Sheev Palpatine

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Sheev Palpatine
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Volk:

Naboo[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Haarfarbe:

Weiß[2]

Augenfarbe:
Körpergröße:

1,73 Meter[1]

Biografische Informationen
Todesdatum:

4 NSY[4]

Heimat:

Naboo[1]

Beruf/Tätigkeit:
Meister:

Darth Plagueis[1]

Schüler:
Organisation:
Bewaffnung:

Lichtschwert[1]

Zugehörigkeit:

Sheev Palpatine[6] war ein machtsensitiver Mensch vom Planeten Naboo. Er wurde vom Sith-Lord Darth Plagueis in den Wegen der Dunklen Seite ausgebildet und war als Sith unter dem Namen Darth Sidious bekannt. Als Scheinidentität begann er eine politische Laufbahn als Senator und stiftete im Jahr 32 VSY die Handelsföderation zu ihrer Invasion seines Heimatplaneten Naboo an, woraufhin er nach einem Misstrauensvotum gegen den amtierenden Staatschef zum Obersten Kanzler der Galaktischen Republik gewählt wurde. Aufgrund der Abspaltung der Konföderation unabhängiger Systeme von der Republik erhielt er im Verlauf der Krise vom Galaktischen Senat umfangreiche Sondervollmachten, die ihn zur Bildung der Klonarmee befugten. In den folgenden drei Jahren der Klonkriege war er oberster Anführer beider politischer Systeme und spielte die Seiten gegeneinander aus. Im Jahr 19 VSY gelang es ihm, den Jedi Anakin Skywalker auf die Dunkle Seite zu ziehen. Er ließ die Order 66 ausrufen, die den Tod fast aller Jedi bedeutete, und ernannte sich selbst anschließend zum Imperator des neu gegründeten Galaktischen Imperiums. In den folgenden zwei Jahrzehnten baute er den Herrschaftsbereich der neuen Regierung aus und bekämpfte die Rebellion, die seine Herrschaft zu beenden versuchte. Er starb im Jahr 4 NSY an Bord des zweiten Todessterns beim Versuch, den Jedi Luke Skywalker auf die dunkle Seite zu ziehen.

BiographieBearbeiten

Frühe JahreBearbeiten

Sheev Palpatine stammte vom Planeten Naboo. In der öffentlichen Wahrnehmung war er als souveräner und gut gebildeter Politiker bekannt, der sich durch seine Fürsorge und Hingabe zur Politik großer Beliebtheit erfreute. Sein politisches Engagement brachte ihm die Position des Senators seiner Heimatwelt ein, um in dieser Funktion die Interessen von Naboo vor dem Galaktischen Senat zu vertreten und der amtierenden Königin von Naboo, Padmé Amidala, als Botschafter und Berater zu dienen. Sein autoritärer, ausgeglichener und reservierter Charakter fand unter den anderen Senatoren viel Zuspruch. In diesem Amt erkannte Palpatine, dass der Senat viele Systeme des Äußeren Randes vernachlässigte und sie von wichtigen Entscheidungen ausschloss. Außerdem galt der Senat zu diesem Zeitpunkt bereits als korrupt und unfähig, schnelle Entscheidungen auf den Weg zu bringen. Palpatine galt unter seinen Mitdelegierten als leuchtendes Beispiel und verschaffte sich einen ausgezeichneten Ruf, da er stets beide Seiten eines Konflikts objektiv betrachtete und praktikable Lösungsvorschläge anbot. Selbst der amtierende Oberste Kanzler Finis Valorum griff häufig auf Palpatines weise Ratschläge zurück und ließ sich in seinen Entscheidungen von ihm beeinflussen.[2][1]

Sein Leben als Politiker trennte Palpatine strikt von seiner Identität als Sith.[1] Irgendwann im Laufe seiner Karriere wandte sich Palpatine, der ein außerordentliches Potenzial im Umgang mit der Macht besaß, der Dunklen Seite zu und wurde unter dem Namen „Darth Sidious“ von dem Sith-Lord Darth Plagueis ausgebildet. Plagueis wurde die Fähigkeit zugeschrieben, die Midi-Chlorianer auf eine Weise beeinflussen zu können, dass es ihm möglich war, Leben zu erschaffen und den Tod zu verhindern. Nachdem Palpatine alles lernte, was er von seinem Meister lernen konnte, ermordete er ihn im Schlaf und wurde dabei selbst zu einem Meister der Sith. Geduldig verfolgte Palpatine einen umfangreichen Plan, dessen Ausführung mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen sollte und dessen Ziel die Herrschaft über die Galaxis und die Vernichtung der Jedi war.[3] Auf der Suche nach einem eigenen Schüler traf Sidious die Clanmutter der dathomirischen Nachtschwestern, Talzin, der er zusicherte, sie in den Wegen der Dunklen Seite und als seine rechte Hand auszubilden. Tatsächlich betrog er die Clanmutter und bemächtigte sich eines ihrer vielversprechenden jungen Söhne, um diesen unter dem Namen Darth Maul zu seinen Sith-Schüler heranzuziehen.[7]

Galaktische RepublikBearbeiten

Aufstieg zum Obersten KanzlerBearbeiten

Palpatine, Senator von Naboo

Zur Umsetzung seines Plans war es von entscheidender Wichtigkeit, dass Palpatine zum Obersten Kanzler der Republik aufsteigen würde. Dazu war es nötig, den amtierenden Kanzler Finis Valorum in Misskredit zu bringen. Für Palpatine war es ein Leichtes, den schwachen und verunsicherten Kanzler zu beeinflussen, da dieser ohnehin schon durch Anfeindungen und Korruptionsvorwürfe unter Druck geraten war. Auf Palpatines Empfehlungen hin setzte Valorum eine Reform durch, die die gleichberechtigte Besteuerung der Freien Handelszonen einführte. Diese Vorgehensweise ging für die Handelsföderation mit finanziellen Nachteilen einher, da sie bisher von den günstigen Handelszöllen profitierte. Auf der anderen Seite stachelte Palpatine in der verdeckten Identität als Darth Sidious die Unruhen innerhalb der Handelsföderation und ihrer neimoidianischen Führungsspitze unter Vizekönig Nute Gunray an. Er unterstützte sie in ihrem Vorhaben, den wehrlosen Planeten Naboo zu blockieren und somit den Galaktischen Senat unter Druck zu setzen. Die Handelsföderation sah vor, die noch junge und unerfahrene Königin Amidala zur Unterzeichnung eines Vertrags zu zwingen, der die Blockade legalisierte. Allerdings gelang Amidala mit der Hilfe der beiden Jedi Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi die Flucht, woraufhin Palpatine seinen Sith-Schüler Darth Maul auf sie ansetzte. Nach ihrer Ankunft auf Coruscant trug Amidala die Notlage ihres Volkes dem Galaktischen Senat vor. Kanzler Valorum, der die Besteuerung der Freien Handelsrouten als notwendige Reform der Gleichberechtigung betrachtete, hatte nicht damit gerechnet, dass die Handelsföderation einen derart drastischen Weg gehen und einen militärischen Boykott durchführen würde. Mit seinem unpopulären Entschluss stand der Kanzler in der Verantwortung und geriet in Erklärungsnot. Königin Amidala ließ sich von Palpatine insofern beeinflussen, als dass sie als Folge der Krise einen Misstrauensantrag gegen den Obersten Kanzler stellte, der die Zustimmung des Senats erhielt. In der anschließenden Neuwahl ging Palpatine zu seiner scheinbaren Überraschung als Sieger hervor.[2] Der Sympathiebonus aus der schwer zu lösenden Naboo-Krise, seine oft geäußerte Einstellung gegen die vorherrschende Korruption innerhalb der Republik und sein makelloses Bild in der Öffentlichkeit sprachen für seine Wahl zum Obersten Kanzler.[8]

Die Naboo-Krise wurde schließlich durch die überraschende Initiative von Königin Amidala beigelegt, die das Volk der Naboo und der Gungans einte, um in einer gemeinsamen Anstrengung für die Befreiung ihrer Heimatwelt einzustehen und die Anführer der Handelsföderation, einschließlich Vizekönig Gunray, gefangen zu nehmen und vor Gericht zu stellen. Dennoch sollte die Handelsföderation weiter bestehen, da sie zu einem großen Teil die wirtschaftliche Lage vieler Welten regelte. Nach Beendigung der Krise reiste Palpatine zu seiner Heimatwelt, um an den Feierlichkeiten und der Trauerzeremonie des getöteten Jedi-Meisters Qui-Gon Jinn teilzunehmen. Während der Ereignisse verlor Palpatine seinen Sith-Schüler, da Darth Maul im Kampf gegen Obi-Wan Kenobi unterlag und schwer verwundet in die Tiefen eines Reaktorschachts stürzte.[2] Wie Palpatine erfuhr, spielte der machtsensitive und von Tatooine stammende Sklavenjunge Anakin Skywalker eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Handelsföderation. Aufgrund seines außerordentlichen Potenzials in der Macht und seiner vermeintlichen Rolle als Auserwählter einer uralten Prophezeiung entschied man sich, Anakin zu einem Jedi auszubilden. Palpatine verfolgte die Zukunft des Jungen mit großem Interesse.[1]

Erhebung der SeparatistenBearbeiten

Die Jedi waren sich nun nach der Krise auf Naboo und nach der Begegnung mit Darth Maul sicher, dass ein führender Kopf hinter den Angelegenheiten steckte. Doch der Hohe Rat der Jedi konnte nicht feststellen, ob der gefallene Sith Darth Maul nun der Meister oder der Schüler gewesen war, was den Rat vor eine gewisse Hilflosigkeit stellte. Tatsächlich hatte man keine weiteren Spuren, um Ermittlungen über die Sith anzustellen, zumal diese bereits seit Jahrhunderten als ausgestorben galten.[2] Während des folgenden Jahrzehnts lenkte Palpatine die Geschicke der Republik mit großer Hingabe und betonte stets seine Liebe zur Demokratie. Um ihn herum versammelten sich loyale Anhänger wie beispielsweise sein treuer Berater Mas Amedda. Zudem führte Palpatine die schrittweise Verwandlung der Senatswache zu seiner persönlichen Ehrengarde ein, die den Kanzler überallhin begleitete. Gleichzeitig arbeitete er als Darth Sidious an der nächsten Phase seines Plans zur Unterwerfung der Galaxis. Auf der Suche nach einem neuen Schüler stieß er auf den Jedi Dooku, der sich bereits mit den dunklen Künsten beschäftigte und seinem Orden abtrünnig wurde. Dookus Rolle in Palpatines größerem Plan war die Gründung einer Separatistenbewegung, um den zahllosen Sternsystemen, die mit der Republik unzufrieden waren, eine Alternative zu bieten. Diese unzufriedenen Systeme schlossen sich Dookus Konföderation an, die mit der Handelsföderation, der Handelsgilde und dem Intergalaktischen Bankenverband ein starkes Bündnis militärischer und finanzieller Absicherung bot und sich zu einer zunehmenden Bedrohung für die Galaktische Republik entwickelte. Gerade in dieser Zeit des Separatismus schien sich der Senat immer weiter im Netz endloser Debatten und Grundsatzabstimmungen zu verfangen, ohne dass Aussicht auf eine Einigung und Verbesserung der Zustände bestand, was einen starken Vorsitzenden umso wichtiger machte. Als sich Palpatines zweite Amtszeit dem Ende neigte und er per Gesetz nicht erneut für das Amt des Kanzler kandidieren konnte, sprach der Senat ihm das Vertrauen aus und behielt ihn weiterhin im Amt. Palpatines besonnener Führungsstil galt als geeignetes Mittel, um der Krise zu begegnen. Somit weitete sich Palpatines Macht auf beiden Seiten des Konflikts aus, da er sowohl in der Republik als auch in der Konföderation eine hochrangige und befehlshabende Gewalt darstellte. Zwar galt Dooku, der sich als Sith auch Darth Tyranus nannte, in der Öffentlichkeit als Anführer der Konföderation unabhängiger Systeme, doch tatsächlich war er lediglich eine Identifikationsfigur, die mit seinem charismatischen Auftreten und seiner idealistischen Vision zahlreiche Anhänger an sich binden sollte, während Palpatine selbst als Darth Sidious die Geschicke der Konföderation im Geheimen lenkte. So konnte er beide Seiten gegeneinander ausspielen und sein Vorhaben nach eigenen Wünschen strukturieren und koordinieren. Insbesondere die Jedi und ihre Rolle als Hüter des Friedens sollte durch das Erstarken der Konföderation Schaden nehmen und im Bewusstsein der Öffentlichkeit allmählich in Verruf geraten.[5][1]

Der Separatismus stürzte die Republik in eine Krise.

Die schwindende Anhängerschaft der Republik und der immer größer werdende Einfluss der Konföderation, zwang den Senat zu drastischen Maßnahmen. Die Befürchtung, die Konföderation würde sich für einen kommenden Krieg wappnen, warf innerhalb des Senats die Frage auf, was die Republik – die selbst über keine militärische Streitmacht von galaktischem Ausmaß verfügte – gegen eine drohende Eskalation des Konflikts unternehmen konnte.[1] Der Jedi-Meister Sifo-Dyas erkannte diese Problematik schon viele Jahre zuvor und gab bei den Klon-Experten auf Kamino im Namen der Republik heimlich eine Klonarmee in Auftrag. Als Palpatine von dieser eigensinnigen Maßnahme erfuhr, sorgte er dafür, dass die Klonarmee vor der Republik und den Jedi solange geheim blieb, bis sie auf eine Streitmacht dieser Größenordnung dringend angewiesen sein würden.[9] Während der Separatistenkrise warb Palpatine zunächst für eine friedliche Beilegung des Konflikts und richtete ein Loyalisten-Komitee ein, dem unter anderem die Senatoren Bail Organa und Padmé Amidala angehörten. Das Komitee sollte Verhandlungen mit den Separatisten in Gang bringen, welche Dooku aber auf Anweisung seines Meisters abschmetterte.[1] Als die Rufe nach einer republikanischen Armee immer lauter wurden, sollte eine Abstimmung endlich Gewissheit bringen. Der Tag der Entscheidung wurde aber von einem Terroranschlag gegen Senatorin Amidala überschattet, sodass die anberaumte Sondersitzung vertagt werden musste. Amidala entkam dem Anschlag nur knapp, woraufhin Palpatine die Senatorin in den Schutz der Jedi Obi-Wan Kenobi und seinem Padawan Anakin Skywalker stellte, die gerade von einem Grenzkonflikt auf Ansion zurückgekehrt waren. Später, nach einem weiteren Anschlag auf Padmés Leben, konnten Obi-Wan und Anakin die Spur der Attentäterin Zam Wesell aufnehmen. Sie verfolgten die Clawditin, doch wurde sie von einem Giftpfeil getötet, der wiederum von dem Kopfgeldjäger Jango Fett von einem nahen Gebäude aus abgefeuert wurde. Weitere Ermittlungen führten Obi-Wan zum Planeten Kamino, während Anakin nach Naboo reiste, um für die Sicherheit der Senatorin zu sorgen.[5]

Im Verlauf seiner Kanzlerschaft baute Palpatine ein gewisses Vertrauensverhältnis zu dem jungen Anakin Skywalker auf, den er immer wieder in seinen Fähigkeiten bestätigte und ihm jenen Zuspruch gab, den der Padawan selbst von seinem Meister Obi-Wan und dem Jedi-Rat vermisste. Palpatine wählte Anakin schon frühzeitig als potenziellen Schüler aus, der eines Tages Dookus Platz an seiner Seite einnehmen würde. Aus diesem Grund hielt er den Kontakt zu dem Jedi aufrecht, sodass Anakin den Kanzler nicht nur als Freund und Förderer wahrnahm, sondern auch als Vaterfigur ansah, da er selbst keinen Vater besaß.[5]

KlonkriegeBearbeiten

Steuerung der KlonkriegeBearbeiten

Während die eigentliche Abstimmung über das neue Militärgesetz in langwierigen Debatten über Sinn und Unsinn unterzugehen schien, entdeckte Obi-Wan während seiner Ermittlungen auf Kamino eine gewaltige und einsatzbereite Armee von Klonkriegern, die im Namen der Republik in Auftrag gegeben worden war. Durch einen weiteren Bericht von Kenobi, dessen Ermittlungen ihn bis nach Geonosis führten, wurde bekannt, dass sich Dooku und seine Separatistenallianz zur Konföderation unabhängiger Systeme zusammenschloss und Vorkehrungen trafen, der Republik den Krieg zu erklären. Mit ihren finanziellen und technologischen Möglichkeiten stellte die Konföderation ihrerseits eine riesige Droidenarmee auf. Dies machte vorherige Verlautbarungen über einen bevorstehenden Kriegsausbruch zu einer beschlossenen Sache und es bestand dringender Handlungsbedarf, um die Republik für den drohenden Krieg zu rüsten. Doch der Senat war zermürbt, unentschlossen und stellte sich in sämtlichen Angelegenheiten quer, sodass Reformen nur schwer oder überhaupt nicht durchzusetzen waren. In einer letzten Beratung mit einigen Jedi und Senatoren sowie dem Loyalisten-Komitee brachte Palpatines treuer Berater Mas Amedda den Vorschlag hervor, den Kanzler mit umfangreichen Notstandsvollmachten auszustatten, um den Einsatz der auf Kamino bereitgestellten Klonarmee zu genehmigen. Dieser Schritt war unausweichlich, da die Republik in so kurzer Zeit keine andere Streitmacht aufstellen konnte. Die Jedi alleine schienen einem Konflikt dieser Größenordnung nicht gewachsen, zumal sie sich selbst als Friedenshüter betrachteten und nicht als Soldaten. Die Erlassung von Notstandsvollmachten würde zwar die Debatten beenden und den Prozess beschleunigen, doch der Antrag dazu musste den Senat ebenso überzeugen. Daraufhin erklärte sich der Gungan Jar Jar Binks, der während Amidalas Abwesenheit ihr Stellvertreter war, bereit, den Antrag im Senat zu stellen. In einer anschließenden Sitzungen richtete Binks einen Appell an das versammelte Gremium und stellte das Vorhaben vor, das trotz der Tragweite rege Zustimmung erhielt. So übertrug man dem Kanzler wichtige Exekutivrechte, was dieser scheinbar nur widerstrebend und demütig akzeptierte. Mit diesen Notstandsvollmachten ausgestattet, besaß Palpatine die Entscheidungsfreiheit, neue Gesetze auch ohne vorherige Abstimmung im Senat zu verabschieden. Er versprach, die ihm gewährten Befugnisse wieder abzugeben, sobald die Krise vorüber sei. Als erste Maßnahme willigte Palpatine der Aufstellung der Klontruppen auf Kamino ein, um der Bedrohung der Separatisten zu begegnen. Im Anschluss an die Sondersitzung leiteten die anwesenden Jedi-Meister Mace Windu und Yoda sofort die notwendigen Schritte ein. Während Windu mit einer Jedi-Streitmacht nach Geonosis reiste, um die dort von den Separatisten gefangen gehaltenen Jedi Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker sowie Senatorin Amidala zu befreien, machte sich Yoda auf den Weg nach Kamino, wo er die Klonarmee in Augenschein nahm und diese zu ihrem ersten Einsatz nach Geonosis begleitete. Nur mithilfe der Klontruppen gelang es der Republik, die Schlacht von Geonosis – die den Auftakt der Klonkriege darstellte – mit großen Verlusten auf Seiten der Jedi für sich zu entscheiden.[5]

Palpatine steuerte beide Fraktionen der Klonkriege.

Die Konföderation und insbesondere Dooku als deren Identifikationsfigur trugen ihre progressive Botschaft des Separatismus zu vielen weiteren Welten in der Galaxis und hielten den Krieg mit der Republik über eine Dauer von drei Jahren aufrecht. Trotz einiger Hinweise blieben die Jedi in Unkenntnis darüber, dass Palpatine als Strippenzieher beide Parteien des Kriegs kontrollierte und gegeneinander ausspielte.[10] Gerade in der Anfangszeit des Kriegs musste Palpatine die Kräfteverhältnisse der beiden Fraktionen abstimmen, um zu verhindern, dass weder die Republik noch die Konföderation einen entscheidenden Vorteil erlangen und den Krieg vorzeitig zu einem Ende bringen konnte.[1] Als Darth Sidious delegierte Palpatine entsprechende Befehle an den kommandierenden Droidengeneral Grievous oder an seinen Sith-Schüler Dooku. Letzterer nahm mit der Dunklen Jedi Asajj Ventress eine eigene Schülerin auf, die er in zahlreichen Missionen als Attentäterin und Vollstreckerin einsetzte.[10] Einige Zeit nach der Schlacht von Geonosis entführte Ventress den Sohn des Verbrecherlords Jabbas und brachte in nach Teth, wo Sidious sich in das Gespräch Ventress' und Dookus einklinkte, um sich der Entführung des jungen Hutten zu versichern. Ihre Absicht war es, die Entführung so aussehen zu lassen, als seien die Jedi dafür verantwortlich. Allerdings gelang es der Republik und den Jedi, Rotta zu befreien. Darth Sidious Plan, die Republik zu schwächen und ein Bündnis mit den Hutten zu verhindern, scheiterte. Stattdessen schloss die Galaktische Republik einen Vertrag mit der kriminellen Organisation Jabbas, sodass die Flotte dessen Raumregionen zur Durchquerung nutzen konnte.[11] Nachdem Nute Gunray während einer Mission auf Rodia gefangen genommen wurde, kontaktierte Palpatine den rodianischen Senator und versicherte ihm, dass Hilfsgüter auf dem Weg seien.[12] Insgeheim fürchtete sich Palpatine jedoch, dass der gefangene Gunray einem Verhör durch die Jedi nicht standhielt und unter anderem sensible Informationen offenbarte, sodass der Sith-Lord sich mit Dooku in Verbindung setzte, um ihm die Befreiung oder Tötung Gunrays zu überlassen. Dooku versicherte Darth Sidious, dass Ventress diese Aufgabe zu dessen Zufriedenheit ausführen würde, doch der Sith-Lord war skeptisch. Letzten Endes gelang es Ventress, Gunray zu befreien.[13] Später trat Palpatine mit Hondo Ohnaka in Verhandlung, dem es gelungen war, Dooku gefangen zu nehmen. Der Pirat bot der Republik Dooku als Gefangenen an, sollte sie ihn dafür entlohnen. Als Kanzler ging Palpatine auf den Tauschhandel ein und entsandte eine Eskorte nach Florrum. Dooku gelang später jedoch die Flucht und konnte einer Gefangennahme entgehen.[14] Während der Rückeroberung des Planeten Ryloth, war Palpatine an taktischen Besprechungen zugegen, bei denen die Eroberung Lessus und die Gefangennahme Emir Wat Tambors besprochen wurden.[15]

Anhaltender KriegBearbeiten

Im weiteren verlauf des Kriegs kontaktierte Palpatine in der Gestalt seines alter Egos den Kopfgeldjäger Cad Bane und gab ihm den Auftrag, in den Jedi-Tempel einzubrechen, um dort ein Holocron zu stehlen, das die Namen von machtsensitiven Kindern enthielt, die der Jedi-Orden zu gewisser Zeit in seine Obhut nehmen würde.[16] Bane gelang es, das Holocron zu entwenden und auf dessen Grundlage mehrere Kinder zu entführen und nach Mustafar zu bringen, wo der über Hologramm zugeschaltene Sidious die gekidnappten Kinder untersuchte. Der Sith malte sich eine Zukunft aus, in der er eine Armee der Dunklen Seite unter sich hatte, die als Agenten in der ganzen Galaxis ihm dienen sollten. Als die Jedi die Anlage entdeckten und infiltrierten, sorgte Sidious dafür, dass die Anlage zerstört wurde.[17] Palpatines Augenmerk fiel später während der Schlacht von Malastare auf eine andere Sache: Die Panzerschuppen des auf Malastare wieder entdeckten Zillo-Biests. Da Palpatine unter allen Umständen die Widerstandskraft der Schuppen aufdecken wollte, um sie militärisch zu nutzen, kam es zu einem Zwischenfall auf Coruscant, als das Tier ausbrach und schwere Verwüstungen anrichtete.[18] Während der Geschehnisse auf Coruscant war das Tier besonders darauf erpicht, Palpatine zu schaden, da es spürte, dass er es war, der befohlen hatte, das Tier zu schädigen. Später wurde das Tier getötet, doch Palpatine befahl ohne Wissen der Jedi den Abtransport des Tieres, damit es geklont werden konnte.[19]

Als die Jedi einen mit den Separatisten kollaborierenden Senator, Rush Clovis, des Verrats bezichtigten, kam es kurzerhand zu einer erneuten Invasion des Planeten Geonosis. Während der ersten Angriffsphase war Palpatine der Einsatzbesprechung zugeteilt und überwachte die Geschehnisse.[20] Einige Zeit später kam es auf Mandalore zu einem Bürgerkrieg, bei dem Terroristen der Todeswache die Kontrolle über die mandalorianische Heimatwelt erlangen wollten. Im Senat wurde daraufhin debattiert, ob eine Entsendung von Friedenstruppen notwendig sein würde, da der Planet dann unter die Hand der Republik fiel. An der Öffentlichkeit wahrte Palpatine zwar das Bild des Obersten Kanzlers, doch zeigte er sich auch da als Befürworter einer Truppenentsendung. Letzten Endes wurde eine Einmischung der Republik jedoch verhindert und Mandalore blieb vorerst von einer Besetzung mit Friedenstruppen verschont.[21] Später verbot Palpatine im Einklang mit dem Senat die Kontaktaufnahme einzelner Senatoren mit Mitgliedern des Separatisten-Parlaments, doch Padmé Amidala war darauf bedacht, neue Friedensgespräche zwischen der Galaktischen Republik und der Konföderation unabhängiger Systeme einzuleiten. Aus diesem Grund wandte sich die Senatorin an den Hohen Rat der Jedi, um ihn zu bitten, Palpatine davon zu überzeugen das Verbot aufzuheben. Da Anakin Skywalker den Rat nicht in der Verantwortlichkeit sah, Palpatine bei der Ausübung der Politik zu maßregeln, fasste Senatorin Amidala den Entschluss, eigenverantwortlich Friedensgespräche aufzunehmen, und erreichte im Senat der Separatisten durch die Hilfe Mina Bonteris eine Abstimmung, die eine Gesprächsaufnahme zum Ergebnis hatte. Amidala reiste zurück nach Coruscant, wo sie Palpatine von den Dingen unterrichtete. Trotz seiner Skepsis und einiger Besorgnis stellte er auch den Galaktischen Senat vor die Wahl, Verhandlungen aufzunehmen, befahl jedoch insgeheim Dooku, einen Angriff auf den Senat zu inszenieren.[22] Während eines Aufenthalts auf der mystischen Welt Mortis bekam der Anakin Skywalker von dem Sohn in einer Vision gezeigt, dass sich Palpatine zum Imperator aufschwingen würde, doch sorgte der Vater dafür, dass dieser Blick in die Zukunft aus dem Gedächtnis des Jedi gelöscht wurde.[23] Da Palpatine später befürchtete, dass Dooku ihn mit der Hilfe seiner Dienerin Asajj Ventress irgendwann hintergehen könnte, befahl er dem Grafen, Ventress als Beweis seiner Loyalität zu töten. Widerwillig gab Dooku während der Schlacht von Sullust den Befehl, seine Schülerin beschießen zu lassen, doch sie überlebte und schwor Rache an ihrem einstigen Meister, indem sie sich einen eigenen Schüler namens Savage Opress mithilfe der Nachtschwesternmutter Talzin heranzog.[24] Als Grievous auf Naboo durch die Gungans gefangen genommen wurde, war sich Sidious bewusst, dass er mit der Gefangennahme des Droidengenerals eine wichtige Figur innerhalb seines Plans verloren hatte. Er instruierte daraufhin Dooku, Anakin Skywalker gefangen zu nehmen und ihn gegen Grievous auszutauschen. Sidious Plan, Grievous zu befreien, glückte schließlich.[25]

Darth Sidious kontaktiert seinen Schüler über Zygerria.

Später befahl Sidious seinem Schüler nach Zygerria zu fliegen, um die amtierende Königin Miraj Scintel zu zwingen die zygerrianischen Sklaven den Sith bereitzustellen. Auf Anraten seines Meisters tötete Dooku die Königin, als diese sich weigerte mit den Sith zu verhandeln.[26] Im Zuge der Klonkriege entwickelte der phindanische Kopfgeldjäger Moralo Eval im Auftrag von Graf Dooku einen Plan zur Gefangennahme von Kanzler Palpatine. Die Jedi erfuhren von dem Plan der Konföderation und setzten Obi-Wan Kenobi ein, der die Reihen der Kopfgeldjäger, die Dooku einsetzen wollte, um Palpatine auf Naboo gefangen zu nehmen, zu infiltrieren. Dazu täuschte man den Tod des Jedi vor. Palpatine war später bei der Beerdigung Obi-Wan Kenobis zugegen und machte sich bald darauf auf, um nach Naboo zu reisen, um dem Festival des Lichts beizuwohnen.[27] Auf Naboo gelang es Dooku in den Palast einzudringen, während Cad Bane und andere Kopfgeldjäger Palpatine entführten. Das Vorhaben konnte jedoch gestoppt werden und Obi-Wan Kenobi offenbarte, dass er nicht gestorben war. Da die Kopfgeldjäger augenscheinlich gestoppt wurden, zogen die Sicherheitsdienste ab und Anakin Skywalker ging mit Palpatine in den Palast, wo sie auf Dooku trafen. Dieser verwickelte Skywalker in einen kampf und Palpatine konnte sich von der Kraft des jedi abermals überzeugen. Mit dem Eingreifen Obi-Wan Kenobis flüchtete Dooku von Naboo und ließ die Jedi mit Palpatine zurück.[28]

Gegen KriegsendeBearbeiten

Darth Sidious stellt die beiden Zabrak-Brüder.

Wie Palpatine zu seiner Überraschung feststellen musste, kehrte sein ehemaliger und totgeglaubter Sith-Schüler Darth Maul im Verlauf der Klonkriege zurück. Dank seiner Stärke in der Dunklen Seite der Macht konnte sich Darth Maul trotz seiner tödlichen Verletzungen, die er im Kampf gegen Obi-Wan Kenobi auf Naboo erlitt, am Leben erhalten und sich auf dem Planeten Lotho Minor zurückziehen. Dort wurde er von seinem leiblichen Bruder Savage Opress geborgen und zu seiner Mutter Talzin nach Dathomir gebracht, wo sie ihren verschollenen Sohn bei sich aufnahm. Talzin, die zu dieser Zeit ein körperloses Dasein fristete, da sie aufgrund eines Angriffs von Dooku in das Reich der Geister fliehen musste, verwendete die letzten Reserven ihrer verbliebenen Magie, um Darth Maul von seinen Verletzungen zu heilen. Die Wiederherstellung ihres Sohnes zwang sie dazu, ihre körperliche Gestalt endgültig aufzugeben und gänzlich in das Reich der Geister abzutauchen.[30] Als Palpatine von der Rückkehr seines ehemaligen Schülers erfuhr, reagierte er zunächst abwartend und zögerlich. Er warnte die Jedi davor, zu viele Ressourcen für die Ergreifung eines einzelnen Attentäters aufzuwenden. Insbesondere nachdem die Brüder Savage Opress und Darth Maul die Jedi Adi Gallia getötet hatten und Obi-Wan Kenobi und Hondo Ohnakas Piratenbande entkommen konnten, bat Palpatine den Orden, keine weiteren Ressourcen mit der Jagd nach Maul zu verschwenden, sondern sich wieder dem eigentlichen Kriegsgeschehen zuzuwenden. Gleichzeitig schmiedete Palpatine eigene Pläne, um mit der Rückkehr seines ehemaligen Schülers umzugehen.[31] Darth Mauls Ambitionen, Rache an den Jedi und insbesondere an seinen früheren Meister Darth Sidious zu üben, entwickelte sich für Palpatine allmählich zu einem Störfaktor. Dies erreichte ihren vorläufigen Höhepunkt als Maul das so genannte Schattenkollektiv unter seiner Führung zusammenstellte und damit eine schlagkräftige Vereinigung zwischen der mandalorianischen Todeswache, der Schwarzen Sonne, dem Pyke-Syndikat und dem Huttenkartell bildete, mit der es ihm gelang, den Planeten Mandalore zu erobern. Die Handlungen seines früheren Schülers drohten, eine für den Sith-Lord unkontrollierbare Dynamik anzunehmen, weswegen sich Palpatine dazu entschloss, sich dieser Sache selbst anzunehmen. Als Darth Sidious reiste er nach Mandalore und drang in den Königlichen Palast auf Sundari ein, in dem sich sowohl Darth Maul als auch Savage Opress befanden.[32] Darth Maul log Sidious an, er hätte die Eroberung Mandalores getätigt, um an Sidious' Seite zurückzukehren, doch dieser durchschaute ihn und betrachtete ihn nicht mehr als Schüler, sondern als Rivalen.[33] Sidious attackierte die beiden Zabrak und tötete im Kampf Savage Opress, während er Darth Maul entwaffnete und mit Macht-Blitzen am Boden hielt, um ihn zu foltern.[32] Sidious nahm Maul in Gewahrsam und sperrte ihn in das Hochsicherheitsgefängnis auf Stygeon Prime ein, da er dem Sith zu einem späteren Zeitpunkt dazu dienen sollte, Talzin endgültig zu vernichten.[7]

Mit Voranschreiten des Kriegs verloren die Jedi zunehmend an Ansehen – was Palpatine mit dem Krieg auch bezwecken wollte. Als es auf Coruscant zu einem Bombenanschlag gegen den Jedi-Tempel kam und Anakins Padawan Ahsoka Tano als Drahtzieherin verdächtigt wurde, wollten die Jedi dies zunächst als innere Angelegenheit behandeln. Nach Protesten vor dem Tempelgebäude durch die Bevölkerung Coruscants und den Forderungen von Admiral Wilhuff Tarkin sah sich der Jedi-Rat dazu gedrängt, Padawan Tano aufgrund der dichten Beweislage aus dem Orden auszuschließen und der Gerichtsbarkeit eines militärischen Prozesses zuzuführen. Kanzler Palpatine führte hierbei den Strafprozess an und sollte auch die Urteilsverkündung vornehmen. Zwar konnte die Unschuld der jungen Padawan nachgewiesen und stattdessen die verräterische Jedi Barriss Offee als wahre Täterin enttarnt werden, doch der Ruf der Jedi hatte durch diese Affäre ohnehin schon Schaden genommen.[34]

Auch wenn Palpatines großer Sith-Plan weitestgehend nach seinen Vorstellungen ablief, musste er gerade in der Endphase des Krieges einige Anstrengungen unternehmen, um seine Intrige vor den Jedi weiter geheim zu halten. Ein wichtiger Teil seines Plans zur Auslöschung der Jedi waren die Konkrieger, welche er mithilfe der geheimen Order 66 gegen die Jedi aufbringen konnte. Jeder Klon bekam während seiner Entstehung einen Inhibitor-Chip in seinen Kopf implantiert, der für eine gezielte Beeinflussung sorgte. Während eines Gefechts auf der orbitalen Raumstation von Ringo Vinda drohte dieses Geheimnis aufzufliegen, als der Inhibitor-Chip des Soldaten Tup eine Fehlfunktion offenbarte, sodass dieser plötzlich das Feuer gegen die Jedi-Meisterin Tiplar eröffnete und diese tötete. Admiral Trench, der die separatistischen Streitkräfte bei Ringo Vinda befehligte, entdeckte den Vorfall und informierte Dooku, der unverzüglich seinen Meister kontaktierte.[35] Trotz seiner Anstrengungen konnte Palpatine nicht verhindern, dass Tup die Klonanlagen von Kamino erreichte, um dort untersucht zu werden. Es stellte sich heraus, dass Tups implantierter Chip defekt war, was die vorzeitige Auslösung der Order 66 hervorrief. Mithilfe der Mitverschwörer – Premierminister Lama Su und Wissenschaftlerin Nala Se – konnte das Geheimnis gewahrt bleiben. Einzig Tups Freund, der Klonkrieger Fives, kam hinter die Intrige des Kanzlers, wurde aber dermaßen diskreditiert und mit mithilfe einer Droge manipuliert, dass er mit seinem schwerwiegenden Vorwurf kein Gehör fand. Palpatine setzte seine Stoßtruppen auf den Soldaten an und ließ ihn schließlich töten. Nach dem Vorfall ließ der Kanzler sämtliche Beweise verschwinden und verklärte die Ereignisse insofern, als dass Tup und Fives von einem fremdartigen Parasiten befallen waren und sich deswegen so eigenartig verhielten.[36] Nicht lange danach stellten die Jedi Ermittlungen im Todesfall Sifo-Dyas an, jenem Jedi-Meister, der Jahre zuvor die Klonarmee in Auftrag gab. Dooku hatte nicht alles Spuren verwischt, womit er den Zorn seines Meisters auf sich zog. Der Graf reiste nach Oba Diah, um dort einen wichtigen Zeugen in dieser Sache namens Silman zu töten. Dies gelang ihm zwar, doch kamen die Jedi Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi im Kampf gegen den Sith hinter dessen Identität als „Lord Tyranus“. Diese Information war ein wichtiges Puzzlestück für den Jedi-Rat, da bereits bekannt war, dass die Genvorlage der Klonkrieger – Jango Fett – von einem Lord Tyranus rekrutiert worden war. Fortan wussten die Jedi, dass die republikanische Klonarmee in Wirklichkeit von ihrem Feind zur Verfügung gestellt wurde. Da die Ermittlungen ins Leere liefen und die Information über die wahre Herkunft der Klone innerhalb der Republik zu Unruhen führen konnte, behielten die Jedi diese Erkenntnis für sich.[37]

Palpatines VerführungenBearbeiten

Im dritten Jahr der Klonkriege sah Palpatine den Zeitpunkt gekommen, die letzte Phase seines Planes einzuleiten. Dazu gehörte auch die Verführung von Anakin Skywalkers, den Palpatine aufgrund seiner außerordentlichen Fähigkeiten im Umgang mit der Macht und seinen bisherigen Leistungen im Verlauf des Kriegsgeschehens schon lange als potenziellen Sith-Schüler auserkoren hatte. Dooku, der seinen Zweck mit der Gründung und dem Aufbau der Konföderation unabhängiger Systeme erfüllt hatte, sollte durch Anakin ersetzt werden. Dank seiner jahrelangen Fürsprache wurde der Kanzler zu einer väterlichen Vertrauensperson für den jungen Jedi, dem er auch Dinge anvertrauen konnte, die er vor dem Jedi-Rat und sogar vor seinem Meister Obi-Wan Kenobi geheim halten musste. So hatte Anakin dem Kanzler auch gestanden, dass er auf Tatooine Tusken-Räuber getötet hatte, um den Tod seiner Mutter zu rächen. Palpatine bestärkte den jungen Jedi darin, dass Rache völlig natürlich sei, und förderte die Individualität seines Charakters. Dem gegenüber standen die Jedi, die auf ihre Prinzipien beharrten und immer wieder betonten, das Beziehungen und Besitz nicht dem Kodex entsprachen. Die Ehe zwischen Anakin Skywalker und Senatorin Padmé Amidala, die sie unmittelbar nach Ausbruch der Klonkriege schlossen, würde der Rat ebenfalls missbilligen, weswegen er dies vor den Jedi verbarg. Um Anakins Empfänglichkeit für die Dunkle Seite zu erproben, inszenierte Palpatine seine eigene Entführung von Coruscant durch eine Invasion der Separatisten unter dem Kommando von General Grievous. Da die Jedi mit den republikanischen Streitkräften aufgrund des anhaltenden Kriegs überall in der Galaxis verstreut waren, gelang es dem Droidengeneral in einem schnellen Manöver, in die Zentralwelt einzufallen und sich des Kanzlers zu bemächtigen. Seine Geisel brachte er dann zu seinem Flaggschiff, der Unsichtbaren Hand, in den Orbit von Coruscant, wo daraufhin eine Schlacht zwischen den Separatisten und der Republik entbrannte.[3]

Palpatine bringt Anakin dazu Dooku zu enthaupten.

Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi wurden beauftragt, Grievous’ Flaggschiff zu infiltrieren und den Kanzler aus seiner Geiselhaft zu befreien. Erschwerend kam hinzu, dass die Unsichtbare Hand ein Hauptziel der republikanischen Kampfverbände war und schwer unter Beschuss genommen wurde. Nachdem es den beiden Jedi gelang, in das Flaggschiff einzudringen, erreichten sie nach einigen Komplikationen das Observationsdeck, wo der Kanzler an einem Stuhl gefesselt war. Bevor Anakin und Obi-Wan den Kanzler befreien konnten, mussten sie sich gegen Graf Dooku in einem Lichtschwertkampf messen, da dieser kurz darauf in Begleitung von zwei B2-Superkampfdroiden auftauchte. Zwar gelang es Dooku, Obi-Wan mithilfe der Macht aus dem Kampf zu nehmen und bewusstlos zu schlagen, doch stachelte er damit nur noch mehr den Zorn von Anakin Skywalker an. Der Jedi schlug in einer schnellen Parade beide Hände des Separatistenführers ab und nahm dessen Lichtschwert an sich. Auf Palpatines Anstachelungen hin enthauptete Anakin den wehrlosen Sith, der sich selbst vom Verrat seines Meisters überrascht zeigte. Durch diese Tat sah sich Palpatine in seiner Annahme bestätigt, dass Anakin allmählich bereit war, der Dunklen Seite zu erliegen. Da die Zeit drängte und die Unsichtbare Hand aufgrund ihrer schweren Beschädigungen drohte, von der Gravitation Coruscants angezogen zu werden und abzustürzen, mussten sie das Schiff schnellstmöglich verlassen. Palpatine legte nahe, den bewusstlosen Obi-Wan zurück zu lassen, was für Anakin aber nicht in Frage kam. Auf ihrem Weg zurück zum Hangar wurden die beiden Jedi und der Kanzler von General Grievous aufgegriffen und festgenommen. Obi-Wan, der inzwischen wieder bei Bewusstsein war, und Anakin konnten dank eines Ablenkungsmanövers von R2-D2 das Blatt zu ihren Gunsten wenden und den Droidengeneral zur Flucht zwingen. Das Flaggschifff war inzwischen so schwer beschädigt, dass die hintere Sektion abbrach und der vordere Abschnitt geradewegs auf die Oberfläche Coruscants zuraste. Anakin übernahm die Kontrolle und steuerte das brennende Wrack auf eine Landebahn zu, wo er eine Bruchlandung hinlegte.[3]

Der Tod von Dooku galt als entscheidender Schritt in Richtung Kriegsende, doch wie Palpatine in einem Gespräch mit Jedi-Meister Mace Windu betonte, würde der Krieg solange weiter gehen, wie sich General Grievous auf der Flucht befand. Die Handlungen des Kanzlers und sein widerstrebender Wille, den Krieg zu beenden und seine Sondervollmachten wieder abzugeben, wurde von Seiten des Jedi-Rates zunehmend mit Argwohn und Misstrauen betrachtet, weswegen das Gremium die Kommunikation mit dem Kanzler allmählich einschränkte und sich in Geheimhaltung wägte. Palpatine erkannte die wachsende Kluft zwischen ihm und den Jedi-Meistern und brachte seine Bedenken in einem Gespräch mit Anakin Skywalker offen zum Ausdruck. Als Präventivmaßnahme für mögliche missbräuchliche Aktivitäten ernannte der Kanzler den jungen Jedi zu seinem persönlichen Vertreter im Rat der Jedi. Dies wiederum empfand der Rat als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Ordens und wurde lediglich aus taktischen Erwägungen akzeptiert. Zwar erhielt Anakin einen Sitz im Rat, wurde aber nicht in den Rang eines Meisters erhoben, was Anakin als Beleidigung seiner Fähigkeiten und Verdienste wahrnahm. Hinzu kam, dass Anakin beauftragt wurde, Palpatine und dessen wahre Absichten auszukundschaften. Skywalker vertraute dem Kanzler uneingeschränkt und erkannte keine verräterische Absichten in seinen Handlungen. Die Tatsache, dass der Rat ihm nun über Obi-Wan einen Geheimauftrag zur Spionage gegen einen Freund und Förderer erteilte, legte Anakin als Verrat aus. Dies und Palpatines Saat des Zweifels löste einen Konflikt in dem jungen Jedi aus, der ihn langsam von seinem Orden isolierte. Palpatine fand weitere Angriffspunkte, um den Ehrgeiz des jungen Jedi zu steigern. Die „Legende“ über seinen früheren Meister Darth Plagueis, der mit Hilfe der Midi-Chlorianer Leben erschaffen konnte, beeindruckte Anakin nachhaltig. Seit Tagen überkamen ihn Albträume über seine schwangere Frau Padmé, die zeigten, wie sie bei der Geburt ihres Kindes ums Leben kam. Vor dem Hintergrund, dass er schon einmal derartige Albträume bezüglich seiner Mutter hatte, die sich schließlich bewahrheiteten, hatte Anakin Angst, seine Frau auf ähnliche Weise zu verlieren. Anakin hatte sich eine Zukunft mit seiner Frau und ihrem gemeinsamen Kind ausgemalt und war fest entschlossen, zu verhindern, dass seine Träume wahr würden. Er dachte darüber nach, die von Palpatine angesprochene Fähigkeit zu erlernen – wohl wissend, dass dies nicht durch einen Jedi erfolgen konnte.[3]

Vernichtung der JediBearbeiten

Die Jedi des Hohen Rates spürten, dass eine Intrige im Gange war, den Orden zu vernichten. Mace Windu und die anderen Ratsmitglieder misstrauten dem Staatsoberhaupt und nahmen dessen Nähe zur Dunklen Seite immer deutlicher wahr. Unter den Jedi-Meistern wurden Überlegungen angestellt, Palpatine seines Amtes zu entheben und im Sinne eines friedlichen Regierungswechsels selbst die Kontrolle über den Senat zu übernehmen. Um diesen Konflikt endlich zu einem Ende zu bringen, räumten die Jedi der Suche nach General Grievous die oberste Priorität ein. Nachdem es Obi-Wan Kenobi gelang, den Droidengeneral auf dem Planeten Utapau zu lokalisieren, war es Anakins Aufgabe, diese Nachricht dem Kanzler zu überbringen und dessen Reaktion wiederum dem Jedi-Rat mitzuteilen. Sollte Palpatine nach der Vernichtung von Grievous den Krieg weiterhin nicht beenden und seine Sondervollmachten nicht abgeben wollen, würden die Jedi einschreiten müssen, um die Wiederherstellung der Demokratie zu ermöglichen. Palpatine reagierte gelassen auf die Nachricht über die Jagd nach Grievous und nutzte die Situation zu seinem Vorteil aus, um Anakins Frustration gegenüber dem Jedi-Rat weiter zu steigern. Er betonte die Unfähigkeit der Jedi, Anakins außergewöhnliche Begabung zu honorieren. Außerdem offenbarte er dem jungen Jedi, dass es einen weiteren, weitaus mächtigeren, Pfad als den der Jedi gab, und bot an, ihm die Macht der Dunklen Seite zu lehren – jene Macht, die in der Lage sein würde, Padmé vor dem vermeintlichen Tod zu bewahren. Anakin verstand, zog sein Lichtschwert und bedrohte den Kanzler auf Verdacht, jener Sith-Lord zu sein, den die Jedi schon seit Jahren suchten. Palpatine reagierte gelassen und sprach seine Hochachtung für die Weisheit des Jungen aus. Statt selbst über das Schicksal seines jahrelangen Freundes und Unterstützers zu entscheiden, erstatte Anakin dem Jedi-Rat Bericht, um diesem die weitere Vorgehensweise zu überlassen.[3]

Palpatine im Kampf gegen Mace Windu.

In der Zwischenzeit konnte Obi-Wan Kenobi die Schlacht von Utapau zu seinen Gunsten drehen und General Grievous mit seinem eigenen Blaster töten. Mace Windu sowie die ebenfalls auf Coruscant anwesenden Jedi-Meister Kit Fisto, Agen Kolar und Saesee Tiin wollten diese Nachricht gerade dem Kanzler überbringen und ihn zur Beendigung des Krieges auffordern, als Anakin Skywalker den Jedi-Tempel erreichte und seine Erkenntnis mitteilte, dass Palatine in Wirklichkeit der gesuchte Sith-Lord war. Meister Windu war darüber wenig überrascht – es war nur das letzte Puzzlestück einer von langer Hand geplanter Intrige, die die Jedi über Jahre erahnten ohne dabei jemals sichere Gewissheit erlangt zu haben. Er und die anderen Jedi-Meister machten sich auf den Weg zum Büro des Kanzlers, während ein zweifelnder und verwirrter Anakin zurückbleiben musste. Mit gezündeten Lichtschwertern sprachen sie gegen den Kanzler einen Arrest aus, was dieser mit einem blitzschnellen Angriff erwiderte. Trotz ihres Wissens um die wahre Identität des Kanzlers kam das Manöver für die Jedi-Meister überraschend. Agen Kolar fiel dem Sith-Lord unverzüglich zum Opfer und Saesee Tinn wurde nur wenige Augenblicke danach niedergestreckt. Nur wenig länger konnte sich Kit Fisto behaupten, ehe auch er fiel. Anschließend lieferten sich Mace Windu und Sheev Palpatine ein erbittertes Duell, in dessen Verlauf der Jedi-Meister seinen Widersacher entwaffnen konnte, sodass sich dieser scheinbar geschlagen gab. In diesem Moment tauchte Anakin auf, der sich doch noch dazu entschlossen hatte, in das Kampfgeschehen einzugreifen. Als Anakin den Schauplatz betrat, sah er, wie Windu fest entschlossen war, den Kanzler und Sith-Lord zu töten. Palpatine gab sich hilflos und schleuderte in einem vermeintlich letzten Kraftakt Machtblitze auf Mace Windu, der diese mithilfe seines Lichtschwerts auf den Kanzler zurückwarf. Die Energie der Machtblitze sorgte dafür, dass sich das Gesicht des Kanzlers schwer deformierte. In diesem kritischen Moment musste Anakin entscheiden, ob er sich auf die Seite des Jedi-Meisters stellte oder ob er Palpatine helfen sollte, womit er gleichzeitig die Möglichkeit aufrecht erhalten würde, seine Frau zu schützen. Er forderte Mace dazu auf, Palpatine festzunehmen und vor Gericht zu stellen. Der Jedi-Meister erwiderte darauf, dass der Kanzler die Gerichte kontrolliere und er auf der Stelle hingerichtete werden müsse. Gerade als Mace Windu zum Todesstoß ausholte, griff Anakin ein und schlug mit seinem Lichtschwert den rechten Arm des Jedi-Meisters ab. Daraufhin setzte Palpatine seine Attacke fort und schleuderte weitere Machtblitze auf den nun entwaffneten Mace Windu. Der Jedi war dem Angriff schutzlos ausgeliefert und wurde aus dem Panoramafenster katapultiert, wo er in den Tod stürzte.[3]

Anakin war zunächst geschockt über die folgenschwere Entscheidung, die er getroffen hatte. Palpatine erklärte, dass er sein Schicksal erfüllen würde und nun sein Sith-Schüler werden müsse, um jene dunkle Machtfähigkeiten zu erlernen, die seine Frau vor dem Tod bewahren könnten. In seiner Verwirrung über Recht und Unrecht und aus Angst vor seinen Visionen erklärte sich Anakin damit einverstanden und schwor seinem neuen Meister bedingungslose Treue. Daraufhin gab Palpatine ihm den Sith-Namen „Darth Vader“. Sein erster Auftrag bestand darin, alle Jedi im Jedi-Tempel sowie den Separatisten-Rat auf dem Planeten Mustafar zu töten. Dies hätte nicht nur zur Folge, dass Darth Vader an Macht gewinnen würde – was Palpatine als Voraussetzung für die weitere Ausbildung ansah – sondern mit der Vernichtung der Jedi und der Zerschlagung der Konföderation kämen auch die Klonkriege zu einem Ende. Zusätzlich rief Palpatine die Order 66 aus, die den Klonkriegern überall in der Galaxis den Befehl gab, das Feuer auf die Jedi zu eröffnen. Die Klone führten diesen Befehl pflichtbewusst aus – auch aufgrund der Tatsache, dass sie diesen Willen aufgrund ihres implantierten Inhibitor-Chips aufgezwungen bekamen. Damit hatte der Kanzler innerhalb kürzester Zeit die Klonkriege beendet, was er vor dem Senat offen propagierte.[3][35]

Galaktisches ImperiumBearbeiten

Selbsternennung zum ImperatorBearbeiten

Palpatine ruft das Galaktische Imperium aus.

In einer Sondersitzung des Galaktischen Senats machte Kanzler Palpatine den Delegierten glaubhaft, dass sich eine Jedi-Rebellion gegen die Republik verschworen habe und er einem Attentat nur knapp entkommen konnte. Sein deformiertes Gesicht führte er als Beweis auf, versicherte aber dem Gremium, dass seine Entschlossenheit ungebrochen war. In seiner Ansprache wies er deutlich darauf hin, dass die Republik einen Neubeginn brauche, um Sicherheit und Stabilität auch in Zukunft gewährleisten zu können. Vor diesem Hintergrund gestaltete er die Galaktische Republik in das Erste Galaktische Imperium um und ernannte sich selbst zum Imperator auf Lebenszeit. Somit hatte Palpatine die demokratische Republik in eine totalitäre Diktatur verwandelt. Der Senat, den er fast vollständig auf seiner Seite hatte, applaudierte begeistert.[3] Nur eine kleine Schar von Senatoren durchschaute das neue System und weigerte sich, das Imperium als legitimen Nachfolger einer einstmals demokratischen Republik anzuerkennen. Zu diesen Senatoren zählten allen voran Bail Organa von Alderaan und Mon Mothma von Chandrila. Auch Anakins Frau Padmé stand dieser Entwicklung kritisch gegenüber. Allerdings war diese politische Opposition eine Minderheit ohne jede Möglichkeit, eine Gegenbewegung anzustoßen, weswegen sie erstmal im Hintergrund blieb.[38] Ganz im Gegenteil zu den Jedi-Meistern Yoda und Obi-Wan Kenobi, die die Order 66 überlebt hatten und nach Coruscant zurückgekehrt waren, um Palpatine zu stoppen. Sie einigten sich darauf, dass Obi-Wan nach Mustafar aufbrechen sollte, um Anakin aufzusuchen, während Yoda sich dem Kanzler stellte. Mit Leichtigkeit schaltete der grüne Jedi-Meister zwei Rotgardisten aus, wurde dann aber von der Aggressivität Palpatines überrascht, der anscheinend froh darüber war, sich endlich mit ihm messen zu können, und Yoda mit Machtblitzen angriff. Es begann ein erbittertes Lichtschwertduell vor der Kulisse der Senatsarena. Sidious schleuderte mithilfe der Macht mehrere Senatslogen auf seinen Widersacher, denen Yoda ausweichen konnte. Als der Sith-Lord eine Salve Machtblitze auf Yoda warf, verlor dieser sein Lichtschwert. Ohne seine Jedi-Waffe war Yoda gezwungen, die Attacke des Sith zu absorbieren. Das Unterfangen endete in einer Machtexplosion, die beide Kontrahenten wegschleuderte. Während Palpatine sich an einer Loge festhalten konnte, rutschte Yoda ab und fiel einige Meter tief auf den Boden. Der nun symbolisch besiegte Jedi-Meister konnte über einen Lüftungsschacht entkommen und mit Bail Organas Hilfe endgültig die Flucht ergreifen. Enttäuscht über sein Versagen beschloss Yoda, sich ins Exil auf der abgelegenen Sumpfwelt Dagobah zurückzuziehen.[3]

Der Imperator festigte seine Macht, indem er Widerstandsbewegungen gnadenlos verfolgte. Der Senat bekam von der Bösartigkeit des Imperators nur wenig mit, da Palpatine seine Aktivitäten im Geheimen ausführte. Dennoch war klar, dass Palpatine seine Notstandsvollmachten nie wieder hergeben würde. Stattdessen übertrug er sie auf regionale Moffs, die über einzelne Planeten wachen und deren Loyalität zum Imperium sicherstellen sollten. Einzig seine Handlanger und Berater sollten in den ersten Stunden seines neuen Imperiums Achtung vor ihm haben, während Darth Vader als Vollstrecker des Imperators agierte, um der Galaxis den Willen des Imperiums aufzuzwingen und die letzten Jedi zu vernichten.[1] Ein zusätzliches Werkzeug, den Einfluss und die Macht des Imperiums zu stärken, war der Todesstern, eine gewaltige Kampfstation, deren Feuerkraft komplette Planeten vernichten konnte. Einige Gruppierungen leisteten dem Imperator weiterhin Widerstand und schlossen sich mit der Zeit zu einer Allianz der Rebellion zusammen, mit dem Ziel, sich der Herrschaft des Imperators zu widersetzen und Freiheit und Demokratie in der Galaxis wiederherzustellen. Der Todesstern sollte dabei helfen, aufsässige Welten zu vernichten und sämtliche rebellische Aktivitäten im Keim zu ersticken.[38][39] Einige Zeit nach der Fertigstellung des Todessterns löste Palpatine im Jahr 0 VSY den Galaktischen Senat endgültig auf. Die Übertragung der administrativen Vollmachten auf regionale Moffs und die Diktatur an sich hatten den Senat zu einem nichtssagenden und machtlosen Organ gemacht, der schließlich keinerlei Funktion mehr erfüllte. Kurz darauf wurde der Todesstern in der Schlacht von Yavin durch einen Angriff der Rebellen-Allianz vernichtet. Dem Piloten Luke Skywalker war es gelungen, einen Protonentorpedo direkt in einen ungeschützten Ventilationsschacht zu feuern und somit eine zerstörerische Kettenreaktion auszulösen. Die Vernichtung der Kampfstation, deren Bau viele Jahre und Unmengen personelle und finanzielle Ressourcen in Anspruch nahm, war die größte Katastrophe in der Geschichte des Imperiums.[40]

Palpatines NiederlageBearbeiten

Der Imperator auf dem Zweiten Todesstern

Nach dem Aufeinandertreffen zwischen Luke und Darth Vader auf dem Planeten Bespin rückte der junge Jedi immer mehr in den Fokus des Imperators. Palpatines Plan war es, Luke zur Dunklen Seite zu verführen und gleichzeitig der Rebellion einen vernichtenden Schlag zu verpassen. Er spielte einigen bothanischen Spionen die Information zu, dass sich im Orbit über dem Waldmond Endor gerade eine neuer, im Bau befindlicher Todesstern befand, dessen Fertigstellung dazu noch persönlich von ihm überwacht wurde. Folgend unternahmen die Rebellen Anstrengungen, um die Fertigstellung des Todessterns zu verhindern und entsandten einen Einsatztrupp nach Endor, um dort den Schutzschildgenerator der Kampfstation zu zerstören und diese in einer Raumschlacht angreifen zu können.[41][42]

Als sich Luke Skywalker dem Imperium stellte und von Darth Vader an Bord des Todessterns zum Imperator gebracht wurde, war der Jedi überrascht zu erfahren, dass Palpatine die Strategien der Rebellen kannte und entsprechende Vorkehrungen getroffen hatte. Die Raumflotte, die allmählich im Orbit über Endor eintraf, wurde zum einen von der vollen Funktionsfähigkeit des Todesstern-Lasers als auch von der plötzlich auftauchenden imperialen Flotte überrascht und bedroht. Vor diesem Hintergrund ließ Palpatine den Hass in Luke Überhand gewinnen, um ihm dadurch die Dunkle Seite nahe zu bringen. Zwar musste sich Luke sehr beherrschen und auf Yodas zuvor erteilte Ratschläge hören, doch konnte der Jedi den Verführungen des Imperators widerstehen. Viel mehr war Luke seinerseits darauf aus, seinen Vater zur Hellen Seite zu bekehren und weigerte sich deshalb, einen Kampf mit Darth Vader auszutragen. Als Vader die Existenz von Lukes Schwester, Leia Organa verspürte und die Möglichkeit äußerte, sie zur Dunklen Seite bekehren zu können, ergriff Luke schließlich doch wutentbrannt die Initiative und streckte seinen Vater nieder. Mit hämischer Freude trat Palpatine heran und betonte seine Zufriedenheit über Lukes Einsatz der Dunklen Macht, mit der er Vader die Hand abschlug und besiegte. Gespannt wartete Palpatine auf den Todesstoß und auf Lukes endgültigen Schritt zur Dunklen Seite. Wider Palpatines Erwartungen warf der junge Jedi sein Lichtschwert fort und trotzte dem Imperator mit seiner Selbstbeherrschung. Palpatine war außer sich und feuerte erbarmungslos eine Salve Machtblitze auf den Jedi, fest entschlossen, ihn dabei zu töten. In diesem Moment schlug sich Vader auf die Seite seines Sohnes, indem er Palpatine packte ihn in den Reaktorkern des Todessterns warf. Zusätzlich gelang es den Rebellen im weiteren Verlauf der Schlacht von Endor, den zweiten Todesstern zu vernichten und dem Imperium dadurch eine schwere Niederlage beizubringen.[42]

Palpatine stürzt in den Reaktorkern des Todessterns.

Die Nachricht vom Tod des Imperators verbreitete sich durch Hologramm-Botschaften der Rebellion in der gesamten Galaxis, wobei es Ausnahmen wie der Anoat-Sektor gab, der vom Imperium abgeschottet wurde. Mit einer Nachrichtensperre und falschen Meldungen versuchte der dort zuständige Gouverneur Adelhard, die Wahrheit um Palpatines Schicksal so lange wie möglich geheim zu halten. Eine Gruppe bestehend aus Widerstandskämpfern, Kopfgeldjägern und Schmugglern stellte sich dieser Blockade zur Wehr.[43][44] Posthum verbreitete Palpatine über spezielle Gesandte auch einen Geheimbefehl, den ausgewählte imperiale Offiziere erhielten. In diesen aufgezeichneten Videobotschaften rief Palpatine dazu auf, die Operation Asche auszuführen und damit Angriffe auf verschiedene Welten zu eröffnen, darunter auch dessen Heimatwelt Naboo. Diese Vorkehrung hatte Palaptine noch vor seinem Tod getroffen, um zu verhindern, dass seine Geheimnisse nicht in fremde Hände fallen würden.[45] Zwar konnten diese Angriffe von der Rebellion zurückgeschlagen werden, doch dauerten weitere Kämpfe gegen das führerlose Imperium bis ein Jahr nach der Schlacht von Endor an, ehe die Neue Republik – die aus der Rebellion hervorging – einen Friedensvertrag mit dem Imperium schloss.[46]

Persönlichkeit und FähigkeitenBearbeiten

Palpatine zeigte sich stets freundlich und vertrauenswürdig.

Palpatine zeigte seine wahre Natur nur, wenn er als Darth Sidious auftrat. Als Kanzler der Republik war er hoch angesehen und galt als fürsorglich, verständnisvoll und mitfühlend, wenn es darum ging, die vielen Belange des Galaktischen Senats zu berücksichtigen und Lösungen vorzuschlagen. Die Mitglieder des Senats vertrauten seinem Urteil und sahen ihn als alternativlos an, wenn es darum ging, die von ihm inszenierten Klonkriege zu einem Ende zu bringen. Nur aus diesem Grund wurde er auch mit umfangreichen Sondervollmachten ausgestattet und konnte sein Amt lange über die eigentlich vorgeschriebene Maximaldauer hinaus behalten. In seiner wahren Identität als Sith vereinte er Grausamkeit und Boshaftigkeit mit einem gelassenen Kalkül. Er war einzig und allein auf seinen Weg zur Macht bezogen und zeigte ein großes Maß an Gleichgültigkeit, wenn die Ausführung seines Plans bedeutete, dass zahlreiche unschuldige Leben dabei auf der Strecke blieben. Ebenso war er intrigant, wie sich bereits bei dem Mord an seinem Meister Darth Plagueis zeigte. So war es auch, wenn seine Schüler ihre Grenzen erreicht hatten und es vermeintlich talentiertere Lebewesen gab, denn das einzige, worauf er Wert legte, war, den mächtigsten Schüler für die Umsetzung seiner Pläne zu haben. Und so hätte er es immer wieder getan, auch bei Darth Vader, wenn Luke sich hätte bekehren lassen. Seine vielen Facetten setzte er allesamt ein, um die Galaxis zu unterwerfen. Er war wie die meisten Sith ein grausamer Meister und begann die Ausbildung seiner Schüler meist mit einem Beweis ihrer Loyalität. Seine Schüler waren für ihn stets nur Mittel zum Zweck, wurden sie besiegt, versuchte er den, der sie besiegte, zu bekehren und zu seinem Schüler zu machen, womit er aber beispielsweise bei Luke Skywalker scheiterte.[1]

Wie kaum ein anderer beherrschte Palpatine die Kunst der Manipulation. Durch seine Wortgewandtheit und sein charmantes Auftreten, konnte er Für- und Gegensprecher gegeneinander ausspielen und stets seinen Vorteil aus der Sache ziehen – sei es nun auf der politischen Bühne im Galaktischen Senat oder als Strippenzieher der Galaxis umspannenden Klonkriege. Seine meisterhafte Kunst der Manipulation und seine beeindruckende Geduld ließen ihn zu einem der mächtigsten Sith aller Zeiten werden, deren Künste er sich bereits in jungen Jahren aneignete und lange Zeit geheim hielt. Seine zweite Identität als Darth Sidious konnte er selbst vor den Jedi, mit denen er jahrelang zusammenarbeitete, verbergen. Außerdem war er ein äußerst begabter Machtnutzer und auch in fortgeschrittenem Alter ein blitzschneller Lichtschwertkämpfer. Im Kampf war es ihm möglich Machtblitze auf seine Widersacher zu werfen. Neben seinem Streben nach Macht zeichnete sich Palpatine auch dadurch aus, diese Macht für immer zu behalten und sich auch nicht durch den Tod davon abhalten zu lassen.[1]

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 Palpatine & Darth Sidious in der Databank von StarWars.com
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 Episode I – Die dunkle Bedrohung
  3. 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 Episode III – Die Rache der Sith
  4. 4,0 4,1 Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Episode II – Angriff der Klonkrieger
  6. Tarkin
  7. 7,0 7,1 Darth Maul – Sohn Dathomirs
  8. Episode I – Die dunkle Bedrohung (Roman)
  9. Sifo-Dyas in der Databank von StarWars.com
  10. 10,0 10,1 Dooku in der Databank von StarWars.com
  11. The Clone Wars (Film)
  12. The Clone WarsSuperheftig Jedi (1.08)
  13. The Clone WarsIm Mantel der Dunkelheit (1.09)
  14. The Clone WarsDie Ergreifung des Count (1.11)
  15. The Clone WarsFreiheit für Ryloth (1.21)
  16. The Clone WarsDer Holocron-Raub (2.01)
  17. The Clone WarsKinder der Macht (2.03)
  18. The Clone WarsDas Zillo-Biest (2.18)
  19. The Clone WarsDas Zillo-Biest schlägt zurück (2.19)
  20. The Clone WarsKampf und Wettkampf (2.05)
  21. The Clone WarsDie Herzogin von Mandalore (2.14)
  22. The Clone WarsHelden auf beiden Seiten (3.10)
  23. The Clone WarsVergessene Zukunft (3.17)
  24. The Clone WarsSchwestern der Nacht (3.12)
  25. The Clone WarsKrieger des Schattens (4.04)
  26. The Clone WarsSklaverei (4.11)
  27. The Clone WarsTransformer (4.15)
  28. The Clone WarsDoppeltes Spiel (4.18)
  29. The Clone WarsImmer zu zweit sie sind (5.16)
  30. The Clone WarsRache (4.22)
  31. The Clone WarsLoyalitäten (5.01)
  32. 32,0 32,1 The Clone WarsImmer zu zweit sie sind (5.16)
  33. TCW-Episodenführer: The Lawless auf StarWars.com
  34. The Clone WarsDer Jedi, der zu viel wusste (5.18)
  35. 35,0 35,1 The Clone WarsZustand unbekannt (6.01)
  36. The Clone WarsBefehle (6.04)
  37. The Clone WarsSpuren (6.10)
  38. 38,0 38,1 Rebel Alliance in der Databank von StarWars.com
  39. Bewegliches Ziel
  40. Episode IV – Eine neue Hoffnung
  41. Episode V – Das Imperium schlägt zurück
  42. 42,0 42,1 Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
  43. Der Widerstand
  44. Nachspiel
  45. Imperium in Trümmern
  46. Das Erwachen der Macht – Die illustrierte Enzyklopädie

Palpatine-Sith.jpg
Palpatine
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Volk:

Naboo[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Hautfarbe:

Hell, später Grau[2]

Haarfarbe:
Augenfarbe:
Körpergröße:

1,73 Meter[1]

Körpermasse:

75 Kilogramm[5]

Biografische Informationen
Geburtsdatum:

82 VSY[6]

Todesdatum:
Heimat:

Naboo[1]

Beruf/Tätigkeit:
Meister:

Darth Plagueis[10]

Schüler:

Sith-Schüler:

Adepten:

Organisation:
Bewaffnung:

Lichtschwert[9]

Zugehörigkeit:

Palpatine war ein machtsensitiver Mensch vom Planeten Naboo. Er wurde vom Sith-Lord Darth Plagueis entdeckt, der ihn zu seinem Schüler machte und ihm den Namen Darth Sidious gab. Als Scheinidentität begann er eine politische Laufbahn und wurde im Jahr 52 VSY zum Senator des Chommell-Sektors ernannt. Er nahm den Zabrak Darth Maul als Schüler an. Im Jahr 32 VSY stiftete er die Handelsföderation zu ihrer Invasion seines Heimatplaneten Naboo an und wurde nach einem Misstrauensvotum gegen den amtierenden Staatschef zum Obersten Kanzler der Galaktischen Republik gewählt. In der Nacht vor seiner Ernennung tötete er seinen Meister Darth Plagueis und nahm später den ehemaligen Jedi Dooku als neuen Schüler an. Aufgrund der Abspaltung der Konföderation unabhängiger Systeme von der Republik erhielt er im Jahr 22 VSY vom Galaktischen Senat Sondervollmachten, die ihn zur Bildung der Klonarmee befugten. In den folgenden drei Jahren der Klonkriege war er oberster Anführer beider politischer Systeme und spielte die Seiten gegeneinander aus. Im Jahr 19 VSY gelang es ihm, den Jedi Anakin Skywalker auf die Dunkle Seite zu ziehen. Er ließ die Order 66 ausrufen, die den Tod fast aller Jedi bedeutete, und ernannte sich selbst anschließend zum Imperator des neu gegründeten Galaktischen Imperiums. In den folgenden zwei Jahrzehnten baute er den Herrschaftsbereich der neuen Regierung aus und bekämpfte die Rebellion, die seine Herrschaft zu beenden versuchte. Er starb im Jahr 4 NSY an Bord des Zweiten Todessterns beim Versuch, den Jedi Luke Skywalker auf die dunkle Seite zu ziehen. Im Jahr 10 NSY kehrte sein Geist in einem Klonkörper zurück und bekämpfte die unterdessen gegründete Neue Republik. Seine Pläne scheiterten am Verrat des Ehrengardisten Carnor Jax, sodass er im Jahr nach seiner Rückkehr endgültig besiegt wurde.

BiografieBearbeiten

Zum Sith berufenBearbeiten

Frühe JahreBearbeiten

Palpatine wurde im Jahr 82 VSY[20] als ältester Sohn seines Vaters Cosinga auf dem Planeten Naboo geboren. Er entstammte dem reichen und einflussreichen aristokratischen Haus Palpatine. Kurz nach seiner Geburt ließ sein Vater seine DNS testen, um zweifelsfrei festzustellen, dass er sein Sohn war. Bereits in seiner frühen Kindheit hatte er mehrfach Meinungsverschiedenheiten mit seinem Vater, sodass Cosinga ihn seit seiner Jugend hasste. Er flog mit seinen Eltern mehrfach nach Chommell Minor, um die befreundete Familie Greejatus zu besuchen. Dabei freundete er sich mit deren Sohn Janus an. Aufgrund seiner auffälligen Gewaltbereitschaft wurde Palpatine in seiner Kindheit von mehreren Privatschulen verwiesen. Er verschuldete den Tod von zwei Fußgängern durch einen Gleiterunfall. Daher drohte sein Vater ihm, ihn künftig nicht mehr an das Steuer eines Fahrzeugs zu lassen, ließ aber von seiner Forderung ab. Sein Kindheitstraum war es, Profirennfahrer zu werden. Daher flog er bei mehreren Swooprennen mit, wobei er alle gewann. Palpatine beging mehrere Bagatell- und Kavaliersdelikte, wobei er nie für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wurde, da sein Vater seinen Einfluss geltend machte, um das Ansehen der Familie vor Schaden zu bewahren. Trotz seiner Missetaten besaß er seinen eigenen Moralkodex, an den er sich stets hielt. Aus Abneigung gegenüber seinem Vater legte er seinen Vornamen ab und plante zeitweilig, der Linie seines Vaters vollständig abzuschwören und den Namen seiner Ahnenreihe mütterlicherseits anzunehmen. Als er siebzehn Jahre alt war, studierte er Politikwissenschaften und hörte die Vorlesungen des Jugendprogramms der Legislative, einer Organisation, die für die Gestaltung der Lehrpläne für den Staatsdienst der Naboo verantwortlich war. Sein Mentor war der Politiker Vindar Kim, der kurz davor stand, zum Senator des Chommell-Sektors ernannt zu werden. Trotz seines Interesses für die galaktische Politik wusste Palpatine nicht, was er nach seinem Studium am Jugendprogramm tun sollte. Während sein Vater den vom amtierenden König verfolgten politischen Kurs der Abschottung Naboos unterstützte, besaß Palpatine eine progressive Einstellung, sodass er den Thronanwärter Bon Tapalo bei der bevorstehenden Wahl im Jahr 65 VSY unterstützte. Er konnte die Gespräche einiger Befürworter des Abschottungskurses im Haus seines Vaters belauschen und publizierte die Informationen, was den Tapalo-Anhängern einen Vorteil verschaffte. Dadurch wurde der Muun-Bankier Hego Damask auf ihn aufmerksam.[10]

Entdeckung durch Darth PlagueisBearbeiten

Palpatine gelobt, Plagueis’ Schüler zu sein

Im Jahr 65 VSY besuchte der Aktionär Hego Damask Naboo, um über eine Öffnung des Planeten nach außen und einen Export des dort lagernden Plasmas zu werben. Er suchte Palpatine in den Räumen des Jugendprogramms der Legislative auf, da er von seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten gehört hatte. Obwohl sich Palpatine zunächst ablehnend gegenüber dem Muun verhielt, kam er seiner Bitte nach einer Stadtführung nach. Dabei bat der Fremde ihn, ihm als Spion zu dienen, um Naboo besser überwachen zu können. Tags darauf traf sich Palpatine abermals mit dem Aktionär und nahm sein Angebot an. Er sandte ihm nach seiner Abreise mehrfach Botschaften, in denen er Damask über die neuesten Entwicklungen auf Naboo unterrichtete, wobei er allerdings kaum wichtige Informationen an den Muun weitergeben konnte. Sein Vater Cosinga sah seinen Kontakt zu dem Bankier kritisch und versuchte, ihn zu unterbinden. Als Palpatine sich zur jährlichen Klausur des Jugendprogramms auf Chandrila befand, traf er Damask wieder, der ihm von den Bemühungen seines Vaters erzählte. Als Palpatine den Rückweg nach Naboo antreten wollte, wurde er von Sicherheitsleuten seines Vaters auf das Raumschiff der Familie gebracht. Nach dem Start eröffnete sein Vater ihm, dass er zur Familie Greejatus nach Chommell Minor gebracht werde. Da Cosinga ihm drohte und seinen Sicherheitsleuten befahl, ihn zu töten, entfesselte er instinktiv die dunkle Seite in sich und ermordete durch einen Ausbruch der Macht alle anderen Personen an Bord. Da das Schiff führerlos durch den Tiefraum trieb, kontaktierte er Damask, der ihm die Sonnengarde zur Hilfe schickte. Die Gardisten brachten ihn in Sicherheit und vernichteten sämtliche Beweismaterialien, die auf seinen Mord an seiner Familie hindeuteten. Eine Woche später traf er sich mit Damask auf dem Luxusschiff Quantum Collosus zwischen den Planeten Corellia und Eriadu. Nachdem der Muun ihm eröffnet hatte, dass er hinter der Maske als Aktionär der Sith-Lord Darth Plagueis war, bat er den jungen Menschen, sich ihm anzuschließen und sein Schüler zu werden. Palpatine schwor ihm, sich auf ewig dem Orden der Sith-Lords zu verschreiben. Daher gab ihm Plagueis den Sith-Namen „Darth Sidious“. Seine erste Lektion bestand in einer Prüfung seiner Fähigkeiten auf der Eiswelt Mygeeto. Plagueis ließ ihn hungern und schickte ihn nur mit einem dünnen Schutzanzug bekleidet in die lebensfeindliche Umgebung des Planeten. Dabei sollte er ihm mehrfach den Hergang des Mordes an seinen Eltern erzählen und so seine Stärke im Umgang mit der dunklen Seite der Macht vergrößern. Als er Plagueis angriff, erzeugte der Muun mehrfach Macht-Illusionen, sodass Palpatine ihn verfehlte. Kurz darauf führten beide Sith-Lords einen Übungskampf, wobei sein Meister ihm mehrere Wunden beibringen konnte. Sidious erfuhr, dass seine Ausbildung mindestens zehn Jahre dauern werde.[10]

Ausbildung zum Sith-LordBearbeiten

Palpatine trainiert unter Darth Plagueis

Während seiner Ausbildung durch Plagueis[10] konstruierte Palpatine sein eigenes Lichtschwert, das von einer Legierung des Metalls Phrik ummantelt war, sodass es von anderen Schwertern nicht beschädigt werden konnte.[21] Er interessierte sich allerdings weniger für Waffentechnologie und ihre Anwendung, als für die alten Schriften von Sith-Lords früherer Zeiten. In seinem Bemühen, seine Vorgänger zu erforschen drohte er, zu einem Akademiker zu werden und sich dadurch vom Ziel der Ordens ablenken zu lassen.[10] Während seiner Ausbildung sammelte er Sith-Holocrone und alle Schriften, die er über seinen Orden auffinden konnte.[22] Um bei der unvermeidlichen Konfrontation mit seinem Schüler eine Vorbereitung zu besitzen, forderte Plagueis den jungen Naboo mehrfach dazu auf, ihm von seinen Ängsten zu erzählen. In der Öffentlichkeit engagierte sich Palpatine in der Politik, wobei er den Wohlstand seiner verstorbenen Familie für seine Ziele nutzen konnte. Dabei lernte er den jungen Menschen Kinman Doriana kennen, der ihm als Gehilfe diente. Überdies arbeitete er mit seinem Jugendfreund Janus Greejatus zusammen.[10] Im Zuge seiner Ausbildung lehrte Plagueis Palpatine neben der Fähigkeit des Lichtschwerkampfs[23] und weiteren Techniken insbesondere die Notwendigkeit, die Dunkle Seite zunächst in sich aufzunehmen, um sie für sich zu nutzen. Im elften Jahr seiner Ausbildung durch Darth Plagueis führte Palpatine mit seinem Meister ein Sith-Ritual auf dem Planeten Bouyant durch, bei dem es darum ging, sich mithilfe der Macht zum Objekt der Begierde des Gegenübers zu machen. Dazu führten sie auf der Niedrigschwerkraftwelt eine Jagd nach Herdentieren durch, wobei sie die Vierbeiner mithilfe der Macht anlockten und anschließend mit Vibroklingen töteten. Kurz darauf begaben sie sich zum Planeten Hypori, auf dem Plagueis ein Kampftrainingsgelände besaß. Sidious und sein Meister bekämpften mit ihren Lichtschwertern etwa 200 Kampfdroiden der Baktoid Rüstungswerke. Obwohl Sidious derartige Übungen verabscheute, konnte Plagueis ihn von der Wichtigkeit geschulter Kampffertigkeiten überzeugen. Nach Abschluss des Kampftrainings auf Hypori reisten die Sith zum in Vergessenheit geratenen Planeten Kursid im Äußeren Rand. Die Mitglieder des Ordens besuchten ihn seit Jahrhunderten, um ein besonderes Ritual zu absolvieren. Die Machtnutzer forderten ein Heer der primitiven Bewohner des Planeten zum Kampf heraus, wobei sie mit Energiepiken kämpften, um den Tod ihrer Gegner zu verhindern. Als sie beinahe alle feindlichen Krieger betäubt hatten, tötete Plagueis den letzten kämpfenden Planetenbewohner mit seinem Lichtschwert und schnitt ihm das Herz heraus, um die umstehenden Zuschauer des Kampfs in Schrecken zu versetzen. Durch diesen Kampf überzeugte Plagueis Sidious von der Überlegenheit der Dunklen Seite der Macht gegenüber der Hellen. Zu dieser Zeit ernannte das Königshaus von Naboo Palpatine zum Botschafter.[10]

Aufstieg zum SenatorBearbeiten

Palpatine nach seiner Ernennung zum Senator Naboos

Palpatine zog sich nach dem Tod seiner Familie einige Zeit von der Öffentlichkeit zurück, um Trauer zu simulieren. Die Behörden verdächtigten ihn allerdings als den Mörder, sodass er mehrfach verhört wurde. Da die Befragungen nicht auf eine Schuld Palpatines hindeuteten und keine weiteren Beweise existierten, wurde er freigesprochen. Anschließend nutzte er das Vermögen des Hauses Palpatine und seine machtgestärkten Fertigkeiten und begann, an den politischen Angelegenheiten auf seiner Heimatwelt teilzunehmen. Dabei befolgte er den Ratschlag seines Meisters, sich stets mit einer Schar von Verbündeten und Mitverschwörern zu umgeben. Daher rekrutierte er den ehemals kriminellen Kinman Dorianna und erhielt seine Freundschaft mit Janus Greejatus aufrecht. Unter der Anleitung seines Mentors Vidar Kim stieg er in der politischen Hierarchie Naboos auf und wurde vom Königshaus zum Sonderbotschafter ernannt. Im Zuge seiner Tätigkeiten als Politiker reiste er in der Galaxis umher, wobei er stets auf der Suche nach machtbegabten Wesen war. Zudem lud sein Meister ihn mehrfach nach Sojourn ein, um ihn mit den mächtigen in der Politik bekannt zu machen. Im Jahr 54 VSY reiste er mit Kim und Doriana zu Gesprächen nach Malastare, wo er die Ausbeutung seiner Heimatwelt durch die Handelsföderation beklagte. Während des Treffens erhielt Senator Kim die Nachricht vom Tod seiner gesamten Familie durch einen Speederunfall, sodass Palpatine seinen gebrochenen Freund trösten musste. Nach dem Ende der Verhandlungen auf Malastare nahm Palpatine an der Bestattung von Kims Angehörigen auf Naboo teil. Dabei berichtete sein Mentor ihm von seinem Sohn, Ronhar Kim, einem Jedi-Ritter, in dem er die letzte Hoffnung sah, sein Erbe fortzuführen. Anschließend wurde er vom königlichen Berater Ars Veruna zu einer Unterredung gebeten, in dem ihn der Beamte über seine Pläne, das Königshaus zu übernehmen, in Kenntnis setzte. Einige Zeit darauf befahl Plagueis Palpatine während einer Zusammenkunft der mächtigsten Personen der Galaxis in seinem Anwesen auf Sojourn, Kim ermorden zu lassen, um so selbst Repräsentant von Naboo im Senat zu werden. Kurz darauf rief Kim ihn zu sich, um ihn von seiner baldigen Abreise nach Coruscant in Kenntnis zu setzen. Nach dem Ende des Treffens traf er sich mit seinem Gehilfen Sate Pestage, um ihm Kims Terminplan auszuhändigen, sodass Pestage den Anschlag genau planen konnte. Als Attentäter wurden Maladianer engagiert, die für ihre Effizienz bekannt waren. Trotz der Anwesenheit seines Sohnes Ronhar, starb Kim bei dem Attentat und das Königshaus von Naboo ernannte Palpatine zum neuen Senator des Chomell-Sektors im Galaktischen Senats. Als Palpatine Coruscant erstmals betrat, war er zunächst von der dort vorherrschenden Ballung von Macht und Intrigen überwältigt und beschloss, sich diese Eigenschaften des Planeten zunutze zu machen. Seine erste Amtshandlung als Senator bestand in der Teilnahme an der Trauerfeier seines Vorgängers und Mentors Vidar Kim. Auf Plagueis’ Anweisung hin sollte er sich dem Sohn des verstorbenen Politikers, dem Jedi Ronhar Kim, vorstellen, um seine Fähigkeiten im Bezug auf die Verschleierung seiner Machtkräfte auf die Probe zu stellen. Während des Trauerempfangs in der Botschaft von Naboo gelang es Palpatine, den Ritter über seine wahre Natur hinwegzutäuschen. Zudem konnte er Ronhar für sich gewinnen, sodass sie beschlossen, sich regelmäßig über die politische Lage Coruscants auszutauschen.[10]

Politischer WerdegangBearbeiten

Nachdem Palpatine sein Amt als Senator zwei Monate ausgeübt hatte, berief der Galaktische Senat eine medial vielbeachtete Abstimmung über den Beitritt zahlreicher von der Handelsföderation kontrollierter Welten in das Parlament ein. Vor der Vollversammlung wurde er von Gran-Senator Pax Teem auf sein Abstimmungsverhalten angesprochen und konnte diese Situation durch unverfängliche Antworten klären. Anschließend stellte ihm Ronhar Kim die Jedi-Meister Sifo-Dyas und Dooku vor. Anschließend hielt er im Plenum des Galaktischen Senats eine Rede um seine von seinem König vorgegebene Position in der Abstimmung zu begründen, wobei er trotz der Enthaltung des Chommell-Sektors großen Beifall erntete. Da das Ergebnis des Votums den Beitritt der Planeten befürwortete, mieden die Gegner der Handelsföderation Palpatine in der kommenden Zeit und warfen ihm Korruption vor. Neben seiner Tätigkeit als Senator führte er seine Sith-Ausbildung fort und widmete sich dem Studium des Holocronbaus und der Sith-Alchemie. Drei Wochen nach der Senatsabstimmung wurde Palpatine von einem Lobbyisten der Silvestritrasse-Energieversorgung kontaktiert und um ein Treffen im Restaurant Schimmerseide in den Grenzgebieten von Uscru in Coruscants unteren Ebenen ersucht, wo Einzelheiten über eine mögliche Absprache mit dem Konzern besprochen werden sollten. Während des Gesprächs mit dem sullustanischen Vertreter des Unternehmens verlor Palpatine das Interesse an einer Zusammenarbeit und versuchte, die Unterredung zu einem Ende zu führen. Nachdem alle Gäste das Restaurant verlassen hatten, bedrohten zwei Kellner ihn mit ihren E-Serie 1-9-Blasterpistolen und zwangen ihn, in einen Luftgleiter einzusteigen, der ihn zur Hüttenstadt brachte. In einer aufgegebenen Fabrik kontaktierte ihn der Drahtzieher der Entführung, Senator Pax Teem, holographisch und gab seinen Handlangern nach einem kurzen Gespräch mit Palpatine den Befehl, den Naboo zu töten. Nachdem er zwei der Wachen selbst getötet hatte, kam ihm die Sonnengarde zu Hilfe und schaltete die übrigen Helfer des Gran-Senators aus. Nach einem kurzen Hologespräch mit seinem Meister Plagueis, der zu diesem Zeitpunkt einer Sitzung der Loge des Geneigten Kreises beiwohnte, zog sich Palpatine in sein Büro im Senatsgebäude zurück. Während eines Gesprächs mit seinem Untergebenen Sate Pestage spürte er, dass sein Meister in einen Hinterhalt geraten war und begab sich in den Forbosi-Distrikt, wo sich das Stammhaus der Loge des Geneigten Kreises befand. Gemeinsam mit Pestage besiegte er einige maladianische Attentäter, die die Sitzung der Geheimloge gestürmt und bereits alle anwesenden Mitglieder außer Plagueis getötet hatten. Anschließend begab er sich zur Botschaft von Malastare, wo sich seinen Informationen zufolge die Gran-Abgeordneten verschanzt hielten, die die Drahtzieher beider Attentate gewesen waren. Palpatine tötete alle Insassen, darunter auch Senator Pax Teem.[10]

Einen Monat nach den Attentaten auf Coruscant rief Plagueis Sidious zu sich nach Muunilinst.[10]

Ausbildung Darth MaulsBearbeiten

Sidious trifft auf Darth Maul und nimmt ihn zum Schüler

Etwa um das Jahr 53 VSY sorgte Darth Sidious dafür, dass er selbst und Darth Maul den Jedi-Tempel auf Coruscant besuchten, indem sie sich beide als gewöhnliche Touristen ausgaben. Da Darth Sidious ein starker Anhänger der Dunklen Seite der Macht war, konnte er sowohl seine eigene Macht-Präsenz, als auch die Darth Mauls vor den Jedi verbergen, sodass sie ungehindert in der Nähe des Tempels das Treiben der geschäftigen Jedi beobachten konnten. Zu diesem Zeitpunkt eröffnete ihm auch Sidious sein Vorhaben zur Eliminierung sämtlicher Jedi und der Auslöschung des organisierten Jedi-Ordens.[25] Etwa um das Jahr 43 VSY begann Sidious schließlich mit der grundlegenden Kampf-Ausbildung von Darth Maul.[26] Während dieser Zeit sorgte er dafür, dass Maul mit Sith-Tattoos versehen wurde, was für den jungen Zabrak zu einer schmerzhaften Erfahrung wurde. Um seine Stärke zu testen, besorgte der Sith-Lord drei Droidekas und ließ sie gegen Darth Maul antreten. Dieser zerstörte die Zerstörerdroiden und Sidious zeigte sich zufrieden. Zehn Jahre später, im Jahr 33 VSY spürte Darth Sidious eine Erschütterung in der Macht, die von einem Planeten im Äußeren Rand ausging. Beunruhigt, dass die Jedi diese Macht ebenfalls wahrnahmen und sie mit der Anwesenheit der Sith verwechselten, begab er sich zu Darth Maul, um ihn mit einer Mission zu betrauen: Maul sollte die Quelle der Erschütterung ausfindig machen und sie eliminieren. Der Zabrak nahm den Auftrag an, wenngleich er sich nicht sicher war, ob die Macht in ihm so wirkte wie in Sidious, um die Quelle der Erschütterung zu erspüren. Später gelang es Darth Maul tatsächlich den von Sidious benannten Planeten ausfindig zu machen und entdeckte, dass der Gladiator Silus Auslöser der Erschütterung war. Der Kämpfer war machtsensitiv und kampferprobt. Zugleich forderte er jeden heraus, der sich ihm in den Weg stellte. Als Darth Maul erschien, aktivierte er ein Hologramm seines Meister Darth Sidious, der Silus’ Machtsensitivität ansprach und Silus’ die Möglichkeit der Sith-Ausbildung eröffnete, sollte er Darth Maul töten. Der Zabrak, der zwar überrascht von Darth Sidious Angebot war, stellte sich Silus und nutzte die Macht, um den Gladiator wegzustoßen und anschließend mit seinem Lichtschwert zu töten. Nach dem Kampf und der Vernichtung Silus’ kehrte Darth Maul zu Sidious zurück, der sich erfreut über Mauls Sieg zeigte. Des Weiteren eröffnete er seinem Schüler, dass der Kampf gegen Silus ein Stärketest war und dies nur ein Teil seiner Ausbildung war.[27] Einige Zeit später schickte Sidious den Zabrak abermals auf eine Mission, die beinhaltete Attentäter-Droiden auf einer abgelegenen Welt zu zerstören. Nach einem Monat der Isolation und des Kampfes folgte Sidious seinem Schüler und forderte ihn zu einem Duell heraus, dass Maul verlor. Um Darth Mauls Zorn zu vergrößern und sein volles Potenzial herauszufordern, eröffnete Darth Sidious ihm, dass sein Versagen zur Folge hätte, dass er sich einen neuen Schüler nehmen würde. Der Zabrak verfiel in Raserei und griff den Sith-Lord an, der ihn jedoch wieder besiegte. Nur kurze Zeit nach dem Kampf zeigte sich Sidious erfreut über die Fähigkeiten Mauls und ernannte ihn zum vollwertigen Sith-Lord.[28]

Galaktische RepublikBearbeiten

Aufstieg zum Obersten Kanzler und Ermordung seines MeistersBearbeiten

Königin Amidala lässt sich von Palpatines Einflüsterungen leiten.

Im Zuge des Großen Sith-Plans hatten Sidious und Plagueis vereinbart, dass Palpatine der Oberste Kanzler der Republik werden und sobald er diese Position innehatte, Hego Damask (Plagueis' bürgerlicher Name) zum Mitkanzler ernennen sollte. Dazu war es nötig, den amtierenden Kanzler, Finis Valorum, zu schwächen. Valorum war durch viele Anfeindungen und Korruptionsvorwürfe unter Druck geraten und für Palpatine war es ein Leichtes, den schwachen und verunsicherten Kanzler zu beeinflussen. Auf Palpatines Empfehlungen hin setzte Valorum eine Reform durch, die die gleichberechtigte Besteuerung der Freien Handelszonen einführte. Diese Vorgehensweise hatte für die Handelsföderation große Folgen, da sie bisher von den günstigen Handelszöllen profitierte. Auf der anderen Seite stachelte Palpatine in der verdeckten Identität als Darth Sidious die Unruhen innerhalb der Handelsföderation weiter an und unterstützte sie in ihrem Plan, den Planeten Naboo zu blockieren. Palpatines Entscheidung, gerade auf Naboo eine Blockade einzuleiten, war durch die Wehrlosigkeit der Naboo gegenüber militärischen Angriffen, jedoch hauptsächlich durch die Tatsache, dass es sein Heimatplanet war und ihm dies Sympathien unter den anderen Senatoren einbringen würde, begründet. Palpatine hatte Valorum bei der Einführung der höheren Besteuerung eine profitable Veränderung versprochen. Doch nun hatte er sich vor dem Senat zu rechtfertigen und stand in Erklärungsnot.[29]

Insgeheim entsandte Palpatine seinen Sith-Schüler Darth Maul, um die flüchtige Königin Amidala von Naboo zu finden und von ihr die nötige Legalisierung der Blockade einzutreiben. Dies gelang ihm nicht und so reiste Amidala nach Coruscant, um ihre Anliegen bezüglich der Blockade dem Senat vorzutragen. Sie ließ sich jedoch von Palpatine beeinflussen und stellte einen Misstrauensantrag gegen den Obersten Kanzler und für die anstehende Neuwahl wurde, zu seiner scheinbaren Überraschung, Palpatine nominiert. In der Nacht vor seiner - durch Manipulationen seiner Gehilfen eigentlich sicheren - Wahl zum Obersten Kanzler der Republik hielt sich Palpatine zusammen mit seinem Partner Plagueis in dessen Penthouse auf und sie feierten ihren endgültigen Sieg. Als Plagueis durch übermäßigen Weinkonsum sehr müde wurde und - nach 20 schlaflosen Jahren - zum ersten Mal wieder schlief, nutzte Palpatine die Gelegenheit und ermordete ihn mit mehreren Salven Machtblitzen. Im Sterben teilte Palpatine ihm noch mit, dass er Plagueis bloß benutzt hatte, um all sein Wissen zu erlangen und nie vorhatte, seine Macht zu teilen.

Bei seinem Amtsantritt versprach Palpatine den Senatoren, die andauernde Korruption endgültig zu beenden. Die Naboo-Krise wurde jedoch durch die überraschende Initiative von Königin Amidala beigelegt und der Anführer der Handelsföderation, Nute Gunray, wurde gefangen genommen und vor Gericht gestellt. Dennoch sollte die Handelsföderation weiter bestehen, da sie zu einem großen Teil die wirtschaftliche Lage vieler Welten regelte. Zu Palpatines Leidwesen verlor er in der Schlacht von Naboo Darth Maul, der durch die Hand Obi-Wan Kenobis getötet wurde [29] und so war er nun der einzige Sith der Galaxis.

Erhebung der SeparatistenBearbeiten

Die Jedi, die bereits unter den Ereignissen mit den Yinchorri und von Asmeru zu leiden hatten, waren sich nun nach der Krise auf Naboo und nach der Begegnung mit Darth Maul sicher, dass ein führender Kopf hinter den Angelegenheiten steckte. Doch der Hohe Rat der Jedi konnte nicht feststellen, ob der gefallene Sith Darth Maul nun der Meister oder der Schüler gewesen war, was den Rat vor eine gewisse Hilflosigkeit stellte. Tatsächlich hatte man keine weiteren Spuren, um Ermittlungen über die Sith anzustellen, zumal diese bereits seit Jahrhunderten als ausgestorben galten. Auf der Suche nach einem neuen Schüler stieß Palpatine auf den abtrünnigen Jedi Dooku, der sich bereits mit den Dunklen Künsten beschäftigte und im Namen von Darth Sidious zum Anführer der Konföderation unabhängiger Systeme, einer separatistischen Aufstandsbewegung gegen die Galaktische Republik, ausgerufen wurde.[29][30]

Als scheinbar vertrauenswürdiger Kanzler schien sich Palpatine immer tiefer im Netz endloser Debatten und Grundsatzabstimmungen verfangen, ohne dass Aussicht auf eine Einigung und Verbesserung der Zustände bestand. Der Senat, der längst als korrupt abgetan wurde, verlor immer mehr Anhänger. Zahlreiche Sternensysteme brachten ihren Unmut über die Republik zum Ausdruck und kehrten ihr den Rücken. Diese unzufriedenen Systeme schlossen sich Dookus Konföderation an, die mit der Handelsföderation, der Handelsgilde und dem Intergalaktischen Bankenverband ein starkes Bündnis militärischer und finanzieller Absicherung bot. Palpatines Macht weitete sich auf beiden Seiten des Konflikts aus, da er sowohl in der Republik, als auch in der Konföderation eine hochrangige und befehlsgebende Gewalt darstellte. So konnte er beide Seiten gegeneinander ausspielen und sein Vorhaben nach eigenen Wünschen strukturieren und koordinieren.[30]

Die schwindende Anhängerschaft der Republik und der immer größer werdende Einfluss der Konföderation, zwang den Senat zu drastischeren Maßnahmen, da auch zunehmend die planetare Ordnung ins Wanken geriet, als sich die Nachrichten aus dem HoloNetz über zivile Unruhen und öffentliche Aufstände häuften. Die Befürchtung, die Konföderation würde sich mit namhaften Waffenschmieden für einen kommenden Krieg wappnen, führte innerhalb des Senats zu hitzigen Diskussionen, auf die – wie Palpatine unzufrieden feststellte – keine Einigungen erfolgten. Obwohl Palpatine stets für eine friedliche Lösung warb, wurden die Forderungen nach einer militärischen Streitmacht der Republik immer lauter, doch war dieser Schritt nicht ganz unumstritten. Als der Senat aufgrund der Aufstellung einer Armee zu einer verbindlichen Abstimmung eingeladen wurde und dadurch weitere missmutige Systeme ihren Austritt kundgaben, machte schließlich auch Corellia als erstes System der Kernwelten durch den Einfluss des mächtigen Senators Garm Bel Iblis seine Grenzen dicht.

Abstimmung über ein neues MilitärgesetzBearbeiten

Einige Wochen vor der eigentlichen Abstimmung über eine Große Armee der Republik richtete Palpatine ein Loyalisten-Komitee ein. Kritiker reagierten erzürnt über die Einführung scharlachroter Leibwächter, die sogenannte Rote Garde. Das Komitee bestand aus zehn Senatoren und wurde mit der Aufgabe betraut, Verhandlung mit der Konföderation in Gang zu bringen. Doch Dooku, von Darth Sidious angetrieben, verweigerte jegliches Zusammentreffen mit dem Loyalisten-Komitee. Stattdessen vermehrten sich die Unruhen und eine gezielte Bombenserie auf ausgewählte Senatoren, zwang den Kanzler dazu, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen und seinem Sicherheitsbeauftragten Armand Isard die Durchführung neuer Regelungen zu befehligen.

Am Morgen der Abstimmung trat Palpatine mit bestürzter Stimme vor den Senat und sprach über den neuesten Terroranschlag, bei dem Senatorin Padmé Amidala, frühere Königin von Naboo, ums Leben gekommen sein soll. Als Padmé wider Erwarten doch in den Senat schritt und sich gegen eine Armee der Republik aussprach, schien Palpatine überglücklich über das Wohl der Senatorin. Tatsächlich hatte Palpatine den Anschlag auf Padmé selbst zu verantworten, indem er Dooku anheuerte, der wiederum einen Kopfgeldjäger namens Jango Fett mit der Tötung der Senatorin beauftragte. Fett schickte hingegen die Clawditin Zam Wesell, die das Attentat schließlich verübte, jedoch statt Padmé ihre Doppelgängerin Cordé tötete. Nach Padmés überraschendem Auftritt im Senat wurde die Abstimmung vertagt und Palpatine rief sowohl den Hohen Rat der Jedi als auch sein Loyalisten-Komitee zusammen. In der folgenden Sitzung machte Palpatine nochmals seine Bedenken und sein Beharren auf weiteren Verhandlungen deutlich. Der Kanzler schien in einer ausweglosen Misere zu stecken und musste nach außen hin die Anschläge und das Erstarken der Konföderation rechtfertigen, was er jedoch im Geheimen eigenhändig kontrollierte.[30]

Um Padmé vor weiteren Anschlägen zu schützen, stellte Palpatine die Senatorin in den Schutz von Obi-Wan Kenobi und seinem Padawan Anakin Skywalker, die gerade von einem Grenzkonflikt auf Ansion zurückgekehrt waren. Später, nach einem weiteren Anschlag auf Padmés Leben, konnten Obi-Wan und Anakin Zam Wesells Spur aufnehmen. Sie verfolgten die Clawditin, doch wurde sie von einem Giftpfeil getötet, der von einem unbekannten Attentäter von einem nahen Gebäude abgefeuert wurde. Weitere Ermittlungen führten Obi-Wan zum Planeten Kamino, während Anakin nach Naboo reiste, um für die Sicherheit der Senatorin zu sorgen. Zuvor ließ Palpatine Anakin wissen, dass er seine Karriere schon länger mit großem Interesse verfolge und er sich sicher sei, dass Anakin der mächtigste aller Jedi werden wird. Mit seiner Fürsorge zu dem Padawan gewann er Anakins Vertrauen und so pflegte Palpatine gleichzeitig den Kontakt zum Jedi-Rat, dem einzigen Organ, auf das er keinen direkten Einfluss besaß.[30]

Große Armee der RepublikBearbeiten

Während die eigentliche Abstimmung über das neue Militärgesetz in endlosen Diskussionen und Debatten über Sinn und Unsinn unterzugehen schien, entdeckte Obi-Wan während seiner Ermittlungen auf Kamino eine gewaltige Armee von Klonkriegern, die im Namen der Republik in Auftrag gegeben und produziert worden war. Die Delegierten waren zunehmend verunsichert und Obi-Wans spätere Botschaft über die Bereitstellung einer riesigen Droidenarmee der Konföderation machte die Situation noch kritischer. Diese Meldung machte vorherige Verlautbarungen über einen bevorstehenden Kriegsausbruch zu einer beschlossenen Sache und es bestand dringender Handlungsbedarf, um die Republik für den drohenden Krieg zu rüsten. Doch der Senat war zermürbt, unentschlossen und stellte sich in sämtlichen Angelegenheiten quer, sodass Reformen nur schwer oder überhaupt nicht durchzusetzen waren.[30]

Um die Dinge voran zu treiben, bedurfte es bestimmter Notstandsvollmachten, die es dem Kanzler erlauben würden, Entscheidungen ohne jegliche Zustimmung zu treffen. Dies würde zwar die Debatten beenden und den Prozess beschleunigen, doch der Antrag dazu musste den Senat ebenso überzeugen. In einer letzten Beratung mit einigen Jedi und Senatoren, wurde schließlich entschlossen, dass die Verabschiedung von Notstandsgesetzen dringend notwendig war, um den Einsatz der Klontruppen auf Kamino zu genehmigen. Sicher war, dass ein Angriff bevorstand und dass die Jedi keine Armee bilden konnten, die der Droidenarmee gleichkäme, zumal dies gegen den moralischen Einsatz der Jedi sprach.[30]

Es war Mas Amedda, Palpatines treu ergebener Berater, der der ratlosen Gruppe zusprach, dass die einzige Möglichkeit die Erlassung von Notstandsgesetzen darstellte. Mas Amedda war zudem einer der wenigen Ausgewählten, die über Palpatines Sith-Machenschaften Bescheid wussten. Daraufhin erklärte sich der Gungan Jar Jar Binks, der während Padmés Abwesenheit ihr Stellvertreter war, bereit, den Antrag im Senat zu stellen. Später im Senat erteilte Palpatine Jar Jar Binks im Namen der Senatorin Padmé Amidala das Wort und der Gungan richtete einen Appell an den Senat, der mit jubelndem Applaus empfangen wurde. So übertrug man dem Kanzler die absolute Legislative über die Republik und machte ihn zum mächtigsten Mann der Galaxis. Als erste Maßnahme willigte Palpatine der Aufstellung der Klontruppen auf Kamino ein, um die Bedrohung der Separatisten abzuwehren.[30]

SeparatistenkriseBearbeiten

22 VSY – 19 VSYBearbeiten

Ausbruch der KlonkriegeBearbeiten

Darth Sidious gibt Dooku Befehle den Krieg betreffend.

Nur wenige Tage nach dem Ausbruch des Krieges begann Dooku auf Befehl Sidious' mit der Suche nach weiteren Machtanwendern, die der Konföderation unabhängiger Systeme dienlich sein konnten. Auf Rattatak traf er auf Asajj Ventress. Dooku machte die Dunkle Jedi mit Sidious bekannt und Ventress unterstellte sich dem Sith-Lord. Um ihre Fähigkeiten zu testen, entsandte Darth Sidious die Rekrutin Anakin Skywalker zu töten, doch gelang ihr dies nicht.[31] Weniger als sieben Wochen nach der Schlacht von Geonosis entführte Asajj Ventress den Sohn des Verbrecherlords Jabbas und brachte in nach Teth, wo Sidious sich in das Gespräch Ventress' und Dookus einklinkte, um sich der Entführung des Jungen zu versichern. Wenig später konnte die Republik unter der Führung der Jedi jedoch Teth angreifen und Rotta befreien. Darth Sidious Plan die Republik zu schwächen und ein Bündnis mit den Hutten zu verhindern scheiterte und die Galaktische Republik ging einen Vertrag mit dem kriminellen Imperiums Jabbas ein, sodass die Flotte dessen Raumregionen zur Durchquerung nutzen konnten.[32] Nachdem Nute Gunray während einer Mission auf Rodia gefangen genommen wurde, kontaktierte Palpatine den rodianischen Senator und versicherte ihm, dass Hilfsgüter auf dem Weg seien.[33] Insgeheim fürchtete sich Palpatine jedoch, dass der gefangene Gunray einem Verhör durch die Jedi nicht standhielt und unter anderem seine Existenz offenbarte, sodass der Sith-Lord sich mit Dooku in Verbindung setzte, um ihm die Befreiung oder Tötung Gunrays zu überlassen. Dooku versicherte Darth Sidious, dass Ventress diese Aufgabe zu dessen Zufriedenheit ausführen würde, doch der Sith-Lord war skeptisch. Letzten Endes gelang es der Dunklen Jedi Gunray zu befreien und Sidious' Existenz blieb unbemerkt.[34] Später trat Palpatine mit Hondo Ohnaka in Verhandlung, dem es gelungen war Dooku gefangen zu nehmen. Der Pirat bot der Republik Dooku als Gefangenen an, sollte sie ihn dafür entlohnen. Palpatine ging auf den Tauschhandel ein und entsandte eine Eskorte nach Florrum. Dooku gelang später jedoch die Flucht und konnte einer Gefangennahme entgehen.[35] Während der Rückeroberung des Planeten Ryloth, war Palpatine an taktischen Besprechungen zugegen, bei denen die Eroberung Lessus und die Gefangennahme Emir Wat Tambors beteiligt.[36]

Darth Sidious begutachtet seine weiteren Pläne

Um einige der mächtigsten Jedi des Ordens auszuschalten, gab Darth Sidious an die separatistischen Schiffswerften die Order heraus, zwei äußerlich identische Sternbrecher zu konstruieren, von denen einer allerdings eine Attrappe war. Nachdem das echte Schlachtschiff einen republikanischen Kampfverband vernichtet hatte, entsandte der Jedi-Rat die Meister Mace Windu, Ki-Adi Mundi, Jyl Somtay und Obi-Wan Kenobi sowie die Padawan Ahsoka Tano, um das Schiff unschädlich zu machen. Sidious' Plan bestand darin, das Einsatzkommando auf das Replik der Sternbrecher zu locken und die Superwaffenattrappe anschließend antriebslos in eine Sonne stürzen zu lassen. Als er davon erfuhr, dass auch Anakin Skywalker an der Mission teilnehmen sollte, entband er als Kanzler Palpatine ihn von seiner Aufgabe und schickte ihn auf eine diplomatische Mission auf dem Planeten Daltarri. Dadurch wollte Sidious verhindern, dass der Jedi, den er sich als zukünftigen Schüler erwählt hatte, zu Tode kommt. Allerdings scheiterte die Falle, da sich Skywalker nach Erfüllung seines Auftrags den weiteren Anweisungen des Kanzlers entzog, sodass die Jedi überlebten. Nach dieser Niederlage wandte sich Sidious seinen weiteren Plänen zur Errichtung des Imperiums zu.[37] Da die Republik in der Schlacht von Nexus Ortai eine Niederlage hinnehmen musste, plante der Jedi-Rat, die Schiffswerften der Bankenverbands-Welt Gwori anzugreifen. Palpatine erklärte nach mehreren Planänderungen sein Einverständnis. Allerdings gab er die Informationen auf den bevorstehenden Angriff an seinen Schüler Dooku weiter. Da es das Jedi-Einsatzteam schaffte, die Werften zu vernichten, wandte sich Dooku an ihn, wobei Sidious den Verlust der Werften als notwendiges Übel zur Verzögerung des Kriegsendes abtat.[38] Später kontaktierte Palpatine in der Gestalt seines alter Egos den Kopfgeldjäger Cad Bane und gab ihm den Auftrag, in den Jedi-Tempel einzubrechen, um dort ein Holocron zu stehlen, das die Namen von machtsensitiven Kindern enthielt, die der Jedi-Orden zu gewisser Zeit einst in seine Obhut nehmen würde.[39] Bane gelang es, das Holocron zu entwenden und auf dessen Grundlage mehrere Kinder zu entführen und nach Mustafar zu bringen, wo Sidious holographisch die gekidnappten Kinder untersuchte. Der Sith malte sich eine Zukunft aus, in der er eine Armee der Dunklen Seite unter sich hatte, die als Agenten in der ganzen Galaxis ihm dienen sollten. Als die Jedi die Anlage entdeckten und infiltrierten, sorgte Sidious dafür, dass die Anlage zerstört wurde.[40] Palpatines Augenmerk fiel später während der Schlacht von Malastare auf eine andere Sache: Die Panzerschuppen des auf Malastare wieder entdeckten Zillo-Biests. Da Palpatine unter allen Umständen die Widerstandskraft der Schuppen aufdecken wollte, um sie militärisch zu nutzen, kam es zu einem Zwischenfall auf Coruscant, als das Tier ausbrach und schwere Verwüstungen anrichtete.[41] Während der Geschehnisse auf Coruscant war das Tier besonders darauf erpicht, Palpatine zu schaden, da es spürte, dass er es war, der befohlen hatte, das Tier zu schädigen. Später wurde das Tier getötet, doch Palpatine befahl ohne Wissen der Jedi den Abtransport des Tieres, damit es geklont werden konnte.[42]

Anhaltender KriegBearbeiten

Darth Sidious kontaktiert seinen Schüler über Zygerria.

Als die Jedi einen mit den Separatisten kollaborierenden Senator, Rush Clovis, des Verrats bezichtigten, kam es kurzer Hand zu einer erneuten Invasion des Planeten Geonosis. Während der ersten Angriffsphase war Palpatine der Einsatzbesprechung zugeteilt und überwachte die Geschehnisse.[43] Einige Zeit später kam es auf Mandalore zu einem Bürgerkrieg, bei dem die Todeswache die Kontrolle über die mandalorianische Heimatwelt erlangen wollte. Im Senat wurde daraufhin debattiert, ob eine Entsendung von Friedenstruppen notwendig sein würde, da der Planet dann unter die Hand der Republik fiel. An der Öffentlichkeit wahrte Palpatine zwar das Bild des Obersten Kanzlers, doch zeigte er sich auch da als Befürworter einer Truppenentsendung. Letzten Endes wurde eine Einmischung der Republik jedoch verhindert und Mandalore blieb vorerst von einer Besetzung mit Friedenstruppen verschont.[44] Später verbot Palpatine im Einklang mit dem Senat die Kontaktaufnahme einzelner Senatoren mit Mitgliedern des Separatisten-Parlaments, doch Padmé Amidala war darauf bedacht, neue Friedensgespräche zwischen der Galaktischen Republik und der Konföderation unabhängiger Systeme einzuleiten. Aus diesem Grund wandte sich die Senatorin an den Hohen Rat der Jedi, um ihn zu bitten, Palpatine davon zu überzeugen das Verbot aufzuheben. Da Anakin Skywalker den Rat nicht in der Verantwortlichkeit sah, Palpatine bei der Ausübung der Politik zu maßregeln, fasste Senatorin Amidala den Entschluss, eigenverantwortlich Friedensgespräche aufzunehmen, und erreichte im Senat der Separatisten durch die Hilfe Mina Bonteris eine Abstimmung, die eine Gesprächsaufnahme zum Ergebnis hatte. Amidala reiste zurück nach Coruscant, wo sie Palpatine von den Dingen unterrichtete. Trotz seiner Skepsis und einiger Besorgnis stellte er auch den Galaktischen Senat vor die Wahl, Verhandlungen aufzunehmen, befahl jedoch insgeheim Dooku, einen Angriff auf den Senat zu inszenieren.[45] Der Sohn zeigte später Anakin Skywalker während seines Aufenthalts auf Mortis, dass sich Palpatine zum Imperator aufschwingen würde, doch sorgte der Vater dafür, dass dieser Blick in die Zukunft aus dem Gedächtnis des Jedi gelöscht wurde.[46] Da Palpatine später befürchtete, dass sein Schüler Dooku ihn mit der Hilfe seiner Dienerin Asajj Ventress besiegt, befahl er Dooku, die Dunkle Jedi als Beweis seiner Loyalität zu töten. Widerwillig gab Dooku während der Schlacht von Sullust den Befehl, seine Schülerin beschießen zu lassen, doch sie überlebte und schwor Rache an ihrem einstigen Meister, indem sie sich einen eigenen Schüler namens Savage Opress mithilfe der Nachtschwesternmutter Talzin heranzog.[47] Als Grievous auf Naboo durch die Gungans gefangen genommen wurde, war sich Sidious bewusst, dass er mit der Gefangennahme des Droiden-Generals eine wichtige Figur innerhalb seines Plans verloren hatte. Er instruierte daraufhin Dooku, Anakin Skywalker gefangen zu nehmen und ihn gegen Grievous auszutauschen. Sidious Plan, Grievous zu befreien, glückte schließlich.[48]

Später befahl Sidious seinem Schüler nach Zygerria zu fliegen, um die amtierende Königin Miraj Scintel zu zwingen die zygerrianischen Sklaven den Sith bereitzustellen. Auf Anraten seines Meisters tötete Dooku die Königin, als diese sich weigerte mit den Sith zu verhandeln.[49] Im Zuge der Klonkriege entwickelte der phindanische Kopfgeldjäger Moralo Eval im Auftrag von Graf Dooku einen Plan zur Gefangennahme von Kanzler Palpatine. Die Jedi erfuhren von dem Plan der Konföderation und setzten Obi-Wan Kenobi ein, der die Reihen der Kopfgeldjäger, die Dooku einsetzen wollte, um Palpatine auf Naboo gefangen zu nehmen, zu infiltrieren. Dazu täuschte man den Tod des Jedi vor. Palpatine war später bei der Beerdigung Obi-Wan Kenobis zugegen und machte sich bald darauf auf, um nach Naboo zu reisen, um dem Festival des Lichts beizuwohnen.[50] Auf Naboo gelang es Dooku in den Palast einzudringen, während Cad Bane und andere Kopfgeldjäger Palpatine entführten. Das Vorhaben konnte jedoch gestoppt werden und Obi-Wan Kenobi offenbarte, dass er nicht gestorben war. Da die Kopfgeldjäger augenscheinlich gestoppt wurden, zogen die Sicherheitsdienste ab und Anakin Skywalker ging mit Palpatine in den Palast, wo sie auf Dooku trafen. Dieser verwickelte Skywalker in einen kampf und Palpatine konnte sich von der Kraft des jedi abermals überzeugen. Mit dem Eingreifen Obi-Wan Kenobis flüchtete Dooku von Naboo und ließ die Jedi mit Palpatine zurück.[51]

Gegen KriegsendeBearbeiten

Darth Sidious stellt die beiden Zabrak-Brüder.

Als Folge dieses Verrats Dookus an Asajj Ventress, gelang es Savage Opress im Jahr 20 VSY, Palpatines ehemaligen Sith-Schüler Darth Maul auf Lotho Minor aufzuspüren und nach Dathomir zu bringen, wo er von der Clanmutter Talzin von seinen durch den Kampf auf Naboo entstandenen Verletzungen geheilt wurde. Er startete einen Rachefeldzug gegen die Jedi, die regierten, indem sie ein Einsatzteam auf ihre Ergreifung ansetzten. Anakin Skywalker berichtete Palpatine von der Jagd auf Maul. Palpatine, der die Nachricht zuerst mit einem innerlichen Schock aufnahm, warnte Anakin Skywalker davor, zu viele Ressourcen für die Ergreifung eines einzelnen Attentäters aufzuwenden.[53] Nachdem die Sith-Brüder die Jedi Adi Gallia getötet hatten und Obi-Wan Kenobi und Hondo Ohnakas Piratenbande entkommen konnten, bat Palpatine den Orden, keine weiteren Ressourcen in der Jagd nach Maul zu verschwenden, sondern sich wieder dem Kriegsgeschehen zuzuwenden. Unterdessen schmiedete Palpatine Pläne für sein weiteres Vorgehen und der überraschenden Rückkehr Mauls, seines ehemaligen Schülers.[54] Als dieser später mit der Unterstützung der Todeswache, der Schwarzen Sonne, der Pykes und des Huttenkartells Mandalore erobern konnte, erzeugte er eine Erschütterung in der Macht, die Palpatine als Bedrohung wahrnahm. Er ließ durch Mas Amedda sein persönliches Schiff bereitmachen, um nach Mandalore aufzubrechen. Dort angekommen, drang er in den Königlichen Palast auf Sundari ein, in dem sich sowohl Darth Maul und Savage Opress befanden. Maul spürte nun die Ankunft und die Präsenz seines Meisters, der kurzerhand in den Thronsaal kam und sich erstaunt über Mauls Überleben zeigte.[55] Der Zabrak log Sidious an, er hätte die Eroberung Mandalores getätigt, um an Sidious' Seite zurückzukehren, doch dieser durchschaute ihn und betrachtete ihn nicht mehr als Schüler, sondern als Rivalen.[56] Sidious attackierte die beiden Zabrak und tötete im Kampf Savage Opress, während er Darth Maul entwaffnete und mit Macht-Blitzen am Boden hielt, um ihn zu foltern. Als dieser um Mitleid bettelte, teilte Sidious Maul mit, dass er ihn nicht töten wolle, da er noch anderes mit ihm vorhabe.[55]

Später kam es auf Coruscant zu einem Zwischenfall im Jedi-Tempel, bei dem zahlreiche Jedi getötet wurden. Eine Bombe detonierte in einem der Hangars des Tempels und riss auch zahlreiche Nicht-Jedi mit in den Tod. Dies führte dazu, dass die Jedi Untersuchungen anstellten und herausfanden, dass die Aktivistin Letta Turmond ihren Ehemann Jackar Bowmani in eine lebende Bombe mithilfe von Nano-Droiden verwandelt hatte.[57] Letta Turmond wurde inhaftiert, doch rief sie später die Jedi-Padawan Ahsoka Tano zu sich, um ihr den wahren Täter hinter dem Bombenanschlag mitzuteilen. Bevor sie jedoch den Namen sagen konnte, wurde sie durch die Macht getötet. Dadurch, dass die Überwachungsmonitore nur Ahsoka Tano und Turmond zeigten, wurde Tano des Mordes an der Aktivistin bezichtigt und die Padawan floh. Später konnte sie jedoch aufgegriffen werden und wurde vor Gericht gebracht, das von Palpatine persönlich angeführt wurde, nachdem man Ahsoka Tano aus dem Orden der Jedi ausgeschlossen hatte. Als Palpatine das Urteil des Gerichts vortragen wollte, das für einen solchen Verrat die Todesstrafe vorsah, unterbrach Anakin Skywalker, der zwischenzeitlich selbst Untersuchungen durchgeführt hatte, den Prozess und zeigte, dass Barriss Offee die wahre Täterin hinter dem Anschlag war. Palpatine befahl nach ihrem Geständnis den Abtransport der gefallenen Jedi und beendete den Prozess.[58]

Palpatines VerführungenBearbeiten

Im dritten Jahr der Klonkriege sah Palpatine den Zeitpunkt gekommen, um die letzte Phase seines skrupellosen Planes einzuläuten. Kurz vor Kriegsende war es den Jedi im Zuge der Schlacht von Cato Neimoidia gelungen an einen speziellen Mechno-Stuhl zu gelangen, den Nute Gunray dazu benutzt hatte, um mit Palpatine in Gestalt des Dunklen Lords Darth Sidious in Kontakt zu treten. Nachforschungen der Jedi führten dazu, dass man herausfand, dass sich Sidious mit Dooku auf Coruscant des Öfteren getroffen hatte. Tatsächlich führte die Spur bis hin in die unterirdischen Gänge des Senatsviertels des Planeten, was Palpatine langsam unruhig machte. Als Darth Sidious befahl er Dooku, den Obersten Kanzler – also sich selbst – zu entführen. Dooku heuerte für diese Mission den Droidengeneral Grievous an, der in einer blitzartigen Invasion über Coruscant hereinbrach. Die Jedi Shaak Ti, Stass Allie und vier weitere sollten ihn in einen Sicherheitsbunker bringen. Grievous tötete die vier Jedi, während Shaak Ti und Stass von MagnaWächtern aufgehalten wurden. Grievous konnte erfolgreich den Obersten Kanzler Palpatine entführen. Mit dieser Aktion wollte Palpatine nicht nur die Unfähigkeit der Jedi, das Oberhaupt der Republik zu schützen, zum Ausdruck bringen, sondern auch die möglichen Chancen erproben, seinen neuesten Anwärter zum Sith-Schüler – Anakin Skywalker – zur Dunklen Seite zu bekehren. In Unwissenheit darüber, dass Sidious gleich Palpatine war, flüchtete Grievous mit seiner Geisel von Coruscant. Als die Schlacht von Coruscant in den Weltraum verlagert wurde, traten kurz darauf auch Obi-Wan und Anakin, der mittlerweile in den Rang eines Jedi-Ritters erhoben worden war, ein.[59]

Palpatine bringt Anakin dazu Dooku zu enthaupten.

Dank Palpatines jahrelanger Fürsprache zu Anakin wurde der Kanzler zu einer väterlichen Vertrauensperson für den jungen Jedi, der er sogar die Geheimnisse seiner dunkelsten Gedanken gestand. Palpatine war von Anakins außergewöhnlichen Machtfähigkeiten überzeugt und wollte ihn als Handlanger gewinnen, um sein finales Ziel – die Vernichtung der Jedi – zu erreichen. Nachdem Obi-Wan und Anakin in Grievous Flaggschiff einbrachen und bis zum Obersten Kanzler vordrangen, stießen sie auf Dooku, der die Befreiung des Kanzlers zu verhindern versuchte. Zwar wurde Obi-Wan im Verlauf des Kampfes bewusstlos geschlagen, doch gelang es Anakin, die Oberhand zu gewinnen und Dooku beide Hände abzuschlagen. Auf Palpatines Anstachelungen hin enthauptete Anakin den wehrlosen Sith. Durch diese Tat fand Palpatine die Bestätigung, dass Anakin der Dunklen Seite erliegen würde.[59]

Palpatine bestimmte Anakin zu seinem Vertreter im Rat der Jedi, was der Rat als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Jedi-Ordens empfand, und nur aus taktischen Erwägungen akzeptierte, Anakin aber den Rang eines Meisters verweigerte. Aus Sicht von Anakin entzog der Jedi-Rat ihm das Vertrauen. So fand Palpatine nach seiner heldenhaften Rettung durch Anakin und Obi-Wan weitere Angriffspunkte, um den Ehrgeiz des jungen Jedi zu steigern. Die „Legende“ über seinen früheren Meister Darth Plagueis, der mit Hilfe der Midi-Chlorianer Leben erschaffen konnte, beeindruckte Anakin nachhaltig. Seit Tagen überkamen ihn Albträume über seine bei der Geburt ihres Kindes sterbende Frau Padmé. Palpatine konnte mit Hilfe seiner Freundschaft zu Anakin die Strategien des Jedi-Rates durchschauen. So konnte er sämtliche Jedi des Hohen Rates auf verschiedene Missionen zerstreuen, um zum einen Anakin vom Schutz seiner weitaus weiseren Ordensbrüder abzukapseln und zum anderen, um seinen letzten Racheakt geschickt durchführen zu können.[59]

Vernichtung der JediBearbeiten

Schließlich fand es Palpatine an der Zeit, sein Alter Ego gegenüber dem ohnehin verwirrten Anakin zu offenbaren und ihn zu seinem Schüler zu machen. Während Anakins Nachrichtenübermittlung über das Auffinden des Droidengenerals Grievous, der von Obi-Wan auf dem Planeten Utapau aufgespürt worden war, betonte Palpatine nochmals die Unfähigkeit der Jedi, Anakins außergewöhnliche Begabung zu honorieren. Er behauptete, dass die Jedi bereits um seine Stärken wüssten und diese bereits fürchteten, was Anakin nur ungläubig entgegennahm. Außerdem offenbarte er dem jungen Jedi-Ritter, dass es einen weiteren, weitaus mächtigeren, Pfad als den der Jedi gab. Anakin verstand, zog sein Lichtschwert und bedrohte den Kanzler auf Verdacht, der Sith-Lord zu sein, den die Jedi seit Jahren suchten. Palpatine reagierte gelassen, redete weiter auf Anakin ein und sprach seine Hochachtung für die Weisheit des Jungen aus. Anakin, unfähig, seinen Freund und Unterstützer zu töten, würde dem Jedi-Rat Bericht erstatten und ihm die weitere Vorgehensweise überlassen.[59]

Nachdem Anakin gegangen war, entnahm Palpatine sein Lichtschwert aus der Neuranium-Auskleidung seiner Statue des Sistros, wartete auf die Ankunft der Jedi und freute sich auf die Konfrontation. Kurz darauf betrat Mace Windu in Begleitung von Kit Fisto, Agen Kolar und Saesee Tiin das Büro des Kanzlers. Mit gezündeten Lichtschwertern sprachen sie gegen den Kanzler einen Arrest aus, welchen dieser jedoch nicht hinnahm, sein Lichtschwert aus seinem weiten Gewand zückte und mit einem überraschenden und schnellen Manöver Maces Begleiter tötete. Anschließend lieferten sich die beiden ein erbittertes Duell, bis Palpatine sein Lichtschwert verlor und sich scheinbar geschlagen gab. Als Anakin den Schauplatz betrat, sah er, wie Mace den Kanzler niederzustrecken vermochte und Anakin, der in Palpatine die einzige Chance sah, die Albträume über seine Frau nicht wahr werden zu lassen, entschied sich in diesem kritischen Moment für das Überleben des Kanzlers. So schlug er mit seinem Lichtschwert Maces rechten Arm ab, woraufhin Palpatine, der seine Entkräftung vorgetäuscht hatte, um in Anakins Augen hilflos zu wirken, Machtblitze auf den Jedi-Meister schleuderte und ihn damit aus seinem Panorama-Fenster katapultierte, wo Mace zwanzig Etagen tief in den Tod stürzte.[59]

Palpatine erteilt Cody die Order 66.

Durch den Kampf mit Mace hatte sich Palpatines Gesicht schwer deformiert. Anakin, der zunächst geschockt über seine Tat war, wurde von Palpatine als Schüler aufgenommen und erhielt außerdem den Namen „Darth Vader“. Mit hämischer Freude über das Erreichen seiner Ziele und die Erfüllung seines Plans befahl er seinem neuen Schüler, alle Jedi im Jedi-Tempel zu töten. Außerdem erteilte Palpatine allen Klonkommandanten, die sich auf verschiedenen Missionen in der Galaxis aufhielten, die Order 66, die die sofortige Vernichtung aller Jedi zur Folge hatte. Die Klone gehorchten ihrer höchsten Autorität und erschossen ihre Jedi-Generäle und Begleiter, ohne diesen Befehl in Frage zu stellen. Des Weiteren sorgte Palpatine für die Ausschaltung der separatistischen Droidenarmee und der Vernichtung des Regierungsrates der Konföderation durch Darth Vader. Damit hatte der Kanzler innerhalb kürzester Zeit die Klonkriege beendet, was er vor dem Senat offen propagierte.[59]

Galaktisches ImperiumBearbeiten

Selbsternennung zum Imperator und Duell mit YodaBearbeiten

Palpatine gestaltet die Republik zum Imperium um.

Vor dem Senat ließ er die Senatoren glauben, dass die Jedi rebellierten, um an die Herrschaft über die Galaxis zu gelangen und er durch ein feiges Attentat der Jedi deformiert und schwer entstellt wurde. Gleichzeitig stellte er klar, dass seinem Willen kein Jedi entkommen würde. Vor diesem Hintergrund gestaltete er die Galaktische Republik in das Erste Galaktische Imperium um und ernannte sich selbst zum Imperator auf Lebenszeit. Somit hatte Palpatine die demokratische Republik in eine totalitäre Diktatur verwandelt. Der Senat, den er fast gänzlich um seinen Finger gewickelt hatte, applaudierte begeistert und nur eine kleine Schar von Senatoren durchschaute das neue System und trat ihm in der Delegation der Zweitausend offen entgegen. Dadurch wurden sie jedoch schnell zu Gejagten des Imperators.[59][60]

Palpatine kämpft gegen Yoda.

Nachdem Palpatine, nun der Imperator, in sein Büro zurückkehrte, erhielt er von Darth Vader die Nachricht, dass er seinen Auftrag erfüllt und somit die Separatistenbewegung beendet hatte. Nachdem Vaders Hologramm verschwand, geriet Yoda in sein Blickfeld. Dieser hatte in einem Lüftungsschacht meditierend auf den Sith-Lord gewartet und war in der Hoffnung, ihn stürzen zu können, herausgekommen. Mit Leichtigkeit schaltete der grüne Jedi-Großmeister zwei Rotgardisten aus, wurde dann aber von der Aggressivität Palpatines überrascht, der anscheinend froh darüber war, sich endlich mit ihm messen zu können, und Yoda mit Machtblitzen angriff. Doch bevor Palpatine in erneut angreifen konnte, stieß Yoda ihn mit einem starken Machtstoß weg. Nach einem Dialog der beiden begann ein beeindruckendes Lichtschwertduell, während sie die Senatsrotunde hochfuhren, um das Duell in der Senatsarena fortzuführen. Nachdem der Jedi-Meister seinem Widersacher ausgewichen war, indem er auf eine der Delegationslogen sprang, schleuderte Sidious ihm mehrere Logen entgegen, denen Yoda zuerst auswich. Eine Loge hielt der Jedi an und drehte sie mittels der Macht, bis er sie wie einen riesigen Kreisel gen Palpatine warf. Dieser konnte ihn nicht stoppen, aber in letzter Sekunde auf einen andere Loge springen. Der Jedi sprang ihm jedoch sofort nach und stand nun mit gezündetem Lichtschwert vor ihm. Der Sith-Lord konnte ihm jedoch eine so starke Salve Machtblitze entgegen schleudern, dass Yoda sein Lichtschwert verlor und mit aller Kraft versuchen musste, die Blitze zu absorbieren. Nachdem dieses Unterfangen in einer gewaltigen Machtexplosion endete, wurden beide Kontrahenten weggeschleudert. Während Palpatine sich an einer Loge festhalten konnte, rutschte Yoda ab und fiel dutzende Meter tief auf den Boden.[59]

Der nun symbolisch besiegte Jedi-Großmeister flüchtete mit Bail Organas Hilfe und ging bald darauf ins Exil auf Dagobah.[59]

Durchsetzung der neuen OrdnungBearbeiten

Kurz nach dem Ausruf des Galaktischen Imperiums schickte Imperator Palpatine seinen neuen Schüler Darth Vader nach Murkhana. Dort hatte sich eine Truppe von Klonsoldaten geweigert, die Jedi, die mit ihnen gekämpft hatten, zu töten. Palpatine, der keinerlei Befehlsverweigerungen tolerierte, beauftragte Vader deshalb, die Klone zu bestrafen. Nicht lange nach diesem Zwischenfall empfing Palpatine einige Senatoren, darunter auch Bail Organa, die ihre Besorgnis über die momentane Situation äußerten. Palpatine versicherte den Abgeordneten, dass er den Senat nicht auflösen und sich Vorschläge der Senatoren anhören würde. Gleichsam betonte er, dass seine Entscheidungen und Beschlüsse endgültig seien und auf jeder imperialen Welt ausnahmslos durchgesetzt werden mussten, ganz gleich, was der Senat dazu sagte.[61]

In den ersten Wochen seiner Amtszeit führte Palpatine ein Rassegesetz ein, nach dem er nichtmenschlichen Geschöpfen eine hochrangige imperiale Position verweigerte und sie stattdessen versklavte oder höchst verachtend behandelte. Der Senat bekam von der Bösartigkeit des Imperators nur wenig mit, da Palpatine seine Aktivitäten im Geheimen ausführte. Dennoch war klar, dass Palpatine seine Notstandsvollmachten nie wieder hergeben würde. Stattdessen übertrug er sie auf regionale Moffs, die über einzelne Planeten wachen und deren Loyalität zum Imperium sicherstellen sollten. Einzig seine Handlanger und Berater sollten in den ersten Stunden seines neuen Imperiums Achtung vor ihm haben, die restliche Galaxis sollte durch Darth Vader von seiner einflussreichen Macht mitbekommen, wenn schon ein so mächtiger Mann wie Vader ihm unterstellt ist.

Zwar wurden überall in der Galaxis neue Schiffe und Klone produziert, diese Kampftruppen reichten aber bei weiten nicht aus, die Neue Ordnung durchzusetzen. Auf Alderaan, Corellia und Commenor kam es zu massiven Protestbewegungen. Im Huttraum explodierten die Kopfgeld- und Schmuggelaktivitäten von Gewürz und anderen verbotenen Waren sowie die Piraterie. In ehemaligen separatistischen Welten hatten sich paramilitärische Gruppen das separatistische Waffenarsenal oder gar ganze Flotten angeeignet. Separatistische Verweigerer wie Gizor Dellso und Marath Vooro forderten das neue Imperium immer wieder mit beachtlichem Arsenal der ehemaligen KUS heraus! Um mit der Schreckensherrschaft seines Reiches keine Mitgliedsplaneten der Republik und dadurch Macht zu verlieren, war Palpatine zudem die Fertigstellung des Todessterns wichtig. Diese mondgroße Kampfstation, die einen Planeten mit nur einem Laserschuss vernichten konnte, wurde von dem Chefingenieur Bevel Lemelisk mehrere Male getestet, sodass sie unbesiegbar schien und den imperialen Einfluss auf erpresserische Weise sichern sollte. Problematisch waren dabei nur die fehlenden Bauarbeiter, wodurch sämtliche Projekte stagnierten. Einige von Palpatines Gefolgsleuten wurden außerdem über das streng geheime Lagerhaus des Imperators am Mount Tantiss auf dem Planeten Wayland in Kenntnis gesetzt. Dort konnte Palpatine in Unkenntnis des Senats militärische Forschungen durchführen, um zum Beispiel die Raumschiff-Tarnvorrichtung zu erproben, die erst Jahre später von Großadmiral Thrawn eingesetzt werden sollte. Palpatine besaß neben Coruscant und Byss auch auf Wayland ein Klonzentrum. Die Möglichkeit, sich selbst zu klonen und dadurch ewiges Leben zu garantieren, löste in Palpatine großes Interesse aus. Mit einigen grausamen Hinrichtungen an Bevel Lemelisk testete Palpatine seine Klonanlagen, um die Prozedur schließlich an sich selbst anwenden zu können.

Nach der Fertigstellung des Todessterns löste Palpatine im Jahr 0 VSY den Galaktischen Senat endgültig auf. Die Übertragung der administrativen Vollmachten auf regionale Moffs und die Diktatur an sich hatten den Senat zu einem nichtssagenden und machtlosen Organ gemacht, der schließlich keinerlei Funktion mehr erfüllte. Kurz darauf wurde der Todesstern in der Schlacht von Yavin durch einen Angriff der Rebellen-Allianz vernichtet und der Imperator machte seinen Chefingenieur Lemelisk für dieses Desaster verantwortlich, da er offensichtlich eine Kleinigkeit in der Konstruktion der Raumstation übersehen hatte. So gelang es dem Rebellen Luke Skywalker, einen Protonentorpedo direkt in einen ungeschützten Ventilationsschacht zu feuern, was eine zerstörerische Kettenreaktion auslöste. Die Tatsache, dass Darth Vader während der Schlacht von Yavin die Macht in dem Jungen Skywalker wahrnahm, faszinierte Palpatine und er plante, alles daran setzen, um Luke zu seinem Schüler zu machen - zumal Darth Vader seit seiner Niederlage gegen seinen einstigen Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi während eines Lichtschwertduells auf Mustafar schwere Verletzungen davongetragen hatte. Seither war Darth Vader gezwungen, ein mobiles Lebenserhaltungssystem in Form einer schwarzen Rüstung zu tragen, was ihn in seiner Machtfähigkeit einschränkte. Darth Vader war somit längst nicht so mächtig, wie es sich Palpatine wünschte.[62]

Vaders SchülerBearbeiten

Kurz nach dem Palpatine die Republik in das Imperium umgestaltete, führte die Große Jedi-Säuberung seinen Schüler Darth Vader und die 501. Legion erneut nach Kashyyyk. Sein Ziel war es den, seit einigen Jahren unter den einheimischen Wookiees lebenden, Jedi Kento Marek aufzuspüren und auszulöschen. Doch die Elitesturmtruppen hatten große Probleme mit den Wookiees und die 501. musste schwere Verluste einstecken. Nachdem Vader eintraf, wendete sich jedoch das Blatt und so konnte er sich bis zu Mareks Behausung durchkämpfen. Nach einem kurzen Duell, welches der Sith-Lord klar dominierte, entwaffnete er seinen Kontrahenten. Doch kurz bevor er ihn niederstrecken konnte, wurde er von seinem Sohn, Galen, per Machtgriff entwaffnet. Nach dem Überraschungsmoment erwürgte er Kento und nahm den kleinen Jungen mit, da er sein enormes Machtpotenzial spürte. Er hielt die Entdeckung des Jungen, wie auch seine Ausbildung geheim. Dann nach Jahren harter und brutaler Ausbildung bekam der Schüler, fortan nur noch unter seinem Decknamen Starkiller bekannt, seinen ersten Auftrag. Als er den alten Jedi-Meister besiegen konnte, bekam er weitere Aufträge. Immer angetrieben von Vaders Versprechen, nach Beendigung seiner Ausbildung mit seinem Meister den Imperator zu stürzen und über die Galaxis zu herrschen.[63]

Vader beweist dem Imperator seine Loyalität.

Während sich Starkiller auf Felucia befand und Meisterin Shaak Ti tötete, stattete Palpatine Darth Vader an Bord der Exekutor Besuch ab. Da Starkiller während seiner Missionen von den Spionen des Imperators verfolgt wurde, kam er Vaders Absichten auf die Schliche. Der Imperator zwang Vader, Starkiller nach seiner Rückkehr auf die Exekutor zu verraten, um ihm seine Loyalität zu beweisen. Vader rammte sein Lichtschwert in den Bauch seines Schülers und verletzte ihn dadurch schwer, was für Palpatine jedoch nicht genügte. Er forderte den Tod des Jungen, woraufhin Vader seinen Schüler mit der Macht packte, durch die Gegend und schließlich in den Weltraum schleuderte. In der Annahme, Starkiller sei tot, zog der Imperator erfreut davon, doch Darth Vader hatte seine ursprünglichen Pläne noch nicht aufgegeben. Er veranlasste Starkillers Bergung und kümmerte sich anschließend um die Rekonstruktion von dessen Körper. Vader gab seinem Schüler die Aussicht darauf, seiner Bestimmung nachzukommen und gleichzeitig Vergeltung am Imperator zu üben. Um kein weiteres Risiko einzugehen, sollte sich Starkiller von seiner Vergangenheit lösen, das heißt, er sollte selbstständig handeln, damit nichts darauf hindeutete, dass er weiterhin in Vaders Diensten stand. Starkiller nahm sich dieser Aufgabe an, ahnte dabei jedoch nicht, dass er von seinem Meister ausgenutzt werden würde. In Wirklichkeit planten Darth Vader und Palpatine nämlich die Zusammenführung von Rebellen und Abtrünnigen, um sie dann mit einem gezielten Schlag vernichten zu können. Starkiller sollte als Werkzeug dienen, um diesen Zusammenschluss von Feinden des Imperiums herbeizuführen.[63]

Darth Vader und Palpatine blicken auf den toten Starkiller hinab.

Auf seiner Mission konnte Starkiller eine Gruppe von Verbündeten für seine Sache gewinnen, allen voran Bail Organa. Starkillers Verbündete planten, einen Schlag gegen das Imperium durchzuführen und durch Vader erfuhr er das es über Raxus Prime ein sehr geeignetes Ziel gab. Nachdem er weitere Verbündete, wie Garm Bel Iblis, gewann, trafen sie sich auf Corellia, um die Rebellion zu gründen. Während des Treffens auf Corellia erfolgte ein von Darth Vader angeführter Überraschungsangriff, der die Festnahme alle Rebellen-Anführer zur Folge hatte. Starkillers Rebellen-Freunde wurden an Bord des im Bau befindlichen Todessterns gebracht, wo sie von Imperator Palpatine verhört, gefoltert und hingerichtet werden sollten. Mit einer öffentlichen und qualvollen Hinrichtung plante der Imperator, jeglichen Widerstand zu brechen. Allerdings war es Starkiller gelungen, die Verfolgung seiner Verbündeten aufzunehmen und den Todesstern zu infiltrieren, wo er sich bis zur Aussichtskuppel des Imperators vorarbeitete. Dort befanden sich gerade Palpatine und die Rebellen im Gespräch, als Starkiller auftauchte und Darth Vader in einen Lichtschwertkampf verwickelte. Obwohl von ihm selbst ausgebildet, schien Starkiller dem Dunklen Lord überlegen. Der Imperator forderte offen den Tod Vaders, um ihn durch Starkiller zu ersetzen. In seinem teilweise demaskierten Meister erkannte Starkiller etwas von sich selbst, weswegen er von ihm abließ und sich direkt Palpatine zuwandte. Daraufhin begann ein Duell, welches Starkiller für sich entscheiden konnte. Kota konnte ihn davon überzeugen, Palpatine nicht umzubringen, da er nun unbewaffnet und geschlagen war. Alles andere als unbewaffnet griff er den alten Jedi kurz darauf mit Machtblitzen an. Starkiller rettete ihn jedoch und stellte sich Palpatines Machtblitzen mit bloßen Händen. Währenddessen ergriffen Rahm Kota und die Rebellen-Anführer mit der Pilotin Juno Eclipse an Bord der Rogue Shadow die Flucht vom Todesstern. Im Kampf zwischen Starkiller und Palpatine wurden gewaltige Machtkräfte entfesselt, deren freigesetzte Energie zu einer Explosion führte. Starkiller starb, während Palpatine und Darth Vader schwer gezeichnet und entkräftet überlebten.[63]

Die Art und Weise wie Starkiller zu Tode kam in Verbindung mit der Flucht der Rebellen stufte Palpatine als schweren Rückschlag ein. Starkiller würde als Märtyrer gelten und zum Symbol des aufkeimenden Widerstands werden. Aber immerhin war ihnen nun bekannt, bei welchen Personen es sich um Feinde des Imperiums handelte. So befahl der Imperator seinem Schüler Vader, die Rebellen zu jagen und zu vernichten.[63]

Palpatines NiederlageBearbeiten

Der Imperator auf dem Zweiten Todesstern

Nach dem Aufeinandertreffen zwischen Luke und Darth Vader auf dem Planeten Bespin wusste Palpatine, dass sein Handlanger Darth Vader seine Grenzen erreicht hatte und durch seinen Sohn, Luke Skywalker, ersetzt werden musste. So hegte Palpatine einen neuen Plan, der die Verführung Lukes zum Ziel hatte. Er spielte einigen bothanischen Spionen die Information zu, dass sich im Orbit über dem Waldmond Endor gerade eine neuer, im Bau befindlicher Todesstern befinden und er selbst über dessen Fertigstellung wachen würde. Folgend unternahmen die Rebellen Anstrengungen, um die Fertigstellung des Todessterns zu verhindern und entsandten einen Einsatztrupp auf den Waldmond, um dort den Schutzschildgenerator der Kampfstation zu zerstören und die Raumstation somit in einer Raumschlacht angreifen zu können.[64][65]

Als sich Luke Skywalker dem Imperium stellte und von Darth Vader an Bord des Todessterns zum Imperator gebracht wurde, war der Jedi überrascht zu erfahren, dass Palpatine die Strategien der Rebellen kannte und entsprechende Vorkehrungen getroffen hatte. Die Raumflotte, die allmählich im Orbit über Endor eintraf, wurde zum einen von der vollen Funktionsfähigkeit des Todesstern-Lasers als auch von der plötzlich auftauchenden imperialen Flotte überrascht und bedroht. Vor diesem Hintergrund ließ Palpatine den Hass in Luke Überhand gewinnen, um ihn schließlich durch den Zorn der Dunklen Seite nahe zu bringen. Zwar musste sich Luke sehr beherrschen und auf Yodas zuvor erteilte Ratschläge hören, doch konnte der Jedi den Verführungen des Imperators widerstehen. Viel mehr war Luke seinerseits darauf aus, seinen Vater zur Hellen Seite zu bekehren und weigerte sich deshalb, einen Kampf mit Darth Vader auszutragen. Als Vader die Existenz von Lukes Schwester, Leia Organa verspürte und die Möglichkeit äußerte, sie zur Dunklen Seite bekehren zu können, ergriff Luke schließlich doch wutentbrannt die Initiative und streckte seinen Vater nieder.[65]

Palpatine stürzt in den Reaktorkern des Todessterns.

Mit hämischem Grinsen trat Palpatine heran und betonte seine Zufriedenheit über Lukes Einsatz der Dunklen Macht, mit der er Vader die Hand abschlug und besiegte. Gespannt wartete Palpatine auf den Todesstoß und auf den endgültigen Übertritt auf die Dunkle Seite. Wider Palpatines Erwartungen warf Luke sein Lichtschwert fort und trotzte dem Imperator mit seiner Selbstbeherrschung. Palpatine war außer sich und feuerte erbarmungslos eine Salve Machtblitze auf den Jedi, fest entschlossen, ihn dabei zu töten. Vader, erschüttert über die Skrupellosigkeit und die Hinterlist seines Meisters, trat an Palpatines Seite, hob ihn in die Höhe und warf ihn in den Reaktorkern des Todessterns. Der Imperator schien für immer besiegt und kurz darauf feierte die Rebellen-Allianz nach der Schlacht von Endor einen weiteren Sieg über das Imperium.[65]

Neue RepublikBearbeiten

Palpatines AuferstehungBearbeiten

Mithilfe seiner Klonanlagen auf Byss wird Palpatine wiedergeboren.

Nach dem Sieg der Rebellen-Allianz in der Schlacht von Endor waren viele von Palpatines Tod überzeugt und selbst der imperiale Hohe Regierungsrat glaubte nicht, dass Palpatine jemals zurückkehren würde. Doch Palpatine gelang es, seinen Geist in einen seiner vielen Klonkörper in den Klonanlagen von Byss einzunisten, um dadurch in einem viel jüngeren Körper wiedergeboren zu werden. Diese Prozedur war für Palpatine eine kräftezehrende Angelegenheit und er benötigte Jahre, um wieder zu alter Stärke zu finden. Nachdem der imperiale Großadmiral Thrawn über die Galaxis hergefallen war und große Unruhen stiftete, wobei er die republikanischen Streitmächte stark dezimierte, fand es Palpatine im Jahr 10 NSY an der Zeit, seine Armeen zu entfesseln und sich erneut zum Herrscher über die Galaxis aufzuschwingen. Die geschwächte Republik konnte nur schwer dem Vordringen von Palpatines Truppen, die in den Kernwelten einfielen, entgegenwirken und so gelang es den Imperialen, die Zentralwelt Coruscant zu erobern. Palpatines Ziel war weiterhin die Bekehrung von Luke Skywalker zur Dunklen Seite der Macht. Außerdem beabsichtigte Palpatine, einen neuen Körper zu bewirten, da sein derzeitiger Klonkörper zu schwach war. Leia Organas ungeborenes Kind, das später den Namen Anakin Solo tragen sollte, stellte für Palpatine den perfekten Wirt dar. So war es wenig verwunderlich, dass Palpatine seine Adepten der Dunklen Seite entsandte, um Leia und ihr Kind gefangen zu nehmen. Ein Vorhaben, welches ihm jedoch nicht gelingen sollte.[15][66]

Palpatine im Körper eines Klons

Luke und Lando Calrissian, die mit dem Sternenzerstörer Befreier einen Einsatz der Rebellen-Flotte anführten, stürzten mit ihrem Schiff auf Coruscant ab. Schnell konnte Luke die Aura des Imperators wahrnehmen und war verblüfft, ihn auch tatsächlich wiederzusehen. Palpatines Gier nach dem Jedi war nach wie vor vorhanden und mit dem Vorwand, dass Luke die Studien der Dunklen Seite erlernen sollte, um das böse Wesen besser verstehen zu können und daraus zu lernen, lockte er ihn auf seine Seite. Luke erlag den Verlockungen Palpatines und er erklärte sich bereit, Palpatines Künste zu erlernen. Leia, die auf das Übertreten ihres Bruders zur Dunklen Seite mit Entsetzen reagierte, beschloss, ihrem Bruder zu helfen. Leia führte eine Mission an und reiste dabei auf den Schmugglermond Nar Shaddaa, wo sie die ehemalige Geliebte von Han Solo, die Schmugglerin Salla Zend, fand. Sie führte die Gruppe mit dem Millennium Falken nach Byss zu Palpatines Aufenthaltsort.[15]

In einem Aufeinandertreffen zwischen Palpatine und Leia, überließ der Imperator ihr in einer nachlässigen Geste ein wertvolles Jedi-Holocron. Während Leia das Artefakt in ihren Händen hielt, erläuterte Palpatine mit Genuss seinen weiteren Plan, wie seine Seele in Leias ungeborenes Kind übertragen werden sollte. Leia, schockiert über diese Möglichkeit, versuchte, die Flucht zu ergreifen und wurde dabei von Luke, der den Pfad der Hellen Seite wieder entdeckt hatte, unterstützt. So gelang es den beiden, sich von Palpatines folgenden Attacken zu befreien und sein Schiff, die Eclipse I, zu verlassen. Anschließend wurde das Schiff von Palpatines wutentbrannten Machtstürmen zerstört und flog in einer Explosion in die Luft. Palpatine gelang es jedoch, sich selbst zu retten und nach der Geburt von Anakin Solo wusste er, dass er schnell handeln musste, um mithilfe eines machtbegabten Körpers zu neuer Macht zu gelangen.[66]

Palpatines letzte Atemzüge vor seinem endgültigen Tod

Später fing Palpatine die Gruppe des Millennium Falken mit seinem neuen Flaggschiff, der Eclipse II, nahe dem Planeten Onderon ab. Zwar konnten Han und Leia, die zuvor den König Empatojayos Brand gefunden und mitgenommen hatten, Palpatines Angriffen entkommen, aber der Imperator plante bereits einen weiteren Angriff auf Onderons Bevölkerung. Während Luke zusammen mit einigen anderen Jedi einen Angriff auf die Eclipse II startete, um den Imperator festzunehmen, machte sich Palpatine in der Verkleidung eines Pilgers auf den Weg zum Shatoon-Kloster. Dort hatten sich Leia, Han und der neugeborene Anakin vor den Angriffen geschützt und versteckt. Kurz darauf betrat auch Luke das Kloster und Palpatine, der ohnehin sehr schwach geworden war, wurde durch die Anstrengung im folgenden Kampf beinahe getötet. Dennoch gelang es dem Imperator, dem bereits geschädigten Brand schwer zuzusetzen und ihn tödlich zu verwunden. Als sich Palpatine gierig auf Anakin stürzte, zog Han kurzerhand seinen Blaster und schoss den Imperator nieder. Rechtzeitig konnte sich Palpatines Geist von seinem Klonkörper lösen, sodass er nun den Weg in Anakins Körper suchte. Der schwerverletzte und sterbende Brand warf sich dazwischen und schloss Palpatines Seele in seinen Körper ein. Als Brand wenig später starb, war auch Palpatine endgültig besiegt.[66]

Später stellte sich noch heraus, dass die Klone des Imperators von seinem eigenen Leibarzt sabotiert worden waren, um ihn zu töten. Der Leibarzt hatte sich von einer Gruppe von Imperialen unter der Führung des ehemaligen Ehrengardisten Carnor Jax, die später den Provisorischen Imperialen Rat bildeten, bestechen lassen. Dies führte zu der Kette von Ereignissen, welche mit Palpatines Tod endeten.[67]

Vermeintliche RückkehrBearbeiten

Viele Jahre nach dem endgültigen Tod von Palpatine formte sich eine neue imperiale Splittergruppe, die sich Zweites Imperium nannte und vom Dunklen Jedi Brakiss geführt wurde. Dieser nahm an, im Auftrag des zurückgekehrten Imperators zu handeln und ließ die Schattenakademie errichten, um neue Dunkle Jedi für den Kampf gegen die Neue Republik auszubilden. Nach einer Reihe von Auseinandersetzungen endete die Kampagne des Zweiten Imperiums bei Yavin IV in einer Niederlage, woraufhin Brakiss die Räumlichkeiten des Imperators ohne Erlaubnis aufsuchte und feststellte, dass Palpatine nicht wiedergekehrt war, sondern es sich ausschließlich um alte Holoprojektionen handelte, die von vier Rotgardisten benutzt wurden, um die Illusion einer Rückkehr zu erzeugen.[68][69]

Persönlichkeit und FähigkeitenBearbeiten

Palpatine zeigte sich stets freundlich und vertrauenswürdig.

Er zeigte seine wahre Natur nur, wenn er als Darth Sidious auftrat. Der Sith war sehr grausam und auf seinen Weg zur Macht bezogen. Es war ihm stets gleichgültig, über wieviele Leichen er gehen musste, um seine Ziele zu erreichen. Ebenso war er intrigant, wie sich bereits bei dem Mord an seinem Meister Darth Plagueis zeigte. So war es auch, wenn seine Schüler ihre Grenzen erreicht hatten und es vermeintlich talentiertere Lebewesen gab, denn das einzige, worauf er Wert legte, war, den mächtigsten Schüler für die Umsetzung seiner Pläne zu haben. Und so hätte er es immer wieder getan, auch bei Darth Vader, wenn Luke sich hätte bekehren lassen. Seine vielen Facetten setzte er allesamt ein, um die Galaxis zu unterwerfen. Er war wie die meisten Sith ein grausamer Meister und begann die Ausbildung seiner Schüler meist mit einem Beweis ihrer Loyalität. So ließ er Dooku beispielsweise als eine seiner ersten Aufgaben seinen alten Freund Sifo-Dyas töten. Seine Schüler waren für ihn stets nur Mittel zum Zweck, wurden sie besiegt, versuchte er den, der sie besiegte, zu bekehren und zu seinem Schüler zu machen, womit er nur bei Galen Marek und Luke Skywalker scheiterte.

Palpatine schleudert Machtblitze auf Luke

Des Weiteren war Palpatine ein brillanter Manipulator und bereits in jungen Jahren sehr gebildet. Es war ihm ein Leichtes, die verschiedensten Leute um seinen Finger zu wickeln und Parteien gegeneinander auszuspielen, wie die Klonkriege eindrucksvoll bewiesen. Seine meisterhafte Kunst der Manipulation und seine beeindruckende Geduld ließen ihn zu einem der mächtigsten Sith aller Zeiten werden, deren Künste er sich bereits in jungen Jahren aneignete und lange Zeit geheim hielt. Seine zweite Identität als Darth Sidious konnte er selbst vor den Jedi, mit denen er jahrelang zusammenarbeitete, verbergen.

Außerdem war er ein äußerst begabter Machtnutzer und ein sehr guter Lichtschwertkämpfer. Seine Parade-Machtfähigkeit waren die Machtblitze, die er so gut wie kein anderer beherrschte. Allerdings konnte er sich selbst nicht vor ihnen schützen, falls es mal jemandem gelang, sie abzuwehren und zu reflektieren. Abgesehen davon beherrschte er viele weitere Techniken, wie die besonders anspruchsvolle Fähigkeit Macht-Sturm, bei dieser war er zwar mächtig genug, um den Sturm zu erzeugen, jedoch nicht, um ihn zu kontrollieren und so wurde ihm der Sturm selbst zum Verhängnis.

Auf der Suche nach UnsterblichkeitBearbeiten

Neben seinem Streben nach Macht zeichnete sich Palpatine auch dadurch aus diese Macht für immer zu behalten und sich auch nicht durch den Tod davon abhalten zu lassen. Um die Unsterblichkeit zu erlangen waren Palpatine alle Mittel recht, neben den Experimenten seines Meisters Darth Plagueis mit den Midichlorianern hatte sich Palpatine auch mit der Fähigkeit der Essenzübertragung beschäftigt, seinen Geist aus seinem Körper auf einen anderen zu übertragen. Dies kam ihm während der Schlacht von Endor zugute als er es schaffte seine Essenz auf einen Klon seiner selbst in den Klonanlagen von Byss zu übertragen und nach einer Zeit der Erholung wieder auf der galaktischen Bühne zu erscheinen und seinen Machtanspruch durchzusetzen. Während der Klonkriege war es schon sein erklärtes Ziel die Unsterblichkeit durch die Experimente der desertierten Kaminoanerin Ko Sai zu erreichen, die für den beschleunigten Alterungsprozess der Klone verantwortlich war. In der Annahme, sie könnte sein eigenes Altern stoppen oder sogar rückgängig machen schickte er Spezialeinheiten, unter anderem das Delta Squad, aus, um sie zu finden.

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Palpatine in der Encyclopedia von StarWars.com (Archiv-Link)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 Episode III – Die Rache der Sith
  3. The Essential Atlas
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Episode I – Die dunkle Bedrohung
  5. Head-to-Head Tag Teams
  6. Star Wars Annual 2010
  7. 7,0 7,1 Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
  8. Die Jedi-AkademieFlucht ins Ungewisse
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Darth Sidious in der Encyclopedia von StarWars.com (Archiv-Link)
  10. 10,00 10,01 10,02 10,03 10,04 10,05 10,06 10,07 10,08 10,09 10,10 10,11 10,12 Darth Plagueis
  11. Episode II – Angriff der Klonkrieger
  12. Luke Skywalker und die Schatten von Mindor
  13. Der letzte JediDie Geheimwaffe
  14. 14,0 14,1 The New Essential Guide to Characters
  15. 15,0 15,1 15,2 Das Dunkle Imperium I
  16. Thrawn-TrilogieErben des Imperiums
  17. Galaxies Trading Card GameSquadrons Over Corellia
  18. LegacyDie Klauen des Drachen
  19. Galactic Battlegrounds
  20. Major Character Birth YearsLeeland Chees Blog auf StarWars.com (Archiv-Link im Internet Archiv)
  21. Das Kompendium – Die illustrierte Enzyklopädie
  22. Das Buch der Sith – Die geheimen Schriften der dunklen Seite der Macht
  23. The Essential Guide to the Force
  24. „I have a task for you. There is a disturbance in the force. A surge in the Dark Side. It comes from a planet on the Outer Rim. The Jedi have become complacent in their power and are unware of the Sith's return. This disturbance threatens to wake them. This cannot be allowed. Surprise is vital to my plans. You will find the source of this disturbance. Whatever, or who ever, it is...you will end it.“ Marked
  25. Darth Maul – Der Schattenjäger
  26. The New Essential Chronology
  27. Gebrandmarkt
  28. Star Wars Episode I Journal: Darth Maul
  29. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens EPI wurde kein Text angegeben.
  30. 30,0 30,1 30,2 30,3 30,4 30,5 30,6 Episode II – Angriff der Klonkrieger
  31. Clone Wars
  32. The Clone Wars (Film)
  33. The Clone WarsSuperheftig Jedi (1.08)
  34. The Clone WarsIm Mantel der Dunkelheit (1.09)
  35. The Clone WarsDie Ergreifung des Count (1.11)
  36. The Clone WarsFreiheit für Ryloth (1.21)
  37. The Clone WarsDie Sternbrecher-Falle
  38. The Clone WarsDem Untergang geweiht
  39. The Clone WarsDer Holocron-Raub (2.01)
  40. The Clone WarsKinder der Macht (2.03)
  41. The Clone WarsDas Zillo-Biest (2.18)
  42. The Clone WarsDas Zillo-Biest schlägt zurück (2.19)
  43. The Clone WarsKampf und Wettkampf (2.05)
  44. The Clone WarsDie Herzogin von Mandalore (2.14)
  45. The Clone WarsHelden auf beiden Seiten (3.10)
  46. The Clone WarsVergessene Zukunft (3.17)
  47. The Clone WarsSchwestern der Nacht (3.12)
  48. The Clone WarsKrieger des Schattens (4.04)
  49. The Clone WarsSklaverei (4.11)
  50. The Clone WarsTransformer (4.15)
  51. The Clone WarsDoppeltes Spiel (4.18)
  52. The Clone WarsImmer zu zweit sie sind (5.16)
  53. The Clone WarsDie Sith-Jäger
  54. The Clone WarsRevival (5.01)
  55. 55,0 55,1 The Clone WarsThe Lawless (5.16)
  56. TCW-Episodenführer: The Lawless auf StarWars.com
  57. The Clone WarsVerdachtsmomente (5.17)
  58. The Clone WarsDer Jedi, der zu viel wusste (5.18)
  59. 59,0 59,1 59,2 59,3 59,4 59,5 59,6 59,7 59,8 Episode III – Die Rache der Sith
  60. Episode III – Die Rache der Sith (Roman)
  61. Dunkler Lord – Der Aufstieg des Darth Vader
  62. Episode IV – Eine neue Hoffnung
  63. 63,0 63,1 63,2 63,3 The Force Unleashed (Spiel)
  64. Episode V – Das Imperium schlägt zurück
  65. 65,0 65,1 65,2 Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
  66. 66,0 66,1 66,2 Das Dunkle Imperium II
  67. Crimson Empire
  68. Young Jedi KnightsAkademie der Verdammten
  69. Young Jedi KnightsAngriff auf Yavin 4

TriviaBearbeiten

Palpatine in der Kinoversion von Das Imperium schlägt zurück
  • Palpatine wird in Episode I, II, III und VI von Ian McDiarmid dargestellt. In der Kinoversion von Episode V – Das Imperium schlägt zurück jedoch wurde Palpatine in der Hologrammübertragung kurioserweise von einer alten Frau, deren Augen von Industrial Light & Magic durch Schimpansenaugen ersetzt wurden, verkörpert, während Clive Revill ihm im amerikanischen Original die Stimme lieh. Für die DVD-Veröffentlichung aus dem Jahr 2004 wurde der Imperator durch Filmmaterial von Ian McDiarmid ersetzt, welches während der Dreharbeiten zu Episode III – Die Rache der Sith zusätzlich aufgenommen wurde.
  • Ursprünglich war vorgesehen, Palpatines Aussehen im Verlauf der Filme der Prequel-Trilogie an das aus Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter bekannte Erscheinungsbild des Imperators anzugleichen. Mit zunehmender Macht sollte sich Palpatines Verbindung zur Dunklen Seite und dessen innere Verdorbenheit immer mehr auf sein Äußeres niederschlagen. Konzeptionell war es die Dunkle Seite, die Palpatine im Laufe seiner Karriere immer mehr konsumierte und so das entstellte Aussehen des Imperators hervorbrachte. Aus diesem Grund wird Palpatine in Episode I – Die dunkle Bedrohung noch als gesund aussehender und vitaler Senator gezeigt, wohingegen in Episode II – Angriff der Klonkrieger deutliche Alterserscheinungen zu erkennen sind. In diesem Film trug Ian McDiarmid ein Make-up mit blasser Haut, tiefen Falten und zahlreichen Altersflecken und spielte einen Obersten Kanzler, der gebrechlich und krank wirkte. Diese Entwicklung wurde in Episode III – Die Rache der Sith nicht weitergeführt. Stattdessen wurde Palpatine wieder jünger und stärker dargestellt, was sich sowohl in der Entschlossenheit seiner Reden als auch in der physischen Leistungsfähigkeit seiner Actionszenen bemerkbar machte. Statt einer schleichenden Transformation sollte der Kanzler im entscheidenden Kampf gegen Mace Windu sein wahres Gesicht offenbaren, um seine Entstellungen später den Jedi anhängen und sie des Verrats an der Republik bezichtigen zu können.[1]
  • In der animierten Fernsehserie The Clone Wars wurde Palpatine zunächst von Ian Abercrombie gesprochen. Nach dessen Tod übernahm im Verlauf der fünften Staffel Tim Curry die Synchronisation.
  • Palpatines Ausspruch „Ich bin der Senat“ geht auf das Motto des Absolutismus zurück, welches fälschlicherweise König Ludwig XIV. von Frankreich, dem Sonnenkönig, zugeschrieben wird. L’État, c’est moi! – Der Staat, das bin ich!
  • Der Name Darth Sidious kommt wahrscheinlich von dem englischen Wort insidious, was soviel wie heimtückisch oder hinterlistig bedeutet. Der Name Palpatine kommt wahrscheinlich aus dem Lateinischen palpator und heißt so viel wie Schmeichler. Eine andere Möglichkeit könnte das englische Wort palpable sein, was offensichtlich bedeutet.
  • Laut George Lucas wurde durch das Einführen des Imperators in Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter Darth Vader als Hauptbösewicht entlastet. Dadurch, dass Palpatine über Vader steht, wird dieser verharmlost und als Opfer des Bösen dargestellt.
  • Während Palpatines Größe sowohl im Artikel zu Palpatine in der Databank auf StarWars.com als auch in dem zu Darth Sidious mit 1,78 Metern angegeben wurde und dieser Wert nach der Neugestaltung der Seite auch in den Encyclopedia-Eintrag zu Sidious Eingang fand, sprach der dortige Eintrag zu Palpatine nur noch von einer Größe von 1,73 Metern.

Darsteller und SprecherBearbeiten

Werk Darsteller und englischer Sprecher deutscher Sprecher
Episode I – Die dunkle Bedrohung Ian McDiarmid Friedhelm Ptok (Palpatine)
Wolfgang Dehler (Sidious)
Episode II – Angriff der Klonkrieger Ian McDiarmid Friedhelm Ptok
Episode III – Die Rache der Sith Ian McDiarmid Friedhelm Ptok
Episode V – Das Imperium schlägt zurück Elaine Baker (Darstellerin in der Kinoversion)
Clive Revill (Synchronsprecher in der Kino-Version)
Ian McDiarmid (Darsteller in der DVD-Version)
Edgar Ott
Friedhelm Ptok (DVD-Version)
Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter Ian McDiarmid Helmut Heyne
The Clone Wars Ian Abercrombie
Tim Curry
Friedhelm Ptok
Rebels Sam Witwer Friedhelm Ptok
Clone Wars Nick Jameson Friedhelm Ptok
The Force Unleashed Sam Witwer Friedhelm Ptok

EinzelnachweiseBearbeiten