Mitth’raw’nuruodo

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BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt den Großadmiral Thrawn; für den Roman siehe Thrawn.
Thrawn Kopf.jpg
Mitth’raw’nuruodo
Beschreibung
Spezies:

Chiss[1]

Geschlecht:

männlich[2]

Hautfarbe:

Blau[2]

Haarfarbe:

Blau-Schwarz[2]

Augenfarbe:

Rot[2]

Biografische Informationen
Heimat:

Csilla[3]

Dienstgrad:

Großadmiral[2]

Einheit(en):

Siebte Flotte[2]

Zugehörigkeit:

Galaktisches Imperium[2]

Mitth’raw’nuruodo, besser bekannt als Thrawn, war ein Großadmiral des Galaktischen Imperiums, der als taktisches Genie galt. Seinen Rang als einziger Chiss-Offizier des Imperiums erlangte er durch entscheidende Siege, bei denen er seinen Intellekt nutzte, um seine Feinde – darunter Cham Syndulla – auszutricksen. Thrawn wurde zwei Jahre vor der Schlacht von Yavin mit seiner Flotte von Gouverneurin Arihnda Pryce erbeten, um die Phönix-Rebellenzelle zu zerschlagen, die auf ihrem Heimatplaneten Lothal dem Imperium Widerstand leistete.

Biografie[Bearbeiten]

Erster Kontakt mit dem Imperium[Bearbeiten]

Auf der Suche nach Schmugglern erreichte der Venator-Klasse Sternenzerstörer unter Kapitän Voss Parcks Kommando den Planeten, auf dem Mitth'raw'nuruodo ausgesetzt worden war. Parck begab sich mit einem Team, darunter Oberst Mosh Barris und Kadett Eli Vanto, auf die Oberfläche und entdeckte das Lager des Chiss, als dieser abwesend war. Da zu diesem Zeitpunkt noch immer ein Protokoll zum Erstkontakt mit unbekannten Spezies bestand, waren die Imperialen verpflichtet, das Lager genauer zu untersuchen. Kadett Vanto war aufgrund seiner Abstammung von einem Planeten nahe der Unbekannten Regionen mitgenommen worden und konnte die Markierungen auf einigen Kisten als eine Variante der Handelssprache Sy Bisti entziffern, die keine imperialen Droiden kannten. Unterdessen hatte Mitth'raw'nuruodo jedoch einen der Alpha-3 Nibmus-Klasse V-Flügel-Sternenjäger, die das Gebiet überflogen, mit einem gespannten Drahtseil zum Absturz gebracht. Der Chiss entfernte den Leichnam des Piloten aus seinem Anzug und stopfte diesen dafür mit Gras und fermentierten Pyussh-Beeren aus. Außerdem stahl er den Blaster, dessen Energieladungen, den Komlink und Betäubungsgranaten des Toten.[1]

Der ausgestopfte Anzug wurde von den Imperialen zurück zum Lager gebracht, während Mitth'raw'nuruodo Vorbereitungen traf, an Bord ihres Schiffs zu gelangen. Er entfernte die Sicherungsbolzen aus den Energieladungen und band sie an kleinere, nachtaktive Tiere. Diese wurden von dem Geruch der fermentierten Beeren angelockt und stürmten in das Lager, wo sie explodierten und Aufruhr verursachten, da man die Ursache der Explosionen nicht nachvollziehen konnte. Parck befahl daraufhin eine koordinierte Suche einer Gruppe von V-Flügel Sternenjägern. Da Mitth'raw'nuruodo mit dem Komlink, dessen Diebstahl noch nicht entdeckt worden war, die Kommunikation abhörte, sorgte er für den Absturz eines weiteren V-Flügel Sternenjägers. Er tauschte die beiden Komlinks gegeneinander aus und stahl erneut die Energieladungen, Betäubungsgranaten und den Blaster des toten Piloten, allerdings ließ er den Leichnam diesmal zurück. Oberst Barris entdeckte kurz darauf den Diebstahl des ersten Komlinks und ließ dessen Frequenz daraufhin blockieren. Durch Mitth'raw'nuruodos Austausch der beiden Geräte konnte dieser die Imperialen jedoch weiterhin abhören.[1]

In der Nacht wurde von einer weiteren Suche abgesehen, stattdessen ließ Barris Wachen aufstellen, während Parck auf die Strikefast zurückkehrte. Mitth'raw'nuruodo griff in der Nacht jedoch die Wachen an, indem er mit einer Schleuder fermentierte Beeren auf die Soldaten warf, die daraufhin von Tieren angesprungen wurden, die erneut mit Energieladungen versehen waren. Am Morgen forderte Barris daher Sturmtruppen an, was sich der Chiss bereits erhofft hatte. Während nach ihm gesucht wurde, blockte mithilfe seines Komlinks die imperiale Kommunikation mit einer Rückkopplung und nutzte den Lärm, um einen Sturmtruppler zu töten. Er untersuchte dessen Rüstung und tötete einen weiteren Sturmtruppler, dessen Rüstung er selbst anlegte. In der Zwischenzeit hatte Barris den Entschluss gefasst, seine Leute abzuziehen und das gesamte Lager an Bord der Strikefast zu bringen, um es dort zu untersuchen. Mitth'raw'nuruodo betrat in der Rüstung das Lager und stellte diese dann neben einem der Transporter auf, bevor er an Bord ging. Die Rüstung war ebenfalls mit einer Energieladung ausgestattet und explodierte kurz darauf, was die Aufmerksamkeit der Imperialen auf sich zog. Der Chiss nutzte die Ablenkung und versteckte sich innerhalb des zweiten Energiegenerators aus seinem Lager, den er nur noch für Ersatzteile verwendete, da er bereits entladen war.[1]

An Bord der Strikefast wartete Mitth’raw’nuruodo für zwei Stunden, bevor er den Transporter verließ und in dem abgedunkelten Hangar ein weiteres Schiff, ein Zeta-Klasse Frachtshuttle, betrat. Kapitän Parck, der bereits vermutet hatte, dass sich ihr unbekannter Angreifer an Bord geschlichen hatte und den Hangar absichtlich abgedunkelt hatte, ließ den Chiss von einigen Sturmtrupplern festnehmen, der keine Gegenwehr leistete. Im Beisein von Oberst Barris und Kadett Vanto befragte Parck Mitth'raw'nuruodo, wobei Vanto ihm als Übersetzer diente. In dem Gespräch erklärte der Chiss, dass er zwar genug Basic verstand, jedoch besser Sy Bisti sprach. Mithilfe von Vantos Übersetzungen erläuterte Mitth'raw'nuruodo sein Exil und wie es ihm gelungen war, die Imperialen zu überraschen und dann an Bord zu gelangen. Voss Parck war beeindruckt von den Fähigkeiten des Chiss und entschloss sich, diesen dem Imperator Palpatine vorzubringen. Mitth'raw'nuruodo bot den Imperialen an, ihn Thrawn zu nennen, da es für sie einfach sei und wurde in ein temporäres Quartier auf dem Schiff gebracht, während Parck in einem weiteren Gespräch mit anderen Offizieren und Vanto sprach. Der Kapitän hatte beschlossen, dass Vanto wegen seines Wissens um die Chiss und Sy Bisti als Thrawns Übersetzer fungieren sollte und diesen für den weiteren Rückflug zum Kern in Basic unterrichten sollte.[1]

In der Woche, in der die Strikefast nach Coruscant unterwegs war, erweiterte Eli Thrawns Wortschatz soweit, dass dieser Basic ebenso sicher wie Vanto selbst sprechen konnte. Im Gegenzug fragte der Chiss den Kadetten über die Mythen aus, mit denen er aufgewachsen war. Vanto erkannte jedoch, dass Thrawns Interesse nicht in den allgemeinen Erzählungen lag, sondern speziell in seiner Vergangenheit und fragte den Chiss, weshalb er nicht mehr über Voss Parck oder den Imperator herausfinden wollte. Thrawn war jedoch - im Gegensatz zu Vanto - der Meinung, dass dieser für seine momentane Situation entscheidender war als die höherrangigen Offiziere. Eli erwartete allerdings, dass Thrawn gar nicht vor den Imperator selbst gebracht werden würde und erhoffte für sich selbst, dass er so bald wie möglich wieder zu seiner Ausbildung an der Mymoar-Akademie zurückkehren könne. Diese Hoffnung wurde durch die Audienz beim Imperator zunichte gemacht, denn Parck ließ Vanto nicht auf dem Schiff zurück, sondern machte ihn zum Teil der Delegation, die den Chiss zu Palpatine brachte. Tatsächlich wurden sie auch vor den Imperator selbst geführt und im Verlauf des Gesprächs bat Thrawn darum, dass Eli ihm als Übersetzer zur Seite gestellt werden würde. Der Kadett widersprach seiner Versetzung vor dem Imperator zwar nicht, war jedoch keineswegs zufrieden, von seiner Akademie, in der er einer von vielen Randweltlern war, in die Akademie auf Coruscant transferiert zu werden, wo er und Thrawn zweifellos auffallen würden.[1]

Unter Kadetten[Bearbeiten]

Thrawn und Eli werden von anderen Kadetten verspottet.

Wie erwartet zeigte sich schon der Leiter der Akademie, Kommandant Deenlark, von der Idee des Imperators wenig begeistert. In den drei Monaten, die Eli Vanto noch zum Abschluss seiner Ausbildung hatte, sollte Thrawn die nötigen Anforderungen für den Abschluss lernen. Deenlark händigte ihm außerdem eine Leutnantsplakette aus, da ihm bereits gesagt worden war, dass der Chiss den Rang mit dem Verlassen der Akademie erhalten würde. Eli wies Thrawn nach dem Gespräch mit dem Kommandanten darauf hin, dass die Plakette keine Gefälligkeit war, sondern lediglich eine weitere Möglichkeit, um den Chiss von den anderen Kadetten abzusondern. Eli zählte ihm verschiedene Arten auf, in der die Kadetten reagieren könnten, von Missfallen über mögliche Privilegien, die er als Leutnant erhalten könnte, bis hin zu Spott, falls er ein degradierter Offizier wäre. Die wahrscheinlichste Möglichkeit für Eli war jedoch, dass Deenlark die anderen Kadetten lediglich dazu aufstachelte, wie kreativ sie mit Beleidigungen und Sabotage gegenüber dem Chiss und dem Randweltler sein könnten, weshalb Thrawn die Plakette zunächst niemandem zeigte. Bereits innerhalb des ersten Monats kam es zu mehreren Vorfällen, in denen der Mangel an Respekt der anderen Kadetten deutlich wurde und Eli drängte den Chiss dazu, die Vorfälle Deenlark zu melden. Allerdings wusste Thrawn, dass Deenlark in einer ausweglosen Situation war, entweder würde er den Imperator verärgern oder die Familien einflussreicher Kadetten, und riet dazu, die verbleibenden zwei Monate auszuhalten. Kurz darauf wurden die beiden von zwei beliebten Kadetten, Spenc Orbar und Rosita Turuy, in das Metallurgie-Labor eingeladen, um dort Karten zu spielen, während die zwei Kadetten Tests durchführten. Vanto erklärte, das die Einladung eine offensichtliche Falle war, um ihren Ausschluss von der Akademie zu provozieren, da nur Kadetten dann Zugang zu dem Labor hatten, wenn sie dort Projekte durchführten. Besucher waren jedoch nicht erlaubt. Hinzu kam, dass das Glücksspiel mit Credits ebenfalls unter Strafe stand, und Eli vermutete, dass die beiden Kadetten sie dazu drängen würden. Orbar und Turuy wären jedoch aufgrund ihrer einflussreichen Familien nicht in Gefahr. Dennoch entschied sich der Chiss dazu, die Einladung anzunehmen und Vanto begleitete ihn. Wie erwartet, stellte sich das Kartenspiel als Falle heraus. Orbar stellte Thrawn die Frage, wie er sich auf eine Situation einstellen würde, die er nicht gewinnen könnte, doch der Chiss entgegnete, dass es immer eine Möglichkeit gab. Die metaphorische Diskussion fand ein Ende, als Thrawn seine Leutnantsplakette an seiner Uniform befestigte. In dem Moment betrat ein Ausbilder das Labor, der sich mit Orbar und Turuy abgesprochen hatte. Allerdings sorgte Thrawns Rang dafür, dass er und auch Eli als sein Übersetzer der Situation ohne Strafe entgingen. Auf dem Rückweg erklärte der Chiss, dass er mit dieser Strategie der Kadetten gerechnet hatte, insbesondere nachdem Eli und er ein ähnliches Szenario in Betracht gezogen hatten.[1]

Bevor sie ihr Quartier erreichten, wurden sie jedoch von drei Unbekannten angegriffen. Thrawn, der gehört hatte, wie sie sich näherten, schubste Vanto aus dem Weg und kämpfte allein gegen die Angreifer, bis sich Eli einmischte und die Aufmerksamkeit von zweien auf sich zog, bevor er sie mit herumliegendem Kies bewarf. Durch den Lärm waren andere Kadetten auf die Situation aufmerksam geworden, weshalb die drei Unbekannten flohen. Thrawn, der einige geringe Blessuren abbekommen hatte, begab sich mit Eli zu Deenlark, da durch den tätlichen Übergriff die Grenze der Beleidigungen überschritten war. Obwohl sich Deenlark bereit zeigte, Orbar trotz seiner gesellschaftlichen Stellung zu bestrafen, überredete ihn Thrawn, die drei Angreifer stattdessen zur Skystrike-Akademie zu schicken, wo sie ohne Möglichkeit auf Komverkehr ihre weitere Ausbildung fortsetzen sollten. Orbar würde nicht wissen, was mit seinen Freunden geschehen war, und deren Fähigkeiten konnten weiterhin für das Imperium genutzt werden. Die weitere Zeit bis zu ihrem Abschluss konnten Eli und Thrawn ohne Probleme verbringen. Als sie ihre jeweiligen Befehle abriefen, wurde Eli erneut dem Chiss als Adjutant zur Seite gestellt, der als zweiter Waffenoffizier einen Posten auf der Blood Crow antreten sollte. Eli machte Thrawn für die Änderung seiner Laufbahn verantwortlich, da dieser zugab, das Ausbildungskommando darauf hingewiesen zu haben, dass auf der Route der Blood Crow insbesondere die Handelssprache Sy Bisti geläufig war. Daher hatte man Eli als möglichen Übersetzer ebenfalls hinzugezogen.[1]

Schmugglerjagd[Bearbeiten]

Auf der Blood Crow dienten Vanto und Thrawn zunächst unter Kapitän Rik Virgilio, der keinerlei Probleme hatte, Vorschläge von einem Nichtmenschen oder Randweltler zu akzeptieren. Daher kamen die beiden mit ihrem Kapitän gut aus, was – Eli zufolge – auch einer der Gründe war, warum Virgilio nach 18 Monaten durch Filia Rossi ersetzt wurde. Diese zeigte sich dem Chiss und seinem Adjutanten gegenüber eher skeptisch. Sie demonstrierte ihre Meinung kurz nach ihrer Ankunft auf dem Schiff, als sie einen Rundgang unternahm und dabei einige Schrottteile aus der Klonkriegszeit entdeckte, die Thrawn mit Virgilios Erlaubnis im Laderaum aufbewahrt hatte. Darunter befanden sich zwei Sabotage-Droiden, auf deren Wert sie der Chiss angesichts des enthaltenen Doonium-Rings hinwies. Er manipulierte Rossi soweit, dass sie ihm erlaubte, die Schrottteile bis zu ihrem Halt auf Ansion zu behalten, wo sie in ihren Besitz übergehen würden. Thrawn hatte die vermeintlichen Überreste jedoch bereits repariert, sodass die Sabotage-Droiden funktionsfähig waren. In der Folgezeit erhielt Thrawn stets die unliebsamsten Aufgaben an Bord, die gerade noch einem Offizier zugeteilt oder von ihm überwacht werden konnten. Er nahm diese Befehle jedoch ohne Widerworte entgegen, da jegliche Äußerung von Rossi als Versuch der Meuterei interpretiert werden konnte. Als sie den Notruf des Frachters Dromedar entgegen nahmen, der Tibanna geladen hatte, entsandte Rossi per Fähre ein Team bestehend aus Thrawn, Vanto, Fähnrich Merri Barlin und den Technikern Layneo und Jakeeb, um das Schiff zu durchsuchen. Thrawn war für die Aufgabe ausgewählt worden, da man an Bord einen Schaden durch Staub vermutete, der durch die Statikversiegelung der Tibanna-Behälter verstärkt vorkam und sich mit Vorliebe an Uniformen heftete. Aufgrund der Versiegelung konnten auch keine Lebenszeichen geortet werden und Jakeeb vermutete, dass der Staub den Hyperantrieb beschädigt hatte und die Crew längst von Bord gegangen war, da sie ihn nicht reparieren konnten. Während Thrawn die Techniker gemeinsam mit Eli zur Triebwerkssektion schickte, begab er sich mit Fähnrich Barlin zur Brücke, unter anderem um die Beleuchtung an Bord wieder herzustellen. Vanto traf mit dort mit den Technikern auf Nevil Cygni, der sich als Überlebender der Crew der Dromedar ausgab und berichtete, von Piraten überfallen worden zu sein. Vanto brachte Cygni zu Thrawn, dem er die Vorkommnisse erneut schilderte. Tatsächlich handelte es sich bei Cygni aber um einen der Anführer der Piraten. Thrawn ließ Eli bei Kapitän Rossi Bericht erstatten und empfahl, ein vollständiges Team zur näheren Untersuchung der Umstände zu entsenden. Rossi hielt die Maßnahme für übertrieben und wollte wegen eines Konflikts auf Moltok umgehend aufbrechen, allerdings überredete Vanto sie, dass Thrawn zumindest mit einem kleinen Team aus Technikern zurückbleiben durfte. Er selbst wurde von Rossi ohnehin abkommandiert, bei Thrawn zu bleiben. Die drei Crewmitglieder, die sich bereits mit ihnen auf dem Frachter befanden, meldeten sich freiwillig für die Mission, sodass Thrawn lediglich seine Sabotage-Droiden an Bord bringen ließ, einen davon in einer Kiste, die er vor Cygni entgegennahm. Ihm gegenüber gab er an, den Sabotage-Droiden herangeschafft zu haben, um das Tibanna-Gas sicher umzulagern, da der Schließmechanismus das Bergen der Behälter erschwerte. Kurz nachdem Rossi mit der Blood Crow das System verlassen hatte, stellte sich der Notruf als Falle heraus, denn sobald die Imperialen den Hyperraumantrieb repariert hatten, gab sich Cygni als einer der Piraten zu erkennen. Er zwang Vanto, Jakeeb und Thrawn mit vorgehaltener Waffe sich zu ergeben und ließ den Chiss die beiden anderen Crewmitglieder ebenfalls auffordern, keinen Widerstand zu leisten. Aus dem Laderaum mit den Tibanna-Gasbehältern kamen die übrigen, verborgenen Piraten, darunter auch ihr Anführer Angel.[1]

Obwohl Angel nicht die Notwendigkeit sah, die fünf Imperialen am Leben zu lassen, drängte ihn Cygni dazu und überließ ihm dafür den Sabotage-Droiden als Bonus, sofern er seine Gefangenen unbeschadet auf einem Planeten absetzte. Auf dem Schiff der Piraten wurden die Imperialen mit der tatsächlichen Crew der Dromedar eingekerkert, die zunächst ihre vermeintlichen Retter verspotteten. Sobald Cygni gemeinsam mit Angel und dem Großteil der Piraten die Dromedar aus dem System gebracht hatte, ließ Thrawn seinen Sabotage-Droiden per Transmitter auf ihre Position fliegen. Der Chiss hatte bereits vor der Mission sein altes überflüssiges Rangabzeichen zu einem Transmitter umkonfiguriert. Zuerst bohrte sich der Sabotage-Droide durch das Hangarschott, dann durch ihre Zellentür. Da die drei Wachen durch den Lärm angelockt worden waren, warf Thrawn ihnen das Rangabzeichen entgegen, sodass der Sabotage-Droide sie lange genug ablenkte, dass die Gefangenen sie überwältigen konnten. Der andere Sabotage-Droide, der zuvor von Thrawn angefordert worden war, hatte die Hülle des Raumschiffs auf der anderen Seite der Eingangsluke aufgebohrt und so dafür gesorgt, dass die übrigen Piraten durch das entstandene Vakuum starben. Fähnrich Barlin und Techniker Layneo leiteten dann die Kontrollen des Schiffs um, sodass sie von ihrer Position aus navigieren konnten.[1]

Zurück auf der Blood Crow befand Rossi Thrawns Entscheidungen für zu risikoreich und falsch, da ihrer Meinung nach der Verlust von zwanzig Tibanna-Behältern schlimmer war als der Verlust der Mannschaft des Frachters. Daher suspendierte sie den Chiss, bis eine Entscheidung durch das Imperiale Oberkommando auf Coruscant getroffen worden war, und beorderte den Leutnant nach Ansion, um dort zu warten. Da Eli ihm unterstellt war, wurde er nicht suspendiert, wobei Rossi ihm dieses androhte, als er Thrawn verteidigen wollte. Der Chiss dagegen betonte Vantos Wichtigkeit für die weitere Mission der Blood Crow, wissend, dass Rossi ihn daraufhin vom Dienst befreien würde, um genau das Gegenteil zu erreichen. Der Chiss erklärte ihm anschließend, dass er vorhatte, die drei Piraten zu verhören, vorausgesetzt, dass der Leiter der imperialen Basis auf Ansion – Admiral Wiskovis – ihm das gestattete. Im Gespräch mit Angel waren Thrawn und Eli zwei Begriffe aufgefallen, der Treffpunkt „der Trapo“ und die Bezeichnung „Culoss“. Sie vermuteten, dass es sich bei beiden um umgangssprachliche Bezeichnungen handelte und der Chiss erhoffte sich, diese im Verhör mit den Piraten zu entschlüsseln. Daher benötigte er Eli unter anderem wegen seiner Sy-Bysti-Kenntnisse sowie als Zeugen. Wiksovis gestatte Thrawn tatsächlich das Verhör, in dem der Leutnant die Piraten köderte, da er ihnen eröffnete, dass Wilhuff Tarkin persönlich nach Ansion kommen würde, um sich ihrer anzunehmen, da sie Überbleibsel der Q’anah-Piraten waren, eine Gruppe, die Tarkin zerschlagen hatte. Thrawn hatte aus dem Wort Culoss geschlossen, dass es sich um Q-los handelte und daher alle Piratengruppen mit diesem Buchstaben recherchiert, wobei ihm die Q’anah-Piraten am wahrscheinlichsten erschienen. Thrawn bot ihnen an, dass sie mit einem Frachter das System verlassen durften, wenn sie ihm den Treffpunkt nannten, an den Angel das Tibanna-Gas brachte. Die Piraten berieten sich in Sy Bysti, während Thrawn und Vanto – der sich mit Admiral Wiskovis in einem anderem Raum aufhielt – ihnen zuhörten. Vanto recherchierte sofort Begriffe, die die Piraten erwähnten, darunter „ub-dub“ und „squalsh“. Abgeglichen mit der Entfernung zu dem Überfall auf die Dromedar fand er heraus, dass die Piraten sich auf Uba im Bursa-Sektor treffen wollten. Auf dem Planeten gab es mehrere Handelsposten, die in der Umgangssprache mit Trapo abgekürzt wurden. Thrawn nannten die Piraten daraufhin ein anderes Ziel, die Stadt Cartherston auf dem Planeten Keitum. Der Chiss gab vor, ihnen zu glauben und hielt sein Wort, in Absprache mit dem Admiral. Wiskovis wollte zumindest die Verantwortung für die Freigabe des Schiffs für die Piraten übernehmen, aber Thrawn bestand darauf, selbst dafür verantwortlich zu sein, falls ihre Aktion fehlschlug und er vor das Kriegsgericht gestellt wurde. Er merkte zudem an, dass Eli als Zeuge für ihn aussagen würde, was dieser bestätigte, auch wenn er dafür Meineid begehen würde.[1]

Die Gründungswoche[Bearbeiten]

Bevor über Thrawns Verhalten entschieden werden konnte, nahm der ISB-Oberst Wullf Yularen den Chiss und Eli Vanto zu mehreren Feiern anlässlich der Gründerwoche auf Coruscant mit, um Verbündete im Senat für den Chiss zu gewinnen. Dabei trafen sie auf die Senatorenassistentin Arihnda Pryce. In dem Tribunal einige Tage nach den Feierlichkeiten wurde Thrawn von jeglicher Schuld freigesprochen, während Rossis Kleinlichkeit notiert wurde. Im Anschluss an das Tribunal befragte der Chiss Vanto über sein Wissen um Angebot und Nachfrage von Doonium. Da Elis Eltern nicht nur in der Transportbranche arbeiteten, sondern sich auch mit Kauf und Verkauf beschäftigten, wusste der Fähnrich genug, um Thrawn Auskunft zu erteilen. Die plötzliche hohe Nachfrage von Doonium, das offiziell von dem Imperium für den Schiffsbau verwendete wurde, stimmte den Chiss nachdenklich, der ein weiteres geheimes Projekt des Imperiums vermutete. Vanto versprach ihm, Nachforschungen anzustellen, um herauszufinden, wie viel Doonium tatsächlich für den Ausbau der Flotte benötigt wurde. Er schlug zudem vor, die öffentlichen Aufzeichnungen des Senats und des Finanzministeriums zu überprüfen, da auch bei geheimen Projekten Kosten anfielen, die mit öffentlichen Mitteln bezahlt wurden, beispielsweise Materialkosten, Löhne, Technik und Transportkosten. Der Fähnrich argumentierte dabei, je größer ein Projekt sich gestaltete, desto höhere Kosten würden anfallen. Die beiden machten sich auf, um ihre neuen Befehle zu erhalten, wobei Eli befürchtete, dass sie keine gute Aufgabe erhalten würden, da sie sowohl Admiral Wiskovis als auch Kapitän Rossi verärgert hatten. Auf dem Weg wurden die beiden von Culper, Moff Ghadis Assistentin, aufgehalten. Sie bot Vanto unter vier Augen eine prestigeträchtige Position an, doch der Fähnrich durchschaute den Hintergrund ihres Angebots; Thrawns Verbündete zu entfernen und den Chiss scheitern zu lassen. Eli lehnte das Angebot ab, da er nicht wegen seiner Fähigkeiten sondern als Mittel zum Zweck benutzt werden sollte. Verärgert darüber versprach Culper ihm noch ihm Hinausgehen, dass Ghadi jede Beförderung für den Fähnrich von nun an blockieren würde. Vanto wurde von Thrawn überrascht, der mittlerweile ihre Befehle abgeholt hatte. Während der Chiss als Erster Offizier auf der Thunder Wasp dienen sollte, die im Mittleren Rand patrouillierte, wurde Eli ihm weiterhin als Ordonnanzoffizier zugeteilt, obwohl sich Thrawn für eine Beförderung des Fähnrichs und eine Brückenposition eingesetzt hatte. Der Chiss erkundigte sich nach dem Gespräch mit Culper, woraufhin Vanto zugab, dass man ihm ein Angebot für eine andere Arbeit gemacht hatte. Die Nachfrage, ob es besser als das jetzige gewesen wäre, verneinte der Fähnrich jedoch.[1]

Schattenschwan auf der Spur[Bearbeiten]

Auf der Thunder Wasp dienten Thrawn und Vanto unter Kommandant Alfren Cheno, der sich trotz anfänglicher Vorsicht wesentlich unvoreingenommener als Kapitän Rossi zeigte. Ungefähr ein Jahr nach ihrem Dienstantritt gelang es Thrawn und Eli, eine Schmugglergruppe zu fassen, die Iridium in Molluskschalen transportiert hatten. Dabei hatten sie das Molluskfleisch entgegen der Anweisung ihres Auftraggebers zu schnell über Bord geworfen, wodurch ihnen Makorre gefolgt waren, die das Molluskfleisch fraßen. Dadurch konnten die Imperialen eine klare Spur verfolgen und die Gruppe verhaften. Im Anschluss daran lobte Thrawn Vantos zunehmendes Gefühl für Taktik und diskutierte erneut mit ihm über den hohen imperialen Doonium-Verbrauch. Vanto hatte kein Projekt gefunden, dass eine derartige Menge rechtfertigen würde. Thrawn lenkte die Aufmerksamkeit auf den plötzlichen Preisanstieg von Vulture-Droiden aus den Klonkriegen und vermutete, dass Schattenschwan die Droiden kaufte, da niemand sie für schlagkräftig hielt und sie dadurch kein Aufsehen erregten. Der Chiss sah außerdem eine Verbindung in dem Iridiumschmuggel, den sie gerade aufgedeckt hatten und Schattenschwans Aktivitäten. Wenig später nahm die Thunder Wasp an einem Einsatz im Umbara-System teil, der von Admiral Carlou Gendling geleitet wurde. Thrawn, der in das Studium der Kunst der Umbaraner in seinem Quartier vertieft war, musste von Vanto geholt werden, da Cheno eine Besprechung mit ihm abhalten wollte. Gendling glaubte, dass er mit seinem Sternenzerstörer Foremost und zwei Korvetten die Umbaraner problemlos zur Aufgabe zwingen konnte. Die übrigen zwei Korvetten und der leichte Kreuzer seiner Streitmacht waren zu dem Zeitpunkt noch in einem anderen System beschäftigt. Ohne jedoch auf die restliche Streitkraft zu warten, begann Gendling, entgegen Chenos Rat zu warten, den Angriff auf die Umbaraner. Kurz darauf griffen 400 Vulture-Droiden an, die von einem der Monde Umbaras kamen. Thrawn schlussfolgerte aufgrund ihres Angriffsmusters, dass die Droiden von einem der äußeren Monde ferngesteuert wurden. Vanto und Thrawn konnten die verantwortliche Transmitter-Station ausfindig machen und Cheno davon überzeugen, doch Gendling hielt die Bombardierung für zu riskant und ignorierte den Vorschlag. Stattdessen konnte Thrawn eine Markierung auf den Droiden ausmachen, die es den Imperialen ermöglichte, sie effizienter abzuschießen. Er ließ dies an die anderen Schiffe übermitteln, was die Zerstörung der übrigen Vulture-Droiden und damit eine Kapitulation der Umbaraner ermöglichte. Gendling zeigte sich über die Hinwegsetzung seiner Befehle jedoch ungehalten und Cheno übernahm die Verantwortung dafür. Thrawn vermutete hinter dem umbaranischen Aufstand in Wirklichkeit Schattenschwans Führung, ein gezielter hoffnungsloser Angriff auf das Imperium, damit dieses die Leitung über die wertvollen umbaranischen Minen übernahm, die unter anderem Doonium lieferten.[1]

Aufgrund von Gendlings Verbindungen wurde Cheno kurz darauf offiziell gestattet, den Dienst aufgrund seines Alters zu quittieren, wobei klar war, dass dies lediglich eine andere Formulierung für seine Entlassung war. Thrawn zeigte sich von dem Prozedere verwundert, da er den Sinn der politischen Intrigen dahinter nicht verstand. Auf Vantos Hinweis, dass seine Fähigkeiten bereits mehrere Vorgesetzte ihre Karriere gekostet oder zumindest für Probleme gesorgt hatte, versprach Thrawn, dass er sich bemühen würde, die politischen Implikationen besser zu verstehen. Unterdessen hatte Yularen von dem ISB alle Hinweise auf Schattenschwan zusammentragen, allerdings kein Muster gefunden, dass mehr Aufschlüsse bieten könnte. Gemeinsam mit Thrawn, Vanto und zwei weiteren Untergebenen begab er sich anschließend in eines der zahlreichen Dojos auf Coruscant, da er Gerüchten über mögliche aufwieglerischen nachgehen wollte. Im Yinchom-Dojo wurden die Imperialen von Arihnda Pryce begrüßt, die dort ebenfalls trainierte. Thrawn bat die Leiterin des Dojos, die Togorianerin H’sishi, um einen Trainingskampf, um ihr Kampfverhalten zu studieren. Da die Togorianerin keine Anzeichen von Nervosität zeigte, im Gegensatz zu der Angestellten Juahir Madras, eine Freundin von Arihnda Pryce, schloss der Chiss H’sishi als Mittäterin aus. Dagegen verdächtigte er Madras und schlussfolgerte, dass ihre Verbindung zu dem Interessenverband Weiter Himmel dafür sorgte. Yularen versprach die Gruppierung zu untersuchen, während Thrawn und Eli für die nächsten vier Wochen bei Imperator Palpatine im Imperialen Palast bleiben sollten. Vanto verkündete, dass Thrawn zum Kapitän der Thunder Wasp befördert worden war, die zunächst repariert werden musste, und anschließend zur Patrouille im Mittleren und Äußeren Rand abkommandiert war. Im Gegensatz zu Thrawn war Eli jedoch erneut nicht befördert worden, was sogar der Chiss bemerkte und überlegte, warum der gewissenhafte Fähnrich länger als üblich in seinem Rang gehalten wurde. Arihnda, die gehört hatte, wie Eli die Befehle erhalten hatte, bemerkte ebenfalls die Unzufriedenheit des Fähnrichs. Als sie später Thrawn um Hilfe bat, da Moff Ghadi sie erpresste, nutzte sie dieses Wissen, um dem Chiss gegenüber zu zeigen, dass sie im Gegensatz zu ihm die politischen Feinheiten der Elite verstand. Im Gegenzug für Thrawns Hilfe versprach sie ihm daher unter anderem, dass sie dafür sorgen würde, dass Eli befördert werden würde.[1]

Nachdem die Thunder Wasp repariert war, wurde Thrawn zu einem Disput auf dem Planeten Cyphar abkommandiert. Zwischen dem einheimischen Afe-Clan und menschlichen Siedlern war es zu Streitigkeiten gekommen, da die Kolonisten behaupteten, von dem Afe-Clan überfallen zu werden. Sie verlangten eine Sicherheitszone, die jedoch einen großen Teil des Lands der Afe beschneiden würde. Im Gegenzug erklärten die Einheimischen, dass die Übergriffe aus Grenzübergängen auf ihr Land entstanden waren. Thrawn hatte sich die Mission von Yularen erbeten, da er glaubte, dass Schattenschwan involviert war. Nachdem Vanto die Frachtdokumente der Siedler analysiert hatte, kam er zu dem gleichen Schluss und vermutete, dass die Kolonisten eine Doonium-Ader entdeckt hatten, die sich auf dem Land des Afe-Clans befand und sich nun bemühten, diese loszuwerden. Zunächst trafen sich Thrawn und Vanto mit den Anführern der Siedler und schlussfolgerten, dass Clay Tanoo, Lenora Scath und Brigte Polcery an der Verschwörung beteiligt waren und Bürgermeister Pord Benchel getäuscht hatten, der nichts von den tatsächlichen Vorkommnissen wusste. Anschließend trafen sich die Imperialen mit dem Clan-Anführer der Afe, Häuptling Joko, um seine Seite der Geschehnisse zu erfahren. Der Häuptling berichtete, dass die Siedler mehrfach ihr Land und ihre Behausungen angegriffen hatten, auch wenn bisher noch kein Afe gestorben war. Thrawn versprach, dass die Übergriffe noch in der gleichen Nacht enden würden, und blieb mit Vanto in dem Feld, in dem der erste Angriff stattgefunden hatte. Er und Vanto vermuteten, dass die Siedler, die an den Übergriffen beteiligt waren, noch in der gleichen Nacht angreifen würden. Sie versteckten sich in der Versammlungshalle, bis die Angreifer auftauchten. Thrawn ließ die vorsorglich bereit gemachten Shuttles und ihre TIE-Eskorte ihre Koordinaten anfliegen. Sie erkannten, dass die Angriffe der Siedler zunehmend provokanter werden sollten, um eine gewalttätige Reaktion der Afe zu erhalten, die ihnen zum Vorteil gereicht hätte. Die Siedler waren mit drei offenen Landgleitern angerückt, bemannt mit neun Männern und drei Frauen. Thrawn und Vanto teilten sich auf, indem sich der Chiss den Gleitern näherte, nachdem die Siedler sie verlassen hatten und das Feuer auf die Maschinen eröffnete. Abgelenkt davon wandten sich die Angreifer Thrawn zu, weshalb Vanto problemlos sechs von ihnen mit seinem Blaster ausschalten konnte, bevor sie realisierten, dass sie von beiden Seiten beschossen wurden. Es gelang den Imperialen, die gesamte Gruppe gefangen zu nehmen, darunter auch Clay Tanoo. Anschließend befahl Thrawn die Teile des Afe-Lands mithilfe eines TIE-Jägers und den Turbolasern der Thunder Wasp zu beschießen, um das dortige Skarn – eine Gewürzvorstufe – zu zerstören und so jeden Anreiz für künftige Überfälle nichtig zu machen. Trotz der erfolgreich aufgelösten Verschwörung zeigte sich Häuptling Joko ebenfalls nicht glücklich über die Zerstörung des Feldes.[1]

Auch das Oberkommando war von Thrawns Initiative nicht angetan und verlangte einen sofortigen Bericht. Auf Coruscant musste Thrawn seine Handlungen erneut vor einem Kriegsgericht verteidigen, doch seine Ergebnisse sorgten für seinen Freispruch. Kurz darauf suchte Arihnda Pryce Gouverneur Tarkin auf, um ihm die Informationen über Weiter Himmel und Moff Ghadi zu übergeben, den sie aufgezeichnet hatte, als sie ihm vorgespielt hatte, Informationen über Tarkin zu haben. Damit war Tarkin in der Lage, sich Moff Ghadis, der ein langjähriger Gegner von ihm war, zu entledigen. Pryce erbat als Gegenleistung lediglich, dass er seinen Einfluss nutzte, um Ghadis Blockierung von Eli Vantos Beförderung aufzuheben, und für sich selbst seinen Schutz und seine Unterstützung. Unterdessen waren Thrawn und Eli dabei, mehrere kleinere Schmugglerbanden auszuschalten, die von kleineren Systemen aus agierten. Dank Vantos Fähigkeiten, verdächtige Schiffsladungen und Transporte zu identifizieren, gelang es ihnen, binnen weniger Wochen vier verschiedene Gruppierungen zu eliminieren, von denen drei Doonium schmuggelten. Zwei davon, glaubte Thrawn, gehörten zu Schattenschwan. Doch da mindestens fünf weitere Gruppen nicht in dem Patrouillengebiet der Thunder Wasp und damit außerhalb von Thrawns Handlungsbereich lagen, kamen die beiden dem mysteriösen Schmuggler nicht näher. Zudem konnten sie weiterhin weder herausfinden, warum Schattenschwan das Doonium wollte, noch warum das Imperium derartig große Mengen benötigte. Bevor sie weitere Gruppen unschädlich machen konnten, wurden Thrawn und Eli nach Coruscant zurückberufen, wo sie befördert wurden. Vanto erhielt dabei den Rang des Kapitänsleutnants, was einen ungewöhnlichen Sprung über mehrere Ränge bedeutete, während Thrawn in den Rang eines Kommodores aufstieg. Dazu gehörte auch das Kommando über ein neues Schiff mit dem Imperium I-Klasse Sternenzerstörer Chimaera.[1]

Der Wookiee-Transport[Bearbeiten]

Einige Zeit später erhielt die Chimaera einen Notruf des Truppentransporters Sempre, der von zwei Staffeln V-19 Torrent-Sternenjägern sowie der Fregatte Castilus angegriffen wurde. Schiffe, die zwei Wochen zuvor gestohlen worden waren. Vanto und Thrawn mutmaßten, dass Schattenschwan involviert sein könnte, wollten jedoch zuerst die Situation analysieren. Allerdings erfuhren sie keine Details über die Ladung des Transporters, lediglich Sturmtruppenkommandant Ayer wusste darüber Bescheid und hatte direkten Befehl von Coruscant erhalten, der ihn zur Verschwiegenheit zwang. Da die Sempre bei der Ankunft der Chimaera jedoch bereits verlassen im All trieb, konnten Thrawn und Eli die Sturmtruppen auf das Schiff begleiten, wo sie merkwürdige Todesursachen durch stumpfes Trauma und Spuren vorfanden, die auf keine menschlichen Angreifer hinwiesen. Zusammen mit Tonaufnahmen des Schiffs stellte sich heraus, dass das Imperium Wookiee-Sklaven transportiert hatte, eine Tatsache, die Vanto mit Unbehagen aufnahm. Er analysierte mit Thrawn mögliche Hauptquartiere, von wo der Transporter die Sklaven aufgenommen hatte. Sie grenzten die Suche auf Lansend Zwo-Sechs, eine alte Zollabfertigungsstation, ein, und der Kommodore gab den Befehl, die Station anzufliegen. Aufgrund des perfekt geplanten Überfalls der Sempre vermuteten die Imperialen, dass es einen Spion auf der Station gab, weshalb sie diese nicht mit einem bloßen Funkspruch warnen wollten. Als die Chimaera Lansend Zwo-Sechs erreichte, war die Schlacht bereits in vollem Gange, doch es gelang dem Sternenzerstörer, den Hyperantrieb der Fregatte außer Kraft zu setzen und den Großteil der V-19 Torrent-Sternenjäger auszuschalten. Mithilfe der Turbolaser der Chimaera konnten zudem die Angreifer in der Basis von den Imperialen getrennt werden. Trotz Vantos Nachfrage beharrte Thrawn beharrte darauf, dass sie imperiale Ressourcen waren und er sich deshalb nicht in die Angelegenheit einmischen würde.[1]

Botajef[Bearbeiten]

Als der Planet Botajef seine Unabhängigkeit von dem Imperium erklärte, schickte Admiral Donassius die Chimaera, um die Rebellion dort zu beseitigen. Die Jefi wurden von einem menschlichen Gouverneur namens Quesl geführt, der seine Führungsqualitäten genutzt hatte, um den Respekt der Einheimischen zu gewinnen. Eli Vanto drückte Thrawn gegenüber seine Bedenken über die Mission aus, da er vermutete, dass der Kommodore so in Ungnade fallen sollte. Seiner Meinung nach gab es zwei Möglichkeiten für den Verlauf der Mission: Die erste wäre eine schnelle, aber brutale Eindämmung des Aufstandes, der Thrawn den Ruf eines amoklaufenden Aliens geben würde. Die zweite Möglichkeit wäre, dass die Verteidigungstruppen von Botajef ihnen überlegen waren und sie aus dem System trieb, was einen Respektsverlust für den Chiss darstellen würde. Thrawn, der auf dem Flug nach Botajef die Kultur der Jefi studiert hatte, hoffte jedoch auf eine alternative Lösung. Die Jefi respektierten starke Anführer, weshalb der Kommodore sich auf den Gouverneur konzentrieren wollte, anstatt den Planeten mit militärischen Mitteln einzunehmen. Er sah sich zudem die Aufnahme von Quesls Unabhängigkeitserklärung erneut an und diskutierte sie mit Vanto. Dieser hatte zuvor bereits alle Kunstwerke, die in der Aufnahme zu sehen waren, einzeln erfasst und aufgenommen, damit der Chiss sie bei Bedarf untersuchen konnte. Thrawn hatte schon erkannt, dass es sich dabei ausschließlich um Kunstwerke der Jefi handelte. Er vermutete zudem, dass Quesl das Regierungsgebäude mit schweren Geschützen ausgestattet hatte und die Imperialen bei ihrer Ankunft erneut herausfordern würde. Der Chiss glaubte, dass sich Quesl nicht auf dem Planeten aufhielt, sondern im Orbit, und bereitete dementsprechend seinen Plan vor. Bei der Ankunft über Botajef wurde die Chimaera von zwei CR90-Korvetten empfangen, während fünf Staffeln von V-19 Torrent-Sternenjägern von dem Nordpol des Planeten starteten und zwei weitere Staffeln von dem Südpol aufbrachen. Thrawn ließ je vier TIE-Jäger in der Nähe der Korvetten vorbeifliegen, während der Rest der TIE-Jäger, inklusive einer Spezialstaffel, vor der Chimaera Position beziehen sollte. Wie erwartet meldete sich Quesl und verlangte von Thrawn den sofortigen Rückzug aus dem System. Der Kommodore wies auf den Bruch eines Vertrages hin, den die Jefi nach den Klonkriegen unterzeichnet hatten, und verlangte die Abschaltung der Geschütze auf dem Planeten. Auf Quesls Provokation hin ließ er die Spezialstaffel der TIE-Jäger die Geschütze zerstören und gleichzeitig die Chimaera in Richtung einer Korvette abdriften. Dabei zeigte sich, dass Quesl wie vermutet auf einer der Korvetten war, da einer der Piloten bei dem Vorbeiflug der TIE-Jäger bereits einmal ausweichen wollte und durch den Kollisionskurs des Sternenzerstörers erneut die Korvette einen Moment lang aus dem Weg zu manövrieren versuchte. Dies zeigte sich außerdem darin, dass Quesls Hologramm plötzlich flackerte. Wie der Chiss vermutete, bestand die Crew der einen Korvette aus Jefi, die auf die Befehle des Gouverneurs vertrauten, und die Korvette von Quesl aus einer menschlichen Besatzung, die in Angesicht der Gefahr durch die feindlichen Schiffe ausweichen wollte. Tatsächlich hatte der Gouverneur sich mit den Kunstwerken der Jefi absetzen und diese verkaufen wollen, da ihr Wert mehrere Milliarden betrug. Thrawn ließ die Verteidigungstruppen von Botajef kontaktieren und den Verrat von Quesl erklären, während der Gouverneur festgenommen wurde. Zudem wies er Eli Vanto an, das Oberkommando über ihre erfolgreiche Klärung des Konflikts zu informieren.[1]

Wiedersehen mit Schattenschwan[Bearbeiten]

Wenig später wurde Thrawn mit Vanto zurück zum Imperialen Oberkommando berufen. Flottenadmiral Donassius hatte aufgrund der steigenden Piratenaktivitäten in verschiedenen Systeme die Kommandeure der verschiedener Flotten einberufen sowie die Gouverneure der betroffenen Systeme. Neben Gouverneur Pryce, die nur als Beobachterin anwesend war, da Lothal bereits durch Admiral Konstantine verteidigt wurde, waren die Gouverneure Restos von Batonn, Wistran von Denash und Estorn von Sammun anwesend. Admiral Kinshara von der 125. Flotte und Admiral Durril von der 103. Flotte vervollständigten die Gruppe, da Thrawn die 96. Flotte zugewiesen worden war. Gemeinsam mit Oberst Yularen erklärte Donassius die Situation im Batonn-Sektor, der als Umschlagsort der gegnerischen Gruppen vermutet wurde. Diese hatten bereits auf Batonn eine imperiale Garnison auf der Skrim-Insel überrannt und hielten mindestens hundert Personen als Geiseln, darunter auch Zivilisten. Die Garnison besaß einen Energieschild und Verteidigungsgeschütze, darunter drei Ionenkanonen. Thrawn erbat sich mehr Zeit, um die Situation gründlich zu analysieren, doch das Oberkommando favorisierte eine schnelle Lösung, auch wenn dabei die Geiseln starben. Da der Chiss auf eine längere Planung beharrte, wies Donassius ihm stattdessen Sammun zu und gab Durril den Auftrag, sich um Batonn zu kümmern. Thrawn zeigte sich trotz Vantos Kritik an seinem Verhalten unbeeindruckt und kontaktierte stattdessen Kommandantin Faro, um sie mit der 96. Flotte nach Sammun zu schicken. Er selbst flog mit Vanto in einem zivilen Frachter, den sie zuvor einigen Schmugglern abgenommen hatten, nach Batonn, um sich einen Überblick über die dortige Situation zu verschaffen. In sicherer Entfernung zu Batonn beobachteten die beiden den Verlauf von Durills Angriff auf die Garnison und bemerkten, dass sich mehrere Schiffe ungesehen von der Insel entfernten, während Durills Schiff – die Judicator – von den Ionenkanonen auf der Insel langsam außer Gefecht gesetzt wurde. Thrawn ließ eines der Schiffe von Eli kontaktieren, wobei dieser sich als Schmuggler ausgab. Er erhielt Koordinaten von dem anderen Frachter für einen Treffpunkt, bei dem sie einen möglichen Handel besprechen könnten.[1]

Dort angekommen, musste sich Vanto als der Händler Horatio Figg ausgeben und erhielt von Thrawn dessen alte Uniform sowie das alte Leutnantsabzeichen mit dem eingebauten Transmitter und einen veralteten Blaster. Thrawn vermutete, dass es sich bei den Schmugglern um Anhänger von Schattenschwan handelte, der sich überraschenderweise sogar selbst an Bord befand. Glücklicherweise glaubte Cygni, dass Thrawn seinen Untergebenen entsandt hatte und selbst den Angriff auf Batonn anführte. Thrawn ließ Cygni und Eli im Glauben, dass er den gleichen Trick mit dem Versteck hinter den Tibanna-Zylindern anwandte, den seinerzeit Schattenschwan bei ihnen durchgeführt hatte. Als Cygnis Männer jedoch den Maschinenraum durchsuchten, kam es zu einer Explosion, was Eli als das versprochene Zeichen ansah, um das Leutnantsabzeichen zu aktivieren. Thrawn hatte den Transmitter gegen einen Zünder ausgetauscht, der den antiken Blaster explodieren ließ, den Cygni Vanto abgenommen hatte. Eli nutzte die Ablenkung, um zu fliehen, und traf Thrawn im Hangar des Schiffes, wo sie einen Frachter der Schmuggler stahlen. Sie machten sich auf den Weg zu den Überresten der 103. Flotte, die Batonn angegriffen hatte. Thrawn hatte zudem einige leichte Kreuzer seiner eigenen Flotte ins System beordert und ihnen Befehle gegeben, den Sternenzerstörer von Admiral Durril notfalls per Traktorstrahl in Sicherheit zu bringen, bis die Systeme des Schiffs – durch den Beschuss der Ionankanonen außer Gefecht gesetzt – neustarten konnten. Kurz darauf erstatteten Thrawn, Admiral Kinshara und Admiral Durril Flottenadmiral Donassius Bericht. Durrils Versagen bei Batonn führte dazu, dass er abberufen wurde und Thrawn den Befehl erhielt, mit der 96. Flotte die Insel auf dem Planeten zu erobern. Geschützt durch drei leichte Kreuzer – die Shyrack, die Flensor und die Tumnor – griff Thrawn von der Chimaera aus die Insel Skrim an und ließ dann die Turbolaser des Sternenzerstörers auf die direkte Umgebung der Insel feuern, was eine Überflutung der Ionenkanonen und Turbolaser auf der Insel zur Folge hatte. Die Rebellen ergaben sich und Thrawn bereitete sich darauf vor, den Rest des Aufstandes auf Batonn niederzuschlagen.[1]

Schlacht von Batonn[Bearbeiten]

Vanto gelang es, aufgrund der Flugvektoren von Frachtern, die von der Insel Skrim flohen, den Stützpunkt der Aufständischen zu ermitteln. Dieser befand sich im Bergbau- und Raffineriekomplex Creekpath außerhalb der Stadt Paeragosto. Auf Wunsch von Gouverneurin Pryce, traf sich Thrawn – gemeinsam mit Vanto und Faro – mit der Gouverneurin und Oberst Yularen, um den Angriff auf den Komplex zu planen. Pryce war daran besonders interessiert, weil sich ihre Eltern, zusammen mit 30.000 Zivilisten, ebenfalls in dem abgeschirmten Komplex befanden. Dies machte ein Bombardement des Komplexes unmöglich, zumal dieser ohnehin durch Schilde geschützt war. Daher schlug Pryce vor, ihre Eltern zu besuchen und so mehr über die Verteidigung der Aufständischen herauszufinden. Gudry, einer von Yularens Agenten, begleitete sie dabei und sollte wenn möglich sogar den Schildgenerator ausschalten. Vanto stimmte mit Yularen die Komlinks von Pryce und Gudry zwecks Frequenzen und Entschlüsselungen ab, bevor sie über einen interplanetaren Reisedienst als Besucher getarnt nach Batonn einreisten.[1]

Thrawn kontaktierte kurze Zeit später Schattenschwan über die Frequenz, die in dem Frachter eingespeichert gewesen war, mit der er und Vanto von Schattenschwans Schiff geflohen waren. Er bot Schattenschwan ein persönliches Gespräch auf Batonn, in der Nähe der Creekpath-Einrichtung, an und versprach ihm, unbewaffnet und ohne Wachen zu erscheinen. Er konfrontierte Schattenschwan außerdem mit dem Wissen, dass dieser ebenso unnötige zivile Opfer vermeiden wollte wie Thrawn selbst. Cygni erklärte sich einverstanden und traf sich eine Stunde später mit dem Chiss am verabredeten Treffpunkt. In dem Gespräch stellten sie fest, dass sie beide Hinweise auf ein geheimes Militärprojekt des Imperiums gefunden und verfolgt hatten. Thrawn versuchte Cygni davon zu überzeugen, den Aufstand friedlich zu beenden, und bot ihm aufgrund seines taktischen Geschicks außerdem einen Platz in der Flotte der Chiss an. Er offenbarte Cygni, dass er auf Befehl der Chiss im Imperium diente und sein Exil nur vorgetäuscht worden war, um den Kontakt mit den Imperialen herzustellen. Cygni konnte seine moralischen Ansichten jedoch nicht mit Thrawns vereinen und schlug das Angeobt aus, bevor er sich wieder in seine Basis zurückzog. Nach Cygnis Abreise stellte Oberst Yularen den Chiss, dem er durch einen Hinweis Vantos auf den Planeten gefolgt war. Thrawn konnte Yularens Zweifel diesbezüglich jedoch zerstreuen und ihm außerdem die merkwürdige Positionierung seiner Schiffe zufriedenstellend erläutern, die sowohl Yularen als auch Vanto taktisch unklug erschienen war. Thrawn hatte seine drei leichten Kreuzer absichtlich weit genug voneinander platziert, sodass sich ihre Gegner ebenfalls aufteilen mussten und die Kreuzer im Notfall in den Hyperraum fliehen konnten. Außerdem waren sie weit genug von der Planetenoberfläche entfernt, um nicht von den Bodengeschützen erfasst zu werden. Yularen sah seine Zweifel an Thrawns Loyalität daher ausgeräumt und informierte den Chiss darüber, dass der Kontakt zu Gouverneurin Pryce abgebrochen war. Vanto hatte unterdessen herausgefunden, dass die Aufständischen zuvor mindestens 30 Schiffe vom Planeten geschleust hatten, die jederzeit auftauchen konnten. Er teilte dies Kommandantin Faro mit, die daraufhin die TIE-Jäger der Chimaera um den Planeten herum platziert hatte, um zumindest einen teilweisen Wachschutz aufzubauen. Währenddessen warteten Thrawn und Yularen jedoch immer noch auf eine Rückmeldung von Gudry und Pryce, die laut des letzten Berichts des Agenten getrennt worden waren.[1]

Wie von Thrawn erwartet, flogen Schattenschwans Schiffe bei dem darauffolgenden Angriff verteilt voneinander die drei Kreuzer an. Sie griffen die Schiffe nicht direkt an, sondern nutzten sie als Hindernis, um von den Turbolasern der Chimaera nicht beschossen zu werden. Ihr tatsächliches Ziel war der Sternenzerstörer selbst. Thrawn offenbarte seinen echten Plan für die Kreuzer, die er von ihren Reparaturschiffen lösen ließ. Versteckt innerhalb der Reparaturschiffe befanden sich vollständige TIE-Jäger-Staffeln, für jeden Kreuzer eine eigene, die von Admiral Durrils Judikator eingeflogen worden waren. Da Schattenschwans Schiffe sie bereits passiert hatten, waren die TIE-Jäger in der optimalen Position, um ihre Gegner unter Beschuss zu nehmen. Thrawn hatte damit gerechnet, dass Schattenschwan, der unnötiges Blutvergießen vermied, die beschädigten Kreuzer nicht angreifen würde. Bis die Turbolaser der Chimaera in Reichweite der Schiffe kamen, hatten die TIE-Jäger bereits zwei Drittel ihrer Gegner vernichtet. Währenddessen zündete Gouverneurin Pryce, nachdem sie Gudry getötet und ihre Eltern sowie sich selbst in Sicherheit gebracht hatte, die von Gudry verteilten Bomben in Creekpath, anstatt lediglich den Schildgenerator zur Explosion zu bringen. Sie fürchtete, dass ein Rettungsteam, das für sie kurz zuvor ausgesandt worden war, Gudrys Leiche finden und ihre Tat aufdecken würde. Von der Chimaera aus beobachteten Thrawn und die Brückencrew die Explosion, die durch den immer noch aktiven Schutzschild nach innen reflektiert wurde und damit auch die zivilen Behausungen rund um das Hauptquartier der Aufständischen zerstörte. Thrawn wies die Bodentruppen an, den Komplex zu stürmen, allerdings nur um Überlebende zu finden und zu retten, so sie die Imperialen nicht angriffen. Die Zerstörung des Komplexes brachte den Aufstand auf Batonn zum Ende, kostete jedoch zahlreiche Zivilisten ihr Leben. Thrawn war sich sicher, dass Pryce mehr an der Detonation der Sprengsätze beteiligt war, als sie zugab, doch beweisen konnte er es nicht. Als er versuchte, von ihr eine Stellungnahme zu ihrem Verhalten auf Batonn zu erhalten, verweigerte sie dies. Sie stellte ihm dafür in Aussicht, dass sie ihn politisch beraten konnte, und wies ihn auf eine mögliche Nachfolge für Admiral Sartans Siebte Flotte hin. Pryce wollte Thrawn damit für die Probleme in ihrem eigenen Sektor gewinnen und betonte, dass seine Nachfolge in seinem eigenen Interesse wäre, da er den Einsatz einer größeren Streitmacht, nach seinen Wünschen lenken und so sicherstellen konnte, unnötige Opfer zu vermeiden. Anschließend reiste Thrawn zurück nach Coruscant, wo er dem Imperator Bericht erstattete[1] und als erster in den neuen Rang[4] eines Großadmirals erhoben wurde. Wie erwartet, zählte für den Imperator nur das Ergebnis des Aufstandes. Thrawn sprach ihm gegenüber jedoch den Todesstern an, was den Imperator überraschte. Thrawn gab zu, dass er das Projekt kritisch sah, einerseits da es eine große Menge an Ressourcen veranschlagte und im Gegensatz zu einer Flotte nicht flexibel genug war, andererseits befürchtete er, dass Palpatine den Todesstern gegen die Chiss richten könnte. Der Imperator offenbarte ihm, dass er durchaus bemerkt hatte, dass Thrawn die Position der Chiss-Welten und -stützpunkte geheimgehalten hatte, als dieser Hyperraumrouten für die Unbekannten Regionen an das Imperium übergeben hatte. Gleichzeitig versicherte er Thrawn jedoch, dass er kein Interesse an einem Feldzug gegen die Chiss hatte. Anschließend stellte er dem Großadmiral Darth Vader vor, der gerade eingetroffen war.[1]

Jagd auf Rebellen[Bearbeiten]

Zur gleichen Zeit wuchs mit der Phönix-Rebellenzelle eine weitere Widerstandsbewegung, deren Erfolge eine Bedrohung für das Imperium darstellten. Die Dissidenten hatten ihren Ursprung auf dem Randplaneten Lothal, sodass Operationen gegen die Gruppierung der Gouverneurin Arihnda Pryce unterlagen. Zwar war es dem Sith-Lord Darth Vader auf Malachor gelungen, die Jedi Ahsoka Tano, die eine Führungsrolle in der Zelle eingenommen hatte, im Kampf zu stellen, jedoch hielt Pryce den zu diesem Zeitpunkt mit der Bekämpfung der Rebellen betrauten Admiral Kassius Konstantine für ungeeignet, sodass sie bei Großmoff Wilhuff Tarkin, dem Gouverneur des gesamten Äußeren Randes, vorstellig wurde und die Siebte Flotte unter dem Kommando von Thrawn anforderte. Sie hoffte, dass Thrawn groß angelegte Kampagnen gegen die Rebellion führen würde, um den Zusammenschluss einer galaxisweiten Rebellen-Allianz aus den regionalen Dissidentenzellen zu verhindern. Da Tarkin die Bedenken der Gouverneurin verstand, bewilligte er die Verlegung von Thrawn und seiner Flotte.[2]

Thrawn in seiner Besprechung mit Konstantine, Tarkin, Pryce und Kallus

Als Thrawn die mit der Jagd auf die Rebellen betraute imperiale Flotte erreicht hatte, nahm er an einer Besprechung gemeinsam mit Konstantine, Tarkin, Pryce und dem ISB-Agenten Kallus teil, die eine neuerliche Attacke der Rebellen auf einen Konvoi der Minengilde bei Sereeda behandelte. Thrawn brachte die Lage des nahe gelegenen Hyperraum-Sprungpunktes mit der kurz zuvor erfolgten Befreiung des Piraten Hondo Ohnaka aus dem imperialen Gefängnis auf Naraka in Verbindung, bei dem Ohnakas Zellengenosse, der Ugnaught Terba getötet worden war. Da der Hyperraum-Sprungpunkt auf direktem Wege zum Yarma-System lag, in dem der Ugnaught auf der Reklam-Station gearbeitet hatte, schlussfolgerte Thrawn, dass ein Angriff auf die Station bevorstand, im Zuge dessen die Rebellen versuchen würden, ausgemusterte Y-Flügel Sternenjäger zu erbeuten, die in der Reklam-Anlage verschrottet werden sollten. Im Anschluss an das Treffen wurde die Garnison auf der Station alarmiert. In den folgenden Gefechten konnten die Rebellen einige der ausgemusterten Sternenjäger stehlen und die Reklam-Station zerstören. Ein imperialer Kampfverband unter Admiral Konstantines Kommando versuchte, die Rebellen von der Flucht abzuhalten, als ein Konvoi der Rebellenzelle aus dem Hyperraum fiel, um das Operationsteam auf Yarma zu unterstützen. Da Thrawn beabsichtigte, die Rebellenzelle systematisch zu zerschlagen und wusste, dass es sich bei dem gegnerischen Kampfverband nur um einen Teil der Rebellenflotte handelte, befahl er Konstantine, die Widerstandskämpfer mit ihren erbeuteten Sternenjägern entkommen zu lassen. Statt der Vernichtung einer einzelnen Zelle wollte der Großadmiral die gesamte Widerstandsbewegung von innen heraus zerstören.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt den Großadmiral Thrawn; für seinen Klon siehe Mitth’raw’nuruodo (Klon).

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Unvollständiger Artikel
Dieser Artikel ist unvollständig und bedarf einer Ergänzung einzelner oder mehrerer Abschnitte. Hilf mit!
Begründung: Einsame Entscheidungen und diverse Kurzgeschichten aus dem Adventure Journal fehlen.Corran (Mindermeinung) 16:19, 4. Aug. 2017 (CEST)
Thrawn6.jpg
Mitth’raw’nuruodo
Beschreibung
Spezies:

Chiss

Geschlecht:

männlich

Hautfarbe:

Vlau

Haarfarbe:

Blau-Schwarz

Augenfarbe:

Rot

Körpergröße:

1,80 Meter

Besondere Merkmale:

Nichtmensch im Dienste des Imperiums

Biografische Informationen
Todesdaten:

9 NSY

Heimat:

Csilla

Beruf/Tätigkeit:

Flottenoffizier

Organisation:
Dienstgrad:

Großadmiral

Zugehörigkeit:

Mitth’raw’nuruodo, besser bekannt unter seinem Kernnamen Thrawn, übernahm nach dem Tod des Imperators die Imperiale Flotte. Im Thrawn-Feldzug kämpfte er mit der Technologie des Imperators und dem verrückten Jedi-Meister Joruus C’baoth gegen die Neue Republik. Thrawn war für die Zerstörung des Extragalaktischen Flugprojekts verantwortlich und besonders für seine taktischen Fähigkeiten bekannt. Er war nach seiner Zeit als Chiss-Commander der dreizehnte – obwohl es eigentlich immer nur zwölf gab – und einzige nichtmenschliche Großadmiral des Galaktischen Imperiums, was ein deutliches Zeichen dafür ist, wie begabt er war.

Biografie[Bearbeiten]

Chiss-Commander[Bearbeiten]

Thrawn war ein Proband der Mitth-Familie und der jüngste Chiss, der je zum Commander ernannt wurde. Er kommandierte die zweite Voraustruppe der Vorgeschobenen Verteidigungsflotte. Sein Flaggschiff war die Springhawk.[1]

Als die Schmuggler Jorj Car’das, Dubrak Quennto und Maris Ferasi durch eine Fehlfunktion des Hyperantriebs in das Reich der Chiss kamen, wurden sie von dem Hutt Progga verfolgt, der sie und später die Chiss beschoss. Thrawn griff deshalb Progga an und zerstörte sein Schiff. Er nahm Jorj, Dubrak und Maris mit an Bord seines Schiffs, der Springhawk, und brachte sie zu seiner Basis, Crustai. Thrawn bat Jorj, ihm Basic, die Hauptsprache der Galaktischen Republik, beizubringen und ihm im Gegenzug Cheunh, die Sprache der Chiss, beizubringen. Kurz darauf kam es zu einem Gefecht gegen die Vagaari, eine kriegerische Nomadenspezies. Thrawn enterte das Schiff, in dem sich etliche erbeutete Schätze befanden. Er brachte es nach Crustai, wo er von dem Chiss-Aristocra Chaf’orm’bintrano besucht wurde. Dann wollte auch Admiral Ar’alani sich das Schiff ansehen und brachte dabei Thrawns Bruder Thrass mit, den er erfreut begrüßte. Kurz darauf hörte Thrawn von einer erneuten Schlacht gegen die Vagaari und flog dorthin. Er konnte einen Schwerkraftprojektor der Vagaari erbeuten, allerdings wurde sein Schiff beschädigt und er verletzt, konnte aber von Maris und Jorj, die ihn begleiteten, gerettet werden. Er wurde von Thrass besucht, der ihn warnte, das er nicht mehr so leichtfertig mit der Chiss-Doktrin, dass der Feind zuerst angreifen müsse, bevor man zurückschlagen konnte, umgehen solle, da er sonst noch verbannt werden würde. Thrawn beachtete Thrass’ Warnung jedoch nicht; als fremde Schiffe in der Nähe des Chiss-Reichs auftauchten, flog er mit Jorj hin, um sie sich anzusehen. Diese Schiffe waren von der Handelsföderation, die das Extragalaktische Flugprojekt, welches andere Galaxien erkunden und kolonisieren wollte, zerstören wollten. Der Commander dieser Kampfeinheit, der Neimoidianer Siv Kav, wollte Thrawns Flotte vernichten und griff sie an. Thrawn konnte mit seiner unterlegenen Flotte die Schiffe der Handelsföderation zerstören und verschonte nur das Kommandoschiff, die Darkvenge. Dort erzählte ihm Kinman Doriana, Adjutant von dem Obersten Kanzler der Republik, Palpatine, und Gesandter des Sith-Lords Darth Sidious, von dem Extragalaktischen Flugprojekt und wollte Thrawn dazu bringen, es für ihn zu zerstören. Thrawn durchschaute Dorianas Vorhaben und brachte die Darkvenge zu einem anderen Ort. Er traf sich dort mit Doriana, der ihm seine wahre Identität enthüllte, da er sich vorher Commander Stratis genannt hatte. Er erzählte ihm den wahren Grund, weshalb er das Flugprojekt vernichten wollte: Am Rande der Galaxis befanden sich die sogenannten Far Outsiders, die aber in Wirklichkeit Yuuzhan Vong hießen, was Doriana aber nicht wusste. Er sagte Thrawn, dass diese Wesen eine Invasion vorbereiteten. Das Flugprojekt würde bei seiner Reise auf sie stoßen. Die Gefangennahme der Besatzung und des Flugprojekts würde ihnen alles liefern, was sie für eine erfolgreiche Invasion bräuchten.[1]

Thrawn holte das Flugprojekt mit dem erbeuteten Schwerkraftprojektor aus dem Hyperraum. Er bot ihnen mehrmals an, umzukehren, was der leitende Jedi des Flugprojekts, Jorus C’baoth, ablehnte. Währenddessen tauchten die Vagaari auf, die Jorj Car’das dorthin gelockt hatte. Thrawn tötete die Vaagari und zerstörte dann die Waffen des Flugprojekts. Deshalb wurde er von C’baoth, der der Dunklen Seite verfallen war, mit der Macht gewürgt. Doriana zerstörte, um ihn zu retten, das Flugprojekt mit Strahlungsbomben, die Thrawn eigentlich gegen die Vagaari hatte einsetzen wollen. Thrawn bedauerte den Tod der 50.000 Mitglieder des Flugprojekts sehr. Er ließ die Vaagarischiffe entern und Car’das, der die Vaagari in seine Falle gelockt hatte, retten.

Dann erhielt er die Nachricht, dass Aristocra Chaf’orm’bintrano auf dem Weg war, um das Flugprojekt in Besitz zu nehmen. Da das das Machtgleichgewicht der Chiss sehr gestört hätte, landeten Thrass und die überlebende Jedi Lorana auf einem Planeten, wobei beide starben. Thrawn erfuhr nichts vom Tod seines Bruders. Er konnte einer Bestrafung entgehen.[1]

Früher Dienst für das Imperium[Bearbeiten]

Entdeckung im Exil[Bearbeiten]

Mitth’raw’nuruodo

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde er aufgrund eines Verstoßes gegen die Militärdoktrin der Chiss dennoch verbannt.[2] Erst 19 VSY, kaum eine Woche nach Palpatines Ausrufung des Galaktischen Imperiums, erhielt Mitth’raw’nuruodo die Möglichkeit, aus seinem Exil zu entkommen. Der Sternenzerstörer Strikefast unter dem Kommando von Kapitän Voss Parck verfolgte den Schmuggler Booster Terrik bis in den bisher unkartographierten Raum. Bei ihrer Flucht versteckten sich Terrik und seine Leute auf dem Planeten, auf dem Mitth’raw’nuruodo im Exil lebte. Kapitän Parck hatte zwei TIE-Jäger, die anderen waren nicht startbereit, auf die Verfolgung des Schiffs angesetzt, doch Terrik konnte einen der Sternenjäger abschießen und versteckt in einer Höhle landen, während der andere TIE im Wald abstürzte, nahe Mitth’raw’nuruodos Lager. Zur weiteren Suche entsendete Parck Oberst Mosh Barris, der mit seinen Untergebenen auf Mitth’raw’nuruodos Lager stieß. Da die Flotte immer noch den Befehl hatte, mit unbekannten Spezies ersten Kontakt aufzunehmen, durften die Imperialen das Lager nicht zurücklassen. Mitth’raw’nuruodo beobachtete die Ankömmlinge aus sicherer Entfernung und entwarf einen Plan, um mit ihrer Hilfe den Planeten zu verlassen und zu den Chiss zurückzukehren. Noch bevor die Imperialen das Wrack des TIE-Jägers im Wald untersuchten, hatte der Chiss bereits die Leiche des Piloten versteckt und dessen Komlink sowie den Blaster, Energieladungen und Betäubungsgranaten gestohlen, um die Imperialen abzuhören. Damit der Diebstahl des Komlinks unerkannt blieb, ließ er die Kleidung des Toten mit Gras und fermentierten Pyussh-Beeren zurück, sodass die Soldaten glaubten, es handele sich um primitive Einheimische, die den Körper des Piloten gestohlen hatten. Außerdem hoffte er, dass sie die Kleidung samt der Beeren zurück zum Lager bringen würden, um die einheimischen Kreaturen anzulocken.[3]

Tatsächlich wurde die Kleidung zum Lager gebracht und Oberst Barris ließ einen Sicherheitsparameter einrichten, um die Sicherheit während der Nacht zu gewährleisten. Mitth’raw’nuruodo montierte die gestohlenen Energieladungen an einige Tiere, wobei er zuvor die Sicherheitsbolzen aus den Ladungen entfernte. Die Kreaturen wurden von den Beeren angelockt und gerieten in das Lager, wo die Ladungen explodierten. Barris berichtete Parck von dem Angriff auf das Lager, der für die Imperialen nicht erklärbar war, weshalb der Kapitän einige TIE-Jäger hinunterschickte, um einen Sondierungsflug über den Wald zu machen. Mitth’raw’nuruodo, der die Kommunikation mithörte, spannte daraufhin einen hauchdünnen, aber starken Draht zwischen zwei hohe Bäume, der zum Absturz eines weiteren TIE-Jägers führte. Erneut stahl Mitth’raw’nuruodo die Granaten, Energieladungen und den Blaster des toten Piloten. Außerdem tauschte er den Komlink des vorigen Piloten mit dem neuen aus. Kurz darauf bargen die Imperialen den Leichnam des Piloten. In der Kommunikation mit Barris kam Kapitän Parck auf die Idee, dass sie abgehört wurden und fragte nach dem Komlink des ersten Piloten. Als der Diebstahl des Geräts offenbar wurde, ließ Parck den Schaltkreis für den betroffenen Komlink abschalten. Da Mitth’raw’nuruodo jedoch die Komlinks ausgetauscht hatte, konnte er die Kommunikation immer noch abhören. Mittlerweile glaubten die Imperialen, dass die Schmuggler an dem Angriff beteiligt waren und Parck befahl Bariss, die Suche im Morgengrauen auszuweiten. Während der Nacht attackierte Mitth’raw’nuruodo fünf Wachen mit weiteren fermentierten Beeren. Dadurch wurden erneut Tiere angelockt, die die Wachen angriffen. Drei der Imperialen starben durch Betäubungsgranaten, die an den Tieren angebracht waren, während zwei weitere durch das nervöse Feuer von ihren Kameraden getötet wurden. Am Morgen wollte sich Barris aufgrund der Verluste zurückziehen und das Lager stattdessen mit einem Bombardement aus dem Orbit zerstören, doch Parck wollte die Schmuggler lebend fangen und befahl ihm, die Suche fortzusetzen. Zu seiner Unterstützung schickte der Kapitän ein Kontingent an Sturmtrupplern auf den Planeten. Während der Suche nutzte Mitth’raw’nuruodo seinen Komlink, um die Kommunikation der Imperialen zu blockieren und so seinen nächsten Angriff zu decken. Mit Explosionen, die durch die Komstörung überhört wurden, tötete er einen Sturmtruppler, um seine Rüstung zu untersuchen. Dabei fand er eine Möglichkeit, einen der Soldaten zu töten, ohne die Rüstung selbst zu beschädigen, die er benötigte, um unerkannt in das imperiale Lager zu gelangen. Nachdem er einen weiteren Sturmtruppler getötet hatte, setzte der Chiss seinen Plan in die Tat um und begab sich zu den Imperialen. Unterdessen hatte Barris aufgrund der Kommunikationsstörung den Rückzug befohlen und ließ dabei auch das gesamte Lager von Mitth’raw’nuruodo an Bord der Fähre bringen, da sie immer noch Befehl hatten, dieses zu untersuchen. Der Chiss ließ die Rüstung, mit Zweigen aufgerichtet und einer Explosionsladung ausgestattet, außerhalb der Fähre zurück und versteckte sich im Inneren seines zweiten, leeren Energiegenerators in der Fähre. Durch die Explosionsladung fiel der fehlende Sturmtruppler nicht auf und Barris verließ mit den zwei Schiffen den Planeten. Nach ihrer Rückkehr auf den Sternenzerstörer ließ Parck die Truppen den Hangar verlassen und zog sich mit Barris in den Hangarturm zurück, da er vermutete, dass sich ihr Angreifer an Bord geschlichen hatte. Mitth’raw’nuruodo wartete zwei Stunden, um sicherzugehen, dass der Hanger verlassen war, bis er aus der Fähre kam und eines der Kappa-Klasse Truppenshuttle betrat, um zu den Chiss zurückzukehren. Parck gab einer Einheit Sturmtruppen den Befehl, den Eindringling lebend zu fangen und da er die Überzahl seiner Gegner erkannte, ließ sich Mitth’raw’nuruodo widerstandslos festnehmen. Im Gespräch mit Parck und Barris erklärte der Chiss, wie er die Imperialen beobachtet und überrumpelt hatte sowie seine Motivation, sein Volk zu schützen. Kapitän Parck zeigte sich von den Fähigkeiten Mitth’raw’nuruodos beeindruckt und schlug ihm einen Tauschhandel vor. Der Chiss sollte sich in den Dienst des Imperiums stellen und im Gegenzug könnte er so seinem Volk helfen, eventuell sogar im Auftrag von Imperator Palpatine später mit einer Flotte zurückkehren, um die vermeintlichen Gefahren für die Chiss auszulöschen. Mitth’raw’nuruodo stimmte dem Vorschlag zu und auf Parcks Kommentar, dass die Aussprache seines Namens für die meisten Menschen zu schwierig sei, empfahl der Chiss, ihn mit seinem Kernnamen "Thrawn" anzusprechen.[3]

Vorfall auf S’krrr[Bearbeiten]

Mit der Vengeance kam Thrawn ungefähr neun Monate nach der Schlacht von Yavin nach S’krrr und nutzte die Gelegenheit, um die Kunst der S’krrr zu studieren. Gemeinsam mit den Leutnants Wolver und Tier begab sich Thrawn mit der Fähre Tessera direkt in den Sikadian-Garten auf dem Planeten. Gleichzeitig befand sich der Anthropologe Mammon Hoole mit seinen adoptierten Neffen Tash und Zak Arranda dort, ebenfalls um die Kultur der S’krrr zu untersuchen. Hoole hatte erfahren, dass das Imperium eine Garnison auf S’krrr plante und wollte verhindern, dass eine weitere Kultur von ihnen zerstört wurde. Am zweiten Tag von Thrawns Besuch begegnete dieser Tash und Zak, während er ein Blumenbeet betrachtete. Durch eine Randbemerkung von Zak entwickelte sich ein Gespräch zwischen dem Chiss und den Kindern, das jedoch unterbrochen wurde, als sie den Leichnam von Leutnant Wolver fanden, der von den einheimischen Drog-Käfern übersät war. Thrawn kontaktierte sofort sein Schiff und ließ den Garten absichern sowie eine Suche nach Schiffen beginnen, während ein Landungsteam den Toten und die Umgebung untersuchte. Da die Imperialen dabei auch einen Teil des Gartens beschädigten, mischte sich dessen Verwalter Vroon in die Angelegenheit ein. Da Thrawn den Tod seines Untergebenen aufklären wollte, drohte er Vroon abführen zu lassen, woraufhin dieser zornig verschwand. Die Untersuchung von Wolvers Leichnam ergab, dass er aufgrund mehrerer großer Wunden am Körper gestorben war. Obwohl sich das medizinische Team nicht sicher war, ob die Wunden erst nach dem Tod von den Käfern vergrößert worden waren, vermuteten sie, dass sie durch eine Vibrolanze entstanden waren. Daraufhin ließ Thrawn die Kommunikation auf dem Planeten überwachen und begann eine Verhörung aller Verdächtigen. Bis auf Leutnant Tier schickte er jedoch die übrigen Imperialen wieder zurück auf die Vengeance.[4]

Am nächsten Tag konnte die Vibrolanze in einem Busch gefunden werden und Scans der Waffe ergaben, dass sie dem renommierten S’krrr-Poeten Sh’shak gehörte, der sich gerade bei Hoole und den Arrandas aufhielt. Thrawn ließ den S’krrr festnehmen, doch obwohl der Poet zugab, dass es sich bei der Vibrolanze um seine Waffe handelte, leugnete er den Mord an Leutnant Wolver. Zak und Tash bekräftigten, dass sie Sh'shak mit der Lanze trainieren gesehen hatten, kurz bevor sie am Tag zuvor Thrawn begegnet waren. Obwohl Thrawn den Poeten weiterhin verdächtigte, stimmte er zu, den Übungsplatz des S’krrr zu untersuchen. Währenddessen befahl er Leutnant Tier, Vroon zu holen, da dieser ebenfalls verhört werden sollte. Zudem wurde der Chiss zunehmend misstrauisch im Bezug auf Hoole und die Kinder, sodass er plante, sie später zur Vengeance mitzunehmen, um ihre Identität zu prüfen. Als die Gruppe den Trainingsplatz von Sh'shak erreichte, wurden sie von Leutnant Tier unterbrochen, der am ganzen Körper von Drog-Käfern übersät war und auf die Gruppe zurannte. Er erstickte an den Käfern, die sogar in seinen Mund geflogen waren, bevor man ihm helfen konnte. Dies brachte Thrawn zur Erkenntnis, dass Leutnant Wolver ebenfalls von den Käfern getötet worden war und Sh’shak unschuldig war. Drog-Käfer waren für gewöhnlich nur in großen Zahlen aggressiv, weshalb die Population im Sikadian-Garten mithilfe der einheimischen Shreev ausbalanciert wurde. Die Gruppe überlegte, was das Gleichgewicht der zwei Tierarten durcheinandergebracht haben könnte und Zak, der zwei Tage zuvor versehentlich einen Shreev getötet hatte, vermutete, dass er daran schuld sei. Einer Legende zufolge würde der unnatürliche Tod eines einzigen Shreev bereits ein Ungleichgewicht hervorrufen. Thrawn erklärte die Legende jedoch für unglaubwürdig, da der Garten viel zu groß war, als dass ein einziges totes Tier das Gleichgewicht stören könnte. Der Chiss entschloss sich, Vroon aufzusuchen, da der Verwalter des Gartens womöglich eine Erklärung für die Geschehnisse hatte.[4]

Gemeinsam suchte die Gruppe Vroon auf, der jedoch eine Eindämmung der Drog-Population aufs Schärfste ablehnte. Als Thrawn ihn festnehmen wollte, floh der Verwalter durchs Fenster in den Wald und konnte die Gruppe durch sein Wissen um das Terrain schnell hinter sich lassen. Im Wald kamen sie kurz darauf an einer riesigen Grube vorbei, in der Tausende tote Shreevs lagen. Das erklärte das übernatürliche Wachstum der Drog-Population. Vroon, der ein Anhänger eines Kults war, der die Drogs als die Vorfahren der S’krrr verehrte, hatte die Shreevs getötet, um das Wachstum der Drogs zu fördern, obwohl der Kult mittlerweile verboten war. Thrawn entschied sich, Verstärkung zu rufen, doch sein Komlink war während der Verfolgung von Vroon offenbar verloren gegangen. Gleichzeitig bemerkten die Drog-Käfer, die in Schwärmen auf den umliegenden Bäumen saßen, die Gruppe und zwangen sie zur Flucht. Während Thrawn, die Kinder und Sh’shak zur Tessera flohen, lenkte Hoole die Käfer ab, indem er sich in einen Shreev verwandelte und sie angriff. Da die Käfer jedoch in der Überzahl waren, musste Hoole selbst fliehen, hatte den anderen aber genug Zeit verschafft, sodass sie sich in die Fähre retten konnten. Allerdings konnte Thrawn auch aus dem Raumschiff keine Hilfe anfordern, da die Drogs in das Schiff gelangt waren und die Systeme beschädigt hatten. Der Chiss merkte jedoch an, dass die Vengeance Hilfe senden würde, sobald man bemerkte, dass der Kontakt verloren gegangen war. So viel Zeit blieb der Gruppe nicht, da die Käfer durch die offenen Luftkanäle des Schiffs kamen. Daher floh die Gruppe zu Vroons Werkstatt, wobei Hoole ihnen erneut zur Hilfe kam, indem er einen Schwarm Shreevs aufgeweckt hatte, die kurzzeitig die Drog-Schwärme ablenkten, während sich der Anthropologe wieder der Gruppe anschloss. In der Werkstatt fanden sie den Leichnam von Vroon, der von den Drogs getötet und bis auf das Exoskelett gefressen worden war. Nachdem sie die offenen Fenster und Türen barrikadiert hatten, suchte die Gruppe nach etwas, das ihnen gegen die Käfer helfen könnte. Allerdings begann das Dach der Werkstatt bereits unter dem Gewicht der Käfer nachzugeben. Zak erinnerte sich daran, dass Vroon mit den Drogs durch den Flügelgesang der S’krrr kommunizieren hatte können und schlug vor, dass Sh’shak versuchte, die Käfer so zu beruhigen. Thrawn stimmte der Theorie zu, da seine Untersuchungen der S’krrr-Kunst ihn zur Erkenntnis geführt hatten, dass die zwei Spezies tatsächlich ähnliche Gedankenprozesse aufwiesen. Da ein einzelner S’krrr den riesigen Schwarm kaum beruhigen können würde, verwandelte sich Hoole ebenfalls in einen S’krrr und imitierte den Flügelgesang von Sh’shak. Außerdem wies er Tash und Zak an, die Ablenkung zu nutzen, um zu ihrem Schiff zurückzukehren und damit dann Sh’shak und ihn selbst zu retten. Thrawn begab sich jedoch auf sein eigenes Schiff und reparierte seinen Komlink, um Hilfe anzufordern. Während Hoole und die Arrandas den Planeten verließen, kehrte Thrawn zur Vengeance zurück, konnte jedoch die Identität der drei nicht mehr nachprüfen.[4]

Weitere Konflikte[Bearbeiten]

Thrawn begann einen Konflikt mit dem Zann-Konsortium, indem er mehrere Stützpunkte des Konsortiums von Imperialen Flotten angreifen ließ. Später brachte Tyber Zann, der Anführer des Konsortiums, Prinz Xizor dazu, ein Treffen mit einem imperialen Botschafter über Carida zwecks eines Handels zu arrangieren. Tyber wusste jedoch nicht, dass der Botschafter Thrawn war und es entbrannte die Schlacht von Carida, in deren Verlauf der Kopfgeldjäger Bossk Thrawn ein uraltes Artefakt der Sith übergab, das er von Zann gestohlen hatte. Thrawn brachte das Artefakt zu Palpatine. Der mit Tyber Zann verbündeten Nachtschwester Silri gelang es jedoch einige Zeit später, es aus dem Imperialen Palast zu holen.[5]

Später war Thrawn dann angeblich während einer politischen Intrige im Palast auf der falschen Seite und wurde dafür in die Unbekannten Regionen verbannt. In Wahrheit wurde er jedoch von Palpatine dorthin geschickt, um mit einer großen Flotte Planeten für das Imperium zu erobern. Thrawn erfüllte diese Aufgabe mit großem Erfolg und gründete aus den eroberten Welten das Imperium der Hand.[6]

Obwohl er den größten Teil der folgenden Jahre in den Unbekannten Regionen verbrachte, tauchte er zeitweise wieder im bekannten Raum auf. Auf Bitte von Darth Vader hin gab er sich als der Kopfgeldjäger Jodo Kast aus. An Bord des Sternenzerstörers Admonitor erwartete er den Frachter Hopskip, der Blaster für die Rebellen-Allianz transportierte. Die Fracht wurde beschlagnahmt und durch zweihundert Kisten ersetzt. Thrawn ging an Bord des Schiffes und ließ sich nach Corellia bringen. Dort beauftragte er die Besatzung, Kontakt zu Borbor Crisk aufzunehmen, einem corellianischen Kriminellen.

Auf diesen Versuch wurde Zekka Thyne aufmerksam, ein Widersacher Crisks. Er ließ die Besatzungsmitglieder Haber Trell Rathe Palror sowie Hal Horn, den diese kennengelernt hatten, überfallen. Vorgebend, sie befreien zu wollen, machte sich Thrawn in Begleitung von Hals Sohn Corran auf zu Thynes Palast. Dort behauptete Thrawn, Corran sei Teil eines Komplotts, mit dem Thyne getötet werden sollte, und eröffnete ihm den Standort der Fracht. Er begleitete Corran in die Kerker, wo er ihm eine Möglichkeit zur Flucht gab. Da viele von Thynes Leuten die Fracht suchten, gelang es ihm und seinem Vater, Thyne zu verfolgen und festzunehmen. Außerdem hatte Thrawn eine Nachricht an Oberst Maximilian Veers abgeschickt, indem er ihn darauf hinwies, in der Nähe von Thynes Festung sammelten sich Rebellen. Veers Truppen eroberten daraufhin die Festung. Zurück an Bord der Admonitor traf sich Thrawn mit Darth Vader und erklärte, er habe dessen Wunsch entsprechend die corellianische Niederlassung der Schwarzen Sonne eliminiert, ohne dass es Hinweise auf die Beteiligung Vaders gäbe. Im Gegenzug überließ dieser Thrawn den Befehl über die Noghri. Außerdem äußerte Thrawn vor der Rückkehr in die Unbekannten Regionen die Vermutung, die Blaster an Bord der Hopskip sollten in das Derra-System geschmuggelt werden, und empfahl Oberst Veers als neuen Befehlshaber für die Bodentruppen der Exekutor.[7]

Zu einem späteren Zeitpunkt kämpfte er gegen den abtrünnigen Großadmiral Demetrius Zaarin, welcher sich selbst zum Herrscher des Imperiums erheben wollte. Dennoch blieb er weitestgehend unbekannt. In den Unbekannten Regionen kämpfte der Großadmiral gegen den Kriegsherrn Nuso Esva, den er bis zum Jahr 8 NSY auf den Planeten Quethold zurückdrängen konnte. Esva ging ein Bündnis mit der Königin der eingeborenen Quesoth ein und befestigte seinen Rückzugsort in der Roten Stadt mit Schutzschilden. Mit der Unterstützung des Verbindungsoffiziers Nyama vom Volk der Stromma gelang es Thrawn, eine Kamera in Esvas Unterkunft bringen zu lassen und die dort platzierten Kunstwerke aufzunehmen, aus denen er auf die Strategie seines Gegners zu schließen hoffte. Er erkannte, dass Esva ihm eine Falle gestellt hatte, und ließ ihn zunächst in dem Glauben, seinen Angriffsplan korrekt vorhergesehen zu haben. Als es den Piloten der Grauen Staffel jedoch gelang, die Schilde auszuschalten, entsandte Thrawn die Soldaten der Quesoth mit einem gefälschten Befehl zu seiner Position und Esva wurde besiegt. Anschließend bereitete er sich darauf vor, in den bekannten Raum zurückzukehren.[8] Wenige Wochen nach der Vernichtung des Todessterns[9] rief der Imperator zehn Offiziere zusammen und informierte sie über den Verlust der Kampfstation. Kapitän Thrawn zeigte dabei keinerlei Emotionen, während der Imperator bei Crix Madine bereits rebellische Tendenzen spüren konnte und sich Kommandant Grev T’Ran als Verräter herausstellte. Nachdem T’Ran von einer der Wachen des Imperators exekutiert worden war, befahl Palpatine den übrigen Offizieren, die obersten Anführer der Rebellen zu identifizieren sowie den Namen des Piloten herauszufinden, der den Todesstern zerstört hatte. Thrawn zeigte sich verwundert darüber, anhand der vorhandenen Koordinaten der Rebellenbasis nicht sofort zuzuschlagen, fügte sich aber den Befehlen des Imperators.[10]

Feldzug gegen die Neue Republik[Bearbeiten]

Wiederaufbau des Imperiums[Bearbeiten]

Hauptartikel: Thrawn-Feldzug

Er übernahm das Kommando über die Reste der Imperialen Flotte und machte die Schimäre unter Kapitän Pellaeon zu seinem Flaggschiff.[11] Mit Siegen über verschiedene Piratengruppen und Angriffen auf die Republik erlangte er die Unterstützung der mächtigen Familie D’Asta und konnte eine Reihe von Moffs und Kriegsherren überzeugen, ihm das Kommando über eine neue Koalition zu übergeben.[12] Außerdem erfuhr er, dass auf Tatooine das Moosgemälde Killik-Zwielicht versteigert werden sollte, und entsandte den Kommandanten Quenton, um es für seine Sammlung zu sichern. In der Feuchtigkeitskontrolle des Gemäldes war allerdings der Codeschlüssel zu einem geheimen Kommunikationsnetzwerk der Neuen Republik verborgen, und als Han und Leia Solo es zu vernichten versuchten, erkannte Thrawn die Bedeutung des Werkes. Er führte eine Einheit Sturmtruppen auf den Planeten und spürte sie im Hotel Sidi Driss auf, konnte ihre Flucht aber nicht verhindern. Es gelang den Solos, den Schlüssel zu vernichten, ehe sie das Bild einer Gruppe Squibs überließen, die es dem Admiral überbrachten.[13]

Fünf Jahre nach Endor konnte er mit der Schlacht von Obroa-skai seinen Feldzug beginnen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte das Imperium bereits nur noch über ein Viertel seines früheren Territoriums, außerdem waren bei der Schlacht von Endor viele führende Offiziere und erfahrene Soldaten ums Leben gekommen, sodass die verbleibenden Truppen größtenteils sehr jung waren und kaum über Kampferfahrung verfügten.

An Bord der Schimäre richtete er sich einen Kommandoraum ein und machte daraus eine zweite Brücke. Außerdem sah er sich dort holographische Darstellungen von Kunstwerken der Welten an, die er in nächster Zeit angreifen wollte. Dadurch konnte er oft die Reaktionen und Pläne seiner Gegner vorhersehen.[11]

Neben den kriegerischen Handlungen umfasste der Plan des Großadmirals auch einen politischen Angriff auf die Neue Republik. Durch Manipulation gelang es ihm, die Reputation Admiral Ackbars zu beschädigen. Da er wusste, dass sich der Bothaner Borsk Fey’lya im Rat der Republik befand und er die Kunst der Bothan studiert hatte war Thrawn sicher, dass Fey’lya die Schwäche Ackbars ausnutzen würde, um seine eigene politische Karriere voranzutreiben. Ein weiteres wichtiges Mittel für das Gelingen des Plans war die sogenannte Delta-Quelle, die sich im Inneren des Imperialen Palastes befand, wo auch der Rat der Neuen Republik tagte. Durch sie war Thrawn stets über die Pläne seiner Gegner informiert.[14]

Zu Beginn seines Feldzuges machte er sich auf den Weg nach Myrkr, da sich dort Wesen namens Ysalamiri befanden, die in der Lage waren, Blasen zu erzeugen, in denen die Macht nicht existierte. Mit diesen wollte er sich die auf Wayland befindlichen Hinterlassenschaften des Imperators beschaffen. Da diese aber vermutlich von einem macht-sensitiven Wächter beschützt wurden, benötigte er zunächst die Ysalamiri. Auf Myrkr bot ihm der Schmuggler Talon Karrde an, ihn beim Einfangen der Tiere zu unterstützen. Der Großadmiral nahm dieses Angebot an und machte sich anschließend auf den Weg nach Wayland. Dort trafen sie auf den Klon des Jedi Jorus C’baoth, der den Wächter des Imperators getötet hatte und nun über das Volk von Wayland herrschte. Er versuchte, Thrawn und seine Begleiter umzubringen, diese wurden allerdings von den Ysalamiri beschützt. Anschließend überzeugte Thrawn C’baoth, mit ihm zu kommen und bei bestimmten Angriffen die Zusammenarbeit zwischen den Schiffen mithilfe der Macht zu verbessern, indem er ihm zusagte, ihm die Jedi Luke Skywalker und Leia Organa Solo, sowie deren ungeborene Zwillinge auszuliefern. Anschließend durchsuchten sie die Schatzkammer des Imperators, wo Thrawn ein Tarnfeld sowie einige Spaarti-Zylinder fand.[11]

Zusammenarbeit mit Joruus C’baoth[Bearbeiten]

Joruus C’baoth

Thrawn beauftragte einige Noghri, Luke und Leia zu ihm zu bringen, die die Mission allerdings nicht erfolgreich beendeten. Dies führte zu einer Auseinandersetzung mit C’baoth, der drohte, das Imperium zu verlassen, von Pellaeon aber überzeugt werden konnte, zu bleiben, um die Schlacht von Sluis Van zu unterstützen. Um diese Schlacht vorzubereiten startete Thrawn zunächst einen Blitzangriff auf Bpfassh, einerseits, um die Fähigkeiten des Dunklen Jedi zu testen, andererseits, um seinen Truppen mehr Kampferfahrung zu vermitteln. In dieser Schlacht konnte das Imperium der Neuen Republik erheblichen Schaden zufügen, während die eigenen Verluste aufgrund der Unterstützung C’baoths gering blieben. Da die Neue Republik viele Truppen verloren hatte, war sie gezwungen, Truppen von Sluis Van nach Bpfassh zu verlegen, wodurch Sluis Van, das eigentliche Ziel des Großadmirals, weniger gut geschützt war. Anschließend flog Thrawn mit einigen Truppen nach Nkllon, um dort befindliche Minenmaulwürfe, die er für seinen Angriff auf Sluis Van benötigte, zu erbeuten. Der Angriff, erneut durch C’baoth unterstützt, gelang.[11]

Nach diesem Angriff brachten sie C’baoth nach Jomark. Das Imperium hatte Gerüchte ausstreuen lassen, laut denen sich C’baoth dort befand und dieser hoffte, dass Luke Skywalker sich auf Grund dieser Gerüchte auf den Planeten begeben würde. Zusätzlich hatte er Luke über die Macht eine Botschaft geschickt, um ihn aufzufordern, zu ihm zu kommen. Thrawn plante allerdings, Luke abzufangen, bevor er Jomark erreichte, da er diesen als zu gefährlich einstufte und vermutete, dass C’baoth bei dem Versuch, Leia und deren Zwillinge auf die Dunkle Seite zu ziehen mehr Erfolg haben würde. Als Thrawn herausfand, dass Leia auf dem Weg nach Kashyyyk war, schickte er erneut Noghri, um sie zu fangen, während er selbst mit der Schimäre, einem Abfangkreuzer und einem Frachter aufbrach, um Luke auf seinem Weg nach Jomark abzufangen. Es gelang ihnen, Skywalker aus dem Hyperraum zu ziehen, doch dieser konnte ihren Traktorstrahlen entkommen. Anschließend ließ Thrawn den Verantwortlichen für die Bedienung des Traktorstrahls durch Rukh, einen Noghri, exekutieren. Da er wusste, dass Lukes Schiff durch sein Fluchtmanöver nur noch für ein weiteres Lichtjahr in der Lage war, mit Lichtgeschwindigkeit zu fliegen, setzte er eine Belohnung aus und ließ verschiedene Schmuggler nach ihm suchen. Wenige Tage später reiste Thrawn mit der Schimäre erneut nach Myrkr, da sie noch mehr Ysalamiri benötigten und Thrawn außerdem mit dem Schmuggler Talon Karrde sprechen wollte, unter anderem wegen dessen Weigerung, sich an der Suche nach Luke Skywalker zu beteiligen. Bei seiner Ankunft bemerkte Thrawn einen Blitzjäger, der einen weiteren Blitzjäger verfolgte. Laut Karrde hatte ein Mitarbeiter etwas gestohlen und war nun auf der Flucht, während ein anderer Mitarbeiter ihn verfolgte, doch Thrawn vertraute ihm nicht. Er vermutete, dass Luke in einem der beiden Jäger gewesen war. Als sie abstürzten schickte er Sturmtruppen, um die Wracks zu überprüfen, die aber beide leer waren. Anschließend schickte er weitere Truppen an den vermutlichen Zielort der beiden Insassen.[11]

Großadmiral Thrawn und ein Schiff mit Tarnfeld

Gleichzeitig begann er, den Angriff auf Sluis Van einzuleiten. Kurz vor dessen Start erhielt er die Nachricht, dass die Truppen auf Myrkr vernichtet worden waren. Er vermutete, dass Skywalker Hilfe von Karrde erhalten hatte, konzentrierte sich aber weiterhin auf Sluis Van. Ein alter Frachter war im Inneren mit dem Tarnfeld, dass Thrawn auf Wayland gefunden hatte, ausgerüstet worden, um die dort befindlichen TIE-Jäger und die auf Nkllon erbeuteten Minenmaulwürfe zu verbergen. Kurz vor Sluis Van explodierte der Frachter, damit die TIE-Jäger angreifen konnten. Außerdem nahm nun auch der Rest der imperialen Flotte am Kampf teil. Da niemand auf den Angriff vorbereitet war, war die Verteidigung sehr schwach, einzig ein Geschwader X-Flügler und der Millennium Falke leisteten ernsthaften Widerstand. Währenddessen hefteten sich die Minenmaulwürfe an die Rümpfe der größeren republikanischen Schiffe und brannten sich durch deren Hüllen, damit die Sturmtruppen in den Minenmaulwürfen die Kontrolle über die Schiffe übernehmen konnten. Allerdings befand sich an Bord des Millennium Falken auch Lando Calrissian, der vormalige Besitzer der Minenmaulwürfe. Da er die Steuerkodes der Maschinen kannte, gelang es ihm, sie erneut in Betrieb zu setzen und dazu zu bringen, die Schiffe funktionsunfähig zu machen. Als Thrawn dies erkannte, befahl er den imperialen Truppen, sich zurückzuziehen.[11]

Nach diesem Fehlschlag flog Thrawn mit seinen Truppen zurück nach Myrkr, um die Basis von Talon Karrde anzugreifen. Er vermutete zwar, dass dieser die Basis bereits evakuiert hatte, allerdings war es eine weitere Gelegenheit für seine Truppen, an Kampferfahrung zu gewinnen. Außerdem vermutete er, dass Karrde die Operation beobachten würde, was dieser auch tatsächlich tat. Thrawn schickte einen Abfangkreuzer und mehrere TIE-Jäger an die Stelle, an der er Karrde vermutete, doch dieser konnte kurz vor seiner Gefangennahme entkommen. Anschließend besuchte Thrawn Honoghr, den Heimatplaneten der Noghri, um diese daran zu erinnern, dass er ihr Herr war. Während der zeremoniellen Begrüßung erfuhr er, dass Khabarakh, der einzige Überlebende der Noghri, die Leia Organa Solo auf Kashyyyk hatten gefangen nehmen sollen, auf Honoghr eingetroffen war. Thrawn wollte von ihm weitere Details über die gescheiterte Mission hören und erfahren, warum er so lange gebraucht hatte, nach Honoghr zurückzukehren. Außerdem sollte ein Technoteam sein Schiff untersuchen, da er sich, angeblich wegen technischer Probleme, verspätet identifiziert hatte. Auf Nachfragen Thrawns erklärte Khabarakh, dass er vor seiner Rückkehr Zeit gebraucht hätte, über Dinge nachzudenken und zu meditieren. Thrawn war sich sicher, dass der Noghri ihnen etwas verschwieg. Er vermutete, dass man ihn auf Kashyyyk gefangen gehalten und verhört hatte. Thrawn überließ Khabarakh den Clandynasten, ließ aber vor seiner Abreise einen Sternenzerstörer auf die Berge feuern, um den Noghri seine Stärke zu demonstrieren.[14]

Die Katana-Flotte[Bearbeiten]

An Bord der Schimäre erfuhr er, dass sich der Millennium Falke auf Endor befand, der Ort, an dem der Imperator gestorben und der Zweite Todesstern zerstört worden war. Thrawn vermutete, dass der Beginn dieser Mission absichtlich gleichzeitig mit der Freilassung Khabarakhs stattgefunden hatte, um ihn davon abzulenken. Er befürchtete, dass seine Feinde auf Endor Informationen über Wayland zu finden hofften und brach deshalb sofort nach Endor auf. Auf dem Weg trafen sie auf Mara Jade, die ehemalige rechte Hand des Imperators, die inzwischen der Schmugglerorganisation um Talon Karrde angehörte. Sie bot Thrawn an, ihm die
Die Katana-Flotte
Koordinaten der Katana-Flotte zu geben, wenn das Imperium die Verfolgung von Karrdes Organisation einstellen, die Kopfgelder zurückziehen, ihnen freien Zugang zu imperialen Welten gewähren und ihnen einen Kredit in Höhe von Drei Millionen ausstellen würden. Die Katana-Flotte war eine Flotte aus 200 Dreadnaught-Kreuzern, deren Steuerung von einem Schiff aus möglich war und somit den Personalaufwand deutlich reduzierte. Thrawn ging auf das Geschäft ein und Mara Jade kehrte zu Karrde zurück, um die Koordinaten von ihm zu erfragen. Gleichzeitig versuchte Thrawn, über andere Kanäle den Aufenthaltsort der Flotte in Erfahrung zu bringen. Außerdem ließ er den Flug von Mara Jade verfolgen, um so an die neue Basis von Karrde zu kommen. Dies gelang und Karrde konnte gefangen genommen werden. Mara war darüber sehr wütend und versuchte, Thrawn mit einem Macht-Würgegriff zu töten, ihre Machtausbildung war aber nicht intensiv genug gewesen, als dass sie den Großadmiral ernsthaft in Gefahr hätte bringen können. Er drohte ihr an, sie bei einem erneuten Ausbruch an Joruus C’baoth zu übergeben, woraufhin sie sich einverstanden erklärte, ihm zu dienen. Thrawn schickte sie zurück zur Planetenoberfläche.[14]

Wenig später bemerkte Thrawn, dass sich Eindringlinge auf der Schimäre befanden. Er war sich sicher, dass Mara versuchte, Karrde zu befreien, außerdem vermutete er, dass sie die Hilfe von Luke Skywalker hatte, eine Vermutung, die sich durch von einem Lichtschwert tödlich verwundete Sturmtruppen bestätigte. Obwohl Thrawn ihren Fluchtweg voraussah, gelang es den Imperialen nicht, die Flucht der Drei mit dem Millennium Falken zu verhindern. Da er vermutete, dass Karrde die Koordinaten der Katana-Flotte an die Regierung der Neuen Republik übergeben würde, intensivierte Thrawn seine Anstrengungen, ebenfalls an die Koordinaten zu kommen. Dies gelang und das Imperium konnte sich 178 der 200 Kreuzer sichern, bevor die Republik ankam. Als die Republik versuchte, sich die restlichen Schiffe zu holen, schickte der Großadmiral einen Teil seiner Flotte, um die Schiffe ebenfalls für sich zu bekommen. Thrawn selbst wollte sich mit der Schimäre dem Kampf anschließen, allerdings bestand Joruus C’baoth darauf, sofort an Bord zu kommen und ihn zu sprechen. Dies kostete sie fünfzehn Minuten, in denen es der Neuen Republik, mit der Hilfe von Garm Bel Iblis, sowie Karrdes Schmugglerbande gelang, die Imperialen zu besiegen und die restlichen Schiffe der Katana-Flotte für sich zu beanspruchen. Nach diesem Teilerfolg konnte die Reputation Admiral Ackbars in der Republik wiederhergestellt werden.[14]

Anschließend leitete der Großadmiral die entscheidende Phase seines Plans ein. Der Großteil der Katana-Flotte stand ihm nun zur Verfügung, außerdem hatte er durch die mit den Spaarti-Zylindern in großer Zahl hergestellten Klone nahezu unerschöpfliche Truppenressourcen. Damit die Republik den Standort der Klon-Zylinder nicht herausfinden konnte, ließ er Truppentransporte auf unbedeutenden Planeten durchführen, um die Republik auf eine falsche Fährte zu locken.[15]

Für den ersten Angriff der Endphase seines Plans schickte Thrawn jeweils einen Sternenzerstörer mit einem Angriffstrupp zu Planeten, die sich in der Nähe von Ord Pardron, einem Stützpunkt der Neuen Republik, befanden. Die Neue Republik musste jedem Planeten Unterstützung zukommen lassen, sodass die Basis am Ende nahezu ungeschützt war. Darauf griff ein weiterer Angriffstrupp Ord Pardron an, dass jede erreichbare Verstärkung anforderte, woraufhin Thrawn Ukio angriff, dass nun kaum noch über Verteidigungskräfte verfügte. Es gelang ihm, den Planeten relativ unzerstört und dennoch mit intakten Schilden einzunehmen, was bis dahin als unmöglich gegolten hatte. Er schickte zwei durch das Tarnfeld getarnte Kreuzer durch den Schild in den Orbit des Planeten, während er selbst mit der Schimäre außerhalb des Schilds blieb. Nach einer Aufforderung zur Kapitulation feuerte die Schimäre auf den Schild, welches den Schuss abwehrte. Zur gleichen Zeit schossen die Kreuzer innerhalb des Schildes auf den Planeten, sodass es von dort so aussah, als kämen die Schüsse der Schimäre ungehindert durch den Planetenschild, woraufhin Ukio kapitulierte. Denselben Trick wandte er auch auf dem Planeten Woostri an, der sich darauf ebenfalls dem Imperium ergab. Gleichzeitig schickte er eine kleine Truppe nach Coruscant, die dort Leia Organa Solo und deren ungeborene Zwillinge kidnappen sollten, um den zunehmend ungeduldig werdenden C’baoth zu beruhigen. Allerdings entband er die Noghri von dieser Mission, da diese bereits zweimal versagt hatten und er das Gefühl hatte, dass etwas mit ihnen nicht stimmte. Das Team sollte außerdem Mara Jade eliminieren, da diese etwas über Wayland und die dort befindlichen Klon-Zylinder wissen und der Neuen Republik mitteilen könnte.[15]

Währenddessen erfuhr Thrawn, dass Luke Skywalker den angeblichen Klontransporten folgte und beschloss, ihn abzufangen, um ihn C’baoth zu übergeben. Der Plan schlug fehl und Skywalker entkam, doch durch das Eingreifen eines imperialen Sternenzerstörers würde es ihm noch wahrscheinlicher vorkommen, dass dieser Planet eine hohe Bedeutung für das Imperium hatte. Nach Skywalkers Flucht beförderte Thrawn den Mann, der für die Bedienung der Traktorstrahlen, die Skywalker an Bord hätten bringen sollen, vom Fähnrich zum Leutnant, da er auf den Trick, den Luke für seine Flucht angewendet hatte, mit einer innovativen Methode reagiert hatte, auch wenn es nicht funktioniert hatte.[15]

Großadmiral Thrawn an Bord der Schimäre. Er trägt einen Ysalamir bei sich.

Anschließend schickte Thrawn einen Angriffstrupp nach Nkllon, wo das Imperium bereits vor einiger Zeit die Minenmaulwürfe gestohlen hatte. Auf Nkllon gab es einige Metalle, die das Imperium benötigte. Die Truppen waren erfolgreich und der Planet gehörte dem Imperium. Kurze Zeit später wurde Thrawn von Niles Ferrier aufgesucht, ein Schmuggler, der für den Großadmiral arbeitete. Dieser hatte einer Konferenz mehrerer Schmuggler beigewohnt, bei der Talon Karrde die anderen überzeugen wollte, sich der Neuen Republik anzuschließen. Der Vorschlag wurde zunächst abgelehnt, doch Ferrier hatte einen imperialen Leutnant überredet, die Schmuggler mit einer kleinen Einheit anzugreifen. Der Angriff schlug fehl, die Einheit wurde vernichtet und die Schmuggler schlossen sich anschließend gegen das Imperium zusammen. Thrawn war über diese Entwicklung nicht erfreut und befahl Ferrier, sich weiter unter die anderen Schmuggler zu mischen und seine Anweisungen zu befolgen, ansonsten würde er exekutiert werden. Durch verschiedene Anweisungen versuchte Thrawn, die anderen Schmuggler davon zu überzeugen, dass der Angriff von Karrde organisiert worden war, um die Schmuggler gegen das Imperium zu vereinigen. Wenig später erfuhr Thrawn, dass seine Truppe auf Coruscant ausgeschaltet worden war. Er hoffte aber, dass dieser Einbruch in den imperialen Palast zumindest Mara Jade verdächtig machen würde, da diese einst zum Imperium gehört hatte. C’baoth forderte daraufhin, dass Thrawn Coruscant angreifen sollte, damit er sich die Jedi holen könnte. Thrawn gelang es, C’baoth zu beruhigen und befahl tatsächlich einen Angriff auf Coruscant. Kurz vor diesem Angriff beschloss C’baoth, nach Wayland zurückzukehren, ohne die Gründe dafür zu nennen. Thrawn organisierte ein Schiff für ihn und setzte anschließend den Angriff auf Coruscant fort. Der befehlshabende Commander auf Coruscant war Thrawn nicht gewachsen und so hatten die Imperialen keine Probleme, die Schlacht zu dominieren, bis Garm Bel Iblis das Kommando übernahm und seine Schiffe in den Schutz des Planetenschildes zurückzog. Darauf ließ Thrawn mit Hilfe der Traktorkatapulte getarnte Asteroiden in den Orbit Coruscants schießen, außerdem ließ er die Katapulte noch einige Male ohne Ladung schießen, damit die Neue Republik glaubte, dass sich ein Vielfaches der Asteroiden im Orbit befanden, als tatsächlich dort waren. Die Asteroiden blockierten jede Ein- und Ausfahrt nach beziehungsweise von Coruscant. Da bereits der Einschlag eines Asteroiden auf dem Planeten verheerend wäre, mussten sie den Planetenschild aktiviert lassen. Da die Asteroiden getarnt waren, war es für die Republik sehr schwierig sie zu lokalisieren.[15]

Nach diesem Angriff gelang es dem Imperium, den Schmuggler Mazzic gefangen zu nehmen, der vor einiger Zeit bei den Bilbringi-Werften gemeinsam mit Ellor, einem weiteren Schmuggler, einen halbfertigen Sternenzerstörer vernichtet hatte. Thrawn ließ ihn frei, nachdem er ihn davon überzeugt hatte, dass er den Angriff auf die Schmuggler nicht befohlen hatte. Er hoffte, dass Mazzic nun Karrde verdächtigen würde, was dieser zunächst auch Tat. Bei einem weiteren Treffen gelang es Karrde allerdings, seine Unschuld zu beweisen und Ferrier zu enttarnen, sodass die Schmuggler weiterhin gegen das Imperium vereint waren.[15]

Letzte Schlacht und Tod[Bearbeiten]

Thrawn stirbt durch Rukhs Messerstich.

Nach der Eroberung eines weiteren Planeten erfuhr Thrawn, dass die Republik plante, die KGF-Anlage auf Tangrene zu stehlen. Mit Hilfe dieser Anlage würden sie die Asteroiden um Coruscant enttarnen können. Sämtliche Informationen deuteten darauf hin, dass sie Tangrene angreifen würden, doch Thrawn war überzeugt, dass dies nur eine Finte war und sie tatsächlich Bilbringi angreifen würden, das ebenfalls über eine KGF-Anlage verfügte. Da die Delta-Quelle entdeckt worden war, konnte er von dieser keine Bestätigung erwarten, doch er war sich völlig sicher, dass die Republik Bilbringi angreifen würde. Er behielt Recht und es entbrannte eine Schlacht zwischen Imperium und Neuer Republik. Während dieser Schlacht erhielt Thrawn einen Bericht, demnach die Kloning-Fabriken von Eingeborenen Waylands, Saboteuren der Neuen Republik, sowie einigen Noghri angegriffen wurde. Bevor Pellaeon den Bericht beenden konnte, wurde er von Rukh, dem Leibwächter Thrawns, bewusstlos geschlagen. Anschließend erstach Rukh Thrawn. Die Noghri hatten mithilfe von Leia Organa Solo herausgefunden, dass sie vom Imperium betrogen worden waren und hatten sich daraufhin der Neuen Republik angeschlossen. Nach Thrawns Tod befahl Pellaeon den Rückzug der imperialen Flotte.[15] Einige Zeit nach der Schlacht bestätigte das Imperiale Oberkommando öffentlich den Tod von Thrawn.[16]

Thrawns Klon[Bearbeiten]

Bald darauf musste das Imperium endgültig in die Defensive gehen. Kurz vor seinem Tod hatte Thrawn vorausgesagt, dass er zehn Jahre später zurückkehren werde. Wie sich herausstellte, hatte er beabsichtigt, dies mittels eines Klons mit Wachstumsbeschleuniger zu erreichen. Zeitgleich versuchte der Großmoff Disra mit einem Schauspieler namens Flim, diese Prophezeiung wahr werden zu lassen. Noch einmal ließen sie kurzzeitig das Imperium aufleben und versuchten mit Thrawn als Galionsfigur, Welten auf ihre Seite zu bringen. Als Luke Skywalker und Mara Jade den echten Klon entdeckten, hatten sie nicht vor, ihn zu töten, da sie bei einer neuen Bedrohung auf seine Hilfe angewiesen wären. Doch sie mussten ihn opfern, um selbst dem drohenden Ende zu entgehen.[6] Nachdem sie und Luke Skywalker einige Zeit später von Aristocra Chaf’orm’bintrano von den Chiss in einen Plan verwickelt worden waren, die Vagaari zu einem Angriff auf die Chiss zu provozieren, stellte Mara Jade die Vermutung auf, dass es sich bei ihm um einen weiteren Klon Thrawns handeln könnte, kam allerdings zu dem Schluss, dass er in diesem Fall auf ihrer Seite stünde.[2]

Noch Jahre nach seinem Tod ließ die Galaktische Allianz ihre Kommandanten gegen einen Thrawn-Simulator antreten.[17]

Die Delta-Quelle[Bearbeiten]

Schon vor dem Thrawn-Feldzug hatte Imperator Palpatine die Delta-Quelle erschaffen, um die Personen auf den Gängen des Imperialen Palast auszuspionieren. Thrawn nutzte sie, um ebenfalls die Republik auszuspionieren. Die Republikaner hatten angenommen, dass die Delta-Quelle eine Person oder ein Droide war, doch Leia Organa Solo bemerkte eines Tages durch einen Geistesblitz, dass die Delta-Quelle in den Ch’hala-Bäumen versteckt war. Winter Celchu und Zakarisz Ghent zerstörten dann die Delta-Quelle, was weitreichende Folgen auf die militärischen Aktionen von Thrawn hatte. Er konnte nun keine geheimen Informationen mehr aus dem Innersten der Neuen Republik abfangen und zu seinem Gunsten auslegen.[11]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Thrawn war eine faszinierende Person. Sein Hirn konnte, anders als das eines Menschen, sehr große Datenmengen innerhalb kürzester Zeit verarbeiten, was Thrawn aus menschlicher Sicht zu einem Genie und aus Sicht der Neuen Republik zu einer großen Gefahr machte. Außerdem war Thrawn ein hervorragender Diplomat und Taktiker. Er wusste durch sein Wissen andere zur Kooperation zu überreden.

All seine vielfältigen Fähigkeiten halfen ihm, wie schon Darth Sidious, die Galaxis in Angst und Schrecken zu versetzen.

Auch stand Thrawn in enger Bindung zu seinem Bruder Thrass, der aber diese Bindung durch unüberlegtes Handeln unwiderruflich auflöste.[1]

Thrawn hatte unter anderem die einzigartige Fähigkeit, seine Feinde anhand ihrer Kunst, also z.B. Skulpturen, zu studieren und durch diese Aufschluss über die spezifischen Stärken und Schwächen des Gegners zu erhalten und so die taktischen Züge seiner Gegner in einer Schlacht vorherzusagen und den Feind ohne größere Mühe auszuschalten. Die so gewonnenen Erkenntnisse versetzten ihn in die Lage, die Aktionen und Reaktionen seiner Kontrahenten vorauszusehen und sie gezielt dort zu treffen, wo ihre Verteidigung am schwächsten war. Thrawn verwendete dieselbe Taktik nie mehrmals, was ihn wiederum absolut unberechenbar machte. Dies hatte den Nebeneffekt, dass die Neue Republik bei jedem Schritt, den sie gegen ihn unternahm, fürchtete, Thrawn gerade damit in die Hände zu spielen. So konnte er beispielsweise die ukianische Regierung in der Schlacht um Ukio überlisten, indem er einen getarnten Carrack-Kreuzer hinter den planetaren Schild fliegen ließ, mit einem Sternenzerstörer auf den Schild schoss und den noch immer getarnten Carrack-Kreuzer den Schuss vollenden ließ. So täuschte er vor, den Schild mit seinen Waffen durchdringen zu können und zwang die ukianische Regierung zur Kapitulation. Die Neue Republik versuchte, Thrawn durch eine Finte zu überlisten, scheiterte jedoch, da er dies vorausgeahnt hatte. [15]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Hinter den Kulissen[Bearbeiten]

  • Großadmiral Thrawn wurde von Timothy Zahn erfunden und tauchte das erste Mal in seinem Buch Erben des Imperiums aus der Thrawn-Trilogie auf. Dies stellte einen Wendepunkt im Erweiterten Universum dar und auf sein Auftauchen wird noch in vielen folgenden Werken Bezug genommen.
  • Anlässlich der Celebration Europe 2016 in London wurde Thrawn als imperialer Großadmiral im Trailer zur 3. Staffel der TV-Serie Rebels dem Publikum als zukünftiger Teil des neuen Kanons präsentiert.[1] Beinahe zeitgleich wurde von Timothy Zahn der Roman Thrawn angekündigt.[2] In der Serie wird Thrawn von Lars Mikkelsen gesprochen, dem Bruder von Mads Mikkelsen.[3] In der deutschen Synchronfassung übernahm, wie schon im Hörspiel zu Erben des Imperiums, Thomas Nero Wolff die Stimme Thrawns.
  • In der unkanonischen Kurzgeschichte An Apology, die 2012 als Aprilscherz auf der Webseite von Del Rey veröffentlicht wurde, stirbt Thrawn nicht bei Bilbringi. Stattdessen arbeitet er mit Luuke Skywalker, einem Klon Luke Skywalkers, zusammen, nachdem dieser den Platz seiner Vorlage eingenommen hat. Luuke beschafft ihm Gewebeproben verschiedenster Personen, aus denen Thrawn Klone züchtet. Luuke kommt zu dem Schluss, dass der Großadmiral plant, eine komplette Sammlung von Klonen aufzubauen, und fragt sich, ob Thrawn womöglich selbst ersetzt wurde. Während des Yuuzhan-Vong-Kriegs beginnt er damit, die Originale heimlich gegen ihre Klone auszutauschen, und ersetzt Luuke schließlich durch Luuuke Skywalker.
  • In der Jubiläumsausgabe von Erben des Imperiums erklärte Zahn, dass er Thrawn als Kommandanten konzipierte, dem seine Männer anders als Darth Vader aus Loyalität anstatt aus Furcht folgten.
  • Timothy Zahn sagte, dass der Charakter Thrawn viele Elemente von historischen und fiktionalen Persönlichkeiten enthalte, so zum Beispiel Erwin Rommel, Robert E. Lee, Hannibal Barkas, Alexander der Große sowie Sherlock Holmes, um nur ein paar zu nennen.
  • Grafische Darstellungen zeigen Thrawn zur Zeit seines Feldzuges gegen die Neue Republik mit einem Ysalamir.
  • In einem Interview mit Timothy Zahn gab dieser an, er könnte noch eine Geschichte über einen weiteren Thrawn-Klon schreiben, falls die Fähigkeiten des Großadmirals für einen zukünftigen galaktischen Konflikt vonnöten sein sollte. Um den typischen Klischee eines Klones zu entkommen, möchte Zahn, dass der Klon sich seiner Identität als Klon klar wird, dass er somit nicht der echte Thrawn ist und unter einen gewissen Druck kommt, um mit dem Original mitzuhalten. Um seine mögliche Rückkehr vorzubereiten, hat Zahn Mara Jade vermuten lassen, dass es wohl noch einen weiteren Klon gäbe und dieser die Fäden im Hintergrund seiner Geschichte Die Verschollenen ziehe.
  • Im PC-Spiel TIE Fighter wurde Thrawn von Tris King gesprochen.
  • Im Jahr 1998 wurde eine Thrawn-Actionfigur für das Merchandising-Sortiment der Power of the Force 2 produziert. Die Figur erschien mit einer Blasterpistole und einem Ysalamir.
  • Eine weitere Thrawn-Miniatur, aus dem Universum-Set von Wizards of the Coast, zeigt ihn mit einem Ysalamir über seine Schulter.
  • Im englischen Original heißen seine letzten Worte: „It was so artistically done" und spielen eher auf das Attentat auf ihn selbst an. Diese Bedeutung ging in der deutschen Übersetzung verloren.
  • Im Videospiel Empire at War – Forces of Corruption wird Thrawn als alter Bekannter von Tyber Zann, der Hauptfigur des Spiels, aus der Imperialen Akademie dargestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]