Zweite Schlacht um Orinda

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Die Zweite Schlacht um Orinda war die Entscheidungsschlacht der Orinda-Kampagne. Sie fand im Orbit des Planeten Orinda statt und wurde zwischen dem Oberkommandierenden der Imperialen Flotte Gilad Pellaeon und General Wedge Antilles ausgetragen. Auf Seiten der Neuen Republik kämpfte zusammen mit Antilles Admiral Areta Bell, während für das Galaktische Imperium Admiral Teren Rogriss zusätzlich antrat. Die Schlacht galt in der Geschichte der Galaxis als einer der wenigen Ereignisse, wo auf beiden Seiten Supersternzerstörer eingesetzt wurden und aufeinander trafen. Die Schlacht endete mit einem Sieg des Imperiums, dem es so gelang, seine südlichen Grenzen zu sichern. Für die Neue Republik endete die Schlacht in einer schweren Niederlage, deren überlebenden Streitkräfte nur mit Mühe fliehen konnten.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Pellaeons Ambitionen[Bearbeiten]

Nach dem Ende von Admiral Natasi Daalas Feldzug 12 NSY mit der Niederlage bei Yavin IV, übertrug sie Vizeadmiral Gilad Pellaeon das Oberkommando über die von ihr geeinte Flotte des Tiefkern-Imperiums. Pellaeon war nun nominell der neue Herrscher des Imperiums, welches ein Jahr zuvor mit dem Tod des letzten Imperators Xandel Carivus untergegangen war.[1] Pellaeon erkannte jedoch, dass der Tiefkern keine vernünftige Basis für eine funktionierende imperiale Gesellschaft bieten könne, weshalb er sich dazu entschloss, ihn aufzugeben und sich mit den Imperialen Randfraktionen zusammen zu schließen. Vorher jedoch versammelte er sämtliches Kriegsmaterial, das er finden konnte, unter seinen Befehl, um es für seinen Neuanfang zu verwenden. Hierbei entdeckte er in der Werft Deep 3 des verstorbenen Kriegsherrn Blitzer Harrsk die beiden Supersternzerstörer Dominion und Megador.[2]

Mit dieser Streitmacht ausgerüstet annektierte er die Pentastar-Koalition und übernahm einen dritten Supersternzerstörer, das Flaggschiff des verstorbenen Großmoffs Ardus Kaine, die Reaper. Pellaeon versuchte, nach der Übernahme eines weiteren großen Teils der Neuen Territorien bis zur Hydianischen Handelsstraße in sein Imperium ein Zeichen zu setzen. Er wollte der Neuen Republik zu verstehen geben, dass das Imperium nicht einfach so aufgeben und verschwinden würde. Er suchte also ein Ziel, das er erobern und als Machtdemonstration benutzen konnte, was aber zeitgleich nicht dazu führen sollte, dass die Neue Republik sich mit ihrer gesamten Kraft gegen ihn wenden würde. Sein Augenmerk fiel hierbei auf Orinda, welches bereits einige Jahre zuvor dem Imperialen Rat als Sitz diente. Der Planet bot somit einen ungeheuren symbolischen Wert für das Imperium, befand sich aber seit Thrawns Tod in der Hand der Republik.[2]

Pellaeon bereite sich auf seinen neuen Feldzug vor. Er entsendete die Megador nach Agamar, um sich vor Angriffen auf seine Flanke abzusichern, und sammelte seine Streitkräfte bei Borosk. Er übernahm hierbei das Kommando über die Reaper und fügte seinen Truppen ein Teil der imperialen Eliteeinheit der 181. Jägergruppe unter dem Befehl von Turr Phennir hinzu. Anschließend nahm er Kurs auf Orinda.[2] Zusätzlich sammelten sich bei Agamar weitere Streitkräfte, darunter auch den Sternenzerstörer Raptor. Diese Flotte fing einen kleinen Frachter der Neuen Republik ab, der jedoch erfolgreich fliehen konnte und weiter nach Dathomir flog.[3]

Die Orinda-Kampagne[Bearbeiten]

Pellaeons Kampfgruppe gelang es, Orinda und sechs weitere Systeme in einem schnellen Schlag zu erobern, darunter auch Lonnaw, wo er mit seinen Truppen in Stellung ging. Anschließend entsandte er Vermittler nach Ord Mantell, um der Neuen Republik zu verkünden, dass er eine wichtige Welt für das Imperium wieder in dessen Besitz gebracht habe. Sollte die Republik diese neuen Grenzen anerkennen, dann würde er von weiteren Eroberungen absehen. Die Neue Republik befürchtete allerdings in diesem Vorstoß von Pellaeon einen weiteren Angriff in Richtung Kern und entschied sich ihrerseits dafür, den einige Jahre zuvor eroberten Supersternzerstörer Lusankya, zusammen mit der Renegaten-Staffel, unter dem Kommando von Wedge Antilles in den Mittleren Rand zu entsenden, um der Bedrohung, welche Pellaeon mit der Reaper in ihren Augen darstellte, zu begegnen. In den folgenden Tagen belauerten sich die beiden Parteien in den Sektoren um Orinda.[2]

Pellaeon beobachtete die Entscheidungen und Reaktionen der Neuen Republik sorgfältig, denn sein Plan sah eine Entscheidungsschlacht bei Orinda vor und hierfür musste die Existenz der Dominion und Megador vor der Neuen Republik geheim bleiben. Die Republik ging allerdings weiterhin davon aus, dass die Reaper der letzte verbliebene Supersternzerstörer des Imperiums war und setzte alles daran, diesen zu vernichten. Bei verschiedenen Gelegenheiten trafen die Lusankya und die Reaper aufeinander, etwa bei Traval-Pacor und Darkon, die jeweils beide mit dem Rückzug Pellaeons endeten. Als sich die Neuigkeiten über das Duell der beiden Giganten in der Galaxie verbreiteten, heizte es die Stimmung weiter an, da Bürger auf beiden Seiten auf ein Aufeinandertreffen warteten. Die militärische Führung der Neuen Republik entschied sich jedoch, dem Spektakel ein baldiges Ende zu setzen und entsendete den Flottenträger Endurance unter dem Kommando von Admiral Areta Bell, um Antilles zu unterstützen.[2]

Anschließend trafen die beiden Parteien in der Schlacht von Obredaan erneut aufeinander. Antilles hoffte, Pellaeon in einer Entscheidungsschlacht zu schlagen und die Reaper zu zerstören. Bell als Kommandantin der Endurance hatte jedoch den Auftrag, die Überlegenheit des E-Flüglers zu beweisen. Zusätzlicher Druck für sie entstand dadurch, dass sie unter dem berühmten Kriegshelden Wedge Antilles dienen musste. Pellaeon zog sich bei Obredaan zurück und beide Parteien trafen bei Orinda aufeinander. Seine Falle konnte somit zuschnappen.[2]

Schlachtverlauf[Bearbeiten]

In der Schlacht trafen die beiden Supersternzerstörer aufeinander, wandten sich ihre Breitseiten zu und feuerten aufeinander. Antilles orderte Bell an, sie solle ihr E-Flügler-Geschwader starten, um die Reaper anzugreifen. Bells Jäger litten allerdings unter Fehlfunktionen und waren nicht für Angriffe auf Großkampfschiffe geeignet. Sie hielt sie zurück, versprach aber sie sofort loszuschicken, sobald die Verteidigung der Reaper weiter reduziert worden war. Dies war der Moment als Pellaeon seine Verstärkung rief. Die Dominion unter dem Kommando von Admiral Teren Rogriss und sechs Abfangkreuzer erschienen im System. Die Streitkräfte der Neuen Republik waren nun zwischen zwei Supersternzerstörern gefangen. Antilles zog sich mit der Lusankya zurück, Bells Endurance wurde jedoch mitsamt ihrer Jäger zerstört. Antilles plante, sein Schiff zu verlassen, jedoch gelang es der Renegaten-Staffel, ein Loch in den Verband der Abfangkreuzer zu schlagen, so dass die Lusankya schwer beschädigt entkommen konnte. Das Schiff konnte so gerettet werden, doch die Schlacht um Orinda war für die Neue Republik verloren.[2]

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Die Schlacht um Orinda markierte das Ende der Orinda-Kampagne und war ein Wendepunkt im Galaktischen Bürgerkrieg. Mit dem Sieg bei Orinda konnte Pellaeon die südlichen Grenzen des Imperiums sichern und seine weitere Existenz gewährleisten. So konnte Pellaeon dafür sorgen, dass sich das Imperium in einen Staat verwandelte, welcher in Koexistenz zur Neuen Republik bestand. Pellaeons Sieg bei Orinda machte die Moffs jedoch zu zuversichtlich, weshalb sie ihn nach der Schlacht von Nam Chorios in die Grenzregion entsendeten, um gegen die Neue Republik in die Offensive zu gehen. Der Admiral sträubte sich, befolgte jedoch ihre Weisung und wurde besiegt, wobei er den Supersternzerstörer Reaper verlor.[2]

Für die Neue Republik war die Schlacht eine Niederlage. Sie verlor einen Flottenträger mitsamt seinem Jägerkontingent und hätte zudem beinahe die Lusankya verloren. Zudem musste sie erkennen, dass das Imperium auch weiterhin ein Teil der Galaxis sein würde. Die militärische Sichtweise der Republik wurde durch die Schlacht auf zwei Weisen verändert. Erstens erkannte sie, dass das Zeitalter der Supergroßkampfschiffe noch nicht beendet war. Dies führte letztendlich zur Entwicklung des Mediator-Klasse Schlachtkreuzers und des 17 Kilometer langen Viscount-Klasse Sternverteidigers.[2] Des Weiteren ging man dazu über, dass Trägerschiffe ihre Jäger auf jeden Fall starten sollten, um zu verhindern, dass erneut solch ein Totalverlust wie bei Orinda passieren konnte.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Die Schlacht von Orinda wurde zum ersten Mal im 1996 erschienenen Roman Vor dem Sturm erwähnt. Dort beschrieb Autor Michael P. Kube-McDowell den Verlust der Endurance durch einen Supersternzerstörer. Die 2000 erschienene Ultimative Chronik füllte die Hintergrundgeschichte um die Schlacht weiter aus und verband diese noch mit dem Artikel The Pentastar Alignment aus dem Star Wars Adventure Journal 3 von 1994, indem sie festlegte, dass es sich bei dem Supersternzerstörer um die dort erwähnte Reaper handelt. Zudem erwähnte die Chronik, dass in der Schlacht zudem die Lusankya zum Einsatz kam. Die genauen Hintergründe und eine etwas detailliertere Beschreibung des Schlachtverlaufes wurde allerdings erst mit dem 2012 erschienenen Essential Guide to Warfare geliefert. In diesem wurde zudem auch erstmalig gesagt, dass an der Schlacht sogar drei Supersternzerstörer beteiligt waren.