Mission von Oba Diahs Mond

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Plo Koon findet Sifo-Dyas’ Lichtschwert.

Die Mission von Oba Diahs Mond war eine Expedition des Jedi-Ordens, die ein im Jedi-Tempel eingegangenes Notsignal zu seinem Ursprung zurückverfolgen sollte. Dabei handelte es sich um das Signal des bis dahin als verschollen geltenden T-6 Shuttles 775519, das der Jedi-Meister Sifo-Dyas vor seinem Tod mehr als zehn Jahre zuvor verwendet hatte. Das Jedi-Ratsmitglied Plo Koon, das dem Ursprung der Übertragung mit dem 104. Bataillon auf einen Wüstenmond im Orbit von Oba Diah folgte, entdeckte im Wrack des Schiffs das Lichtschwert des verstorbenen Jedi-Meisters. Da sie bislang davon ausgegangen waren, dass Sifo-Dyas bei einem Shuttleabsturz auf Felucia gestorben war, begannen die Jedi, seinen Tod erneut zu untersuchen, und fanden im Zuge ihrer Ermittlungen heraus, dass der Sith-Lord Dooku das Pyke-Syndikat mit der Sabotage von Sifo-Dyas’ Schiff beauftragt hatte, um seine Beteiligung an der Entstehung der Klonarmee geheim zu halten.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Der Jedi-Meister Sifo-Dyas warnte schon vor der Blockade von Naboo vor einer kommenden Auseinandersetzung und forderte, dass die Galaktische Republik eine Armee aufstellen müsse, um dieser Bedrohung entgegenzuwirken. Obwohl der Jedi-Rat seine Vorschläge verwarf, gab Sifo-Dyas insgeheim eine Klonarmee bei den Kaminoanern in Auftrag. Kurz darauf wurde der für sein Verhandlungsgeschick bekannte Jedi-Meister von Valorum, dem Obersten Kanzler der Republik, darum gebeten, an Verhandlungen mit dem Pyke-Syndikat, einer mächtigen Gruppe des Gewürzkartells, teilzunehmen, um einen drohenden Krieg in der Unterwelt von Coruscant abzuwenden. Um durch offene Diskussionen mit dem Pyke-Syndikat nicht den Eindruck zu vermitteln, dass eine kriminelle Gruppierung als legitimer Verhandlungspartner der Republik in Betracht käme, wurde die Mission des Jedi-Meisters geheim gehalten, selbst gegenüber dem Jedi-Rat. Kurz nachdem Sifo-Dyas zusammen mit Valorums Assistenten Silman an Bord des T-6 Shuttles 775519 den Planeten Oba Diah, den Sitz des Verbrechersyndikats, erreicht hatte, entwickelte sich auf Felucia eine Auseinandersetzung zwischen zwei Stämmen. Da Sifo-Dyas die Leitung der dort stattfindenden Friedensverhandlungen übernehmen sollte, wurden die inoffiziellen Gespräche mit dem Pyke-Syndikat kurz nach seiner Ankunft verschoben. Allerdings trat der Sith-Lord Dooku unter dem Decknamen Tyranus an die Pyke-Familien heran und bot ihnen eine hohe Bezahlung, wenn sie das Schiff des Jedi-Meisters vor seiner Abreise sabotieren würden. Da die Organisation glaubte, durch ein Bündnis mit Tyranus einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Verbrechersyndikaten erlangen zu können, willigte sie in das Angebot ein und schoss Sifo-Dyas’ Shuttle ab. Der Jedi-Meister starb, als sein Schiff auf einem Wüstenmond abstürzte, der Oba Diah umkreiste. Als die Anhänger des Pyke-Syndikats die Absturzstelle untersuchten, um den Leichnam des Jedi-Meisters als Beweis für Tyranus zu bergen, entdeckten sie, dass sein Begleiter Silman den Aufprall überlebt hatte. Obwohl sie ihrem Auftraggeber Sifo-Dyas’ sterbliche Überreste übergaben, behielten sie die Tatsache, dass Silman nicht bei dem Absturz gestorben war, für sich und sperrten ihn ein, um ihn gegebenenfalls als Rückversicherung gegen Tyranus einsetzen zu können. Das Wrack des Schiffes ließen sie auf dem Mond zurück. Als der Jedi-Rat von Sifo-Dyas’ Tod erfuhr, glaubte er, da er sich im Unwissen über die Gespräche auf Oba Diah befand, der Jedi-Meister sei nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen auf Felucia bei einem Shuttleabsturz gestorben. Die Jedi vermuteten, dass sein Leichnam von den Einheimischen nach ihren Gebräuchen verbrannt worden war. Da es ihnen an Beweisen mangelte, um die Absturzstelle zu finden und dort möglicherweise das Shuttle oder das Lichtschwert des Jedi-Meisters bergen zu können, stellten sie ihre Ermittlungen ein. Valorum ordnete daraufhin an, die Ereignisse aufgrund der Beteiligung des Pyke-Syndikats unter Verschluss zu halten. Über zehn Jahre später, kurz vor dem Beginn der Klonkriege, entdeckte der Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi auf Kamino die Klonarmee. Obwohl ihm die Kaminoaner erklärten, dass Sifo-Dyas der Auftraggeber der Armee war, berichtete ihm der Kopfgeldjäger Jango Fett, dass er als Genspender der Klone von einem Mann namens Tyranus rekrutiert worden war.

Während der Klonkriege empfing der Jedi-Tempel auf Coruscant ein Notsignal, das von dem als verschollen geltenden Schiff von Sifo-Dyas ausging. Daraufhin wurde der Jedi-Meister Plo Koon entsandt, um den Ursprung der Übertragung zu verfolgen. Gemeinsam mit dem 104. Bataillon, dem sogenannten Wolfsrudel, gelang es ihm, das Signal auf einen der Monde von Oba Diah zu verfolgen.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Klonkrieger suchen im Sandsturm nach dem Ursprung des Signals.

Die Suche nach dem abgestürzten Shuttle auf Oba Diahs Wüstenmond wurde durch einen Sandsturm erschwert, der die Sicht der Klonkrieger erheblich behinderte. Der republikanische Konvoi, der sich aus AT-TEs und HAVw-A6 Juggernauts zusammensetzte, durchquerte dreimal das Gebiet, aus dem das Signal gekommen war, ohne einen Hinweis auf den Ursprung der Übertragung zu finden. Kurz darauf fing der Juggernaut, in dessen Kabine sich Plo Koon und sein Klon-KommandantWolffe“ aufhielten, jedoch das schwache Signal eines Jedi-Shuttles auf. Nachdem die Fahrzeuge angehalten hatten, stiegen Koon und Wolffe aus, um das abgestürzte Schiff genauer zu untersuchen. Als sie das stark beschädigte Wrack betraten, bestätigte der Klon-Kommandant anhand eines Scans, dass es sich dabei um Sifo-Dyas’ Shuttle 775519 handelte. Im Inneren des Schiffes entdeckte Plo Koon ein unter dem Sand verborgenes Lichtschwert. Er befahl daraufhin, alle Wrackteile, die die Klonkrieger in der Umgebung finden konnten, für eine genauere Untersuchung auf Coruscant zu bergen.

Folgen[Bearbeiten]

Plo Koon zeigt dem Jedi-Rat das Lichtschwert, das er im Wrack des Shuttles gefunden hat.

Im Anschluss daran erstattete Plo Koon dem Jedi-Rat Bericht. Er erklärte, dass es sich bei dem Wrack um das Schiff von Sifo-Dyas handelte, und zeigte den Ratsmitgliedern das Lichtschwert, das er an der Absturzstelle entdeckt hatte. Yoda bestätigte, dass dies die Waffe von Sifo-Dyas war, die nach seinem Tod nie gefunden worden war. Er hoffte, dass das Lichtschwert einen neuen Anhaltspunkt dafür liefern würde, wie der verstorbene Jedi-Meister die Klonarmee in Auftrag geben konnte, ohne dass der Jedi-Rat etwas davon erfuhr. Als die Archivarin Jocasta Nu den Ratsmitgliedern die genauen Umstände von Sifo-Dyas’ Tod berichten sollte, erklärte sie ihnen, dass er der Fallakte zufolge bei einem Shuttleabsturz auf Felucia gestorben war. Sie wies sie jedoch darauf hin, dass die Einzelheiten des Vorfalls auf Anordnung des Kanzlers unter Verschluss gehalten wurden. Während sich Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker nach Felucia begaben, um dort nach neuen Hinweise zu suchen, begab sich Yoda zu dem amtierenden Kanzler Palpatine. Dieser erklärte dem Jedi-Großmeister jedoch, dass es das Büro seines Vorgängers gewesen sein musste, das die Akte gesperrt hatte. Palpatine, bei dem es sich in Wahrheit um den Sith-Lord Darth Sidious handelte, trug daraufhin seinem Schüler Dooku auf, die Hinweise zu vernichten, die die Jedi bei ihren Ermittlungen zu Sifo-Dyas’ Tod auf die Spur der beiden Sith führen konnten. Da Kenobi und Skywalker auf Felucia in Erfahrung bringen konnten, dass Sifo-Dyas von einem zweiten Jedi begleitet worden war, suchte Yoda Valorum auf. Der frühere Kanzler berichtete ihm von den geheimen Verhandlungen mit dem Pyke-Syndikat, erklärte jedoch, dass Sifo-Dyas’ Begleiter kein Jedi, sondern sein Assistent Silman gewesen war.

Aufgrund der neuen Hinweise begaben sich Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker nach Oba Diah, um mehr über die Beteiligung der Pyke-Familien an Sifo-Dyas’ Tod zu erfahren. Deren Oberhaupt, Lom Pyke, berichtete den Jedi nach anfänglichem Zögern, dass Tyranus seine Organisation mit der Sabotage des Shuttles beauftragt hatte, und bot ihnen an, sie zu dem auf Oba Diah festgehaltenen Silman zu führen, wenn das Pyke-Syndikat im Gegenzug ohne Konsequenzen für seine Beteiligung an dem Tod des Jedi-Meisters bleiben würde. Obwohl es Dooku, der sich unterdessen nach Oba Diah begeben hatte, gelang, Silman zu töten, bevor er den Jedi den wahren Auftraggeber von Sifo-Dyas’ Tod verraten konnte, erfuhren Kenobi und Skywalker während eines Lichtschwertkampfes mit Dooku von Lom Pyke, dass es sich bei dem Sith-Lord um den Mann mit dem Decknamen Tyranus handelte, der den Shuttleabsturz in Auftrag gegeben und Jango Fett als Genspender für die Klonarmee angeworben hatte. Als die beiden Jedi dem Rat darüber Bericht erstatteten, dass Dooku an der Erschaffung der Klonarmee beteiligt gewesen war, fürchteten die Ratsmitglieder, dass die Öffentlichkeit das Vertrauen in die Jedi und die Republik verlieren würde, wenn dieser Zusammenhang bekannt werden würde, und beschlossen daher, diese Entdeckung geheim zu halten.

Quellen[Bearbeiten]

  • Die Entdeckung von Sifo-Dyas’ Lichtschwert in der Episode Spuren leitet den letzten Handlungsstrang der sechsten Staffel der Animationsserie The Clone Wars ein, die sogenannten „Yoda-Episoden“.
  • Die Eröffnungssequenz von Spuren, als die Klonkrieger auf der Suche nach dem Ursprung des Notsignals einen Sandsturm durchqueren, stellt eine Hommage an Steven Spielbergs 1977 erschienenen Science-Fiction-Film Unheimliche Begegnung der dritten Art dar. Die Handlung des Films setzt damit ein, dass eine Gruppe Forscher in der mexikanischen Sonora-Wüste die über 30 Jahre zuvor im Bermudadreieck verschollenen Flugzeuge des Flugs 19 entdeckt. Die Entdeckung des verschwundenen Shuttles von Sifo-Dyas in Spuren zieht dabei eine inhaltliche Parallele. Außerdem ähneln sich die Anfangseinstellungen darin, wie in der Episode die Lampen der Klonkrieger sowie die Scheinwerfer der republikanischen Fahrzeuge und im Film die Lichter eines Wagens im Sandsturm sichtbar werden.[1]
  • Nachdem im März 2013 angekündigt worden war, dass nach dem Ende der fünften Staffel keine neuen Episoden der Animationsserie The Clone Wars mehr produziert und lediglich einige der bereits begonnenen Konzepte fertiggestellt werden sollten, veröffentlichte die US-amerikanische Tageszeitung USA Today am 30. April 2013 auf ihrer Internetseite einen Ausschnitt aus Spuren, der die Suche von Plo Koon und seinen Klonkriegern und die Entdeckung von Sifo-Dyas’ Lichtschwert auf Oba Diahs Mond zeigt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]