VSY überwachten zahlreiche Sonnengardisten Plagueis’ Konvent auf Sojourn. Kurz danach wurde Palpatine im Auftrag seines politischen Gegners, des Senators Pax Teem von Malastare, von Mitgliedern des Santhe-Sicherheitsdienstes in eine verlassene Fabrik in der Hüttenstadt entführt. Daraufhin beauftragte Plagueis eine Gruppe von Sonnengardisten mit der Rettung seines Schülers. Die Thyrsianer griffen die Fabrik an und schalteten die Sicherheitsleute aus. Außerdem gelang es ihnen, das Signal von Pax Teems Holokommunikator auf die Panoply-Orbitalanlage über Coruscant zurückzuverfolgen. Daraufhin entsandte Plagueis beinahe seine gesamte Garde, um die Raumstation anzugreifen. Zwei Gardisten eskortierten Plagueis zu seinem Treffen im Orden des Geneigten Kreises, bei dem Larsh Hill in die Geheimloge aufgenommen werden sollte. Während der Zeremonie griff eine Gruppe von Pax Teem angeworbener maladianischer Attentäter den Orden mit dem Ziel an, Plagueis zu ermorden. Die zwei Sonnengardisten wurden im Kampf gegen die Maladianer unter starker Gegenwehr getötet. Plagueis überlebte den Angriff als einziges Mitglied der Geheimloge. Zwei Monate nach dem Attentat rief Plagueis Palpatine zu sich nach Muunilinst. Zwei Sonnengardisten eskortierten den jungen Politiker in einem Luftgleiter vom Raumhafen zu Plagueis’ Wohnsitz.[9]

Missionen für Palpatine[Bearbeiten]

Als Reaktion auf das Attentat auf sein Leben zog sich Plagueis in den Folgejahren in seine Residenz auf Sojourn zurück. Dort wurde er von einer kleinen Gruppe von Sonnengardisten bewacht, die seine Gäste empfingen und die Verteidigungsanlagen des Anwesens bedienten. Während dieser Zeit kommunizierte er meist über 11-4D mit den Gardisten. Im Jahr 33 VSY ließ der nabooanische König Ars Veruna einen Nuklearschlag gegen Plagueis’ Anwesen auf Sojourn verüben. Obwohl der Sith-Lord überlebte, da er den Planeten kurz zuvor verlassen hatte, starben alle Gardisten, die sich zu diesem Zeitpunkt in dem Anwesen aufhielten. Daraufhin kontaktierte Plagueis die Hauptstreitmacht der Sonnengarde auf Thyrsus und befahl, weitere Gardisten als Ersatz zu entsenden. Vier der neuen Söldner beschützten Plagueis’ neue Residenz, ein Penthouse auf Coruscant.[9] Während Palpatines politischen Aufstiegs beauftragte er die Sonnengarde oftmals insgeheim damit, politische Gegner und verhandlungsunwillige Industriemagnaten zu exekutieren.[3] Sie führten zudem diverse weitere Aufträge zur Destabilisierung von der Republik abgeneigten Welten[1] für den Sith-Lord durch und standen seinem Schüler Darth Maul als Trainingspartner für seine Kampfübungen zur Verfügung.[3] Im Jahr 32 VSY befahl Sidious der Handelsföderation die Invasion von Naboo, die zur Destabilisierung der Galaktischen Republik beitragen sollte. Als Padmé Amidala, die regierende Königin des Planeten, von ihrer Heimatwelt nach Coruscant floh, befahl Sidious einem Sonnengardisten und einer Gruppe weiterer Söldner, die Senatorin zu entführen.[13] Daraufhin führte Quarsh Panaka, der Hauptmann ihrer Leibgarde, eine Mission zur Rettung der Regentin an. Nachdem er sie in der Restricted Area gefunden und befreit hatte, floh er mit ihr aus den unteren Ebenen. Dabei begegnete er dem Sonnengardisten, der den Hauptmann zum Kampf herausforderte. Es gelang Panaka, den Sonnengardisten mit gezielten Schüssen zu besiegen und Amidala unversehrt in ihr Appartement zu bringen.[14] Kurz danach wurde Palpatine als Kandidat für die Nachfolge des Obersten Kanzlers Finis Valorum vorgeschlagen. In der Nacht vor der Wahl zum Obersten Kanzler gab Plagueis seinen Leibgardisten frei. Allerdings wurde er an diesem Abend in seinem Appartement von Palpatine getötet.[9]

Im Jahr 29 VSY beauftragte Sidious einen Sonnengardisten, den Vater des späteren imperialen Ehrengardisten Carnor Jax, damit, das Sith-Holocron des antiken Sith-Königs Adas zu beschaffen, das der Schüler Norval gefunden hatte.[2] Der Gardist war mit einem wendigen Schiff mit hoher Feuerkraft ausgestattet und fing Norval über dem Planeten Ploo II ab. Als die Jedi Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi, die Norval verfolgten, in der Nähe aus dem Hyperraum kamen, eröffnete der Gardist das Feuer auf ihr Schiff. Es gelang Kenobi, dem Schüler das Holocron an Bord von Norvals Raumfahrzeug abzunehmen. Anschließend flohen die Jedi aus dem System. Der Sonnengardist zerstörte Norvals Schiff daraufhin, da der Schüler keinen Wert mehr für seine gescheiterte Mission besaß.[15] Aufgrund seines Versagens tötete Sidious den Gardisten. Sein Sohn Carnor führte das thyrsianische Erbe seines Vaters fort und personalisierte später seine Rüstung der imperialen Ehrengarde mit schwarzen Panzerplatten in Anlehnung an die traditionelle schwarze Rüstung der Sonnengarde.[2]

Während Sidious’ und Dookus Suche nach dem Primärklon für die Klonarmee zogen die Kaminoaner Sonnengardisten aus dem Offizierskorps als Klonvorlage in Betracht. Sie prüften einige Thychani-Kommandanten[3] und höherrangige -Diktatoren[1] auf ihre Tauglichkeit. Allerdings wählten die Sith-Lords den Mandalorianer Jango Fett als Primärklon aus, da er Dookus Auswahlwettstreit gewonnen und sich so als die ideale genetische Vorlage für die Klonarmee erwiesen hatte.[3] Das den Klon-Elitestreitkräften vorbehaltene Kama war an das der Sonnengarde angelehnt, obwohl die Soldaten es meist mit den Mandalorianern in Verbindung brachten.[16] Während Palpatines Amtszeit als Oberster Kanzler der Galaktischen Republik gründete er die Rote Garde, die später in die imperiale Ehrengarde überging. Das Rüstungsdesign dieser auf den Schutz des Staatsoberhauptes spezialisierten Sondereinheit[8] war eine Weiterentwicklung[17] der von den Panzerungen der Todeswache inspirierten Rüstung der Senatswache, deren Helme auf Basis derer der Sonnengarde entwickelt worden waren. Dadurch sollte jedem möglichen Attentäter vermittelt werden, dass die Ehrengardisten ebenso wie die Sonnengarde und die Todeswache hervorragend ausgebildet waren und sich im Kampf als tödlich erweisen würden.[8] In den Jahren vor den Klonkriegen bewachten Sonnengardisten Palpatines Geheimversteck in der Hüttenstadt auf Coruscant. Sie hatten den Auftrag, jeden Fremden unverzüglich zu erschießen, der sich dem Gebäude näherte.[3]

Auslöschung und Neugründung[Bearbeiten]

Zur Zeit der Klonkriege rekrutierte der arkanianische Mutant Zeta Magnus den Sonnengardisten Sarsius Torne für seine Kampagne gegen die Galaktische Republik und den Jedi-Orden. In Dookus Auftrag verbreitete der Gen-Terrorist diverse Seuchen in der Galaxis. Außerdem versuchte er, die Jedi Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi zu klonen, um so von seinem Bewusstsein gesteuerte Drohnen in die Reichweite der Regierung der Republik zu bringen. Aus den vier Klonen, die er aus Tornes Genmaterial herstellte, bildete er das Tark-Squad, eine vorgebliche Einheit der Republik-Kommandos aus Nilo, Xoni, Quo und Kupe. Die vier Kommandosoldaten sollten Kenobi und Skywalker nach Skye begleiten, wo einer von Magnus’ Klonen ein diktatorisches Regime errichtet hatte. Dazu schleuste Magnus die Thyrsianer auf Kamino in einen Kampfverband der Republik ein, von dem aus sie der MediStern-Klasse Lazarettfregatte Golandras auf dem Weg nach Skye zugewiesen wurden. Allerdings gelang es Kenobi, Skywalker und Halagad Ventor, die Einheit nach ihrem Überlaufen zu Magnus zu besiegen. Der Taktikdroide Blue-Tark konnte jedoch entkommen und erstattete Sarsius Torne und dem echten Zeta Magnus in dessen Palast auf Rennek in den Dunklen Welten Bericht. Anschließend verbreitete Torne im Auftrag des Arkanianers eine Seuche auf einer republikanischen Welt als Rache für den Tod der Drohnen.[4] In der Anfangsphase der Klonkriege entsandte Sidious einige Sonnengardisten nach Kashyyyk, um mit der Konföderation verbündete Trandoshaner bei der Einnahme der Welt zu unterstützen. Im Verlauf des Konflikts kämpften zwei der Gardisten gegen zwei Padawane des Jedi-Ordens nahe dem YT-2400-Frachter Star Runner. Nach einem kurzen Kampf gelang es den Jedi, die Gardisten zu töten.[18] Während der Klonkriege kämpften Einheiten der Sonnengarde für die Separatisten. Das 2. Regiment der Sonnengarde wurde im Verlauf der Krieges in einem Gefecht mit republikanischen Streitkräften unter dem Kommando von General Solomahal vollständig vernichtet.[5]

Während der Klonkriege führte eine Streitmacht der Sonnengarde Angriffe auf die Mistryl-Schattenwächterinnen und ein orbitales Bombardement auf ihre Heimatwelt Emberlene durch.[3] Gegen Ende des Konflikts beauftragte Dooku[2] auf Befehl von Darth Sidious die Dunkle Jedi Asajj Ventress, die Sonnengarde auszulöschen,[1] um seine Schülerin auf die Probe zu stellen.[1] Die Attentäterin vernichtete beinahe die gesamte Garde im Zuge ihrer Mission. Die wenigen Überlebenden wurden nach der Umwandlung der Galaktischen Republik in das Galaktische Imperium von der Imperialen Ehrengarde rekrutiert. Machtempfängliche Sonnengardisten wurden von den Schattenwachen aufgenommen und sollten im Zuge der Großen Jedi-Säuberung in Palpatines persönlichem Auftrag die verbliebenen Mitglieder des Jedi-Ordens auslöschen. Der Sonnengardist Kenix Jir wurde ebenso wie einige weitere der Überlebenden als Klonvorlage ausgewählt,[3] um neue Klonsoldaten für das Sturmtruppen-Korps des Imperiums zu erschaffen.[1] Das Rüstungsdesign der Sonnengarde diente zudem als Vorlage für den imperialen Waffenforscher Nashiak Llalik, um effektivere Panzerungen für spezialisierte Sturmtruppeneinheiten zu entwerfen.[12]

Palpatines Aufstieg zum Imperator und die Auslöschung der Sonnengarde führte zu einer politischen Spaltung der Thyrsianer. Die meisten Bewohner von Thyrsus erwiesen sich als treue Unterstützer des Imperators und sahen in der Imperialen Ehrengarde eine Nachfolgeorganisation der Sonnengarde, sodass sie sich Palpatines Leibwache anschlossen oder als Elitesoldaten in die Imperiale Armee und die Sturmtruppen eintraten.[1] Palpatine veranlasste sogar, dass seine Leibgardisten in den Echani-Kampfkunstformen der Sonnengarde ausgebildet wurden, ließ den Stil von Experten auf diesem Gebiet jedoch modifizieren, um seine Anwendung tödlicher zu gestalten.[7] Andere Thyrsianer schlossen aus der Auslöschung der Sonnengarde jedoch auf den Verrat der Sith, versuchten aber erfolglos, die Sonnengarde neuzugründen.[1] Die Rüstungen und Waffen getöteter Sonnengardisten gerieten oftmals in den Besitz von Kriminellen und von Kopfgeldjägern oder Söldnern wie Moxin Tark, die die Reputation der Einheit zu ihrem Vorteil missbrauchten,[3] indem sie sich als Sonnengardisten ausgaben.[19] Der ehemalige republikanische Entdecker Luskin Exovar fand auf seinen Reisen durch die Galaxis zwei Helme von Sonnengardisten, die er mit sich nahm und seiner persönlichen Sammlung von Fundstücken einverleibte.[10] Nach Palpatines Tod in der Schlacht von Endor im Jahr 4 NSY isolierte sich Thyrsus von der übrigen Galaxis und widerstand den Zugriffsversuchen diverser Kriegsherren, die nach dem Tod des Imperators um die Macht in dem zersplitterten Imperium kämpften. Als die Neue Republik das Imperium besiegt hatte, weigerten sich die Thyrsianer, in den neuen Staatenbund einzutreten, und bekräftigten ihre isolationistische Politik. Als die Yuuzhan Vong im Jahr 25 NSY in die bekannte Galaxis einfielen, gründete das Militär von Thyrsus die Sonnengarde neu, um die Welt vor potentiellen Übergriffen der extragalaktischen Invasoren zu schützen. Dabei versuchten sie, die alten Traditionen der Garde wiederaufleben zu lassen.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]