Finis Valorum

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Valorum Ernst.jpg
Finis Valorum
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Volk:

Coruscanti[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Hautfarbe:

Hell[2]

Haarfarbe:

Weiß[2]

Augenfarbe:

Blau[2]

Körpergröße:

1,83 Meter[3]

Biografische Informationen
Heimat:

Coruscant[1]

Familie:

Haus Valorum[4]

Beruf/Tätigkeit:

Politiker[2]

Organisation:

Galaktischer Senat[2]

Position:

Oberster Kanzler[1]

Zugehörigkeit:

Galaktische Republik[1]

Finis Valorum war ein menschlicher Politiker, der zwei Jahrzehnte vor den Klonkriegen zum Obersten Kanzler der Galaktischen Republik gewählt wurde. Da Valorum aufgrund bürokratischer Zwänge kaum über Handlungsspielraum verfügte, verlor er rasch das Vertrauen der Bevölkerung und des Elektorats. Da sich allerdings kein geeigneter Gegenkandidat fand, gewann Valorum seine Wiederwahl. Gegen Ende seiner zweiten Amtszeit setzte der Oberste Kanzler ein umstrittenes Fiskalgesetz durch, das es der Republik erlaubte, den Handel in bisherigen Freihandelszonen im Mittleren und Äußeren Rand zu besteuern. Als Reaktion auf diese geschäftsschädigende Novellierung blockierte die besonders von der Steuer betroffene Handelsföderation die republikanische Welt Naboo. Valorum entsandte im Geheimen die Jedi Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi, um Verhandlungen mit den Neimoidianern aufzunehmen. Daraufhin besetzte die Droidenarmee der Handelsföderation Naboo. Padmé Amidala, die Königin des Planeten bewirkte als Reaktion auf Valorums Handlungsunfähigkeit in der Krise ein Misstrauensvotum gegen den Kanzler, infolge dessen er sein Amt niederlegen und an Sheev Palpatine übergeben musste. Daraufhin zog sich Valorum in sein Appartement auf Coruscant zurück, wo er bis in die Klonkriege hinein im Ruhestand lebte.

Biografie[Bearbeiten]

Oberster Kanzler der Galaktischen Republik[Bearbeiten]

Finis Valorum entstammte dem Haus Valorum, einer einflussreichen Politikerfamilie von dem Planeten Coruscant,[1] die bereits den ersten Obersten Kanzler der nach der vermeintlichen Auslöschung des Sith-Ordens neu formierten Galaktischen Republik gestellt hatte.[4] Bereits seit seiner Jugend wurde Finis Valorum darauf vorbereitet, sich später um das Amt des Obersten Kanzlers der Galaktischen Republik zu bewerben.[1] Nachdem er eine Beamtenlaufbahn eingeschlagen hatte,[3] wurde er mehrere Jahrzehnte vor den Klonkriegen von dem amtierenden Obersten Kanzler Kalpana in dessen Gefolge aufgenommen und zu seinem Administrator ernannt. Anlässlich der Verabschiedungszeremonie des neuesten Abschlussjahrgangs reiste Valorum gemeinsam mit dem Senator Sheev Palpatine von Naboo und anderen einflussreichen Politikern in dieser Zeit zu der Raumfahrtakademie des Sullust-Sektors. Im Jahr 40 VSY wurde Finis Valorum von den Delegierten des Galaktischen Senats zu Kalpanas Nachfolger als Oberster Kanzler gewählt.[4] Nach seiner Ernennung genoss Valorum die Privilegien – darunter seine prunkvollen Amtsrobe aus Vedatuch –, die mit dem Amt als Staatsoberhaupt einhergingen.[1] Er übernahm zahlreiche repräsentative Aufgaben wie die Einweihung neuer Gebäudekomplexe und den Besuch von medial beachteten Darbietungen in Coruscants Opern.[4] Die akrobatischen Künste der Frenk-Artistin Twazzi beeindruckten Valorum, sodass er sie öffentlich für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten belobigte.[5] Allerdings führte seine hedonistische Einstellung dazu, dass seine Popularität bei der einfachen Wählerschaft rasch stark abnahm.[1] Während seiner Amtszeit bemühte sich Kanzler Valorum, die Missstände, die in den Unteren Ebenen von Coruscant vorherrschten, zu überspielen und dem medialen Blickfeld zu entrücken.[6] Seine Kanzlerschaft war von dem Bestreben geprägt, den Status Quo zu erhalten und die florierende galaktische Wirtschaft durch die Gewährleistung eines dauerhaften Friedens zu unterstützen.[7]

Finis Valorum, Oberster Kanzler der Galaktischen Republik

Trotz aufkommender Zweifel über Valorums Eignung für das Amt des Obersten Kanzlers gelang es seinen verbliebenen Unterstützern im Senat im Jahr 36 VSY zur Überraschung der galaktischen Öffentlichkeit, seine Wiederwahl zu sichern. Seinen Wahlsieg verdankte er der Einstellung der mächtigen wirtschaftlichen Interessengruppen im Senat, die Valorum für schwach genug hielten, dass er die bürokratischen Verstrickungen, die sie zum Schutz ihrer illegalen Geschäfte aufbauten, nicht durchschaute, sondern stattdessen unbeabsichtigt die Handlungsunfähigkeit des Senats. Seine zweite Amtszeit war seit ihrem Beginn von einer zunehmenden Zerrüttung der Republik[4] und einer starken Zunahme der Korruption im Senat geprägt,[3] die sich in dem immer weiter wachsenden Einfluss der großen Handelskonglomerate zeigte. Daher begannen bereits nach Ablauf eines Jahres nach seiner Wiederwahl Diskussionen unter den Coruscanti, wie lange es dem Obersten Kanzler noch gelingen würde, sich im Amt zu halten. Als sein designierter Nachfolger wurde dabei oftmals Senator Palpatine genannt.[4] In den letzten Monaten seiner Amtszeit und damit mehrere Jahrzehnte vor der eigentlich geplanten Feier gab Valorum die Vorbereitung der Feierlichkeiten zum tausendjährigen Gründungsjubiläum der Galaktischen Republik in Auftrag, woraufhin zahlreiche Grafikdesigner damit begannen, neue Logos und andere Grafiken zu kreieren. Die Einladungskarte zu der geplanten Jubiläumszeremonie wurde von den Künstlern Naveela Betuine und Dashira Dobeq entworfen. Da er durch eine wohlüberlegte Kampagne hoffte, seine schwindenden Beliebtheitswerte wieder zu verbessern, ließ sich Valorum insgesamt 250 verschiedene Versionen des Flyers vorlegen, die er jedoch allesamt ablehnte. In der Öffentlichkeit wurde ihm daraufhin vorgehalten, dass seine Unentschlossenheit in einer so profanen Angelegenheit sinnbildlich für seine politischen Erfolge während seiner Kanzlerschaft sei. Letztendlich übertrug er die Entscheidung an seinen Freund und Berater Sheev Palpatine, der ihm einen Entwurf mit dem antiken Gesetzgeber Sistros empfahl.[7]

Im Jahr 32 VSY begann ein gewaltsamer Konflikt zwischen verschiedenen Gruppen des Gewürzkartells um die Vorherrschaft im Handel mit Rohgewürzen. Die wichtigste Partei in dieser Auseinandersetzung war das Pyke-Syndikat, das einen Großteil der galaxisweiten Produktion einer hochwirksamen Droge kontrollierte. Die Eskalation des Konflikts mündete in einem Drogenkrieg, der in den unteren Ebenen von Coruscant ausgetragen wurde. Um eine Deeskalation zwischen den einzelnen Konfliktparteien zu vermitteln, wandte sich Valorum insgeheim an den Jedi-Meister Sifo-Dyas, einen ausgewiesenen Experten in Angelegenheiten des kriminellen Milieus. Da das zuständige Senatskomitee befürchtete, dass öffentlich geführte Verhandlungen mit einer kriminellen Gruppierung wie den Pykes deren Handlungen legitimieren und dadurch die Opposition gegen seine Kanzlerschaft im Senat noch weiter stärken konnten, ordnete Valorum strengste Geheimhaltung an und informierte nicht einmal den Jedi-Rat über sein Vorhaben. Er entsandte Sifo-Dyas gemeinsam mit seinem persönlichen Assistenten Silman nach Oba Diah, um dort in Gespräche mit dem Pyke-Syndikat einzutreten. Da sich allerdings kurz nach ihrer Ankunft eine Auseinandersetzung zwischen mehreren felucianischen Stämmen entwickelte, mussten die Gespräche verschoben werden. Obwohl die Pykes sein Shuttle kurz nach seinem Start in Dookus Auftrag abschossen und Sifo-Dyas so töteten, wurde in die offizielle Fallakte zu seiner Mission fälschlich aufgenommen, dass der Jedi-Meister auf Felucia gestorben sei. Valorum ordnete an, sämtliche weiteren Akten, die auf diesen Vorfall hindeuteten, unter Verschluss zu halten und mit einer hohen Sicherheitsstufe zu versehen.[8]

Naboo-Krise und Ruhestand[Bearbeiten]

Durch Padmé Amidalas Misstrauensvotum verlor Finis Valorum das Amt des Obersten Kanzlers.

Im Rahmen eines Wirtschaftsgipfels auf dem Planeten Eriadu kam es zu Ereignissen, die sich desaströs auf Valorums Popularität auswirkten. Der mit der Aufklärung der Geschehnisse betraute Wilhuff Tarkin, ein enger Vertrauter von Senator Palpatine, behinderte die Ermittlungen lange Zeit und beförderte so ein wachsendes Spannungsverhältnis zwischen Valorum und der Handelsföderation.[4] Valorum reagierte auf den Dissens mit dem Konglomerat und brachte die Resolution 31-814D in den Galaktischen Senat ein, ein Gesetzesvorhaben mit dem Ziel, die Freihandelszonen im Mittleren und Äußeren Rand zu besteuern und so die Profite der Handelskonzerne zugunsten der republikanischen Bürger einzudämmen. Die Vorlage fiel in eine Phase einer immer stärkeren Protesthaltung von Teilen der Bevölkerung gegenüber den Wirtschaftsverbänden und sollte so die Popularität des Kanzlers wieder steigern.[7] Allerdings ließ sich Valorum in einen privaten Skandal verwickeln, der seine Glaubwürdigkeit in der öffentliche Meinung zusätzlich unterminierte.[9] Der Stillstand der Ermittlungen um den Wirtschaftsgipfel beförderten den Eindruck der Handlungsunfähigkeit gegenüber dem Obersten Kanzler und führten zu weiteren Spannungen der Republik mit der Handelsföderation.[4] Aus Protest gegen die Besteuerung der Freihandelszonen errichteten Ringfrachter der Handelsföderation eine Handelsblockade um den Planeten Naboo.[2] Daraufhin begannen im Galaktischen Senat langwierige Debatten um die Rechtmäßigkeit dieser Aktion. Vizekanzler Mas Amedda wirkte dabei im Sinne seines insgeheimen Auftraggebers Palpatine hemmend auf den politischen Prozess ein und bewirkte so, dass sich die Diskussionen in immer größere bürokratische Komplikationen verstrickten. Die Unentschlossenheit des Gremiums und Valorums Unfähigkeit, einen Konsens zu vermitteln, ließen ihn wie von Palpatine beabsichtigt in der Öffentlichkeit geschwächt und nutzlos erscheinen und führten dazu, dass der Kanzler die Unterstützung zahlreicher einflussreicher Senatoren verlor.[1]

Um die Krise unabhängig von den langwierigen Debatten im Senat zu lösen, ersuchte Valorum insgeheim den Hohen Rat der Jedi um diplomatische Unterstützung. Der Jedi-Orden entsandte daraufhin den Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und seinen Padawan Obi-Wan Kenobi an Bord des republikanischen Konsularschiffs Radiant VII nach Naboo, um Verhandlungen mit Vizekönig Nute Gunray aufzunehmen, der die Blockade an Bord der Saak’ak persönlich überwachte. Allerdings wurden die Jedi bereits vor Beginn der Verhandlungen von Kampfdroiden angegriffen. Gunray ordnete daraufhin die Invasion des Planeten an. Es gelang Kenobi und Jinn, Padmé Amidala, die Königin des Planeten, aus der Gefangenschaft zu befreien und nach einem Umweg über Tatooine nach Coruscant zu bringen. Valorum nahm die Königin auf seiner persönlichen Startrampe in Empfang und berief für den nachfolgenden Tag eine Sondersitzung des Senats ein, um dabei die Besetzung von Naboo zu thematisieren. Allerdings verlor sich der Senat bereits während des Sachvortrags der Königin in bürokratischen Lappalien. Eine Verfahrensvorschrift zwang Valorum dazu, Amidala anzubieten, die Angelegenheit zu vertagen und die Besetzung von Naboo von einem Ausschuss untersuchen zu lassen.[2] Da Amidala Valorum persönlich für die ungehinderte Errichtung der Blockade und den Einmarsch der Droidenarmee der Handelsföderation verantwortlich machte,[1] stellte sie auf Anraten von Senator Palpatine hin den Antrag, ein Misstrauensvotum gegen Valorum in die Wege zu leiten. Der ohnehin politisch geschwächte Oberste Kanzler war von dem Antrag und der lautstark bekundeten Zustimmung der Delegierten geschockt.[2] Da er kaum noch über Rückhalt im Senat verfügte,[10] musste er sein nach der Abstimmung Amt niederlegen.[1] Zu den Unterstützern seiner Abwahl gehörte unter anderem Passel Argente, der Magistrat der Handelsallianz.[10] In der Folge begann der Wahlkampf um Valorums Nachfolge. Der Senat nominierte Senator Palpatine von Naboo sowie Bail Antilles, den Senatsvertreter von Alderaan, und Ainlee Teem von Malastare. In der Kanzlerwahl errang Palpatine den Sieg.[2] Er versprach öffentlich, entschlossener zu agieren als sein Vorgänger.[1]

Nach seiner Absetzung als Oberster Kanzler zog sich Finis Valorum in sein privates Anwesen auf Coruscant zurück und trat seinen Ruhestand an.[8] Seine privaten Skandale und das erfolgreiche Misstrauensvotum gegen seine Kanzlerschaft führten zu starken Einbußen des familieneigenen Valorum-Schifffahrtsunternehmens auf dem Planeten Eriadu, wodurch die Bergbau- und Transportgesellschaften der Familie Tarkin während der Separatistenkrise einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten.[4] Während der Klonkriege wandte sich der Jedi-Großmeister Yoda an Valorum, da der Jedi-Orden auf Oba Diahs Mond neue Hinweise über Sifo-Dyas’ Tod entdeckt hatte, jedoch nicht über die notwendigen Berechtigungen verfügte, um die vollständigen Akten über den Vorfall einzusehen. Valorum legte Yoda daraufhin die Hintergründe der Mission dar, die Sifo-Dyas kurz vor seinem Tod durchgeführt hatte. Valorums Schilderungen lenkten die Ermittlungen des Jedi-Ordens nach Oba Diah, wo die Jedi Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker herausfanden, dass die Sith in die Erschaffung der Klonarmee involviert gewesen waren.[8] Nach der Umformung der Republik in das erste Galaktische Imperium und Palpatines Rückzug aus der Öffentlichkeit diskutierte die coruscantische Bevölkerung kontrovers über den Führungsstil des neuen Imperators. Vielfach wurde der Wunsch nach einem Herrscher geäußert, der wie Palpatines Vorgänger Valorum repräsentative Aufgaben wahrnahm. Valorums Politik war auch in der imperialen Ära noch ein beliebtes Diskussionsthema.[4]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Finis Valorum galt als ein progressiver Politiker und Diplomat,[11] der meist redliche Absichten hegte, jedoch mangels mächtiger politischer Verbündeter kaum in der Lage war, seine Pläne umzusetzen.[10] Als Oberster Kanzler vertrat er meist die Interessen der Oberschicht, während er die Probleme der Unterschicht vernachlässigte.[6] Er genoss die Privilegien seiner Kanzlerschaft.[1] Allerdings scheute er sich davor, unwichtige Entscheidungen selbst zu treffen, sondern gab sie meist an seine Berater weiter.[7] In der Naboo-Krise bemühte er sich inständig darum, Königin Amidala im Senat zu unterstützen, musste sich jedoch den Verfahrensvorschriften unterwerfen. Als er aufgrund seiner fehlenden Durchsetzungskraft aus dem Amt gewählt wurde, war Valorum zunächst geschockt,[2] schloss aber kurz darauf mit der Politik ab und zog sich in den Ruhestand zurück.[8]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Valorum Portrait.jpg
Finis Valorum
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Volk:

Coruscanti[1]

Geschlecht:

männlich[2]

Hautfarbe:

Hell[3]

Haarfarbe:

Blond[4] (ergraut)[2]

Augenfarbe:

Blau[3]

Körpergröße:

1,83 Meter[2]

Biografische Informationen
Todesdatum:

14:9:19 auf Coruscant[5]

Heimat:
Familie:

Haus Valorum[7]

Beruf/Tätigkeit:
Organisation:

Galaktischer Senat[1]

Position:
Zugehörigkeit:

Galaktische Republik[7]

Finis Valorum (/'fi:nɪs vəlˈɔ:rʊm/)[10] war ein Jurist, Diplomat und Politiker, der dem einflussreichen Haus Valorum, einer der prägendsten Familien der galaktischen Geschichte. Bereits zu Beginn seiner Karriere bewies er sich als Justizbeamter auf dem abgelegenen Planeten Veccacopia, wo er eine Gruppe korrupter Beamter dingfest machte. Später wurde er zum Delegierten des Lytton-Sektors im Galaktischen Senat gewählt, wo er sich rasch den Ruf eines redlichen Politikers erarbeitete. Im Vorfeld des Stark-Hyperraum-Krieges behauptete Valorum seine liberalen Positionen gegen die immer stärker werdende Militaristenbewegung im Senat. Der Verrat des Eriaduners Ranulph Tarkin löste daraufhin eine Reihe von Schlachten auf Troiken aus, in denen Valorum eine Führungsrolle auf republikanischer Seite einnahm. Die Beilegung des Konflikts brachte Valorum in der Öffentlichkeit Sympathien ein, sodass er einige Jahre nach dem Krieg zum Obersten Kanzler gewählt wurde. Die fest verwurzelten korrupten Strukturen innerhalb des Senats erlaubten Valorum während seiner ersten Amtszeit nicht, dringend benötigte, groß angelegte Reformpläne umzusetzen. Trotz einer glanzlosen ersten Legislaturperiode wurde Valorum bei durch seine Wiederwahl im Amt bestätigt. Eine Reihe von Krisen während seiner zweiten Amtszeit, darunter der Yinchorri-Aufstand und die Malastare-Krise, die Valorum nur durch den Einsatz von Jedi oder privaten Sicherheitskräften lösen konnte, ließen ihn in der Öffentlichkeit schwach erscheinen.

Um die notleidenden äußeren Systeme der Republik wirtschaftlich zu sanieren brachte Valorum kurz vor dem Ende seiner Amtszeit eine Resolution zur Besteuerung der bisherigen Freihandelszonen im Mittleren und Äußeren Rand ein, deren Erträge zur Subventionierung entlegener Welten aufgewendet werden sollten. Während des zur Schlichtung zwischen Gegnern und Befürwortern des Besteuerungsvorhabens auf Eriadu ausgerichteten Wirtschaftsgipfels gelang trotz mehrerer Zwischenfälle durch terroristische Akte eine Übereinkunft, infolge derer der Senat die fiskale Resolution verabschiedete. Kurz nach der Senatsabstimmung über das Besteuerungsgesetz wurde Valorum öffentlich der Korruption beschuldigt. Der von dem Sith-Lord Darth Sidious zur Schwächung des Kanzlers inszenierte Skandal führte zwar mangels stichhaltiger Beweise nicht zu einer Verurteilung Valorums, schwächte seine politische Machtbasis allerdings nachhaltig und machte ihn im Senat handlungsunfähig. Als die Handelsföderation aus Protest gegen die Besteuerung der Handelsrouten eine Blockade um den Planeten Naboo errichtete, entsandte Valorum insgeheim die Jedi Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi, um die Krise zu lösen, während seine Bemühungen im Senat durch bürokratische Hindernisse blockiert wurden. Aufgrund seiner mangelnden Möglichkeiten, ihrem Volk zu helfen, erwirkte Königin Padmé Amidala von Naboo ein Misstrauensvotum im Senat, infolge dessen Valorum als Oberster Kanzler abgewählt wurde. In der Folge zog sich Valorum auf eines seiner Anwesen zurück und beobachtete Palpatine, seinen Nachfolger im Kanzleramt. Während der Klonkriege versuchte er, seinen Freund Senator Bail Organa von Alderaan, vor der Gefahr, die von Palpatine für dessen politische Feinde ausging, zu warnen. Infolge dessen wurde Valorum im Auftrag des Obersten Kanzlers von der Anzati Sajé Tasha ermordet. Valorums Warnungen führten zu einer Reihe von Gesprächen Organas mit der Senatorin Mon Mothma, aus denen nach der Umgestaltung der Republik in das Galaktische Imperium die Rebellion hervorging.

Biografie[Bearbeiten]

Politischer Aufstieg[Bearbeiten]

Finis Valorum, Abkömmling einer politischen Dynastie

Das Haus Valorum war in den letzten Jahrtausenden der Galaktischen Republik eine der galaxisweit einflussreichsten[1] und ehrenwertesten Familien.[7] Mit Tarsus Valorum stellte es den Urheber der Ruusan-Reform, die eine fast tausendjährige Periode pangalaktischen Friedens und Wohlstands einläutete.[11] In den über 900 Jahren seit der Kanzlerschaft von Tarsus Valorum nahmen insgesamt 30 Generationen des Hauses Valorum großen Einfluss auf die galaktische Politik[12] und brachten dabei zwei weitere Kanzler hervor, darunter Eixes Valorum.[13] Unter Ausweitung ihres großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einflusses in den Kernwelten[11] setzten sich Mitglieder der Familie für die Etablierung pädagogischer Standards[12] und die Abschaffung von Handelshemmnissen auf republikanischen Welten ein. Finis Valorums Eltern traten oftmals als Mäzene für die Finanzierung großangelegter Kunstprojekte auf. Da schon sein Vater eine erfolgreiche politische Karriere verfolgt hatte, galt es bereits in seiner Jugend als sicher, dass Finis Valorum ebenfalls eine Laufbahn im Galaktischen Senat einschlagen würde.[1] Bereits seit seiner Kindheit wurde Finis Valorum darauf vorbereitet, sich später um das Amt des Obersten Kanzlers der Galaktischen Republik zu bewerben,[14] obwohl er auch zahlreiche Angebote von einflussreichen Freunden seiner Familie für angesehene und gut bezahlte Positionen in ihren Unternehmen erhielt. Allerdings lehnte er die aussichtsreichen Offerten ab, da er sich anspruchsvolleren Aufgaben widmen wollte, um sich zu beweisen.[9] Nach seiner juristischen und diplomatischen Ausbildung[8] trat er eine Stelle als Richter auf dem Planeten Veccacopia an, einer abgelegenen kurz zuvor entdeckten Welt, die zu einem republikanischen Protektorat erklärt worden war. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern auf diesem Posten begnügte sich Valorum nicht damit, den Status Quo zu erhalten, sondern engagierte sich unter den schwierigen Bedingungen auf dem kaum erschlossene Planeten dafür, die Korruption in der Bevölkerung einzudämmen. Dabei fand er heraus, dass die von ihm zu Gefängnisstrafen verurteilten Cacops teilweise Doubles anheuerten, um die Haftstrafen für sie zu verbüßen. Da seine Justizkräfte nicht in der Lage waren, die Einheimischen auseinanderzuhalten, verfügte Valorum den Einbau von Retina-Scannern in die Justizvollzugsanstalten, um die Cacops voneinander zu unterscheiden und den Sträflingsaustauschen Einhalt zu gebieten. Dadurch war es ihm möglich, eine Gruppe korrupter einheimischer Beamte in der Justizverwaltung von Veccacopia zu enttarnen.[9]

Nachdem er wieder von Veccacopia abberufen worden war, trat Finis Valorum in die Republikanischen Polizeikräfte ein und diente als Truppentransporter-Pilot in den entlegenen Gebieten der Republik.[9] Später wurde er in das militärische Beratungsbüro des Obersten Kanzlers Kalpana berufen.[15] Später, kurz vor seinem 40. Geburtstag, zog Valorum von Coruscant auf den Planeten Spira, wo er sich erstmals um ein wählbares Amt bemühte.[6] Der gute Ruf und der Reichtum seiner Familie erleichterten ihm dabei den Sprung in die Politik und ebneten ihm den Weg zu seiner erfolgreichen Wahl zum Senator[1] des Lytton-Sektors. In der Folgezeit gelang ihm rasch[9] der Aufstieg in der politischen Hierarchie des Galaktischen Senats.[12] Binnen kurzer Zeit erarbeitete er sich den Ruf eines integeren Politikers mit einem Blick für das Wesentliche.[1] Allerdings machte er sich bereits zu diesem Zeitpunkt mächtige Feinde, während er auf der anderen Seite nur wenige dauerhafte politische Verbündete hatte.[9]

Der Stark-Hyperraum-Krieg[Bearbeiten]

Valorum und einige Jedi auf Troiken

Nach Ranulph Tarkins Ernennung zum Gouverneur-General und Senator seiner Heimatwelt Eriadu, trat der Politiker öffentlich für eine Wiederbewaffnung der Galaktischen Republik ein. Seine Forderungen trafen auf eine breite Zustimmung und hatten die Gründung militaristischer Aktionsbündnisse zur Folge. Da Finis Valorum die Motive des Eriaduners für gefährlich hielt, positionierte er sich als entschiedener Gegner von Tarkins radikalen Ansichten.[16] Im Jahr 44 VSY gaben die Vratix von Thyferra vor, dass eine der zwei größten Bacta-Produktionsanlagen auf ihrer Welt abgebrannt sei. Tatsächlich wurden jedoch lediglich geringe Mengen verschifft und die Überproduktionen zurückgehalten. Die daraus folgende galaxisweite Bactaknappheit bescherte der Föderation und den Vratix große Gewinne.[4] Auf Veranlassung von Darth Sidious[16] begann der Unternehmer Iaco Stark gemeinsam mit einem Bündnis aus Piraten und Söldnern, dem Stark-Handelskombinat, damit, Bacta-Lieferungen der Handelsföderationen zu kapern und zu einem günstigeren Preis weiterzuverkaufen. Die Handelsföderation forderte die Galaktische Republik daraufhin in einer Sondersitzung des Senats dazu auf, den Schutz ihrer Bacta-Frachter zu gewährleisten oder ihr andernfalls zumindest eine Aufstockung ihrer Droidenarmee zu gestatten.[4] Ranulph Tarkin erneuerte daraufhin seine Forderung nach der Gründung einer republikanischen Armee und bat das Plenum um ein aggressives Vorgehen gegen das Stark-Handelskombinat.[1] Daraufhin warnte Valorum den Senat vor einer Wiederbewaffnung der Republik und forderte, stattdessen die Ursachen des Konflikts zu beseitigen.[4] In der Hoffnung, den Konflikt durch Anhörung beider Streitparteien ausreichend analysieren und mit der Hilfe der Jedi zur Beilegung bringen zu können,[1] schlug Valorum daraufhin einen diplomatischen Gipfel auf dem Planeten Troiken vor.[16] Im Anschluss an die Sitzung traf sich Valorum mit einer Delegation des Jedi-Rats, darunter die Jedi-Meister Yoda, Mace Windu, Tyvokka, Plo Koon und Adi Gallia, in seiner Residenz, um den bevorstehenden Gipfel vorzubereiten. Dabei äußerte der Wookiee Tyvokka den Verdacht, dass die vorherrschende Bacta-Knappheit vorsätzlich von den beteiligten Unternehmen verursacht worden war, um ihre Gewinne zu steigern. Um diesen Ansatz weiterzuverfolgen, entsandte der Rat die Jedi Tholme und Quinlan Vos nach Thyferra, während Valorum gemeinsam mit Adi Gallia, Tyvokka, Plo Koon, Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi an Bord eines Consular-Klasse Raumkreuzers nach Troiken aufbrach. Zeitgleich vereinbarte Valorums politischer Gegner Ranulph Tarkin mit Nute Gunray, dem Verhandlungsführer der Handelsföderation, das Stark-Handelskombinat mit einer insgeheim ausgehobenen Flotte zu zerschlagen, sobald der Gipfel begonnen hatte.[4]

Kurz nach der Ankunft von Valorums Delegation auf Troiken erreichte auch Iaco Stark den Konferenzsaal. Noch vor dem Beginn von Verhandlungen versuchten Starks Begleiter, seine Verhandlungspartner als Geiseln zu nehmen. Als Vorwand für sein Handeln schob er Ranulph Tarkins Ambitionen, seine Organisation militärisch zu zerschlagen, vor. Starks Helfer sabotierten den Leitstrahl, über den Gunray Tarkin über den Beginn des Treffens informiert hatte, mit einem Computervirus, das die Navigationscomputer sämtlicher republikanischer Schiffe befiel und einen großen Teil von Tarkins Flotte durch Sternenkollisionen und andere Navigationsfehler zerstörte. Als die Jedi auf Initiative Tyvokkas versuchten, aus ihrer Umzingelung durch Starks Kämpfer auszubrechen, erteilte Nute Gunray seinen Sicherheitsdroiden einen missverständlichen Befehl, infolge dessen sie neben einigen Piraten auch die Jedi beschossen und dabei Tyvokka lebensgefährlich verletzten. Nachdem sich die Piraten aus dem Konferenzraum zurückgezogen hatten, flohen die Jedi mit Valorum und Gunray an Bord des ConsularKreuzers. Von dort aus kontaktierte Valorum Tarkins Flaggschiff, die Invincible. Er riet dem Eriaduner auf Empfehlung Qui-Gon Jinns, seine verbliebenen Truppen gemäß dem Lycinder-Plan vor dem Mount Avos im Hormick-Gebirge zu landen, um sich dort neu zu formieren und in eine verlassene Gewürzmine zurückzuziehen. Obwohl sich Tarkin zunächst weigern wollte, Befehle von Valorum entgegenzunehmen, sah er nach einem schweren Hüllentreffer an der Invincible ein, dass er die Raumschlacht verloren hatte und erteilte die entsprechenden Evakuierungsbefehle. Anschließend begaben sich Valorum, Gunray und die Jedi ebenfalls zu den Tarkin zugewiesenen Koordinaten. Während des Fluges nahm ein Sternenjäger des Stark-Handelskombinats den republikanischen Consular-Kreuzer unter Beschuss, bis es den Jedi gelang, den Piloten mithilfe einer Macht-Illusion zum Abdrehen zu bringen. Nach ihrer Ankunft am Fuße des Mount Avos zogen sie sich gemeinsam mit Tarkins Truppen unter schwerem Feindbeschuss in die Gewürzminen zurück. Entgegen Tarkins Vorschlag, vor Starks Truppen zu kapitulieren, setzte Valorum durch, dass sich die republikanischen Streitkräfte in dem vor orbitalem Bombardement sicheren Berg verschanzten und sich aus dieser Position vor den Soldaten des Handelskombinats verteidigten. Nach einem mehrstündigen Gefecht beriet sich Valorum mit den Jedi und Tarkin über das weitere Vorgehen. Sie einigten sich darauf, einen Ausfallangriff auf die Truppen des Stark-Handelskombinats auszuführen, um es Qui-Gon Jinn, Obi-Wan Kenobi und Adi Gallia zu ermöglichen, ein Schiff aus Starks Flotte zu stehelen, mit dem sie Valorum und Gunray nach Coruscant bringen konnten. Dort sollte Valorum den Senat dazu überzeugen, Starks Forderungen zu dessen Übernahme des intergalaktischen Handels nicht nachzugeben, sondern stattdessen Hilfe nach Troiken zu entsenden, um die verbliebenen Truppen der Republik zu befreien.[4]

Mit der Hilfe der Jedi Tholme und Quinlan Vos gelang es Adi Gallia, Valorum und Gunray an Bord von Starks persönlichem Raumschiff zu bringen und Troiken zu verlassen. Kurz nachdem das Schiff im Coruscant-System aus dem Hyperraum gefallen wir, lösten einige von Stark an Bord angebrachte Sprengfallen aus, die die Pilotin töteten und den Transporter zu vernichten drohten. Es gelang Valorum, Gallia und Gunray, das Schiff kurz vor seiner Explosion in Rettungskapseln zu verlassen. Nachdem Sicherheitskräfte die Kapseln aus dem All geborgen und Valorum seine Identität ihnen gegenüber verifiziert hatte, ersuchte Valorum den Senat um eine Anhörung. Es gelang ihm durch seine Rede, das Gremium davon abzubringen, auf Starks Forderungen einzugehen, jedoch weigerte sich die Regierung, Hilfe nach Troiken zu entsenden, da Tarkin und seine Anhänger aufgrund ihres Verrats nicht als schützenswert erachtet wurden. In einer anschließenden Unterredung mit Adi Gallia und Mace Windu entschuldigte sich der Senator für seinen Teilerfolg uns sprach dem Jedi-Orden sein Bedauern über den drohenden Verlust von Plo Koon aus. Indem der Jedi-Rat mit der Handelsföderation kooperierte und Koon durch die Macht dazu anwies, Stark, dessen Verbündete seine Position fortwährend untergruben, zum Überlaufen zu bringen, gelang die Befreiung der eingeschlossenen Truppen. Lediglich Ranulph Tarkin starb in der Gewürzmine, als er grundlos versuchte, die Streitkräfte des Handelskombinats in den Stollen mithilfe einer Sprengladung zu töten.[4] Obwohl sich Valorums Einschätzung, die Krise durch diplomatische Gespräche lösen zu können, im Nachhinein als Fehlschlag erwiesen hatte, deklarierte er die Lösung des Konflikts im Nachhinein öffentlich als sein Verdienst und stärkte so seinen Status innerhalb des Galaktischen Senats erheblich.[1] Infolge des Stark-Hyperraum-Krieges entstand eine enge Freundschaft zwischen Valorum und der Jedi-Meisterin Adi Gallia.[1] Die Tholothianerin entstammte einer hochrangigen Diplomatenfamilie und setzte fortan ihre gute Beziehungen in die politischen Kreise von Coruscant dazu ein, um Valorum Informationen über seine politischen Gegner zu beschaffen.[7]

Wahl zum Obersten Kanzler[Bearbeiten]

Im Anschluss an den Stark-Hyperraum-Krieg unterstützten die einflussreichen Familien Tarkin Kalpana[13] Valorums Bewerbung um das Amt des Obersten Kanzlers. Im Gegenzug für die Untestützung der Familie Tarkin im Wahlkampf ernannte Valorum Ranulph Tarkin nach seiner Amtseinführung postum zum „Helden von Troiken“. Die öffentliche Glorifizierung des erklärt militaristischen Senators brachte extremistischen Gruppierungen innerhalb der Republik großen Rückhalt ein.[11] Im Jahr 40 VSY wurde Valorum für die Wahl zum Obersten Kanzler nominiert. Seine Feinde hielten ihn für gut kontrollierbar und unterstützten seine Wahl daher. Seine Verbündeten empfanden Valorum dabei als den einzigen profilierten Kandidaten aus einer Gruppe unscheinbarer Bewerber.[9] Seine Verdienste während des Stark-Hyperraum-Krieges erwiesen sich als einer der Hauptgründe für den Ausgang der Wahl zu seinen Gunsten.[1] Trotz seiner Wahl mit einer großen Mehrheit wurde Valorums Wahl zum Staatsoberhaupt in der Öffentlichkeit nicht als ein Triumph empfunden, da ihn das Volk abgesehen von seinem Familiennamen kaum kannte.[17] Stattdessen fielen die Reaktionen eher gemischt aus.[18] Auf Valorum lastete der Ruf fehlenden Charismas, wodurch seine Popularität innerhalb des Senats sank.[9] Wie zahlreiche seiner Vorgänger kündigte Valorum in seiner Antrittsrede an, der grassierenden Korruption und immer träger werdenden Bürokratie im Senat Einhalt zu gebieten.[1] Der Politiker genoss die Privilegien – darunter seine prunkvollen Amtsrobe aus Vedatuch –, die mit dem Amt als Staatsoberhaupt einhergingen.[14] Diese hädonistische Einstellung bewirkte allerdings, dass er bei der einfachen Bevölkerung rasch unbeliebt wurde.[14] Durch seine Wahl führte er zwar als viertes Staatsoberhaupt seiner Familie[13] eine stolze Familientradition fort,[19] jedoch brachten ihm der Einfluss und das Ansehen des Hauses Valorum den Vorwurf ein, seine Ämter nur aufgrund persönlicher Beziehungen und nicht dank seiner besonderen Eignung erlangt zu haben.[20] Rasch wurde er zu einem Sinnbild für die mangelnde Nähe der Delegierten zum Volk und den daraus folgenden langsamen Zerfallsprozess des politischen Systems,[7] das an der schieren Größe seines Verwaltungsapparats zu zerbrechen drohte.[19] Wie seine Vorgänger hielt Valorum jährlich eine Ansprache zur Lage der Republik.[13]

Bereits zu Beginn von Valorums Amtszeit begann die Tarkin-Familie damit, manipulativ auf Valorum einzuwirken.[12] Daher gelang es einer Gruppe militaristischer Politiker, die Einrichtung der Katana-Flotte durchzusetzen, einem Kampfverband von 200 Dreadnaught-Kreuzern, die durch ihr besonderes Pilotsystem miteinander verbunden waren und daher nur einen minimale Rumpfbesatzung benötigten. In der Folge sah sich Valorum den Forderungen zahlreicher bislang liberal eingestellter Senatoren ausgesetzt, die für eine höhere Kontrolldichte in den äußeren Sektoren und eine stärkere Reglementierung der Wirtschaft eintraten. Kurz nach dem Ende des Stark-Hyperraum-Krieges griff der Kriegsherr Mustag Olus auf Sidious’ Veranlassung mit einer Droidenarmee republikanische Schiffe im Kol-Huro-System an, bevor er von einer Eingreiftruppe des Jedi-Ordens zurückgeschlagen wurde. Valorum wurde in der Folge angelastet, die Sicherheit der Republik durch die Weigerung, ein stehendes Militär einzurichten, zu gefährden.[11] Sein Bestreben, sämtliche Ursachen eines Problems ausräumen zu wollen, führte oftmals dazu, dass er sich in unwichtigen Detailfragen verlor. Seine mangelnde Entschlossenheit bei der Wahl seiner Maßnahmen bewirkte, dass ihn die meisten Senatoren bald als eine ohnmächtige politische Marionette betrachteten.[1] Zur Lösung von Krisen setzte er meist auf die Kompetenz von Mitgliedern des Jedi-Ordens und ordnete vermehrt Einsätze der Jedi Obi-Wan Kenobi und Qui-Gon Jinn an[17] Durch seine häufigen Besuche der Oper von Coruscant löste Valorum einen Trend aus, in die Oper zu gehen.[21] Die akrobatischen Künste der Frenk-Artistin Twazzi beeindruckten Valorum, sodass er sie öffentlich für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten belobigte.[22] Infolge einer Überjagung von Rikknit zur Produktion der Droge Ji Rikknit geriet die Tierart auf dem Planeten Neu-Plympto an den Rand des Aussterbens. Nachdem Bestrebungen, die Tiere in Gefangenschaft nachzuzüchten, fehlgeschlagen waren, erließt Valorum ein Gesetz, das den Export von Ji Rikknit als illegal ächtete und die Rikknit zu einer geschützten Art erklärte. Zahlreiche einheimische Nosaurianer sahen sich durch Valorums Dekret dazu gezwungen, zu Wilderern zu werden. Durch den Wegfall eines Hauptexportprodukts von Neu-Plyympto verfiel der Planet in der Folge in eine wirtschaftliche Depression.[23]

Im Jahr 37 VSY empfingen Valorum und Sei Taria die Baroness Omnino, die Herrscherin des Planeten Vena, auf Coruscant, um mit ihr über den Beitritt ihrer Welt zur Republik zu verhandeln. Da bekannt war, dass die Vena-Isolationisten beabsichtigten, ein Attentat auf die Baroness zu verüben, bot Valorum ihr an, Angehörige des Jedi-Ordens als Geleitschutz zu entsenden, was die Machthaberin jedoch ablehnte. Nach der Landung ihres persönlichen Schiffs, der Benevolent III, auf der Landeplattform des Senats, versuchte ein als Senatsgardist verkleideter Attentäter, die Baroness zu erschießen. Es gelang dem ebenfalls als Gardist getarnten Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und seinem Padawan Obi-Wan Kenobi jedoch, Omnino vor dem Beschuss zu töten. Obwohl die Baroness den Jedi-Meister daraufhin in einen Streit verwickelte, da es ihm nicht gelungen war, ihren Wachmann vor dem Beschuss zu retten, forderte sie Valorum später dazu auf, Qui-Gon Jinn als ihren persönlichen Beschützer während ihrer Zeit auf Coruscant anzufordern, sodass sich der Oberste Kanzler an den Jedi-Rat wandte. Valorum stimmte einer Verschiebung der Verhandlungen mit Omnino auf den Folgetag zu, bis der Sohn der Baroness ebenfalls auf Coruscant eingetroffen war, und organisierte eine Führung der Herrscherin durch den Holografischen Zoo für ausgestorbene Tierarten. Während der Führung erhielt Valorum in seinem Büro eine Nachricht von einer republikanischen Raumstation, der zufolge das Schiff von Omninos Sohn Sando einen Notruf aus dem Glanzjuwel-Sternhaufen weit abseits der eigentlichen Reiseroute aufgefangen hatte, und begab sich in der Holografischen Zoo, um Omnino darüber zu informieren. Die Baroness bestand darauf, dass anstelle eines ihr unbekannten Rettungstrupps Qui-Gon Jinn und Kenobi nach ihrem Sohn suchen sollten. Nach der Abreise der Jedi übernahm Omnino mithilfe eines Geräts die Kontrolle über die Gedanken von Valorum und seinen Leibwachen und zwang ihn dazu, das Beitrittsgesuch ihres Planeten zur Republik zu bewilligen. Anschließend brachte sie ihn an Bord der Benevolent III und ließ das Schiff nach Ord Mantell fliegen. Dort traf sie auf Jinn und Kenobi, denen es gelungen war, die Verschwörung, die die Baroness auf dem Planeten gegen den Jedi-Orden und die Republik aufgebaut hatte, aufzudecken. Sie drohte, Valorum von seinen Leibwachen erschießen zu lassen, wenn sich die Jedi ihr nicht ergaben. Indem Jinn vortäuschte, sich der Baroness anschließen zu wollen, konnte er Omnino überraschen und köpfte sie mit seinem Lichtschwert, wodurch ihre Gedankenkontrolle gegenüber Valorum und allen anderen Umstehenden aufgehoben wurde. Im Anschluss an die Ereignisse auf Ord Mantell leitete Valorum Ermittlungen des Senats auf Vena und Ord Mantell in die Wege, um den genauen Hergang von Omninos Verrat an der Republik und den Jedi zu untersuchen.[24]

Wiederwahl[Bearbeiten]

Nach einer glanzlosen ersten Amtszeit bewarb sich Valorum im Jahr 36 VSY um eine zweite Amtszeit. Da es keinen ernstzunehmenden Herausforderer gab und ihn seine Gegner für schwach genug hielten, um im Senat ihre eigenen Agendas durchzusetzen,[18] gewann Valorum seine Wiederwahl mit einer knappen Mehrheit.[9] Direkt nach der Wahl begannen oppositionelle Kräfte der Rand-Fraktion mit der Kandidatensuche für die folgende Wahl, um einen starken Bewerber präsentieren zu können. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde Senator Palpatine von Naboo oftmals mit einer Bewerbung um die Kanzlerschaft in Verbindung gebracht,[17] wenngleich Ainlee Teem von Malastare als Favorit für die Nachfolge Valorums galt.[13] In Fragen der Tagespolitik verließ sich Valorum seit dem Beginn seiner zweiten Amtszeit verstärkt auf die Einschätzungen seines Vertrauten Palpatine, der hohes Ansehen innerhalb des Senats genoss. Dadurch ermöglichte er es dem Senator, bei dem es sich tatsächlich um den Sith-Lord Darth Sidious handelte, ihn immer weiter zu manipulieren, sodass Valorums Entscheidungen Palpatines Bestrebungen zugute kamen.[1] Der Kanzler wurde dabei zunehmend dazu gedrängt, seine persönlichen Prinzipien der Bürokratie und Geschäftsordnungen unterzuordnen.[7]

Im Jahr 34 VSY führte ein Streit um die Verteilung von Exportgütern zur Entstehung der Malastare-Krise zwischen der Firmenallianz und den Dugs von dem Planeten Malastare, dessen Treibstoff in die gesamte Galaxis ausgeliefert wurde. Als der Konzern sikurdianische Piraten damit beauftragte, die Treibstofftanker ihres Vertragspartners zu kapern, eskalierte der Konflikt. Um eine Einigung zugunsten der Allianz zu erzwingen versammelte Admiral Trench eine Firmenflotte aus Zerstörern der Fächerschwanz-Klasse und sikurdianischen Söldnern und errichtete eine Blockade bei Malastare Narrows. Zunächst versuchten die Dugs, den Konflikt diplomatisch beizulegen, bevor sich die Regierung von Malastare angesichts der Weigerung der Firmenallianz, in Verhandlungen einzutreten, an Finis Valorum wandte und ihn um eine Intervention bat. Valorum fürchtete jedoch, dass die Firmenallianz in einem offenen Gefecht gegen die Galaktische Republik gewinnen könnte, da die zuständigen Dustig Sector Forces durch die Korruption ihrer Mitglieder und der Vernachlässigung durch die Regierung geschwächt waren. Daher zögerte er in der Öffentlichkeit, Malastare in dieser Angelegenheit zu unterstützen. Im Geheimen bat er die benachbarten Sektoren Tyus und Var Hagen um Hilfe und überwies Credits nach Malastare, damit die Dugs Söldner zu ihrer Unterstützung anwerben konnten. Außerdem entsandte er militärische Beobachter, darunter den Jedi-Meister Kep-She und den Offizier Wullf Yularen, die offiziell die Entwicklung der Situation verfolgen, insgeheim aber einen Militärschlag gegen Trench vorbereiten sollten.[16]

Zu Beginn des Jahres 33 VSY organisierte Darth Sidious durch seinen Mittelsmann Vilmarh Grahrk eine militärische Expansion der Yinchorri, einer aggressiven Spezies von dem Planeten Yinchorr. Dadurch beabsichtigte er, den Jedi-Orden und Valorums Regierung zu schwächen und mit den Yinchorri zugleich eine mögliche Gefahr für seinen Plan zur galaxisweiten Machtübernahme zu eliminieren. Nachdem die Yinchorri die Golden-Nyss-Schiffswerften überfallen und eine große Zahl an Schiffen erbeutet hatten, wurde der Vorfall in einer Sitzung des Galaktischen Senats diskutiert. Finis Valorum bat daraufhin den Jedi-Meister Mace Windu darum, eine Gruppe von Jedi zu entsenden, um den Angriff der Yinchorri zu untersuchen. Die von Windu ohne Kenntnis des Rates nach Yinchorr geschickten Jedi Naeshahn und Ebor Taulk wurden während ihrer Mission getötet.[25] Die Yinchorri schickten ihre entstellten Leichen zurück nach Coruscant und ließen sie in Valorums Büro bringen. Der Oberste Kanzler ließ daraufhin eine Sondersitzung des Senats ansetzen, um das weitere Vorgehen in der Angelegenheit zu diskutieren. Im Vorfeld der Sitzung entsandte der Jedi-Orden eine größere Gruppe von Jedi nach Yinchorr, um die für den Tod ihrer Ordensbrüder verantwortlichen Kriegstreiber zu finden und zu bestrafen. Tags darauf brachte Valorum eine Resolution in den Senat ein, die es ihm erlauben sollte, private paramilitärische Kampfgruppen anzuwerben, um die Blockade über Yinchorr durchzusetzen. Obwohl der Oberste Kanzler die Senatoren dazu ermahnte, den Einsatz solcher Privatstreitkräfte nicht als Präzedenzfall für künftige Entscheidungen in ähnlichen Fragen anzusehen, entfachte er durch seinen Vorschlag eine Debatte über die Wiedereinführung eines pangalaktischen republikanischen Militärs. Valorum beendete die Diskussion nach kurzer Zeit und trat für den weiteren Bestand der Ruusan-Reformen ein.> Gegen Ende der Sitzung schlug Valorum erstmals vor, die Freihandelszonen im Mittleren und Äußeren Rand zu besteuern, um die entlegenen Systeme mit dem zusätzlichen Budget finanziell zu unterstützen. Nachdem zahlreiche Senatoren damit begonnen hatten, lautstark gegen den Vorschlag zu protestieren, brach Valorum die Sitzung ab, da sie ergebnislos im Chaos zu enden drohte.[13]

Einige Tage nach der Sondersitzung nahm Valorum an einer Abendgesellschaft teil, zu der Palpatine in seinem Appartement im Republica 500 geladen hatte. Er nutzte die Einladung dazu, um bei Palpatine und seinen Gästen für seine Resolution zur Lösung der Yinchorri-Krise zu werben. Nachdem er sich Palpatines Unterstützung zugesichert hatte,[13] versuchte der Oberste Kanzler, unentschlossene Politiker wie Tikkes, Onaconda Farr, und Yarua durch weitreichende Zugeständnisse und ihm noch aus früherer Zeit schuldige Gefälligkeiten von seinem Vorhaben zu überzeugen. Gegen den Widerstand zahlreicher Senatoren verabschiedete der Galaktische Senat Valorums Resolution mit knapper Mehrheit. Der Oberste Kanzler informierte den Jedi-Orden über den Beschluss und war bei der Verabschiedung der Truppen nach Yinchorr anwesend. Obwohl die Krise durch den Einsatz der von Valorum beauftragten Privatstreitkräfte gelöst wurde,[25] bestärkte die Ohnmacht des Obersten Kanzlers, die Krise ohne ein Eingreifen der Jedi und zusätzliche Kampftruppen zu beenden,[11] seine Kritiker in ihren Vorwürfen gegen den Kanzler.[17] Obwohl er durch seine Resolution Entschlossenheit demonstriert hatte,[13] wurde die Krise vielfach als ein entscheidender negativer Wendepunkt seiner Kanzlerschaft angesehen.[17] Da er für die Lösung des Konflikts sämtliche ihm noch zustehenden Gefälligkeiten unter den Senatoren eingefordert hatte, galt ein Sturz des Kanzlers über der nächsten größeren Krise als wahrscheinlich, da der Senat mehr und mehr das Vertrauen in Valorum verlor.[13]

Wirtschaftsgipfel auf Eriadu[Bearbeiten]

Valorum spricht mit den Jedi Mace Windu und Yoda.

Bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit gelang es Valorum nicht, die Teilnahmslosigkeit des Senats zu durchbrechen und großangelegte Reformen zu verabschieden, sodass sein politischer und öffentlicher Rückhalt immer weiter schwand.[26] Da der Republik die Kontrolle über die Randsektoren zu entgleiten drohte und die Funktionstüchtigkeit der Zentralregierung auf Coruscant zugleich durch massive Korruption der Senatoren torpediert wurde, befürchtete Valorum einen Zusammenbruch des politischen Systems. Nachdem Terroristen der Nebelfront gegen Ende des Jahres 33 VSY die Rendite, einen mit Aurodium beladenen Ringfrachter der Handelsföderation, bei Dorvalla überfallen und zerstört hatten, traf sich der Oberste Kanzler mit seinem Vertrauten Palpatine, um seinen Rat für ein weitere Vorgehen einzuholen. Nachdem ihm Palpatine Details über den Vorfall geschildert hatte, berieten beide über Möglichkeiten, die Sicherheit in den Randgebieten der Republik weiterhin zu gewährleisten.[21] Dabei schlug Palpatine vor, der Handelsföderation eine Aufstockung ihrer Droidenarmeen zu gewähren und im Gegenzug die bisherigen Freihandelszonen im Mittleren und Äußeren Rand zu besteuern,[9] um die großen finanziellen Schulden der Galaktischen Republik abzubezahlen[26] und die stetig mächtiger werdende Handelsföderation einer stärkeren Kontrolle durch den Senat zu unterwerfen.[9] Obwohl Valorum dem Vorhaben zunächst skeptisch gegenüberstand, da er eine Schmutzkampagne aller Wirtschaftskonglomerate mit der Lizenz zum Handel in den Freihandelszonen befürchtete, gelang es Palpatine, den Obersten Kanzler von seiner Idee zu überzeugen. Am folgenden Abend begab sich Valorum in die Oper von Coruscant,[21] in der seine Familie seit 500 Jahren über eine Privatloge verfügte,[1] um der Oper Die kurze Herrschaft der Zukunftsgeister beizuwohnen. Tags darauf schlug Valorum dem Senat die Besteuerung der Freihandelszonen im Austausch für eine Genehmigung weiterer Handelsföderations-Droidenarmeen vor. Auf Vorschlag von Palpatine unterbrach Valorum die darauf folgende Diskussion über Für und Wider der Reform und beraumte einen Wirtschaftsgipfel auf dem Planeten Eriadu an, im Zuge dessen die Entscheidung über das Vorhaben getroffen werden sollte. Nach dem Ende der Sitzung verließ Valorum das Senatsgebäude, um in seinem privaten Büro seine Termine wahrzunehmen. Allerdings wurden er und seine Leibwachen vor dem Gebäudekomplex von Attentätern der Nebelfront angegriffen. Es gelang den Senatswachen gemeinsam mit den am Schauplatz des Anschlags anwesenden Jedi Adi Gallia und Qui-Gon Jinn, die Terroristen zu besiegen, jedoch traf einer ihrer Schüsse Valorum und brachte ihm eine Verletzung bei. Daraufhin wurde Valorum in das Medizentrum des Senatsgebäudes gebracht. Dort wurde er von Palpatine besucht, der dem Obersten Kanzler zu bedenken gab, dass ein weiteres solches Attentat im Rahmen des kommenden Wirtschaftsgipfels auf Eriadu seine Autorität als Kanzler untergraben und die Positionen seiner Gegner stärken würde. Daher kam Valorum mit dem Senator darüber überein, dem Senat den Einsatz von Mitgliedern des Jedi-Ordens als zusätzliche Sicherheitskräfte auf Eriadu vorzuschlagen.[21] Seine Entschlossenheit, die Konferenz trotz aller drohenden Gefahren und erhöhter Sicherheitsbedenken dennoch auszurichten, stärkte seine Position als Oberster Kanzler in der öffentlichen Wahrnehmung.[1]

Als Valorums Verletzung ausgeheilt war, lud er die Jedi Yoda und Mace Windu in sein Büro ein. Während der Unterredung informierte er sie über die Flucht einiger Angehöriger der Nebelfront auf die abgelegene Welt Asmeru im Senex-Sektor. Im Namen des Senats bat er die Jedi-Meister darum, einige Ordensbrüder nach Eriadu zu entsenden, um während des Wirtschaftsgipfels für seinen Schutz und den der übrigen Delegierten zu sorgen. Als eine Gruppe von Jedi und Vertretern des Justizministeriums von der Nebelfront auf Asmeru gefangen genommen wurden, erwog Valorum, den kurz bevorstehenden Handelsgipfel auf Eriadu zu verschieben, um den Jedi Zeit für eine Befreiungsaktion zu verschaffen. Allerdings verwarf er die Idee auf Palpatines Anraten, um nach außen Autorität zu demonstrieren. Er entschied sich dazu, dem Hohen Rat der Jedi die Entscheidung über das weitere Vorgehen auf Asmeru zu überlassen. Yoda und Adi Gallia beschlossen daraufhin, zehn der zum Schutz des Gipfels abgestellten Jedi mit einigen Justizkräften von Eriadu abzuziehen und für eine Rettungsmission nach Asmeru zu entsenden. Anschließend reiste Valorum unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nach Eriadu. Dort stellte ihm der planetare Gouverneur Wilhuff Tarkin seine Familienresidenz als Unterkunft zur Verfügung. Kurz nach seiner Ankunft auf der Randwelt gelang es den Jedi auf Asmeru, sich zu befreien. Da sie über Beweise für einen geplanten Anschlag der Nebelfront auf Valorum hatten, baten Qui-Gon Jinn und Adi Gallia den Obersten Kanzler, seine Eröffnungsrede für den Gipfel so lange auszusetzen, bis die Attentäter gefasst waren. Um seinen Widersachern kein weiteres Zeichen der Schwäche zu liefern, weigerte sich Valorum, den Beginn der Konferenz noch weiter hinauszuzögern, sondern begab sich auf einer zufällig berechneten Route zur Seswenna-Halle, dem Tagungszentrum. Während des Anflugs von Valorums Eskorte auf das Konferenzgebäude inszenierte die Nebelfront ein Ablenkungsmanöver und griff den Konvoi an. Zwar gelang es einer Gruppe von Jedi unter Qui-Gon Jinns Führung, die mit Raketenwerfern bewaffneten Attentäter zu besiegen, jedoch verschaffte die Aktion den Operateuren der Nebelfront im Inneren des Gebäudekomplexes genug Zeit, um in der Seswenna-Halle einen Anschlag auf das Direktorat der Handelsföderation zu verüben. Die kuatischen Funktionäre, die durch einen Schildgenerator vor dem Beschuss durch einen Scharfschützen geschützt waren, wurden getötet, nachdem der Terrorist Havac den Kommandanten ihrer Sicherheitsdroiden innerhalb des Kraftfelds mithilfe einer Fernbedienung dazu umprogrammiert hatte, sich mit den übrigen Droiden gegen die Direktoratsmitglieder zu wenden. Als Folge des Attentats verkürzte Valorum den Wirtschaftsgipfel, gab aber dennoch allen Parteien die Möglichkeit, ihre Argumente vorzutragen.[21] Die Ermordung der Direktoratsmitglieder führte dazu, dass Valorums Vorschläge zur Besteuerung der Handelsrouten zahlreiche neue Unterstützer unter den Delegierten fanden,[1] zugleich aber auch die Sympathien für die Handelsföderation in der öffentlichen Wahrnehmung wuchsen.[21] Nach der einmonatigen Konferenz gelang es Valorum, eine Mehrheit der Delegierten für seinen Vorschlag zu gewinnen.[1] Er brachte die Gesetzesvorlage einen Monat nach dem Ende der Konferenz zur Abstimmung in den Senat ein,[21] der das Besteuerungsvorhaben als Senatsresolution BR-0371 verabschiedete.[26] Der Erlass der Resolution stellte einer der wenigen politischen Erfolge während seiner Kanzlerschaft dar.[1]

Korruptionsskandal[Bearbeiten]

Bereits im Vorfeld des Wirtschaftsgipfels auf Eriadu hatte Senator Palpatine insgeheim dafür gesorgt,[13] dass insgesamt zwei Milliarden Credits[17] in von der Nebelfront über Dorvalla gestohlenem Aurodium über ein Nummernkonto der Bank von Aargau auf Konten von Valorums Verwandten auf Eriadu geleitet[27] und in das familieneigene Unternehmen Fracht- und Transportdienste Valorum investiert wurden.[13] Seine starke Fürsprache für das Besteuerungskonzept führten zu Gerüchten, dass er durch die Resolution insbesondere seinen eigenen Reichtum vergrößern wollte.[28] Durch einige von Palpatines Berater Sate Pestage im Computer des Twi’lek-Senators Orn Free Taa platzierte Hinweise fand der Politiker, der zugleich Mitglied des Zuteilungsausschusses und des Bewilligungsausschusses war, heraus, dass das Unternehmen der Valorums der größte Profiteur einer Besteuerung der Handelsrouten sein würde. Dabei deckte er auch den Zustrom der zwei Milliarden Credits zu dem Unternehmen auf und begann weitere Recherchen, die jedoch an seinem fehlenden Zugriff auf interne Finanzdatenbanken scheiterten. Daher wandte er sich an Bail Antilles, den Vorsitzenden des Internen Aufsichtsausschusses, der über die entsprechende Berechtigung dazu verfügte, und trug ihm die Ergebnisse seiner Nachforschungen vor. Antilles verfolgte daraufhin die Zahlungen bis nach Coruscant zurück und ermittelte dabei, dass die in Aurodiumbarren eingezahlte Einlage exakt der Zahl der über Dorvalla erbeuteten Barren entsprach. Kurz nach Valorums Pressekonferenz zu dem erfolgreichen Senatsvotum über die Besteuerung der Freihandelszonen überbrachte Antilles dem Kanzler eine Vorladung zu einer Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof und konfrontierte ihn mit dem Vorwurf der Korruption. Zwei Wochen darauf kam Valorum der Vorladung gemeinsam mit seinen Anwälten nach. Zu seiner Verteidigung trug er vor, seit dem Beginn seiner Kanzlerschaft trotz seines Platzes im Aufsichtsrat nichts mehr mit den Geschicken des Unternehmens zu tun gehabt zu haben. Antilles bezichtigte ihn zwar nicht direkt der Bestechlichkeit, trug aber alle Fakten zu der Angelegenheit vor, die zwar keine direkten Beweise darstellten, zumindest aber auf eine Involvierung Valorums hindeuteten.[21] Seine Anklage vor dem Obersten Gerichtshof[27] wurde aus Mangel an Beweisen fallen gelassen, jedoch konnte Valorum die ihm entgegengebrachten Vorwürfe auch nicht vollends entkräften. Obwohl er nicht juristisch belangt wurde, bedeutete seine Involvierung in den Bestechungsskandal einen nachhaltigen öffentlichen Imageverlust für Valorum. Direkt nach seiner ersten Anhörung besuchte ihn die Jedi-Meisterin Adi Gallia, die ihn als langjährige Freundin und Beraterin moralisch aufzubauen versuchte.[1] In den folgenden Wochen arbeiteten Valorums Anwälte und Buchhalter Investitionen in das Familienunternehmen auf und fanden heraus, dass die für die Einlagen verantwortlichen Personen nicht einmal existierten. Der Kanzler schloss daher darauf, dass der Korruptionsskandal von einer ihm feindlich gesinnten Organisation inszeniert worden war, um ihn aus dem Amt zu treiben.[13]

Da Valorum durch seine mutmaßliche Beteiligung an dem Bestechungsskandal jegliche politische Glaubwürdigkeit eingebüßt hatte, überging ihn der Senat fortan bei wichtigen Entscheidungen, die stattdessen entsprechenden Ausschüssen zufielen. Um den ohnehin politisch handlungsunfähigen Kanzler noch weiter zu überwachen und seinen Handlungsspielraum auf ein Minimum zu beschränken,[1] arrangierten die Senatoren Palpatine, Orn Free Taa und Tikkes[29] die Wahl des chagrianischen Bürokraten Mas Amedda zu Valorums Vizekanzler.[1] Da ihm der politische Einfluss fehlte, um selbst Oberster Kanzler zu werden, nutzte Amedda sein umfassendes bürokratisches und juristisches Wissen stattdessen dazu, um Valorum zu manipulieren und so Einfluss auf die Entscheidungen des Obersten Kanzlers zu nehmen.[30] Der Senat entzog Valorum einige seiner Rechte als Mitglied des Senats, darunter die Befugnis, Jedi und Justizkräfte einzusetzen.[13] Da die meisten Senatoren Valorums Bestrebungen, mehr Transparenz in den Senatsalltag zu bringen, bereits seit dem Beginn seiner Kanzlerschaft ablehnend gegenüber gestanden hatten, sprachen sich infolge des Skandals zahlreiche Politiker für seine Absetzung als Oberster Kanzler aus.[27] Die offene Unterstützung hochrangiger Jedi wie Mace Windu, Adi Gallia und Yoda verschaffte ihm allerdings noch genügend Autorität, um eine sofortige Abwahl zu verhindern.[13] In der republikanischen Öffentlichkeit herrschte trotz der Ratifizierung von Valorums Besteuerungsplänen weiterhin Unzufriedenheit. Einerseits hatten die durch die Resolution bedingten Gewinneinbußen das Direktorat der Handelsföderation verstimmt. Darüber hinaus besaßen die äußeren Systeme weiterhin kaum politische Mitspracherechte. Obwohl er die Probleme erkannte, war Valorum durch den Korruptionsskandal nicht mehr in der Position, um weitere großangelegte Reformpläne durchzusetzen.[31] Kurz nach Valorums Anhörung kam es zu mehreren Sicherheitsverstößen, im Zuge derer als geheim klassifizierte Dokumente aus dem Büro des Obersten Kanzlers an die Öffentlichkeit gelangten. Seine Assistentin Sei Taria, eine der Hauptverdächtigen, beauftragte einige Agenten damit, auf dem Planeten Corulag nach Informationen über den Verräter in der republikanischen Führungsebene zu suchen. In der Folge gelang es ihnen, einen bestechlichen Funkionär zu enttarnen, der die Sicherheitsverstöße begangen hatte.[32]

Infolge seines privaten Bestechungsskandals wurde Valorum in den Medien mit seinen teils legendären Ahnen verglichen und verspottet. Der bereits seit seinem Amtsantritt bestehende Vorwurf, dass einzig der Ruf und Reichtum seiner Familie seinen Aufstieg zum Staatsoberhaupt trotz seiner Unzulänglichkeiten ermöglicht hätten, verstärkte den öffentlichen Korrupstionsverdacht ihm gegenüber noch mehr.[9] Da Valorum bemerkte, dass seine Absetzung nur noch eine Frage der Zeit sein würde,[18] unternahm er letzte Versuche, um seine Kritiker zurückzuschlagen und seine Reputation durch gute Arbeit im Amt wiederherzustellen.[9] Als die terroristische Vereinigung The Flail dem Galaktischen Senat öffentlich den Krieg erklärte, um ein Zeichen gegen die Korruption in der Oberschicht zu setzen, und damit Begann, die öffentliche Infrastruktur von Coruscant durch Guerillaangriffe zu attackieren, erklärte Valorum öffentlich, sein Hauptaugenmerk auf die Zerschlagung der Terrorgruppe zu richten und versprach, die Gruppierung noch vor der nächsten planmäßigen Senatssitzung dingfest zu machen. Im Zuge ihrer Aktionen verursachten die Aktivisten Stromausfälle, Erdbeben in einigen Stadtgebieten, Verkehrskatastrophen und sogar den Ausfall der Wetterkontrolle und handelten dabei ohne Rücksicht auf das Leben von Zivilisten.[33] Nachdem Valorum die Sicherheitskräfte von Coruscant zusammengezogen und damit beauftragt hatte, konzentriert nach der terroristischen Vereinigung zu fahnden,[18] gelang es den Behörden rasch, die Gruppierung stark zu dezimieren.[33] In einem Feuergefecht zwischen hochrangigen Mitgliedern der Gruppe und der Coruscant-Polizei kamen mehrere Anführer der Terrorzelle zu Tode.[18] Bei der Befragung eines gefangen genommenen Terroristen stellte sich heraus, dass die verbliebenen Mitglieder von The Flail ein Attentat auf Valorum planten, um Vergeltung für seine Bemühungen, die Gruppe zu zerschlagen, zu üben. Die Anführer der Gruppe waren seit seinem Bestechungsskandal davon überzeugt, dass Valorum selbst für die Korruption im Senat verantwortlich war. Kurz danach verübte die Vereinigung einen erfolglosen Anschlag auf Valorums Assistentin Sei Taria.[33] Valorum, der in den vorangegangenen Wochen seine Verbindungen zum Jedi-Orden gestärkt hatte,[9] wandte sich daraufhin an das führende Ratsmitglied Mace Windu. Der Jedi-Meister schlug dem Kanzler vor, eine Einsatzgruppe aus den Terroristen unbekannten Sicherheitskräften und Jedi zu formieren, um mutmaßlich geplante Aktionen der Gruppe zu untersuchen und nötigenfalls zu unterbinden. Gemeinsam mit Windu wählte Valrum daraufhin einige vertrauenswürdige Mitglieder seines Sicherheitsstabs für diese Aufgabe aus. Am Tag vor einer geplanten Rede des Obersten Kanzlers vor seinem Regierungssitz berief Valorum eine Sitzung mit seiner Eingreiftruppe in seinem Büro ein. Währenddessen platzierte der als Bauarbeiter getarnte Terrorist und Sprengstoffexperte Senn Riip Domeet eine Thermaldetonator an der Repulsorliftplattform, von der aus Valorum am Folgetag zum Volk sprechen wollte. Allerdings bemerkten Mitglieder von Valorums Einsatzteam seine Sabotageaktion und entfernten den Sprengsatz. Da die Sicherheitskräfte des Regierungsgebäudes die Spezialkräfte selbst als Bedrohung wahrnahmen, versuchten sie, sie zu verhaften, bevor Valorum selbst einschritt und befahl, sie in sein Büro zu lassen.[33]

Der Oberste Kanzler erläuterte seinem Einsatzteam gemeinsam mit den Jedi Mace Windu, Obi-Wan Kenobi und Qui-Gon Jinn die möglichen Ziele der Terroristen im Wetterkontrollzentrum und in der Luftverkehrskontrolle. Es gelang den Spezialkräften kurz darauf, einige Terroristen im Wetterkontrollzentrum bei dem Versuch, die Wetterkontrolle auf einen Sturm am Folgetag hin umzuprogrammieren, festzunehmen, konnten im folgenden Verhör allerdings keine weiteren Informationen über den Aufenthaltsort des Terroristenführers Zegmon Pent erlangen. Anschließend begaben sich die unverletzten Mitglieder des Einsatzteams zur Luftverkehrskontrolle, auf deren Landeplattform sie drei Terroristen und Zegmon Pent selbst entdeckten. Während sie von zwei der Terroristen in ein Feuergefecht verwickelt wurden, floh Pent mit einem weiteren Mitglied der Gruppe in seinem Shuttle zu der Plattform und flog zu Valorums Regierungssitz, um den Obersten Kanzler eigenhändig zu töten. Nach einer Verfolgungsjagd mit Valorums Spezialkräften erreichte Pent den Platz vor dem Regierungsgebäude, auf dem der Kanzler seine Rede hielt, und begannen damit, seine Schwebeplattform zu beschießen. Nachdem einige seiner Leibwachen getötet worden waren, versuchte Valorum eine besser geschützte Plattform zu erreichen, rutschte dabei jedoch ab und musste sich am Boden festhalten. Als auch die Eingreiftruppe den Platz erreichte, gab sich Pent als ehemaliger Jedi zu erkennen und versuchte, den Obersten Kanzler zu erreichen, um ihn mit seinem Lichtschwert zu töten. Es gelang den Spezialkräften, Valorum zu retten, Pent gefangenzunehmen und zu verhindern, dass er sein Shuttle in die Zuschauermenge abstürzen ließ, woraufhin die anwesenden Sicherheitskräfte die übrigen Terroristen festnahmen.[33] Die öffentlichkeitswirksame Zerschlagung der Terrorgruppe ließ Valorums Ansehen kurzzeitig wieder steigen.[18] Nach dem Ende der Krise bezahlte der Kanzler den überlebenden Mitgliedern des Eingreifteams eine hohe Belohnung.[33]

Blockade von Naboo[Bearbeiten]

Im Jahr 32 VSY bemerkten Valorums Analysten einen starken Anstieg in Logistikunternehmen in den Randgebieten, darunter auch in den Betrieb des Hauses Valorum. Auch alternative Energielieferanten sowie Rüstungskonzerne wie das Colicoiden-Werksnest oder Haor Chall Maschinenbau verzeichneten signifikante Zugewinne. Valorum befürchtete aufgrund dieser Daten, die auf eine Mobilmachung schließen ließen, eine weitere militärische Krise in den Außenregionen.[13] Am 3:3:14 nach der Großen Eichung sammelte sich eine Standardflotte der Handelsföderation bestehend aus Schiffen von Colla IV und Charros unter dem Kommando des Vizekönigs Nute Gunray bei Enarc und sprang daraufhin in das Naboo-System, um eine Blockade um Naboo zu errichten. Gunray wollte durch diese Handelsblockade seinen Unmut über die Besteuerung der Freihandelszonen äußern[11] und den Senat zu einer schnellen Aufhebung der Resolution zwingen.[34] Während Valorum mit seinem Berater Palpatine über die neuerliche Konjunktur von Rüstungs- und Logistikbetrieben diskutierte, erhielten sie eine prioritäre Übertragung von Naboo, in der die erst kurz zuvor in das Amt gewählte Königin Padmé Amidala ihnen von der Belagerung ihres Planeten berichtete.[13] Daraufhin versuchte Valorum, eine Senatsresolution zu erwirken, in der das Vorgehen der Handelsföderation verurteilt wurde. Allerdings wurden seine Bemühungen durch zahlreiche verfahrensrechtliche Ergänzungsanträge verschiedener Senatoren blockiert.[1] Anstelle einer schnelle, entschlossenen Lösung der Krise begannen langwierige Debatten um die Rechtmäßigkeit der Blockade. Vizekanzler Amedda]wirkte dabei im Sinne seines insgeheimen Auftraggebers Palpatine hemmend auf die Diskussionen ein und bewirkte so, dass sich der politische Prozess in immer größere Komplikationen verstrickte. Die Unentschlossenheit des Gremiums und Valorums Unfähigkeit, einen Konsens zu vermitteln, ließen ihn wie von Palpatine beabsichtigt nutzlos erscheinen.[14] Sein zögerliches Verhalten,[13] seine Resolution zur Besteuerung der Freihandelszonen[28] und seine gleichzeitigen militärischen Zugeständnisse an die Handelsföderation[1] führten dazu, dass anstelle der Neimoidianer[20] Valorum öffentlich die Schuld für die Krise gegeben wurde.[28]

Nach einigen Tagen erfuhr Valorum von Adi Gallia, dass hinter der Blockade von Naboo nicht nur wirtschaftliche Interessen der Handelsföderation, sondern auch externe Einflüsse standen.[20] Er befürchtete, dass die Handelsföderation mehr als nur die Blockade als Protestaktion plante und rechnete mit einem militärischen Vorgehen des Konzerns auf Naboo.[9] Der Kanzler verstand, dass er radikale Maßnahmen ergreifen musste, um der Krise trotz seines schwindenden Rückhalts effektiv begegnen zu können.[17] Valorum forderte seinen engsten militärischen Vertrauten, den Oberst Kaaver Tapps, dazu auf, ein detailliertes Dossier zusammenzustellen, in dem er die strategische Lage im Naboo-System darlegte. Nachdem er den Bericht erhalten hatte,[32] kontaktierte er das führende Jedi-Ratsmitglied Mace Windu und bat ihn,[35] Qui-Gon Jinn und seinen Padawan Obi-Wan Kenobi als seine persönlichen Botschafter unter strengster Geheimhaltung an Bord der Radiant VII nach Naboo zu entsenden, um in Verhandlungen mit Nute Gunray einzutreten. Valorum hoffte, die Neimoidianer durch diese Aktion zu überraschen und so ihre Position zu schwächen. Außerdem wollte er durch diesen unerwarteten Schritt einen mutmaßlichen verborgenen Drahtzieher des Zwischenfalls zu unüberlegten Handlungen zwingen und so aus seiner Deckung locken.[32] Obwohl es Valorum seit seinem Korruptionsskandal untersagt war, ohne die Zustimmung des Senats Jedi zu entsenden,[9] und die Jedi nicht eigenmächtig in Handelsdispute eingreifen durften, stimmte Windu seinem Vorhaben zu.[1] Valorum setzte durch diese Umgehung des Senats seine politische Zukunft aufs Spiel, nahm das jedoch in Kauf, um den Planeten seines Freundes Palpatine zu unterstützen.[9] Der Oberste Kanzler sah in den Jedi die einzige verfügbare Möglichkeit dazu.[31] Er hoffte, dass ihre Präsenz die Verhandlungen abkürzen würde, da er die Neimoidianer für zu feige hielt, um sowohl den Obersten Kanzler als auch den Jedi-Orden zu verärgern.[36] In einem persönlichen Brief an Qui-Gon Jinn schilderte er seine Bedenken gegenüber dem aggressiven Vorgehen der Handelsföderation und seine Befürchtungen, eine weitere Zuspitzung des Konflikts könne unabsehbare Folgen für den Zusammenhalt der Galaktischen Republik insbesondere in den äußeren Randgebieten haben. Die unnachgiebige Haltung des neimoidianischen Senators Lott Dod gab ihm Grund zu der Annahme, dass die Handelsföderation eine gewaltsame Eskalation der Streitigkeiten suche. Valorum fügte dem Brief Kaaver Tapps Dossier und einen Datensatz über das Naboo-System bei und instruierte die Besatzung der Radiant VII, die Jedi nach Naboo zu bringen.[32] Kurz nachdem die Jedi Coruscant verlassen hatten, informierte Valorum Palpatine über diesen Schritt.[13] Anschließend berief er eine weitere Sondersitzung des Senats ein.[32]

Valorum begrüßt Padmé Amidala.

Die Jedi wurden bereits vor Beginn der Verhandlungen von Kampfdroiden angegriffen. Gunray ordnete daraufhin die Invasion von Naboo an. Es gelang Kenobi und Jinn, Padmé Amidala, die Königin des Planeten, aus der Gefangenschaft zu befreien und nach einem Umweg über Tatooine nach Coruscant zu bringen.[3] Als Amidala auf Coruscant eintraf, begrüßte Valorum sie persönlich auf seiner privaten Startrampe, da er sich selbst eine Mitschuld an der Lage ihrer Heimatwelt gab.[1] Er war erfreut darüber, dass die Königin ihre Flucht überlebt hatte und bedauerte seine Ohnmacht, ihr trotz der großen bürokratischen Hindernisse zu helfen.[20] Für den nachfolgenden Tag berief er eine Sondersitzung des Senats ein, um dabei die Besetzung von Naboo zu thematisieren. In der Sitzung ließ er Amidala von der Besetzung ihrer Heimatwelt berichten. Allerdings wurde die Königin von Lott Dod unterbrochen, der Amidalas Ausführungen als gegenstandslos zurückwies und Beweise forderte.[3] Valorum wies Dods Einspruch und seine Forderung, eine neutrale Kommission nach Naboo zu entsenden, um die Anschuldigungen zu untersuchen, zunächst ab. Allerdings ergab eine Beratung mit Amedda, dass er gemäß Abschnitt 523A dazu gezwungen war, Dods Ersuchen nach einer Beobachterkommission doch stattzugeben. Daraufhin bat er Amidala, ihren Antrag auf Verurteilung der Handelsföderation zurückzuziehen.[37] Amidala, die von dieser Aufforderung geschockt war, beriet sich daraufhin mit Senator Palpatine. Auf sein Anraten hin stellte sie einen Antrag auf ein Misstrauensvotum gegen Valorum, um den entmachteten Kanzler aus dem Senat zu entfernen und statt seiner einen handlungsfähigen Politiker einzusetzen, der dazu in der Lage war, gegen die Handelsföderation vorzugehen.[3] Während ein Misstrauensvotum gegen den Obersten Kanzler in früheren Epochen undenkbar gewesen wäre und nicht einmal zu einer Abstimmung geführt hätte,[38] wurde Amidalas Antrag von lautstarker Zustimmung und der Forderung nach einem sofortigen Votum begleitet.[3] Der Roonaner Edcel Bar Gane unterstützte den Antrag als erster Senator.[37] Angesichts seines kaum noch existenten Zuspruchs gestand sich Valorum ein, dass das Ende seiner politischen Laufbahn bevorstand. Daher übergab er die Führung des Senats in seiner letzten Amtshandlung als Oberster Kanzler interimsweise an seinen Stellvertreter Mas Amedda[1] und bat den Vizekanzler, die Sitzung zu unterbrechen.[37] In der anschließenden Pause verließ Valorum seine Kanzel. In der darauf folgenden Nominierungsphase für die Gegenkandidaten wurden Ainlee Teem, Bail Antilles und Palpatine aufgestellt.[13] Als Vertreter des bedrohten Naboo gewann Palpatine die Sympathien von großen Teilen des Elektorats.[13] Die entscheidende Abstimmung sollte einige Tage später erfolgen. Am Abend vor der Neuwahl lehnte Valorum eine Einladung in das Galaktische Opernhaus ab, während ein Großteil der übrigen Senatoren dort die Premiere eines Stücks eines Mon-Calamari-Meisterkomponisten sah.[13] Da unerklärlicherweise einige von Palpatines größten Widersachern am Wahltag fehlten, wurde der Senator zu Valorums Nachfolger gewählt. Zwar konnte Palpatine zu seinem Sieg keine überwältigende Mehrheit der Delegierten hinter sich vereinigen, jedoch fiel das Ergebnis[13] der kurzen Wahl[9] um einiges eindeutiger aus, als es die Quotenmacher vorhergesagt hatten.[13] Valorum war gemeinsam mit Mas Ameda und zwei Richtern des Obersten Gerichtshofs bei Palpatines Amtseinführung zugegen und übergab das Amt offiziell an seinen früheren Berater. Bevor Palpatine seinen Amtseid leistete, verließ Valorum das Senatsgebäude.[13] Sein Nachfolger versprach in seiner Antrittsrede, entschlossener zu agieren als Valorum.[14]

Attentat durch Sajé Tasha[Bearbeiten]

Finis Valorum während einer Veranstaltung der Flüchtlingshilfsbewegung auf Alderaan.

Nach seiner Abwahl als Oberster Kanzler zog sich Valorum in den Ruhestand auf sein Anwesen auf Spira zurück. Die folgenden zwei Jahre verbrachte er dort in Abgeschiedenheit, um ungestört den Schock zu verarbeiten, den er infolge des Misstrauensvotums erlitten hatte. Anschließend begann er die Arbeit an seiner Autobiografie und setzte einen großen Teil seines Vermögens zur Unterstützung der Flüchtlingshilfsbewegung ein. Obwohl er keine Intention dazu hatte, wieder politisch tätig zu werden, informierte sich Valorum in den folgenden Jahren regelmäßig über den Stand der Politik auf Coruscant und beobachtete alle Aktionen seines Amtsnachfolgers Palpatine.[40] Am 13:01:14 veröffentlichte der Verlag TriPlanetary Press die Biografien von Finis Valorum und Nute Gunray. Während sich Gunrays Buch Gunray On Top für über 14 Wochen innerhalb der zehn Spitzenplatzierungen der Bestsellerliste halten konnte, gelang Valorums Autobiografie Holding Back the Tide in diesem Zeitraum aufgrund allgemeinen Desinteresses nicht einmal der Einstieg in die Top-100. Zwei Monate nach der Veröffentlichung des Buchs, am 13:03:14, veröffentlichten die HoloNetz-Nachrichten eine Kurzmitteilung über den unterschiedlichen Erfolg beider Biografien.[41] Am selben Tag publizierte das Medium zwei widerstreitende Kommentare über Für und Wider des umstrittenen Mobilmachungsgesetzes. In seinem Beitrag thematisierte der Camaasi-Senator Eeshrin Ot’Hyne, der die Gesetzesvorlage ablehnte, Finis Valorums Senatsrede im Vorfeld des Stark-Hyperraum-Krieges. Er erinnerte daran, dass Valorum nie die Chance gehabt hatte, die Krise diplomatisch zu lösen, da Ranulph Tarkins Militaristen eigenmächtig in die Krise eingegriffen und so eine Eskalation herbeigeführt hatten. Er rief dazu auf, in der aktuell andauernden Separatistenkrise Valorums früheren Ansätzen zu folgen und die Ursachen der Probleme zu beseitigen anstatt Aggression zu schüren.[42] Am 13:03:28 beteiligte sich Finis Valorum gemeinsam mit zahlreichen alderaanischen Prominenten an einer Veranstaltung der Flüchtlingshilfsbewegung auf dem Planeten Alderaan. Im Rahmen der Feier wurden 100 Hektar Baugrund, den das planetare Königshaus der Bewegung zur Verfügung gestellt hatte, eingeweiht. Valorum führte dabei die symbolischen ersten Spatenstiche aus und eröffnete so die Bauarbeiten an den geplanten Flüchtlingsunterkünften für Bewohner separatistischer Welten. In der Folge veröffentlichten die HoloNetz-Nachrichten einen Nachrichtenbeitrag zu dem Ereignis.[43] Am 13:4:25 nahm Finis Valorum gemeinsam mit zahlreichen Spitzenpolitikern und Wirtschaftsfunktionären an einer Spendengala zugunsten der Flüchtlingshilfsbewegung in Xenvaer auf Alsakan teil. Seine blonde Begleiterin erregte aufgrund ihrer altmodischen Kleidung die Aufmerksamkeit des HoloNetz-Berichterstatters Dyslogia Twang, der seine Beobachtungen über Valorums Auftritt bei der Gala in seine Kolumne Sightings by Twang aufnahm.[44] Zu Ehren ihres früheren Obersten Kanzlers benannte die Galaktische Republik während der Klonkriege einen ihrer ersten Sieges-Klasse Sternenzerstörer nach ihm als die Valorum. Das Kampfschiff war unter wechselndem Regime bis in den Zweiten Galaktischen Bürgerkrieg hinein im Einsatz.[45]

Seit dem Inkrafttreten des Notstandsgesetzes verlieh der Galaktische Senat dem Obersten Kanzler Palpatine immer weitere Sonderbefugnisse, um der Separatistenkrise Herr zu werden. Valorum nahm Palpatines Machtzuwachs wahr und verdächtigte den Kanzler, die Krisen, durch die er diese Befugnisse erlangt hatte, selbst herbeigeführt zu haben. Er begann damit, Nachforschungen anzustellen, um Unregelmäßigkeiten in Palpatines Biografie zu finden. Valorum war davon überzeugt, dass Palpatine den Sturz des Königs Ars Veruna und seine eigene Abwahl inszeniert hatte, um sich selbst als Obersten Kanzler installieren zu können. Im Zuge seiner Nachforschungen bereiste Valorum zahlreiche Welten des Äußeren Randes in der Hoffnung, dort Spuren von Palpatines Taten zu finden. Als der Raumkreuzer des Senators Bail Organa, eines von Valorums früheren politischen Freunden, im 16. Kriegsmonat der Klonkriege von Piraten überfallen wurde, vermutete Valorum, dass es sich bei dem Drahtzieher des Angriffs ebenfalls um Palpatine handelte, der sich auf diese Weise Organas, eines erbitterten politischen Gegners, entledigen wollte. Daher begab er sich inkognito nach Coruscant und besuchte Organa nach einer Senatssitzung in seinem Appartement im Republica 500. Dort versuchte er, den alderaanischen Senator vor Palpatines wachsendem Einfluss zu warnen und legte ihm seine Erkenntnisse über dessen Aufstieg dar. Er warnte ihn davor, Palpatines weiteren Machtzuwachs leichtfertig zuzulassen und bat ihn darum, dem Kanzler Opposition zu bieten. Allerdings zeichnete ein in Palpatines Auftrag umprogrammierter und in Organas Appartement eingeschleuster Haushaltsdroide das Treffen unbemerkt von beiden auf. Als Organa am Folgetag eine Audienz bei Palpatine, der von der abendlichen Zusammenkunft erfahren hatte, erhielt, warnte ihn der Kanzler vor Valorum und drohte ihm dabei indirekt.[40] Insgeheim beauftragte er den Dunklen Jedi Sora Bulq und den korrupten Senator Viento damit, ein Attentat auf Valorum zu organisieren, woraufhin sie die Anzati-Attentäterin Sajé Tasha anheuerten, um den Politiker zu töten.[46] Am folgenden Tag, dem 14:9:19,[5] traf sich Valorum an einem coruscantischen Raumhafen mit Organa und dessen Freundin Mon Mothma, der Senatorin von Chandrila, um sich zu verabschieden. Obwohl ihn beide zum Bleiben überzeugen wollten, sah es Valorum als seine Pflicht an, weiter nach Hinweisen für Palpatines Aktionen zu suchen. Daher begab er sich an Bord des Frachters Stern von Iskin, der ihn zurück in den Äußeren Rand bringen sollte.[40] Allerdings befand sich auch Sajé Tasha an Bord des Schiffs und begab sich kurz vor dem Start in Valorums Kabine. Dort lauerte sie dem früheren Kanzler auf, nährte sich an seinem Meer der Erinnerung und tötete ihn so. Anschließend ließ sie das Schiff abstürzen, um jegliche Beweise für ihre Tat zu vernichten und sie wie einen terroristischen Anschlag aussehen zu lassen.[46] In der Öffentlichkeit wurde in der Folge oftmals der Verdacht geäußert, dass es sich bei der Explosion des Frachtschiffs um ein Attentat auf Valorum gehandelt habe.[27] Demgegenüber ergaben die offiziellen Ermittlungen, dass die Ursache für die Detonation eine terroristische Aktion gewesen sein musste.[5]

In der nächsten Sondersitzung des Galaktischen Senats nutzte der reaktionäre Senator Ask Aak von Malastare den vermeintlichen Anschlag auf Valorums Schiff dazu, eine kurz zuvor abgelehnte Resolution nochmals ins Plenum einzubringen. Um die Sicherheit der coruscantischen Bürger fortan besser gewährleisten zu können, forderte er den Senat auf, Palpatine mit dem Verstärkten Sicherheits- und Notstandsgesetz noch weiter reichende Befugnisse zu verleihen und die Bürgerrechte größtenteils außer Kraft zu setzen. Obwohl sich Organa in einer entschlossenen Rede gegen die Gesetzesvorlage aussprach, verabschiedete das Plenum die Resolution mit großer Mehrheit.[40] In der Folgezeit wurden mit Verweis auf das Attentat auf Valorum mehrere weitere Gesetze zur Steigerung der Sicherheit auf republikanischen Welten erlassen, darunter auch der Core Worlds Security Act.[5] Kurz nach dem Anschlag bewilligten die coruscantischen Behörden die Errichtung einer Gedenkstatue zu Ehren Valorums auf dem Chancellery Walkway des Jrade-Plaza im Jrade-Distrikt. Obwohl das Denkmal aus Marcluro-Stein bereits kurz nach Valorums Tod fertiggestellt wurde, verzögerte sich die offizielle Einweihungsfeier um mehrere Wochen, da der Jrade-Plaza aufgrund einer Sicherheitsüberprüfung gemäß des Core Worlds Security Act einige Zeit lang für Zivilisten gesperrt wurde. Nach der Wiedereröffnung des Platzes wurde das Denkmal am 15:01:13 der Öffentlichkeit präsentiert. Allerdings ließen sich die meisten Bürger von den strengen Sicherheitsvorkehrungen der republikanischen Behörden abschrecken, sodass der Zeremonie neben großen Kontingenten an Klonsoldaten und Senatsgardisten lediglich 200 Zivilisten beiwohnten, obwohl der Platz auf zehntausende Besucher ausgelegt war. Mon Mothma bedauerte in ihrer Eröffnungsrede die geringe Besucherzahl angesichts der Tragweite des Ereignisses und führte sie auf die strengen Sicherheitsvorkehrungen zurück. In seiner Laudatio auf Valorum verurteilte Bail Organa die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen, die in der Folge von Valorums Tod erhoben worden waren, und führte aus, dass sich so reaktionäre Maßnahmen gegen alle Werte richteten, für die der Kanzler zu Lebzeiten gestanden hatte. In einem Beitrag der HoloNetz-Nachrichten beteuerte Dassa Borkantis, der Kommunikationsdirektor des Distrikts, dass er alle notwendigen Schritte unternommen habe, um die Bevölkerung über das Ereignis zu informieren, die Bürger wohl jedoch noch immer verwirrt über die früher Schließung des Platzes gewesen seien.[5]

Während der Belagerungen im Äußeren Rand untersuchte der Jedi-Meister Quinlan Vos das Attentat auf Valorum. Durch eine Aufklärung des Vorfalls hoffte er, den mutmaßlichen zweiten Sith-Lord zu enttarnen, der gemeinsam mit Dooku die Konföderation unabhängiger Systeme anführte. Als er Sajé Tasha aufgespürt hatte, nutzte er seine Begabung zur Postkognition, um den genauen Hergang des Attentats auf Valorum nachzuempfinden. Dabei deckte er auch Sora Bulqs und Vientos Beteiligung an dem Attentat auf.[46] Bail Organa war sich nach Valorums Besuch in seinem Appartement noch unsicher gewesen, ob es sich bei Valorums Kritik an Palpatine nur um Bitterkeit über seinen erzwungenen Abschied aus dem Amt gehandelt hatte oder seine Befürchtungen der Wahrheit entsprachen. Nach Valorums Tod und einem persönlichen Gespräch mit Palpatine realisierte der Alderaander die Gefahr, die von dem Staatsoberhaupt ausging. In der Folge äußerten sich Organa und Mon Mothma weiterhin kritisch über Palpatines Machtzuwachs.[17] Trotz Differenzen beider Politiker über die konkrete Herangehensweise gingen Mothma und Organa in ihrem Bemühen, Palpatines präsidiale Umstrukturierung der Republik zu verhindern, gemeinsam vor. In Rahmen dieser Bemühungen hielten die beiden Senatoren in Organas Anwesen auf Coruscant, den Cantham-Haus, einige Konferenzen, aus denen einige Zeit nach Palpatines Machtergreifung als Imperator die Rebellion gegen das Galaktische Imperium hervorging.[48] Trotz seiner wohlmeinenden Bemühungen ging Finis Valorum als erfolgloser Politiker in die galaktische Geschichte ein, da ihm während seiner Kanzlerschaft jede Kontrolle über den Senat und die Tagespolitik entglitten war.[1] In seinem geschichtswissenschaftlichen Standardwerk Historia Galactica Volume Seventy: Iaco Stark to the Clone Wars ging der Autor Wottlet Scarsir darauf ein, dass Valorum die Macht der Großkonzerne während seiner Amtszeiten durch vernünftiges Handeln zumindest in geringem Maße eindämmen konnte, was seine Politik von der unternehmensfreundlichen Politik seiner Vorgänger Kalpana und Frix abhob.[49]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Finis Valorum war ein wohlmeinender,[28] lauterer Politker,[12] der daran glaubte, wieder Ehrlichkeit in die korrupten Strukturen des Senats bringen[27] und den bürokratischen Apparat abbauen zu können.[1] Allerdings verhielt er sich zu idealistisch, um ein erfolgreicher Kanzler zu sein.[12] Unbenommen seiner großen politischen Fähigkeiten[28] waren sein fehlendes Charisma und seine Unfähigkeit, Vorwürfe seiner Gegner direkt zu kontern seine größten Schwächen.[20] E verfügte über fundierte juristische und diplomatische Kenntnisse.[8] Als strikter Anti-Militarist setzte sich Valorum für diplomatische Lösungen ein.[16] Zwar konnte er den Überblick über eine Vielzahl von Problemen behalten, jedoch befasste er sich weit weniger mit den Symptomen einer Krise als mit ihren Ursachen.[1] In diesem Bemühen verlor er sich bei der Analyse von Problemen oftmals in belanglosen Details. Seine fehlende Entschlossenheit bei der Wahl seiner Gegenmaßnahmen ließ ihn in der Öffentlichkeit schwach und ineffektiv wirken.[1] Entsprechend einem natürlichen Hang seiner Familie dazu, Regeln und Verfahrensvorschriften gegenüber proaktivem Vorgehen zu favorisieren ergriff Valorum nur selten selbst die Initiative.[6] Valorum war ein Verfechter der Freiheitsrechte und wandte sich strikt gegen reaktionäre Maßnahmen wie unnötig strenge Sicherheitsbestimmungen[5] oder Forderungen nach dem Aufbau einer republikanischen Armee.[1] Als Nachfahre des Ruusan-Reformators Tarsus Valorum weigerte er sich, als erster Oberster Kanzler nach über 1.000 Jahren die Wiederbewaffnung der Republik zuzulassen.[13] Als Tradidionalist und Kunstsammler befasste er sich intensiv mit der Geschichte seiner Familie und der Republik.[50] Während seiner Amtszeiten unterhielt er gute Verbindungen zum Jedi-Orden,[9] den er als seinen wichtigsten Verbündeten betrachtete.[27] Er bewunderte die Jedi für ihre Macht-Fähigkeiten, da seine Familie nie einen Jedi-Ritter hervorgebracht hatte.[9]

Valorum war von seiner Absetzung geschockt.

Entgegen der Vorschläge seiner Familie lehnte Finis Valorum aussichtsreiche Offerten von Freunden des Hauses Valorum ab, da er sich selbst beweisen wollte. Stattdessen nahm er unter schwierigsten Bedingungen eine Stelle als Richter auf Veccacopia an, bevor er für kurze Zeit eine militärische Laufbahn einschlug.[9] Durch seine Wahl zum Obersten Kanzler glaubte sich Valorum in einer sicheren Position[1] und genoss die Privilegien seines Amtes.[14] Allerdings alterte er vorzeitig an der mentalen last, die diese Position mit sich brachte.[7] Insbesondere während seiner zweiten Amtszeit befolgte er oftmals wider besseres Wissen Palpatines Vorschläge.[31] Sein Erfolg, die Besteuerung der Handelsrouten durchzusetzen, verlieh Valorum kurz vor dem Ende seiner Regierungszeit neues Selbstvertrauen, Antrieb und Energie, bevor seine Erfolge durch seinen Korruptionsskandal in ein schlechtes Licht gerückt wurden.[1] Als er die Flail-Terroristen bekämpfte, hoffte er, noch etwas bewirken zu können, bevor er aus dem Amt gedrängt werden würde.[33] Obwohl er sich ernsthaft darum bemühte, Amidalas Volk während der Naboo-Krise zu unterstützen, war er machtlos gegen die bürokratischen Zwänge, die der Senat gegen ihn einsetzte. Das von ihr gegen ihn eingeleitete Misstrauensvotum schockte ihn so stark,[3] dass er sich für zwei Jahre zurückziehen und darüber nachdenken musste. In der Folgezeit beobachtete er seinen Amtsnachfolger Palpatine genau und kam zu dem Schluss, dass sein früherer Berater despotisch regierte und mit jeder seiner Amtshandlungen mehr macht auf seiner Person vereinigte.[40] Neben Basic konnte Valorum auch in Calamari und Ryl mündlich und schriftlich kommunizieren. Zudem war er in der Lage, in Shyriiwook zu kommunizieren.[8]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 1,30 1,31 1,32 1,33 1,34 1,35 Das offizielle Star Wars Fact File (C: VAL1-6)
  2. 2,0 2,1 2,2 Supreme Chancellor Valorum in der Encyclopedia von StarWars.com (Archiv-Link)
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 Episode I – Die dunkle Bedrohung
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 RepublikDer Stark Hyperspace Krieg
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 Star Wars – Das offizielle Magazin (Ausgabe 32: „Coruscant Holonet News (Hauptausgabe 15:01:13)“)
  6. 6,0 6,1 6,2 The Complete Star Wars Encyclopedia (Band III, Seite 292f., Eintrag: Valorum, Supreme Chancellor Finis)
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 7,5 7,6 Die dunkle Bedrohung – Die illustrierte Enzyklopädie
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 Roleplaying Game Core Rulebook
  9. 9,00 9,01 9,02 9,03 9,04 9,05 9,06 9,07 9,08 9,09 9,10 9,11 9,12 9,13 9,14 9,15 9,16 9,17 9,18 9,19 9,20 The New Essential Guide to Characters
  10. The New Essential Guide to Characters
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 The Essential Atlas
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 12,5 Galaxy of Intrigue
  13. 13,00 13,01 13,02 13,03 13,04 13,05 13,06 13,07 13,08 13,09 13,10 13,11 13,12 13,13 13,14 13,15 13,16 13,17 13,18 13,19 13,20 13,21 13,22 13,23 13,24 Darth Plagueis
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 Lexikon der Helden, Schurken und Droiden
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  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 16,4 The Essential Guide to Warfare
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 17,6 17,7 The New Essential Chronology
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 18,4 18,5 Das offizielle Star Wars Fact File (Neuauflage) (VAL 1-2)
  19. 19,0 19,1 Evolution (Karte: Chancellor Valorum)
  20. 20,0 20,1 20,2 20,3 20,4 Valorum, Supreme Chancellor Finis in der Databank von StarWars.com (Archiv-Link im Internet Archiv)
  21. 21,0 21,1 21,2 21,3 21,4 21,5 21,6 21,7 Schleier der Täuschung
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  23. Coruscant and the Core Worlds
  24. Qui-Gon & Obi-Wan – Verrat auf Ord Mantell
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  29. Orn Free Taa in der Databank von StarWars.com (Archiv-Link im Internet Archiv)
  30. The Clone Wars Campaign Guide
  31. 31,0 31,1 31,2 Das offizielle Star Wars Fact File (SE: NAB8-10)
  32. 32,0 32,1 32,2 32,3 32,4 Secrets of Naboo
  33. 33,0 33,1 33,2 33,3 33,4 33,5 33,6 Shadows of Coruscant
  34. Das offizielle Star Wars Fact File (SE: NAB2)
  35. Star Wars Insider (Ausgabe 62: „Who’s Who in the Jedi Order“)
  36. Das offizielle Star Wars Fact File (SE: NAB4)
  37. 37,0 37,1 37,2 Episode I – Die dunkle Bedrohung (Roman)
  38. Die ultimative Chronik
  39. Eigenübersetzung: „It’s the spirit of helping one another that has made this Republic great, and will see it through its darker hours.”
  40. 40,0 40,1 40,2 40,3 40,4 RepublikKampf ums Überleben
  41. Valorum & Gunray Bracket Ends of Book Sales in den HoloNetz-Nachrichten (Artikel)
  42. Point/Counterpoint: Military Creation Act in den HoloNetz-Nachrichten (Artikel)
  43. Alderaan Opens to Refugee Relief Movement in den HoloNetz-Nachrichten (Artikel)
  44. SPECIAL FEATURE: Sightings by Twang in den HoloNetz-Nachrichten (Artikel)
  45. Wächter der MachtZorn
  46. 46,0 46,1 46,2 RepublikAayla Undercover
  47. Eigenübersetzung: „The merchants, whose power had become exorbitant during the terms of Frix and Kalpana, and whom the prudence of Valorum had scarce reduced into some degree of subjection under the chancellery, had now resumed their ancient license in its utmost extent: despising the feelable interference of the Senate, fortifying their worlds, increasing the number of their dependants, reducing all around them to a state of vassalage, and striving by every means in their power to place themselves each at the head of such forces as might enable him to make a figure in the galactic convulsions, which appeared to be impending.”
  48. Handbuch der Rebellenallianz
  49. Tinker, Tailor, Soldier, Praji
  50. Mace Windu und die Armee der Klone

  • Finis Valorum wurde erstmals im Dezember 1998 in dem Artikel „Stamp Of Approval“ in der 41. Ausgabes des Star Wars Insider als Hauptcharakter des kurz danach erschienen Films Episode I – Die dunkle Bedrohung vorgestellt. Bereits einen Monat vor seinem Auftritt in dem Film erschien der Charakter bereits in der vorab veröffentlichten Romanadaption der Episode. In Episode I wird Valorum von dem britischen Darsteller Terence Stamp dargestellt, der insbesondere durch seine Rolle als Schurke in mehreren Superman-Filmen bekannt wurde. Der Regisseur und Star-Wars-Schöpfer George Lucas entschied sich erst in einem späten Stadium der Vorproduktion von Episode I – Die dunkle Bedrohung[1] auf Anraten seiner Casting-Direktorin Robin Gurland,[2] die Rolle des Obersten Kanzlers Valorum mit einem Cameoauftritt von Terence Stamp zu besetzen. Stamp, der sich zu diesem Zeitpunkt in Australien aufhielt, hatte nach Lucas’ Anfrage nur wenige Tage Zeit, sich für die Rolle zu entscheiden. Als Entscheidungsgrundlage faxte Lucas Stamp nur die wenigen Drehbuchseiten zu, auf denen Valorum erwähnt wurde. In einem Interview im Vorfeld der Premiere von Die dunkle Bedrohung erklärte Stamp daher, dass es nahezu unmöglich gewesen sei, auf Basis dieser Seiten zu ermitteln, ob es sich um einen lohnenswerten Film handele. Letztendlich entschied er sich dafür, die Rolle anzunehmen, da er in Valorum entgegen anderen Cameo-Auftritten keinen eindimensionalen Charakter sah und da ihn die hochklassige Besetzung des Films überzeugte. Zudem hatte er durch seine Beteiligung an den Superman-Filmen, an denen ein Großteil des Produktionsteams von Episode IV – Eine neue Hoffnung und den anderen Episoden der Klassischen Trilogie mitgewirkt hatte, bereits gute Eindrücke von Lucas’ Persönlichkeit erhalten. Zudem faszinierte ihn das Konzept der Macht. Daher flog Stamp kurzfristig für die lediglich viertägigen Dreharbeiten nach London, wo er nach der eintägigen Kostümprobe[1] am 2. Juli 1997, dem ersten Tag der Hauptdreharbeiten, die für seinen Charakter vorgesehenen Szenen drehte. Die erste je gedrehte Szene des Films zeigte Valorum auf Coruscant, als er Königin Amidala in Empfang nimmt.[2] Da Stamp nur wenig Zeit dazu hatte, sich auf die Rolle vorzubereiten, versuchte er mehrfach, Lucas dazu zu bewegen, ihm das gesamte Drehbuch auszuhändigen, bis ihm Lucas die Filmhandlung kurz zusammenfasste. Als sich Stamp nach der Persönlichkeit des Charakters erkundigte, verglich ihn Lucas mit dem amtierenden US-Präsidenten Bill Clinton. Zu diesem Zeitpunkt war die Lewinski-Affähre, infolge derer ein erfolgloses Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton eröffnet wurde, noch nicht öffentlich geworden. Im Nachhinein lobte Stamp die Konstruktive Arbeit mit Natalie Portman, Liam Neeson und Ewan McGregor. Außerdem faszinierte ihn die für eine Nebenrolle hohe Qualität seines Kostüms. In dem Interview verteidigte er Lucas’ Entscheidung, große Teile des Films vor Bluescreens zu drehen, da sich der Regisseur so lediglich auf die Darsteller und ihre schauspielerische Verantwortung kümmern musste, während die Interaktion mit aufwändigen Kulissen entfiel. Retrospektiv beschrieb er die Bluescreen-Technik als eine Erleichterung für Produktionsteam und Schauspieler.[1]
  • Valorums Vorname „Finis“ wurde erstmals in den zeitgleich mit dem Film erschienenen Begleitwerken zu Episode I – Eine neue Hoffnung genannt. Im Kanon der Lucasfilm Story Group wurde er erstmalig in dem iPhone-Spiel Journeys: The Phantom Menace als „Finis Valorum“ bezeichnet. Das lateinische Wort finis bedeutet „Ende“, der Nachname ist die lateinische Genitiv Plural-Form des Wortes valor, „Wert“. Übersetzt bedeutet sein Name „Das Ende der Werte“, eine Anspielung auf das bevorstehende Ende der Demokratie und der Republik nach Valorums Abwahl.
  • Valorums Werdegang als Jurist, der in einer entlegenen Provinz einen kriminellen Ring zerschlägt, bis zum Senator und Staatsoberhaupt ähnelt dem Aufstieg des römischen Politikers und Schriftstellers Marcus Tullius Cicero, einem der letzten demokratischen Konsuln der römischen Republik. Ebenso wie Cicero, der das Verhalten des Triumvirn Marcus Antonius in einer Rede kritisch angeprangert hatte und daraufhin auf dem Weg ins Exil ermordet wurde, starb auch Valorum an einem Attentat im Auftrag seines politischen Widersachers, da er kurz davor stand, seine Machenschaften aufzudecken.
  • Als George Lucas mit ersten Notizen zu Episode IV – Eine neue Hoffnung begann, fertigte er mehrere Listen mit fiktiven Namen für die Charaktere des Films an. Bereits in seiner ersten Liste fand sich dabei der Name „Valorum“.[3] Ursprünglich sollte Valorum ein dunkler, maskierter Prinz sein, dessen Rolle im fertigen Film letztendlich Darth Vader einnahm.[4] In seinem ersten handschriftlichen Abriss der Filmhandlung aus dem Mai 1974 entwickelte Lucas zwei Haupthandlungsstränge. Der Fokus des Films sollte neben der Heldenreise des Starkiller auch auf Valorums Wandlung von einem imperialen Befehlsempfänger zu einem nur seinem Gewissen verpflichteten Mann liegen. In der ersten Rohfassung des Skripts stellte Lucas ein Treffen zwischen „General Vader“ und Prinz Valorum, einem „Schwarzen Ritter der Sith“, dar, dessen Hauptfunktion darin besteht, den Charakter „Skywalker“ zu jagen. In einer späteren Szene sollte Valorum den Hauptfiguren eine Falle stellen, indem er sich als Kapitän eines Frachtschiffs ausgibt und sie so an Bord gefangennimmt. Zwar kann er sie kurzzeitig zur Aufgabe zwingen, jedoch überwältigen sie seine Gehilfen auf dem Weg zu den Arrestzellen und können anschließend von dem Schiff fliehen. In einer späteren Szene gelingt es Vader und Valorum, den Charakter „Annikin Starkiller“ an Bord des Todessterns gefangenzunehmen. Als Vader den Prinzen darum bittet, den Gefangenen zu exekutieren, realisiert Valorum, dass die Jedi ehrenhafter sind als die Bürokraten, denen er selbst dient. Daher hilft er Annikin dabei, vom Todesstern zu entkommen, und rettet gemeinsam mit ihm die Prinzessin aus einer Zelle auf dem Todesstern. Daraufhin flieht er mit den Rebellen durch eine Müllpresse, deren Wände sich aufeinander zuzubewegen beginnen. Ihr Tod wird durch einen von Skywalker geführten Luftangriff auf den Todesstern verhindert, infolge dessen die Energieversorgung auf der Station versagt. Daraufhin fliehen Valorum, Annikin und die Prinzessin in Rettungskapseln aus dem explodierenden Todesstern. In der ersten vollständigen Drehbuchfassung von Juli 1974 benannte Lucas Valorum in „Dodonna“ um. Valorums Rolle in Episode I – Die dunkle Bedrohung als gutmütiger aber schwacher Kanzler, dessen Macht von Bürokraten niedergehalten wird, ist an das ursprüngliche Konzept des Imperators aus George Lucas’ frühen Entwürfen zu Eine neue Hoffnung angelehnt. Entgegen der späteren Darstellung Palpatines in den weiteren Filmen der Klassischen Trilogie wird der Imperator im Filmroman zu Eine neue Hoffnung dementsprechend als eine isolierte Marionette seiner Berater beschrieben.[3]
  • In dem ursprüngichen Skript zu Episode I – Die dunkle Bedrohung sollte das Misstrauensvotum gegen Valorum zunächst von dem Senator Bail Organa von Alderaan,[5] gespielt von Adrian Dunbar, unterstützt und so in Gang gesetzt werden. Allerdings ließ George Lucas den Namen des Senators während der Produktion in Bail Antilles ändern, bevor die Szene völlig entfiel.[6] In der Romanadaption des Films wird das Misstrauensvotum wiederum von dem roonanischen Senator Edcel Bar Gane unterstützt.[7]
  • Für die The-Clone-Wars-Episode Spuren entwarf der Charakterdesigner Kilian Plunkett im Januar 2012 ein Animationsmodell von Finis Valorum.[8]
  • In dem Rennspiel Super Bombad Racing wird Valorum von dem Synchronsprecher Tom Kane gesprochen. Im englischsprachigen original der The-Clone-Wars-Episode Spuren lieh der Sprecher Ian Ruskin Valorum seine Stimme, im Deutschen übernahm Frank Ciazynski die Synchronisation.
  • In der englischen Version des Star Wars Insider trägt das Interview mit Terence Stamp den Titel „Stamp of Approval“, zu Deutsch „Gütesiegel“, ein Wortspiel mit dem Namen des Darstellers, das jedoch in der deutschen Übersetzung in der 13. Ausgabe des offiziellen Star-Wars-Magazins verloren geht.
  • Das Nachschlagewerk Lexikon der Helden, Schurken und Droiden: Erweitert und aktualisiert gibt Valorums Größe mit 1,70 Metern an, während er laut seinem Eintrag in der Datenbank auf StarWars.com 1,83 Meter groß ist. Da Terence Stamp, der Darsteller des Charakters, ebenfalls 1,83 Meter groß ist, wurde diese Größe für den Kanon-Abschnitt dieses Artikels verwendet.
  • Der Spielwarenhersteller Hasbro produzierte zwei Actionfiguren von Finis Valorum. Das erste Modell des Politikers aus dem Jahr 1999 stammt aus der Kollektion The Phantom Menace und zeigt den Obersten Kanzler mit einem zeremoniellen Stab. Der Actionfigur ist ein Wiedergabegerät beigelegt, das zwei Filmzitate Valorums aus Episode I – Die dunkle Bedrohung abspielen kann.[9] Die zweite Actionfigur wurde ein Jahr darauf als Pack zusammen mit einer Senatswache veröffentlicht.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Star Wars – Das offizielle Magazin (Ausgabe 13, Seite 17ff.: „Terence Stamp – Ein Interview mit Kanzler Valorum aus Episode I“)
  2. 2,0 2,1 The Making of Episode I – The Phantom Menace
  3. 3,0 3,1 The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film
  4. Valorum, Supreme Chancellor Finis in der Databank von StarWars.com (Archiv-Link im Internet Archiv)
  5. Star Wars Insider (Ausgabe 128, Seite 56: „Classic Moment“)
  6. Mistaken Identities auf StarWars.com (Archiv-Link)
  7. Episode I – Die dunkle Bedrohung (Roman)
  8. The Lost One Concept Art Gallery auf StarWars.com
  9. The Phantom Menace – Chancellor Valorum (Figur auf Rebelscum)
  10. The Phantom Menace – Chancellor Valorum & Coruscant Guard (Figur auf Rebelscum)