Episode III – Die Rache der Sith

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BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt Episode III – Die Rache der Sith als Film; für weitere Bedeutungen siehe Episode III – Die Rache der Sith (Begriffsklärung).
Filmplakat III (High-Res).jpg
Episode III – Die Rache der Sith
Informationen zur Produktion
Originaltitel:

Episode III – Revenge of the Sith

Veröffentlichung:

19. Mai 2005

Länge:

134 Minuten

Altersfreigabe:

FSK 12

Informationen zum Stab
Regisseur:

George Lucas

Drehbuch:

George Lucas

Musik:

John Williams

Kamera:

David Tattersall

Schnitt:

Ben Burtt

Informationen zum Inhalt
Datum:

19 VSY

Darsteller

Obi-Wan Kenobi
Anakin Skywalker
Padmé Amidala
Palpatine
Mace Windu
Graf Dooku
C-3PO
R2-D2
Bail Organa

Ewan McGregor
Hayden Christensen
Natalie Portman
Ian McDiarmid
Samuel L. Jackson
Christopher Lee
Anthony Daniels
Kenny Baker
Jimmy Smits

Weitere Darsteller...

Episode III – Die Rache der Sith ist ein Science-Fiction-Film von Regisseur George Lucas aus dem Jahr 2005. Er ist der dritte Teil der Prequel-Trilogie, die die Vorgeschichte der ursprünglichen Star-Wars-Filme der Jahre 1977 bis 1983 erzählt. Die voran gegangenen Filme sind Episode I – Die dunkle Bedrohung (1999) und Episode II – Angriff der Klonkrieger (2002).

EröffnungstextBearbeiten


Es war einmal vor langer Zeit in einer
weit, weit entfernten Galaxis....

Star Wars Logo.svg

Episode III

Die Rache der Sith

Krieg! Die Republik zerfällt unter den Angriffen des unbarmherzigen Sith Lords, Count Dooku. Es gibt Helden auf beiden Seiten. Das Böse ist allgegenwärtig.

Mit einem überraschenden Schachzug gelang es dem teuflischen Droidenführer, General Grievous, in die Hauptstadt der Republik einzudringen und den Vorsitzenden des Galaktischen Senats, Kanzler Palpatine, zu entführen.

Als die Droiden-Armee der Separatisten versucht, mit ihrer wertvollen Geisel aus der belagerten Stadt zu fliehen, führen zwei Jedi-Ritter die verzweifelte Mission zur Rettung des gefangenen Kanzlers an....

HandlungBearbeiten

19 VSY toben die Klonkriege schon seit drei Jahren in der Galaxis. Anakin Skywalker ist auf Grund seines Heldenmutes in vielen Kämpfen inzwischen in den Rang eines Jedi-Ritters aufgestiegen, aber nicht in den Rang eines Meisters. Doch Misstrauen gegenüber dem Jedi-Orden und seine Angst, seine Frau Padmé Amidala zu verlieren, wie er einst seine Mutter verloren hatte, führen ihn immer weiter zur dunklen Seite der Macht. Dabei setzt er sowohl das Verhältnis zu seinem Mentor Obi-Wan Kenobi als auch seine Ehe aufs Spiel.

Schlacht über CoruscantBearbeiten

Anakin tötet Dooku.

Den Separatisten unter der Führung von Graf Dooku und General Grievous ist es gelungen, Kanzler Palpatine zu entführen. Die Flotte der Republik versucht, die Fliehenden aufzuhalten und den Kanzler zu befreien. Anakin und Obi-Wan führen die Rettungsaktion an. Sie kämpfen sich in ihren Jägern durch die Raumschlacht, welche im Orbit von Coruscant stattfindet.

Den beiden Jedi gelingt es, an Bord des Flaggschiffes von General Grievous, der Unsichtbaren Hand, zu kommen und sich bis zum Kanzler vorzukämpfen. Als sie ihn befreien wollen, tritt ihnen Graf Dooku entgegen. Nach einem längeren Kampf schlägt er Obi-Wan bewusstlos, sodass Anakin ihm allein gegenübersteht. Dieser ist seit dem letzten Duell mit Dooku mächtiger und erfahrener geworden. Anakin gelingt es, Dooku schwer zu verwunden. Angestachelt vom gefesselten Kanzler enthauptet Anakin, entgegen dem Ehrenkodex der Jedi, den Wehrlosen.

Während die Angriffe auf Grievous Flaggschiff durh den Sternenzerstörer Guarlara kontinuierlich fortgesetzt werden, flüchten Palpatine und Anakin, der den bewusstlosen Obi-Wan auf den Schultern trägt, in Richtung Hangarbucht.
Die Unsichtbare Hand stürzt ab.
Obi-Wan kommt wieder zu Bewusstsein, jedoch geraten sie in eine Falle von Grievous, der in einem Korridor die Strahlenschilde des Schiffes aktiviert hatte. Sie werden zur Kommandobrücke eskortiert, wo sie General Grievous vorgeführt werden. Im Laufe des folgenden Kampfes signalisieren die Alarmsysteme einen bevorstehenden Absturz des Schiffes. Grievous erkennt die Gefahr und stürzt zum Rettungskapsel-Schacht, wo er sich selbst und die verbleibenden Kapseln ins All katapultiert. Die Jedi werden durch Grievous’ Magna-Wächter aufgehalten und müssen diese erst besiegen.

Das Schiff ist indessen im Begriff aus dem Orbit zu fallen und Anakin macht sich daran, das Schiff zu stabilisieren und davor zu bewahren, dass es in Flammen aufgeht. In die Atmosphäre von Coruscant eingedrungen, kann Anakin mit der Unterstützung von vier Feuerschiffen das brennende Wrack auf einer industriellen Plattform notlanden. Der Oberste Kanzler Palpatine ist gerettet und wieder einmal hat der junge Jedi bewiesen, welche Kräfte und welches Talent in ihm stecken.

Palpatines VerführungBearbeiten

Zurück auf Coruscant ernennt Kanzler Palpatine Anakin zu seinem persönlichen Repräsentanten im Hohen Rat der Jedi, mit der Absicht diesen auszuspionieren. Daraufhin erhält Anakin zwar einen Platz im Jedi-Rat, der Rang eines Meisters wird ihm jedoch verweigert. Im Gegenzug zu Palpatines Vorhaben, erteilt der Rat ihm die Aufgabe den Kanzler zu überwachen, und dem Rat über jeden seiner Schritte Bericht zu erstatten. Obi-Wan macht sich unterdessen auf die Suche nach General Grievous, um ihn zu beseitigen und den Krieg damit zu beenden.

Kanzler Palpatine schürt derweil bei jeder Gelegenheit das Misstrauen Anakins gegenüber den Jedi. Er erzählt ihm wie ähnlich Sith und Jedi sich doch wären, und welche Macht einem die dunkle Seite verleihen könne. Schließlich offenbart er sich ihm als der dunkle Lord der Sith. Anakin ist hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu den Jedi und der Freundschaft zu Palpatine, der ihm die Macht verspricht, Padmé vor dem Tod zu bewahren, welchen er ständig in seinen Träumen vor Augen hat. Er bringt es nicht über sich Palpatine zu töten, aber er berichtet Mace Windu davon, wer der Kanzler wirklich ist.

Die Schlacht von UtapauBearbeiten

Grievous will Obi-Wan angreifen.

Obi-Wan ist Grievous bis nach Utapau gefolgt und wird dort von Tion Medon um Hilfe gebeten, da sich angeblich eine Droidenarmee in den oberen Stockwerken verstecken soll. Kenobi findet den General und vernichtet zuerst dessen Magna-Wächter. Anschließend kämpft er gegen Grievous, der mit seinen vier Armen auch vier Lichtschwerter bedienen kann. Grievous ist fast besiegt, da trifft die Klonarmee ein und greift die Droiden an. Die Schlacht von Utapau beginnt.

Grievous schafft es in einem Gefährt zu flüchten, wird jedoch von dem Jedi auf einem Varactyl verfolgt. Bei dieser Verfolgungsjagd verliert Obi-Wan sein Lichtschwert, was einige Etagen tiefer von Commander Cody aufgefangen wird.

Nach einiger Zeit wird General Grievous von Kenobi gestellt und nach einem weiteren Kampf von ihm mit einem Blaster getötet. Nach Grievous Tod kehrt Obi-Wan zu Cody zurück, dieser übergibt ihm sein Lichtschwert. Kenobi berichtet, nach der Entgegennahme seiner Waffe, dem Rat der Jedi vom Ableben des Separatistenanführers.

Fall zur Dunklen SeiteBearbeiten

Mace Windu sowie die Jedi-Meister Saesee Tiin, Kit Fisto und Agen Kolar wollen den Kanzler verhaften. Als sie in sein Büro eintreten, zieht Palpatine blitzschnell ein Lichtschwert und erschlägt die Eskorte von Mace. Diesem gelingt es letztlich in einem furiosen Kampf, den Kanzler zu entwaffnen und drängt in an die Kante des Fenstersimses. In diesem Moment betritt auch Anakin das Büro des Kanzlers und sieht, wie Mace Windu im Begriff ist, Palpatine zu töten.

Mace Windu bedroht den Kanzler.

Er kann gerade noch mitansehen, wie Mace Windu Palpatine bedroht, worauf Palpatine Mace mit Machtblitzen attackiert, die er aus seinen Händen abfeuert. Doch Mace Windu kann mithilfe seines Lichtschwerts die Blitze reflektieren und schleudert sie auf das Gesicht des Kanzlers zurück. Das Gesicht beginnt sich zu verformen und ist anschließend schrecklich entstellt. Der offenbar entkräftete Palpatine bittet darum, nicht getötet zu werden, und winselt geradezu um Gnade. Anakin Skywalker will den Jedi-Meister Mace Windu davon überzeugen, den Kanzler lebendig dem Gericht zu überstellen, doch Mace meint, Palpatine kontrolliere die Gerichte, womit ein Verfahren eine Farce wäre. Da Mace Windu den Sith nun töten will, schlägt Anakin ihm die Schwerthand ab, woraufhin Palpatine Mace mit erneuten Machtblitzen und mit den Worten "Macht! Unbegrenzte Macht!" aus dem Fenster schleudert.

Anakin Skywalker hat sich für die dunkle Seite entschieden. Palpatine, durch den Einsatz seiner eigenen dunklen Macht im Kampf gegen Mace Windu in seinem Äußeren verzerrt, erklärt Anakin zu seinem neuen Schüler: Darth Vader. Als Zeichen seiner Loyalität zu Darth Sidious zieht Vader mit der 501. Klontruppengarnison in den Jedi-Tempel und tötet alle Anwesenden einschließlich der Jünglinge.

Order 66Bearbeiten

Cody empfängt den Befehl von Darth Sidious.

Währenddessen erteilt Sidious den Klonen, die überall in der Galaxis verteilt unter dem Kommando der Jedi kämpfen, die Order 66. Die Klone wenden sich daraufhin gegen die Jedi und töten sie. Zuerst wird Obi-Wan Kenobi auf Utapau beschossen, er reitet gerade auf dem Varactyl zurück zu seinem Schiff, als Cody den Befehl erhält. Der Klon lässt sofort auf Kenobi schießen, welcher daraufhin nach unten in einen See fällt. Er überlebt den Sturz und versteckt sich. Andere Jedi haben allerdings weniger Glück. Meister Ki-Adi-Mundi wird hinterrücks auf Mygeeto von den Klonen erschossen. Auch Aayla Secura ereilt das gleiche Schicksal auf Felucia, während Meister Plo Koon über dem Himmel von Cato Neimoidia abgeschossen wird.

Unter den wenigen Überlebenden des Vernichtungsschlages gegen die Jedi sind Obi-Wan, dem es gelungen ist Grievous zu eliminieren, und Yoda, der den Angriff ahnte und mit Hilfe der Wookiees den Klonen entkommen kann. Beide schaffen es, sich an Bord des Schiffes von Senator Bail Organa zu retten. Als sie durch Organa von dem Massaker im Jedi-Tempel erfahren, machen sie sich auf, um die wenigen verbliebenen Jedi vor der Gefahr zu warnen und den Ursachen auf den Grund zu gehen. Sie dringen in den Tempel ein, besiegen die Klone und schicken eine Warnung an alle überlebenden Jedi, dass sie nicht zurückkommen sollen.

Aayla Secura auf Felucia, kurz bevor sie der Order 66 zum Opfer fällt.

Danach sehen sie sich noch die Aufnahmen der Überwachungskameras des Tempels an und erkennen, das Anakin der dunklen Seite verfallen ist. Obi-Wan kann es zuerst nicht glauben und ist verzweifelt. Die beiden Jedi beschließen, dass sie die Sith aufhalten müssen, doch Kenobi möchte nicht seinen Schüler töten und will daher lieber gegen Sidious kämpfen. Meister Yoda bezweifelt, dass Obi-Wan stark genug dafür ist und überzeugt ihn davon, dass nichts von Anakin Skywalker übriggeblieben ist. Dies sieht Kenobi ein und besucht Padmé, um von ihr zu erfahren wo Anakin ist. Diese glaubt nicht, dass er der dunklen Seite verfallen ist und erzählt Kenobi nichts. Stattdessen fliegt sie mit ihrem Schiff und C-3PO nach Mustafar um Anakin zu treffen. Obi-Wan hatte sich jedoch zuvor auf ihrem Schiff versteckt.

Kampf auf MustafarBearbeiten

Das Duell zwischen Kenobi und Vader.

Obi-Wan folgt Anakin so mit Padmé nach Mustafar, wohin dieser sich auf Befehl von Sidious begeben hat, um die verbleibenden Führer der Separatisten zu töten. Yoda fordert auf Coruscant in der Senatshalle den Imperator zum Duell heraus. Er lässt dessen beiden Leibwächter ohnmächtig zusammenbrechen und wehrt die Angriffe Palpatines, der ihn mit Machtblitzen attackiert und Senatssitze durch die Luft schleudert, ab. Yoda springt an den Rand einer Senatsplattform, wo der Imperator Blitze auf Yoda schleudert. Es kommt zum finalen Kräftemessen der beiden Meister, bei dem sich Yoda und Palpatine als gleich stark erweisen. Als Yoda die Machtblitze des Imperators abwehrt und zurückwirft, werden beide durch den entstehenden Druck zurückgeschleudert. Während sich der Imperator noch an einer Plattform festhalten kann, fällt Yoda hunderte Meter in die Tiefe. Yoda verletzt sich anscheinend dabei und muss daher flüchten.

Als Obi-Wan und Padmé auf Mustafar ankommen, hat Darth Vader sein blutiges Werk bereits vollendet. Obi-Wan und Padmé versuchen ihn zu überzeugen, sich von der dunklen Seite abzuwenden, doch Vader will ihnen nicht zuhören. Er glaubt, dass Padmé Obi-Wan mehr vertraut als ihm und nach Mustafar geführt hat und will sie für den Verrat bestrafen. Er beginnt die hochschwangere Padmé zu würgen, woraufhin Obi-Wan Kenobi ihn angreift, um zu verhindern, dass dieser Padmé tötet.

Zwischen den beiden entbrennt ein Duell auf Leben und Tod in den lavaumströmten Industrieanlagen von Mustafar. Nach einem schier endlosen Kampf gelingt es Obi-Wan, Vader die Beine und den menschlichen Arm abzutrennen woraufhin Vader am Rand eines Lavastroms liegen bleibt und Feuer fängt. Im Glauben, dass Vader verloren ist, verlässt Obi-Wan mit der bewusstlosen Padmé den Planeten. Doch er ist nicht tot und kurz darauf erscheint die Fähre des Imperators. Der Imperator nimmt den verbrannten und verkrüppelten Körper mit nach Coruscant. Dort wird er mit Hilfe mechanischer Gliedmaßen wieder zusammengeflickt, und erhält den Anzug, der ihn am Leben erhalten soll.

Eine neue HoffnungBearbeiten

Das neugeborene Kind von Anakin Skywalker.

Auf Polis Massa, einem bebauten Asteroidengürtel, treffen sich Yoda, Obi-Wan und Senator Bail Organa und versuchen Padmés Leben und das ihrer ungeborenen Kinder zu retten. Padmé schafft es, ihre Kinder, Luke und Leia, zur Welt zu bringen. Ihr selbst ist jedoch nicht mehr zu helfen. Sie hat ihren Lebenswillen verloren und sie stirbt an einem gebrochenen Herzen.

Auf dem Planeten Naboo versammeln sich neben ihrer Familie Leute aus der gesamten Galaxis, um Padmé die letzte Ehre zu erweisen: Boss Nass, Jar Jar Binks, Sio Bibble und Königin Apailana sind ebenfalls darunter. Derweil haben bereits die Arbeiten am Todesstern begonnen, den Imperator Palpatine, Moff Wilhuff Tarkin und Darth Vader begutachten. Leia wird Bail Organa anvertraut, der sie auf dem Planeten Alderaan mit seiner Frau Breha Organa großziehen wird. Obi-Wan trifft bei Owen Lars und Beru Lars ein und übergibt ihnen Luke, in der Hoffnung, ihn eines Tages zum Jedi-Ritter ausbilden zu können. Als Kenobi sie verlässt, steht die Familie am Rande ihrer Heimstadt und blickt den untergehenden Zwillingssonnen von Tatooine entgegen.

EntstehungsgeschichteBearbeiten

DrehbuchBearbeiten

Die Handlung von Episode III – Die Rache der Sith war durch die direkten Vorgänger und die Klassische Trilogie weitestgehend vorherbestimmt. Die Zuschauer wussten bereits lange bevor der Film in die Kinos kam, dass in diesem letzten Kapitel der Saga die Verwandlung von Anakin Skywalker in Darth Vader gezeigt sowie die Umgestaltung der Republik in das Galaktische Imperium samt der Vernichtung der Jedi vollzogen wird. George Lucas vertrat anfangs selbst die Ansicht, dass ihm das Schreiben von Episode III am wenigsten Probleme bereiten würde. Immerhin hatte er einige der visuell stärksten Szenen wie der Kampf zwischen Anakin und Obi-Wan schon seit seiner Arbeit am Drehbuch von Episode IV – Eine neue Hoffnung – damals noch unter dem Titel Krieg der Sterne veröffentlicht – im Kopf. Tatsächlich sollte es ganz anders kommen, da Lucas nach seiner Rückkehr aus seinem traditionellen Sommerurlaub monatelang nichts schrieb. Er stand vor dem großen Problem, dass es viel zu viele Figuren und Konzepte für einen einzelnen Film gab. Die Schwierigkeit bestand darin, den Film nicht zu überladen, aber gleichzeitig die vielen offenen Handlungselemente der vorherigen Filme abzuarbeiten und obendrein an die Klassische Trilogie anzuknüpfen. In Episode II hatte sich Lucas hauptsächlich auf die Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen Anakin und Padmé beschränkt, nachdem er die Hochzeit der beiden an das Filmende setzte. Anakins Fall zur Dunklen Seite musste der Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung des Drehbuchs sein, und im Zweifel müssten andere Ideen weichen oder deutlich reduziert werden. Konzepte wie die Rache des jungen Boba Fett, das Auftauchen von Han Solo als zehnjähriger Straßenjunge auf dem Planeten Kashyyyk und Lucas’ Idee, sieben simultane Schlachten auf sieben verschiedenen Welten zu zeigen, fielen daher dem Rotstift zum Opfer. Eine geplante Vergrößerung der Rolle von Padmé Amidala, die ursprünglich als Mitbegründerin der Rebellion vorgesehen war, wurde ebenso wie Palpatines Aufstieg zum Alleinherrscher des neu ausgerufenen Imperiums auf ein Minimum reduziert. Letzten Endes entschied sich Lucas dazu, Padmé sterben zu lassen, um die Dramaturgie zu erhöhen und Anakins Fall nachvollziehbarer zu machen. Dadurch entstand allerdings eine Ungereimtheit zum Film Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter, in dem sich Leia an ihre richtige Mutter zurück erinnert und diese mit den Worten „wunderschön“, „gütig“ und „traurig“ beschreibt.[1]

Im Buch Das Kino des George Lucas gab Lucas zu, dass er sich mit dem letzten Film in eine Ecke manövriert hatte und sich beim Abfassen des vorerst letzten Kapitels der Saga ungemein schwer tat. Bis Anfang Dezember 2002 hatte er immer noch nicht mit dem Schreiben begonnen, wohingegen die Vorproduktion auf Hochtouren anlief und die Dreharbeiten für den darauffolgenden Juli auf den bereits angemieteten Studioflächen in den Fox-Studios in Sydney, Australien geplant waren. Rund 20 Designer der Künstlerischen Abteilung arbeiteten auf der Skywalker Ranch an der Konzeption neuer Welten, fremdartiger Aliens und exotischer Kulissen und hatten bereits 1.500 Illustrationen angefertigt, bevor Lucas mit dem Drehbuch begann. Der Regisseur besuchte die Skywalker Ranch in dieser Zeit mehrmals wöchentlich, um Konzeptentwürfe und Figurenmodelle abzunehmen bzw. Anregungen zu geben, auf denen die Künstler aufbauen konnten. Diese Arbeitsweise war insofern ungewöhnlich, als dass sich George Lucas von den Ideen aus der Vorproduktion für die Arbeit an seinem Drehbuch inspirieren ließ, anstatt umgekehrt. Rick McCallum, der die gesamte Prequel-Trilogie über als Produzent tätig war, hatte Lucas bis Ende Januar 2003 einen 55-seitigen Handlungsabriss mit dem Titel Revenge of the Sith abgerungen. In diesem Werk erklärte Palpatine noch, dass er die Macht in einer Weise manipulieren kann, um Leben zu erschaffen – und er auf diese Weise auch Anakin aus dem Nichts erschuf. „Man könnte sagen, dass ich dein Vater bin“, so die Aussage Palpatines, die als Echo zu Darth Vaders Offenbarung in Episode V – Das Imperium schlägt zurück verstanden werden sollte. Wie zuvor im Jahr 1974 während seiner Arbeit an Krieg der Sterne hatte Lucas mit einer regelrechten Schreibhemmung zu kämpfen, sodass er sich täglich zwingen musste, eine gewisse Anzahl von Seiten zu Papier zu bringen. Im März 2003 hatte Lucas lediglich die Hälfte einer ersten Drehbuchfassung geschrieben, die er schließlich am 10. April 2003 – zwölf Wochen vor Drehbeginn – vollendete. In dieser 111-seitigen Fassung hatte Lucas seine Idee, die in Episode I erwähnte jungfräuliche Geburt von Anakin zu erklären, verworfen. Jetzt sprach Palpatine von der aus dem fertigen Film bekannten Legende des Sith-Lords Darth Plagueis, dem manipulative und lebensverändernde Machtfähigkeiten zugeschrieben werden. Außerdem beinhaltet diese Version das Motiv der Eifersucht als Bestandteil von Anakins Fall. Bis Ende Juni schrieb Lucas eilig eine zweite und dritte Drehbuchfassung. Zwar wurde auf einen Koautor verzichtet, der Szenen und Dialoge nochmals hätte überarbeiten können, doch auf McCallums Drängen wurde der Schauspiel- und Dialogcoach Chris Neil engagiert, der den Schauspielern während der Dreharbeiten dabei half, in ihre Rollen hineinzufinden.[1]

ProduktionBearbeiten

Während der Produktion zu Episode III wird die größte Miniatur, die je für einen Star-Wars-Film benutzt wurde, verwendet. Die Miniatur stellt die Oberfläche des Planeten Mustafar dar, die Lavaströme wurden mit Hilfe von Methylcellulose, einem Verdickungsmittel kreiert. Produziert wurde u.a. in Tunesien (Tatooine). Die meisten Raumschiffe und Aliens in Episode III sind computeranimiert.

Politische AnspielungenBearbeiten

Die Handlung der Prequel-Trilogie bedient sich zahlreicher wichtiger historischer Ereignisse.

Kanzler Palpatine bekommt in Episode II Sondervollmachten auf unbestimmte Zeit und nutzt diese aus, um die Demokratie schrittweise zu stürzen (Weimarer Republik und Römisches Reich).

Darth Vaders Satz „If you’re not with me, then you’re my enemy“ („Wenn Ihr nicht auf meiner Seite seid, dann seid Ihr mein Feind“) spiegelt das bekannte Zitat „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ von George W. Bush nach den Anschlägen des 11. September 2001 wider. Die Antwort von Kenobi „Only a Sith deals in absolutes“ („Nur ein Sith kennt nichts als Extreme“) ist eine deutliche Kritik dieser Meinung und wirft Bush vor, die Welt nur in Gut und Böse zu unterteilen.

George Lucas meinte einige Tage vor dem Start des Films, der Film sei mit dem Irakkrieg zu vergleichen. Eine Demokratie werde wegen eines Krieges zur Diktatur.

Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, wie demokratische Freiheit aus Angst freiwillig abgegeben wird. Als das Galaktische Imperium erhoben wird, jubeln die Senatoren und merken nicht, dass dieses Imperium das Verderben bedeutet.

Symbolik: Hell und DunkelBearbeiten

In der unter "Politische Anspielungen" schon beschriebenen Szene auf Mustafar setzt Lucas eine sehr starke Bildsymbolik ein. Während der Diskussion zwischen Anakin und Obi-Wan wird die Krise zwischen den ehemaligen Freunden nicht nur durch Worte, sondern auch durch ihre Kleidung und den Hintergrund dargestellt. So wird deutlich, dass Skywalkers Fall zur Dunklen Seite in diesem Moment endgültig ist und Kenobi für die Helle Seite kämpft. Die Wahl dieses Ortes symbolisiert hierbei Anakins brodelnden Zorn.

Anakin EpIII.jpg Obi-Wan EpIII.jpg
"Wenn Ihr nicht auf meiner Seite
steht, dann seid Ihr mein Feind!"
"Nur ein Sith kennt nichts als Extreme!"

Gelöschte SzenenBearbeiten

Die hier dargestellten Szenen ergänzen die Ereignisse auf General Grievous Schiff und erklären das Fehlen von Jediratsmitglied Shaak Ti. Einige mögen sich nun wundern und behaupten, diese Szenen weichen von der Darstellung des Romans insofern ab, dass dort Shaak Ti von Anakin Skywalker auf dem Weg zum Büro des Obersten Kanzlers Palpatine getötet wird. Diese Aussage stimmt, doch wurde die andere Darstellung verfilmt, aber herausgeschnitten. Des Weiteren wird auch noch die Flucht Kenobis und Skywalkers vor Grievous, Yodas Landung auf Dagobah und ein Gespräch von Bail Organa mit mehreren Senatoren, welches einen Hinweis auf die entstehende Rebellion geben soll, gezeigt.

Die Ermordung Shaak Tis

Die Flucht Kenobis und Skywalkers vor Grievous

Yodas Landung auf Dagobah

Ein Gespräch von Bail Organa mit mehreren Senatoren

DarstellerlisteBearbeiten

HauptpersonenBearbeiten

JediBearbeiten

NabooBearbeiten

SenatBearbeiten

AndereBearbeiten

Deutsche SynchronsprecherBearbeiten

Charakter Sprecher
Obi-Wan Kenobi Philipp Moog
Anakin Skywalker Wanja Gerick
Darth Vader Reiner Schöne
General Grievous Rainer Doering
Padmé Amidala Manja Doering
Palpatine Friedhelm Ptok
Dooku Klaus Sonnenschein
Mace Windu Helmut Gauß
Jar Jar Binks Stefan Fredrich
C-3PO Wolfgang Ziffer
Yoda Tobias Meister

DVD-VeröffentlichungBearbeiten

Das Cover der DVD zu Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith.
Die DVD zu Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith wurde in Deutschland am 31. Oktober 2005 von Twentieth Century Fox Home Entertainment veröffentlicht. Das Seitenverhältnis dieser DVD beträgt wie bei den vorhergehenden Veröffentlichungen 16:9 und die Bildqualität sowie die Tonqualität ist THX-zertifiziert.

BildqualitätBearbeiten

Das Bild der DVD entstammte der digitalen Vorlage des originalen Masters, wodurch ein verlustarmer Transfer gewährleistet war. Vorteile dieser Methode sind durch ein bis in feinste Details scharfes Bild, das selbst weit entfernte Details, wie unbedachte Personen im Hintergrund, noch klar erkennbar abbildet. Eventuelles Grieseln oder die Bildung von Artefakten sind dank einer aufwändigen Komprimierungsmethode nahezu komplett reduziert worden.

TonqualitätBearbeiten

Der Ton der DVD wurde im Dolby-Digital-Surround-Sound-Format ausgelegt, wodurch der Klang über insgesamt acht Lautsprecher erklingen kann. Im Gegensatz zu den letzten Teilen wurde in der Abmischung der Musik darauf geachtet, dass diese in den besonders actionlastigen Szenen deutlicher hervorgehoben wird, wodurch die Klangeffekte in den Hintergrund geraten sind.

BonusmaterialBearbeiten

Genau wie in den anderen Star-Wars-DVDs ist auch diese mit einem Audiokommentar versehen worden, der über verschiedene Aspekte zur Produktion des Films, zur Entwicklung der Geschichte und zur Realisierung der Spezialeffekte aufklärt. Dieser Kommentar, der sich über die gesamte Länge des Films erstreckt, ist wie die anderen Bonusmaterialien mit einem deutschen Untertitel ausgestattet.

Das Hauptaugenmerk auf der zweiten Disc verdient die Dokumentation Innerhalb einer Minute (eng. Within a Minute), die ausführlich über die gesamte Produktion berichtet und dabei an einem Filmbeispiel von über 52 Sekunden erklärt, welche Schritte und Arbeiter nötig waren, um diese Szene fertigzustellen. Darüber hinaus gibt es die zwei kleineren Extras Der Auserwählte, das die Hintergründe von Anakins Prophezeiung erläutert, und Alles echt: Die Stunts von Episode III. Zusätzlich sind auf der DVD eine 15-teilige Internet-Dokumentationsserie, eine Sammlung von Trailern und Werbespots, Filmplakate, eine Fotogalerie und ein Musikvideo anzuwählen.

Eine zusätzliche Szene kann man sehen, wenn man Disc 1 einlegt, die Sprachauswahl auswählt und dort das THX-Symbol in der rechten unteren Ecke anwählt. Nun muss man nur noch die Zahlen 11, 3 und 8 eingeben und schon wird die Bonusszene gestartet. Dieselbe Funktion haben auch die DVDs zu den ersten beiden Filmen der Prequel-Trilogie.

AuszeichnungenBearbeiten

  • 2005 – Teen Choice Award für den besten Action-Film
  • 2005 – Satellite Award für bester Tonschnitt (Tom Myers, Christopher Scarabosio, Andy Nelson, Paul Brincat, Ben Burtt, Matthew Wood)
  • 2005 – Satellite Award für Beste visuelle Effekte (John Knoll, Roger Guyett, Rob Coleman, Brian Gernand)
  • 2006 – Goldene Himbeere für den schlechtesten Nebendarsteller (Hayden Christensen)
  • 2006 – People’s Choice Award für Bester Film
  • 2006 – People’s Choice Award für Bestes Filmdrama
  • 2006 – Reader’s Choice Award für Bester ausländischer Film
  • 2006 – MTV Movie Award für den besten Schurken (Hayden Christensen)
  • 2006 – Empire Award für Bester Science-Fiction/Fantasy-Film
  • 2006 – Empire Award für die Szene des Jahres Die Geburt von Darth Vader
  • 2006 – Saturn Award für Beste Musik (John Williams)
  • 2006 – Saturn Award für Bester Science-Fiction Film
  • 2006 – Oscar-Nominierung für Bestes Make-Up (Dave Elsey, Nikki Gooley)

GalerieBearbeiten

InhaltBearbeiten

TriviaBearbeiten

  • George Lucas und sein Sohn Jett haben im Film kurze Gastauftritte. George ist als N. Papanoida in der Oper zu sehen. Jett spielt den Jedi Zett Jukassa, der am Hangar des Jedi-Tempels beim Versuch, Senator Bail Organa zu retten, von Klonen erschossen wird, da er nicht weiß, dass die Klone Organa nicht töten wollten.
  • Mit Ausnahme von einigen Szenen auf der Tantive IV und der Übergabe Lukes an die Familie Lars auf Tatooine wurde der komplette Film im Blue- und Greenscreenverfahren im Studio gedreht.
  • Als Anakin und Obi-Wan zum Empfang der Politiker fliegen, sieht man unten im Bild den Millennium Falken landen. Es ist offiziell bestätigt, dass dies der Falke ist und nicht irgendein anderer YT-1300-Frachter.
    Ein Red Bull Racing Wagen am 22. Mai 2005
  • Auch Großmoff Wilhuff Tarkin, der im ersten Star-Wars-Film eine große Rolle spielt, ist bereits im Film kurz neben dem Imperator zu sehen, der den Bau des ersten Todessterns überwacht. Später tritt Darth Vader hinzu und Tarkin zieht sich respektvoll zurück.
  • Episode III spielte im Kino weltweit 849 Millionen Dollar ein und war damit 2005 der erfolgreichste Film weltweit. Er steht auf Platz 26 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten (Stand: 5. August 2011).
  • Auf dem Cover der DVD zu Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith ist keine Narbe an Anakins rechtem Auge zu sehen.
  • Am 22. Mai 2005 fuhren die beiden Fahrer von Red Bull Racing während des Großen Preis von Monaco in speziellen Formel-1-Wagen, die im Star-Wars-Design angelegt wurden. Auch die Crew trug an Star Wars angelehnte Teamkleidung.
  • Das Trümmerstück, das von dem ersten im Film sichtbaren zerstörten Separatistenkreuzer wegfliegt und einen Venator-Klasse Sternenzerstörer trifft, ist ein Spülbecken.
  • John Knoll, einer der Mitwirkenden, übernahm paar Stunts für Hayden Christensen, da dieser am Set nicht erschienen ist, wie z.B. die Abtrennung der Hände von Dooku oder das Ergreifen einer Schnur, als Obi-Wan, Palpatine und Anakin eine Aufzugsschacht hinunter stürzen.
  • Im Audiokommentar auf der BluRay-Version wird aufgedeckt, dass der Untertitel einer frühen Version „Jar-Jars big Adventure“ lautete. George Lucas merkt darauf an, dass Menschen diese Art von Witzen ernst nehmen („I forgot, that people take this stuff seriously“) und deutet damit an, dass er dies nie wirklich ernst gemeint hatte.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Wie Star Wars das Universum eroberte (Kapitel 10, Die Prequels erobern Star Wars)